Comeback der Sommer-Vibes und nochmal rauf auf den Baum
Shownotes
// Zurück in Hamburg habe ich die Laufbahn in unserem Viertel wieder entdeckt – und die ist auch noch frisch modernisiert! Eigentlich wäre das keine große Nachricht wert, aber ich docke da gerade an ein ganz besonderes Gefühl an, das ich lange verloren hatte, und deshalb halte ich es für einen wertvollen Impuls, dich kurz dorthin mitzunehmen ... Außerdem hörst du hier und heute noch einmal von meinem Erlebnis, 24 Stunden auf einem Baum zu verbringen. Klingt merkwürdig, ist es auch, aber gerade deshalb eine gute Idee. Diese Folge ist die letzte der Sommerpause 2026. Ab nächsten Dienstag geht es wieder richtig los.
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich Willkommen bei Freiraus, dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.
00:00:06: Ich bin Christoph Förster sitze gerade auf meiner Terrasse im Hintergrund beziehungsweise vor mir fegt der Wind durch die Bäume.
00:00:17: Es ist sehr windig gerade heute.
00:00:19: es ist ein Fürn Sommer recht Kühler-Tagwesen, es ist gerade sehr schwankend hier zurück zu Hause in Hamburg.
00:00:27: Ich bin wieder da.
00:00:28: das als erstes.
00:00:30: wir haben uns ja vor einer Woche zuletzt gehört und da habe ich mich noch gemeldet aus Saint-Jean de Luz beziehungsweise aus der Nähe da in Südfrankreich an der Atlantikküste.
00:00:43: Und mittlerweile bin ich wieder zu Hause in Hamburg nach einem ordentlichen Ritt von tausend siebenhundert Kilometern, glaube ich durch Frankreich.
00:00:54: Wieder Heile hier angekommen und Nachdem es in Südfrankreich und auch in Spanien Doch kontinuierlich war mit den Temperaturen ist es hier total wechselhaft.
00:01:09: Gestern richtig heiß, heute dann doch wieder fast frisch für den Sommer.
00:01:14: wie gesagt morgen auch noch wieder frisch dann wirds wieder richtig heiß.
00:01:18: aber Es ist doch spürbar, dass Sommer hier in Hamburg ist und das freut mich sehr.
00:01:24: Ich liebe es wenn die Sonne scheint auch wenn es dann vielleicht keine dreißig Grad hat.
00:01:30: ich liebe es übrigens auch das soll ja gar nicht Thema der Folge sein aber Vor allem wenn ich Sport mache, wenn ich Radfang gehe oder wenn ich laufen gehe.
00:01:42: Wenn ich dann mein T-Shirt ausziehen kann im Sommer.
00:01:44: das ist für mich so ein Freiheitsgefühl.
00:01:46: natürlich achte ich drauf dass das angemessen ist und dass das niemanden stört aber Ich mag das einfach total gerne!
00:01:53: Ich bin gerade gestern Abend noch auch mit einem Fahrrad unterwegs gewesen ohne mein t-shirt weil ich dreißig Kilometer zu einem Fußballspiel von meiner Tochter gefahren bin, mir das angeguckt habe und danach wieder zurückgefahren bin.
00:02:11: Da beim Zugucken hab ich mich natürlich was übergezogen.
00:02:14: aber so unterwegs dieser Fahrtwind Und auch heute war ich draußen unterwegs, bin ein bisschen gelaufen und sage gleich nur was zu.
00:02:24: Ich mag das total gerne und natürlich achte ich auch darauf dass es nicht so viel Sonne wird und so weiter.
00:02:30: Hautkrebsrisiko bla bla.
00:02:32: ist mir alles bewusst.
00:02:34: aber was mir vor allem auch bewusst ist und was ich spüre dass mir die Sonne unglaublich gut tut auf der Haut in Maßen und so dass ich mich nicht verbrenne natürlich Dieses heute, die letzte Folge der Sommerpause.
00:02:53: Es gibt kommende Woche dann wieder frische ganze Folgen.
00:02:57: Heute wirst du noch mal eine Wiederholung hören und zwar von der Geschichte wie ich vor zwei Jahren.
00:03:06: war das im Sommer oder ist er schon drei Jahre her?
00:03:09: Nee!
00:03:09: Vor zwei Jahren.
00:03:13: verbracht habe in meiner Hängematte.
00:03:17: Das wirst du gleich hören, dass du noch nicht gehört hast dann wünsche ich dir viel Freude damit.
00:03:22: wenn du es schon gehört hast natürlich auch denn da ist jetzt nicht nur eine Erzählung von was hab' ich erlebt drin sondern ich glaube steckt auch ein bisschen Inspiration dahinter einfach mal loszuziehen und was außergewöhnliches vor der Haustür zu tun.
