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Wenn du weißt: das war's! Wie Jasmin Böhm mit ihrem Sohn ohne Flugzeug von Hessen nach Australien reiste

Shownotes

// Eineinhalb Jahre reiste Jasmin mit ihrem Sohn von Hessen nach Australien. Zigmal sah es so aus, als wäre diese Reise am Ende, nicht möglich, zumindest nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Und doch fand sie immer wieder eine Lösung – oder es fiel einfach eine vom Himmel. Jasmin und ich haben in Hamburg zusammengesessen und über ihre Erlebnisse gesprochen, über ihre Haltung, über das Ankommen, über Momente, die uns die Tränen in die Augen treiben, weil sie so einzigartig, so traurig-schön sind. Du hörst in dieser Folge von Panik auf dem Segelboot, Verzweiflung im Outback, großem Mut und tiefer Dankbarkeit. Jasmin ist sicher eine Inspiration für das Reisen, aber sie ist auch eine fürs Mutter- und Elternsein und für den Glauben daran, dass die eigenen Träume es wert sind, gelebt zu werden.


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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)

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Transkript anzeigen

00:00:00: Und ich war dann da draußen und hab gesagt, ich kann's nicht.

00:00:02: Ich bin so kurz raus, aber mich nicht mal auf diese ... auf die Couch setzen können.

00:00:07: Ich saß dann so auf der Treppe, mich festgehalten hab gedacht, ich kann mich nicht mehr bewegen gezittert am ganzen Körper wenn er jetzt irgendwie sich einen Kopf anstößt.

00:00:15: Wenn das Wasser fällt ... Du hast ja da ein Kopfkino, alle möglichen Szenarien und ich war noch so, wenn er weg ist, dann bin ich die Einzige, die hier segeln wird weil die eine, die nicht schwimmen konnte, die hatte gar kein Interesse segeln zu lernen und ich habe mir alles immer aufgeschrieben und so meine Art damit umzugehen.

00:00:31: Ich wollte alles wissen, ich wollte halt die Kontrolle irgendwie kriegen weißt du?

00:00:35: Deswegen hab' ich so gedacht ... wenn dir Imas passiert bin ich diejenigen, die uns hier raus segeln muss und ich dachte es ist absurd!

00:00:41: Wir werden

00:00:42: alle sterben

00:00:43: ey!

00:00:43: Diese letzten Male, die bemerkt man ja nicht weil irgendwann sind sie einfach nicht mehr da und es fällt am erster nach auf das es gar nicht mehr dar ist.

00:00:50: aber als wir in Sydney ankamen dann wusste ich halt so dass jetzt der Moment und ich kann's nicht ausbrechen.

00:01:13: Moin, hey-hey und herzlich willkommen bei frei raus dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.

00:01:21: Ich bin Christoph Förster und begrüße dich hier gerade aus der dänischen Kleinstadt Odense sogar eine Großstadt wie ich vorhin gelesen habe.

00:01:33: sie wirkt aber eher wie eine Kleinstadt.

00:01:36: Ich bin hier gerade in dem Auto, mit dem ich unterwegs bin auf einem Parkplatz.

00:01:41: Wird hier gleich mal einen Kaffee trinken gehen und mir die Innenstadt ein bisschen angucken.

00:01:46: Wir waren eine Woche unterwegs mit der Familie in Dänemark an der Nordseeküste.

00:01:51: Ich habe den Rest der Bande jetzt gerade zum Bahnhof gebracht in der Nähe von Rotensee in Kolding.

00:01:59: Die fahren jetzt wieder zurück nach Hamburg.

00:02:02: Ich werde noch ein paar Tage mir nehmen und mir mal die Insel Möhne angucken.

00:02:08: Werde ich von berichten, ich werde auch davon berichten wie sich diese Karre hier macht mit der ich unterwegs bin.

00:02:14: da ist nämlich ein kleiner Autotest auch mit verbunden.

00:02:18: Werd ich dann in einer der nächsten Folgen drüber sprechen.

00:02:22: das tut jetzt heute noch gar nichts zur Sache aber es ist der Grund warum ich hier noch unterwegs bin.

00:02:29: In der heutigen Podcastfolge habe ich ein sehr, sehr inspirierendes Gespräch für dich und einen sehr inspirieren Gast.

00:02:36: Das ist Yasmin Böhm!

00:02:41: im Freiraus-Podcast zu Gast, sondern mittlerweile schon zum dritten.

00:02:46: Das letzte Mal das wir gesprochen haben da war sie gerade unterwegs mit ihrem Sohn Emil.

00:02:52: Das erste mal als wir gesprochen hatten hat sie davon erzählt wie es überhaupt dazu kam dass Sie mit Ihrem Sohn als allein erziehende Mutter echte Abenteuer erlebt Wie sie sich losgesagt hat aus einer Beziehung die geprägt war von häuslicher Gewalt wie sie den Tod ihrer eigenen Mutter erlebt hat und daraus noch mal Inspiration gezogen hat, auch selbst wirklich ihr Leben in die Hand zu nehmen ihre Träume umzusetzen.

00:03:26: Und loszuziehen!

00:03:28: Jetzt hat Yasmin mich besucht in meinem kleinen Hamburger Podcaststudio und sie erzählt von der Reise auf der Sie letztes Mal noch unterwegs war als wir gesprochen haben.

00:03:39: Diese Reise ist mittlerweile zu Ende.

00:03:41: Anderthalb Jahre war sie unterwegs mit ihrem Sohn auf dem Landweg von Deutschland aus Hessen nach Australien.

00:03:51: Als wir das letzte Mal gesprochen haben, war es gar nicht so klar dass Sie da überhaupt ankommen würde.

00:03:57: Das ist sie!

00:03:58: So viel vorweig wie sie das geschafft haben die beiden und wie abenteuerlich das war... ...das erfährst du heute.

00:04:06: Du erfährtest heute aber auch Ja, wir die beiden angekommen sind nicht nur in Australien sondern auch darüber hinaus wie sie einen Ort gefunden haben an dem Sie sich jetzt vorerst mal niedergelassen haben.

00:04:19: An dem E-Mail zur Schule geht welche Kriterien für Jasmin dafür wichtig waren für jemanden, die wirklich jahrelang durch die Welt gereist ist.

00:04:31: An welchem Ort bleibt so eine Person dann?

00:04:34: An welchen Orten möchte so einer Person tatsächlich leben?

00:04:37: Das erfahren wir heute von Jasmin!

00:04:40: Wir plaudern ein bisschen aus dem Nähekästchen über Talkshow-Erfahrungen und es geht um den Umgang mit Angst.

00:04:48: Jasmin ist aber auch ein wunderbares Beispiel dafür wie wenig wir manchmal durchstrukturieren müssen an Planung, wie viel Chaos wir zulassen dürfen und wie wir darauf vertrauen können dass es trotzdem irgendwie immer hinhaut.

00:05:08: Ich glaube in ganz vielen Situationen dürfen wir alle ein bisschen mehr.

00:05:12: jasmin sein ich wünsche dir viel Freude mit dem Gespräch in das wir jetzt gleich reingehen!

00:05:18: An dieser Stelle aber schon mal der Hinweis darauf dass Yasmin auch ein Buch veröffentlicht hat, gerade vor vier Wochen über diese Reise auf dem Landweg nach Australien.

00:05:29: Das heißt vom Abenteuer des Ankommens!

00:05:32: Vierzichttausend Kilometer ohne Flugzeug – über Wüsten Berge und Ozeane.

00:05:37: zu uns selbst.

00:05:39: Dieses Buch findest du natürlich überall, wo es Bücher gibt.

00:05:42: Ich packe das aber auch nochmal also den Link dazu wie das genau heißt in der Newsletter, der diesen Podcast begleitet und den kannst du abonnieren unter christophörster.com.

00:05:55: Bevor's jetzt losgeht atmen wir wie immer noch einmal kurz tief durch.

00:06:20: Jasmin herzlich willkommen!

00:06:22: Ja, danke für die Einladung.

00:06:24: Danke, dass ich wieder da sein darf!

00:06:26: Wir haben schon zwei Gespräche geführt ... Für den Freiraus-Podcast sitzen aber zum ersten Mal so uns gegenüber in einem gemütlichen Sessel im Freiraustudio und wir haben uns schon mal persönlich getroffen auf einer Messe in Berlin vor vielen, vielen Jahren.

00:06:42: Stimmt, nie so ein Podcastaufgenommen gegenüber.

00:06:44: Deswegen freue ich mich ganz besonders von dir zu hören, auch anzuknüpfen.

00:06:49: An dem Punkt bei dem ... Wir letztes Mal so rausgegangen sind logischerweise, weil du als ich dich erreicht habe online kurz davor warst mit deinem Sohn von Ost Timor.

00:07:04: Kannst gleich nochmal sagen wo das ungefähr ist?

00:07:06: was glaube ich die wenigsten auf dem Zettel haben nach Australien zu segeln?

00:07:11: ja

00:07:12: auf eurer großen Reise über Land von Deutschland also von Zuhause bis nach Australien.

00:07:20: Genau,

00:07:21: ja!

00:07:22: Also fangen wir an Ost-Timo einmal wo?

00:07:24: Ja also das liegt direkt hinter Indonesien.

00:07:26: dann und ist so das letzte Land was halt so geografisch stand vor Australien kamen.

00:07:32: Da wart ihr schon wie lange unterwegs als sie da war?

00:07:37: Eineinhalb Jahre mit dem Ziel irgendwann in Australien anzukommen.

00:07:41: und es war halt das allerletzte Land.

00:07:42: und ich wusste jetzt geht's nur noch übers Meer weiter.

00:07:45: Und dann hatten wir da gerade telefoniert, als ich halt gesagt hab ja mal schauen wie es weitergeht.

00:07:50: Ich weiß auch nicht so ganz ... Ich suche irgendeinen Segelboot aber auch keinen Plan ab und wo ich jetzt einen Segelbots finden sollte.

