Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Per Anhalter in die Karibik – eine wilde Geschichte über Mut und Möglichkeiten

Shownotes

// Mit 14 Jahren hört Carl auf einer langen Autofahrt mit den Eltern ein Hörbuch, dessen Botschaft ihn nicht mehr loslässt. Als er 18 ist, packt er seinen Rucksack und bricht auf, um seine eigene Geschichte zu schreiben. Der Plan: einmal um die Welt – ohne Flugzeug, immer Richtung Westen. Was er erlebt, ist eine wilde Geschichte voller Umwege, Zufälle und Begegnungen. Carl trampt durch Europa, sucht auf den Kanaren nach einer Mitfahrgelegenheit über den Atlantik, lebt mit anderen „Boat-Hitchhikern“ am Strand und schafft es schließlich per Segelboot bis in die Karibik. Er landet in Panama, arbeitet auf Booten und entdeckt dabei etwas, das seinen ursprünglichen Plan komplett verändert. In dieser Folge tauchen wir ein in eine außergewöhnliche Art und Weise des Reisens, wir hören vom entbehrungsreichen Leben junger Segelvagabunden, vom Scheitern und Weitermachen – und wir erfahren, warum es sich immer lohnt, Menschen anzusprechen. Es geht um Geduld, Vertrauen und die Kunst, herauszufinden, was uns wirklich begeistert.

// Alle Werbepartner des FREI RAUS Podcast und aktuelle Rabatte für Hörer:innen findest du unter https://www.christofoerster.com/freiraus-partner

// Hier kannst du den wöchentlichen Newsletter zum Podcast abonnieren: https://www.christofoerster.com/freiraus

// Ich freue mich, wenn du den Podcast mit einem kleinen Beitrag unterstützt! Alle Infos dazu ebenfalls auf https://www.christofoerster.com/freiraus

// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)

Transkript anzeigen

00:00:00: Da waren genau drei Palmen in dieser Ecke.

00:00:02: Und da hingen aber sieben, acht, neun Hängematten also übereinander links und rechts und drunter um die Zelte... ...und dann kamen die Polizei und meinte Leute, das geht so nicht!

00:00:11: Dann standen wir erst mal wieder da irgendwie und wussten nicht so richtig wohin?

00:00:15: Man ist ja auch die Frage wie erreicht man das was man machen möchte selbst wenn man weiß was man macht.

00:00:21: Da hatten wir glaube ich alle ziemlich große Fragezeichen in unseren Köpfen.

00:00:26: Katastrophal war das Boot, auf dem wir geschlafen haben.

00:00:29: Das war irgendwie verteut an unserem Arbeitsprojekt.

00:00:32: Es waren kleine Katamaranen, auf denen die Kakaolaken gekochen sind.

00:00:35: Wir hatten kein Fließend Wasser keine Toilette Aber ich habe eben erstmal was gelernt und ich hatte irgendwie Essen umsonst Und ich hatte einen Schlafplatz.

00:00:43: Was mache ich mir jetzt?

00:00:45: Er hat keine Drogen geschmuggelt er hat halt ein paar Güter irgendwie wie Kakaobohnen Honig aus Kolumbien Schokolade und Zigarren aus Kuba Aber schon auch irgendwie daran gedacht, dass dann in Europa für ein bisschen mehr Geld zu verkaufen.

00:01:14: Liebe Leute herzlich willkommen bei frei raus dem Podcast Für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.

00:01:21: Ich bin Christoph Förster Und heute ist Storytime.

00:01:25: Es ist Zeit für eine gute Geschichte Und zwar für die Geschichte von Karl Karl Beckhardt am jungen Berliner, der mittlerweile an der deutschen Ostseeküste lebt in Schleswig und mit achtzehn Jahren aufgebrochen ist.

00:01:41: In die weite Welt, der eine Menge erlebt hat, der drei Jahre unterwegs war und einiges gelernt hat auf seiner Reise.

00:01:50: er erzählt heute hier von seiner reise.

00:01:54: Er hat ein Buch geschrieben über diese Reise, das heißt per Anhalter in die Karibik.

00:02:00: Und dieser Titel gibt schon mal die Richtung vor geografisch nämlich westwärts bis Karl in der Karibika gelandet ist.

00:02:09: da Hat er eine ganze Menge erlebt und auch danach noch.

00:02:13: Überall das sprechen wir heute!

00:02:14: Er hat witzigerweise auf diesem Weg in die Karibik, auch denjenigen kennengelernt mit dem gemeinsam er jetzt dieses Buch geschrieben hat.

00:02:23: Das ist nämlich der deutsche Autor Jens Brambusch Und die beiden haben sich getroffen.

00:02:31: Ich will nicht zu viel vorwegnehmen an dieser Stelle, wir hören heute eine Geschichte, die nicht nur unterhaltsam ist sondern aus der ich auch viele interessante Aspekte mitgenommen habe, die mir noch gar nicht so bewusst waren von denen ich gar nicht ahnte dass sie so laufen wie sie laufen.

00:02:48: Diese Geschichte ist auch eine wilde Geschichte, die so gar nichts mit dem klassischen Urlaub machen oder durch die Welt Reisen zu tun hat wie die meisten Menschen das tun und gerade deshalb finde ich sie sehr inspiriert.

00:03:03: Es geht um Gemeinschaften auf Zeit es geht um das Netzwerken unter Gleichgesinnten.

00:03:10: es geht vor allem aber träumen zu folgen und die wirklich umzusetzen.

00:03:19: Das ist das, was Karl sagt, was er besonders gelernt hat in dieser Zeit, die er unterwegs war immer wieder auch Menschen anzusprechen, zu fragen nach Möglichkeiten zu suchen und diese Möglichkeiten wenn sie sich dann auftun auch zu ergreifen.

00:03:36: Das Buch, das erscheint jetzt gerade in diesen Tagen und ich packe natürlich den Link dazu.

00:03:40: In die Newsletter rein, der dieses Podcast begleitet.

00:03:43: Dieser Newsletter erscheinet immer am Sonntag und dann kannst du abonnieren wenn du es noch nicht getan hast unter christophörster.com.

00:03:50: slash

00:03:51: frei

00:03:52: raus!

00:03:53: Ich wünsche dir viel Freude mit Karls Geschichte.

00:03:55: bevor wir da reinspringen atmen wir aber nochmal kurz tief durch Karl, herzlich willkommen bei Freiraus.

00:04:21: Ja, vielen Dank für die Einladung!

00:04:23: Schön dass du da bist.

00:04:24: Du bist aus Schleswig heute.

00:04:26: Genau so ist es.

00:04:27: Wir kommen

00:04:27: in Schleswicht ganz im Norden Deutschlands.

00:04:30: Genau, südlich von Frenzburg nötig von Kiel.

00:04:33: Wie ist das Wetter da gerade?

00:04:35: Das ist ziemlich katastrophal wirklich.

00:04:37: Die letzten zwei Tage hat es eigentlich nur durchgeregnet aber mein Gott...

00:04:42: Das ist norddeutsch sein bisschen Regen, bisschen Wind.

00:04:45: Da können wir ja mit umgehen und du bist eigentlich Berliner

00:04:47: Ich bin eigentlich Berliner, genau.

00:04:49: Das heißt da groß geworden?

00:04:50: Der kleine Kahl ist im Oktober in Berlin geboren, das heißt du wirst jetzt bald dreiundzwanzig?

00:04:58: Genau!

00:04:59: Ja, im Oktober.

00:05:00: Bist

00:05:01: Berliner also kommst von da bis da großgeworden... bis aber so, wie ich das gehört bzw.

00:05:07: gelesen habe als kleiner Karl jemand gewesen, der gar nicht so ein Draufgänger war, ne?

00:05:12: Er ist zurückhaltender...

00:05:14: Also ich war schon gerne irgendwie in der Natur und hab verrückte Sachen gemacht, aber eben alles irgendwie alleine.

00:05:18: Ich war so ein bisschen, ein bisschen trüchtern.

00:05:21: So würde ich das irgendwie sagen.

00:05:22: Das heißt, er ist

00:05:23: im Verbund in einer Schulklasse oder mit anderen eher nicht einer, der vorne weggegangen ist.

00:05:29: Nee, ja weniger!

00:05:30: Ich bin immer eher so mein Ding gemacht irgendwie Ein großer Saurier-Fan, großer Knochensammler.

00:05:35: Fossilien haben mich total interessiert und da war ich eher so ein Außenseiter in dem Gebiet.

00:05:41: Nicht derjenige, der den ganzen Tag mit einem Handygames unterwegs war, sondern die Sauria-Fossilian Piraten?

00:05:48: Auch natürlich!

00:05:49: Wikinger?!

00:05:50: Ja absolut!

00:05:51: Und das finde ich hervorragend weil sich ja so ein bisschen der Kreis schließt gerade du kommst aus Schleswig in Schleswig doch durchaus ihre Spuren hinterlassen.

00:06:00: Das stimmt!

00:06:01: Ich war sogar zu meinem neunten oder zehnten Geburtstag, war ich in Heitabu tatsächlich mal und da wusste ich natürlich noch gar nicht, dass ich irgendwann mal an Schlesweg wohnen würde.

00:06:11: aber insofern schießt sich der Kreis auch was das angeht total, das stimmt.

00:06:14: Deine Eltern waren auch viel unterwegs,

00:06:18: d.h.,

00:06:18: ihr seid im Familienurlaub gerne dann ein bisschen ... Alternativ kann man das sagen.

00:06:26: Ihr habt nicht Urlaub gemacht wie die meisten anderen, sondern jetzt seid ihr mit dem alten VW-Bus los?

00:06:31: Ja

00:06:32: genau!

00:06:33: Meine Eltern haben irgendwann diesen VW Bus gekauft und mein Vater war Tischler.

00:06:37: Das heißt der hat das Ding ausgebaut.

00:06:40: Nicht irgendwie besonders aber so dass meine kleine Küche hat eine Sitzbank, die man zum Bett umklappen kann.

00:06:45: Und da sind wir dann wirklich viel durch den Landenkreis.

00:06:49: Dann hab ich zwei Jahre in London gelebt mit meinen Eltern, das heißt viel waren wir dann irgendwie so auf der Insel unterwegs.

00:06:56: Aber ansonsten eben einfach viele in Europa und wie gesagt rund im Berlin so.

00:07:01: In einem dieser Urlaube da gab's eine Autofahrt, ne längere durch Südfrankreich Und du hast ein Hörbuch gehört?

00:07:11: Genau!

00:07:11: Das war mit fünfzig Euro um die Welt von Christopher Schacht.

00:07:15: Und das haben wir immer gemacht.

00:07:17: Es hat total schön auf den Autofahren immer Hörbüchern Dieses spezielle Hörbuch, das hatte meine Mama rausgesucht.

00:07:22: Die dachte ich auch, es passt doch wie Reisen auch.

00:07:25: Das könnte ja vielleicht was sein und dann war das wirklich ein absoluter Volltreffer.

00:07:30: So als ich das so gehört hab ... Boah!

00:07:32: Es hat mich total inspiriert.

00:07:34: Und ich wollte tatsächlich erst einfach nur einen Auslandsjahr machen und irgendwie nach Afrika oder sowas.

00:07:40: Das war mein Traum da wieder.

00:07:42: Wie alt warst

00:07:43: du?

00:07:43: Da war ich vielleicht ... vierzehn, das war das Jahr nach London also ... Ich dachte, ich will unbedingt reisen.

00:07:51: Aber erst mal irgendwie einfach nur ein Auslandsjahr war so in meinem Kopf.

00:07:55: Das ist eigentlich lustig weil vor London war ich doch relativ schüchtern eben und ja wirklich eher so in meiner Welt.

00:08:01: Und ich glaube mit london habe ich so gemerkt hey neues land neue leute neue sprache ist doch gar nicht so blöd Könnte ja vielleicht noch mal passieren

00:08:10: auch so.

00:08:10: man kann nochmal als Also unbelastet ja auch reingehen in so Gemeinschaften, in eine Klasse ohne dass man schon irgendwie ne Zuschreibung hat.

00:08:21: Der ist immer der Freak mit den Dinosauriern oder der ist immer schüchtern und der ist irgendwie uncool.

00:08:26: Du kommst ja quasi frisch rein und kannst noch mal... Auch für dich ja überlegen wer will ich denn eigentlich sein?

00:08:34: Wie will ich hier reinkommen?

00:08:35: Ja absolut das sind schöner Punkt es mir auch beim Reisen aufgefallen seine Rolle ein bisschen neu erfinden und definieren kann.

00:08:44: Und auch je nachdem, wie die Gruppen sind, man auch teilweise ganz unterschiedliche Rollen einnimmt.

00:08:48: Das ist das, was total schön ist!

00:08:50: Ja... Das hast du in London so das erste Mal erfahren, dass es möglich ist.

00:08:54: Und dann war da diese Idee durch das Hörbuch.

00:08:57: auch ich will mal... Ich will nach dem Abi-Wasser bei dir der Schluss glaube ich.

00:09:03: Also ein paar Jahre hattest du noch?

00:09:05: Ich will los.

00:09:06: Und der Traum, der verfestigte sich dann.

00:09:10: Der war dann noch da, weil es gibt ja auch mal so Träume, die kommen flackern kurz auf und verschwinden sie wieder.

00:09:16: aber du hast deinen Abitur gemacht und das war nicht weg.

00:09:19: Genau und er hat sich wirklich gehalten und ja auch wirklich weiterentwickelt.

00:09:24: Wie gesagt erst war die Idee ein Auslandsjahr vielleicht gerne Afrika.

00:09:29: Ich hab da noch extra geguckt dass ich eine Schule da eine ... ja, mein Abitur an einer Schule mache.

00:09:35: Wo viel Französisch gesprochen wird.