00:03:40: Muss ja nicht genau das sein, aber mal die Gedanken den Kopf aufzumachen für außergewöhnliches, für ein bisschen was Verrücktes!
00:03:51: Es gibt in diesen Sommerpausenfolgen immer vorab so ein kleines Update – das hörst du jetzt gerade.
00:03:57: Unsere Reise, unser Roadtrip diesen Sommer.
00:04:00: der ist jetzt zu Ende.
00:04:02: Ich werde kommende Woche dann noch mal ein bisschen detailliert darauf eingehen.
00:04:06: ich werde von den Pyreneen erzählen vom Wandern in den Pyrenäen auch mit ganz konkreten Tipps und Orten.
00:04:13: Da kannst du dir schon mal einen Marker setzen im Kalender nächsten Dienstag.
00:04:18: Aber heute vorab nur noch einmal ein ganz kurzer Impuls und der tatsächlich mit dem Laufen zu tun, wobei auch dahinter eine... Idee steckt, die übertragbar ist auf andere Sportarten und andere Aktivitäten.
00:04:34: Und zwar fange ich mal an damit dass wir auf unserer Reise durch Frankreich und Spanien mehrmals auf Laufbahnen waren.
00:04:47: unsere Kinder spielen beide Fußball spielen beide ambitioniert Fußball und das bedeutet dass sie über den Sommer ein Trainingsplan bekommen Und da sind unter anderem Intervallläufe drin.
00:05:00: Da sind tausend Meter Läufe auf Zeit drin, da sind Sprints drinnen und so weiter.
00:05:06: Das ist nicht immer so einfach, da wo du gerade bist eine Laufstrecke zu finden, auf der du auch schnelle Zeiten laufen kannst also wo es zum Beispiel jetzt nicht ständig auf- und abgeht, wo es nicht total holprig ist.
00:05:20: das ist auch alles ein gutes Training so einen Trail zu laufen, der schwierig ist.
00:05:25: aber wenn du jetzt Zeit laufen willst, dann ist das natürlich nicht ganz optimal.
00:05:30: Das heißt wir haben uns öfter mal eine Laufbahn rausgesucht und haben dann auf einer klassischen vierhundert Meter Bahn trainiert.
00:05:39: Das ist in so Urlaubsorten oder generell in Spanien irgendwo auf dem Land oder in Frankreich gar nicht so einfach denn Wenn du welche findest, ist mal total runtergekommen.
00:05:51: Wir haben aber auch zum Beispiel eine ganz tolle gefunden mit so einem kleinen Stadion noch dran und das hat in mir wieder so ein Gefühl hochgeholt weil auf so laufbaren offene ganz besondere Atmosphäre auch ist.
00:06:04: dann sind da ein paar andere Leute die ihre Runden drehen und ein bisschen trainieren und ich mag das total gerne höchstwahrscheinlich auch deshalb, weil es ein Teil meiner Vergangenheit ist.
00:06:17: Ich habe eine ganze Zeit mal relativ viel auf so Laufbahnen trainiert, weil ich mit sechszehn, siebzehn und achtzehn recht viel gelaufen bin – auch Mittelstrecke, Wettkämpfe gelaufen sind usw.
00:06:30: Und das immer sehr genossen habe.
00:06:32: diese Zeit so auf der Laufbahn!
00:06:34: Die hatte ich jetzt sehr lange nicht vom Gefühl her wieder angeknüpft.
00:06:43: Als wir jetzt zurück kam vor drei Tagen war das, bin ich direkt hier auf die Laufbahn bei uns um die Ecke.
00:06:51: Das sind so ungefähr zehn Minuten mit dem Fahrrad denn diese Laufbahnen ist gerade jetzt über den Sommer fertiggestellt worden neu.
00:06:58: Die ist nämlich komplett neu gemacht worden.
00:07:03: die im Prinzip so eine Grandlaufbahn war, also Sand und das ist jetzt ne richtig feine Tartan-Bahn gefahren.
00:07:12: Da wollte ich unbedingt hin um die mal zu testen.
00:07:15: Das habe ich jetzt vorgestern schon gemacht und heute war ich gerade wieder da, jetzt vor einer halben Stunde ungefähr erst wieder gekommen und hab da einfach ein paar Läufe gemacht.
00:07:26: Das ist natürlich sehr, sehr weit entfernt von dem was ich mal gelaufen bin und darum geht es auch gar nicht.
00:07:32: Ich wollte aber gerne ein bisschen mehr nochmal dieses Gefühl zurückholen... Von Schnelligkeit!
00:07:41: Das habe ich tatsächlich in den letzten Jahren ein Stück weit verloren.