00:07:57: Ich habe auch echt gedacht, ich werde kein Zwinden.

00:07:59: Ich hab irgendwie gedacht, probier's mal ist auch immer meine Devise allgemein.

00:08:03: Ja, ich guck mal am Ende, weiß man ja nicht vielleicht funktioniert das doch?

00:08:08: Irgendwie gehts ja dann doch immer!

00:08:11: Ich hatte vor ein paar Wochen einen Typen hier sitzen, Karl.

00:08:14: Der ist auch per Anhalter quasi um die Welt gesegelt, beziehungsweise in die Karibik und dann irgendwann wieder zurück.

00:08:21: Und er hat beschrieben das auf Gran Canaria richtig so.

00:08:23: ein Camp gab vor die mit vielen Leuten am Strand gepennt haben oder gelebt haben eigentlich wochenlang teilweise monatelang.

00:08:32: Oder wir versucht haben einen Schiff zu finden was rübergeht, mit dem sie über den Atlantik dann segeln können.

00:08:39: Dann sind sie von der Polizei da weggeschickt worden usw.. Fand ich total spannend, dass da richtig so eine Szene gab.

00:08:44: Gab's in Osttimur vermutlich nicht?

00:08:46: Nee!

00:08:47: Auf gar keinen Fall.

00:08:48: Also allgemein auf unserer gesamten Landreise haben die Einheimischen eigentlich immer sich gedacht das klappt nicht.

00:08:54: was will die Frau mit ihrem Kind machen.

00:08:58: Ich hab bei ganz vielen Grenzübergängen wurde mir immer wieder gesagt na dann muss man fliegen hier kommt man nicht anders rüber.

00:09:04: so das geht nicht.

00:09:04: und da haben natürlich auch alle gesagt Welches Schiff, welches Boot willst du nehmen?

00:09:10: Ihr fährt kein Boot rüber.

00:09:11: Ich mein natürlich auch nicht so ein Passagierboot, das ist mir schon klar aber ich dachte vielleicht irgendwelche Segelleute keine Ahnung!

00:09:18: Aber irgendwie geht's dann doch immer weiter und die Leute sind dann auch echt erstaunt manchmal.

00:09:24: Ach krass,

00:09:24: echt?!

00:09:25: Du hast jetzt wirklich so'n Segelboot darüber.

00:09:26: Wie cool!

00:09:27: Und es wird dann auf den anderen

00:09:28: dabei erzählt...

00:09:30: Ich hab halt echt mich ins Zeug gelegt.

00:09:34: Also wirklich alle Foren, alle Facebook-Gruppen.

00:09:39: Alle Segelseiten die es so im Internet zu finden gibt.

00:09:43: Segelclubs in Australien alles Mögliche was mit Segeln zu tun hat anzuschreiben und zu erzählen das wir halt über Land unterwegs sind durch den Ostimor bin und gerne nach Australien möchte und dass uns halt unfassbar wichtig ist ohne Flugzeit darüber zu kommen.

00:09:57: Und ja ich hab aber da ... Die ganze Zeit kein Erfolg gehabt.

00:10:02: Ich hab selbst der Presse in Australien geschrieben und so, ob die irgendeinen Aufruf machen können?

00:10:06: Also alles Mögliche habe ich probiert.

00:10:08: Aber ohne Erfolg!

00:10:10: Und dann hab' ich eigentlich gedacht wir müssen jetzt fliegen... Und dann kam plötzlich eine Nachricht in so einer Facebook-Gruppe von einer, die gesagt hat.

00:10:16: Ja ich bin auch ohne Flugzeug in der Welt unterwegs und ich bin auf einem Boot mit so einen Kapitänen, der das Boot von Philippinen rüber fährt.

00:10:24: wir sind viel zu spät.

00:10:26: Das war nämlich auch das Problem.

00:10:27: mir waren überhaupt nicht im Zeitraum wo man nach Australien segelt sondern alle sind gerade von Australien in nach Asien gesegelt weil der Wind gerade komplett gegenteilig stand.

00:10:37: Und dann hat die aber gesagt, wir sind zu spät unterwegs und deswegen könnt ihr gerne mit, wenn ihr Bock habt.

00:10:42: Dann hab ich so gedacht, mein Gott echt?

00:10:45: Weil ich dachte so okay, ich probier's mal, aber wenn du dann echt die Option hast, war ich so will ich überhaupt nach Australien segeln!

00:10:52: Ich hatte dann plötzlich voll Schiss über so nein jetzt muss nicht echt auf dem Segelboot.

00:10:56: Aber ja, dann habe ich so gesagt Ja cool, nee machen wir Das ist jetzt Schicksal.

00:11:01: für Segeln nach Australiens

00:11:03: War auch ganz schön abenteuerlich.

00:11:04: dann, oder?

00:11:05: Es war das abenteurerlichste der gesamten Reise.

00:11:07: Diese Segelfahrt darüber ja.

00:11:09: Weil Windwellengang ...

00:11:11: Ja also ich hab mit ganz vielen Leuten vorher natürlich gesprochen.

00:11:15: Ich mein so war inzwischen sechs gewesen und alleine mit ihm unterwegs.

00:11:20: Und natürlich habe ich die ganze Zeit die volle Verantwortung.

00:11:22: und man segelt halt mal nicht so eben dann einfach übers offene Bär nach Australien.

00:11:27: So da hab natürlich mich informiert.

00:11:28: ist es überhaupt gefährlich?

00:11:29: Oder ist es nicht gefährlich?

00:11:31: Ich hab mit all meinen Segelfreunden gesprochen.

00:11:34: Und alle haben halt so getrennt voneinander, das Gleiche gesagt.

00:11:38: Alle haben gesagt ... Du wirst extremer Angst haben und ich so, ja, aber ich war schon voll auf Zegeln.

00:11:43: Ich bin auch mal von Kolumbien nach Panama und so.

00:11:45: Trotzdem ist es was anderes, weil du wirst gegen die Welle segeln!

00:11:49: Weil der Wind kommt grade vor in Australien, er kommt nicht günstig.

00:11:53: Das wird voll anstrengend, weil man knallt immer in die Welli, stampfst du rein?

00:11:58: Dann wird das Ganze ... Boot überspült und dann knallst du so runter.

00:12:02: Du wackelts in alle Richtungen nach vorne, hinten und an die Seiten.

00:12:06: Es wird mühsam und anstrengend.

00:12:08: Und du wirst mit Sicherheit krasser Angst haben.

00:12:10: Du musst dich da mental drauf vorbereiten.

00:12:12: Aber es ist nicht gefährlich.

00:12:14: Das haben alle gesagt.

00:12:15: Alle das gleiche.

00:12:16: Dann war ich so ... Ja okay, dann machen wir's!

00:12:20: Und Angst ist ja auch ein Thema.

00:12:22: Wir haben schon drüber gesprochen.

00:12:23: Hallo Angst?

00:12:24: Ich machs jetzt doch.

00:12:26: Dein letztes Buch.

00:12:27: wie du mit Angst umgehst.

00:12:29: Und das ist genau das, was du auch damals gesagt hast, dich auseinandersetzen mit dem Gefahren.

00:12:34: Was kann wirklich passieren?

00:12:36: Also nicht Kopfkino alleine entscheiden lassen sondern wirklich gucken ganz nüchtern, wie groß sind die Wahrscheinlichkeiten und so weiter... Genau!

00:12:43: ...und dann danach eine Entscheidung treffen ob du das Restrisiko eingehst oder nicht weil es wird wahrscheinlich immer da sein

00:12:49: Voll.

00:12:50: Also ich komme ja so aus der Soziologie, deswegen mag ich Statistiken sehr doll und gucken wir dann immer an wie die Wahrscheinlichkeit ist beim Segeln was passieren könnte und so wie oft passiert überhaupt?

00:13:00: Was wann passiert das?

00:13:01: Ich hab mir auch wirklich auf YouTube richtig dumm aber... Das ist halt eine Typssache.

00:13:06: Ich hab mir Videos angeschaut, wie Leute gekenntert sind und die schlimmsten Momente von Leuten beim Segeln habe ich mir alle angeguckt um was schiefgegangen sind, was die Leute drunter kommentiert haben, was sie falsch gemacht haben

00:13:16: usw.,

00:13:17: also ich war da richtig drinne.

00:13:18: so andere würden sagen es würde ich nie machen weil ich hätte dann erst recht Angst.

00:13:23: aber für mich macht das ruhiger Okay, das ist da halt passiert.

00:13:27: Ich hab dann echt so einfach Wissen übers Segel mir irgendwo angeeignet und war es dann die Gefahr besser einzuschätzen.

00:13:34: Und für mich eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur aus der Angst heraus ist, sondern irgendwo objektiv ist.

00:13:41: Gab's jetzt gerade dieses Beispiel von dem Typen, dem Passagier in diesem israelischen Flugzeuge?

00:13:50: Ja ... wo quasi einen Terroranschlag versucht wurde auf den Piloten.

00:13:56: Und der Typ hatte in irgendeiner Fernsehserie, so eine Art Doku-Serie sich damit beschäftigt oder das gesehen, dass das aufgeschnappt und im Prinzip gelernt wie du so ein Ding fliegst.

00:14:09: Der ist das dann gelandet?

00:14:10: Oder hat es zumindest stabilisiert?

00:14:13: Aber auch weil er sich offenbar mit irgendwie so einem Szenario auseinandergesetzt hat... Wo viele sagen, da will ich mich gar nicht auseinandersetzen.

00:14:21: Ja voll!

00:14:23: Wobei ja Männer allgemein davon ausgehen, dass sie einen Flugzeug landen könnten.

00:14:26: Da gibt's immer wieder so Umfragen.

00:14:28: Stimmt, da gibt

00:14:28: es Studien.

00:14:29: Ob das dann tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt.

00:14:33: Ihr seid nach Australien gekommen?

00:14:37: Wie lange hat das gedauert?

00:14:38: Also die Überfahrt, wie lang dauerte die?

