Danke, Lydia! Ameisenbären, Lust auf draußen und die Tiere vor der Tür
Shownotes
Der FREI RAUS Podcast ist in der Sommerpause. Aus aktuellem Anlass gibt es heute aber die Wiederholung einer schon etwas älteren Folge mit der Tierforscherin Lydia Möcklinghoff. Lydia ist vor einigen Tagen beim Absturz einer kleinen Propellermaschine in Brasilien ums Leben gekommen – auf dem Weg zu ihren geliebten Ameisenbären im Pantanal. Mit dieser Folge möchte ich noch ein mal an Lydia erinnern.
Gemneinsam mit Lydias Lebenspartner und ihrer Schwester hat Erik Lorenz vom Podcast WELTWACH, unter dessen Dach auch der TIERISCH Podcast erschien, eine Spendenaktion gestartet: https://www.gofundme.com/f/damit-lydias-engagement-weiterwirkt
// Hier kannst du den wöchentlichen Newsletter zum Podcast abonnieren: https://www.christofoerster.com/freiraus
// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, herzlich willkommen bei
00:00:01: Freiraus.
00:00:02: Herzlich
00:00:02: Willkommen in der Sommerpause von freiraus!
00:00:06: Dies ist die erste Folge der Sommer Pause.
00:00:09: Das heißt es gibt
00:00:11: nur
00:00:12: ein kurzes Intro das wirklich aktuell ist wo ich dich kurz mitnehmen möchte dahin wo ich gerade sitze und dann gibt es hier heute eine Folge die eine Wiederholung auch von aktueller Relevanz ist.
00:00:32: Ich
00:00:33: habe versucht mich gerade an einen etwas ruhigen Ort zurückzuziehen, das ist aber gar nicht möglich da wo ich bin denn ich weiß nicht ob du es im Hintergrund hörst?
00:00:44: Ich lass es mal drin und versuche es nicht raus zu eliminieren.
00:00:49: dann in der Postproduktion!
00:00:51: Es ist ein
00:00:52: unglaubliches
00:00:54: Grillenkonzert hier durchgehend.
00:00:57: Ich befinde mich gerade in der Provenz-Sitze unter einem Olivenbaum im Schatten.
00:01:02: Das ist auch gut so, dass ich im Schattensitze... Denn selbst hier sind es über dreißig Grad.
00:01:08: Ich glaube, es geht aber ein angenehmer leichter Wind.
00:01:15: Insofern ist es ganz gut auszuhalten!
00:01:19: Die letzten Tage waren wirklich so voll von Erlebnissen und Wirrungen und Wendungen, dass ich das gar nicht jetzt hier in der Kürze so wiedergeben kann.
00:01:31: Da werde ich mir nochmal eine Ruhe für Zeit nehmen.
00:01:34: aber mal die Eckdaten.
00:01:37: Ich bin in der Provence seit gestern spät abends.
00:01:41: wir waren auf einem Konzert wie bedeutet ich mit meiner Familie?
00:01:45: Wir waren gestern auf einem konzert von Lord in der alten französischen Stadt Niem Mit einer wunderbaren Altstadt gibt es einen Amphitheater, ein Antiques.
00:01:58: Und in diesem Amphitheater finden im Sommer Open Air Konzerte statt.
00:02:03: mehrere Wochen und da waren wir gestern.
00:02:05: Wir kamen gestern aus Freiburg wo ich für zwei Tage im Schwarzwald unterwegs war mit dem Team vom Black Forest Collective.
00:02:14: Wir haben einen Film gedreht, einen kleinen Werbefilm für eine Outdoor-Marke.
00:02:20: Auch das zeige ich euch dann bei Gelegenheit.
00:02:22: Das waren Picke-Packe volle Tage an ganz, ganz tollen Orten im Schwarzwald.
00:02:28: auch da habe ich viel Neues entdecken können.
00:02:30: wieder davor waren wir in Köln.
00:02:32: für zwei Tage waren auf einer stehenden Welle in einem Wasserschiebpark bei Kölnen haben uns ein bisschen ausgetobt und Freunde besucht den Filmemacher Kai Hatta Mann mit dem ich den Abenteuerlandfilm zusammen gemacht hab.