00:07:47: Dieses Gefühl wenn du läufst dass du selber merkst hey du bist jetzt schnell Du kannst jetzt auch ein bisschen länger etwas schneller laufen.
00:07:59: Egal, ob das jetzt nur zweieinhalb Meter sind oder vierhundert Meter aber mehr als zwanzig überhaupt dies schnelle unterwegs sein dass da so eine Lockerheit reinkommt wieder und sich das nicht total steif anfühlt.
00:08:12: an dieses gefühl wollte ich gerne noch mehr andocken und es hat heute zum ersten mal richtig gut funktioniert.
00:08:20: Heute Abend auf der Laufbahn habe ich wieder ein, zwei Leute getroffen weil das ja hier auch unsere Ecke ist.
00:08:27: Unsere Hut sozusagen und dann da ein bisschen zu schnacken und die Abendsonne zu spüren und auch da mein Shirt auszuziehen und einfach diese Freiheit und diese Leichtigkeit des Sommers zu spür'n.
00:08:42: Ich will das nicht erzählen weil ich mich auf die Schulter klopfen will was ich da jetzt tolles gemacht hab sondern für mich da wirklich dieses Ding dahinter steckt, einfach mal wieder anzudocken an etwas was vielleicht recht weit in der Vergangenheit liegt des eigenen Lebens.
00:09:05: Was aber mit einem guten Gefühl verbunden ist und was sich lohnt mal wieder hervor zu holen Auch wenn wir das vielleicht jetzt rein vom Kopf gar nicht abrufen können, dieses Gefühl.
00:09:19: Aber da mal hinzugehen entweder an diesen Ort oder in diese Aktivität und mal zu gucken was passiert, wenn wir da wieder sind?
00:09:31: Und wenn das etwas Positives ist, sich vielleicht ein bisschen weiter reinzuarbeiten und dem nachzugehen, vielleicht auch in zwei drei vier Terminen mal zu gucken was da so passiert.
00:09:47: Ich freue mich in jedem Fall schon sehr auf mein nächstes Mal auf der Laufbahn.
00:09:51: Vielleicht kann ich da auch nochmal wieder meine Zeit ein bisschen verbessern.
00:09:56: aber eigentlich geht es gar nicht so sehr um die Zeit sondern um das Gefühl also dieses Gefühl noch einmal zu verbessern diese Leichtigkeit, diese Lockerheit.
00:10:07: Damit verbessert sich der meistens auch die Zeit, aber dieser Ehe völlig wurscht.
00:10:13: Weil ich lauf keine Wettkämpfe und ich muss niemandem Rechenschaft ablegen.
00:10:17: Es geht eher um das dann damit verbundene Gefühl Das als kleinen Impuls heute vorab Wie gesagt, das muss alles nicht deckungsgleich sein wenn wir diese Erfahrungen wieder übereinander legen.
00:10:33: Also die jetzt von heute... ...die wir da vielleicht machen können und die, die wir haben aus der Vergangenheit aber es gibt dann doch so einen gemeinsamen Nenner und so ein Grundgefühl.
00:10:46: oft Das habe ich auf jeden Fall jetzt an dem Beispiel erlebt Und vielleicht gibt's ja für dich auch irgendetwas was ähnliches erzeugen könnte.
00:10:58: Und dafür musst du keine fünfzig sein oder irgendwas andocken, was dreißig vierzig Jahre zurückliegt.
00:11:04: selbst wenn du sechzehn bist dann gibt's mit Sicherheit etwas das du mit acht neun Jahren gerne gemacht hast wo du vielleicht ja so ein Gefühl hast dass dir das irgendetwas gegeben hat.
00:11:20: Vielleicht war es auch erst im letzten Jahr vielleicht bis zur Mitte zwanzig und hast vor zwei jahren irgendwas Im Sommer erlebt oder welcher Jahreszeit auch immer, aber der Sommer ist ja gerade was wo wir momentan besonders gut andocken können.
00:11:32: So ein Sommergefühl und da mal wieder hinzugehen nicht nur geografisch sondern vielleicht eben auch im übertragenen Sinne völlig egal wie alt du bist und wie lange das zurücklegt.
00:11:45: so Für einen Intro und ein kurzes Update war das jetzt genug.
00:11:51: Es kommt jetzt die Folge, in der ich von meinen vierzehn Stunden auf dem Baum berichte Und da geht es dann so in zwanzig Minuten ohne großes Outro raus.
00:12:02: Wir hören uns wenn du magst dann nächste Woche am Dienstag wieder mit einer frischen Folge.
00:12:07: Bis dahin wünsche ich dir schon jetzt eine gute Zeit und viel Freude Mit der heutigen Folge So, vierundzwanzig Stunden auf einem Baum.
