Und jetzt? Vom Ende des Sommers und dem Geheimnis der Awe Walks
Shownotes
// Der Sommer geht zu Ende – aber vielleicht beginnt gerade jetzt eine Zeit, die eigentlich eine viel prädestiniertere Outdoor-Zeit ist. Ich widme mich in dieser Folge einer Idee mit dem Potenzial, unseren Blick aufs Draußensein zu verändern: den Awe Walk. Wissenschaftler:innen haben untersucht, was passiert, wenn Menschen nicht einfach nur spazieren gehen, sondern sich dabei ganz bewusst auf die Suche nach Momenten des Staunens machen. Die Ergebnisse sind faszinierend: mehr positive Emotionen, ein veränderter Blick auf die Welt – und ganz andere Selfies. Was dahintersteckt, warum uns ein „kleineres Ich“ ziemlich guttun kann und weshalb wir gerade jetzt, wo der Sommer leise Servus sagt, mehr staunen sollten – das klären wir. Und: Ich habe ein paar interessante neue Beobachtungen zum Schlafen in der Hängematte!
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn wir es so sehen, ist der Sommer vielleicht gar nicht die Zeit des Wanderns dieser Outdoor-Aktivitäten.
00:00:06: Sondern die beginnt jetzt!
00:00:09: Jetzt müssen wir uns dafür entscheiden... ...jetzt müssen wir die Tür weil sie eben nicht aufsteht die ganze Zeit wirklich eigenhändig öffnen.
00:00:17: Jetzt zeigt sich auch ob wir wirklich so draußen Typen sind.
00:00:20: Weil im Sommer sind wir alle draußen Typpen.
00:00:24: Diese Selfies haben sich im Laufe der Studie innerhalb dieser acht Wochen doch sehr deutlich verändert.
00:00:33: Und zwar nur in der Gruppe, die nach diesen Ohrmomenten suchen sollte.
00:00:40: Vielleicht können wir in diesem Jahr eine andere Geschichte erzählen über diesen Wechsel als in den vergangenen Jahren?
00:01:04: Ja moin und herzlich willkommen bei frei raus!
00:01:07: dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.
00:01:11: Ich bin Christoph Förster, und geh wie du jetzt langsam raus aus dem Spätsommer rein in den Herbst!
00:01:19: Und das macht natürlich was mit einem.
00:01:22: Darüber wollen wir heute mal sprechen, was das ist?
00:01:25: Wir wollen darüber sprechen, wie wir es schaffen – dass Draußengefühl des Sommers nicht nur zu konservieren, sondern jetzt wo der Sommer zu Ende geht nochmal neu mit Leben füllen und den Herbst zu einem besonderen Herbst zumachen.
00:01:43: Vielleicht zu dem besten Herbst, den wir je erlebt haben.
00:01:47: Schauen wir mal!
00:01:48: Es sind einige Impulse dafür heute auf jeden Fall dabei.
00:01:52: Ich werde auch noch einmal ein Update geben zu dem schlafen in der Hängematte.
00:01:59: seit einiger Zeit dauerhaft in der Hängematte auf meiner Terrasse, weil ich unter anderem morgens einfach viel weniger steif bin im Gegensatz zu dem Schlafen im Bett und dazu habe ich ein paar ganz interessante Sachen rausgefunden was mögliche Gründe sein.
00:02:17: können.
00:02:18: Da das aber vielleicht nicht jeden Hörer, jede Hörerin interessiert, machen wir das mal am Ende dieser Folge!
00:02:26: Wir starten jetzt gleich rein und gucken uns an wie dieser Herbst zu etwas ganz Besonderem werden kann.
00:02:33: Wie gesagt ich habe einige Ideen dafür mitgebracht und wir gucken dafür auch in die Wissenschaft rein.
00:02:40: es gibt nämlich eine super interessante Studie die da wirklich ja unerwartete Ideen mitbringt, finde ich.
00:02:50: Die unter anderem herausgefunden hat dass wenn wir auf eine bestimmte Art und Weise in der Natur unterwegs sind dann verändert sich sogar die Art und Weise wie wir Selfies machen.
00:03:04: dazu gleich mehr nachdem wir noch einmal kurz tief durchgeatmet haben.