00:02:49: Also wir haben jetzt in wenigen Tagen Urlaub in Anführungszeichen, weil es sich noch gar nicht so richtig angefühlt hat wie Urlaub schon sehr viel erlebt.
00:03:00: Der Urlaub beginnt jetzt hier so richtig!
00:03:04: Ich habe eben gesagt die heutige Wiederholungsfolge, die hat eine besondere aktuelle Relevanz und da muss ich ein Leider dazu fügen.
00:03:17: Denn ich habe heute eine Folge für dich mit Lydia Möcklinghoff, mit der ich gesprochen habe als der tierisch Podcast startete den sie zusammen mit einer Kollegin gemacht hat.
00:03:30: und Lydia ist vor wenigen Tagen verunglückt bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien.
00:03:40: Sie war auf dem Weg ins Pantanal wo sie geforscht hat vor allem über Ameisenbären.
00:03:47: Die Ameisonbären waren ihre große Leidenschaft und ihr großer Forschungsschwerpunkt, sie war die Ameisenforscherin weltweit.
00:03:58: Biologin, Tierforscherinnen hat sich auch mit vielen anderen Tierarten auseinander gesetzt, sich eingesetzt für sie aber Herzensding und auf dem Weg dorthin ist sie leider mit einem Piloten.
00:04:17: Sie waren die beiden einzigen in dieser kleinen Maschine abgestürzt und dabei verunglückt.
00:04:23: Als ich davon gehört hat, hat mich das wirklich wirklich traurig gemacht weil Lydia so ein wunderbarer Mensch war, weil sie so vor Lebensenergie sprühte.
00:04:36: Das wirst du auch hören wenn Du jetzt gleich nochmal ins Gespräch mit ihr eintauchst.
00:04:40: Jeder, der Lydia begegnet ist auf welche Art und Weise auch immer.
00:04:45: Ob durch das Hören eines Podcasts oder vielleicht auch eine persönliche Begegnung ein Interview was man mit ihr gesehen hat oder gelesen hat von ihr Es war immer etwas Positives was sie den Menschen Mit gegeben hat und deshalb will ich mit dieser Folge einfach mit meinen kleinen bescheidenen Mitteln noch einmal erinnern an Lydia, an ihre Arbeit aber vor allem an sie als Mensch.
00:05:13: Wie Sie noch mal
00:05:14: feiern!
00:05:15: Sie hat ganz intensiv zusammengearbeitet mit Erik Lorenz vom Weltwach Podcast dem ich auch sehr verbunden bin seit vielen Jahren.
00:05:25: Wir pflegen nicht nur ein kollegiales sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis und natürlich waren wir schon im Austausch.
00:05:33: Erik hat mir mitgeteilt, dass gerade jetzt seit gestern eine Spendenkampagne auch läuft auf GoFundMe für Lydias Arbeit um ihre Arbeit fortzuführen.
00:05:47: Wenn genügend Geld zusammen kommt vielleicht sogar eine Stiftung oder einen Verein zu gründen um das auch mittel- und langfristig weiterhin tun zu können die Arbeit zu unterstützen bzw ähnliche Projekte zu unterstützen.
00:06:00: alle Infos zu dieser Spendenkampagne, die findest du auf weltwach.de.
00:06:06: Das ist das einfachste, einfach auf der Website des Weltwach-Podcasts gehen, der auch den tierisch Podcast produziert hat um den es in dem Gespräch mit Lydia jetzt hier gleich geht dass ich vor einigen Jahren schon geführt habe.
00:06:22: Du findest den Link zur Spenden Kampagne aber auch nochmal in der Beschreibung dieser Podcast Und ich möchte dir auch ans Herz legen, dir nochmal die aktuelle Folge des Weltwach-Podcasts und des Tieres Podcast anzuhören.
00:06:36: Das ist die gleiche.
00:06:38: da erinnern Erik und Frauke mit der Lydia zusammen den Tierespodcast gemacht hat noch einmal an Lydia und wählen die passenden Worte um an Lydia zu erinneren, die ich jetzt hier zwischendrin gar nicht so hinbekomme.
00:06:55: Macht's gut, Lydia!
00:06:57: Vielen Dank, Lydia und auf irgendwann irgendwo.
00:07:06: Ich habe für euch eine ganz interessante Gesprächspartnerin.