00:12:26: Wie kommt man überhaupt auf sowas?
00:12:28: Das ist eine berechtigte Frage.
00:12:31: aber es ist tatsächlich so dass Kreativität meiner Meinung nach einer der Triebfedern für Mikroabenteuer ist.
00:12:41: das heißt wirklich auch ja mal wild rumdenken Mal überlegen was könnte denn was gerne auch Verrücktes sein was außer gewöhnliches?
00:12:51: darum geht es ja beim Abenteuer Dinge zu tun, die jenseits des Gewöhnlichen liegen.
00:12:57: Und dann genau wenn solche Reaktionen kommen, so Störenrunzeln oder so fragende Blicke vielleicht auch im Kopf schütteln, dann solche Ideen nicht abzutun sondern gerade weiterzu verfolgen?
00:13:09: Ich habe nun schon viele verschiedene Mikroabenteuer gemacht.
00:13:13: manchmal ist es einfach eine Nacht irgendwo draußen in der freien Natur in einer ganz normalen Arbeitswoche, also zwischen zwei Arbeitstagen.
00:13:22: Einfach abends raus und eine Nacht draußen verbringen nächsten Morgen dann wieder am Arbeitsplatz erscheinen rechtzeitig geht!
00:13:31: funktioniert.
00:13:32: Es gibt unzählige Möglichkeiten Mikroabenteuer zu erleben, ich habe ja drei Bücher über Mikro-Abenteuer geschrieben.
00:13:39: es würde jetzt in Rahmen sprengen das alles aufzuzählen.
00:13:42: Das kann eine Wanderung von A nach B sein und es kann der Sonnenaufgang sein den wir irgendwo erleben.
00:13:50: Es kann mit der Familie irgendwas besonderes sein.
00:13:52: Wir können einem am Fluss folgen.
00:13:55: es kann letztlich alles sein was uns hinaus führt aus der Komfort Zone dieser oft beschriebenen und rein in die Ungefissheit im Kleinen.
00:14:06: Und vierundzwanzig Stunden auf einem Baum, das ist was gewesen, was ich mir lange schon mal vorgenommen habe, dass zu machen... Ich hab' schonmal eine Nacht auch an der Hängematte im Baum geschlafen.
00:14:17: Das war auf dem Grundstück unserer Nachbarn.
00:14:19: Die haben ne große Weide dastehen gehabt wächst jetzt wieder nach, aber momentan könnte ich da jetzt gar nicht groß die Hängematte drin aufhängen.
00:14:29: Aber da habe ich mal über Tage mir auch dann einen Seil da rein fixiert und mich dann daran hochgezogen weil das sehr hoch war wo ich dann letztlich in der Hängematte lag, aber war auch dort nicht vierundzwanzig Stunden auf diesem Baum sondern letztendlich nur eine Nacht!
00:14:46: Ich wollte dieses Abenteuer jetzt auch nicht im Garten der Nachbarn angehen einfach zu Hause aufbrechen ohne zu wissen, auf welchem Baum ich denn klettern möchte um vierundzwanzig Stunden dort zu verbringen.
00:15:03: Und das ist natürlich so ein Gefühl mit dem du dann losgehst was ein besonderes ist weil du nicht genau weißt wo du landest.
00:15:12: aber ein sehr schönes gefühl eigentlich eins dass durchaus so ein Mikroabenteuer auch beinhalten darf, vielleicht sogar sollte nicht unbedingt muss.
00:15:23: Aber loszuziehen ohne genau zu wissen wo es hingeht!
00:15:28: Das ist für mich wirklich immer ein schöner Faktor, der dann auch mit reinkommt.
00:15:34: Und ich habe das gemacht mit dem Fahrrad.
00:15:36: Ich hab einfach ein paar Sachen in den Rucksack gepackt, den Rücksack auf den Rücken geschnallt, mich aufs Fahrrad gesetzt und bin dann von meiner Haustür aufgebrochen um irgendwo in der Nähe... ...ich habe so eine grobe Richtung im Kopf gehabt und zwar Richtung den nächsten Wald bei uns vor der Tür sozusagen, also unseren Hauswald.
00:15:58: Da sind davor eine Menge Wiesen, ne große Feldmarker so Feldwege ein paar Reiterhöfe Und viele Wiesen knicks, wie man in Norddeutschland sagt.
00:16:09: Also diese Busch- und Baumreihen zwischen diesen Wiesen die verhindern das der Winter drüber fägt und dann eben der Wald.
00:16:18: Das hätte auch sein können dass ich im Wald lande.
00:16:21: Das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
00:16:23: Ich dachte aber ich schau auf den Weg zum Wald hier und da mal an den Feld wegen ob ich vielleicht ein Baum finde, deren bisschen mehr Sicht ermöglicht als im Wald die Bäume.