00:14:40: Wir haben erst mal so drei Tage ... also sind wir gesegelt und wir sind in den ziemlichen Sturm gekommen.

00:14:47: Also das war dann echt, echt unheimlich.

00:14:49: Ich hatte richtige Todesangst an Bord und als ich ... Man muss dazu sagen, als ich an Bort gegangen bin, hab ich gerade vorher mit Emil entschlossen, wo wir wohnen werden.

00:15:00: Und ich habe dann grade

00:15:01: ... Wenn die Reise vorüber ist und ihr wieder zurück

00:15:03: nach Deutschland

00:15:05: beziehungsweise ... nach Europa kommt.

00:15:07: Genau, und vorher war alles offen ob es jetzt Australien ist, ob es Indonesien ist oder Spanien, Frankreich hatte so alle Optionen und wusste einfach nicht.

00:15:15: und dann haben wir uns endlich mal entschieden.

00:15:18: Und dann habe ich gerade die Zusage der Wohnung bekommen, als wir an Bord waren.

00:15:22: Ich hab sofort der Schule geschrieben und dann hat die Schule mir auch die Zusagen zurückgeschickt.

00:15:27: Dann war ich so okay, kein Empfang mehr aber alles ist geregelt!

00:15:31: Wir haben ein Zuhause, wir müssen nur noch in Australien ankommen.

00:15:35: Da war ich auf diesem Boot und ich hab echt gedacht ... Das hört sich jetzt so an.

00:15:40: ja vielleicht, das hat es gewackelt.

00:15:41: Aber es war so extrem und ich kannte krasse Segelwetter weil von Kolumbien nach Panama da ist.

00:15:47: Es war auch alles, also das Boot war wirklich komplett waagrecht im Wasser.

00:15:52: Aber das war anders einfach!

00:15:54: Ich kann es gar nicht so beschreiben.

00:15:56: Es waren halt dann irgendwann dreieinhalb Meter Wellen und es waren so dreißig Knoten Wind und ich wusste ab vier bis sechs kann zu anfangen gefährlich zu werden.

00:16:07: Und ich wusst aber auch dass der Kapitän ist total drauf hat.

00:16:09: Der segelt immer, er macht das hauptberuflich Aber ich hatte halt gar keine Kontrolle.

00:16:16: Normalerweise, bei all meinen Reisen hab ich die Kontrolle was irgendwo anstrengend ist weil ich immer alleine alles trag Aber gleichzeitig vertraue ich mir halt am meisten irgendwo auf meinen Kind aufzupassen, weißt du?

00:16:28: Und dann deine Kontrolle abzugeben.

00:16:30: Komplett an diesen einen Mann den du ja eigentlich nicht richtig kennst und dich in dieser Situation zu begeben dass du jetzt einfach nur Vertrauen haben musst das du da schon ankommst und dann kommst du ein riesiger Sturm.

00:16:41: und die andere Frau die konnte nicht mal schwimmen und die war auch mit am Board gewesen.

00:16:45: also wir waren die krasseste Crew so wie man einfach ein sechsjähriges kind ist natürlich auch nicht segeln kann Ich, die nicht segeln kann und mega Probleme mit Ängsten und so hat.

00:16:56: Dann die andere Frau, die sich nicht mehr schwimmen kann und der Kapitän.

00:16:59: Also das war seine Crew, mit der er nach Rausdreien gesegelt ist.

00:17:04: Und dann waren wir halt in diesem krassen Sturm da.

00:17:06: Er hatte schon krasse Stürme, er hat alles unter Kontrolle, es ist easy und so ... Aber wir haben verschiedene Schichten immer angetreten alle.

00:17:15: Und ich konnte meine Schicht nicht mehr antreten.

00:17:18: Das hab ich selber bei mir auch noch nie erlebt.

00:17:21: Ich hab zwar engst, aber ich mach's immer doch.

00:17:23: So hieß ja auch mein Buch so ... Hallo Angst?

00:17:27: Aber ich konnte es nicht doch machen.

00:17:29: Und

00:17:29: was heißt Schicht?

00:17:30: Dann aufpassen, an Bergrichtung halten oder ... Genau

00:17:34: so den

00:17:34: Kurs

00:17:35: halten, ein bisschen lenken manövrieren.

00:17:38: Lenken heißt ja nicht und halt irgendwie gucken, dass da keine anderen Boote sind

00:17:43: usw.,

00:17:44: das war die Hauptarbeit.

00:17:45: Da waren eh keine Boote.

00:17:46: aber trotzdem haben wir immer verschiedene Schichten angetreten.

00:17:49: Es wäre jetzt meine gewesen.

00:17:51: Ich bin gerade aufgewacht und sollte raus.

00:17:54: Und ich bin dann so diese Treppen hochgelaufen, hab rausgeguckt nach so ... Oh mein Gott!

00:17:59: Was zu Hölle ist das wirklich?

00:18:02: Ich kam gar nicht klar.

00:18:03: Ich habe ja auch Angst vor Wind.

00:18:05: Das war schon mal ein Problem am Nordkappen im Fahrrad.

00:18:08: Der Wind hat so extrem geheult.

00:18:10: Dann waren wir echt auf einem kleinen Boot, muss man halt auch sagen.

00:18:12: Es war ein kleines Holzboot bei mega-hochsee-taugliches Boot für Weltumsegelungen halt.

00:18:20: Und ja, und dann hab ich da so geguckt.

00:18:22: Es ging so extrem mehrere Meter, dreieinhalb Meter halt runter ... wenn du über der Welle warst.

00:18:28: Du guckst da, dreienhalb Meter ist echt viel!

00:18:31: Man denkt immer so, joah, dreineinhalb Metern.

00:18:32: Aber guckt mal dreieinhalb Meter bei einer Wand an.

00:18:35: Dann überlegt dir, du bist in einem kleinen Boot mitten im Nürnigenwohnen.

00:18:38: Da geht's dreieinander runter.

00:18:40: Auf der anderen Seite kommen diese Dreieinhalbmeter-Wänder auf dich zu.

00:18:44: Ich hab gedacht so... Alter, ich will hier

00:18:47: weg.

00:18:47: Und der Kapitän pennt?

00:18:48: Ja, voll!

00:18:49: Alle schlafen so, ja ...

00:18:51: Ich war da draußen und hab gesagt, ich kann's nicht.

00:18:54: Ich bin kurz raus aber mich nicht mal auf diese ... auf die Couch setzen können.

00:18:58: Ich saß dann so auf der Treppe, mich festgehalten hab gedacht, ich kann mich nicht mehr bewegen gezittert am ganzen Körper.

00:19:04: Es kam auch immer wieder Wellen auf die Sitze drauf.

00:19:07: also man war halt wieso senkrecht in diesem Boot und es hinge halt so krass schräg im Wasser das halt ständig die Wellen auch reinkam.

00:19:16: und ich war so.

00:19:17: was ist wenn eine größere Welle kommt und die komplett ins Boot rein kommt?

00:19:20: Das ist auch kein Boot das so komplett zu schließen ist oder so, wo man sagen kann okay das kann sich einmal komplett umkippen.

00:19:26: Das geht nicht weißt du?

00:19:28: Und ich dachte so ich weiß nicht was passiert wenn mir jetzt hier doch kämtern und was es wenn die Vorhersage zwar sagt es wird nicht höher aber was ist wenn's doch vierenhalb fünfeinhalb Meterwellen gibt?

00:19:39: Was ist denn der Wind doch plötzlich noch krassere Böen hat oder so?

00:19:43: Ich hatte halt mich so ohne Kontrolle über diese Situation gefühlt.

00:19:47: ich einfach dachte Ich trete komplett durch, hatte komplette Panik.

00:19:51: Dann bin ich wieder rein und der Kapitän hat halt ein Gespür für alles natürlich.

00:19:55: Der war dann plötzlich doch wach, hat dann gesehen, ich gehe wieder rein... ...und hat halt gefreut was los ist.

00:20:00: Und dann hab' ich gesagt, ich kann da nicht raus!

00:20:02: Ich kann's nicht!

00:20:03: Ist zu mir so leid?

00:20:04: Ist mir total peinlich!

00:20:06: Aber ich kann nicht

00:20:06: raus!".

00:20:07: Und er war so relaxed, es war für ihn völlig okay.

00:20:11: So gar kein Ding, bleibt drinne Entspann dich!

00:20:15: Ich kann dir nur sagen, wir haben alles unter Kontrolle.

00:20:18: Du bist in Sicherheit gar kein Ding.

00:20:20: und dann hat er so gesagt kannst du hier vorne auf der Leiter kurz bleiben ich mach was an den Segeln und so weil der Wind wird immer heftiger du hast schon rechts so es waren halt jetzt dreieinhalb Meter Wellen und es gab auch heftigere Böden als dreißig Knoten Und das war halt echt krass irgendwie so aber für ihn alles noch machbar.

00:20:39: also er meinte halt so ist für mich normal Es ist anspruchsvoll hat er auch gesagt aber Anspruchsvoll ist nicht gefährlich.

00:20:45: Und ja, dann ist er halt vor und der war ja angeleint und so ... Weil ich hab trotzdem gedacht, wenn er jetzt irgendwie sich einen Kopf anstößt, wenn das Wasser fällt, du hast ja da ein Kopfkino, alle möglichen Szenarien!

00:20:57: Ich war noch so, wenn Er weg ist, damit ich die Einzige, die hier segeln würde, weil die eine, die nicht schwimmen konnte, die hatte gar kein Interesse, segeln zu lernen?

00:21:04: Und ich habe mir alles immer aufgeschrieben.

00:21:06: und so, weil es halt meiner ... meine Art damit umzugehen.

00:21:09: Ich wollte alles wissen, ich wollte halt die Kontrolle irgendwie kriegen, weißt du?

00:21:13: Deswegen hab ich so gedacht ... Wenn dir Imas passiert, bin ich diejenige, die uns hier raussegeln muss und dachte, es ist absurd!

