Wie Wera an den Polarkreis auswanderte, um für die Rechte der Sami und ihre Natur zu kämpfen
Shownotes
// Wera Uschakowa ist durch mit Deutschland und der Großstadt. Oder anders: Es zieht sie gen Norden, dorthin, wo sie sich schon immer wohlgefühlt hat. Die Filmemacherin schmiedet die Idee von einem Dokumentarfilm über eine Husky-Expedition zum Thema Umweltverschmutzung. Gemeinsam mit ihrer Schwester fährt sie bei bis zu minus 20 Grad mit dem Auto durch den Schneesturm – und kehrt nie wieder zurück. Heute lebt sie seit fünf Jahren in der nordnorwegischen Finnmark, hat dort geheiratet, zwei Kinder bekommen und neun Schlittenhunde adoptiert. In dieser Podcastfolge spreche ich mit ihr darüber, was passiert ist. Und sie erzählt mir, wie das Filmprojekt sich zu einem Manifest für die Rechte der samischen Kultur und der so besonderen Natur am Polarkreis entwickelt hat, wo große Konzerne unter dem Deckmantel des „Green Deals” unwiderrufliche Schäden zu verursachen drohen. Der Film „Off the mark" läuft jetzt auch in deutschen Kinos (https://www.offthemark.no). Auf dem Folgencover siehst du die junge Sami Maret ...
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin gerade in der norwegischen Finnmark.
00:00:03: Ich bin dann im Dezember los und seitdem nicht mal wieder zurückgekehrt.
00:00:09: Krass!
00:00:09: Nur weil wir ja keine Kirchen bauen, also für die sind ja diese... Die Berge sind ja heilig, Gebiete sind Steine sind ja Heilig.
00:00:16: Das sind so deren Kirchen das ist das wo die hingehen und sagen dass es ist wo wir Gott treffen.
00:00:23: in dem Sinne nur weil wir da keine Kirschen bauen Denken die Leute, das sind freie Gebiete und sie können machen was sie wollen.
00:00:29: Also niemand würde irgendwie ein Windrad auf dem Kölner Dom bauen weil das wäre ja dann Blasphemie in dem Sinne.
00:00:34: aber hier oben findet es halt immer wieder statt weil die denken naja hier ist ja nichts wir sind hier oben ja in der Arktis.
00:00:42: Es ist halt einfach dass es nicht so Hier alles sprießt und gedeiht, sondern du hast hier einfach ganz, ganz langsame Prozesse.
00:00:52: Weil es eben nicht so offensichtlich ist – für viele gibt's ja nichts, was beschützenswert ist.
00:01:15: Moin!
00:01:16: Und herzlich willkommen bei Freiraus, dem Podcast für mehr Freiheit unter Abenteuern unseres Lebens.
00:01:22: Ich bin Christoph Förster Und möchte euch heute jemanden vorstellen in diesem Podcast eine Frau,
00:01:29: die schon zu
00:01:30: Gast war.
00:01:30: Das ist aber ne ganze Weile her und wenn du jetzt nicht absolute Hardcore frei raushörerin oder höherer bist... dann wirst du dich vielleicht nicht an sie erinnern.
00:01:43: Wir haben uns vor fünf Jahren, als wir eine Podcastfolge aufgezeichnet haben schon ne Weile gekannt und zwar über ein Projekt für das Fernsehen damals.
00:01:56: Vera hat für ein Fernsehsender eine Reihe produziert zum Thema Mikroabenteuer, hat verschiedene Menschen getroffen und hat die begleitet.
00:02:08: Ich war mit Vera unterwegs zwischen der Nordsee und der Ostsee weil wir hatten damals die Idee lass uns doch mal ne Wanderung machen an einem Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von der Nordsee bis an die Ostsee zu Fuß gehen.
00:02:27: Da waren noch zwei Menschen dabei, die ich gar nicht kannte, die sie ausgewählt hatte
00:02:32: für dieses
00:02:33: kleine Abenteuer und mit denen sind wir dann losgezogen ganz früh morgens in der Nähe von Husum.
00:02:41: Und das Ziel war Eckernförde.
00:02:44: diese beiden, die noch mit dabei waren, die waren gar nicht so super trainiert Und ich erinnere mich noch, dass die wirklich auf der Hälfte der Strecke schon richtig auf dem Zahnfleisch kochen.
00:02:57: Ich war irgendwann auch ganz schön müde und habe aber immer gedacht, oh Mann!
00:03:01: Den geht es echt noch schlechter als mir.
00:03:05: Ich hätte niemals gedacht auf der hälfte dieser Streckel das wir alle am Abend ankommen an der Ostsee in Eckernförder.
00:03:14: Das hat aber tatsächlich am Ende funktioniert.
00:03:19: Wir haben uns da zu dritt mehr oder weniger hingeschleppt, es hat nicht funktioniert das bis zum
00:03:26: Sonnenuntergang
00:03:27: zu schaffen was das eigentliche Ziel war Aber wir kamen auf jeden Fall noch an diesem Tag an in Eckernförde.
00:03:35: Da endete dann dieses Abenteuer an der Meerjungfrau Skulptur, die da am Strand steht – ähnlich wie im Kopenhagen gibt es seit einiger Zeit eine Meerjung-Frau am Strand von Eckernörde!
00:03:51: Und genau wie in der Nacht davor, bevor wir aufgebrochen sind an den Nordseeküste habe ich auch diese Nacht dann draußen verbracht.
00:03:59: Weiß noch dass ich mich einfach neben einem Strandkorb gelegt hab an dem Strand in der Stadt In meinem Schlafsack lag auf einer Isomatte und da dann ein paar Stunden gepennt habe, bevor ich am nächsten Morgen mit dem Zug wieder zurück nach Hamburg gefahren bin.
00:04:18: Es war ein Mikro-Abenteuer par excellence und Vera und ich haben uns im Rahmen dieses Projekts kennengelernt.
00:04:27: Wir haben für den Podcast dann gesprochen weil sie ein größeres Filmprojekt plante ohne Fernsehsender ohne irgendwelche großen Namen, Verlage, Geldgeber im Hintergrund.
00:04:40: Sondern wirklich ein independent Filmprojekt, ein völlig unabhängiges und zwar im Norden, im Nordenfinland.
00:04:47: Du wirst erfahren wie sich dieses Projekt gewandelt hat inhaltlich?
00:04:52: Und was dazu geführt hat.
00:04:53: das wäre bis heute nicht zurück nach Deutschland gekehrt ist.
00:04:58: Diese Folge ist also ein Stück weit auch eine Aussteiger-Folge, ich weiß aus vielen Gesprächen mit Freunden und Bekannten dass das Thema Aussteigen, Auswandern gerade aus verschiedenen Gründen immer relevanter wird und immer präsenter wird zumindest dieser Gedanke daran bei vielen Menschen.
00:05:19: Und Vera erzählt uns heute mal, was dazu geführt hat, dass sie nicht zurückgekommen ist und wie sie dort im hohen Norden Norwegens jetzt lebt.
00:05:31: Der Anlass, warum wir uns nochmal zusammengesetzt haben und uns ausgetauscht haben, ist das dieser Film!
00:05:37: den sie damals gestartet hat, die Dreharbeiten dazu.
00:05:41: Dass der jetzt fertig ist nach fünf Jahren und in
00:05:45: einigen
00:05:45: Kinos in Deutschland zu sehen sein wird vielleicht dann auch im Streaming.
00:05:50: das ist gerade alles noch nicht so richtig klar.
00:05:52: du erfährst heute aber worum es in diesem Film geht.
00:05:57: Du bekommst eine Perspektive auf Die Sami Kultur unter anderem, du bekommst eine Perspektive auf die Situation der Natur am Polarkreis, die du so wahrscheinlich noch nicht hattest.
00:06:13: Denn was da so passiert das ist für uns nicht nur geografisch weit weg weil es ja auch so ein gefühlt abgelegener Teil Europas ist dass wir Da wenig Zugang zu haben, wenn wir da nicht hinfahren und uns das vor Ort anschauen.
00:06:33: Das hat Vera gemacht und Vera hat eben einen Film produziert mit einem Team zusammen, dass jetzt viele Jahre aus Leidenschaften und nicht für Geld daran gearbeitet hat, das zu zeigen!
00:06:48: Was da eigentlich los ist, zu zeigen wie es den Sami geht.
00:06:52: Zu zeigen welche Auswirkungen zum Beispiel der Green Deal der Europäischen Union auf diese Region da oben hat.
00:06:59: Wo's darum geht erneuerbare Energien immer mehr in den Fokus zu bringen.
00:07:05: aber selten stellen wir uns die Frage was Macht denn das mit der Natur, wenn wir verstärkt auf erneuerbare Energien setzen?
00:07:13: Was macht das auch mit einem Sozialgefügel.
00:07:16: Was macht es mit einer indigenen Kultur?
00:07:19: Passt die da noch rein oder wird sie einfach nur beiseite gedrängt damit irgendwo Windparks gebaut werden können?
00:07:27: Unglaublich spannend!
00:07:28: Wir kommen am Ende des Gesprächs nochmal darauf wo du diesen Film sehen kannst.
00:07:33: ich sage an dieser Stelle schon einmal wie er heißt und zwar Off the Mark, die Website ist offthemark.no für Norwegen.
00:07:42: Wir gehen jetzt gleich rein in das Gespräch mit Vera.
00:07:46: Atmen aber vorher wie immer noch einmal kurz tief durch.
00:08:08: Ja, Vera nochmal!
00:08:10: Hi und herzlich willkommen.
00:08:12: ich habe nachgeguckt.
00:08:13: November zwetausendundzwanzig haben wir das letzte Mal gesprochen.
00:08:19: verrückt fünf Jahre her.