00:09:37: Ich hab mich da sogar irgendwie schon ein bisschen dahingehend vorbereitet und dann war mir aber irgendwann ziemlich klar, nee eigentlich möchte ich gar keine Auslandsjahr machen sondern ich alleine meinen Rucksack und wer weiß wie viele Jahre?

00:09:49: Das heißt dieser Plan hat sich weiterentwickelt zu richtigen Weltreise.

00:09:55: Was hat dazu geführt?

00:09:56: also warum hast du in nem Umfeld wo ich vermute dass Die allerwenigsten diese Vorstellung hatten, wie du sie gehabt hast.

00:10:06: Einige vielleicht gedacht haben ja ich reiß auch ein bisschen aber anders also so klassisch wie man vielleicht dann nach dem Abitur mal ein bisschen reißt?

00:10:15: Ich will das überhaupt nicht schlecht reden Aber es ist ja eben anders als du's gemacht hast in so einem Umfeld.

00:10:21: was hat dazu geführt dass Du sagst ne ich mach das auf eine ganz andere Art und Weise Auf meine warum?

00:10:26: Was hast du dir da versprochen dahinter?

00:10:31: Ich glaub, das sind ganz viele unterschiedliche Fasshätten, die da so rein spielen.

00:10:37: Eine Sache-Einfaktor ist auf jeden Fall auch irgendwie Geld.

00:10:40: Ähm ... ich hatte sie mal ein bisschen rumrecherchiert und geschaut über internen Organisationen wie Weltwärts zum Beispiel.

00:10:48: Wie viel in so einem Ausland's ja kosten würde.

00:10:51: Da dachte ich mir, es ist ja irgendwie ganz schön teuer.

00:10:52: Vielleicht krieg ich das ja auch preiswerter hin?

00:10:55: Und ich muss sagen... Ich sage diese Abenteuerhörbücher über die Seefahrer, ich hab viel von Abenteuern Wissen gehört.

00:11:03: Über Magellan, über Cook, über Drake, über Henry Morgan ... Und ich fand das total cool!

00:11:09: Sprich irgendwie über die Ozeane kommen und da hat so eins zum anderen geführt.

00:11:14: Es war gar nicht unbedingt dieser eine Grund, warum ich mein eigenes Ding machen wollte sondern es hat dann aus vielen unterschiedlichen Sachen ganz gut zusammengepasst dass ich halt dann selber bestimmt losziehen kann, wo will ich hin?

00:11:27: Wo will ich nicht hin?

00:11:28: Wurde sich einfach weiter.

00:11:30: Und vielleicht kriege ich es ein bisschen preiswerter hin!

00:11:33: Welche Rolle hat das gespielt?

00:11:34: zu diese Fragen auch ans Leben die ... Jetzt hätte ich fast gesagt, die Mann hat als junger Mensch wenn man mit der Schule fertig ist.

00:11:45: Mann ist immer gefährlich weil die Frage ist wie viele diese Fragen wirklich haben oder wie viele diesen Fragen dann nachgehen?

00:11:53: Oder sie vielleicht einfach so ein bisschen ja beiseite schieben und sagen jetzt mache ich halt einfach das was man so macht.

00:12:02: also ich mach eine kurze Reise und dann fange ich vielleicht an zu studieren Ausbildung man doch die wenigsten irgendwas studieren es ist ja meist.

00:12:08: Was war da?

00:12:09: Welche Rolle hat das gespielt für dich, diese Fragen die du ans Leben gehabt hast.

00:12:16: Wie laut waren die und wie stark hast du das Gefühl gehabt, ich will doch auch nachgehen.

00:12:23: Das ist ein guter Punkt den du ansprichst weil genau das habe ich mir gedacht man hat natürlich in der Schule viel mit seinen Freunden geredet was macht ihr eigentlich wenn ihr fertig seid?

00:12:35: und da hab ich gemerkt die meisten wollten irgendwie reisen Und raus und noch mal was Neues kennenlernen.

00:12:40: Viele haben es dann aber nicht gemacht, für mich war wirklich klar ... Das ist ein Wunsch, das ist ein Traum von mir!

00:12:46: Und dem möchte ich wenigstens probieren, den zu leben... Das ist glaube ich irgendwie etwas sehr viel passiert, dass Menschen eigentlich einen Traum haben und sich dann aber denken ach, das wird eh nichts oder es ist zu groß geträumt und dann probieren sie's gar nicht erst.

00:13:02: Für mich war klar, ich möchte es wenigstern unbedingt probieren.

00:13:06: Ja, das bin ich mir quasi wert irgendwie diesem Traum nachzugehen.

00:13:10: Und dann natürlich auch die Frage was will ich nach der Schule machen und dann keine wirklich präzise Antwort zu wissen außer halt mal gucken was gibt's denn da überhaupt?

00:13:20: Was mich dann vielleicht interessieren könnte.

00:13:22: also ich glaube so diese zwei Dinge einfach die Neugier auf die Welt.

00:13:26: Ich hätte auch Geoleistungskurs dachte mir wäre toll irgendwie die welt mal irgendwie nicht nur im atlas kennenzulernen sondern wirklich in echt Und wirklich das Bedürfnis, meinem persönlichen Traum nachzugehen und den nicht gleich zu verwerfen.

00:13:38: Also du hast diesen Wunsch gehabt aufzubrechen?

00:13:42: Und bist dann auch... also du hast Abitur gemacht?

00:13:44: Bist du dann direkt los oder hat es noch ein bisschen gedauert?

00:13:48: Das hat noch ein bißchen gedauerd weil ich erst siebzehn war als ich mein Abi fertig hatte.

00:13:52: D.h.,

00:13:53: ich wollte achtzehn werden, ein bisschen Geld sparen und einen Führerschein machen.

00:13:57: Ich hab dann in meiner lokalen Boulder-Halle in Berlin angefangen zu arbeiten.

00:14:01: Hab meinen Führerschein gemacht, bin achtzehn geworden

00:14:04: und

00:14:04: dann habe ich mein Rucksack, mein Zelt, mein Schlafsack, Isomatte gekauft Und mit achtzehnt bin ich losgezogen.

00:14:11: aber das hat noch ein ziemlich genauen Jahr nach dem Abitur

00:14:14: Da waren die Essen wahrscheinlich zurück schon von ihren großen Reisen.

00:14:17: Ja

00:14:17: wahrscheinlich.

00:14:19: Was war der Plan?

00:14:21: Mein Plan war einmal um die Welt ohne Flugzeug immer in den Westen bis ich aus dem Osten wiederkomme.

00:14:28: Man muss dazu sagen, ich hab mich natürlich direkt vor der Reise noch mal so richtig doll verliebt ... in eine junge Frau, die ich tatsächlich in London kennengelernt habe und wir haben uns dann nach fünf Jahren irgendwann wieder getroffen in Berlin und dann hat es total geknallt irgendwie!

00:14:42: Und da sind wir tatsächlich aber zusammen losgezogen.

00:14:44: Waren die ersten zwei Wochen einfach durch Deutschland, dann haben wir uns in München wiedergetroffen, hab' ich sie nochmal besucht Und von da aus sind wir dann zusammen noch mal in den Sommerurlaub quasi.

00:14:55: Also sie hatte Schulferien und ich war ja sowieso frei, und dann sind wir zusammen bis nach Frankreich... ...und ab Frankreich habe ich mich dann alleine weitergemacht mit dem Zug.

00:15:05: Ich hab' mich noch nicht so richtig getraut zu trämpfen!

00:15:08: Ich wollte eigentlich ganz viel tremmen aber hab irgendwie gemerkt, oha, traue ich mich jetzt noch nicht!

00:15:13: Da hab' ich mich aber in Spanien überwunden doch recht viel geträmt, viel gewandert.

00:15:17: Weil ich dann häufig doch auch irgendwie nur rumstand und mich niemand mitgenommen hat.

00:15:22: Genau!

00:15:22: Und dann bin ich so irgendwie auch mal mit dem Bus irgendwie gefahren.

00:15:25: also es war eigentlich alles dabei außer Flugzeug.

00:15:28: das war so meine Regel

00:15:30: Die Atlantikküste wenns Richtung Westen gehen sollte da ist ja der erste Grenze die erste natürliche wo du dann zum Fuß oder mit dem normalen Trämpfen Zug nicht weiterkommst.

00:15:44: So ist es,

00:15:45: ja!

00:15:45: Da geht da nur noch ein Schiff.

00:15:47: Genau und da hatte ich sogar schon ein konkretes Ziel.

00:15:50: Das war total lustig als ich in München war.

00:15:53: Da saß ich mit der Mama von ... Ja, Marisa, so hieß die Frau.

00:16:00: Und wir saßen zu drittem Auto.

00:16:02: Die hatte eine BlaBlaK-Kunden mit dem Auto.

00:16:06: Und wir sind ins Gespräch gekommen ...

00:16:08: Was ist BlaBLaK?

00:16:09: Das war ein Mitfahrgelegenheit, oder

00:16:10: was?

00:16:10: Genau!

00:16:11: Ist quasi wie Trämmen über eine App.

00:16:12: Es gibt noch so viel gegenüber Mitfahr-Gelegenheiten und so.

00:16:16: Aber ich hab mich neulich schon gefragt, ob es das heute noch so gibt... Es

00:16:19: gibt's jetzt als Appformat.

00:16:22: Man kann sich eben Fahrten raussuchen.

00:16:24: Genau.

00:16:24: Aber was existiert nach?

00:16:26: Und dann hab ich ja auch erzählt, ich würd halt irgendwie über den Atlantik.

00:16:29: und da meinte sie hoch.

00:16:31: Ich kenne da jemanden, ein guter Freund, der hat einen Boot, der will über den Atlantik segeln.

00:16:34: Ich geb dir einfach mal die

00:16:35: Nummer.".

00:16:37: Und dann habe ich den Eddie angerufen, meinte Jaa!

00:16:39: Ich hab hier deine Nummer bekommen... ...und Eddie meinte du, ich kann nichts versprechen?

00:16:44: Wir gucken einfach mal wie das irgendwie zeitlich passt.. ..ich versuche im Oktober in Kashkaischen Portugal zu sein.

00:16:51: Und dann lernen wir uns erstmal kennen.

00:16:53: Das heißt, ich hatte dann so'n bisschen schon in meinem inneren Kompass Portugal, Oktober, Kashkai schon im Eddy kennenzulernen.

00:17:01: Ich hab in Portugal noch Lily kennengelernt.

00:17:05: Weil wir uns irgendwie total gut verstanden haben und es über Workaway tatsächlich kennengelern, also auch über eine Plattform wo Leute Arbeit anbieten und Arbeitssuchende quasi sicher als Arbeitskraft verdienen können dann.

00:17:19: Und da kann man so Travel-Buddies, das glaube ich ... auch finden.

00:17:23: Da haben Lilly und ich uns irgendwie gefunden, dann hat mir Lilly mich irgendwann angeschrieben und meinte hey!

00:17:27: Ich will mit dem Auto kaufen in Portugal.

00:17:29: hast du Lust mitzumachen?

00:17:31: Dachte ich mir ja warum denn eigentlich nicht?

00:17:33: Dann fahren wir halt irgendwie zusammen bis Kaschkeisch und Lilly übernimmt das Auto und ich segel los.

00:17:38: Und da sind wir an der Bürokratie gescheitert oder haben kein Auto gekauft.

00:17:42: und dann hat Lilly vorsichtig angefragt naja könntest du dir es vorstellen dass ich vielleicht mitsägel?

00:17:49: Er hat ihn noch mal vorsichtig gefragt.

00:17:51: Es gibt da jetzt noch jemanden, der Interesse hat!

00:17:55: Und dann haben wir uns tatsächlich alle zu dritt in Kaschkais getroffen und es war ein super toller Weib also... Wir haben uns wohl gefühlt und dann sind wir irgendwann... Da mussten wir noch ein bisschen warten auf den richtigen Wind Dann sind wir irgendwo losgesägelt.

00:18:09: Neun Tage nach Madeira hatten wir vier Tage Flaute.

00:18:13: Deswegen hat das doch neun Tage gedauert Und das war dann so unser erster Segeltörn überhaupt.

00:18:18: Also für mich der Erste, für Lilly der Ersten ...

00:18:20: Du hast es erst mal auf einem Segelboot?

00:18:22: Ich war das erste Mal wirklich auf einem Segelboot.

00:18:24: Ich war vielleicht irgendwie in dem Museum in England aber... Es war dann ein altes großes Schiff.

00:18:32: Das war eigentlich das erste mal segeln auf nem Boot selber!

00:18:36: Madera ist jetzt da gar nicht so weit entfernt.

00:18:39: Ich finde das immer ... Du hast Geografie-Leistungskurs gehabt, aber man muss sich das ja erst mal vor Augen führen.

00:18:45: Also du hast Portugal, die ebärische Halbinsel Portugaispanien.

00:18:49: Dann kling ich oft noch durcheinander und ich glaube es geht vielen so.

00:18:54: Madeira, Kanaren, Capverden, wo ist eigentlich was?

00:18:59: Madeira ist am nasten gelegen.

00:19:02: Genau so ist es!

00:19:03: Dann kommen die Kanaren dann kommt die Capverde

00:19:06: Ja,

00:19:07: so Richtung Afrika dann rund.

00:19:08: Genau was ja genau alles noch irgendwie kap werden gehören nicht mehr zu europa aber madera und die kanania doch noch zu portugal und spanien so dass wir das einmal grob vor augen haben.

00:19:21: madera wart ihr dann das heißt soweit noch nicht gekommen.

00:19:26: soweiten auch nicht

00:19:26: gekommen ist es.

00:19:29: wie lief das auf dem boot?

00:19:30: also Habt ihr das dann mit dem Eddy?

00:19:33: Ich glaube, es ist so eine Mischung aus Beidem.