00:21:19: Wir werden

00:21:19: halt sterben

00:21:20: ey!

00:21:21: Mein Gott, das war wirklich schlimm.

00:21:23: Aber dann bin ich halt drinnen geblieben... Und ich habe natürlich auch mit E-Mail darüber geredet.

00:21:28: Ich hab gesagt, ich kann heute nicht raus.

00:21:30: Und ich hab echt Panik, ich hab Todesangst, ich habe wirklich Angst.

00:21:33: Aber es ist nicht gefährlich.

00:21:37: Ja, ich hab dann E-Mail gefragt.

00:21:38: Hast du denn Angst?

00:21:39: Und er meinte so ... Nö!

00:21:40: Wieso soll ich Angst haben?

00:21:42: Es ist voll cool, ich liebe es.

00:21:45: Ich will das die Wellen noch höher werden und da saß's damit seinen kleinen Arm so ... Hör, hör,

00:21:50: hör.

00:21:51: Nicht so,

00:21:51: ey... Ich wirklich unter voller Todesangst.

00:21:54: Er hat's überhaupt nicht gecheckt.

00:21:55: Er meinte, wie eine Achterbahn ist richtig cool hier zu sitzen und wenns wackelt, soll noch mehr wackeln.

00:22:01: Und ich so e-mailte, ich habe echt

00:22:02: Panik.

00:22:04: Aber er hat überhaupt nicht verstanden, warum ich Angst hab.

00:22:06: Also es hat auch kein bisschen bei ihm abgefärbt.

00:22:08: Null, er fand's einfach nur so cool... Ja, das war unser Überfall!

00:22:13: Natürlich Gott sei Dank.

00:22:14: aber ja...

00:22:15: Wie lange gedauert hat?

00:22:16: Dieser schlimme Part waren drei vier Tage und dann haben wir an so einer Insel gehalten.

00:22:22: Das war natürlich unfassbar cool dann.

00:22:24: In so einer einsamen Insel, also in Anführungszeichen eine einsame Insel weil halt gar kein Tourismus da ist und E-Mail hatte ... Da war das erste Kind es jemals von außerhalb angelegt hat und wir waren dann so knapp zwei Wochen haben alle irgendwie bei Namen gekannt und waren dann da jeden Tag Und E-mail hatte voll viele Freunde und wir haben die geilste Zeit da gehabt.

00:22:44: Und dann, als wir weitergefahren sind, war auch erst mal nach ein halb Jahren das Emil nicht weiter wollte und wir uns so wohl da gefühlt haben.

00:22:51: So zu Hause!

00:22:52: Es war so cool einfach, dass ich dann wieder dachte ... Siehst du?

00:22:55: War doch cool, dass ihr segeln gegangen seid.

00:22:57: Ihr hättet es nie erlebt.

00:22:59: Dann haben wir halt gutes Wetter zum Glück abgewartet und sind dabei... so eineinhalb Meter Wellen rüber gesegelt nach Australien.

00:23:06: Ich hab mich vollkommen sicher gefühlt.

00:23:08: die coolsten Sonnenuntergänge, die Delfine an den Seiten, Regenbogen alles mega kitschig und unfassbar toll!

00:23:16: Und ich dachte ja so habe ich mir jetzt Segeln vorgestellt.

00:23:18: so macht Spaß das.

00:23:20: vorher war halt extremerfahrung so eher

00:23:23: aber umso schöner war das wahrscheinlich dann doch oft so.

00:23:27: Wenn du vorher durch so ein Tag gegangen bist, kannst du es da oben noch mehr genießen.

00:23:32: Ihr hattet in Australien noch was vor, nämlich eine Radtour.

00:23:35: Das war ja quasi das große Finale eurer Reise und deswegen auch ein guter Grund, irgendwann weiterzuziehen von dieser Inseln zu sagen, A, kommen wir hier eh nicht weg ohne unser Boot?

00:23:47: Und B, wollen wir das noch machen mit dem Fahrrad durch Australien, ihr hattest gar keinen Fahrrad dabei!

00:23:52: Ja, logistisch gesehen war es eine mega Herausforderung.

00:23:57: Es hat auf fast einen Monat gedauert und ich dachte wir können gleich losfahren.

00:24:01: Ich mir einfach irgendwo ein Fahrrad kaufe aber es gab halt keine passenden Fahrräder so richtig für uns.

00:24:06: Wo wir waren, da ist halt einfach keine Fahrradkultur so richtig gewesen in Australien.

00:24:11: Das gibt's eher so im Sydney und Melbourne und das war es dann aber auch schon wieder so.

00:24:15: also da oben in Cairns gab's nicht.

00:24:17: Es ist halt eine krasse Autokultur und die verstehen dann auch nicht so deinen Vorhaben.

00:24:22: halt so wirklich.

00:24:23: ich habe mir alle Taschen und Zelt und so zuschicken lassen Also von zu Hause vor meinem Papa, dass das nicht auch noch alles neu kaufen muss.

00:24:31: Aber die Fahrräder konnte man nicht schicken.

00:24:33: Das wäre so teuer gewesen, da hätte ich mir einfach eins kaufen können.

00:24:36: Deswegen dachte ich dann kauf' ich einfach eins!

00:24:39: Und dann habe ich mir letztendlich eines von Sydney hochschicken müssen und es hat so lange gedauert, dass wir dann halt ein Monat nochmal verloren haben... Dann sind wir endlich losgefahren, waren mega happy.

00:24:48: Jetzt geht's los!

00:24:50: Das Finale auf dem Fahrrad.

00:24:53: Mega Freude.

00:24:54: und dann haben wir nach drei Tagen wieder aufgehört weil der Verkehr einfach so krass war an der Ostküste Und es gab keine andere Option für uns irgendwo anders lang zu fahren in Australien als an der Osküste Weil im Outback wäre zwar megacool aber die Entfernung viel zu riesig zwischen den Supermärkten Für uns beide mit einem Fahrrad.

00:25:13: so viel essen und trinken, das hätte ich nicht verstauen können.

00:25:17: Deswegen war nur die Ostküste da ... Ich dachte es ist eh cool, da sind tolle Orte oder so tolle Strände.

00:25:22: Aber es gab dann die Winterferien zu der Zeit.

00:25:26: Und ja, es war einfach nicht richtig.

00:25:29: Es war super voll gewesen halt, ja!

00:25:32: Was habt ihr denn gemacht?

00:25:33: Wir sind immer wieder von den Hauptstraßen ausgewichen auf Feldwege.

00:25:38: Das kann man sich nicht vorstellen wie bei uns in Deutschland.

00:25:42: wo Leute mit dem Fahrrad rumfahren, da siehst du halt niemanden.

00:25:45: Das ist eher so für Landwirtschaft dann halt.

00:25:49: und ich habe aber immer wieder bei Google Maps geguckt, ah, da führt aber so ein Landwirtschaftsweg dran vorbei.

00:25:54: können wir uns so zehn Kilometer Straße sparen?

00:25:57: Und dann sind wir da lang gefahren und plötzlich so ein Auto angehalten hat zu gesagt, there's a crock over there.

00:26:03: Er fährt so weiter und ich so ... Was hat der gesagt?

00:26:06: Ich hab nicht verstanden auch mit ihrem australischen Slang halt so gar nichts verstanden.

00:26:10: Und Emil dann so, ich glaub er hat gesagt das ist ein Krokodil da drüben!

00:26:15: Das hätte der doch nicht so einfach gesagt, oder?

00:26:18: Wir sind hier im Fahrrad.

00:26:19: Der würde dort nicht einfach weiterfahren und sagen dahinten ist ein

00:26:22: Krokodil.".

00:26:23: Und wir so, hey was machen wir denn

00:26:24: jetzt?".

00:26:24: Und dann sind wir halt so vorsichtig weiter und ich so, Junge, was ist wenn hier echt irgendwo ein Krogodil ist?

00:26:29: Dann haben wir halt geguckt und überall Ausschau gehalten, da war er halt echt ein Krokodil gewesen!

00:26:34: Es war halt weiter weg, es war unten am Wasser und wir sind über eine kleine Brücke drüber gefahren.

00:26:40: Aber dann war bei mir halt direkt so Todesangst, wie da natürlich.

00:26:43: Aber man muss auch sagen ... Ja,

00:26:45: Australien ist ja schon nicht ohne was die Tiere angeht?

00:26:48: Voll!

00:26:48: Ich

00:26:50: meine,

00:26:50: da gibt's ganz Schlangen,

00:26:51: wenn du an den Seiten rumfährst.

00:26:53: Da kannst du krasse Schlangen haben und musst schnell irgendwo im Krankenhaus sein.

00:26:58: Und Krokodile können Menschen jagen, die sind extrem schnell so.

00:27:02: Ist schon gefährlich.

00:27:04: Man sagt in den ganzen Australier sagen, wenn du weg vom Wasser bleibst, passiert dir nix.

00:27:09: Die kommen nicht extra hoch und sind nicht interessiert am Menschen, den hinterher zu rennen.

00:27:14: Solange du nicht zum Wasser gehst oder im Wasser chillst und da ist oder so, passiert nichts.

00:27:19: Die meisten Unfälle sind, weil Menschen doch ans Wasser gehen.

00:27:22: Wir sind immer vom Wasser weggeblieben.

00:27:24: Trotzdem bist du dann selbst ... Wenn du auf dem Weg bist und das Wasser weg ist, denkst du dir, ich bin ja aber mitm Fahrrad unterwegs!

00:27:31: Ich hab kein Auto und es schreien ging.

00:27:33: dann wär's cool.

00:27:34: Ich bin auf dem Fahrrad und da war für mich direkt klar, Emil, wir müssen heute aufhören.

00:27:38: Das geht nicht!

00:27:39: Ich mein ich weiß das hier Kokodilöse, aber jetzt haben wir es gesehen.

00:27:42: Ich kann nicht mehr weiterfahren.

00:27:43: Dann sind wir halt so voll schnell gefahren.