00:16:36: Ich bin dann wahrscheinlich so eine Viertelstunde gefahren und eingebogen in einen Feldweg, der ne Sackasse ist – also wo keine Fußgänger durchgehen, wo keine Radfahrer durchfahren und Autos schon gar nicht!
00:16:50: Und ich habe gedacht vielleicht finde ich da was?
00:16:52: Bin also rein und ganz.
00:16:55: am Ende dieses Feldweges habe ich tatsächlich ein Baum gesehen, Schien.
00:17:03: Ich hatte natürlich vorher schon gecheckt, das ist übrigens auch ein ganz interessantes Phänomen.
00:17:08: Auf einmal wenn du so eine Idee hast, du möchtest auf einen Baum klettern und da wirklich auch ne Zeit verbringen.
00:17:13: Du möchtes da deine Hängematte auffängen können dann muss natürlich auch dieser Baum gewisse Kriterien erfüllen.
00:17:19: also läufst du durch die Gegend mit nem ganz anderen Blick nämlich mit einem starken Fokus auf die Bäume am Wegesrand.
00:17:27: Mit nem ja auch eher nach oben gerichteten Blick.
00:17:31: wie sehen da die Äster?
00:17:32: wie verzweigen die sich, wie komme ich möglicherweise da hoch?
00:17:37: und das ist schon ganz interessant.
00:17:38: Das kennen wir von tausend anderen Situationen.
00:17:42: dass wir diese selektierte Aufmerksamkeit haben wenn wir gerade ein Auto kaufen wollen und interessieren uns für einen VW-Bus.
00:17:52: auf einmal sehen wir nur noch VW Busse in der Gegend herumfahren bzw stechen die uns ins Auge bzw.
00:18:02: unsere Partnerin schwanger ist oder irgendjemand in der Familie schwanger, es uns dieses Thema gerade beschäftigt sehen wir auf einmal nur noch schwangere Frauen durch die Gegend laufen oder Kinder wagen und das funktioniert natürlich auch in der Natur.
00:18:16: ich habe also nun nur Bäume gesehen aber am Ende dieses Feldweges in denen ich da rein bin war tatsächlich einer wo ich dachte Der sieht richtig gut aus.
00:18:29: Das könnte er sein, das könnte mein Baum für die nächsten vierundzwanzig Stunden sein!
00:18:35: Dieser Baum eine schwarze Erle stand direkt am Wegesrand also quasi zwischen Feldweg und Wiese und war super leicht zugänglich Verzweigte sich relativ schnell.
00:18:47: Das war sogar so, dass der Stamm sich im Prinzip schon nach einem Meter aufspaltete und dann zwei Stämme nach oben führten wo dann gleich wieder dicke Äste rechts- und links beziehungsweise hinten und vorne abgingen Und ich konnte mich da drauf sehr gut bewegen.
00:19:04: Ich kam vor allen Dingen hoch ohne Dass ich jetzt irgendwas zur Hilfe nehmen musste!
00:19:10: Ich hatte tatsächlich sogar einen Seil eingepackt eingepackten paar Karabiner für den Fall, dass ich da nicht so einfach hoch komme.
00:19:21: Sondern das ich dann um was rüber werfen muss und mich dann hochziehen muss vor allen Dingen sichern muss, dass Ich Da Nicht runter fall und so weiter war dann erstaunt fast kleinen moment ein bisschen enttäuscht, dass das so einfach ging und habe mich dann auf diesen baum begeben.
00:19:39: natürlich barfuß.
00:19:40: wenn ich auf einem baum klettere dann tue ich das immer bar fuß hab in der vergangenen folge im gespräch mit christian klepp schon erwähnt aber tut es hier dann noch mal weil immer wieder mal sich menschen melden und sagen bloß nicht auf bäume klettern.
00:19:58: Das ist nicht schön für die Bäume.
00:20:01: Aber wenn ich das Barfußtour glaube, dann tue ich dem Baum nicht weh und dann ist es schon in Ordnung.
00:20:09: Und gerade im Gespräch mit Christian Klepp ging's ja darum dass solche Erfahrungen natürlich unsere Verbundenheit zur Natur nochmal erhöhen die noch mal stärken und dass das unterm Strich sicherlich hilfreicher ist für die Natur sich positiv aufsürgt auf unseren Umgang mit der Natur eine solche Verbundenheit haben.
00:20:32: und ich glaube, dass das Barfuß auf einen Baum klettern dazu beiträgt.
00:20:36: Das Bar fuß laufen überhaupt übrigens!
00:20:39: Jetzt im ausgehenden Sommer können wir das nochmal ausprobieren, wenn wir es vielleicht den Sommer über noch nicht so viel gemacht haben.