00:07:09: Das ist Lydia Möckling-Hoff.
00:07:12: Lydia ist leidenschaftliche Wissenschaftlerin Schwerpunktforschung Ameisenbär und hat gerade zusammen mit ihrer Kollegin Frauke Fischer einen Podcast gestartet – ein Podcast der auf sehr unterhaltsame Weise die Tierwelt mal ein bisschen seziert und da reinguckt und uns Hörerinnen und Hörern, Ich kenne Lydia schon eine ganze Weile, wie wir uns kennengelernt haben.
00:07:42: Das werdet ihr gleich zu Beginn unseres Gesprächs nochmal hören.
00:07:46: Lydia wird sich auch selbst ein bisschen vorstellen, da werdet Ihr auch über Ihre Arbeit mehr erfahren.
00:07:52: und ich wollte von Ihr aber wissen ja was macht Ihr eigentlich in diesem Podcast?
00:07:58: Und wie ist das mit der Tierwelt auch in Deutschland wo wir keine Ameisenbeeren haben?
00:08:04: Was gibt es da gefährliches?
00:08:08: Interessant ist und warum lohnt es sich überhaupt vielleicht mal ein bisschen genauer hinzugucken was da kräucht und fleucht in unseren Wäldern, in unseren Gewässern und auf unseren Wiesen.
00:08:27: Lydia herzlich willkommen bei frei raus.
00:08:30: heute darf ich dich mal interviewen.
00:08:32: das stimmt dass auch mal schön habe ich gerade auch gedacht man muss gar nichts vorbereiten man setzt sich nur hin.
00:08:40: Du bist nämlich auch Co-Moderatoren immer wieder mal im Weltwach Podcast von Erik Lorenz, bei dem ich auch schon mehrmals zu Gast sein durfte und hast ja so einige Projekte.
00:08:51: Hast du den Geopodcast mit Erik zusammen moderiert?
00:08:56: Genau, da waren der Erik und ich schön immer in Hamburg unterwegs.
00:09:00: Und haben uns da Fischbrötchen reingedreht.
00:09:03: Es war sehr schön und haben uns dabei sehr gut angefreundet.
00:09:07: Deswegen bin ich immer mal bei Weltwache unterwegs.
00:09:10: Da haben wir uns auch getroffen auf einem eurer Hamburg-Besuche.
00:09:13: Wir haben kein Fisch brüttchen gegessen, sondern waren in irgendeiner Lokalität, das weiß ich nicht mehr genau ...
00:09:20: Wir waren beim Griechen in Bambek, weil das Studio war immer irgendwo im Nirgendwo und deswegen kannten wir in einer völlig unbekannten Ecke wo überhaupt nichts los war.
00:09:31: Alles!
00:09:32: Alle Restaurants, alle Kneiben.
00:09:34: Stimmt und ihr habt aufgezeichnet in einem Studio wo ich mein letztes Buch auch eingesprochen habe als Hörbuch.
00:09:40: Ich war da nämlich neulich wieder das ist noch gar nicht so lange her ein paar Monate.
00:09:43: Da hab' ich meinen Abenteuerland-Buch eingesprochen Und da hab', ich mich daran erinnert dass wir damals durch diese Straßen in denen eigentlich nicht viel los ist getappert sind und irgendwie was gesucht haben Wo wir essen können.
00:09:54: Genau
00:09:55: Das aber nur für einen Aufruf.
00:09:57: Hier geht's ja auch um Mikroabenteuer.
00:09:59: Wer mal wirklich etwas erleben will geht in den Knallfrosch in Bamberg.
00:10:03: Da ist was los!
00:10:05: Ja, es ist ja generell so dass es viele Stadtviertel gibt wo auch immer man lebt oder wie klein und groß die Stadt ist aufs Viertel dann sind oder Ecken in denen man normalerweise nicht so verkehrt und dann geht man da auch nie hin und das ist tatsächlich immer ein kleines Abenteuer das dann mal zu tun und sich da umzugucken.
00:10:23: Ja, ich mache auch immer ein bisschen oft Topik.
00:10:25: Aber wir können ja einfach mal so reinspringen.