00:27:45: Es war super heiß gewesen und so... Da sind wir so einen Weg runter übertrieben Speed drauf.

00:27:51: Ich wollte mich eben ein, weil ich Angst hatte und dann haben wir auch so viel Gewicht.

00:27:55: Da kriegt man super den Speed!

00:27:57: Und wir rassen so diesen Weg runter und dann plötzlich steht so eine blöde Vogelform uns auf dem Weg mitten auf dem Wege.

00:28:04: Und ich dachte so das ist Hunderbruschen-Casua.

00:28:07: Ich habe mich ja auch so ein bisschen ausgekannt was da für Tiere gibt.

00:28:10: Und Casua ist so bekannt als der gefährlichste Vogel auf der Welt Und man nennt ihn auch den Knochenbrecher.

00:28:17: Also, da kann halt auch Menschen den Kinochen brechen und sie auch umbringen so... ...und ich sehe diesen Vogel so und er guckt uns zu an und ich gucke ihn so an und wir rasen da so runter und ich denke so was zur Helle tue ich jetzt?

00:28:29: So das erste, was mir so ein Sinn kam war einfach mal zu klingeln und nicht drinnen ringen!

00:28:33: Dann ist ja tatsächlich so zur Seite gegangen und wir sind so dran vorbeigeraßt, er guckte uns hinterher und dann sind wir so stehen geblieben und ich dachte so geil, wir haben Casua gesehen aber auch... Krass, gefährlich.

00:28:43: Es war so eine halbe Stunde nachdem wir das Krokodil gesehen haben und ich dachte was kommt als nächstes?

00:28:49: Fällt jetzt die Schlange vom Baum?

00:28:51: Kommt jetzt so ne riesige Kopra?

00:28:52: oder was passiert hier so?

00:28:54: Ich hatte echt Angst gehabt, weil nun aus alter ich will endlich ankommen.

00:28:59: Dann sind mir angekommen dann haben ja auch aufgehört und habe eine Lösung gefunden hab dann Backbacker bezahlt die mit dem Van gefahren sind Fünfhundert Dollar oder so gegeben und hab dann gefragt, ich hab in So-Backpacker vorhin gefragt ob jemand Bock auf so ein Job hat.

00:29:17: Und das haben sich super viele gemeldet ist auch ein chilliger Job.

00:29:20: also sollten halt mit dem Auto fahren und sollten Essen und Trinken für uns mit dabei haben dass ich zahl und nicht zahle ihnen auch ihr essen und trinken und wir können abends gemeinsam essen und so.

00:29:32: aber sie sollen es halt von A nach B fahren und ich sag ihnen immer wo wir kämpfen werden, wo wir im Fahrrad ankommen Und dann sind wir durchs Outback gefahren und so haben wir das auch gemacht.

00:29:42: Wir sind abends angekommen, die hatten lange Weile, haben schon ein Zelt aufgebaut, haben Essen vorbereitet ... Es war voll die Luxusradreise dann!

00:29:51: Und wir sind immer unsere Hundert- oder zwanzig Kilometer gefahren, da hatten voll die gute Zeit nicht mehr viel Verkehr.

00:29:57: Es gab natürlich diese Roadtrains, aber die haben alle über Funk miteinander sich verständigt.

00:30:02: Da kommt diese Frau mit dem Kind, passt auf... Wir haben uns gewundert, warum sie alles so doll ... Abstand halten war voll cool.

00:30:10: Irgendwann kamen mal Touristing und sagten, da seid ihr ja!

00:30:13: Wir hören schon seit Tagen von euch.

00:30:18: Ich bin mal mit einem Tretboot über Nordostekanal gefahren durch den Kumpel drei Tage lang.

00:30:25: Und da haben wir auch immer festgestellt, dass wir auf dem Funkkanal im Nordostekanal wurde ständig über uns geredet und wussten alle schon Bescheid wann sie dann mit ihrem Drehblut angezuckert kommen.

00:30:36: Ja wie cool!

00:30:38: Bisschen ähnlich vielleicht?

00:30:39: Ja

00:30:40: voll, das ist ja genau das gleiche.

00:30:41: Fühlt sich dann irgendwie... Ja, auch sicher.

00:30:44: Man fühlt sich

00:30:45: total sicher bei man's Gefühl hat.

00:30:46: das ganze Outback weiß ich hier mit meinem Sohn entlangfahren und es hat sich aus angefühlt weil die alle so viel Abstand gehalten haben.

00:30:52: Und Touris immer wieder angehalten haben und auch die Road Trains.

00:30:56: also der durfte dann auch mal im Road Train mit fahren und so ein Stück sind wir irgendwo so Baustellen waren und die da.

00:31:03: so durfte er auf jeden Bagger und alles ausprobieren und so als war echt cool.

00:31:08: Seid ihr angekommen?

00:31:10: Im Titel deines neuen Buches ist das Ankommen ja auch schon drin.

00:31:15: Ihr seid angekommen einmal am Ziel dieser Reise in Australien und du hast es aber auch schon angedeutet, ihr seid noch mal auf einer anderen Ebene angekommen weil jetzt dann die Zeit begann Das war jetzt, glaub ich, vergangenen Sommer, dass E-Mail dann in die Schule kam.

00:31:35: Genau ja!

00:31:36: Und für euch eben die Frage anstand ... Ja, wo kommen wir jetzt an?

00:31:39: Was

00:31:40: machen wir?

00:31:41: Ich hab das halt... Es war so ein bisschen absurd weil du reißt ans andere Ende der Welt und überlegst, wo will ich wohnen und vielleicht so Frankreich oder so ganz weit weg vorm Bist.

00:31:51: Also es hat keinen Sinn gemacht.

00:31:53: Und ich hab halt aber die ganze Reise lang immer wieder auch die Familien, wo wir unterkamen.

00:31:59: Die sind ja ständig natürlich.

00:32:00: Die Leute sind so gasfreudlich überall.

00:32:02: Dann kommt ne Mama mit Kind und die laden einen ja stendig ein.

00:32:05: Ich habe so viele verschiedene Lebensweisen gesehen ... Und natürlich fragt man sich immer wieder so, ich glaub's kennt jeder Reisende irgendwie.

00:32:13: Könnte ich hier für immer bleiben?

00:32:14: Vielleicht an dem Strand, wo ich mich zufrieden fühle oder vielleicht den Kyrgyzstan mit den Jurten mega geil und so.

00:32:21: Man denkt sich ja immer wieder, spielt man diesen Gedanken so ... Wenn das hier für mal wär und irgendwie hab' ich aber nie für mich gespürt, ja, ich will das für immer!

00:32:31: Es war immer so... Okay, halbes Jahr wär mega cool.

00:32:34: Ich könnte es auch ein Jahr vollcool.

00:32:36: Aber für immer konnte ich mir nirgendwo richtig vorstellen?

00:32:40: Ich hab dann immer gedacht, irgendwann ist halt mehr langweilig oder Surfen jeden Tag klingt erst mal megakool aber vielleicht wird's dann auch irgendwann langweillig irgendwie ... war ich mir halt nie so sicher.

00:32:54: Und das war dann die große Frage über die ganze Reise, ja aber was machen wir danach?

00:32:59: Irgendwann habe ich für mich beschlossen es geht nach Österreich und ins Brug.

00:33:04: Wir sind da auch auf der Reise vorbeigekommen und hab irgendwann mal gesagt man kann sich überall zu Hause fühlen, was ich auch auf dieser Reise ... oft genug gespürt habe.

00:33:16: Es muss gar nicht so dieser Ort sein, dieser Spezielle der dann sagt okay das hier ist zu Hause weil man kann sich halt überall in Zuhause aufbauen also man kann überall die Leute finden weil überall sind nette Menschen auf der Welt.

00:33:28: natürlich Familie gibt es nicht überall aber dass halt die Frage ob man das halt möchte ob man von der Familie wegziehen möchte oder nicht.

00:33:35: ja und das war halt für mich die große Ja, die große Frage, die über allem stand.

00:33:39: Was machen wir?

00:33:40: Und dann hab ich mich letztendlich für Innsbruck entschieden und dachte ... Wir machen das jetzt einfach mal!

00:33:45: Und vor allem, man muss da auch nicht für immer bleiben.

00:33:48: Du hast vier Jahre Grundschulzeit, dann kann man immer noch umziehen.

00:33:52: Dann gehst du eh in eine andere Schule wieder, dann können wir immer noch gucken.

00:33:55: Ich glaub, vier Jahre werde ich's da schon aushalten, aber ich hatte natürlich Respekt davor so.

00:34:00: Also, ich hatte Angst.

00:34:00: Vier Jahre werde es da schon aushalten.

00:34:02: Jetzt kann man so oder so interpretieren.

00:34:04: Aber du fühlst dich ganz wohl erst mal.

00:34:06: Ja, total.

00:34:06: Aber wenn man

00:34:08: ... An einem Ort generell?

00:34:09: Wenn man unser erstes Gespräch, das wir jemals geführt haben, noch mal daran zurückdenkt, ich kam ja aus einer Zeit als Alleinerziehende, wo es mir echt extrem schlecht ging.

00:34:20: Ich nur von A nach B gerannt bin und zwar der pure Albtraum.

00:34:23: Und den kennen viele Alleinerziehne.

00:34:25: Die meisten leben halt so ihr Leben lang, weil's keinen Ausweg gibt.

00:34:31: Mega, mega Angst, dass ich da wieder zurückkehren gehe.

00:34:34: Und das war so meine krasse Panik, dass sich mein Kind gar nicht sehe und fast im Burnout bin.

00:34:39: Das Geld vorne und hinten nicht reicht

00:34:41: usw.,

00:34:42: weil Reisen ist halt günstiger.

00:34:43: Die checkt man immer erst, wenn man unterwegs ist.

00:34:46: Das verstehen ja die meisten Leute nicht.

00:34:48: wie kannst du reisen?

00:34:49: Aber es ist viel günstig als an einem Ort bei uns in Europa zu leben.