00:19:35: Am Anfang dachte ich schon irgendwie, ich wäre auch total die Hilfe.

00:19:39: Inzwischen weiß ich ... ich war wahrscheinlich nicht unbedingt die größte Hilfe.

00:19:44: Was glaub ich schon gut für den Eddy war, ist dass wir Nachtschichten gemacht haben und am Ende des Tages ist es ja doch gar nicht so kompliziert ein Boot erst mal auf Kurs zu halten.

00:19:54: Der Autopilot

00:19:56: ist in vielen Booten.

00:19:57: Genau!

00:19:59: Aber da muss man ja nicht die ganze Zeit sitzen und Steuern navigieren.

00:20:04: Das Boot hatte tatsächlich keinen Autopiloten, wie gesagt die meisten Hammerien wo man nur Knöpfe drückt und fährt das Boot eben zwei drei Grad mehr nach Backboard-Steuerbord nach links oder rechts also Kartenplotter und sieht wo fährt man da eigentlich hin?

00:20:19: Also es ist relativ entspannt!

00:20:21: Auf Eddies Boot gab's eine sogenannte Windsteueranlage.

00:20:25: Das ist was total geniales.

00:20:26: Das ist am Heck, also hinten am Boot wie ein zweites kleines Segel und das ist über viele Zahnräder mit einem Schaft verbunden der wiederum einen Ruder im Wasser hat.

00:20:38: Das heißt es hat quasi nen zweiten Ruder diese Windsteueranlage.

00:20:42: Und dann balanciert man das Ruder der Windsteuereinlage gegen das Ruders Boot aus sodass das Boot den Winkel zum Wind hält.

00:20:51: Es ist ein bisschen komplizierter als ein Autopilot Aber das hat uns der Eddy ganz gut erklärt, an welchen Seilen wir da irgendwie ziehen müssen.

00:20:58: Dass wir den Windwickel ein bisschen anpassen und so mussten wie auch nicht die gesamte Nacht am Steuerrad sitzen.

00:21:05: Und dann war das schon ganz gut dass ich viele Nachtschichten gemacht habe.

00:21:09: Lilly auch sie wurde dann irgendwann doch ein bisschen sehkrank.

00:21:12: Ich hab dann häufig irgendwie die halbe Nacht irgendwie gemacht.

00:21:16: Eddy konnte sich ausruhen.

00:21:18: bei leichteren Segelmanövern haben wir mitgeholfen wenn man irgendwie einmal die Segel auf die andere Seite bringen muss.

00:21:26: So eine Sache gekocht, ich hab ganz viel gekoacht!

00:21:28: Das war meine Aufgabe.

00:21:29: Die ist ja auch wichtig an Bord?

00:21:31: Genau absolut.

00:21:32: Es sind häufig eher solche Sachen wirklich, dass irgendwas klappert und du packst ein Handtuch rein und hast da so'n bisschen Auge drauf das es nicht irgendwie die ganze Zeit rumpelt an BORD oder die Leute haben Hunger und du gehst in die Küche und machst Essen oder es ist was umgekippt, du geh's runterwischtes auf.

00:21:49: also so ne Sachen sind vor allem beim langen Strecken segeln Viel, viel entscheidendere Hilfen als.

00:21:56: ich kann total gut segeln und helfe bei jedem Manöver mit.

00:22:00: Weil es gibt gar nicht so viele Manöwer bei so langstrecken

00:22:03: Segeln.".

00:22:04: Und das sind ja durchaus dann so ... Hilfen die auch immer wieder gesucht werden von Menschen, die ein Sägebot haben oder ins Getschadot haben und da jetzt nun was vorhaben?

00:22:15: Auch Angewiesen sind teilweise darauf dass da noch mal eine Helfende Hand an Bord ist.

00:22:19: Total!

00:22:20: Deshalb gibt's ja durchaus Und das ist nicht ganz interessant, damit ihr jetzt mal reinzugucken.

00:22:25: So eine Szene von Menschen die im Prinzip ihre Hilfe anbieten ja auch an

00:22:33: Bord.

00:22:34: wie funktioniert denn das?

00:22:36: Also das hast du dann oder habt ihr dann kennengelernt Madera wenn wir da noch chronologisch weitergehen.

00:22:40: Da seid ihr gelandet mit Eddie.

00:22:42: Wenn wir von Madeira immer auf die Kanaren springen, wie seid ihr da noch hingelangt?

00:22:46: Da sind

00:22:47: wir auch mit Eddie noch

00:22:47: hingeland.

00:22:49: Und von daraus waren wir dann wieder auf uns alleine erst mal geschworen.

00:22:51: Weil Eddie doch nicht über den Atlantik wollte oder hatte er das gar nicht vor von Anfang an?

00:22:57: Er wollte über den Atlantik und es ist ja auch.

00:23:00: aber er hat auf den Kanaren Besuch von Freunden bekommen, mit denen er das schon fest eingeplant hat.

00:23:04: Okay und dann war im Prinzip das Boot.

00:23:06: So ist es.

00:23:08: Und ihr wart dann auf den Kanan, Gran Canaria und seid dann so richtig eingetaucht in diese Community die ich gerade ein bisschen angerissen hab?

00:23:17: Total!

00:23:17: Die Boatstremper oder Segel-Atlantiktremper weiß nicht wie man sie nennt aber...

00:23:22: Wir haben uns mal Boatageiker genannt weil unsere Sprache irgendwie Englisch war einfach weil wir von überall her kamen Genau zu dem, was du angesprochen hast mit dieser Szene von Leuten, die Hilfe an Boten anbieten.

00:23:35: Ich glaube da muss man noch mal unterscheiden zwischen Leuten, den das wirklich professionell machen und dann gibt es ja auch total viele Websites irgendwie ... Boursoussique-Pierre für die Franzosen und ... Find a Crew und also wirklich ein Haufen Websites, wo's relativ professionell passiert.

00:23:52: Wo teilweise dann auch ein bisschen was bezahlen musst damit du dann mit segeln darfst.

00:23:57: aber halt eben... Nicht so viel wie eine normale Überfahrt und so.

00:24:00: Da gibt es alle möglichen Varianten?

00:24:02: Genau,

00:24:03: da gibt's überhaupt keine Regeln!

00:24:05: Das war auch bei mir irgendwie von Boot zu Boot extrem unterschiedlich ob man mit Lebensmittelkosten geteilt hat, Diesel-Marinerkosten oder überhaupt was bezahlt hat... Also da gibt es überhaupt keine Regel.

00:24:18: sonst kommt wirklich drauf an auf was für ein Boot man eigentlich gerade ist und wie man vor sich hat.

00:24:23: Aber die Szene, die du ansprichst mit unserer Community.

00:24:27: Unsere Boat-Hitchhiker-Community ... Das war wirklich noch mal eine Splittergruppe von insgesamt Leuten, die irgendwie als Crew anheuern.

00:24:37: Und unser Traum war es ja irgendwie von allen Leuten, den wir dann das Palmas getroffen haben über den Atlantik zu tremmen und dass halt möglichst ... irgendwie abenteuerlich zu machen.

00:24:49: Also viele haben dann schon auch im Internet geguckt, aber unser Hauptkonzept war es eigentlich am Strand zu wohnen in Zelten und Hängematten und tagsüber an den Hafen zu gehen und Leute anzusprechen und zu sagen hey könntet ihr euch vorstellen mich mit über den Atlantik zu nehmen?

00:25:06: Das ist eher diese Tramp-Kultur Richtung... USA mit Frachzügen durchs Land, ne?

00:25:14: Und einfach Rucksack hinten drauf und dann reinspringen.

00:25:17: Nicht ganz so aber vom Weib ein bisschen mehr in die Richtung.

00:25:21: So stell ich's mir vor zumindest.

00:25:22: Absolut!

00:25:23: Also es war schon ein ziemliches Wagerbundenleben irgendwie so.

00:25:27: Da gab's diesen einen öffentlichen Strand im Las Palmas direkt neben der Marina...

00:25:32: Und da kommste an... Entschuldigung, dass sich da nochmal reingereicht.

00:25:34: Aber ihr kommt da an Offenbart sich wahrscheinlich automatisch direkt, wo da Leichtickende sind.

00:25:44: Oder wie findest du die dann?

00:25:47: Also gehst zum Hafen und siehst es wahrscheinlich.

00:25:49: Hier laufen noch ein paar andere Leute rum.

00:25:50: Da vorne am Strand stehen ein paar Zelte und Hängematten das.

00:25:54: Das sind sie wahrscheinlich.

00:25:55: Schon!

00:25:56: Es war tatsächlich wirklich lustig weil Lilly und ich sind da angekommen mit dem Mindset.

00:26:01: Wow irgendwie Weihnachten in der Karibe kein Problem.

00:26:04: Wir waren total beflügelt dass wir so einfach im Boot gefunden hatten Und dann sind wir angekommen in Las Palmas.

00:26:10: Wie du sagst, wir sind von Bord gegangen und direkt irgendwie im Hafen waren ... Ich würd sagen zwei Typen waren das?

00:26:18: Einer davon hatte so total verfüllte rötliche Haare und einen Fahrradhelm.

00:26:23: Daneben stand ein Fahrrad, wo man gesehen hat der ist schon sehr viel gereist!

00:26:28: Und ja den Schilds einmal über den Atlantik.

00:26:31: Das war unser erster Kontakt mit anderen Bootstrempern Und da haben Lillin dich dann schon geahnt, wir sind hier nicht die einzigen offenbar.

00:26:41: Dann sind wir relativ schnell am Strand gelandet und da wurden wir gleich mit in die Community aufgenommen und haben sofort gemerkt, wow, hier ist eine richtige Community von Leuten das Gleiche machen wie wir.

00:26:52: Ja ...

00:26:53: Aufgenommen aber wohlwollend?

00:26:56: Es könnte auch sein, dass da ordentlich Ellbogen Mentalität herrscht, weil jeder ja irgendwie auf dem Boot will.

00:27:01: Total!

00:27:02: Ich glaube ich bin auch so ein bisschen erst mal Bogen Erwartung sogar reingegangen und dachte mir, Konkurrenz.

00:27:08: Wir müssen jetzt ein Boot als erstes finden!

00:27:11: Und habe ich aber ziemlich schnell gemerkt dass es überhaupt nicht der Fall ist sondern das man sich viel mehr eigentlich unterstützt und Kraft gibt.

00:27:19: Ich hab tatsächlich irgendwie mit meinen besten Freunde in Las Palmas getroffen also Leute mit denen ich heute noch Kontakt habe einen sehr guten Freund zum Beispiel Janko.

00:27:30: Der macht aktuell gerade Praktikum bei mir in Schleswig.

00:27:33: Jetzt, wo ich hier bin, ist er da, wo eigentlich arbeite.

00:27:37: Diese Freundschaften haben wirklich angehalten und das hat sich ... In Las Palmas schon auch so Bahn gebrochen, dass wir zusammen gekocht haben, Musik gemacht haben.

00:27:46: Rucksackschichten hatten, weil wir hatten ja unser Haus auf dem Rücken quasi.

00:27:51: Und wollten es aber auf Bootsuche nicht immer mitschleppen.

00:27:55: Dann haben sich Leute freiwillig gemeldet gesagt hey, ich mach heute Rucksackschicht Ihr lasst alles stehen, ich guck.

00:28:01: Ich pass auf für zwei, drei Stunden geht mal Boote

00:28:03: suchen.".

00:28:04: Also man hat sich da wirklich total unterstützt und extrem viel Kraft gegeben.

00:28:09: also ich glaube ohne die Community hätte ich wahrscheinlich aufgegeben.

00:28:13: Ist das geduldet vor Ort?

00:28:16: Dass ein Camp am Strand entsteht?

00:28:20: Also ich glaube es war am Anfang so ein bisschen gedulded Und irgendwann kam dann die Polizei oder uns rausgeschmissen.

00:28:30: Rausgeschmissen ist gut am Strand.

00:28:31: Ja,

00:28:32: wir waren schon draußen, das stimmt.

00:28:34: Aber es hat einfach glaube ich zu große Ausmaße genommen.

00:28:37: Es war wirklich ein öffentlicher Strand und eine Ecke hatten wir uns so ein bisschen für uns.

00:28:45: Da war ein ganz schönes Bild, da waren genau drei Palmen in dieser Ecke Sieben, acht, neun Hängematten also übereinander links und rechts und drunter um die Zelte Und ein kleiner Grill irgendwie den wir im Müll gefunden hatten wo wir dann gekocht haben.

00:29:00: Das war glaube ich einfach ein bisschen zu viel und dann kamen die Polizei meinte Leute das geht so nicht macht euch von Dannen.

00:29:07: und dann standen wir erst mal wieder da irgendwie und wussten nicht so richtig wohin was dann eine extrem tolle Sache war.

00:29:15: ein jung und guter Freund auch Der hat irgendwie in einem Park, der nicht allzu weit weg war, einen Flüchtlingscamp gefunden mit marokkanischen Flüchtlingen und hat vorsichtig angefragt ob eine Handvoll von uns mit dazukommen könnten.

00:29:29: Und dann wurden wir tatsächlich irgendwie eingeladen und wirklich erst mal echt willkommen geheißen.

00:29:34: Es war irgendwie total krass weil wir natürlich erzählt haben von unserem Traum Segeln Boote... ...und dann haben die erzählt von ihrem Boottrauma und wir wurden aber von denen aufgenommen.

00:29:46: Es war irgendwie eine total verzerrte Perspektive in dem Hinblick.

00:29:51: Absurd eigentlich, dass wir da mit unserem Abenteuer in die Welt und für die ist das irgendwie so bitterer Ernst.

00:29:58: Aber ... In dem Camp.

00:30:00: die Zeit war trotzdem erst mal total toll.