00:10:26: also was ich immer gerne in Köln mache... Also ich habe A, ich hab jahrelang Stromzähler abgelesen weil da lernt man die Stadt und die Keller kennen vor allem.
00:10:36: Wir haben teilweise noch zweistöckige Keller rund um den Altermarkt in Kologne wo unten noch römisches Mauerwerk ist.
00:10:44: das ist sehr spannend.
00:10:45: Und was wir hier auch immer gerne machen, wir machen eine Kiosktur Wo wir auswürfeln, wo wir als nächstes lang gehen.
00:10:52: Das kann ich auch sehr empfehlen.
00:10:54: Also, wo dann irgendwie eins, zwei ist rechts drei vier ist geradeaus fünf sechs ist nach links und da lernt man auch immer Ecken kennen die man noch nie gesehen hat und lernt auch Leute kennen, die man nicht getroffen hat.
00:11:06: das ist immer sehr schön.
00:11:07: Ja,
00:11:07: das ist ein sehr guter Tipp.
00:11:09: aber Stromzähler ablesen?
00:11:11: Ist das sicherlich kein Beruf den man lernen muss so neben Job da kann man sich einfach melden oder wie funktioniert es.
00:11:17: ja.
00:11:17: also mein Es ist ja immer so Die leute sind immer so neidisch wenn ich erzähle.
00:11:22: Bei dir im Podcast kennt mich vielleicht gar nicht alle, deswegen stelle ich mich vielleicht mal kurz vor.
00:11:27: Ich bin Zoologin und mein ist also eigentlich Ameisenbeerenforscherin, ne?
00:11:33: Ich bin jedes Jahr mehrere Monate in Brasilien jetzt auch in anderthalb Wochen geht's wieder los!
00:11:39: und erforsche die Tiere da.
00:11:40: Und wenn ich das erzähle, dann sagen immer, oh, das ist ja voll der Traumjob und wie schön!
00:11:46: Das ist es auch aber halt ohne Geld.
00:11:48: Also Zoologen sind gerade Verhaltensbiologen, sind notorisch unterfinanziert und mittlerweile arbeite ich wissenschaftsjournalistisch also für die Sendung mit dem Maus habe auch selbst Bücher geschrieben mache eben auch Podcast den sehr guten tierischen Podcast auf denen wir nachher noch zu sprechen kommen.
00:12:09: Bevor das aber so richtig angelaufen ist, dann muss man gucken wo man bleibt weil klar meine Forschung ist finanziert.
00:12:16: Sobald die Forscherin aber in Deutschland ist, muss sie irgendwie gucken von was sie lebt und dann geht man mal Stromzähler ablesen.
00:12:23: Aber das hat mir immer wie gesagt, weil es war jedes Mal ein Abenteuer immer sehr große Freude bereitet.
00:12:29: Jetzt hast du schon so viele Stichpunkte reingeworfen, die ich nur noch aufzugreifen brauche.
00:12:34: Ja, man muss ja tiesern!
00:12:36: Die Leute sind jetzt schon in heller Aufruhr.
00:12:37: Ich
00:12:38: möchte ... Du hast auch das schon gesagt vor allen Dingen über den Tieres-Podcast mit dir sprechen?
00:12:42: Das ist ein Podcast jetzt, den du federführend betreust zusammen mit Frauke Fischer, die ebenfalls Wissenschaftlerin ist und in dem es wunderwunder um Tiere geht.
00:12:54: Aber auf eine sehr unterhaltsame bisschen andere nicht ganz so trockene Art und Weise.
00:12:59: Ist das richtig?
00:13:00: Genau, ja richtig.
00:13:01: Frauke und ich sind schon sehr lange befreundet.
00:13:04: Tatsächlich habe ich meine Diplomarbeit über die Ameisenbeeren bei Frauke geschrieben vor ... ... zwei Tausend Fünf also vor tausend Jahren.
00:13:13: Wir kennen uns schon richtig lange Und jedes Mal wenn wir uns sehen haben wir so eine Freude da dran einfach mal über Tiere zu reden Und damit, man geht dem anderen ja dann auch nicht auf den Sack.
00:13:25: Sondern man erzählt mal schön über Tiere.