00:03:29: Heute am Erscheinungstag dieser Podcast-Folge schreiben wir den ersten September, es ist im Kalender schon vom Sommer zum Herbst.
00:03:45: Das ist eh interessant wie der kulturell dieser Übergang doch markiert ist.
00:03:50: die großen Sommerferien sind wenn du jetzt nicht gerade in Bayern wohnst wahrscheinlich vorbei.
00:03:57: In den meisten Bundesländern ist das so, die Schulferien zumindest.
00:04:01: Die Sommerfeste sind gefeiert.
00:04:03: Die Freibüder schließen teilweise schon wieder.
00:04:06: Die Tage werden wieder kürzer.
00:04:08: Das ist jetzt kein kulturelles Ding sondern ja ein Naturgegebnis aber es ist insgesamt doch einfach spürbar.
00:04:17: Das war's mit dem Sommer!
00:04:20: Es wird wieder ungemütlicher und das Ungemütliche das merken wir natürlich auch am Wetter da draußen.
00:04:27: Das führt bei uns oft dazu, dass wir das Gefühl haben so – das war es jetzt tatsächlich!
00:04:34: Also die Draußenseison ist auch wieder durch weil der Sommer ja schon eine Zeit ist in der wir besonders viel draußen sind und in der Wir auch besonders draußen aktiv sind.
00:04:48: Dieses Gefühl, dass es jetzt vorbei Das würde ich heute ganz gerne herausfordern, weil ich es immer schön finde wenn wir wirklich radikal anders auf Dinge gucken.
00:05:02: Einfach die Perspektive wechseln, ganz anders darstellen.
00:05:09: Zum Beispiel, wenn wir an Mikroabenteuer denken diese Zeit zwischen zwei Arbeitstagen auf die mal gucken also auf diese Nacht weil wir da ja in der Regel nicht ein Abenteuer danken.
00:05:20: Also wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen dann machen wir zuhause noch unsere Sachen die wir eben machen und dann schlafen wir und am nächsten Tag gehen wir in der Regel wieder zur Arbeit oder wir arbeiten von zu Hause.
00:05:35: Auf jeden Fall ist das keine gelernte Abenteuerzeit und da kann es total augenöffnend sein auf diese Zeit mal zu schauen, wie kann ich die dann möglicherweise anders gestalten?
00:05:46: Vielleicht kann ich ja in der Zeit ein Abenteurer erleben indem ich die Nacht draußen verbringe zum Beispiel und dann von dort zu meinem Arbeitsplatz gehe oder fahre.
00:05:57: Wenn wir auf dieses Gefühl der Sommer ist vorbei und damit auch die Draußenseaison an das Blicken entsteht möglicherweise auch etwas Neues, so der Sommer geht!
00:06:07: Das können wir nicht groß weg diskutieren.
00:06:10: was wir aber ändern können ist unsere Haltung zu dem was jetzt gerade passiert.
00:06:17: wenn mit den Sommer als etwas betrachten wo wir Ja sowieso draußen sind, weil es warm ist.
00:06:26: Weil die Türen offen stehen.
00:06:28: Weil viel draußen stattfindet.
00:06:30: Weil wir uns draußen treffen und verabreden.
00:06:33: Dann könnten wir auch sagen jetzt mit Blick auf Autoaktivitäten und Abenteuer ist das überhaupt gar keine besondere Zeit!
00:06:41: Weil wir ja eh viel draußen sind.
00:06:45: so normal es im Sommer draußen zu sein.
00:06:49: Wir könnten doch sagen, dass die eigentliche Draußensaison – die Autor-, die Abenteuersaison jetzt gerade beginnt und nicht jetzt gerade zu Ende geht, weil jetzt die Zeit beginnt in der wir uns wieder bewusst dafür entscheiden rauszugehen und da was zu unternehmen.
00:07:09: Und nicht da einfach nur in Anführungszeichen zu sitzen und zuzuposten mit den Nachbarn oder den Grill anzuschmeißen oder in den See zu springen und dieses draußen Leben zu genießen – was ja fraglos großartig ist!
00:07:25: Aber wenn wir es so sehen, ist der Sommer vielleicht gar nicht die Zeit des Wanderns, des Radfahrens oder wirklich dieser Outdoor-Aktivitäten.