00:30:02: Später wurd's dann doch ein bisschen ungemütlich aber erst mal was super aufnimmt.

00:30:07: Dann hatten wir wieder unser neues Camp, in dem wir gelebt haben.

00:30:11: Irgendwie einen knappen Monat würde ich sagen.

00:30:14: Oder?

00:30:15: Aber irgendwann nicht mehr so.

00:30:18: Also ich glaub, der Park war insgesamt ... So ein Park fürs Google-Gestalten, muss man mal sagen?

00:30:24: Ist ja oft auch in Parks das so anzieht.

00:30:27: Ja, total.

00:30:28: Genau und war wirklich eine ruhige Ecke.

00:30:31: Und dann gab's irgendwie ab und zu mal dass Sachen verschwunden sind.

00:30:37: Am Ende weiß keiner genau, wer es wirklich war, aber es gab schon vor allem eine Person, die so einen ... Ich würd sagen, auf Drogen war und es war irgendwie einfach nicht mehr so ... Nicht mehr so schön.

00:30:51: Ist der größte Streitpunkt in noch ein Obdachlosenunterkünften

00:30:55: usw.,

00:30:56: dass Sachen wegkommen?

00:30:58: Ihr habt ja gefragt täglich nach Boden.

00:31:02: Wir haben gefragt.

00:31:03: Was du so erzählst, hört sich das an als wär dir doch eine Weile da gewesen.

00:31:10: Hätte das nicht so schnell funktioniert!

00:31:13: Nee, das hat wirklich nicht so schnell funktioniert.

00:31:15: Wobei man dazusagen muss ... Für manche Leute hat's auch wieder ganz schnell funktionierend.

00:31:19: Auch da gibt es am Ende keine Regel, wie es besser klappt oder schlechter klappt.

00:31:25: Ich glaub, es gibt ein paar Sachen, an die man sich ruhig halten kann.

00:31:29: Aber für uns grade irgendwie, ich würd sagen wir doch recht jungen Deutschen, wir hatten erst mal überhaupt keine Chance.

00:31:35: Wenn du heute Tipps geben würdest?

00:31:38: Drei gute Tipps!

00:31:40: Also ich glaube ein sehr guter Tipp ist, dass man fließend Französisch spricht.

00:31:43: Weil einfach viele Segler und Seglerinnen Franzosen sind Und auch nur französischsprachige Leute nehmen.

00:31:49: Ich glaub es schadet nicht wenn man was mitbringen kann also irgendwie wirklich einen handfesten skillen berufende fähigkeit und segel erfahrung hilft.

00:31:58: natürlich würde ich sagen das sind glaube ich so die sachen wo die leute dann sehr schnell interessiert sind.

00:32:04: Ich glaube, was wichtig ist, dass man dann doch auch ein bisschen auf sein Erscheinungsbild achtet und nicht so wie wir die Hippie-Bande da ungewaschen ankommt.

00:32:14: Das ist mir später klarer geworden.

00:32:16: Man muss dazu sagen aber, dass wirklich wir jugendlichen Deutschen eigentlich übriggeblieben sind, weil wir überwiegend kein Französisch sprachen.

00:32:23: Eigentlich alle nach dem Abitur losgezogen sind und so eine recht rosige Vorstellung der Welt hatten.

00:32:29: Wir gucken mal, nehmt ihr uns vielleicht mit?

00:32:32: Und am Ende war das Wir, achtzehn, neunzehn hier rinken vor allem.

00:32:36: Wie viele sind denn das so gewesen?

00:32:38: Also sind ja es keine Ahnung ... Ein Handvoll Leute gewesen oder waren das dreißig?

00:32:43: Deutsche, deutsche die dann übrig geblieben sind!

00:32:45: Die jungen Deutschen!

00:32:46: Also die, die wir übrig gebleiben sind, das waren vielleicht irgendwie nach Handvoll würde ich sagen zehn Leute

00:32:52: und zwei Handvoll.

00:32:53: Und

00:32:54: die Uhr tickt ja.

00:32:55: dann also weil die die Saison geht ja auch zu Ende für die Atlantik Überquerung.

00:33:00: Ja, genau so ist es.

00:33:01: Da hatten wir zwischendurch auch schon ein bisschen Panik irgendwie.

00:33:04: Nimm uns mal mit in diesen Tag oder in diesem Moment wo dann doch auf einmal was passiert ist?

00:33:11: Das war ein lustiger absurder Tag irgendwie weil's eigentlich so anfing wie jeder andere Tag.

00:33:17: Ich hatte einen guten Freund in Las Palmas kennengelernt Nils.

00:33:21: Wir haben eigentlich fast alles zusammen gemacht.

00:33:23: Wir haben den Tag mit Sport begonnen Im Second-Handshop uns ein bisschen ein ansehnliches Outfit irgendwie gekauft, was wir dann immer angezogen haben und auch versucht haben sauber zu halten.

00:33:34: Und da hatten wir einen genialen Tipp bekommen für den Bär, nämlich im Supermarkt Getränke zu kaufen ... die in zwei großen Taschen zur Marina zu tragen noch Eiswürfel drauf und das dann an die Seglerinnen und Segler zu verkaufen.

00:33:48: So ging auch dieser Tag los.

00:33:50: Erst mal Sport, unsere schönen Outfits mit frischen Bier irgendwie in den Hafen nicht nur mit so einer Frage und einem Bedürfnis ankommt, sondern erst mal irgendwie was anbieten kann.

00:34:03: Wir hatten uns auch so ein bisschen irgendwie hochgearbeitet, kann man fast sagen?

00:34:06: Das heißt die gesamten Pantons waren eigentlich mit Toren gesichert.

00:34:11: Inzwischen hatten wir aber eine Karte, wir sind also reingekommen.

00:34:14: Ein Boot war uns so ein bißchen freundlich gesonnen, wir durften dann das Beiboot ausleihen und sind mir mit unseren Getränken auf dem Beibot irgendwie durch die Marina gepaddelt gerade in den Hafen.

00:34:26: Und das ist immer ein gutes Zeichen, weil die noch nicht angesprochen wurden von irgendwem.

00:34:30: Das heißt wir hatten die Chance die ersten zu sein und dann sind wir den erst mal fast ins Einparkmanöver reingepaddelt was dann ein bisschen peinlich war aber haben es dann doch irgendwie geschafft die Einparken zu lassen und uns langsam anzunähern.

00:34:45: Dann haben wir die angesprochen so hey Wollt ihr einen Ankerbier?

00:34:48: Ihr seid gerade angekommen, wie sieht's aus.

00:34:50: Wir haben frische Getränke und dann wurden wir eingeladen an Bord zu kommen und haben erzählt ... Und haben natürlich auch irgendwann erzählt ja, wir suchen eigentlich schon auch ein Boot um rüberzusegeln.

00:35:01: Da meinten die aber schon ne, wir sind voll das wird leider nichts.

00:35:03: Aber Jungs kommt doch zum Abendessen vorbei und es wird zum Abend Essen wieder da gewesen.

00:35:09: Dann wurden wir beiseite genommen und dann hieß es Ja, wir würden euch doch eigentlich ganz gerne helfen aber können euch nur bis auf die Cup werden mitnehmen.

00:35:16: schlaft doch da noch mal eine Nacht rüber und morgen sagt ihr uns Bescheid.

00:35:21: Dann sind Nils und ich irgendwie nach dem Abendessen zurückgewackelt, erst mal waren wir ein bisschen unsicher.

00:35:27: Nach dem Motto, hm, wir haben jetzt hier eigentlich schon Kontakte, wir kennen uns aus, die Leute kennen uns, wir kommen auf den Hafen, wissen wo wir schlafen, wir ... haben ne Community so'n bisschen.

00:35:37: Aber dann war uns klar, nee, wir machen das weiter geht's ist der nächste Schritt!

00:35:41: Dann sind wir am nächsten Morgen mit frischem Crosonster aufgekreuzt Ein Moment, an den ich mich bis heute erinnere.

00:35:50: Eine sehr gute Freundin mit der ich auch nach wie vor noch Kontakt hab.

00:35:53: Die Smiller hat uns am selbigen Abend ... als wir die Nachricht bekommen haben, dass wir mitsägeln dürfen, hat sie uns gesehen, Nils und mich.

00:36:01: Und hat nur an unserer Ausstrahlung wohl offenbar gemerkt, das wir einen Boot haben.

00:36:06: Dann meinte sie zu uns, ihr habt ein Boot oder?

00:36:09: Das war wirklich so der Moment zwischen Freude für uns und totaler Trauer, dass jetzt auch wir irgendwie lossegeln.

00:36:15: weil immer mal wieder Freunde schon ein Boot gefunden haben und dann hier sie wieder Abschied nehmen.

00:36:21: Und das ist ja irgendwie ein sehr einschneidender Moment!

00:36:23: Was war denn mit Lilly?

00:36:24: Nur ganz für die ... Fürs Protokoll, sozusagen.

00:36:29: Mit der bist du da angekommen?

00:36:30: Genau, mit Lilly bin ich eben angekommen.

00:36:32: Wir haben auch erst einmal zusammengesucht... wir haben uns aber irgendwie so'n bisschen auseinandergelebt würde ich sagen.

00:36:39: Traum und ich glaube auch manchmal habe ich mir da sehr viel Druck gemacht, dass sich mit aller Gewalt über den Atlantik segeln muss.

00:36:46: Und für Lilly war es einfach so, ich guck mal was irgendwie passiert würde ich's einschätzen.

00:36:51: Das heißt ich hab dann irgendwann sehr viel mehr gesucht als sie und damit hatten wir einen anderen Rhythmus und Nils hat auch sehr viel gesucht.

00:36:58: Dann haben Nils und ich uns eben zusammengeschlossen Und Lilly hat dann eben sehr viel mehr auch mit den anderen Mädels gemacht.

00:37:05: Die sind auf einem Boot gelandet, wo sie schlafen konnten und damit hatten wir eher einen anderen Rhythmus.

00:37:12: Dann bin ich tatsächlich auch ohne Lilly weiter.

00:37:14: Aber Lilly hat's auch geschafft!

00:37:16: Aber dann doch sehr viel später ...

00:37:19: Ihr seid erst mal los mit diesem... Also da kamen zwei Boote rein?

00:37:24: Genau.

00:37:26: Von diesen beiden Booten oder von dem einen Boot habt ihr ein Angebot bekommen, dann mit zu den Kapferden zu segeln?

00:37:30: Oder gehörten die zusammen?

00:37:31: Die gehörte

00:37:32: glücklicherweise zusammen.

00:37:33: Es waren quasi zwei Buddyboote, die sich auch so getroffen haben und aus Sicherheitsgründen einfach zusammengesegelt sind.

00:37:38: Das passiert recht viel!

00:37:40: Und wir sind auf dem einen boot zum Abendbrot gewesen... ...und die meinten ja aber dann könnt einer von euch bei uns und der andere auf dem anderen boot.. ..und so haben wir das dann auch gemacht.

00:37:48: Jetzt habe ich eine Münze geworfen und dann bin ich auf der Delida Limit wo ich den Jens kennengelernt hab.

00:37:56: Und Nils ist auf dem Bodyboot mit, und dann ging die Reise getrennt weiter aber hat auch irgendwie ... Mit dem Wissen sehen wir uns bald wieder.

00:38:05: Kapwerden!

00:38:07: Wir sind vom Festland Madeira Kanaren, also Gran Canaria, kapwerden so.

00:38:16: Da ist dann wirklich die Frage, wenn's jetzt weitergeht über nach Atlantik?

00:38:20: Weil da ist nicht mehr die nächste Inselgruppe irgendwo.

00:38:23: Also, die nächste ist dann Karibik.

00:38:25: Genau!

00:38:26: Ich meine im schlimmsten Fall hätte man auch sagen können ich cancel noch mal alles und zwischen nach Senegal oder sowas was ja doch dann wieder näher dran wäre und was auch einige Leute machen.

00:38:36: aber an sich war das für mich eigentlich keine Option.

00:38:38: Ein kleiner Glücksfall für mich ist folgender gewesen wir waren zuviert auf dem Boot nämlich Jens und Asum also die Boots eigener und dann noch ein Freund von Jens in Asum sehr kan Und Serkan ist extrem sehkrank geworden, obwohl er eigentlich selber segler ist.

00:38:56: Ist ja irgendwie mit den Atlantikwellen nicht klargekommen?

00:38:59: Ich weiß es auch nicht genau!

00:39:00: Auf jeden Fall meinte er als wir auf den Cup werden angekommen sind Leute ich bin raus macht euer Ding aber ohne mich.

00:39:06: und dann hat Jens mich irgendwie so beiseite genommen und meinte du sag mal jetzt is der Serkan gar nicht da.

00:39:12: Dann kannst du ja weiterhin bei uns bleiben wenn du möchtest weil bei uns kommt noch ein Freund Kaiuwe dazu zwar eigentlich der Grund Deshalb hätte ich nicht mehr mitgekommen.

00:39:22: Dann hat sich das irgendwie so ergeben, dass ich weitersegen konnte auf der Deli Dali.

00:39:27: Sie ging es los über den großen Teich und den Atlantik.

00:39:31: Man schätzt sich das ja oft wahnsinnig aufregend vor.

00:39:35: Ich glaube in der Praxis ist es dann oft viel langweiliger als man sich das vorstellt, weil die Tage ... Im besten Fall auch immer gleich sind.

00:39:45: Was heißt im besten Fall?

00:39:46: Du wünschst ja nicht, dass es unterwegs sondern nicht aufregend wird sprich stürmisch große Wellen, sondern wenn's ruhig bleibt, ist er eigentlich ganz schön und ein bisschen windes.

00:39:55: Wenn die Tage langweilig sind das eigentlich ganz gut.

00:39:58: wie hast du das wahrgenommen?