00:13:27: und genau wir haben uns überlegt dass das schön wäre wenn da mal ein paar Teil haben können plus unsere wichtigen Themen die wir bei all unserer Arbeit also auch bei meiner wissenschaftsjournalistischen Arbeit und so versuchen unters Volk zu bringen.
00:13:44: Das ist das Artensterben der Artenschutz.
00:13:47: was können wir machen?
00:13:51: Das sind Themen, die teilweise sehr unbequem sind und deswegen teilweise sehr wenig Raum haben.
00:14:00: Also Klimawandel hat sehr viel Raum in den Medien und wird sehr viel drüber gesprochen.
00:14:07: das Artensterben was eine mindestens genauso große Katastrophe ist, die eben nicht nur die Arten, die da gerade aussterben bedroht sondern vor allem also nicht vor allem aber Auch unsere Art, unmittelbar ist sehr wenig repräsentiert.
00:14:25: Und das heißt was wir im Tierespodcast machen Wir wollen erstmal vor allem schön über Tiere reden und dabei viel Spaß haben und diese ganzen Absurditäten die es im Tierreich gibt Erzählen, also gestern hatten wir es von giftigen Säugetieren.
00:14:45: Man entdeckt aber auch immer... Wir bringen jeweils Geschichten mit und überraschen uns selbst, ich weiß nicht ob du's gewusst hast.
00:14:52: Aber Wachteln sind teilweise giftig wenn sie von Süden nach Norden ziehen.
00:14:57: Nicht wenn Sie von Norden nach Süden ziehen!
00:14:58: Ehrlich?
00:14:59: Nein das
00:15:00: habe ich nicht gewusst.
00:15:01: Genau da soll man sich nicht essen und es weiß keiner warum Genauso wie zum Beispiel keiner weiß, wie sich Aale eigentlich fortpflanzen.
00:15:12: Das ist völlig unbekannt!
00:15:13: Es gibt wahnsinnig viele Mysterien und eine riesige unglaubliche Geschichte über Aale zu erzählen.
00:15:20: Also da überraschen wir uns manchmal selbst, wie viele Geheimnisse und wie viele tolle Geschichten es in der Tierwelt gibt.
00:15:28: Wir versuchen aber eben auch das Thema Artensterben zu repräsentieren eben auf eine Weise, die nicht mit dem Finger auf die anderen zeigt oder auf alle zeigt.
00:15:41: Sondern sie versucht einfach durch diese Begeisterung die Menschen auch dafür zu sensibilisieren.
00:15:48: Ja, das wollte ich grade sagen.
00:15:49: Diese Begeisterung ist tatsächlich auch das was ich bei dir immer spüre wenn du erzählst ja nicht nur von deinen Ameisenbären.
00:15:57: Ich hab gerade nochmal auf deiner Website so eine Silhouette gesehen von einem Ameiesenbär in dieser Tiere wo man eigentlich nicht weiß wohin und vorne ist weil eigentlich beide beide Enden wie hinten aussehen.
00:16:10: Wo die Banane ist da ist vorne.
00:16:12: Genau!
00:16:12: Ist es ein Rüssel-Schnauze?
00:16:13: Was sagt man da vorne beim Ameistenbär?
00:16:16: Es ist eine Schnauze.
00:16:18: Rüssel dann wäre nur die Nase vorne drauf und der Mund wäre irgendwo anders, bei einer Schnauzer ist beides vorne drauf.
00:16:25: Und tatsächlich hat der Ameisenbär auf dieser langen Bananenschnauzen vorne drauf einen winzigen Mund.
00:16:31: Der muss ja nicht groß sein, er muss ja nur die Zunge rausstecken und dann bleiben die Ameis dran kleben.
00:16:36: davon erzählst du begeistert von den armeisen bären die wirklich faszinierende Tiere sind merkwürdige Tiere aber sehr, sehr spannende Tiere.
00:16:45: Aber auch natürlich von anderen Tieren.
00:16:47: also diese Begeisterung ist wirklich das was mir immer so hängen bleibt wenn ich dich von tieren erzählen höre.
00:16:54: wie bist du denn?
00:16:55: Wie hast du diese begeisterungen entwickelt?
00:16:57: oder musstest du das gar nicht?
00:16:58: war die da weil die armeissen bären?
00:17:00: sind jetzt irgendwo im brasilien?