00:07:34: Sondern die beginnt jetzt!
00:07:37: Weil wir eben sagen, pass auf, jetzt machen wir das ganz bewusst.
00:07:43: Jetzt müssen wir uns dafür entscheiden, jetzt müssen wir die Tür, weil sie eben nicht aufsteht die ganze Zeit, wirklich eigenhändig öffnen und sagen, jetzt gehen wir raus jetzt erleben wir was.
00:07:55: Jetzt zeigt sich auch, ob wir wirklich so draußen-Typen sind weil im Sommer sind wir alle draußen Typen.
00:08:02: das zeigt sich jetzt, ob für uns wieder drinnen vergriechen oder ob wir eigentlich Bock haben da draußen unterwegs zu sein.
00:08:13: von dem, was wir im Sommer vielleicht ein Gefühl aufgebaut haben an neuer Verbundenheit zum Draußen zur Natur.
00:08:21: Was davon nehmen wir mit?
00:08:23: Jetzt zeigt sich ob wir diesen September im Vergleich zum vergangenen September und all den Septembern davor in irgendeiner Form etwas dazu gelernt haben.
00:08:35: Ob wir gewachsen sind – lass uns das doch mal versuchen!
00:08:38: den Übergang vom Sommer zum Herbst in diesem Jahr als etwas zu sehen, wo etwas beginnt und nicht wo etwas zu Ende geht.
00:08:47: Und ich habe ja schon gesagt wir gucken uns heute eine ganz konkrete Idee an wie das gelingen kann.
00:08:53: diese Idee ist eng verknüpft mit einem Gefühl dass im Englischsprachigen als OR bezeichnet wird A-W-E geschrieben gesprochen OR.
00:09:05: Ich hab Diesen Begriff auch hier im Podcast schon mal genannt.
00:09:09: Ich habe Ihnen in meinem letzten Buch am besten draußen intensiv besprochen.
00:09:14: Dieser Begriff lässt sich schwer übersetzen, bezeichnet aber so etwas wie Erfurcht, wie das Staunen die Ergriffenheit, die uns erfasst wenn wir in der Natur spüren.
00:09:31: Wow!
00:09:32: Ich bin hier Teil von etwas größerem.
00:09:35: ich bin hier ganz klein in dieser großen Natur, in dieser staunenswerten Natur aber ich bin ein Teil davon.
00:09:45: dieses Gefühl wird im englischsprachigen mit OR bezeichnet.
00:09:49: das ist wenn du es schon mal gehabt hast kannst du es wahrscheinlich nachvollziehen ein ganz besonderes gefühl der demut und verbundenheit.
00:09:58: Und das entsteht nicht unbedingt nur, wenn wir in monumentaler Natur unterwegs sind.
00:10:03: Irgendwie im Grand Canyon oder zumindest in den Alpen oder so.
00:10:08: Sondern das kann im Kleinen genauso entstehen Wenn wir Zugvögel vorbeiziehen sehen wie jetzt Im ausgehenden Spätsommer immer öfter Wenn wir die Sonne untergehen und aufgehen ein Spinnennetz sehen, was ja ein faszinierendes Konstrukt ist.
00:10:30: Also immer dann wenn wir spüren wow die Natur ist so großartig!
00:10:36: Die ist so unfassbar im wahrsten Sinne des Wortes also ungreifbar und begreiflich dass wir uns auf einmal eher fürchtig demütig und klein aber dennoch verbunden fühlen.
00:10:51: Mit diesem Gefühl haben sich Wissenschaftler der University of California, San Francisco und Berkeley auseinandergesetzt.
00:10:58: Die haben sechzig Erwachsene gesucht zwischen sechszig und neunzig Jahren, also schon etwas älter.
00:11:07: Die waren körperlich und geistig gesund wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt und haben praktisch dieselbe Aufgabe bekommen.
00:11:16: diese beiden Gruppen die sollten acht Wochen lang mindestens einmal pro Woche für mindestens fünfzehn Minuten draußen spazieren gehen und zwar alleine.
00:11:27: Egal ob das in der Natur weit draußen war, ob es auf dem Land war oder ob es in der Stadt war.