00:08:22: Da ist eine Menge passiert in diesen fünf Jahren.
00:08:25: Nicht nur bei mir, nicht nur bei sicherlich vielen Hörerinnen und Hörern sondern vor allem bei dir!
00:08:32: Wo erwische ich dich jetzt gerade um damit mal zu starten?
00:08:37: Also ich bin grade in der norwegischen Finnmark also wirklich am Ende von Europa.
00:08:44: maximal zwei Stunden dann hat man das europäische Festland komplett verlassen.
00:08:48: Das letzte Mal haben wir ja von unserem Projekt erzählt, dass damals Pure Eyes hieß Dokumentarfilm über eine Mikroplastik Expedition mit Schlittenhunden.
00:08:56: Und ich bin dann im Dezember los und seitdem nicht mehr wieder zurückgekehrt.
00:09:01: Krass!
00:09:02: Wir werden natürlich darüber sprechen wie das gekommen ist und was du da oben jetzt machst, wie du lebst weil mich das total interessiert.
00:09:11: aber ich würde gerne mit dir einmal noch mal drauf gucken auf... Die Vera von heute vor fünf Jahren, als wir da saßen und gesprochen haben.
00:09:22: Wie beurteilst du dir oder wie blickst du auf die Vera vor fünf jahren?
00:09:27: Heute
00:09:28: eine gute Frage weil also ich hatte ja schon immer ein bisschen das Bedürfnis nach Skandinavien umzuziehen.
00:09:34: Also das heißt so anders bin ich gar nicht.
00:09:36: Ich bin eher die Vera, die ich eigentlich schon immer sein wollte.
00:09:39: Also dieser Wunsch Deutschland zu verlassen und in den hohen Norden zu gehen es war eigentlich sonst immer Island.
00:09:45: Jetzt ist es nur wegen geworden, ansonsten ich habe super viel gelernt in der Zeit.
00:09:50: Also ich war glaube ich noch naiver blauäugiger und ich glaube auch ein bisschen freier als ich jetzt bin.
00:09:58: also ich bin auch schon ja ein bisschen desillusionierter sage ich auch aber auch ein bischen bodenständiger.
00:10:05: Ich war ja in der Phase Als wir auch bei dem Studio waren, wo gerade durch Corona meine Homebase so ein bisschen verloren hatte.
00:10:14: Weil ich ja nicht genau wusste, wo es hin sollte.
00:10:18: Ich arbeite fürs Fernsehen und war schwierig mit Corona.
00:10:22: Mir stand alles offen, weil da durch die Remotearbeit angefangen hat ... Ja, ich bin jetzt viel, viel bodenständiger, was mich ein bisschen nervös macht!
00:10:34: Und angekommener auch.
00:10:37: Das sind jetzt echt schon fast wirklich fünf Jahre.
00:10:41: Ich bin auch Erwachsener geworden, ne?
00:10:42: Also das sag ich mir damals schon, ich glaube Ende dreißig und jetzt mit über vierzig bin ich endlich erwachsen geworden so vom Gefühl her ja.
00:10:51: Hättest du damals gedacht dass du fünf Jahre weiter dann da bist wo du heute bist?
00:10:56: Ja, also örtlich gesehen ... Ich hab ja hier oben mit meiner Schwester hochgefahren weil sie den Soundtrack zu dem Film gemacht hat aus erster Hand, also die Stimmung und alles miterleben.
00:11:09: Und ich hab schon mit einem Bauchgefühl Berlin damals verlassen, dass sich nicht mehr wiederkommen.
00:11:14: Hätte ich ihr das gesagt?
00:11:15: Wäre sie wahrscheinlich nie mitgekommen, weil unser Plan war ja nur zwei Monate hier zu bleiben.
00:11:20: Ja, und sonst ... Also, ich glaube vom Rest des Lebens hätte ich nicht gedacht.
00:11:25: Also meine letzte Lebenssituation, nein!
00:11:29: Also auf gar keinen Fall.
00:11:31: Es sind auch viele meiner Freundinnen in Fragen so... Ja, haben wir nie drüber geredet?
00:11:37: oder habe ich das gar nicht so richtig verstanden?
00:11:40: Dass du irgendwie Kinder haben willst.
00:11:43: Ein Mann haben willst dich irgendwie niederlassen möchtest und ist so... Na ja bei mir war es immer so wenn's kommt-kommt deswegen hab' ich gar nicht drüber so viel gerede.
00:11:52: also mein Traum war schon mit vierhundert Hunden irgendwie alt zu werden.
00:11:56: jetzt sind sie neun.
00:11:57: in der Hochphase waren es mal zwölf genau also dieser.
00:12:02: Das habe ich mir schon so gedacht, aber der Rest war sehr überraschend auch für mich.
00:12:07: Die Vera mit neununddreißig die da vor fünf Jahren dann aufgebrochen ist um diesen Film zu machen hat ja damals schon ein bisschen auch den Kontakt gesucht und hergestellt und weiter
00:12:19: verfolgt
00:12:20: zu genau dem was du jetzt beschreibst was so für dich auch ein Traum war Wenn man es in Personen dann formulieren, die Steffi und der Willem Betzel.
00:12:31: Also die beiden, die damals schon für lange Zeit da oben im hohen Norden waren mit Schlittenhunden gearbeitet haben Und damals vorhatten eine Expedition zu machen mit Schlittenhunden Gleichzeitig eine wissenschaftliche Expedition ist, um festzustellen wie viel Mikroplastik tatsächlich in entfernten nördlichen Gebieten schon zu finden ist.
00:13:00: Gebieten die gar nicht so einfach zugänglich sind.
00:13:02: deswegen eben mit Schlittenhunden in diese Gebiete rein.
00:13:06: Das war so die Idee.
00:13:08: Deswegen auch Pure Eyes damals noch der Titel des Films.
00:13:12: Daraus hat sich eben das entwickelt, was sich entwickelt hat auf dass du jetzt heute zurückblicken kannst.
00:13:19: Was ist dann passiert?
00:13:20: Ihr seid los so hast gesagt zwei Monate wolltet ihr da oben bleiben hast deine Schwester mitgenommen weil die den soundtrack machen wollte für den film was in diesen zwei Monaten passiert was es nach den zwei monaten passiert was überhaupt passiert.
00:13:36: Ich hab ja Willem kennengelernt Anfang einundzwanzig.
00:13:40: Genau, da hab ich ja auch lustigerweise ... Das schließt sich.
00:13:43: der Kreis hat alles mit den Mikroabenfördern angefangen.
00:13:46: Diese Serie, die wir zusammen gemacht haben in der du ja auch Teil von warst.
00:13:50: Da hatte ich einen Freund von Willem kennen gelernt, der eine Hundeschlittenfarm in Hessen hatte.
00:13:55: Der hat mir dann das Projekt von Willems vorgestellt und so bin ich mit ihm in Kontakt.
00:13:59: Das war glaube ich Januar einund zwanzig, so.
00:14:03: Und ich habe dann recherchiert Diese ist ganze Problematik mit der Kupfermine am Rapper Fjord ja kennengelernt und war schockiert, dass wirklich Menschen Minenabfälle in den geschützten Fjords kippen wollen.
00:14:19: Und war dann schon im Sommer einundzwanzig da!
00:14:21: Da war eigentlich der Plan noch gewesen.
00:14:23: wir machen einen Kurzfilm darüber.
00:14:25: Einen eigenen dokumentarischen Kurzfilm genau... war für mich die erste Berührung mit der samischen Kultur und den Rentierhütern, weil wir da auch beim Kälber markieren waren.
00:14:37: Für mich hat das eine komplett neue Welt eröffnet.
00:14:40: Das war schon mal, wo ich dachte, wow!
00:14:44: Das hört man in Deutschland nicht.
00:14:46: Und vor allem selber vor Ort zu sein.
00:14:49: Im Hochsommer, es war halt hell und du kommst in so ein Tal.
00:14:55: Und für mich war das wie ein Fantasyfilm.
00:14:59: Ich hab ja auch schon ein paar Rentiere vorher gesehen aber diese Massen an Rentierern und dann auch die Menschen, die da ihre Zelte, ihre Lavos oben aufgeschlagen haben und wirklich gewohnt haben für die Zeit wo sie die Kälber markieren.
00:15:12: Das war für mich wirklich surreal.
00:15:13: Ich war auch schon bereit mit da oben einzuziehen, ne?
00:15:16: Ich habe mit einem Rentierhüter geredet jederzeit du kannst Kompau dein Zelt auf, weil es halt wirklich so eine ganz andere Welt ist wenn man Einfach aussteigen möchte.
00:15:26: kurz von der Wirklichkeit ist das oder vom Alltagsleben war das halt wirklich für mich perfekt.
00:15:33: Und der Plan war auch erst mal so, dass das ein Kurzfilm bleiben sollte.
00:15:37: dann sind wir im Dezember los für die Expedition, die dann im Januar stattgefunden hat und zwar aber auch schon klar, dass wir diese samische Kultur ja weil es ja wirklich auch dieser Klimawandel und auch die Mikroplastikbelastung beeinflusst die samische Bevölkerung hier oben, also das ist ja das was man auf jeden Fall miteinander verbinden muss.
00:16:01: Wir sind erstmal ganz in Ruhe auf diese Expedition gefahren weil wir wussten dass es etwas, das haben wir schon geplant.
00:16:07: Das ist gut!
00:16:08: Du weißt dir selbst du hast ja auch ein Film gemacht so viel kann man dann gerade bei Dokumentarfilmen gar nicht so viel planen und grade weiß eben auch soweit weg ist.
00:16:15: Wir dachten auch okay wenn wir vor Ort sind das ergibt sich schon alles ist doch leichter.