00:39:59: weil für dich ist natürlich trotzdem aufregende gewesen auf einmal über ne Atlantik zu sehen.

00:40:04: Also ich glaube zum einen war es wirklich total große Vorfreude natürlich im Begriff sein zu schaffen, was ich mir irgendwie vorgenommen hatte.

00:40:13: Und auf der anderen Seite war es natürlich einfach mein Alltag.

00:40:16: Ich hab bis dahin doch rückblickend ein total anderes Leben gelebt als die meisten Leute.

00:40:23: Für mich war's aber einfach mein normales Leben und das war für mich in dem Moment so klar, ja jetzt segeln wir halt über den Atlantik!

00:40:29: Das ist jetzt so... dass ich gar nicht groß, aufgeregt oder nervös war sondern wirklich nur Voller Vorfreude, dass es jetzt endlich losgeht.

00:40:39: Du hast ja auch Aufgaben, ne?

00:40:40: Weil du so beschreibst ... Das hört sich nach einem wackerbunden Leben manchmal auch an als wenn man in den Tag hinein und nur rumhängen.

00:40:49: Aber am Ende hast du immer eigentlich eine Aufgabe gehabt.

00:40:54: Boot finden!

00:40:55: Und was muss ich dafür tun?

00:40:57: Wie muss ich mich dafür tragen, also anziehen.

00:41:01: Wie muss er mich da verhalten?

00:41:02: Wie finde ich das jetzt?

00:41:03: Dann an Bord hast du ja auch immer Aufgaben ... Du hast vermutlich mehr Aufgaben gehabt so den Tag über in dieser ganzen Zeit als die Allermeisten, die dann irgendwie erst mal reisen.

00:41:16: Ja wahrscheinlich schon, weil es ist eine sehr andere Art von Reisen war, das stimmt total.

00:41:20: Wobei man muss sagen auf dem Atlantik Da gibt's

00:41:24: dann auch viel Leerlauf.

00:41:25: Es gibt total viele Leerlaufen!

00:41:27: Es ist vor allem aufgrund der Passatwende die meiste Zeit ja doch achterlicher Wind, also Rückenwind ... sprich du spannst das Segel auf und dann fasst du es eigentlich kaum an.

00:41:38: Und das war bei uns auch der Fall gewesen.

00:41:40: Am Ende wusste ich natürlich immer noch am wenigsten.

00:41:43: Gerade Kaiuwe und Jens haben so das Segelmäßige gemacht.

00:41:48: An sich aber ist wirklich relativ viel Freizeit.

00:41:50: Ich wurde auch immer aufgezogen Ich hab sehr großen Hunger gehabt, habe ich nach wie vor.

00:41:56: Ich hab viel gegessen und ich hab auch viel geschlafen.

00:41:59: Und ich wurde dann immer von den alten Herren so aufgezogen, dass ich entweder schlafe oder esse.

00:42:05: Ich muss dazu sagen, ich hatte auch die letzte Nachtschicht.

00:42:09: Während alle anderen morgens aufgewacht sind, bin ich erst mal schlafen gegangen.

00:42:13: Aber das zeigt ja schon trotzdem irgendwie wieder Charakter ist.

00:42:16: Es ist wirklich viel Freizeit!

00:42:18: viel gelesen, viel Musik hören.

00:42:21: Viel einfach auf die Wellen gucken?

00:42:23: Aber es war niemals langweilig!

00:42:26: Das ist nämlich auch was, was dann Leute häufig denken wenn man da einfach sitzt... Was macht man denn

00:42:30: da?!

00:42:32: Aber für mich war nie die Frage, was mache ich denn?

00:42:36: So wirklich einfach nur dazusitzen und zu gucken und so dieses Auf- und Ab- und das Geräusch des Windes der Wellen.

00:42:44: also langweillig wurde's da nicht.

00:42:46: Und ich hab irgendwie auch versucht jeden Tag so ein bisschen Sport zu machen, irgendwie auf dem Deck.

00:42:50: Ein bisschen dehn, ein bisschen Kopfstand ... Dann irgendwie kochen, abwaschen und dann ist der Tag auch schon wieder um.

00:42:56: Da hat man noch seine Nachtschicht.

00:42:57: also es fließt so alles irgendwie ganz lustig ineinander Und das hat mir sehr gut gefallen.

00:43:02: Also ja eine ruhige Zeit aber auf keinen Fall langweilig und auf keinen fall zu viel action.

00:43:09: Hat das Essen gereicht bis in die Karibik?

00:43:11: Ja, dann hatten

00:43:13: wir wahrscheinlich ein bisschen Sorge wie bei so einer Expedition, wo du dann genau zählen musst.

00:43:19: Die Tage und die Rationen?

00:43:21: Ja, man plant schon immer sehr großzügig an.

00:43:23: Viel essen wir denn jetzt für vier Leute und zwei Wochen im schlimmsten Falle drei Wochen ... Das stimmt.

00:43:29: Sie wussten ja schon, dass du gut zugelangt hast.

00:43:32: Ihr wart ja schon ein paar Tage unterwegs

00:43:34: vorher.

00:43:34: Genau!

00:43:35: Insofern waren wir vorbereitet.

00:43:36: Wie lange hat es gedauert bis ihr da drüben wart?

00:43:40: Es hat gedauern meines Erachtens sechzehn Tage also waren ziemlich genau zweitausend Sehmeilen Was ja grob irgendwie das Doppelt ist, also eine Seemeile sind ... Also knappe viertausend Kilometer.

00:43:51: Sechzehn Tage.

00:43:53: Ja, irgendwie ... Irgendwie Zufass war das.

00:43:56: Ihr seid angekommen?

00:43:57: Ihr habt dann euch auch wieder getrennt.

00:43:59: Du bist nicht mit dem Boot weiter.

00:44:01: Du hast da verschiedene andere Boote noch gefunden und gesucht.

00:44:07: Genau!

00:44:07: Mit einem konkreten Ziel dann wieder.

00:44:09: Weil wenn wir mal zurückgehen Richtung Westen sollte es gehen.

00:44:13: Das wäre dann ... irgendwie über den Kontinent dann rüber und pazifik.

00:44:19: Aber das heißt ja nicht, dass das zwei Wochen später der Fall sein sollte.

00:44:24: Also gab es einen Plan?

00:44:25: Und hast einfach gedacht jetzt erst mal karibik ich bin da Karibik ist, dass wir erst mal treiben.

00:44:31: Es gab tatsächlich schon wieder ein plan.

00:44:34: und was auch total krass war dieser moment des ankommens, den konnte ich gar nicht so wahnsinnig Feiern.

00:44:41: in dem Moment lag auch glaube ich daran, dass wir auf Martinique angekommen sind und Martinique im Grunde genommen wieder Europa war.

00:44:48: Ist es ja französisch?

00:44:49: Sprich Französische ist die offizielle Sprache.

00:44:51: man bezahlt mit dem Euro.

00:44:52: Die Straßenschilder waren wie in Frankreich also so irgendwie total verrückt über den Atlantik zu segeln um wieder In europa anzukommen.

00:45:00: vom von politischen her das ist dieser große moment blieb für mich irgendwie erst mal aus so wow Ich hab's geschafft ich lasse mich treiben was eben wie gesagt sowieso noch ein Plan war, den wir in Las Palmas gefasst haben.

00:45:14: Lass uns im März auf Martinik treffen!

00:45:17: Ich war dann sogar mit einer der ersten.

00:45:18: doch weil viele meiner Freunde dann irgendwie nördlicher südlicher angekommen sind auch da war dann schon wieder einen Camp von Leuten die vor mir rüber gesegelt sind.

00:45:27: ich teilweise kannte Teilweise noch nicht kannte aber im Hafen sind wir dann erst mal wieder an einem Camp gewesen und dann sind so PöA-Pö meine Freunde angekommen.

00:45:37: Dieser Plan, März-Martinique ist aufgegangen mit wirklich den allermeisten Leuten.

00:45:42: Drei Monate war ich dann auf Martinique.

00:45:45: Diese gesamte Zeit haben wir eigentlich nur von Container Tim Essen gelebt.

00:45:49: Martinique ist ja doch schon eher ein Touristenziel wo Leute auch gerne ein bisschen mehr Geld ausgeben.

00:45:55: es ist viel mit Charterboten und das ist Französisch.

00:45:59: Es gibt guten Käse, gutes Essen.

00:46:01: Das ist ja irgendwie eher so eine Feinschmeckerinsel was für uns ganz toll war.

00:46:06: Was aber eigentlich sehr traurig ist, dass die Supermärkte so wahnsinnig viel wegwerfen.

00:46:11: Dass man sich das aus dem Müllton holen kann und dass alles noch wunderbares Essen ist.

00:46:16: Wie gesagt wir haben von den Charterboten teilweise Essen gekriegt jeden Freitag.

00:46:20: Die Chartertour war vorbei, Essen war übrig.

00:46:23: Wir haben uns das Futter von den Boten geholt.

00:46:25: Wir sind immer zu den Supermarkt-Müllton gegangen Und ich muss gestehen Alles was wir nicht im Müll gefunden haben, haben wir dann doch auch teilweise geklaut.

00:46:34: Also so viel in Supermärkten mitgehen lassen.

00:46:38: Ja, ging auch gut.

00:46:40: Ging ganz wunderbar!

00:46:43: Ist ja sicherlich keine Handlungsempfehlung und kein Tipp... Aber so ist es gelaufen.

00:46:49: Bist du da irgendwann an einem Punkt gekommen, dass du dich auch gefragt hast?

00:46:53: Jetzt, wie soll diese Reise ganz bewusst für mich weitergehen?

00:46:57: Oder warst du bis zu so ein Stück weit auch mitgeschwommen in diesem Flow und dieser Community.

00:47:02: Wir haben jetzt gesagt wir treffen uns also treffen bei uns.

00:47:04: Der sagt jetzt ich gehe dahin also gehe ich da hin.

00:47:06: Also war das eher so einen Mitschwimmen und dann mal gucken wo es mich hingeschwemmt.

00:47:12: oder hast du für dich gesagt ne jetzt will ich eigentlich mal mich selber fragen Wie soll's denn weiter gehen?

00:47:17: Zum Einen habe ich schon gemerkt Ich möchte sehr gerne was lernen auf dieser Reise für mich und möglichst viele Dinge ausprobieren.

00:47:25: Und ich habe zuvor noch nie das Interesse gehabt, aber durch Segeln so ein bisschen bekommen an handwerklichen Sachen weil dann doch auch immer wieder einfach Dinge kaputt sind gerade so Außenbordmotoren, Segelreißen, Sonne Sachen hab' ich irgendwie gemerkt wie cool es ist wenn ich dass selber reparieren kann muss sich aber natürlich erst mal lernen.

00:47:45: Das heißt da hatte ich schon eine Idee.

00:47:47: Ich würde ganz gerne auf der Reise mehr handwerklich machen.

00:47:51: Auf der anderen Seite war es aber, wie du sagst ... Meine Freunde waren da und ich hab mich dann auch noch mal verliebt in die Sofia.

00:47:59: Und das war irgendwie doch so, dass wir als Gruppe weiter sind.

00:48:03: Dann eben auf dem Boot von dem Amerikaner waren zu neun wirklich alle sehr eng.

00:48:09: freunde waren mit auf den Boot.

00:48:11: Das ist natürlich irgendwie unheimlich cool!

00:48:13: Aber gleichzeitig waren wir alle, glaub ich, so ein bisschen ein bisschen lost.

00:48:18: Total schön, weil ich jetzt auch mit dem Janko natürlich noch mal drüber geredet hab der jetzt gerade Praktikum bei mir macht und wir die Abende immer zusammen haben zum Reden.

00:48:26: es ist eigentlich so absurd dass wir zuneint auf einem super tollen Boot mit all unseren Freunden in der Karibik segeln aber wir als Gruppe fragen uns was machen wir denn eigentlich hier mit unserem Leben?

00:48:38: wo wollen wir hin?

00:48:39: Und da noch nicht so richtig eine Antwort drauf haben.

00:48:41: also war wirklich so ne Mischung irgendwie aus aus beidem, dass ich ja wusste das interessiert mich.

00:48:47: aber ich bin jetzt in der Gruppe und wir reisen zusammen.

00:48:50: Man ist die Frage auch wie erreicht man das was man machen möchte selbst wenn man weiß was man machten möchte?

00:48:57: da hatten wir glaube ich alle ziemlich große frage zeichnen unseren köpfen

00:49:01: welche richtung?

00:49:02: ist es ein ausgeschlagenes pendel für dich wenn so beides drin war?

00:49:07: erst mal noch die gruppe.

00:49:09: Auch einfach weil dann das Problem war, dass die Hurricane-Saison ja doch nahte.

00:49:12: Auch in der Karibik irgendwann und die Frage ist okay wie kommen wir jetzt nach Südamerika?

00:49:17: Weil irgendwann so absurdes Klingen mag erst mal hatten wir wirklich keine Lust mehr auf Inseln.

00:49:24: Wir wollten mal wieder irgendwie einfach ohne Boot auch mal mehr als fünfzig Kilometer in einem Land reisen können.

00:49:31: Dann sind meine besten drei Freunde Janko, Jonas und Achtir auf ein Boot Und Sophie und ich sind auf einem anderen Boot.

00:49:37: Dann sind wir wieder in den Westen bis nach Kürassau, also ABC Inseln.

00:49:43: Und von da aus ging es dann weiter nach Kolumbien.

00:49:47: Da hatten wir erst mal diesen riesigen Kontinent vor uns.

00:49:50: und dann war noch einmal wirklich die Frage was machen wir?

00:49:53: Wie soll's irgendwie weitergehen?

00:49:55: Das ist eine Frage, die uns alle sehr doll immer wieder mehr oder weniger beschäftigt hat.