00:11:33: Leichtes bis moderates Tempo also nichts Wildes.
00:11:37: Ein Unterschied gab's aber zwischen diesen beiden Gruppen und zwar ist die eine Gruppe einfach nur spazierengegangen und die zweite Gruppe ist spaziert gegangen und hat nach Ohrmomenten gesucht.
00:11:49: Dafür haben die Teilnehmer der zweiten Gruppe eine kurze Anleitung bekommen, und zwar sollten sie ihre Neugier- und ihr Gefühl für die Wunder der Natur aktivieren – also das Staunen aktivieren!
00:12:02: Und dann haben Sie allen Teilnehmerinnen und zwar von beiden Gruppen noch ne Aufgabe mitgegeben?
00:12:07: Und zwar sollten Sie jeweils drei Fotos von sich selbst machen – eins vor dem Spaziergang, eines während des Spaziers und eines nach dem Spatziergang.
00:12:17: und die Ohrgruppe sollte noch das erfurchtserregendste bzw.
00:12:22: staunenswerteste fotografieren, was ihnen begegnet ist.
00:12:26: Ich habe es eingangs schon gesagt diese Selfies haben sich im Laufe der Studie innerhalb dieser acht Wochen doch sehr deutlich verändert Und zwar nur in der Gruppe Die nach diesen Ohrmomenten suchen sollte.
00:12:44: Was da deutlich sichtbar war, dass auf diesen Selfies immer mehr Landschaft sichtba war, immer mehr Umgebung und immer weniger von der Person die sich selbst fotografiert hat.
00:12:57: Und das zeigt das was diese Studie auch unabhängig von den Selfies herausgefunden hat Das nämlich bei der Gruppe, die diese Ohrmomente gezielt gesucht hat sich etwas verändert hat in der Wahrnehmung und im eigenen Gefühl.
00:13:16: Diese Studie heißt sogar Big Smile Small Self.
00:13:20: Die Fotos wurden dann ausgewertet von Experten für die Analyse vom Gesichtsausdrücken und so weiter, die kannten die Hypothese gar nicht von dieser Studie und die haben dann quasi wissenschaftlich nochmal bestätigt was mit bloßem Auge schon zu sehen war nämlich dass die Personen die gezielt nach diesen Eurerlebnissen suchen nicht nur kleiner wurden auf den Fotos sondern auch mehr gelacht haben.
00:13:46: Und ich finde allein das schon so ein schönes Ergebnis, dass wenn wir selbst kleiner werden, wenn wir uns ein bisschen zurücknehmen und der Natur mehr Raum geben dann sind wir fröhlicher!
00:14:00: Dann fühlen wir uns
00:14:01: wohler.".
00:14:01: Und wie gesagt die Auswertung der Studie auch jenseits der Selfies hat das bestätigt dass die Freude stärker war bei diesen Ohr-Spaziergängern und das auch einzelne Emotionen wie Mitgefüge, Wunderung, Wertschätzung deutlich ausgeprägter waren am Ende dieser acht Wochen als bei denen, die einfach nur normal spazieren gegangen sind.
00:14:28: Und das ist ja super interessant finde ich!
00:14:31: Dass es nicht nur darum geht rauszugehen weil die acht Wochen eine Viertelstunde mal spazieren gegangen sind.
00:14:40: Die waren ja auch draußen, sondern dass es wirklich einen Unterschied macht wie wir draußen unterwegs sind.
00:14:47: Es gibt einige weitere Studien unter anderem aus Deutschland ein paar Jahre später federführend von der Universität Witten-Herdecke, die das bestätigt, dass dieses Ohr erleben wirklich einen unterschied macht.
00:15:02: Man muss ein bisschen einordnen, dass diese Studie jetzt nicht repräsentativ ist.
00:15:07: Weil da nicht tausende Menschen teilgenommen haben, sondern die Zahl der Teilnehmerinnen doch relativ klein war – das waren am Ende gut fünfzig Personen, die bei dieser amerikanischen Studie teilgenommen sind.
00:15:19: Es waren eher ältere Menschen und es waren alles gesunde Menschen.