00:20:45: Einfach mal barfuß laufen auch wenn es nicht ein Sand ist kein feiner Strandsand sondern wenn es vielleicht einen Waldboden ist gerade dann weil dann so viele Reize auf unserer Fußsohle auftreffen die sehr positiv sind für die Muskulatur unter den Füßen für die Verbindung zwischen unseren Nervenzellen und diesen Rezeptoren an der Fußsohle.
00:21:10: Also das ist was, was sehr gut tut!
00:21:13: Und das habe ich auch direkt gemerkt als ich auf den Baum hoch bin weil es natürlich auch eine Struktur ist, die du dann unter den Füßen spürst.
00:21:22: bei so einer Erle hast du schon recht gut grobe Rinde und das spürste natürlich sofort.
00:21:27: Dadurch hast du aber auch einen guten Grip, obwohl es geregnet hatte.
00:21:31: noch vorher ich hatte die Befürchtung dass es vielleicht ein bisschen rutschig sein könnte.
00:21:34: auf dem Baum kam mich da gut hoch und hat den guten Halt mit meinen Füßen.
00:21:39: Ich hatte kurz vorher tatsächlich überlegt ob ich dieses vierundzwanzigstunden Mikroabenteuer nochmal verschiebe weil es eben stark geregnete hatte weil auch noch Regen angekündigt war für den Nachmittag.
00:21:55: Ich bin so ungefähr mittags los, mittags auf dem Baum rauf.
00:22:00: War mir unsicher ob das jetzt Sinn macht bei Regen denn ich wollte jetzt keinen großen Regenschutz aufbauen in diesem Baum und war dem Regen natürlich ein Stück weit ausgeliefert wobei unter so einem Baum natürlich schon einen natürlicher Regenschuss vorhanden ist.
00:22:16: Es zog dann nochmal ein ordentlicher Regenschauer durch.
00:22:21: Ein bisschen mehr als ein Schauer sogar war, also eine Regenfront aber ich habe davon relativ wenig abbekommen viel weniger als ich gedacht hätte weil ich ja Blätterdach über dem Kopf hatte Ja und dann hab' ich mich eingerichtet auf meinem Baum.
00:22:38: Ich wusste ja jetzt erstmal Zeit.
00:22:41: Das ist eigentlich das schönste an so einer Art des Mikroabenteuers, dass du eben nicht von A nach B rennst, dass du nicht eine bestimmte Strecke machen musst.
00:22:53: Diejenigen die diesen Podcast schon länger hören wissen ich habe viele Mikroabenteuer gemacht wo es auch darum ging Streckel zu machen irgendwas in einer bestimmten Zeit zu schaffen wie dieses allererste Mikro Abenteuer über Nacht mit dem Fahrrad nach Berlin über dreihundert Kilometer was ja Wahnsinn ist, wo ich mich heute mal mal frag wie habe ich das geschafft?
00:23:16: in dem Moment selbst.
00:23:17: Denkste da drüber nicht so nach dann machst du einfach und das hat auch was ganz besonderes.
00:23:23: aber bei diesem Abenteuer war ich sehr dankbar dass das keine Rolle spielte.
00:23:28: dass sich einfach Zeit hatte kann ja ein heraus aus der Komfortzone sein, das sage ich auch immer wieder eben nicht das höher schneller weiter zu bedienen was für viele die Komfortzone ist weil sie das nicht nur im Abenteuerleben und Sport haben sondern eben auch im Beruf in der Familie wo es immer darum geht noch mehr in kürzerer Zeit zu schaffen mehr da rein zu packen.
00:23:54: Sondern auf der anderen Seite der komfortzone mal rauszukommen und sagen jetzt vierundzwanzig Stunden diesem Spot, auf diesem wirklich sehr, sehr engen Spot.
00:24:08: Auf einem Baum!
00:24:09: Ich hatte Zeit und habe mich eingerichtet.
00:24:12: Ich hab geguckt wo häng ich meine Hängematte auf?
00:24:15: Hab die aber noch nicht direkt aufgehangen weil ich wollte jetzt auch nicht vierundzwanzig Stunden in der Hängematte liegen denn dann fühle sich am Ende wahrscheinlich genauso an als würde ich vierund zwanzig Stunde in der weiß ich nicht, im ganz normalen Wald hängen und nicht irgendwo auf einem Baum sein.
00:24:33: Also habe ich das nicht gemacht und war einfach da.
00:24:36: Hab geguckt, hab natürlich meinen Gedanken auch noch so ein bisschen nachgehangen die gerade am Anfang einem durch den Kopf gehen.
00:24:43: aber irgendwann verschiebt sich der Fokus von diesem Gedankenkaussell hin zu dem was um dich herum ist.