00:17:02: ja dass es jetzt eine art die relativ weit weg ist.
00:17:06: Hast du auch vor der Haustür angefangen oder hat diese Begeisterung ihren Ursprung vor der haustür?
00:17:12: Ja, also ich glaube bei den meisten Zoologen die wirklich ihr ganzes Leben in die Tierforschung stecken.
00:17:20: Die meisten haben von Anfang an eine Begeisterung für Tiere gehabt und so war es auch bei mir.
00:17:25: Meine Mutter hat früher immer wenn sie das Haus putzen musste oder so und sie das Kind los werden wollte.
00:17:30: Für ein paar Minuten hat sie mich immer vor Tierdokos gesetzt weil sie wusste dann war Ruhe im Karton.
00:17:37: Dann wurde zwar immer viel geheult.
00:17:39: Also ich bin sehr nah am Wasser gebaut.
00:17:41: Also irgendwann kam sie auch mal ins Wohnzimmer und ich tränend überströmt guckte eine Dokumentation über Auerhähne, wo sie halt meinte was ist denn los.
00:17:49: Und ich meinte dann nur ja die Armen hänen!
00:17:51: Die haben immer Auer so als kleines Kind.
00:17:58: Im Zelturlaub, weiß ich noch.
00:17:59: Hab ich irgendwann mal einen Journal gemalt wo ich das Verhalten der Ameisen vor unserem Zelt dokumentiert habe die verschiedenen Verhaltensweisen also.
00:18:08: das hab ich schon immer gemacht.
00:18:10: in meinen Berufswunsch war allerdings Archäologin.
00:18:15: Aber das hat natürlich auch was mit Abenteuer und im Feld rumrennen, Sachen entdecken zu tun.
00:18:24: Und wahrscheinlich irgendwann vielmehr dann mal auf, dass man das ja ganz fabelhaft kombinieren kann.
00:18:29: Also Stromzähler-Abläserin war damals noch nicht auf dem Zettel?
00:18:34: Ja aber ist auch eine Art Archäologie.
00:18:35: Man rennt auch in römischen Fällern, zumindest in Köln.
00:18:39: Auf jeden Fall!
00:18:40: Feldforschung definitiv... Wie gesagt, die Ameisenbären sind so dein Hauptthema.
00:18:47: Aber ich würde eher ganz gerne ... Das tue ich ja immer in diesem Podcast tatsächlich auch vor die Haustür gucken und es ist ja auch so dass ihr in eurem Podcast nicht nur über Ameizenbärnen und exotische Tierarten sprecht sondern eben auch über Arten, die vor der Haustüre leben.
00:19:01: Ja Was würdest du denn sagen?
00:19:03: Weil die Frage kriege ich oft gestellt wenn es zum Beispiel um das draußen schlafen geht in Deutschland oder in Mitteleuropa, um das auch draußen unterwegs sein.
00:19:13: Was sind denn da ein Gefahren zu erwarten von Tieren?
00:19:17: Ich sage dann immer wir haben so einen Glück in Deutschland!
00:19:20: Wir haben überhaupt keine gefährlichen Tiere.
00:19:22: was sind denn deine Ansicht nach vielleicht hast du noch mal eine andere Sicht drauf die gefährlichsten Arten für uns Menschen hier in Deutschland
00:19:31: In Deutschland, also das kann ich dir ganz klar beantworten.
00:19:34: Es gibt durchaus gefährliche Tiere aber das ist ausschließlich der Mensch.
00:19:39: Also wenn ich... Ich würde mich Ich hab mich noch nicht getraut, alleine in Deutschland irgendwie hier zu übernachten.
00:19:49: Also ich muss aber auch zugeben natürlich die meine meisten Outdoor-Abenteuer erlebe ich tatsächlich in Brasilien.
00:19:57: Aber in Deutschland hätte ich schon gerade hier so in Köln ... Erika hat sich ja auch mal hier in Kologne zwischen zwei Bäume gehangen und da geschlafen.
00:20:06: Und da hatte ich schon Sorge, aber eben auf gar keinen Fall aufgrund irgendwelcher Wildtiere sondern nur wegen dem Menschen.
00:20:15: Also ich muss aber auch sagen, also eben wenn es so um Mikroabenteuer in Deutschland geht oder darum rauszugehen.