00:16:20: Und dann haben wir aber auch schnell festgestellt, dass es doch einfach schwieriger ist als wir gedacht haben.
00:16:25: Also deswegen sage ich auch das sich ein bisschen desillusionierter bin weil ja ich habe vorher viel also in Skandinavien nur in Island gedreht da funktioniert das ganz gut wenn man dahin fährt und sagen die Leute ja hier wir kennen den und denen und denen also ich hab dann auch gar nichts mehr vorbereitet war dann einfach da das hat gut geklappt.
00:16:43: und dann dachte ich in Norwegen klappt das auch.
00:16:45: Dem war aber nicht so, weil gerade die Rentierhüter und auch die Samis hier sind Medien gegenüber sehr kritisch eingestellt.
00:16:55: Und Menschen, die von außen kommen, auch sehr kritich eingestellt.
00:16:59: Das war dann der erste Grund, warum wir gemerkt haben, okay, wir müssen länger bleiben als zwei Monate.
00:17:09: In den zwei Monaten wirklich alles um die Expedition herum gedreht.
00:17:12: Wir hatten auch das Glück, lustigerweise haben wir auch auf einem samischen Bauernhof gelebt wo unser Gastgeber, also wir hatten Airbnb gemietet für die erste Zeit und der Besitzer des Airbnbs war wirklich Kursami und hat seine eigenen Kühe gehabt, wir konnten dann auch da drehen und so ein bisschen drum rum.
00:17:33: Und haben dann aber gemerkt naja nee das reicht nicht.
00:17:35: also die Expedition ist zwar super aber dass es wirklich nur so kratzt an der Oberfläche man muss tiefer gehen.
00:17:43: Dann haben wir mal kalkuliert weil wir haben ja auch sehr komplett unabhängig produzierter Film gewesen.
00:17:48: Also wir haben keine Produktionsfirma TV-Sender, gar niemanden mit dem Hintergrund gehabt und ich habe auf mein Bankkonto geguckt und gesagt nein.
00:17:58: Also wir können jetzt nicht ständig hoch und runter fahren.
00:18:00: also das sind jetzt hier über.
00:18:02: von Berlin aus gesehen sind es über dreitausend Kilometer die man hier fährt.
00:18:05: ja da braucht man eine Weile und das kostet und fliegen ist ja wir sind ja auch ein Umweltfilm in dem Sinne dass es kommt für uns jetzt auch nicht infrage dass wir jetzt ständig da hoch und unterfliegen.
00:18:15: deswegen haben wir gesagt okay Wir, also ich und meine Schwester, wir sind hier geblieben.
00:18:19: Der Gunner unserer Kameramann ist zurückgeflogen Und dann haben wir geguckt ob der da noch mal für eine Weile einfach kommt wenn wir mehr geplant haben dass wir drehen können.
00:18:28: Ja und so haben uns entschieden erstmal dazu bleiben um zu gucken was passiert.
00:18:31: deswegen haben wir auch diesen sehr langen Drehzeitraum.
00:18:33: Also wir haben doch ich habe letzten Sommer noch ne neue Szene gedreht Für den Film.
00:18:38: also das waren dann wirklich auch über vier Fast fünf Jahre, die wir den Film auch gedreht geschnitten soundtrack gemacht haben und so weiter.
00:18:48: Der andere Grund war auch warum wir da geblieben sind.
00:18:51: Wir sind hier fast eine Woche hochgefahren einen Tag nach Weihnachten.
00:18:54: Es waren lustigerweise in Berlin auch schon minus achtzehn Grad.
00:18:57: Also wir sind mit Auto und kleinen Wohnwagen gefahren, und das hat uns schon einen leichten Vorgeschmack gegeben auf was uns so erwartet weil unser Auto unsere ganzen Türen waren komplett eingefroren.
00:19:08: ja dann wussten wir okay gut Dann haben wir schon dass passiert uns jetzt auf der Fahrt nicht mehr schön Silikonspray drum herum gemacht und so Minus achtzehnt Grad dachten wir auch so.
00:19:16: ok das bereitet uns auch vor der Gasheizung hat gut funktioniert Und das war halt wirklich auch eine Höllen-Tour bis nach oben, also wir hatten bis zu minus fünfundzwanzig Grad Schnee und Eis und Dunkelheit.
00:19:29: Und dann ist unser Auto auch noch gestorben weil wir natürlich überhaupt nicht darauf vorbereitet waren.
00:19:32: mein Auto war auch nicht drauf vorbereitet glaube ich mental und haben wir gesagt wir fahren sowieso hier nicht mehr runter bevor nicht irgendwann mal der Frühling dann so im Juni kommt ne?
00:19:42: Hier oben.
00:19:42: also deswegen war eh klar Wir bleiben und wir drehen.
00:19:46: Und eben auch, weil es komplett unabhängig produziert und finanziert ist, musste ich das irgendwie auch gucken, dass sich das irgendwie hinkriege mit okay, ich verdiene ein bisschen Geld, drehe ein bisschen, schneide ein bisschen... Das war auch gut!
00:20:01: Weil wir sind ja dann von dieser Expedition in.
00:20:06: weiteres Thema ist in unserem Film diese grüne Wende, die hier oben passiert und auch dieser grüne Kolonialismus, da ist alles relativ spontan passiert.
00:20:18: Die Skandinavier sind eh ein spontanes Volk überall und hier oben im Norden sowieso weil mehr als eine Woche vorher wird hier nichts geplant.
00:20:27: das heißt ich saß hier ganz oft und dann wurde mir gesagt, morgen gibt es einen Protester übermorgen passiert das und dann war ich so okay, da gehe ich mal los und drehe.
00:20:36: Das wäre halt von Deutschland aus überhaupt nicht möglich gewesen.
00:20:39: auch gerade mit den Rentierhütern ist es auch so die entscheiden am Morgen was sie machen.
00:20:44: also wir hatten auch eine Geschichte den Hamburger nie geschafft zu drehen weil wir haben jeden morgen ok wir rufen euch früh um sechs an Und dann entscheiden wir, was wir machen.
00:20:54: und ich hab fast zwei Wochen bin ich jeden Tag um sechs aufgestanden.
00:20:57: Hab gewartet, nein das Wetter war schlecht!
00:20:59: Das ging nicht, das ging nicht und es haben aber auch nicht geschafft zu drehen weil sie einfach sich am Ende nicht ergeben hat.
00:21:05: und ja so war das dann halt.
00:21:07: also man musste hier vor Ort uns spontan sein.
00:21:11: und ich glaube auch ein anderer Grund war auch noch dass man einfach zeigen musste, dass wir nicht einfach irgendwie ins Fernsehsender sind der kurz kommt sich das anguckt und dann wieder nach Hause fährt.
00:21:22: Sondern wir wollten ja wirklich in die Tiefe gehen, ne?
00:21:26: Wir wollen ja wirklich versuchen... ...in ganzheitliches Bild eben gerade von all diesen drei Krisen in unserem Film.
00:21:33: also wir haben ja einmal die Klimakrise thematisiert, wir haben einmal die Naturkrise thematsiert, die hier oben auch stattfindet und natürlich auch die Sozialekrise was die ganzen Menschenrechtsverletzungen angeht.
00:21:45: Und da brauchst du einfach Zeit und da brauchste auch Menschen, die sich dir öffnen.
00:21:52: Gerade wenn du von außen kommst.
00:21:54: Gehen wir gleich rein ist natürlich super spannend vor allen Dingen auch die Perspektive, die du da oben gewonnen hast über die Menschen mit denen du gesprochen hast.
00:22:03: Vorweg noch einmal, nicht nur der Film war unabhängig.
00:22:06: Hast du schon gesagt?
00:22:07: Du warst auch unabhängig damals.
00:22:09: Das heißt, du konntest
00:22:10: auch... Also du hattest
00:22:11: keine Familie oder andere weitigen Verpflichtungen in Berlin.
00:22:15: Dir war das möglich da oben zu bleiben und du warst bereit dafür weil es schon in deinem Kopf da war Aber zwischendurch mal ein bisschen drehen und was schneiden um Lebensunterhalt zu verdienen.
00:22:26: Was bedeutet denn das von da oben aus?
00:22:28: also wie funktioniert denn das?
00:22:30: Weil für diese Arbeit an dem film Hast du ja, habt ihr hier vermutlich jetzt erstmal kein Gehalt oder irgendetwas bekommen?
00:22:39: Genau.
00:22:40: Also wir haben ja das Crowdfunding gehabt.
00:22:42: damit haben wir auf jeden Fall diese zwei Monate die Bahn finanziert und der Rest.
00:22:47: also.
00:22:47: ich habe das Glück dass ich einfach unabhängige Filmemacherin bin und einfach auch remote arbeiten kann.
00:22:53: Ich arbeite viel fürs deutsche Fernsehen.
00:22:55: Das kann ich von hier oben aus weiter machen, da hatte ich Glück und ich habe mittlerweile auch so ein paar kleine Aufträge hier oben in Norwegen was auch ganz gut ist.
00:23:03: Und das ist eben auch das Gute weil ich alleine bin.
00:23:08: also auch wenn ich Geld verdiene so kann ich mir das alles relativ gut einteilen.
00:23:13: Ich kann nachts arbeiten, ich hab meine Deadlines und wie ich das Produkt am Ende abgebe ist egal.
00:23:20: deswegen konnte ich dann sagen okay Ich fahre jetzt mal tagsüber los, drehe und mache dann mein Geld oder Brot verdienen Job.
00:23:27: Dann einfach nachts!
00:23:28: Das hat so ganz gut funktioniert genau.
00:23:31: Jetzt bist du aber nicht mehr alleine?
00:23:33: Ne, das bin ich nicht mehr allein.