00:15:22: also es ist kein wissenschaftlich valider Querschnitt der Bevölkerung aber es sind schon sehr deutliche Ergebnisse.
00:15:31: Es gibt noch einen ganz interessanten Randaspekt dieser Studie und zwar die Kontrollgruppe, die nicht gezielt diese Ohrerlebnisse gesucht hat.
00:15:42: Die war im Schnitt sogar deutlich häufiger unterwegs.
00:15:46: Die Ohrgruppe hat durchschnittlich siebenhalb Spaziergänge gemacht in den acht Wochen.
00:15:54: Die Wissenschaftlerinnen haben vermutet, dass das wahrscheinlich daran liegt, dass die auch normale Alltagsgänge eher als Spaziergänge gesehen und deklariert haben.
00:16:08: Und die, die nach den Ohr-Erlebnissen gesucht haben, das eben nicht getan haben sondern dann auch nur das Gefühl hatten sie haben jetzt so einen Spazieren gemacht wenn sie da was Besonderes erlebt gefunden gespürt haben.
00:16:23: Vielleicht hast du Lust dieses Experiment mal Eins zu eins zu übertragen auf dich selbst.
00:16:30: Und zwar... acht Wochen lang von jetzt an jeweils einmal pro Woche, fünfzehn Minuten spazieren gehen und gezielt nach einem Auerlebnis suchen.
00:16:43: Du kannst natürlich auch öfter unterwegs sein und draußen andere Dinge tun aber einmal pro woche, fünf Zehn Minuten.
00:16:50: es darf auch länger sein dich auf die Suche machen nach einem Eurerlebnis!
00:16:55: Und wenn du magst dann macht das genauso wie in der Studie vorher ein Selfie unterwegs ein Selfie und nachher ein Selfi.
00:17:05: Wenn du das möchtest, dann kannst du natürlich auch wenn das überhaupt möglich ist diesen Ohrmoment nochmal irgendwie festhalten oder das was diesen Ohrr Moment ausgelöst hat.
00:17:15: Jetzt ist natürlich so, dass du schon mit einer Hypothese und diesem Wissen da reingehst in dieses Experiment.
00:17:24: Und vielleicht von Anfang an schon bei so einem Selfie mehr Gedankenkarussell hast wie du dich da nun positionierst.
00:17:33: aber wer weiß?
00:17:34: Vielleicht gibt es trotzdem was was du beobachtest nach diesen acht Wochen.
00:17:39: Der jetzt so langsam beginnende Herbst ist dafür perfekt geeignet, weil sich so viel verändert.
00:17:46: Weil er oft so imposante Naturschauspiele liefert.
00:17:49: Weil sich das Licht verändert!
00:17:52: Die Temperaturen sich jetzt natürlich langsam verändern, weil die Blätter sich verfärben.
00:17:56: Weil die Vögel ziehen!
00:17:58: Weil die Pilze aus dem Boden kommen.
00:18:00: Weil wir ganz oft nebel zum Beispiel über der Landschaft sehen.
00:18:04: Weil...die Gerüche sich verändern.
00:18:07: Weil we ganz oft auch eher wieder alleine sind da in der großen Natur oder mit sehr viel weniger Menschen als im Sommer.
00:18:15: und nochmal vielleicht können wir in diesem Jahr eine andere Geschichte erzählen über diesen Wechsel vom Sommer zum Herbst, über den September und den Oktober als in den vergangenen Jahren.
00:18:30: Mit einem großen Lächeln oder ein bisschen kleineren Ich!
00:18:34: Und damit rüber zu meinem ganz persönlichen Hängematten-Experiment wobei vorher vielleicht noch der Hinweis darauf dass ich ja jetzt in den nächsten Wochen in ganz Deutschland unterwegs bin mit dem Tag des Neuanfangs dem Mikro-Abenteuer-Kickoff.
00:18:51: Das sind jeweils Tagesseminare, in denen wir auch ganz intensiv in die Natur eintauchen und mal schauen inwiefern die Natur uns Antworten geben kann oder wir in der Natur mit der Natur Antworten finden auf unsere aktuellen persönlichen Fragen.