00:50:01: Ihr seid dann Richtung Peru auf dem Landweg, war da eine Zeit lang von Peru dann wieder aber hoch gereist sein.

00:50:11: Also gar nicht durch ganz Südamerika durch.

00:50:13: Gab es da schon auch wieder so ne Planänderung?

00:50:17: Es gab ein bisschen eine Planänderungen vor allem erst mal weil meine Eltern mich besuchen wollten und wir haben gemeinsame Freunde in Ecuador und dann lag's natürlich relativ nahe wie treffen uns in Ecuador um die Freunde zu sehen und selber wiederzusehen.

00:50:31: Das heißt, Sophia ist dann von Peru aus weiter in den Süden gereist.

00:50:35: Weil sie noch ein anderes Projekt für sich hatte und ich bin dann wieder hochgereist in den Norden und hab meine Eltern dann in Kito getroffen der Hauptstadt von Ecuador Und da habe ich nach wie vor so ein bisschen meine Phase gehabt.

00:50:51: also man muss dann zu sagen es war eine relativ lange Phase für uns alle oder für mich eben nicht genau zu wissen was mache ich denn jetzt eigentlich?

00:51:00: Weil viel Wandern, viele tolle Orte sehen ja.

00:51:03: Aber ich wollte halt eben noch ein bisschen mehr haben!

00:51:05: Wie

00:51:06: sind deine Eltern so drauf?

00:51:09: Wenn ich mir vorstelle, du triffst da mit deinen Eltern zusammen in einer Phase wo du eigentlich gar nicht weißt was du jetzt weiter machen willst.

00:51:15: Ja wenn deine Eltern ja wahrscheinlich einen Rat gehabt haben oder eine Idee oder wie seid ihr da?

00:51:22: miteinander?

00:51:23: raten die dann was?

00:51:24: oder fragst Du die nach einem Rat?

00:51:26: oder haben sie sogar ne ganz konkrete Vorstellung und sagen pass auf Junge jetzt aber mal langsam hier beruflich denken?

00:51:33: Also meine Eltern sind absolut cool, muss ich mal sagen.

00:51:37: Ja würde ich auch einfach mit zu meinen besten Freunden zählen meiner Eltern was ich total toll finde.

00:51:42: Ich habe das Gefühl es gibt manchmal Leute die einem auch gerne dann irgendwie weiterhelfen wollen und Tipps geben Und man denkt sich so...ich konnte jetzt gar nichts mit diesem Tipp anfangen.

00:51:50: Aber bei meinen Eltern ist wirklich das Gegenteil!

00:51:53: Ich find's total krass weil immer wenn sie mir schlecht ging und ich angerufen hab, poch ich brauch mein elterlichen Rat Dann hatten die wirklich einen, der wirklich geholfen hat.

00:52:01: Ich dachte mir das kann noch nicht sein!

00:52:03: Das ist ja super schön und ich glaube in dem Moment kam für mich aber noch dazu... ...ich wusste nicht so richtig wohin mit mir und ich hatte Liebeskummer weil Sophia ja nicht da war und glaube mir war in dem moment gar nicht unbedingt so großartig zu helfen außer irgendwie Sachen machen und ich mache halt sehr gerne Sporten.

00:52:22: dann haben meine Eltern Die sind mit mir surfen gegangen.

00:52:25: Das ist total cool, die sind ja auch beide neunundfünfzig, war mit neun und fünfzig das erste Mal surfen in Ecuador.

00:52:32: Was einfach total klasse ist, dass sie dann wirklich ... Ja, einfach echt probiert haben, unter die Arme zu greifen.

00:52:38: Aber es ist natürlich irgendwie klar, ich muss meinen Weg gehen, den haben Sie mich immer gehen lassen.

00:52:43: Aber die haben dich durchaus bestätigt zu sagen hey Junge jetzt guck mal weiter und schau was kommt?

00:52:48: Und nicht komm doch mit nach Hause!

00:52:51: Nee gar nicht.

00:52:52: Ich glaube, ich hätte nur meinen Eltern sagen müssen hey, ich möchte mit euch nach Hause kommen.

00:52:57: Dann hätten sie gesagt okay dann schauen wir mal wie wir das irgendwie machen.

00:53:01: aber das war gar nicht mein Arm liegen und insofern haben meine Eltern auch nie irgendwie in die Richtung irgendwas unternommen gesagt empfohlen und es war auch nie der Stress da hey du musst jetzt bald studieren oder einen Beruf machen oder so sondern die haben mich wirklich machen lassen und einfach mich immer unterstützt wenn ich gerade Unterstützung brauchte.

00:53:20: Sonst haben sie sich gefreut, wenn ich Fotos und Geschichten erzählt hab.

00:53:24: Wie bist du dann aus dieser Situation zu einer Entscheidung oder zu so einer neuen Idee?

00:53:31: Zu einer neuen Vision gekommen ist das eher so ... Ich war da bis ich eine Idee habe, so ne Vision.

00:53:38: Oder ich mach jetzt einfach mal weiter und vertraue drauf, dass die vielleicht kommt irgendwann.

00:53:44: Und in welche Richtung?

00:53:47: Wenn ich einfach irgendwie weitermach!

00:53:49: Wohin denn da war?

00:53:50: Du kannst ja eigentlich gerade überall hin.

00:53:52: Ja, ich glaube, ich hatte sogar einen ziemlich konkreten Plan!

00:53:56: Ich habe mir wirklich in Ecuador gedacht so also entweder kann ich jetzt sagen irgendwie gut das war es mit der Reise... ...ich hab mich so ein bisschen verloren und weiß nicht was ich machen will oder ich trete mir jetzt nochmal in meinen Hintern und lege noch mal los weil eigentlich wusste ich ja schon was mich interessiert.

00:54:11: Ich habe eben nur noch nicht richtig hinbekommen dass irgendwie mein Alltag zu integrieren Und es war für mich wirklich nochmal echt mehr mit Handwerk und gerne Handwerk mit Booten.

00:54:22: Aber irgendwie auch erst mal egal, was Motoren segeln... Alles mit Boden!

00:54:26: Ich wollte unbedingt lernen.

00:54:27: Und ich wollte ja auch irgendwann dann doch noch weiter über den Pazifik.

00:54:31: und da habe ich mir überlegt okay das ist das was ich machen will wo gibst denn sowas?

00:54:36: Und dann gab's eigentlich nur ein Land was am naheliegendsten ist und das war Panama.

00:54:41: weil von daraus mit dem Panama Kanal ja einfach die meisten Boote Sowohl Containerschiffe als auch private Segeljachten in den Pacific weiterreisen.

00:54:51: Und dann dachte ich mir, da werden ja wohl auch irgendwie Häfen sein, wo man Arbeit findet?

00:54:56: Dann habe ich in unserer tollen Hitchhiker-Gruppe gefragt ... Wir hatten irgendwann eine WhatsApp-Grippe mit ... Ich glaube, inzwischen sind da ... Ich weiß nicht wie viel, aber hunderte von Mitgliedern dieser Gruppe.

00:55:07: Da hab ich mal gefragt, ich suche Arbeit im Panama mit Booten und hatte jemand einen Tipp.

00:55:12: Dann hatte tatsächlich jemand ein Tipp!

00:55:14: Dann hab ich bei dem ... Bootseigner irgendwie angerufen und gefragt, wie es aussieht.

00:55:19: Ich würde gerne arbeiten.

00:55:21: Ich weiß ein bisschen was handwerklich.

00:55:23: Würde mir auch eine kleine Bezahlung vorstellen aber noch nicht so viel.

00:55:26: ich will vor allem auch lernen Und das hat geklappt.

00:55:29: und dann war für mich klar okay auf nach Panama!

00:55:32: Dann bin ich wirklich einmal durch den Rest von Ecuador durch Kolumbien durchgerusht weil für mich Ich hab keine Lust, jetzt noch langsam weiter zu reisen.

00:55:43: Ich will an einem Ort sein lernen und arbeiten was machen.

00:55:48: Was dann total schön war ... ist dass ich auch über die Nachricht in die Gruppe geschickt habe eine Nachricht von einem sehr guten Freund von Dylan bekommen habe.

00:55:58: Dann hab ich auf Martinique kennengelernt wirklich mit so langen Dreadlocks und jemand, der auch einfach anpackt.

00:56:04: Und der ist gerade in Katagena gewesen also in einer der großen Hafenstätte im Norden von Kolumbien Von Wo aus man auch gut nach Panama kommt.

00:56:14: und dieser Dylan hat einen Boot gesucht um nach Panama zu kommen.

00:56:17: und dann dachte ich mir okay das ist doch ein Ziel!

00:56:19: Dann auf nach Katagener, Dylan besuchen gemeinsam nach Panama segeln Und wir haben es dann wirklich irgendwie geschafft, einen Boot zu finden.

00:56:27: Dylan hat auch noch ein Motorrad dabei ohne Papiere natürlich.

00:56:31: Das haben wir dann auch noch irgendwie auf dieses Boot gebracht und dann sind wir nach Panama.

00:56:36: Wie ist das da wenn man von Kolumbien nach Panama will so mit den Regeln?

00:56:44: Kontrollen und so weiter.

00:56:45: Weil das ja auf dem Landweg, die Staringap was mega gefällig ist wo auch viel Drogen schmuggelt passiert Menschen auch illegal natürlich darüber gehen aber auch viele reingehen in diesen Dschungel und nicht mehr rauskommen.

00:57:00: deswegen vermute ich mal unter anderem hast du gesagt lass man lieber segeln.

00:57:06: Aber auch das ist wahrscheinlich doch total so ein engmaschiges Netz.

00:57:10: Da wird doch wahrscheinlich jedes Boot komplett gefilzt.

00:57:13: oder wie ist das?

00:57:13: Oder ist es gar nicht so, hättet ihr da auch noch mal eine Bananenkiste weißes Gold mitnehmen

00:57:19: können?

00:57:20: Das hätten wir schon machen können glaube ich.

00:57:23: Man muss dazu sagen gerade ja wie du sagst dieser Darian Cap diese die einzige Verbindung über den Landweg ist wirklich keine Option.

00:57:33: Das heißt, eigentlich findet alles per Flugzeug oder eben dann doch per Boten statt.

00:57:38: Man kann ... man kann Wassertaxis werden die genannt.

00:57:41: Es sind einfach Speedboote mit denen man rüberkommt.

00:57:44: Aber wie gesagt, dass es keine wirkliche Landverbindung gibt, gibts doch rechtregen Verkehr an Segelboten-Wasserfahrzeugen insgesamt.

00:57:53: Dass glaube ich gar nicht mal so viel gefilzt wird.

00:57:56: Weil's einfach so viele Leute sind und so war das auch für uns.

00:58:01: super entspannt rübergekommen.

00:58:03: Unser Kapitänspärchen hatten zum Glück auch irgendwie Kontakte mit der Immigration Office in Kolumbien, sodass Dylan sein Motorrad irgendwie ... mit rübernehmen konnte und das lief alles total reibungslos!

00:58:15: Und es gibt sogar richtig Charterunternehmen die zwischen ... zwischen Kolumbian den Zahnblas-Inseln was so eine Panama vorgelagerte Inselgruppe ist, die noch wirklich sehr naturbelassen ist.

00:58:28: Da gibt's eben wirklich richtig Chartersunternehmen zwischen Panama, San Blas und Kolumbia in den Meinen und Her segeln.

00:58:34: D.h.,

00:58:35: über den Seeweg ist man da sehr gut angebunden.

00:58:37: Ich wurde kein einziges Mal auf keinem Boot gefilzt!

00:58:41: Also ... ich glaube, da passiert schon recht viel auch an Schmuggel.

00:58:45: Auch das keinen Tipp?

00:58:47: Auch das definitiv keinen Tipp.

00:58:49: Nee, dann bin ich auch froh, dass wir nie einen Captain hatten, der doch irgendwas mit hatte.

00:58:55: Das war alles immer sehr entspannt.

00:58:57: Ja...

00:58:58: Panama arbeiten, lernen, Boot bauen.

00:59:02: Da bin ich gelandet auf einem totalen Katastrophenboot.

00:59:05: Total lustig!

00:59:06: Es war ein großer Fisch-Trailer der zu einem Restaurantboot umgebaut werden musste und da hab' ich dann irgendwie mit nem Local zwei Wochen dran rumgezimmert und das ist total cool.

00:59:16: Wir haben ja nur Spanisch geredet.

00:59:18: bis dahin war mein Spanische auch noch so n bisschen... naja ich sag mal nicht, das Gelbe vom Ei

00:59:23: Rudimentär?

00:59:24: Rudimentäer.

00:59:24: und da ist es tatsächlich aufgeblüht in Panama einfach weil jeden Tag reden musste.

00:59:29: Katastrophal war das Boot, auf dem wir geschlafen haben.

00:59:32: Das war irgendwie verteut an unserem Arbeitsprojekt.

00:59:35: Es waren kleine Katamaranen, auf denen die Kaka-Laken gekochen sind.

00:59:38: Wir hatten kein Fließend Wasser, keine Toilette ... Mein Bett war so Schaumstoffwürfelchen mit einem Laken irgendwie belegt und dann sind die Kakerlaken überein gekrochen.

00:59:50: Aber ich hab eben erst mal was gelernt und hatte Essen umsonst und ich hatte einen Schlafplatz... Und ich habe kein Geld gekriegt!

00:59:57: Ich wurde nicht bezahlt.

00:59:59: Das heißt, ich hab mir dann überlegt ... Was mach' ich denn jetzt?

01:00:03: Es war ja irgendwie Teil des Deals und der wurde so ein bisschen gebrochen.

01:00:07: Ich werd noch ein paar Tage da, weil auch nichts anderes hatte, wo ich hätte hingehen können.

01:00:12: Und dann kamen wir wieder mal in Zufall zu Hilfe.