00:23:34: Also ich war ja auch nie allein.
00:23:35: Ich bin ja hier hochgefahren mit meiner Schwester und meinen zwei Hunden... Manchmal hatte ein Hund auch noch mit.
00:23:42: Ich hab nach dem Film, bin ich ja auch mehr in diese Schlittenhunde-Thematik eingestiegen und habe mittlerweile verboten.
00:23:49: Ich darf jetzt nicht zu den ganzen Huskyfarmen gehen, weil ich immer Hunde mitnehme, sobald ich da bin.
00:23:54: Weil hier oben ist es ja auch so ... Es gibt sehr viele Huskyfarm, die das touristisch betreiben.
00:24:01: Dann ist das so, wenn die Hunde älter werden... weiß man nicht mehr genau, was man mit denen machen soll.
00:24:06: Weil klar du kannst halt nicht... das ist halt die können dich mal arbeiten.
00:24:10: Du kannst dann auch keine Seniorenhunde ja also wirklich durchfüttern bis zum Ende des dem Platz und meistens auch die Mitarbeiter so viel.
00:24:18: Das funktioniert halt nicht und deswegen werden immer ganz oft die älteren Hunde angeboten zur Adoption.
00:24:26: Und ich habe ja einen Herz für Tiere und deswegen, wenn man mich fragt, oh hier möchtest du gerne Hunde mitnehmen, sage ich habe ich meine Schwester angerufen und gefragt ist es okay?
00:24:37: Wir wollen wir diesen Hund adoptieren.
00:24:39: Und sie hat gesagt, ja und dann am Ende ist es aber so klar, dann wird ein anderer Hund entweder krank oder alt oder kriegt das mental nicht mehr hin und dann wirst du wieder gefragt.
00:24:52: Du nimmst dir schon einen, willst du nicht zwei nehmen?
00:24:54: Wirst du dich drei
00:24:55: nehmen?".
00:24:56: Genau und dann waren es bei mir fünf, dann waren sieben.
00:25:00: Dann habe ich meinen Freund jetzigen Mann kennengelernt.
00:25:02: der hatte auch noch zwei, dann hatten wir neun, dann haben wir noch zusammen drei andere adoptiert die wir eh schon was so bisschen.
00:25:09: er hat da auch schon geplant zwei Senioren zu nehmen.
00:25:12: Dann haben wir doch auch unseren Lieblingshund noch adoptiert von einer Husky Farm und dann war uns zwölf.
00:25:18: genau das hat dann ein bisschen sesshaft gemacht.
00:25:21: also es geht ich finde wenn man die richtige Einstellung hat.
00:25:25: Und gerade auch hier in Norwegen sind die Menschen ja gewohnt, weil es sehr viele Mascher also Schlittenhundeführer gibt, die viel mit ihren Hunden reisen.
00:25:33: Also du wirst nicht komisch angeguckt, wenn du mit neuen Hunden unterwegs bist im Urlaub?
00:25:39: Wir machen das ab und zu.
00:25:41: Wenn wir mal irgendwo hinfahren nehmen wir sie auch mal mit aber das erfordert schon sehr viel Organisation.
00:25:48: Mittlerweile sind dann auch zwei Kinder noch dazugekommen.
00:25:50: Genau!
00:25:51: Zwei Kinder.
00:25:52: Ja... war auch nicht, auch nicht geplant.
00:25:55: Aber es war für mich halt auch, ich hatte ja schon am Anfang gesagt das nie gedacht hat.
00:25:59: Für mich war's immer so eine Fifty-Fifty.
00:26:02: Ich hab gesagt wenn sich's ergibt, ergibt sichs.
00:26:04: Ich habe mich eher mit den Hunden alt werden sehen.
00:26:06: Ich glaub' auch so... für mich war auch klar glaube in der Stadt würde ich Kinder nicht gerne großziehen wollen.
00:26:13: Also ich hab ne Weile in Island gelebt anfangen Als ich Anfang zwanzig war, da war für mich auch schon so ein bisschen, ach hier ist es schön und Familiengefühl und Kinder.
00:26:22: Dann habe ich das ein bisschen verworfen und jetzt ist halt hier wirklich perfekt.
00:26:27: Wir haben ein Häuschen, wir haben die Hunde, du hast viel Platz und Ruhe und ja, so hat sich das dann
00:26:33: ergeben.".
00:26:35: Ich hab grad vor ein paar Tagen mit jemandem gesprochen der ... war auf den Farbjörr Inseln zum ersten Mal und er meinte, es war verrückt.
00:26:43: Er ist da auf dieser Insel ausgestiegen und hatte so ein Gefühl von, äh hier war ich schon mal oder hier gehöre ich her?
00:26:51: Und hat der tatsächlich dann danach so einen DNA-Test gemacht und festgestellt dass irgendwie sechzig Prozent seiner biologischen Historie sozusagen aus dem nordischen Raum kommt was er bis dato gar nicht wusste?
00:27:06: aber das hat das für ihn zu erklärt Wie du das beschreibst, da oben zu sein im hohen Norden in der Finnmark.
00:27:15: Könnte ich mir vorstellen dass es dir ein bisschen ähnlich ging oder du dir dieses Gefühl vielleicht auch irgendwann schon hattest ob es Island war oder wann auch immer?
00:27:23: Jetzt hast du ja auch also dein Nachname Ushakova.
00:27:26: Ich weiß gar nicht wo du genau herkommst aber Klingt für mich jetzt erstmal aus dem Russischen.
00:27:34: Da gibt es ja durchaus auch den hohen Norden, also hast du in deiner Historie tatsächlich von dem was du weißt das auch drin dieses nordische.
00:27:43: oder würdest du sagen dass ist eher etwas was noch tiefer geht was so eine spirituelle Herkunft vielleicht sogar auch ist?
00:27:51: Also ich glaube beides.
00:27:52: Also kurz die spirituelle, wenn ich mich religiös zuordnen müsste bin ich Japantheist.
00:27:59: also ich glaube dass wir Gott in der Natur finden.
00:28:03: Das habe ich damals schon in Island als ich das erste Mal da war diese lebendige Natur.
00:28:10: Ich brauche die Natur, Wetter und Kälte.
00:28:14: Was wir in der Stadt oft gar nicht mehr mitkriegen.
00:28:18: eigene Klima in der Stadt.
00:28:20: Wir haben kaum echte Natur, also klar wir haben die Parks und so.
00:28:23: Also ich glaube das ist das was ich brauche.
00:28:25: Ich brauche Natur, die halt lebt und da ist ne?
00:28:29: Das ist für mich sehr spirituell!
00:28:31: Und das andere ist meine Meine Mama, also genau wie ich bin Russisch.
00:28:36: Ich bin in Moskau geboren aber meine Mama hat vielen Sibirien gelebt und das Lustige ist mein Eltern leben jetzt auch hier im hohen Norden weil klar mit durch die Enkelkinder meine Mama ist ihr großer Traum wahr geworden als auch gesagt okay klar wir kommen wir kaufen uns ja ein Haus und die pendeln jetzt zwischen Norwegen und Portugal.
00:28:55: das ist auch ganz schön.
00:28:58: Meine Mama hat auch gesagt, dass sie hier war für sie.
00:29:00: Sie erinnert das komplett an ihre Kindheit und Jugend, weil sie in Sibirien aufgewachsen ist.
00:29:05: Und das ist im Endeffekt wirklich das Gleiche.
00:29:06: also von ihren Erzählungen.
00:29:08: Ich glaube, das ist das was ich wahrscheinlich so irgendwie durch die Gene mitbekommen habe.
00:29:13: Also ich hatte auch einen ähnlichen Moment wieder ein Freund auf den Ferroinseln.
00:29:17: Mein großer Traum war zwar immer nach Island auszuwandern, aber es ist filmmäßig da super schwer.
00:29:22: Die produzieren ein Film im Jahr und auch Fernsehen, da sitzen sie schon alle und warten die Nachkömmlinge so, die weiter reinrutschen können.
00:29:30: Da war's für mich halt klar wenn ich nach Iceland gehe muss sich aufhören mit Filmen zu arbeiten.
00:29:34: das wollte ich nicht.
00:29:36: Und Norwegen war dann so ein bisschen meine zweite Wahl.
00:29:40: Natürlich klingt jetzt nicht, aber meine nächste Option, weil wir sagen okay das ist nach Island war dann Norwegen mein Lieblingsland sozusagen.
00:29:48: und als ich im Sommer einundzwanzig in der Finnmark war Das war für mich wirklich auch das erste Mal wo wir nach Alta geflogen sind und dann hochgefahren sind zum Rapper Fjord.
00:30:00: Da hatte ich eben auch dieses Gefühl so dass es mein Zuhause.
00:30:03: also das ist genau das was Ich wirklich diese Weite, diese Lehre dieses kaum Menschen.
00:30:12: und du hast halt wirklich Abschnitte wo du wirklich fährst anderthalb Stunden da ist nichts.
00:30:16: Da is keine Tankstelle, keine Infrastruktur.
00:30:19: also Infrastruktur in dem Sinne gibt's schon ne?
00:30:21: Du hast viel diese Ferienhäuser.
00:30:23: aber so wie was wir uns unter so städtischer Infrastruktur vorstellen und da wusste ich ja das ist irgendwie mein Zuhause.
00:30:34: Ich hatte auch am Anfang gesagt, dass ich so diese Freiheit hatte als ich los bin.
00:30:39: So viel unterwegs war und ich habe schon nach einem Platz gesucht im Leben.
00:30:43: Also in Portugal eine Weile gelebt, ich hab viel Berlin München gepenselt, ich habe in der Schweiz eine weile gelebte, auf Islande eine weite gelebt und irgendwie war das schon so.