00:19:11: Das ist dieser Tag des Neuanfangs, wo wir das ganz intensiv machen – mit verschiedenen Übungen und beim Mikro-Abenteuer Kickoff geht es um alle Fragen rund ums Thema Mikroabenteuer von Ausrüstung, Ideenfindung usw.
00:19:27: Die Infos zu diesen Tagesseminaren und die Termine natürlich, die Orte an denen ich bin unter anderem in Nanofa Frankfurt, Köln München
00:19:37: usw.,
00:19:38: die findest du auf christophörster.com slash Seminare auf meiner Website.
00:19:45: Aber jetzt zu dem Hängematten-Experiment was ich aktuell durchführe und wo ich gucke Wo ich versuche herauszufinden, woran das eigentlich liegt.
00:19:57: Dieses Gefühl habe ich schon länger dass in der Hängematte morgens weniger steif bin als wenn ich im Bett schlafe.
00:20:06: Ich hab diese Beobachtung öfter schon mal geteilt Aber bis dato noch niemanden gefunden, der oder die mir sagen konnte woran das wirklich liegt.
00:20:16: Es gibt so Vermutungen... Ich habe auch jetzt von Hörerinnen Vermutung geschickt bekommen nachdem ich das in der letzten oder vorletzten Folge erwähnt habe.
00:20:25: nochmal aber so richtig überzeugt hat mich davon bislang nichts.
00:20:30: es gab eine vermutung zum beispiel dass ich mich ja in der Hängematte mehr bewegen würde nachts als im Bett und dass das vielleicht dazu führt, dass die Gelenke durchbewegter sind.
00:20:42: Und es ist auch ein logischer Gedanke.
00:20:44: Ich habe aber das Gefühl, dass sich in der hängenmatte mich weniger bewege und weniger hin- und herwälze als im Bet.
00:20:51: Also das kann der Grund nicht sein!
00:20:55: Auch von Physiotherapeutinnen hab' ich bislang eher so halb gare Vermutung oder Annahmen gehört.
00:21:06: Was auch nicht heißt, dass die jetzt keine Ahnung haben aber das scheint ein Feld zu sein was bislang auch nicht von großen wissenschaftlichen Interesse oder so war.
00:21:16: Vielleicht erinnert sich das irgendwann mal, aber ich vermute dass es eine sehr kleine Nische bleiben wird die nicht unbedingt des Wert ist, da große Studien durchgeführt werden.
00:21:28: Trotzdem habe ich mal recherchiert und versucht was rauszufinden Weil, das habe ich auch schon mal erzählt.
00:21:36: Ich auch im Kopf habe und das weiß dass mein jüngster Bruder im Alter von ich glaube einem Jahr oder so in der Hängematte hing weil der Kinderarzt das empfohlen hatte um einer Skoliose entgegenzuwirken also eine Vergrümung der Wirbelsäule einer unnatürlichen.
00:21:57: deswegen hängt er ne ganze Zeit lang mehrere Wochen glaub ich in so einer kleinen Hängematte bei uns.
00:22:05: Und das habe ich immer im Hinterkopf und dachte, da muss es doch irgendeine medizinische Evidenz eine wissenschaftliche auch geben wenn Kinderarzt sowas empfiehlt.
00:22:16: aber... Das scheint es in der Form, also einem größeren Stil irgendwie nicht zu geben.
00:22:21: Es gibt auf jeden Fall diese Empfehlungen schon immer mal wieder und schon auch länger – schon noch viel länger als noch vor vierzig Jahren, als mein kleiner Bruder da in der Hängematte hing!
00:22:33: Dass Ärzte das immer wieder mal empfehlen oder offenbar scheint es ja in der Praxis positive Erfahrungen mitgegeben haben.
00:22:42: Was ich aber gefunden habe, und das finde ich total interessant Eine Hängemattenlagerung eingesetzt wird therapeutisch, vor allem bei sehr frühgeborenen.
00:22:55: Da werden dann so kleine Stoffhängematte teilweise direkt in Inkubatoren gespannt und die Idee dahinter ist das dem Gefühl erinnern soll dass im Mutterleib da ist und das finde ich großartig weil Das Gefühl habe ich auch, manchmal natürlich nicht diese direkte Verknüpfung irgendwie.