00:34:54: Davor hatte ich echt Angst gehabt.

00:34:56: Also Respekt einfach wieder ...

00:34:59: Was waren den Kriterien für Innsbruck?

00:35:01: Und jetzt gegen irgendwas anderes.

00:35:03: Es ist dann doch die Nähe zur Heimat, also zu Deutschland, zur Familie oder vielleicht so ein Stück weit auch Europa- oder deutschsprachiger Raum als irgendein Heimatgefühl.

00:35:14: oder was war es ...

00:35:15: Also zum einen war es halt so, dass ich doch näher wieder an der Familie sein wollte.

00:35:19: Also an der Oma vor allem weil ich dachte sowohl für mich und ich weiß nicht wie lange sie noch lebt.

00:35:26: Weil ich mit meiner Oma halt ein sehr intensives Verhältnis habe seit die Mama gestorben ist Und gleichzeitig auch für Emil sein Opa in der Nähe zu haben.

00:35:36: Wenn wir aus Dreien gewohnt hätten, sieht man sich doch nur einmal im Jahr und muss einen langen Flug nehmen, um die Familie zu sehen.

00:35:43: Dann kann man sich an zwei Händen abzählen, wie oft man sich noch im Leben sieht.

00:35:48: Das war eine Vorstellung, die konnte ich nicht so über mich bringen.

00:35:53: Es war ein bisschen Ausschlussverfahren ständig.

00:35:55: Ich dachte vielleicht auch nicht richtig ... Das gibt's sonst, hab ich fast nirgends auf der Welt so gesehen wie dort.

00:36:05: Und dann gleichzeitig ist es sehr nah an Frankfurt.

00:36:08: also wir können fünf Stunden sind wir halt wieder zurück man kann sich easy in den Zug setzen und das kann auch noch die Oma.

00:36:14: Also das ist halt auch cool.

00:36:16: natürlich die Sprache ist einfach.

00:36:18: aber über die Sprach habe ich mir nicht so doll Gedanken gemacht weil Kinder auch so schnell Sprachen lernen.

00:36:23: irgendwie Ja.

00:36:24: und was halt natürlich auch cool ist Es gibt halt neun Wochen lang Sommerfälle.

00:36:29: Ehrlich, das ist so in Österreich.

00:36:30: Ich weiß nicht gar nicht, wie in Frankreich auch.

00:36:32: Sie haben ja auch so lange ... Genau

00:36:34: und das finde ich halt schon was anderes im Vergleich zu Deutschland.

00:36:37: Es sind noch mal drei komplette Wochen mehr!

00:36:40: Und wenn ich an unsere Fahrradtouren früher denke, da waren mir zum Teil elf Wochen unterwegs es fast so... Das war ein Riesenabenteuer immer unserer Fahrrad-Tourn.

00:36:48: Dann dachte ich so, im Prinzip kann ich genau mein Leben so weiterführen als früher?

00:36:54: Ich kann eine Fahrrad Tour im Jahr mit ihm so ne krass große machen Und den Rest sind wir so mit kleinachen Urlauben, anders haben wir es auch die letzten Jahre nicht gemacht.

00:37:03: Nur dass wir jetzt halt einen Ort haben wo wir immer wieder ankommen und ja das ist wirklich anders jetzt auch gewesen da zu wohnen als vorher in Offenbach wo ich gewohnt habe.

00:37:14: und ich glaube es hat auch viel mit der Wohnung zu tun weil wenn man bei uns aus der Wohnung raus guckt wie wohnt ein bisschen höher und dann wohn'n wir auch noch im vierten Stock Gucken wir halt so komplett über ganz Innsbruck und haben überall Bergblick, aus jedem Fenster.

00:37:29: Man guckt voll in die Ferne und wenn ich aufwache morgens sehe ich die Berge mit Sonnenaufgang.

00:37:34: Es ist einfach ein anderes Aufwachen als bei mir im Offenbach, wo ich nur die Autos gehört hab immer gegen Häuserwände geguckt habe.

00:37:42: Alles immer grau in Graube.

00:37:43: Ich hatte auch noch nie so viel blauen Himmel wie letztes Jahr.

00:37:47: Und ich hab noch nie einen geilen Winter gehabt.

00:37:49: Wir waren die ganze Zeit Snowboard fahren ... Und wir wollten gar nicht mehr, dass der Winter aufhört.

00:37:53: Normalerweise ist für mich so wann es endlich der Winter vorbei und das man wieder lebt.

00:37:58: Und irgendwie in Innsbruck sind halt alle sehr viel draußen aktiv im Outdoor-Bereich unterwegs.

00:38:04: Ob die jetzt Klettermountainbike fahren, Snowboarden schieffahren, rodeln ... Das ist ja auch so ein Riesending dort also!

00:38:11: Schlittschuh fahren, egal was.

00:38:13: Du kannst jeden Tag irgendjemand fragen und alle sind unterwegs.

00:38:15: Und alle sind auch so spontan.

00:38:17: Ja man, Wetter ist gut, lass raus!

00:38:19: Das kannte ich von früher so nicht.

00:38:21: Deswegen geht es uns da aktuell richtig richtig gut.

00:38:24: Bislang bist du noch nicht wieder da reingerutscht, bevor du Angst gehabt hast?

00:38:27: Ja also natürlich... Man hat wieder seine Stresspunkte und so muss auf sich aufpassen dass man da nicht wieder komplett rein rutscht.

00:38:35: Das ist eine Herausforderung die man unterwegs einfach so nicht hat.

00:38:38: Das ist einfach so.

00:38:39: Wir leben halt isolierter voneinander als auf Reisen, wo ich in Hostels bin und gefühlt sich alle immer mit um das Kind kümmern.

00:38:47: Alle immer automatisch!

00:38:49: Es hat man halt so nicht wenn man alleine wohnt und alle in ihren eigenen Wohnungen sind.

00:38:53: aber es ist auf jeden Fall viel einfacher geworden als es vorher in Offenbach war.

00:38:58: Es ist immer noch nicht ideal und ich glaube von dem Ideal sind wir halt bei Alleinerziehenden leider noch super weit entfernt.

00:39:05: so

00:39:06: Da sind wir bei einem interessanten Punkt, weil der für dich auch immer sehr wichtig ist, Assisthema.

00:39:11: Allein erziehend und so eine Lanze zu brechen und den Leuten zu zeigen wie das eigentlich ist.

00:39:16: Alleinerziehend als Mutter sich um alles selber kümmern zu müssen.

00:39:22: Was würdest du sagen was muss passieren?

00:39:25: Also wirklich A und O ist finanzielle Unterstützung einfach, weil so viele alleinerziehende Leben in Armut.

00:39:33: Und man kann halt nicht mehr von Chancen gleichheit der Kinder sprechen.

00:39:36: und wenn wir uns überlegen... Die alle Kinder, die jetzt gerade da sind, sind unsere Zukunft in dem Land.

00:39:42: Es macht keinen Sinn nicht in Kinder zu investieren.

00:39:45: Wir müssen dafür sorgen, dass es allen Kindern gut geht.

00:39:48: und viele Kinder von Alleinerziehenden haben zum Teil ... Leben sie in Armutsverhältnissen?

00:39:54: Und zum anderen haben sie keine Zeit mit ihren Müttern.

00:39:58: Das sind ja meistens Mütter, die Alleinerziehend sind über neunzehn Prozent.

00:40:03: Und das ist einfach nicht okay.

00:40:05: Da geht's Kindern dann auch schlechter, weil sie weniger Zeit mit den Eltern verbringen.

00:40:09: Warum ist es so?

00:40:09: Weil die ganze Zeit am Arbeiten sind und nur rumrennen.

00:40:12: Wenn die Eltern da sind und komplett gestresst sind, fast im Burnout sind ... Dann haben die halt, wenn sie da sind, nicht viel von ihnen.

00:40:20: Dann lebt ein Kind natürlich eine ganz andere Kindheit als ein Kind mit zwei Eltern, die beide da sind.

00:40:26: Die sich irgendwie alles aufteilen können und sagen können, Mama ist jetzt grad mal gestreszt, du gehst jetzt mit Papa grad ... und man teimt sich halt so ab irgendwie.

00:40:36: Das ist halt das Ideal, aber wenn es nicht geht ... Und da nur eine Person ist Am Rande, am Limit ist und nicht mehr kann das Finanzielle diese Sorgen ständig so.

00:40:46: Wie geht's weiter?

00:40:47: Schaff ich das so?

00:40:48: Ich kann auch keinen Job aufgeben weil ich kann kein anderes Leben wählen.

00:40:52: Weil ich muss ja weitermachen!

00:40:53: Ich hab die finanzielle Verantwortung usw.

00:40:56: Es geht einfach nicht dann dass so viele keinen Unterhalt kriegen.

00:40:59: es ist einfach ein Unending.

00:41:01: Ja und ich finde einfach Es wird so akzeptiert, man redet da immer wieder drüber.

00:41:06: Man sagt ja es ist halt irgendwie so und Alleinerziehung geht so finanziell am schlechtesten in der Gesellschaft.

00:41:12: aber irgendwie tut man auch so als würde es kaum Alleinerziehende geben als wäre das ein kleiner Mini-Prozentteil dabei.

00:41:18: es jede dritte Familie ist alleinerziehend also es sind halt super viele.

00:41:23: wenn man sich dann überlegt wie viele Kinder das betrifft warum machen wir da als Gesellschaft nichts?

00:41:28: Wir wollen doch dass alle Kinder die gleichen Chancen haben von den Müttern mehr natürlich auch schön und den Väter, die dann alleinerziehend sind, die zu entlasten.

00:41:37: Aber wenn wir da nicht die Empathie empfinden, dann doch wenigstens irgendwie bei den Kindern?

00:41:41: Weil es halt auch unsere Zukunft ist!

00:41:44: Du warst jetzt gerade in der Talkshow ... wie vor ein paar Tagen, ne?