00:30:52: man hatte immer noch also vielleicht Lachs auch am Alter immer noch dieses, man hat dieses, ja diese innere Unruhe.
00:30:58: Man will weiter.
00:30:59: Es ist zwar schön dass man da ist aber irgendwie will man nicht bleiben.
00:31:03: und hier oben war es wirklich so Ja ich wird also bin ja dann auch geblieben und hat doch das Gefühl ja hier kann ich bleiben weil hier habe Ich alles was ich brauche zum leben Und nicht zu viel.
00:31:14: Also das ist eben auch das Was sich z.B Berlin oft hatte.
00:31:18: diese Überforderung also das und Hier hast du wirklich gerade als für Ja, für die kreative Arbeit.
00:31:25: Dass man wirklich nicht so vieler Eindrücke von außen hat ist perfekt weil du dich wirklich dann auf diese Sachen konzentrieren kannst und selber schaffen kannst und ich erstmal verarbeiten muss was du am Tag erlebt hast.
00:31:36: Diese Weite, die Natur und ja auch die Kultur die du schon angesprochen hast der Samen da oben ist ja gefährdet.
00:31:45: mit der Erkenntnis oder der Hypothese seid ihr ja schon losgezogen damals?
00:31:52: Ihr habt aber auch im Laufe der Jahre, die ihr gedreht habt herausgefunden wie sie wirklich gefährdet ist und was das genau bedeutet.
00:32:03: Green Deal!
00:32:05: Der EU hast du auch schon kurz angesprochen?
00:32:08: Das ist ja im Prinzip die Selbstverpflichtung Europas bis zum Jahr zwei Tausendund Fünfzig der erste klimaneutrale Kontinent zu sein.
00:32:18: Das heißt Netto Treibhaus Emissionen auf Null Was ja erstmal schön klingt und wo viele auch Naturliebhaber applaudieren und sagen, Mensch das ist genau der richtige Weg.
00:32:30: Wir müssen weg von diesem fossilen Und von der Zerstörung der Natur.
00:32:35: nun ist es aber hast du sehr sehr hautnah mitbekommen nicht das gleiche zerstörung der natur und eine klimaneutralität.
00:32:45: also wenn wir Klima neutral werden wollen, dann müssen wir massiv natürlich auf erneuerbare Energien setzen.
00:32:52: Unter anderem Windkraft und da wird natürlich geguckt wo ist der Platz?
00:32:57: Wo kann man auch was bauen, wo kann man was installieren?
00:33:01: und Da sind wir schon bei einem der Punkte Der für dich ein sehr sehr relevanter wurde und auch uns sehr zentraler in dem Film.
00:33:11: Was bedeutet das denn eigentlich Für die Natur da oben?
00:33:16: also Nicht unbedingt, was man jetzt aus einem ersten Impuls heraus vermuten würde.
00:33:21: Mensch das ist doch so super für die Natur, was da geplant ist!
00:33:27: Eben genau also das Lustige war auch dass wir schon beim Crowdfunding von der Plattform die Kritik bekommen haben.
00:33:33: Das sind viel zu viele Themen zusammen.
00:33:35: ihr müsst euch auf ein Thema konzentrieren.
00:33:37: Das ist besser für den Film und für alles weitere so.
00:33:41: wir haben ja wirklich versucht in dem film eben wie du schon sagst die klimakrise, die auch ganz wichtig ist unter wir müssen also wir sagen im film auch nicht dass er neuerbare energie per se schlecht sind das ist schon klar dass da was passieren muss.
00:33:54: wir haben aber eben genau versucht was eben ganz oft vergessen wird wir haben diese krisen versucht in verbindung miteinander zu bringen.
00:34:02: also das ist mir auch sehr wichtig und es ist natürlich ein sind super komplexe Themen.
00:34:08: Also du hast auf der einen Seite die Klimakrise, du hast an der anderen Seite die soziale Krise, die Menschenrechtsverletzung, die teilweise auch durch die Lösungen der Klimakrise verursacht werden und auf der andern Seite hast du eh schon die Naturkrise da dass es hier kaum einfach Wildnis mehr gibt.
00:34:26: also in Europa und weltweit ja auch wir kennen das ja durch den Amazonas ja auch diese Problematik die immer wieder In den Medien ist, dass in Europa wird es ja kaum thematisiert.
00:34:38: Also wir haben mit Norwegen zum Beispiel weniger als zehn Prozent Wildnis, obwohl man ja wirklich denkt das ein Riesenland Es gibt riesen Flächen aber es ist also Wildnis wird ja wirklich definiert, dass du Gebiete hast die eben mindestens fünf Kilometer haben zwischen Infrastrukturen Das hast Du hier einfach auch nicht mehr?
00:35:01: Bei uns im Film auch thematisiert das auch die Rentiergebiete für die Rentiere, wo sie wirklich noch Platz haben und weiden können, laufen können.
00:35:09: Die Kälber gebären können, die werden immer kleiner.
00:35:12: und klar der Klimawandel beeinflusst es auch noch dass eben du brauchst halt gerade mehr Platz damit die Rentieren wirklich ausweichen können wenn eben unterschiedliche Ja, unterschiedliches Klima herrscht als wie vor einigen Jahren.
00:35:28: Also zum Beispiel die Winter werden immer später... ...die Flüsse frieren nicht mehr zu.
00:35:32: Die Rentiere können ihre gewohnten Routen nicht mehr laufen und dann hast du eben auch Windräder zum Beispiel dir hier oben auch schon.
00:35:39: Es gibt ja schon einige Windkraftwerke, die hier gebaut wurden wo auch nachgewiesen ist dass die Rentiere diese Windräder auch meiden, das heißt da gibt es schon Veränderungen in deren Routen.
00:35:51: Du hast auch Minen die hier gebaut werden was eben auch wiederum Einfluss hat.
00:35:56: Mineralien die ja gebraucht werden für unter anderem Elektromotoren und so weiter.
00:36:01: man denkt immer haben wir jetzt keine kein Öl mehr verballern im Auto dann muss da nichts mehr gefördert werden.
00:36:07: aber auch diese Elektrolösung die brauchen ja Rohstoffe
00:36:11: Genau.
00:36:12: Und ich glaube, das ist eben das was mir zum Beispiel auch nicht so... Also klar ist einem das irgendwie unterbewusst schon aber ich glaube dass man dass viel mehr gemeinsam betrachten muss.
00:36:23: Einer unserer Protagonisten im Film ist der Per Olaf, der sehr aktive ist und berät viele Rentierhüter auch beruflich und hilft den sozusagen gegen diese großen Projekte zu kämpfen.
00:36:34: Und wir haben viel darüber geredet und beide immer gesagt wenn man danach keine Kopfschmerzen hat, wenn man über die drei Themen redet dann hat man irgendwas falsch gemacht.
00:36:42: also natürlich sind die Lösungen nicht einfach.
00:36:44: aber das sagt er ganz oft im film du kannst nicht versuchen die Klimakrise zu lösen und die Lösungen verursachen wieder neue Probleme für eine indigene Bevölkerung oder zerstören die Natur.
00:36:56: Die Rentierhüter sagen bei mir im Film auch, dass grüne Wände an sich was Gutes möchte, aber sie fangen an, die Natur zu retten indem sie die Natur zerstört.
00:37:10: Der Widerspruch, das haben wir auch hier ganz oft gemerkt.
00:37:13: Dass oft dieser grüne Wandel oder der grüne Deal so ein bisschen greenwashing ist, dass das einfach ganz klar gar nicht wirklich um ... Ja um Lösungen für die Klimakrise geht, sondern eher darum schon dass da viel Geld dahinter steckt.
00:37:32: Ganz klar sagen wir in dem Film ich glaube wenn du es wirklich ernst meinst musst du die Menschen und die Natur an erste Stelle stellen und es gibt ja Möglichkeiten.
00:37:41: also es gibt auch diesen grün Wachstum das man einfach sagt die Wirtschaft kann ja also Du kannst ja wachsen und deine Firma kann ja größer werden und du darfst ja Geld verdienen aber du darf das nicht auf Kosten der Natur oder andere Menschen machen.
00:37:57: Was bei uns auch viel thematisiert wird ist es auch der Kapitalismus, dass es muss ein Systemwechsel geben.
00:38:06: also du kannst nicht immer nur Geld an erster Stelle stellen und das ist halt leider ganz oft.
00:38:12: ist es wirklich so, dass hier die großen Konzerne gegen kleine Menschen hier kämpfen und da weiß man ja auch wer gewinnt!
00:38:19: Ist
00:38:19: das Teil deiner Desillusionierung?
00:38:26: Ja, also ich bin ja immer sehr naiv.
00:38:29: Ich finde das immer ganz gut wenn man als Filmemachern naiv an die Themen rangeht weil ich gerne auch die Reise machen möchte, die meine Zuschauer später machen.
00:38:38: Ich bin auch gar niemand der irgendwie ein Drehbuch vorher hat.
00:38:40: Das habe ich nie!
00:38:41: Also ich liebe das auch irgendwo anzukommen und dann von... Mensch zu Mensch sozusagen zu laufen von Geschichte zur Geschichte.
00:38:49: Das macht mich natürlich super nervös, weil ich eigentlich auch so ein typisch deutsch bisschen bin, die gerne alles plant und gerne wissen will was am Ende rauskommt.
00:38:57: Und das war zum Beispiel auch ein Grund wieso wir den Film nicht verkaufen wollten, ne?
00:39:02: Weil ich konnte ja nicht... also ich wusste nicht, ich wuste nicht was am ende dabei raus kommt.
00:39:07: Also es ist immer wieder wenn wir im Gespräch waren mit Fernsehsender oder Produktionsfirmen, was immer so, nee wir brauchen Drehbuch!