00:23:15: Das ist jetzt wie im Mutterleib aber dieses geborgenen Gefühl in so einer Hängematte zu liegen die dann auch noch so leicht schaukelt.
00:23:25: Super interessant dass das gerade bei Frühgeborenen auch eingesetzt wird.
00:23:29: Die dann teilweise wirklich über Wochen jeden Tag drei Stunden in so eine Hängematte reingehängt werden.
00:23:37: Da gibt es auch Studien, dass sich dann im Vergleich zu einer Kontrollgruppe die da nicht jeden Tag rein gehängt werden, die neuromuskuläre Reifung verbessert und das die insgesamt physiologisch entspannter waren als die, die nicht in der Hängematte gehangen haben.
00:23:58: Auch das ähnlich wie diese Studie zu den Orspaziergängen was man wissenschaftlich einordnen muss weil das nicht tausende Neugeborene waren sondern nur paar mehr als hundert aber auch da deutliche Ergebnisse.
00:24:13: Unabhängig von dieser frühgeborenen Hengematten Lagerungsgeschichte bin ich dann noch drauf gestoßen dass ein Grund sein kann dass ich in der Hängematte morgens weniger steif bin, wenn ich aufstehe.
00:24:29: Dass die Druckverteilung an der Hengematte einfach günstiger ist als bei einer Matratze.
00:24:35: Weil du quasi so eine Dreidimensionalität hast.
00:24:38: Weil die Schulter einsinken kann anders als der Kopf also... Die Hengematte des Tuch der Hengematte gibt viel mehr nach an den einzelnen Druckpunkten das du insgesamt einfach Dich weniger verbiegst, wenn du da liegst und muskuläre Spannungen vielleicht auch deshalb weniger sind.
00:25:00: Weil die einzelnen Körperteile Druckpunkte eben besser einsinken können durch dieses Tuchmaterial.
00:25:08: Das ist ja was?
00:25:08: Was hochwertige Matratzen auch versuchen das du da eben eine gute Anatomie auch abbilden kannst mit dieser Matratze, dass zum Beispiel die Schulter entsprechend einsinken kann.
00:25:22: Du verschiedene Zonen hast und so weiter aber möglicherweise die Hängematte das mit einem viel einfacheren Prinzip viel besser schafft das aufzufangen.
00:25:34: ich bleib da dran.
00:25:35: Ich werde weiter berichten.
00:25:37: Immer vielleicht ja so am Rande einer Folge, weil es wie gesagt möglicherweise nicht jeden oder jede interessiert aber ich finde es mega spannend!
00:25:48: Ich danke dir fürs zuhören und freue mich wenn du nächste Woche wieder rein hörst nächsten Dienstag denn nächstes Wochen Dienstag gibt's eine weitere Folge frei raus dann übrigens mit einem Gast der morgen hier in mein Studio in Hamburg kommen wird und von seinem Leben, von einer Reise erzählen wird die er gemacht hat.
00:26:12: Die außergewöhnlich ist!
00:26:14: Und da kannst du dich jetzt schon drauf freuen.
00:26:16: ich freue mich auf jeden Fall schon auf das Gespräch.
00:26:19: wenn Du übrigens den Newsletter noch nicht abonniert hast, der diesen Podcast begleitet dann kannst Du das gerne tun unter christophörster.com.
00:26:29: Dann bekommst du immer am Sonntag weiterführende Links und Infos zu den Themen aus dem Podcast.
00:26:34: Und darüber hinaus, mir begegnen ganz oft irgendwelche Dinge die ich spannend finde und die für Teilenswert erachte.
00:26:42: Das kann mal eine Doku sein, die spannend ist das kann Produkt sein was mir gut gefällt.
00:26:49: Das können Termine sein.
00:26:50: es kann ein Kinofilm sein der mit dem Thema Abenteuer sich beschäftigt der jetzt demnächst läuft.
00:26:57: also da gibt's wirklich immer jede Menge Inspiration in diesem Newsletter.
00:27:01: Wie gesagt, unter christophörster.com slash frei raus kannst du ihn abonnieren.
00:27:06: den Link findest du aber auch noch mal in der Beschreibung dieser Podcastfolge.
00:27:10: bis wir uns das nächste Mal hören wünsche ich dir eine gute Zeit.
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