00:41:49: Ja

00:41:49: tatsächlich.

00:41:50: Und

00:41:51: hast dein neues Buch da auch vorgestellt.

00:41:53: Es ging aber in dieser Talkshow vor allem um das Thema Familie.

00:41:57: Und was ist so möglicherweise ein Ideal?

00:42:01: Was für verschiedene Konstellationen gibt es da.

00:42:04: Da waren ein paar Menschen zu Gast, die auch Prominente von ihren Familienverhältnissen berichtet haben wie sie selber groß geworden sind und so weiter.

00:42:13: Und du hast nach dieser Talkshow, das habe ich auf Instagram gelesen gesagt, dass hat dich richtig getriggert in der Situation.

00:42:21: Warum?

00:42:22: Ja, also man muss halt sich diese Situation so vorstellen und das habe ich früher auch nicht ganz verstanden.

00:42:30: Wenn

00:42:30: man

00:42:31: auf einer Bühne sitzt und da sitzen überall Menschen um einen herum und man hat Scheinwerfer überall und tausende Kameras

00:42:38: usw.,

00:42:38: Mikrofonen und keine Ahnung dann ist man ja auch nervös und man sitzt dann da und man redet nicht so und macht nicht so sein Mund auf wie man es normalerweise in der entspannten Atmosphäre machen würde.

00:42:51: Und ich saß halt da und hab ganz viele Aussagen, einfach nicht verstanden.

00:42:55: Sie haben mich sehr an so Aussagen zum Teil auch aus meiner Familie mit Klienern, mit denen ich nichts mehr zu tun habe erinnert.

00:43:02: Auch von vielen Freundinnen, deren Vätern oder so ... Wo ich dachte, es ist echt das typische Palaber!

00:43:09: Kann man denn nicht mal reflektieren?

00:43:10: Und weiterdenken irgendwie so.

00:43:12: Vielleicht hatte ich

00:43:15: gedacht, ja ... Halt

00:43:16: einfach deinen

00:43:16: Mund.

00:43:17: Das ist so, ja... Ich dissoziere

00:43:18: hier vor dich hin und habe einfach gedacht, hoffentlich fragt mich niemand was?

00:43:21: Ja!

00:43:22: Ich kenne die Situation so ein bisschen, weil ich sie auch ganz ähnlich erlebt hab mal in der Talkshow im NDR.

00:43:30: Da war ich einfach da, weil er erzählt hat über meine Reise durch Deutschland.

00:43:33: So, man misst dann ihr Pedalboard.

00:43:36: Und da waren ganz unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Themen.

00:43:39: Es gab nicht so dieses eine Thema, aber unter anderem war Mario Basler da.

00:43:43: Ich weiß nicht ob du den kennst, ehemaliger Fußballer der so bekannt ist für seine korderige Schnauze und das er ... Das ist so sein USP bis heute, dass er derjeniges hat erzählt irgendwie mit ... So ein bisschen früher war doch alles besser und da haben wir auch im Auto geraucht und weil auch alles kein Problem und ich mit meinen Eltern dann auch immerhin alle geraucht.

00:44:06: Das ist auch so einer, der diese Geschichte erzählt.

00:44:10: Dieses Narrativ vom Fußballer, der immer gequaheimt hat und so weiter.

00:44:14: Ich will nicht wissen was da irgendwie politische Ansichten und Frauenbild keine Ahnung kann ich gar nichts zu sagen.

00:44:18: aber habt ihr so meine Gedanken

00:44:20: dazu?

00:44:21: Auf jeden Fall ging es da auch um irgendwie ein Thema Und ich hatte angesetzt irgendwas zu sagen weil ich dachte tun alle so jetzt als wäre das viel in Ordnung.

00:44:31: Lachen noch!

00:44:33: Diese Stammtisch-Stimmung, glaube ich.

00:44:37: Und die ist ja eigentlich total gefährlich wenn an so einem Stamm Tisch irgendjemand haut irgendwas raus was nicht in Ordnung ist und alle lachen das so weg.

00:44:46: Ja aber es ist dann irgendwie nicht heraum.

00:44:48: Also ich wurde da auch sehr schnell eingefangen von der Moderatorin, die das sehr professionell und mich dann gleich schnell so wecke... also meinen kurzen aufmüpfigen Moment so wegmoderiert hat.

00:45:03: war gar kein Interesse, dass da irgendwie ein Konflikt gerade jetzt stattfindet.

00:45:06: Das ist auch dann wahrscheinlich nicht der Raum dafür wobei es eigentlich schade ist?

00:45:10: Ich glaube wenn ich noch mal in der Situation wäre das was anderes weil ich mir dann vornehmen würde aber du bist ja auch nicht darauf vorbereitet so etwas passiert und bist auch überrumpelt in der situation und gleichzeitig hat man aber auch ein anderes bild auf so prominente die man sonst im Fernsehen sieht.

00:45:26: Und wenn die irgendwo sitzen und wo man sich so denkt, was hat denn der da gerade gesagt?

00:45:31: Niemand sagt was!

00:45:32: Alle lächeln!

00:45:32: Warum machen die

00:45:33: das?!

00:45:34: Also da denkt man sich ja manchmal sowas bei euch eigentlich los, wenn dann irgendwelche rassistischen Aussagen tätig werden und ich denke mir so Hallo?

00:45:42: Hat's keiner gehört grade so?

00:45:44: Kann da mal irgendjemand irgendwie eingreifen oder so zum Beispiel?

00:45:49: Aber ... Ich hab so ein bisschen mehr Verständnis dafür entwickelt, warum man gelebt ist und irgendwie nichts sagt.

00:45:56: Jetzt seid ihr ja angekommen da in Innsbruck?

00:45:59: So erst mal vorerst angekommen ... Und dein Sohn Emil ist jetzt auch in der Schule.

00:46:05: Gerade bist du eine Weile von ihm getrennt,

00:46:08: ich

00:46:08: glaub so lange wie noch nie

00:46:10: zwei Wochen.

00:46:10: Ja tatsächlich!

00:46:11: Weil du unterwegs bist und Lesung machst oder auf einen Talkshows bist oder heute hier sitzt.

00:46:19: Ist das ein bisschen Vorgeschmack auf, auch loslassen?

00:46:23: Ich weiß nicht.

00:46:23: Also ja kann sein... also ich finde es ist wichtig dass wir halt auch ohne einander zurechtkommens habe ich aber von Anfang an immer gesagt weil ich auch immer der Meinung war wenn mir mal was passiert darf ich nicht ihn so erzogen haben dass er nicht ohne mich funktioniert.

00:46:39: Und ich glaube, aber dadurch dass wir so eng waren war loslassen für uns eigentlich immer ganz einfach.

00:46:44: Also so ein Wochenende mal drei Tage irgendwie weg sein konnte er schon mit zwei Jahren super gut, mit drei Jahren und so weiter.

00:46:51: das hat ja einfach immer supergut gemacht.

00:46:54: Aber es war halt noch nie zwölf Tage und zwölft Tage ist jetzt acht ist halt schon echt eine lange Zeit.

00:46:59: Das ist schon krass weil wir halt super ... Wir haben halt ne mega intensive Bindung natürlich!

00:47:04: Wir haben so viele Abenteuer miteinander erlebt Da sind so viele Momente, die werden uns halt unser Leben lang zusammenschweißen.

00:47:11: Seine ganze Kindheit war halt dieses krasse Abenteuer.

00:47:14: Alles am Wasser sich erinnert ist dieses Abenteuern wo wir unterwegs waren und jetzt halt zu diesem vergangenen Jahr in Innsbruck.

00:47:22: Und jetzt halt so getrennt zu sein das echt krass.

00:47:24: also ich gerade bei den Lesungen ... dieser Moment dann immer, wenn man in Australien und Sydney ankommt.

00:47:30: Ich musste jedes Mal also gestern hier in Hamburg, musste ich echt mich richtig krass konzentrieren nicht zu heulen weil man dann halt ... Ich lese die letzten Stellen vor und da geht es ja auch darum dass einem all diese Bilder wieder fort die Augen führen irgendwie wie so ein Film wo man an alles nachdenkt an alle die Jahre und all die Fahrradtouren die wir gemacht haben.

00:47:50: An diese extrem lange eineinhalbjährige Reise nach Australien.

00:47:54: Jetzt ist es vorbei.

00:47:58: Das ist einfach so unbegreiflich, und ich weiß so ... Ich werde das niemals in meinem Leben vergessen.

00:48:04: Da muss ich gleich

00:48:08: mal.

00:48:08: Ja, aber man nennt das wahrscheinlich so Patos ein bisschen.

00:48:14: Ich bin totaler Freund auch von Patos, ehrlich gesagt.

00:48:18: Aber ich kenne auch voll diesen Moment oder diese Stimmung.

00:48:22: Und ich glaube, dass da immer auch ein Stück weit ... Wenn ich von mir spreche, mit reinkommen.

00:48:28: Dieses Wissen ... Ey!

00:48:31: Es kommt vielleicht nicht wieder.

00:48:33: Ja, voll.

00:48:33: Schon auch so.

00:48:34: Das ist so eine Melancholie ein bisschen.

00:48:37: Voll.

00:48:38: Auch dies ... Die sind jetzt schon wieder größer geworden die Kinder und es kommt dann eben das Loslassen irgendwann.

00:48:46: Und die gehen dann irgendwann.

00:48:49: Das kommt nicht mehr.

00:48:50: Ja, voll!

00:48:51: So

00:48:51: und das macht es ja dann noch so besonders

00:48:53: emotional.

00:48:54: Total.

00:48:54: Und wenn du halt in dem Moment das merkst?

00:48:57: Das merkt man ja oft nicht.

00:48:58: Irgendwann ist das letzte Mal wo du dein Kind hochgenommen hast, irgendwann ist das letzten mal dass du irgendwie keine Ahnung gute Nachtkurs bekommen hast oder irgendwie sowas.

00:49:07: diese letzten Male die bemerkt man auch nicht weil irgendwann sind sie einfach nicht mehr da.