00:39:14: Das denkt man oft gar nicht, wenn man so keinen Einblick hat in diese Branche.
00:39:19: Wie extrem das ist, dass eigentlich immer ein Drehbuch vorher existiert?
00:39:24: Dass schon genau klar es war, wann und wo passiert.
00:39:28: Und dann geht man eigentlich nur noch raus und filmt ab!
00:39:31: Ne, ich glaube, das war für mich auch auf der einen Seite ... Ich wollte halt eben keine Vorabgeschichte.
00:39:37: Also ich wollte eben... Wichtig auch für die Zusammenarbeit mit all unseren Protagonisten, dass wir gesagt haben, klar, wir kommen von außen.
00:39:46: Das ist problematisch.
00:39:48: Ich verstehe auch, dass die Menschen das hier als problematich empfinden.
00:39:52: Auf der anderen Seite glaube ich – also wir haben mit vielen auch geredet – ich glaube auch, daß so eine Geschichte sonst noch nie entstanden wäre.
00:39:59: Von innen hätte niemand so ne Geschichte vielleicht gemacht und waren auch die Rückmeldungen, die wir bekommen haben Ja und wir wollten einfach Menschen finden, die ihre Geschichte erzählen.
00:40:10: Und das weiste ja vorher nicht.
00:40:13: Es waren halt auch wirklich alles, sagen wir mal, Schicksalesbegegnungen und die absurdesten Begegnung.
00:40:19: Also ich weiß schon noch... Lustigste war auch im Sommer, als wir da in Rapper Fjord waren bei der Kopffamilie oder bei der Kälbermarkierung.
00:40:28: Da saßen wir da im Lavo und die Rentehüter waren alle so, naja!
00:40:32: Und wir wissen nicht was wir jetzt mit den machen.
00:40:34: Wir hatten eine Familie zugeteilt bekommen, die auch gut Englisch sprechen konnte und dann saßen Ich weiß nicht.
00:40:43: Ja, schüchtern alle!
00:40:44: Wir wussten nicht was wir machen sollten und dann fing mir so kurz an zu erzählen, was wir vorhaben und warum wir überhaupt eigentlich da sind und haben angefangen von unserer Expedition zu erzähln'.
00:40:54: und dann saßt er so eine Frau die meinte heh wo seid ihr denn da?
00:40:58: Wir so ja in Tana und heh und wo genau mit?
00:41:01: wie macht ihr das?
00:41:02: So ja mit dem Dag und die so ach das ist mein Bruder Und wir so,
00:41:07: was?
00:41:07: Das war halt wirklich ... und dann war natürlich auch okay.
00:41:11: Dann öffneten sich uns plötzlich alle Herzen, alle Münder, und wir konnten dann wirklich eben auch, was du im Film gesehen hast vielleicht das Interview mit Elie, die auch wirklich sehr emotional erzählt hat über die Bedrohung, die ihr Rentegebiet hat von der Kupfermine.
00:41:27: Und das wär glaub ich nicht möglich gewesen wenn die Schwester von da gemacht hätte, nicht da gewesen wäre, ne?
00:41:32: Also das kannst ja nicht planen!
00:41:35: So, das ist einfach und auch alle.
00:41:37: Also ich glaube da bin ich auch ein bisschen spirituell veranlagt.
00:41:40: Ich glaube dass die Geschichten dich finden, die du erzählen kannst Und ich glaube auch die Menschen durch die Du die Geschichte erzählen Kannst Die Finden Dich Auch Weil alles Andere war halt wirklich Es War halt Einfach Wirklich Zufall oder Schicksal Die Menschen Geschichten Die wir Hier gefunden Haben.
00:41:57: Ja
00:41:58: Wie Ist die Indigene Perspektive Oder Haltung der Sami auf dieses Problem, beziehungsweise diese Problemfelder.
00:42:08: Dieses vielschichtige Problem?
00:42:10: ist es eher so dass sie sagen kommt bleibt weg lasst uns alle in Ruhe oder lass uns doch mal gemeinsam gucken wie wir eine Lösung finden und wie könnte die Lösung aussehen?
00:42:21: Aus der Perspektive dieser Menschen.
00:42:24: Also ich glaube die haben, was wir jetzt oder was ich jetzt erlebt habe ist schon die sind mit dieser grünen Wände genug beschäftigt.
00:42:32: Die wollen jetzt von Mikroplastik erstmal gar nichts hören.
00:42:35: Die sind natürlich auch extrem überfordert.
00:42:37: also wir haben das ja auch im Film zum Beispiel die Kupfermine ist schon ... über fünfzehn, sechszehn Jahre.
00:42:45: Und da ändert sich ja ständig was ne?
00:42:47: Also du versuchst dann dagegen zu kämpfen und dann okay gewinnst Du!
00:42:52: Dann wird's wieder verkauft, dann fängst Du von vorne wieder an, dann wollen die woanders bauen weil sie denken achja hier der Anwalt hat gesagt du kannst die Erlaubnis umgehen und das ist auch mit den Windrädern.
00:43:02: also der Davy Windpark der sollte ja der größte Windpark in Europa sein mit über zweihundertfünfzig Windräder hier oben.
00:43:09: Der wurde auch ich weiß gar nicht wann es anfing Das war ja schon im Gespräch, als wir da waren.
00:43:15: Und das sind auf jeden Fall schon sieben, acht Jahre und jetzt wurde der Thema kurz stillgelegt.
00:43:21: dann haben die das kurz verhindert.
00:43:24: aufgehalten wurde erst mal in der ersten Instanz Nein gesagt, dann sind natürlich die Bauherren in Berufung gegangen.
00:43:31: Jetzt liegt das wieder beim Ministerium für Öl und Energie.
00:43:35: Und jetzt warten wir wieder ab und ja vielleicht gibt es nächstes Jahr eine finale Entscheidung.
00:43:41: also da sind halt wirklich Prozesse, die zermürbend sind und du kannst eigentlich als Rentierhüter hast du ja auch überhaupt gar nicht die Zeit!
00:43:49: Du bist ja sowieso mit dem Klimawandel, hast du gerade So viel zu tun, du musst ja deine Rentiere füttern.
00:43:56: Du musst ja gucken die anders leiten irgendwie das ist halt ein Fulltime Job.
00:44:04: gar nicht da wirklich Kraft und Zeit hast.
00:44:07: Und das andere ist ja irgendwie mein Gefühl, was immer wieder kamen.
00:44:12: Natürlich fühlen sie sich auch sehr machtlos!
00:44:15: Du hast ja in Norwegen klar die norwegische Regierung, die überall steht – du hast aber auch der Sami-Parlament, was nicht regiert, aber auf jeden Fall beratend immer tätig ist und auch die Interessen der samischen Bevölkerung hier vertritt mit der Regierung zusammenarbeitet und eigentlich besteht immer Beratungs- oder Dialogspflicht.
00:44:37: Also bevor du irgendein Projekt hier oben bauen möchtest, musst du eigentlich mit dem betroffenen Rentiergebiet dich auseinandersetzen in einen Dialog gehen und das passiert halt ganz selten.
00:44:49: also für die großen Firmen reicht schon, wenn du die kurz angesprochen hast.
00:44:53: Die dir gesagt haben nein das wollen wir nicht ist schon ein Dialog die haben es erfüllt und gehen dann wieder oder?
00:45:00: Das haben wir jetzt auch bei uns noch mal in der neuen Version im Film auch nochmal ein bisschen mehr thematisiert dass ja die Glauben denen ja auch nicht.
00:45:07: ne das ist ja auch wenn sie sagen ähm ist es wissenschaftlich bewiesen dass Rentiere Windräder meiden?
00:45:14: oder da ist zum Beispiel auch beider.
00:45:17: Ich war ja da auch selbst vor Ort.
00:45:19: Es ist wirklich im Kalbungsgebiet, also das ist da wo ... ich hab's mit eigenen Augen gesehen, das sind Mütter mit ihren Babys da oben.
00:45:29: Das ist nicht ausgedacht.
00:45:31: und wenn du dir davorstellst, dass da Explosionen stattfinden?
00:45:35: Das beeinflusst es schon, sogar ich habe Angst vor Explosionen.
00:45:40: Und ich verstehe worum es geht.
00:45:42: aber Tiere Die nicht verstehen, worum es geht.
00:45:45: Wir erleben das jedes Jahr in Silvester ja auch die Feuerwerke und so.
00:45:48: Es ist nicht ausgedacht.
00:45:50: aber die Firmen sagen immer nein, das stimmt nicht.
00:45:53: Das kann doch nicht so schlimm sein.
00:45:56: Ich glaube, das ist schon mal eine sehr schlechte Voraussetzung um eine gemeinsame Lösung zu finden weil mein Gefühl war eigentlich immer schon dass die Rentierhüter schon... Die verstehen das schon.
00:46:08: Es ist niemand sagt, wir sind gegen erneuerbare Energie oder gegen den grünen Deal.
00:46:14: Darum geht es ja gar nicht!
00:46:15: Ich glaube, es ist immer dieses Wies der Weg zum Ziel und es gäbe Lösungen.
00:46:21: Man kann auch gucken, wo baut man diese Windräder?
00:46:25: Oder wie baut die Kupferminen?
00:46:27: Dass eben nicht Kulturen bedroht sind und aussterben davon.
00:46:31: Da gibt's ja Orte aber man hat hier oben in der Finnmark das Problem... nur weil die Flächen nicht bebaut sind.
00:46:39: Ich fand das eigentlich ganz schön, weil für die Samis ist ja auch ... Gott is' ja auch die Natur.
00:46:45: und ich fand es eigentlich ganz Schön, dass hat mal auch ein Ventehüter zu mir gesagt, ja nur weil wir keine Kirschen bauen.