00:24:50: In meinem Fall waren das Wiesen, waren das die schon beschriebenen Knicks Und waren das ein paar Rinder, die auf der benachbarten Wiese grassten.
00:25:01: Die manchmal ein bisschen blöd rüber geguckt haben was der Typ denn da im Baum macht und ansonsten war das nicht viel.
00:25:08: Vögel habe ich eigentlich die ganzen vierundzwanzig Stunden in meinem Baum gar nicht beobachten können auch in den Nachbarbäumen... Sehr sehr wenig, vielleicht mal ein zwei kurz.
00:25:21: Also da war wenig los.
00:25:23: Ich habe auch keine Menschen gesehen was sehr angenehm war weil wirklich niemand durch diesen Weg gelaufen ist.
00:25:31: Einmal hab ich Menschen gesehen mit seinem Hund.
00:25:34: das waren Bauer.
00:25:35: der war so in zweihundert Meter Entfernung auf Navise und hat die Zäune gecheckt ob die noch in Ordnung sind.
00:25:43: Das war der einzige Mensch, den ich gesehen habe tatsächlich.
00:25:47: Ansonsten an Tieren habe ich einen Hasen gesehen, den Ich lange beobachten konnte auf der Wiese, der sich nicht viel aus meiner Anwesenheit gemacht hat wenn er sie dann überhaupt bemerkt hat und zwei Rehe die direkt unter meinem Baum hindurch gelaufen sind.
00:26:04: Deseitig das Einzige auch an Tiern was ich gesehen habe.
00:26:08: Und ansonsten war nichts los, es war lange Weile und das war herrlich!
00:26:14: Wir sagen ja Kindern oft Mensch langweile ist mal ganz gut da wird man kreativ.
00:26:19: Ich bin jetzt auch nicht super kreatif geworden sondern ich hab das einfach genossen dass mir langweilig ist und dass sich einfach gucken kann.
00:26:27: So ein bisschen wie die Kühe einfach blöd zu mir rüber geguckt haben, so blöd habe ich zurückgeguckt, einfach ein bisschen präsig in die Gegend geschaut.
00:26:37: Irgendwann habe ich dann natürlich doch die Hängematte aufgehängt als es Genn Abend ging und auch das war ganz gut möglich!
00:26:45: Ich hab mich dafür aber dann wirklich gesichert.
00:26:48: also ich habe den Klettergurt angelegt kurzes Seil und den Baum mich dann gesichert, damit ich nicht runterfalle während ich da rum kraksele.
00:27:00: Und die Hängematte aufhänge und in die Hengematte reingehe aus der Hängematte wieder raus gehe.
00:27:06: Wobei auch das ganz gut ging bei ein Astso sich unter der Hengematte entlang schob dass ich denen beim Aussteigen ganz gut nutzen konnte.
00:27:15: wie gesagt dennoch gesichert oder mich in die hängematte gelegt habe eine gute nacht gehabt, gut geschlafen und war am nächsten morgen dann wie das auch so ist relativ früh wach wenn die sonne aufgeht hab noch ein bisschen in der hengematte gelegen habe ich sie wieder abgebaut, damit ich nicht bis mittags in der Hängematte liege.
00:27:37: Dann war wieder lange Weile und so ein Wechsel zwischen bräsig in die Gegend schauen und doch sich so ein paar Details rauszunehmen und dann mal zu gucken was ist denn jetzt hier auf diesem Blatt zu sehen?
00:27:52: Welche Struktur?
00:27:53: warum ist die Struktur so wie Sie isst?
00:27:56: Warum ist die Rinde so wie sie ist?
00:27:58: Warum faltet sie sich hierauf und da nicht?
00:28:01: und ein bisschen zu versuchen, zu verstehen was die Natur einem so zeigt.
00:28:08: Was ich sehen konnte.
00:28:10: Ich würde jetzt gerne berichten von irgendwelchen spektakulären oder besonderen intensiven Momenten aber ... Die gab es nicht!
00:28:17: Die gab's in diesen vierundzwanzig Stunden nicht und das ist natürlich völlig in Ordnung.
00:28:24: vielleicht noch so ein paar ganz praktische Fragen... die mir Menschen gestellt haben denen ich von diesem Abenteuer erzählt habe.
00:28:32: Wie hast du das mit dem Pinkeln gemacht?
00:28:34: Ich hatte das Glück, dass da absolut niemand lang kam und dass ich wunderbar einfach von meinem Baum runter pinkeln konnte.
00:28:42: Du kannst natürlich sonst auch eine Flasche nehmen in die du reinpinkelst.
00:28:46: Eine große muss dann nur halt schauen, dass du die des nachts nicht verwechselt mit einer Trinkflasche aus der trinken möchtest.