01:00:15: Nämlich einen Pärchen, was Sofia und mich von Kurasawa nach Kolumbien gesegelt hat.

01:00:20: Die waren inzwischen auch in Panama und brauchten noch jemandem, So, und das war dann erstmal mein Abstand zu meinem komischen Kackalakenboot.

01:00:31: Oder bin ich mit denen durch den Panama-Kanal?

01:00:33: Die hatten dann wiederum auf ihrem Boot noch eine junge Frau die auch einfach mit geholfen hat so wie ich Und die wiederum war auf einem Boot in Panama wo sie mitgeholfen hatte Was total toll geklungen hat!

01:00:44: Das ist ein Communityprojekt.

01:00:46: und ja wir reparieren das und bauen die Dieselmotoren aus und packen Elektromotoren rein und es klang alles total interessant irgendwie.

01:00:55: Und dann war er erst mal nach vier Tagen der Panama-Kanal durch.

01:00:58: Ich bin wieder auf meinen Kakalakenboot, hatte aber eben im Hinterkopf irgendwie was mir ... was man diese junge Frau da erzählt hat über das andere Boot.

01:01:07: Ja und dann war für mich klar okay ich sag jetzt hier tschüss und lebe wohl.

01:01:11: Bin nicht zu diesem anderen Boot!

01:01:14: Die junge Frau Diana hatte schon ein gutes Wort für mich eingelegt bei dem Captain meinte ja komm vielleicht einen jungen Art Typ der ist ganz cool, vielleicht könnte das ja klappen.

01:01:24: Und so bin ich dann auf dieser Eikersage landet, wo ich ja auch insgesamt acht Monate verbracht hab.

01:01:31: Mein ursprünglicher Plan, ein bisschen arbeiten ... Ein Monat Panama einen Boot finden.

01:01:36: Dann war die Idee, dass Sofia aus Argentinien wieder hochkommt und wir gemeinsam über den Pazifik segeln ist, das ist alles komplett anders gekommen.

01:01:47: Ich habe wirklich insgesamt über ein Jahr in Panama gelebt.

01:01:50: Und eben wirklich die meiste Zeit dann auf diesem ... ...Boot auf der Alkasa verbracht, auf diesem Community-Projekt.

01:01:57: Und da auch eine Menge gelernt?

01:01:58: Und da hab ich dann vor allem wirklich eine Menge gelernt genau und wirklich meine Liebe irgendwie zum Handwerk, zum Bootsbau, vor allem eben mit Holz entdeckt!

01:02:07: Warum kam das anders?

01:02:09: oder wofür hast du dich dann entschieden als dieses gute Jahr Panama vorbei war oder zu Ende ging?

01:02:15: Das waren so verschiedene, ich würd sagen irgendwie strenge Facetten die da so ne Rolle gespielt haben.

01:02:21: Zum einen war für mich klar, ich möchte gar nicht unbedingt mehr weiter um die Welt reisen.

01:02:26: Ich möchte eigentlich bauen und lernen wie man Bote wirklich baut und repariert.

01:02:31: Das heißt mein großer Wunsch, mein großer Traum hat sich irgendwie tatsächlich total verändert was aber super fein für mich war.

01:02:39: Und nicht das Gefühl ausgelöst hatte, ich würde aufgeben, sondern es war wirklich ...

01:02:42: Es war ja das neue Star?

01:02:44: Genau!

01:02:44: Es war eine neue Perspektive, die sich da eröffnet hat.

01:02:48: Und dann zum anderen... Immer noch den Plan, ich könnte Bootsbau in Neuseeland-Australien werden mit der Alkasa ein Jahr später über dem Pazifik segeln.

01:02:58: Das war unsere Gruppenmotivation, gemeinsam das Boot zu reparieren rüberzusegeln.

01:03:05: Dann gab es aber tatsächlich einen Streit auf der Alka Saar wo für mich in China hab okay ... Wo wir alle gemerkt haben, dass wird nicht zu brauchen erst mal Abstand voneinander.

01:03:17: Da haben sich auch die Crewverhältnisse ganz neu gemischt Und dann war's auch so, dass Sophia mit mir Schluss gemacht hat und ich erst mal ganz großen Herzschmerz hatte.

01:03:27: Und ja irgendwie meine zwei Welten irgendwie zusammengebrochen sind in Panama.

01:03:32: Dann hab' ich mir überlegt okay ... Ich will trotzdem Bootsbauer werden!

01:03:35: Aber das wird jetzt nichts mit der Alkasa und es wird auch nichts mit Sophia weiter zu reisen.

01:03:41: Und dann habe ich mich an Kaiu weh erinnert, an den Bootsbau vom ... ersten Mal Atlantik.

01:03:46: Dann hab ich tatsächlich in Panama Kauwe angerufen und meinte, hey!

01:03:49: Ich bin hier gerade in Panama auf so'n Erwerft und ich find's total cool.

01:03:52: und hast du nicht einen Tipp wo ich das vielleicht machen könnte?

01:03:56: Bist du ganz vorsichtig gefragt?

01:03:58: Und dann hat Kauwa gesagt naja wenn du das schon machen willst, dann kommst du zu mir... ...und dann bringe ich dir das bei und lass mich ja

01:04:05: jetzt

01:04:06: genau.

01:04:06: darauf habe ich ja gehofft eigentlich.

01:04:09: Das heißt ich hatte dann irgendwie aus diesem ganzen Elend heraus ein bisschen meinen.

01:04:14: Mein rettendes Ziel stand irgendwie fest, ich reise wieder nach Deutschland zurück.

01:04:19: Mir war aber klar, ich will definitiv nicht fliegen.

01:04:23: Weil ... Ich mir so viel Zeit genommen hab, das jetzt kurzfristig zu beenden und ja auch irgendwie mit Liebeskummer dann auf einmal in Deutschland.

01:04:33: Das

01:04:33: ist der stärkste Flieger bis zehn Stunden später wieder da wie ein Schalter, der sich umlegt unwirklich?

01:04:39: Ja, absolut!

01:04:40: Und es war mir klar, dass das niemals eine Option ist.

01:04:43: sprich, dann hatte ich erst mal, um ein großes Bootsbautziel zu erreichen.

01:04:47: Zwischenziel neues Boot zu finden?

01:04:50: Wieder zurück über in Atlantik.

01:04:52: Nicht Pazifik weitergehen Westen, sondern zurück nach Deutschland.

01:04:55: Wieder

01:04:56: Ostwest-Nachdeutschland.

01:04:58: Wie sah das aus?

01:04:59: Hast du da auch ... also mittlerweile warst du ja sehr erfahren im Finden von Booten.

01:05:06: Ich hatte tatsächlich zwei Optionen irgendwie und vor allem erstmal eine.

01:05:11: Einer der der jungen verrückten Franzosen, die ich auf Kurasau mit Dylan kennengelernt hab.

01:05:16: Noé hatte sich sein eigenes Boot gekauft und wollte zurück über den Atlantik nach Frankreich segeln Und wir haben uns einfach total gut verstanden und Dylan war an Bord und ja halt wirklich so eine richtige hippie Piratengänge.

01:05:30: Ich dachte mir das könnte total toll werden.

01:05:34: dann hatte ich aber so ein bisschen Muffensausen, ehrlich gesagt bei dem Plan den Noi mir unterbreitet hat.

01:05:39: Nämlich nach Dominika zu segeln was bedeuten würde von Panama nach Dominica über tausend Seemallen direkt in den Wind also gegen den wind kreuzen kann man man kann gegen den windsägeln aber es ist einfach extrem ermüden für mensch und material weil man immer an die welle schlägt immer spannungen im segel is man eigentlich keine rüge minute hat.

01:06:02: und da war ich so ein bisschen skeptisch.

01:06:04: Und dann hat mir mein wirklich guter, guter Freund und Captain eben von diesem Community-Projekt.

01:06:11: Auch nach dem Streit haben wir immer noch reden können und uns ja auch irgendwie wieder neu gefunden so ein bisschen ... Hat der mir einen Tipp gegeben?

01:06:19: Nämlich den anderen Captain, der auch schon bekannt ist irgendwie, also wir haben uns schon mal gesehen und hatten irgendwie mal einen Abend was zusammengemacht.

01:06:28: Der will auch zurücksegeln.

01:06:29: Dann bin ich schnurrstrakt zu dem Captain meinte hey, ich hab Interesse!

01:06:32: Wir kennen uns ja schon.

01:06:33: wie sieht's aus So, und dann hatte ich irgendwie so meine zwei Optionen.

01:06:39: Da bin ich noch einmal durch den Panama-Kanal, aber diesmal vom Pacific in den Atlantik mit Noé.

01:06:44: Und da hab' ich für mich entschlossen ... Es war eine super tolle Zeit diese drei Tage Kanal!

01:06:49: Aber Jungs, ihr müsst euer Ding machen und ich werd mit dem anderen Captain mitsegeln.

01:06:54: Und so bin ich auf der Nele gelandet.

01:06:57: So steht's im Buch.

01:06:58: Spote hieß eigentlich anders, auch der Captain hieß anders.

01:07:01: Aber wir belassen es bei den Namen.

01:07:04: ging vor allem darum, dass wir nach Kuba gesegelt sind und dem Captain nicht recht war, dass das irgendwie mit ihm in Verbindung kommt.

01:07:15: Und dann haben wir uns eben entschieden, ihm eine neue Identität zu geben und die wirklichen Namen zu verändern.

01:07:22: Man musste dazu sagen, dass der Captain schon ... Wir hatten das Thema Schmuggel ja vorhin schon mal angesprochen.

01:07:29: Er hat keine Drogen geschmuggelt!

01:07:31: Ein paar Güter irgendwie wie Kakao-Bohnen, Honig aus Kolumbien.

01:07:35: Schokolade und Zigarren aus Cuba.

01:07:37: So eine Sache hat er halt mitgenommen.

01:07:39: Und jetzt auch nicht wahnsinnig viel aber schon auch irgendwie daran gedacht dass dann in Europa für ein bisschen mehr Geld zu verkaufen.

01:07:46: Das war ihm einfach nicht so richtig lieb das eher mit seinem Namen und diesen ganzen Tätigkeiten da drin steht.

01:07:52: Das ist ja total verständlich!

01:07:55: Und so haben wir uns darauf geeinigt.

01:07:57: Ein absolutes Highlight dieser Reise.

01:08:00: Einer der tollsten kleineren Reisen innerhalb der großen Reise, würde ich sagen.

01:08:04: Warum?

01:08:05: Was hat die dann noch mal rausgehoben im Rückblick?

01:08:09: Zum einen glaube ich, hat mir es total gut getan nachdem irgendwie in Panama doch viele Sachen auch nicht so einfach waren.

01:08:16: für mich aber zu merken ... Ich hab's trotzdem irgendwie geschafft, mich da wieder rauszuwinden und trotzdem auch die Zeit ... für mich zu genießen, alleine viel zu reflektieren und dann eben so ein tolles Boot zu finden.

01:08:31: Es ist ein Varam-Boot, es gab einen Ancient Bootsbauer und Bootsdesigner James Warham hieß der.

01:08:37: Und er hatte die Idee den Katamaran zu bauen, der hochseetauglich ist, den aber Leute mit einem bisschen handwerklicher Erfahrung selber bauen können für relativ wenig Geld.

01:08:50: Aber was zu bauen... Hoch sie tauglich ist und nicht gleich irgendwie untergeht.

01:08:56: Und es sind total tolle Boote, es gibt verschiedene Modelle.

01:09:00: Wir sind auf einem Tiki-Veramen gesegelt.

01:09:03: Es ist im Prinzip zwei Rümpfe die unabhängig voneinander gebaut werden... ...und dann einfach übertragende Balken verbunden werden.

01:09:10: Die Balken werden mit dem Rumpf aber nur über Tauwerk verbunden.

01:09:14: Das ganze Ding ist, wenn man's radikal nennen will, das einfach nur zusammengeschnürt.

01:09:19: Es sind unterschiedliche Holzstücken, die einfach nur aneinander gebunden sind.

01:09:23: Aber es ist tatsächlich ein ziemlich stabiles und sicheres Boot.

01:09:27: Und auf dem Boot hab ich mich sehr viel sicherer gefühlt als auf manch anderen supermoderen, tollen Kunststoffbooten.

01:09:34: Total tolles Boot!

01:09:35: Also einfach mit meinen Handwerks-Elementen die ich so für mich entdeckt hatte.

01:09:38: So Holz, Glasgewebe ... Segel mussten auch mal genäht werden.

01:09:44: Und einfach dieser Charakter dieses Bootes war ganz anders als einen Joghurtbächer, sag' ich mal zum Kunststoff-Boot.

01:09:51: Es war einfach... Unheimlich frei.

01:09:54: Also viele Leute haben dann doch gesagt, wir wollen jetzt weiter ... Wenn der Wind nicht weht, schmeißen wir den Motor an und dann motoren wir halt.

01:10:01: Und für uns war das nie eine Option!

01:10:02: Wir haben wirklich gewartet.

01:10:04: Dann haben wir noch mal einen Monat in Kolumbien gewartet oder wollten nach Kuba segeln.

01:10:09: Das ist was kaputtgegangen.

01:10:12: Dann drehen wir jetzt um und segeln nach Jamaica.

01:10:14: Es ist näher dran.

01:10:15: Wir waren total... Wir haben einfach geguckt, was es ergibt in eigentlich gerade Sinn?

01:10:20: Und was ergibt keinen Sinn und dann machen wir das auch nicht.

01:10:23: Also es war ein total natürlicher Rhythmus irgendwie, den wir hatten.

01:10:26: Wir haben viel Essen, einfach unsere Lebensgrundlage irgendwie selber gesammelt, gejagt tatsächlich.

01:10:35: Viel von den Locals bekommen, weil der Captain total gut Spanisch sprach, ich gut Spanes sprach... Dadurch war das wirklich nicht einfach.