00:46:53: also für diese Berge sind ja heilig Gebiete sind Steine sind ja Heilig Das sind so deren Kirschnen, das ist da wo die hingehen und sagen Gott treffen in dem Sinne.
00:47:06: Nur weil wir da keine Kirschen bauen, denken die Leute das sind freie Gebiete und die können machen was sie wollen.
00:47:11: also niemand würde irgendwie ein Windrad auf den Kölner Dom bauen weil das wäre ja dann Blasphemie in dem Sinn.
00:47:16: aber hier oben findet es halt immer wieder statt weil die denkt naja hier ist ja nichts da können wir kommen und bauen.
00:47:23: Ja ich glaube dass es wie gesagt der Prahlen wieder Wie schon anfangs gesagt hat einfach zwei Welten aufeinander der Kapitalismus und Indigene Kultur.
00:47:32: Und ich glaube, dass es sehr schwierig ist... Also man sieht das ja auch sehr schwierig da ein Dialog herzustellen.
00:47:38: Ja aus kapitalistischer Sicht können wir vielleicht sogar sagen Mensch eine zukunftsfähige Welt und da ist gar kein Platz mehr für Indigenne Kulturen.
00:47:48: Können wir leider keine Rücksicht drauf nehmen?
00:47:50: Naja, ich glaube nicht nur für indigene Kultur sondern ja auch für Natur.
00:47:53: Es ist auch einer der stärksten Urtöne in meinem Film da.
00:47:56: wir waren noch bei der Strandsäuberung dabei wo eben Plastik gesammelt wird von Strands säuberungen anführungsstrichen Wir haben hier wirklich fast nur Küste es ist ja kaum Strände da Und der Skipper, der das Boot gefahren hat, der hat eben auch gesagt.
00:48:13: Also wir haben ja in den Städten zum Beispiel nur noch Natur weil wir der Natur erlauben zu sein.
00:48:18: also wir asphaltieren alles und dann bauen wir Parks und das nennen wir dann Natur.
00:48:23: was ich auch hier gelernt habe oder nochmal wieder mir bewusst geworden ist wenn nicht den Vergleich habt zwischen man lebt in der Stadt und man lebe so ein bisschen wilder einfach wie Ja, komplett den Bezug und die Verbindung zu Natur verloren haben.
00:48:41: Wird dem Film ja auch gesagt noch mal von demselben von Marcos vom Skipper, wie kannst du dich um etwas kümmern wozu du keine Verbindungen mehr hast?
00:48:51: Und ich glaube auch also viel wo ich recherchiert habe war auch immer wieder diese Klimakrise und die Naturkrise.
00:48:59: das erste was wir machen müssen ist uns verbinden, mit der Natur verbinden.
00:49:05: Weil also ich glaube schon dass ganz vielen Menschen das gar nicht bewusst ist.
00:49:09: Also was Natur eigentlich isst ne?
00:49:11: Deswegen sagt auch Willem im Film ganz gut deswegen Gegend hier gar nicht so interessant visuell verfehlen.
00:49:18: Du hast natürlich, du hast halt Grönland und du hast die wirklich den Nordpol und dem Südpol wo ja immer wieder viele Filme gemacht werden weil du dann die Gletscher hast ne?
00:49:28: Und du hast auch die Tiere und die Wale und so... Hier oben hast du halt in Anführungsstrichen gesagt für viele einfach Steinwüste!
00:49:36: Also du siehst hier wirklich wie die Eiszeit mit der Gletsche alles zermürbt haben und die Berge.
00:49:40: also das finde ich ja super faszinierend weil du spürst noch Irgendwie ja, wie diese Gletscher mal hier waren.
00:49:47: Weil du siehst das in den Bergen und auch an dem Geröll und allem und so.
00:49:51: aber auf der anderen Seite Du hast halt nicht.
00:49:53: also wir haben auch eine Szene im Film eben da wo der Windpark gebaut werden soll.
00:49:58: Da wird ja gesagt, da ist ja nichts.
00:49:59: Das ist ja Steinwüste was gar nicht stimmt wenn du aber vor Ort da bist das ist halt faszinierend.
00:50:04: also ich glaube dass es eben das was ein bisschen schwierig ist Du hast ja auch keine geschützten Eisbären und nix keine Gletscher die ja vom Aussterben bedroht sind.
00:50:13: Also Steine sind ja meistens nicht vom aussterben Bedroht Aber das ist wirklich ne so ein sensibles Ökosystem ist.
00:50:21: Also das sagt doch per Olaf bei uns im Film, also es läuft halt hier wirklich alles sehr langsam ab.
00:50:26: Wir sind ja oben in der Arktis.
00:50:29: Es ist einfach nicht so dass ihr alles sprießt und gedeiht sondern du hast hier ganz langsame Prozesse.
00:50:39: Das passiert auch viel im Winter.
00:50:41: Du musst halt genauer hingucken weil es eben nicht so offensichtlich ist.
00:50:46: Für viele einfach nur hier gibt's ja nichts, was beschützenswert ist.
00:50:52: Das finde ich eine ganz schöne Botschaft.
00:50:54: also da wo die Natur gar nicht so offen sichtlich schön und spektakulär ist auch dahin zu gucken und dahin hinzugehen hinzufühlen und schauen was sie eben auch dafür ne Kraft einem geben kann und entfalten.
00:51:09: Also schön und spektakulär ist es hier, ne?
00:51:11: Es ist halt nur nicht vorzeigen.
00:51:17: also es ist halt klar wenn dann so Gletscher abbrechen und kleiner werden man kann das halt besser zeigen.
00:51:24: es ist hier oben halt schwer Zeigbar, weil du müsstest dann vielleicht keine Ahnung in der Aufnahme machen.
00:51:30: Über zwanzig Jahre bist du dann siehst wie sich das Gebiet verändert und das ist halt schwieriger gleich deutlich zu machen in unserer Kunst des Filmens sozusagen.
00:51:43: Welche Botschaften hat der Film noch?
00:51:48: Also was bedeutet der dann für uns?
00:51:49: Das finde ich immer eine wichtige Frage.
00:51:52: So ein Film kann ja einen Betroffen machen, kann einer auch desillusionieren aber was bedeutet das denn dann konkret?
00:52:00: also was soll der bewirken der Film?
00:52:03: Also ich glaube, was mir super wichtig war ist erstmal die Information überhaupt außerhalb der Finnmarks zu transportieren.
00:52:12: Ich glaube wir hatten jetzt auch ein paar Testscreenings in Deutschland und eine sehr erfolgreiche Festivalrunde auch gehabt und die Menschen waren alle, wow das wussten wir gar nicht.
00:52:22: Also ich glaube dass klar wenn man sich damit auseinandersetzt weiß man um die Sami und um die Kultur.
00:52:29: aber es gibt sehr wenige Menschen und ich glaube was man zum Beispiel auch die zusammenhängt also zb es fing ja und ist wieder auch im Gespräch Kupfer, Träge sozusagen kaufen möchte ist Deutsch.
00:52:46: Es gibt ja auch noch dieses Windkraftwerk da auf der Fosenhalbinsel Da ist zum Beispiel auch das sind die Stadtwerke München mit Auch mit Inhaber Teilinhabern.
00:52:56: also ich glaube Das ist zum beispiel auch dass man vielleicht sogar nochmal genauer hingucken sollte Ja wir kaufen grün Strom aber wo kommt er her?
00:53:04: Also wenn der jetzt von windkraft anlagen in norwegen Kommt sollte man nachfragen Wo genau?
00:53:10: also es gibt natürlich auch welche im süden die jetzt nicht auf Rentegebieten gebaut werden, aber ich glaube auch wieder die Zusammenhänge.
00:53:17: Das also du kannst... Also auch der Klimawandel ist ja global!
00:53:22: Du kannst jetzt nicht sagen okay da oben in Nordnorwegen verändert sich das Klima nach unten.
00:53:28: Wir haben hier zum Beispiel auch, das war für mich
00:53:30: z.B.,
00:53:32: Ich habe den Klimawandel schon bewusst, theoretisch aber hier oben zu leben und ihn praktisch mitzuerleben.
00:53:42: vier, fünf Winter hier?
00:53:44: Da war kein... also ich stimme den Rentehütern zu.
00:53:48: Kein Winter ist das anderen Wintersbruder weil es wirklich ist.
00:53:52: Wir hatten fünf, sechs komplett unterschiedliche Winter und auch Sommer.
00:53:56: Also wir hatten jetzt zum Beispiel während ihr da in Deutschland wirklich geschwitzt habt War uns kalt!
00:54:03: Wir hatten einen sehr kalten Sommer.
00:54:04: Du erlebst den Klimawandel Und der Klimawandel findet überall statt.
00:54:10: Natürlich ist es jetzt zum Beispiel auch, wie du schon gesagt hast.
00:54:14: Der grüne Deal ist ja auch auf europäischer Ebene.
00:54:17: Es ist nicht nur ... Ach, Norwegen hat gesagt wir wollen klimaneutral werden und deswegen zu stören wir unsere eigenen Natur?
00:54:25: Nein!
00:54:26: Das ist wirklich einfach passiert auf europäischen Ebenen.
00:54:30: Und wir haben eine Verantwortung auch erst mal europaweit und dann auch global noch einmal mehr die Zusammenhänge sehen.
00:54:39: Also wie auch im Film gesagt wird, warum muss ein indigenes Volk jetzt komplett alles abgeben nur damit wir – die wir ja das größtenteils verursacht haben – jetzt die Klimakrise irgendwie unter Kontrolle kriegen?
00:54:57: Insofern ist es ja... Also wirklich im besten Sinne auch journalistische Arbeit, die ihr macht mit dem Film und diesem Projekt.