00:20:24: was ich gerne mache ist nachts in den Wald zu gehen, mich irgendwo hinzusetzen und ganz still einfach zu lauschen.
00:20:33: Zu schauen was kommt also auch schon DAX gesehen und das finde ich ganz, ganz toll weil man merkt dass man auf einmal in einem Wald den man vielleicht gut kennt indem man tagsüber ganz viel unterwegs ist dass man Auf einmal dort zu Gast ist Also nachts übernimmt die Natur.
00:20:54: Das ist das Gefühl, dass ich sonst eben auch tagsüber aus dem Pantanal, aus dem Sumpf in denen mich in Brasilien arbeite, dass sich von dort kenne.
00:21:04: Dort is man immer zu Gast da herrscht die Natur.
00:21:09: In Deutschland ist es gerade hier so in der Stadt und um die Stadt rum nicht so.
00:21:14: Aber sobald man nachts sich ruhig in einen Wald setzt merkt man, dass dann die Natur übernimmt.
00:21:21: Dann hört man die Geräusche und dann hört man, auf einmal ist eine Rotte Wildschweine vielleicht hinter dem nächsten Wäldchen oder hinter dem Nächsten Gebüsch.
00:21:34: Natürlich ist das auch angespannt!
00:21:37: Also dann merkt man wie sich die Nerven spannen und man eine andere Aufmerksamkeit hat als wenn ich hier tagsüber im Wald rumlaufe erwarte ich ehrlich gesagt.
00:21:47: also dann freue ich mich immer wenn auf einmal irgendein Wildtier über die Straße huscht.
00:21:52: Ich will auch immer bei jeder Wanderung, das ist immer die Herausforderung dass man zumindest einen Wildlife Moment hat so aber man erwartet es eigentlich nicht.
00:22:03: Ich glaube, es liegt auch daran, dass wir den Wald natürlich oder die Natur viel intensiver nutzen.
00:22:09: Also für Freizeitswecke.
00:22:11: Das wird bei dir im Pantanal drüben sicherlich anders sein, dass da nicht den ganzen Tag Wanderer unterwegs sind und so.
00:22:17: Ich habe das jetzt gerade in Japan erlebt als ich da war in verschiedenen Wäldern wo der Wald auch viel weniger genutzt wird einfach von Freizeitzwecken.
00:22:25: Da wird nicht gejockt groß, da wird nicht gewandert.
00:22:28: Und das ist viel mehr dann noch Natur und den Tieren überlassen.
00:22:32: nicht so groß von Tag zu Nacht.
00:22:34: Und hier ist er einfach deutlich mehr spürbar, dieser Kontrast bei uns.
00:22:38: Genau und da kann man auch sagen das ist tatsächlich so eine deutsche Sache.
00:22:42: auch also wenn man sich zum Beispiel den Wolf in NRW anguckt theoretisch gibt es Wölfe Praktisch, aber tatsächlich kaum.
00:22:52: Weil die mehr über die Grenze nach Belgien rübergehen.
00:22:55: und auch bei der Wildkatze ist es ganz ähnlich weil der Wald in Deutschland einfach viel intensiver genutzt wird für Freizeitmöglichkeiten, für Mountainbiken, für Spazieren gehen was natürlich auf der einen Seite positiv ist.
00:23:10: Wir sollen ja alle immer schön im Wald rumrennen, aber was natürlich für die Wildtiere tatsächlich ein Thema ist und das kann man an den Bewegungsmustern sehen.
00:23:19: also Wölfe zum Beispiel reproduzieren sich bekommen ihre Jungtiere eigentlich nur über der Grenze in Belgien weil sie in Deutschland nicht die Ruhe dafür finden.
00:23:30: Die Tiere vor denen wir Angst haben sind ja meist die bisschen größeren In Deutschland wahrscheinlich die Wildschweine die man sowieso nie zu Gesicht bekommt.
00:23:39: Aber für den haben wir manchmal Angst, der eine oder die zwei Bären, die vielleicht mal irgendwo über die Grenze tappen in den Alpen?
00:23:48: Nee also die werden ja immer sofort umgemäht!
00:23:50: Es ist irgendwie ganz dumm wenn ein Bär auf die Idee kommt seine Tatse über die grenze zu schicken.