00:49:10: uns fällt am erster nach auf das es gar nicht mehr dar ist.

00:49:13: Aber als wir in Sydney ankamen, da wusste ich halt so.

00:49:17: Das ist jetzt der Moment und ... Ich kann es nicht ausschreiben!

00:49:22: Es ist so schlimm halt ja?

00:49:24: Ist das ein krasser Teil unseres Lebens gewesen?

00:49:28: Das ist so weilig.

00:49:30: Ist doch in Ordnung.

00:49:32: Ist auch schön, wenn das ... Also mit so einer Mischung aus, ich würde sagen positiven Emotionen verbunden ist.

00:49:39: Wobei es dieses melancholische eben auch reinkommt und... Voll!

00:49:42: Es ist ja auch was Schönes.

00:49:43: also man ist ja nicht... Man ist natürlich traurig aber man isst ja so glücklich einfach dass man das erlebt hat.

00:49:49: Das sind die allertollsten Erinnerungen Positives, wenn ich sage.

00:49:54: Ich werde mein ganzes Leben noch daran denken.

00:49:56: Weil es so schön ist halt ...

00:49:59: Don't cry because it's over.

00:50:01: Smile because it happened!

00:50:02: Genau das ist halt wirklich genau das Gefühl und keine Ahnung da kann man heulen aber es ist irgendwie so ein... Es sind glückliche Tränen eigentlich also nicht so dass sich da sitzt und denkt oh mein Gott.

00:50:12: nein es ist vorbei und so und ich komme nicht klar sondern es einfach so schön.

00:50:16: ich bin so dankbar dass wir das erlebt haben.

00:50:18: einfach was eine geile Kindheit?

00:50:20: Was für geile Jahre echt.

00:50:22: Jetzt habt ihr in den letzten Jahren ja sehr so eine Vision für ihn mitgelebt.

00:50:28: Hast du für dich eine, für dich persönlich?

00:50:31: Wie es jetzt weitergeht ...

00:50:32: Ja, gar nicht so fürs nächste Jahr oder so, aber so mittel- und langfristig auch ohne ihn.

00:50:42: Aber ich weiß echt gar nicht.

00:50:44: Ich mach immer kurze Pläne und nicht lange Plänen.

00:50:48: Also ich hab so die Pläne, dass wir die Sommerfällen jetzt alle für große Reisen nutzen und dann ... Ich weiß nicht.

00:50:55: Ich würde gerne weiter Bücher schreiben vielleicht eher so Romane.

00:50:59: Ich möchte nicht mehr über unsere Reisen schreiben.

00:51:02: Das ist für mich ein abgeschlossenes Kapitel gewesen mit dem letzten Buch.

00:51:06: Und es liest sich auch so, also man merkt's ja auch wenn ich darüber spreche und dann anfangt zu weine ... Es hat eine abgeschlossene Thematik irgendwie selbst, wenn wir jetzt noch die ganze Zeit im Reisen sind.

00:51:17: Wir waren das letzte Jahr die ganzezeit unterwegs!

00:51:19: Nichts als wären wir nicht mehr draußen und es gibt's nicht mehr was abgeschlossen.

00:51:24: Deswegen will ich nicht weiter in diese Richtung.

00:51:27: aber ansonsten halt den Lifestyle so weiterführen vielleicht mal Fahrradrennen machen und so, wenn man halt jetzt auch mehr so Fahrrad widerfahren kann.

00:51:36: Auch wenn das Kind ... So was ging ja nicht dann für Fahrrad-Rennen trainieren als ob alleine, weißt

00:51:42: du?

00:51:42: Das sind so viele Kilometer,

00:51:44: so viel Zeit!

00:51:45: Ja, es ging nicht.

00:51:46: Und so Sachen, also vor allem sportlich gesehen habe ich auch richtig viel wieder los.

00:51:51: Weil Sport intensiv kommt ja aus dem Leistungssport im Rudern.

00:51:55: So Leistungssport mit Kind zu machen alleine ist eigentlich nicht möglich.

00:51:59: Also Kind solange zu beschäftigen oder immer mitzunehmen das was anderes als auf... Abenteuer mit dem Fahrrad mitzunehmen.

00:52:07: Also, jeden Tag ein Fahrrad so Sport zu machen, da hätte der gar keinen Bock drauf gehabt und darauf freue ich mich jetzt.

00:52:13: Es gibt natürlich mit diesem Loslassen auch wieder mehr Freiheiten für mich, dass ich wieder Dinge machen kann auf die ich Bock hab.

00:52:22: Wenn du noch mal auf die letzte Reise guckst, diese lange Zeit, die es ja war, die ihr unterwegs wart ... Wie hat die dich verändert?

00:52:29: Noch einmal!

00:52:31: Also, ich würde sagen... Vorher war es ja immer so ein Thema mit, ich hab Ängste und Dies und Das.

00:52:37: Und diesmal ... Ich bin halt voll, das hört sich immer so kitschig an, aber halt so voll bei mir angekommen einfach.

00:52:43: Und ich war halt der felsenfesten Überzeugung, dass alles irgendwie möglich ist.

00:52:49: Da waren dann auch irgendwie, natürlich hatte man Ängste.

00:52:51: Wenn man da ein Krokodil sieht ... Aber es sind ja auch gesunde Ängze!

00:52:54: Also ich mein das ist ja auch Gefahr so... Was gab keine sinnlosen Ängsten?

00:52:58: Nenne ich sie mal so also die wo man einfach Angst hat und weiß eigentlich passiert aber gar nichts.

00:53:03: und ich habe aber einfach Paniken kann nichts dagegen tun.

00:53:06: Die sind halt so eigentlich komplett weg.

00:53:07: Ich hab ja so viele Ängse in den Jahren abgelegt mit Absicht bewusst abgelegt Und irgendwie Man hat halt ... Ich weiß nicht, man hat so eine Ruhe auch.

00:53:16: Wenn ich das mit der ersten Reise vergleiche?

00:53:18: Mit der ersten Fahrradtour!

00:53:20: Das war ja ne vollkommende Verarbeitung meiner Vergangenheit.

00:53:23: Der häuslichen Gewalt mit meiner Mama, dem Verlust von ihr und so.

00:53:26: Ich hab da die ganze Fahrradtur natürlich, man hatte so viel Zeit nachzudenken.

00:53:30: E-Mail hat noch soviel Mittagsschlaf gemacht.

00:53:32: Da war ich alleine.

00:53:33: dann diese mundotone Bewegung, das war gut.

00:53:36: Aber ... Das hab ich jetzt nicht mehr.

00:53:38: Ich hab nichts mehr, worüber ich in der Vergangenheit nachdenken muss.

00:53:41: Dann war in der nächsten Reise zum Beispiel ans Nordkapp immer die Frage wie geht's weiter?

00:53:46: Wohin gehen wir?

00:53:47: Gehen wir mal in die Schule was machen wir?

00:53:49: wo?

00:53:49: leben wir uns zu?

00:53:49: und jetzt bin ich halt so dort.

00:53:51: ich bin da angekommen und deswegen es ist nicht mehr dieses krasse Krübeln über die Zukunft dieses in der vergangenheit bleiben und sich überlegen wieso das passiert.

00:54:00: so ich bin halt so im reinen irgendwie mit allem.

00:54:05: Das ist schön zu hören.

00:54:06: Ich denke manchmal, wenn ich mir deine Instagram-Sachen so angucke ... Da ist Ruhe nicht so präsent oft!

00:54:16: Weil es oft alles schief geht?

00:54:18: Ja und letztes Moment noch dies und das.

00:54:22: Und klappt nicht.

00:54:23: Wie kann man jemand helfen?

00:54:24: Chaotisch hochtausend.

00:54:25: Sehr chaotisch?

00:54:26: Deswegen ist es schön zu hör'n, dass du für dich innerlich so ein Gefühl hast der Ruhe zumindest.

00:54:34: Angekommen, Seins.

00:54:35: Schön, vielen Dank für deinen Besuch!

00:54:38: Ja, danke für die Einladung, war wie immer wunderschön.

00:54:41: Ich wünsch dir viel Freude auch bei deiner Lesetour noch.

00:54:44: und die Infos zu Termin, die jetzt dann noch kommen und irgendwann dann auch in der Zukunft kommen, die verlinke ich nochmal im Newsletter

00:54:52: von diesem Podcast

00:54:53: hier begleitet und wer möchte kann dir natürlich auch folgend per ... Wie ja, Instagram bist du noch woanders?

00:54:58: Ist das Instagram und immer

00:54:59: so ein TikTok?

00:54:59: Ja, Instagram.

00:55:00: Nee, bin ich immer noch nicht rübergegangen.

00:55:02: Gott sei Dank!

00:55:03: Das heißt Gott sei dank ist wer nicht schlimm.

00:55:04: aber schön für dich weil ich glaube dass es auch noch etwas wahnsinniger

00:55:07: ist.

00:55:08: Ich glaub auch deswegen hab' ich da auch Hemmungen.

00:55:11: Alles Gute dir natürlich.

00:55:12: liebe Grüße auch an Emil.

00:55:14: Ja danke schön richtig aus.

00:55:19: Ja dir ganz herzlichen Dank fürs zuhören.

00:55:21: und dieser Stelle noch der Hinweis auf den Newsletter den ich gerade schon angesprochen habe.

00:55:26: Den kannst du abonnieren, wenn du es noch nicht getan hast unter christoferster.com, slash frei raus!

00:55:32: Immer Sonntags gibt's dann Links und Infos zu den Themen aus dem Podcast... ...und darüber hinaus.

00:55:40: Die Website von Yasmin und die beiden Freirausfolgen, die wir schon mal aufgezeichnet haben vor einigen Jahren, die findest du natürlich auch diese Woche im Newsletter.

00:55:50: Nächsten Dienstag gibts ne neue Podcast-Folge.

00:55:52: da freue ich mich, wenn Du wieder dabei bist und bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

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