00:55:08: Ich hab ja auch mal Journalismus gelernt.
00:55:12: Für mich war immer, also bin ich zumindest da reingegangen und dann durch diese Branche auch ein Stück weit dann desillusioniert worden.
00:55:20: Den Menschen eine Stimme geben die keine haben ne?
00:55:23: Also dahin gucken wo sonst keiner hinguckt damit da Dinge den Menschen dies dann... lesen oder schauen klar werden, die ihn vorher nicht klar waren.
00:55:34: Und das finde ich großartig!
00:55:36: Also da vielen Dank für die Arbeit für diesen Film der wirklich sehr wichtig ist.
00:55:44: So war es sehr kompliziert also auch mit dem CEO der Kupfermine und den Politikern.
00:55:50: Die sind immer sehr besonnen was sie sagen und die sagen ja auch immer wieder das Gleiche.
00:55:55: Das habe ich in meiner journalistischen Arbeit ja auch Schon einige Interviews geführt mit offiziellen Stellen und die haben, das klingt immer so auswendig gelernt.
00:56:05: Also du siehst dann das Interview was du mit denen geführt hast in fünf anderen Filmen.
00:56:09: Das ist dann so wie ich mir dachte ne ich möchte wie du schon auch gesagt hast eher den Menschen eine Stimme geben die eben sonst keine Stimme haben.
00:56:16: und diese Politiker oder die CEOs oder die Bauherren der Windparks haben genug Medienberater, die haben genug Geld um sich in die Medien zu bringen.
00:56:25: Die haben genug... Du kannst auf YouTube Statements von denen finden es immer wieder selber.
00:56:30: deswegen haben wir eigentlich von vornherein dann auch gesagt nach unseren ersten Erfahrungen ne wir wollen den gar keine Plattform mehr geben!
00:56:38: Wir wollen ihn gar keine Sendezeit mehr geben weil die sind eh schon da, die sind ständig in den Nachrichten überall Und deswegen war es für uns, glaube ich auch leichter.
00:56:49: Weil wir ja nur dann auch keine offiziellen Drehgenehmigungen gebraucht haben und bei allen öffentlichen Veranstaltungen darf man ja drehen das war ganz gut.
00:56:57: da ist auch niemand auf uns zugekommen und ich finde es auch also ich bereue die Entscheidung auch nicht dass emotional einfach nur aus der Sicht der Betroffenen so erzählen weil Ich glaube auch, da ist der Unterschied zwischen Journalist und Dokumentarfilmer.
00:57:16: Gerade weil das ja ein herzensprojekt ist und unabhängig produzierter Film, der uns alle Freiheit gegeben hat – ich habe eine klare Haltung zu diesem Thema.
00:57:28: Uns war schon ganz klar zu sagen wir wollen die Betroffenen, wir wollen noch mal die Problematik hervorheben Und aber nicht, also wir sind wieder zurückzukommen.
00:57:39: Nicht gegen den grünen Deal und auch nicht gegen erneuerbare Energie das kommt glaube ich auch im Film rüber.
00:57:44: Also wir wollen einfach nur nochmal darauf hinweisen dass man genauer hingucken muss wie alles stattfindet.
00:57:53: Den film gibt es zu sehen
00:57:54: ja
00:57:55: sehr bald in deutschland In einigen kinos.
00:57:59: wo und wann und Wo vielleicht in zukunft dann auch noch wenn es da nicht das Kino ist.
00:58:06: Also wir haben jetzt auf jeden Fall, wir haben eine Startwoche jetzt in Berlin in der Brotfabrik.
00:58:12: also wir haben den offiziellen Kinostart am sechzehnten September, am sechszehnsten starten wir im Rottweil.
00:58:20: Wir sind in Berlin und haben wirklich ne ganze Woche.
00:58:23: Da haben Leute in Berlin die Möglichkeit zu kommen.
00:58:26: Wir laufen auch Jan Stuttgart nochmal, genau beim internationalen Green Filmen Media Festival und sonst einfach uns auf unserer Homepage noch mal folgen www.offthemark.no.
00:58:38: Da werden auf jeden Fall noch mehr Termine kommen.
00:58:41: wir haben auch Instagram da kann man auch mal gucken dafür öffnen die Termine immer wieder.
00:58:47: wir machen eben auch den Vertrieb in Eigenvertrieb weil es ist halt wie gesagt wir arbeiten da alle Ja, neben uns ein Hauptberuf an dem Film und auch am Vertrieb.
00:58:59: Und am Schnitt und am Alm, am Marketing.
00:59:01: also wir hatten so bisschen auch ja Probleme das alles zeitlich.
00:59:06: Du kennst es ja selbst auch mit einem Vertrieb da muss man vorausplanen, dann muss man fertig sein.
00:59:11: Da muss man ja das kostet Zeit und Kraft und deswegen haben wir gesagt Wir machen's jetzt ja alleine Schreiben die Kinos an, hoffen dass Leute interessiert sind.
00:59:23: Wir hatten ein gutes Festivaljahr auch und haben sogar einen Preis gewonnen beim Naturvision letztes Jahr für die beste Story.
00:59:31: das hat uns auch ein paar Türen eröffnet.
00:59:33: wir hoffen mal dass der Film noch einen kleinen Weg geht.
00:59:37: ja alle die das jetzt hören und Interessiert sind und vielleicht mal auf eure Seite gehen sich den Trailer angucken.
00:59:44: es ist durchaus auch eine gute Möglichkeit, mal das lokale Programmkino anzusprechen und zu sagen Leute guck mal hier ist ein Film aber die kriegen ja auch nicht immer alles mit den finde ich gut.
00:59:56: überlegt doch mal ob ihr denen aufnehmt.
00:59:58: Und vielleicht einmal zeigt oder zweimal zeigt da es muss ja gar nicht ewig lang laufen aber das kann auch funktionieren das weiß ich auch aus eigener Erfahrung.
01:00:08: Auch gerne, wenn jemand einen anderen Ort hat.
01:00:10: Wir sind jetzt nicht nur Kino.
01:00:12: wir wollen gerne dass der Film gesehen wird das diskutiert wird drüber gesprochen wird dass dieses Thema einfach ja präsent bleibt.
01:00:22: gerne wenn ob Cafes Community Screenings wir sind da immer offen für alle Möglichkeiten.
01:00:29: wenn jemand Interesse hat und den Film gerne zeigen möchte jederzeit gerne kontaktieren und wir finden schon ein Weg.
01:00:37: Wunderbar, ich packe den Link natürlich zu der Website und den Trailer auch nochmal in die Newsletter rein.
01:00:43: Gibt ja eine Newsletter, der hier diesen Podcast begleitet.
01:00:46: Die Sache an der Stelle direkt, wo man ihn abonnieren kann unter christoferster.com-free raus, wenn was noch nicht getan hat.
01:00:52: Und da landen dann alle Infos auch nochmal drin!
01:00:56: Ja, also nochmal ganz herzlichen Dank dafür.
01:00:59: wirklich fünf Jahre Arbeit für den Film und vor allen Dingen auch für dieses Gespräch.
01:01:05: Ich will noch wissen was du heute machst wie dein Tag weitergeht?
01:01:08: Es wird ja wir haben jetzt gerade viertel nach elf gleich schon wieder dunkel im Norden.
01:01:14: Nein so weit ist es noch nicht!
01:01:15: Wir haben erst September.
01:01:17: Ne genau ich werde mich erstmal meine neuen Hunde kümmern.
01:01:20: Genau das steht immer an.
01:01:23: Und ja, dann mal gucken.
01:01:25: Einkaufen fahren.
01:01:25: wahrscheinlich ist bei uns auch immer so ein bisschen in den Akt und wenn das Wetter gut ist noch ein bisschen spazieren gehen Noch die Sonne genießen.
01:01:33: in Anführungsstrichen bis dann bald.
01:01:35: Wie lange ist es heil aktuell noch bei euch?
01:01:37: Also, es ist noch gut hell ich glaube bis acht oder so in dem Dreh also acht neun Uhr.
01:01:44: Das ist wie bei uns ungefähr aktueller.
01:01:46: Bei uns wird's wahrscheinlich jetzt sogar schon früher dunkel als bei euch.
01:01:50: das kippt dann irgendwann wahrscheinlich in einer Woche oder in zehn Tagen.
01:01:55: Ja, da hab ich die Dunkelzeit kommen.
01:01:58: Da hab ich auch ein bisschen Angst vor jetzt dieses Jahr.
01:02:01: Weil der Sommer war zu kurz gefühlt.
01:02:03: Deswegen wär ein bisschen mehr Licht über schön!
01:02:07: Da wünsch' ich dir eine gute Dunkel-Zeit, aber jetzt auch erst mal einen schönen Herbst und vor allen Dingen viel Erfolg mit dem Film.
01:02:14: Danke dir für das Gespräch und auch alles Gute und bis bald!
01:02:19: In den nächsten fünf Jahren hören wir uns noch mal wieder, ne?
01:02:22: Nach
01:02:22: dem nächsten Film.
01:02:23: Danke dir Christoph!
01:02:30: Heute brauche ich hinten raus gar nicht mehr viel sagen.
01:02:33: Wir haben schon erwähnt wie der Film heißt.
01:02:36: Wir haben erwähmt wo du Informationen zu dem Film findest.
01:02:41: Du hast erfahren wie du den Newsletter zu diesem Podcast abonnieren kannst wenn du möchtest und insofern bleibt mir an dieser Stelle nur noch dir eine gute Zeit zu wünschen, wie ich es immer tue an dieser Stelle und zu sagen dass ich mich freuen würde wenn du wieder reinhörst am nächsten Dienstag.
01:03:02: Wenn die nächste Freirausfolge
01:03:39: erscheint.
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