00:28:55: Und ansonsten gibt es ja auch praktisch nicht so viel, was man bedenken muss.
00:29:00: Ich hatte ein bisschen etwas zu essen dabei und habe mich natürlich da auf dem Baum jetzt nichts gekocht im Gaskocher oder sowas.
00:29:06: Es gab nichts Warmes.
00:29:07: Ich hätte mir etwas Warmes auch von zu Hause mitnehmen können in so einem Thermo-Behälter zum Beispiel.
00:29:13: Jetzt wo ich das sage packe ich pack mal in den Newsletter der diesen Podcast begleitet.
00:29:18: Packe ich mal vielleicht so zwei drei Links zu so Thermo Behältern rein die auch ganz praktisch sind, gerade wenn es jetzt wieder Herbst wird.
00:29:28: Wenn so langsam langsam kältere Temperaturen vorherrschen, dass man sich vielleicht mal was Warmes mitnimmt ohne extra kochen zu müssen vor Ort.
00:29:38: Thermo Behälter hatte ich nicht dabei sondern ich hatte einfach Obst Gemüse Nüsse, hatte mir ein bisschen etwas vorbereitet, hatte gekochte Eier dabei, die ich gegessen habe und das war völlig ausreichend!
00:29:51: Das hat auch gut funktioniert hat natürlich alles, was dann an Müll übrig blieb in einen Beutel getan und den dann mitgenommen.
00:30:01: Selbstverständlich nichts dort vom Baum geschmissen!
00:30:05: Ich habe übrigens in ungefähr, würde ich mal sagen drei Meter Höhe mit der Hängematte gehangen.
00:30:11: Höher war das gar nicht und an dem zweiten Tag also an dem Vormittag als sich dann wieder rauskam aus der Hengematte Sicherung weggelassen, weil ich habe mich dann sehr sicher gefühlt.
00:30:25: Wusste wo muss ich wie treten damit mir hier nichts passiert?
00:30:28: Damit ich nicht abschmiere um das... Geht natürlich dann auch, wobei eine Sicherung immer mehr Sicherheit bietet logischerweise.
00:30:36: Sie macht uns aber manchmal auch ein bisschen unaufmerksam.
00:30:41: also die Sicherung dass wir wenn wir ohne Sicherungen unterwegs sind einfach noch mal ein bisschen genauer gucken, wo halte ich mich jetzt fest?
00:30:49: Wo setze ich meinen Fuß hin?
00:30:51: wie verlagere ich das Gewicht damit ich eben nicht runter falle?
00:30:55: Wenn wir eine sicherung haben Dann sind wir da vielleicht ein bisschen und deshalb mag ich das manchmal ganz gerne in einer Höhe, aus der es nicht lebensgefährlich ist vielleicht dann doch mal das Gleichgewicht zu verlieren die Sicherung wegzulassen.
00:31:11: Ich glaube oft, wenn wir in nur einem Meter Höhe balancieren und nicht gesichert sind dann kann das einen besseren Effekt haben als wenn wir irgendwo eine Hochzeige hat noch umspringen.
00:31:21: Und alles ist tüpf geprüft weil ja dann müssen wir halt nicht so aufpassen und sind nicht so selbst in der Verantwortung dass wir uns nicht weh tun.
00:31:32: Am Mittag bin ich dann wieder runtergestiegen von meinem Baum nach vierundzwanzig Stunden, habe mich auf mein Fahrrad gesetzt und bin wieder nach Hause gefahren.
00:31:42: Und das war das vierund zwanzig stunden auf einem Baumabenteuer!
00:31:46: Auf meiner schwarz-erne Erli wie ich sie liebevoll genannt habe.
00:31:54: Und natürlich weiterhin Nenner denn ich werde bestimmt noch mal bei ihr vorbeikommen Hallo sagen.
00:32:00: Das gehört mittlerweile für mich wirklich auch immer dazu, einmal Danke zu sagen, hallo und danke zu sagen wenn ich an den Baum gehe mit der Hängematte oder dann sogar auf einen Baum klettere Mal auf Tuchfühlung gehe ohne jetzt in große Umarmungs-Szenen zu verfallen sondern ja einfach mal ein Klapps gebe und Dankesage oder eben Hallo sage oder man nachfrage ob ich da jetzt rauf darf Auf ein Baum.
00:32:27: Witzigerweise gehört das für mich mittlerweile dazu und ist für mich auch ein Zeichen von dieser Verbundenheit, die da vielleicht ein bisschen größer geworden ist als sie es vor ein paar Jahren war.
00:32:39: Auf meinen Instagram-Account Christoph Förster packe ich auch nochmal ein paar Bilder vom Erli dem Baum.
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