01:10:42: nur, wir sind auf einem Fancy-Segelboot und gucken uns den Hafen an.

01:10:46: Wir haben richtig mit den Leuten interagiert!

01:10:48: Wir haben dann gerade für diese Produkte Kakao, Zigarren... ...und total tolle Geschichten, die dabei entstanden sind.

01:10:55: Ich war tatsächlich auch echt ein halbes Jahr auf dem Boot.

01:10:57: Also die Reise von Panama bis auf die Azorn waren ja einige Station dazwischen über eben Jamaica, Kuba, Bahamas.

01:11:05: Es berichtete Bermuda Dreieck bis auf Die Azoren.

01:11:08: Das war insgesamt ein halbes Jahr Weil wir natürlich eben mit der Saison, mit dem Wind gesegelt sind.

01:11:14: Also mit dem wind reisen mussten.

01:11:16: manchmal musste man halt warten bis dann das weiter Fenster gut ist und so hat sich das dann echt gezogen.

01:11:22: Jetzt haben wir vorhin gehabt Madeira die Kananen und die Capverden.

01:11:27: jetzt müssen wir noch mal die Azoren dazuordnen.

01:11:30: wo sind die Azorn?

01:11:31: Ähnlich höher wie Madeira aber viel weiter draußen Aber auch portugiesisch wie Madeirah.

01:11:36: Schon wieder Europa.

01:11:38: Dann war es quasi nur noch ein Katzensprung zurück nach Hause, wobei nach Hause ja Berlin ist.

01:11:44: Und deine Ausbildung die dann gewunken hat zum Bootsbauer vermutlich nicht in Berlin gestartet ist?

01:11:52: Genau für mich.

01:11:53: aber trotzdem erstmal klar ich möchte mir Zeit lassen Ich werde überhaupt nichts rushen.

01:11:58: Hattest du so einen fixen Ausbildungs-Starttermin oder nur so?

01:12:02: diese Die Einladung ey kannst bei mir machen Wenn du soweit bist.

01:12:08: Genau, man ist auch total klasse von Kai Uwe weil ich meine so ... Ich will mir aber Zeit lassen der meint ja Junge mach dein Ding und dann meldest du dich wenn du da bist.

01:12:16: Insofern hatte ich da überhaupt keinen Druck.

01:12:19: Und war es doch noch mal eine ganz schöne Reise.

01:12:23: von den Erzoren bis nach Gibraltar waren ja auch nochmal elf Tage.

01:12:28: Dann war ich wirklich irgendwie Festland Europa.

01:12:31: Was total schön war, hab ich mir das ein bisschen vorgestellt.

01:12:35: Das ist noch mal die Leute, die ich am Anfang meiner Reise kennengelernt hab.

01:12:39: Die teilweise Wiederbesuche.

01:12:41: Da war zum Beispiel eine Trämperin, die habe ich auf Martinique kennengelernet, die ist aber eigentlich Portugiesin und die hab ich dann in Lissabon besucht.

01:12:48: Und es gab ne spanische Familie ... die wirklich irgendwie auch meine spanische Familie geworden ist, die Ich am Anfang meiner Reise kennen gelernt hab.

01:12:57: Und die hab' ich wieder besucht!

01:12:59: Dann gab's eben acht Tür, ein französischer Freund aus der Karibik, Den hab ich in Lyon besucht und so hat sich irgendwie dann auch meinen Rückweg ganz natürlich ergeben.

01:13:10: Und ich habe einige Orte wieder besucht, wo ich am Anfang meiner Reise war ... Ich hab das immer total schön an diese Orte zurückzukommen und zurückzudenken, weil damals lag das ja alles noch vor mir und ich wusste nicht was passieren wird.

01:13:26: Dann wieder zurückzukommen aber das Wissen zu haben, was dann passiert ist im Zwischenraum.

01:13:31: Es war immer so ein ... Ein total erfüllendes, warmes Gefühl.

01:13:36: Wann hast du begonnen?

01:13:37: Deine Ausbildung?

01:13:38: Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr begonnen.

01:13:42: Im September hab ich in Schleswig losgelegt.

01:13:45: Wobei man dazusagen muss ... Ich hab dann natürlich alle Fristen und Termine verpasst.

01:13:50: Sprich, ich bin jetzt ein Jahr da gewesen, aber hab noch keine Ausbildung angefangen.

01:13:55: Keine Offizielle!

01:13:56: Also, ich hab einfach gearbeitet.

01:13:58: Ich wurde einfach eingestellt ziemlich genau ein Jahr gearbeitet.

01:14:03: Und dann kam tatsächlich der Plan auf, man könnte ja auch ein duales Studium machen zum Schiffbauer in Kiel und dann Praxis bei Kaiuwe, Theorie in Kiehl.

01:14:13: und so wird es jetzt auch geschehen.

01:14:14: das heißt ich habe diese Woche Ende dieser Woche meine erste Willkommensveranstaltung an der Universität Und dann schaue ich mal, wie das weißer geht.

01:14:26: Krass!

01:14:26: Doch noch ein Studium?

01:14:27: Doch noch einen Studium.

01:14:29: Ich will es auf jeden Fall probieren... Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung.

01:14:33: Besser nur dass ich erst mal irgendwie Bootsbauer werden will.

01:14:36: Das

01:14:36: ist ja ob Sanamän des Studiums oder Ausbildung oder gar nichts von beiden ist.

01:14:40: Du machst auf jeden fall das jetzt worauf du Bock hast und was am Anfang als du aufgebrochen bist noch überhaupt nicht absehbar war.

01:14:49: Ja wirklich

01:14:51: Das ist ja schon verrückt.

01:14:54: Du hast im Prinzip jetzt nicht ... Hast du auch nicht gesucht, einen Ort gefunden, wo du sagst, das ist mein Ort?

01:15:01: Sondern eher was zu machen willst, ne, eine Idee und so.

01:15:05: Ja, total, ja, das stimmt.

01:15:07: Es ist wirklich nicht an keinen Ort gebunden.

01:15:10: Ich könnte mir gut vorstellen, noch mal ins Ausland zu gehen mit der gleichen Tätigkeit aber eben woanders zu sein und zu gucken wie bauen die Leute die Boote hier oder da.

01:15:21: Ja,

01:15:22: das stimmt.

01:15:22: Wenn wir noch mal zurückgucken auf den kleinen Karl in Berlin ... Dadurch dann immer ein bisschen außen vor war und mit Dinosauriern und Wikingern und Piraten sich beschäftigt hat... wenn der jetzt den heutigen Karl treffen würde?

01:15:39: Also, wenn ich es mal bildlich vorstelle ist keine Ahnung wie geht's jetzt hier raus aus unserem kleinen Studio und da kommt um die Ecke bespaziert Werder stolz oder was für'n Gefühl hätte der wenn der dich treffen würde.

01:15:53: Jetzt auf jeden Fall kann ich die Fragen mit Ja beantworten und zwischendurch nicht immer, aber überwiegend auch auf der Reise.

01:16:01: Und das ist ein total schönes Gefühl.

01:16:04: Ich glaub, der kleine Kahl wär schon sehr stolz auf den großen Kahl.

01:16:08: Der wird wahrscheinlich auch staunen und sagen ... wow!

01:16:11: Oder?

01:16:12: Hat sie das ausgemalt?

01:16:14: Weil es ist ja auch immer ... Man hat ... Wenn man so ... Jugendliches, dann irgendwann vielleicht ja so ein Gefühl von hey was ich alle sein könnte oder wer ich sein könnte.

01:16:27: Oder was in mir steckt und ob das gelingt einem das hervorzuholen oder da hindurch zu dringen sich zu trauen dass auch zu zeigen nach außen zu tragen das was man sich so ausmalt.

01:16:44: vielleicht Hast du so ein Gefühl auch gehabt und hättest du dir das ausmalen können, dass du der Bistell-Worte bist?

01:16:54: Nee.

01:16:54: Ich glaube gar nicht!

01:16:56: Ich denke ich war eine Person die ja wie gesagt viel alleine aber trotzdem immer...ich habe immer mein Ding gemacht und irgendwie nach London bin ich auch schon doch auch ein bisschen aufgeblütend.

01:17:07: Also hab total Freude irgendwie gehabt mit Leuten zu interagieren.

01:17:11: Habt trotzdem aber immer mein ding gemacht und will gar nicht so viele Gedanken, glaube ich gemacht mit.

01:17:18: Was könnte sein?

01:17:19: Wer will es sein?

01:17:21: Natürlich habe ich mir irgendwie die Fragen gestellt wo will ich mal hin?

01:17:25: aber ich glaube dadurch dass ich doch relativ viel dann auch einfach gehandelt hab, habe ich nie so wahnsinnig lange über die Frage nachdenken müssen.

01:17:33: weil ich dann schon wieder mitten in der praktischen herausfindung dieser frage irgendwie war weiß ich gar nicht ob das so wahntinicht doll eine Rolle für mich früher gespielt hat.

01:17:42: Oder hab ich dann einfach gesagt, da mach' ich das jetzt.

01:17:45: Auch mit meiner Arbeit damals in Berlin.

01:17:46: Es war nach der Schule mein größter Traum, in dieser Boulderhalle zu arbeiten und mich hingegangen meinte hey!

01:17:52: Ich bin durch mit der Schule, würde gerne anfangen... ...ich kenne mich auch schon ein bisschen aus.

01:17:56: wie sieht's aus?

01:17:57: Und dann hat es geklappt, dann habe ich angefangen irgendwie und dann

01:18:00: gings leichter rein.

01:18:01: Ist doch das Wichtigste was du gelernt hast vielleicht sogar ist wenn ich deine Idee habe, wenn ich einen Wunsch hab.

01:18:11: Da muss ja hingehen und fragen, weil das ist auch was sich durchgezogen hat durch deine Reise.

01:18:18: Hey ich muss halt fragen, wenn ich da über den Atlantik fahre, dann muss ich zu Leuten gehen und fragen ob die mich mitnehmen oder am Ende.

01:18:24: Hat das geklappt?

01:18:25: Funktioniert das?

01:18:26: Absolut!

01:18:27: Das muss man glaube ich sein ganzes Leben lang machen.

01:18:30: Fragen... Und auch Fein sein damit dass manchmal Sachen nicht klappen, das ist glaube ich auch ganz wichtig, dass man da nicht enttäuscht ist.

01:18:37: Jetzt gibt es ja ein Buch über das was du erlebt hast.

01:18:41: Wenn wir uns mal vorstellen, da fährt gerade ein vierzehnjähriger Junge mit seinen Eltern im Bulli irgendwo durch Südfrankreich und hört einen Hörbuch.

01:18:53: Der hört das!

01:18:54: Was würdest du dir wünschen?

01:18:57: Wozu ihn das inspiriert?

01:18:59: Ich glaube was sehr schön wäre ist wenn das Buch dazu inspiriert dass Leute keine Angst vor ihren Träumen haben Egal, was es für ein Traum ist.

01:19:11: Aber den nicht gleich als verrückt oder zu groß abzutun?

01:19:14: Das wär was Total Tolles!

01:19:16: Also wenn das Buch dazu anregt, dann wäre das schon ein sehr großes Kompliment.

01:19:21: Verrücktes Gefühl wahrscheinlich, oder?

01:19:23: Diese Vorstellung allein, weil ... dieses Buch, was du damals gehört hast, für dich natürlich aber ... Wow, da war ein erfolgreicher Autor ja auch am Ende dahinter der dieses Buch geschrieben hat über das, was er erlebt hat.

01:19:37: und jetzt bist du selber Mit Autor oder auch Protagonist dieser Geschichte.

01:19:43: Und wirst du in ein paar Tagen irgendwo im Buchladen gehen und da dein eigenes Buch in den Händen halten?

01:19:48: Da wünsche ich dir, dass das ein schöner Moment wird.

01:19:52: Das ist das Buch.

01:19:53: viele Lesen natürlich!

01:19:54: Aber vor allen Dingen wünsch ich dir ... Dass deine Reise weiter eine Richtung nimmt, die irgendwie spannend ist... Die gut ist aber, da bin ich mir sehr sicher, dass sie das tun will.

01:20:05: Vielen Dank, dass du da warst und ein bisschen erzählt hast Per Anhalter in die Karibik.

01:20:15: So heißt das Buch, dass Karls Geschichte noch mal im Detail erzählt, geschrieben mit Jens Brambusch, mit dem er auch auf dem Segelboot unterwegs war über den Atlantik Richtung Karibic.

01:20:29: Karl hat gesagt, dass auch der Prozess des Schreibens, des Produzierens dieses Buches nochmal ganz besonders war Weil er über drei Monate hinweg jede Woche zweimal lange telefoniert hat mit Jens, der immer noch irgendwo in karibischen Gewässern unterwegs ist.

01:20:49: und sich ganz, ganz viel mit ihm ausgetauscht hat.

01:20:52: Der Jens hat das dann zu Papier gebracht.

01:20:54: Dann wiederum ist Karl nochmal rangegangen, er hat da noch mal seine Verbesserungs- und Änderungswünsche gehabt und so ist dieses Buch entstanden für Karl auch nochmal eine Möglichkeit, sich mit dieser Zeit die vergangenen ist zwischen seiner Abreise aus Berlin dem Ankommen in Schleswig auf eine sehr besondere Art und Weise nochmal auseinanderzusetzen.

01:21:20: Und sich da auch noch mal Fragen zu stellen, daraus ist wirklich ein schönes Buch entstanden.

01:21:28: Ich danke dir fürs Zuhören!

01:21:29: Ich hoffe du nimmst was mit aus diesem Gespräch und ich freue mich wenn wir uns nächste Woche wieder hören.

01:21:35: Bis dahin Hab ne gute Zeit.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.