00:23:56: Das sind dann so die großen... Gefährlicher sind wahrscheinlich sogar eher die Kleinen.
00:24:01: So was wie Zecken oder andere kleine Tiere, die etwas übertragen.
00:24:05: Lange war ja auch dieser Eichenprozessionsspinner so im Gespräch.
00:24:10: Was ich nie richtig nachvollziehen konnte weil ... Ich weiß nicht, ich hab da nie eine Berührung gehabt.
00:24:15: Ist der weg oder kennst du den eigentlich?
00:24:17: Hast du von dem überhaupt schon mal gehört oder ist das an dir vorbeigegangen?
00:24:21: Doch
00:24:21: doch!
00:24:21: Gehört habe ich von dem auf jeden Fall.
00:24:24: Aber wie der jetzt gerade aktuell der Status ist ... Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen.
00:24:31: Aber es ist natürlich trotzdem so... Also die Australier lachen uns aus wenn wir uns in die Hose machen wegen so einem eichen Prozessionsspinner.
00:24:39: Natürlich wenn Du Allergien hast können Tiere hier gefährlich sein.
00:24:43: Aber zusammenfassen kann man mal echt sagen, die Zecke, die du genannt hast ist wahrscheinlich noch eines der gefährlichsten Wildtiere, die wir in Deutschland haben.
00:24:53: Also Gefahr gibt es nicht?
00:24:55: Was sind die Arten oder welches Tier ist das was du am interessantesten findest bei uns?
00:25:00: Gibt's da eins?
00:25:01: Hast du so ein Lieblingstier?
00:25:03: Gibt es eins, wo du sagst, das ist unterschätzt.
00:25:06: Es ist vielleicht jetzt nicht das Reh oder der Wolf sondern etwas ganz anderes unscheinbares...
00:25:12: Ah!
00:25:13: Das ist ne interessante Frage.
00:25:15: Das ist eine wirklich interessante Frage.
00:25:17: Welches Tier ist hier in Deutschland unterschätzt?
00:25:19: Also ich bin ja der Meinung, dass quasi alle Tiere in Deutschland komplett unterschetzt sind.
00:25:24: Genau kann ich sie nicht beantworten.
00:25:25: auf die Schnelle im Nachhinein werde ich mich total ärgern und sagen ach Mensch!
00:25:29: Ich überfalle dich jetzt natürlich auch ne?
00:25:31: Wir haben vorab
00:25:33: kein
00:25:33: Skritt geschrieben aber ich dachte vielleicht gibt's da so eines der... also nicht so ein Bambi weißt du was dann irgendwie auf den T-Shirt gedruckt wird oder so sondern eins wo man sagt ach vielleicht auf dem ersten Blick gar nicht so pittorell aber doch interessant.
00:25:46: Also ich bin Riesenfan auf jeden Fall vom Dux, den Dux finde ich ganz ganz toll und da habe ich wie gesagt auch mal eine riesen Aktion gemacht extra kilometerweit gefahren in die tiefste Eifel weil ich gehört hatte dass da jemand ein erfolgreich einen Dux beobachtet hat und haben mich dann schön nachts hingesetzt und den dux dann tatsächlich gesehen.
00:26:08: weil der Dux ist natürlich auch so ne Art Ameisenbeer Deutschlands, also der ernährt sich ja auch in weiten Teilen oder in großen Teilen von Insekten und von Ameißen.
00:26:19: Und ich habe dann tatsächlich auch am nächsten Tag bin ich da nochmal an die Stelle wo ich den DAX beobachtet hab und ein paar Meter weiter war dann auch so einen Waldameisenhaufen, wo der DAX dann auch dran gegraben hatte und nebendran auch seine Losung abgesetzt hat.
00:26:35: Das fand ich super!
00:26:37: Von daher Ameiesenbeer Deutschlands Der DAX.
00:26:40: Wie geht's dem Dachs in Deutschland?
00:26:42: Ich hab auch noch keinen, glaub ich.
00:26:44: Doch einmal habe ich einen freier Wildbahn gesehen meine ich aber ist natürlich sehr selten dass man ein zu Gesicht bekommt.
00:26:50: woran liegt das?
00:26:51: gibt es so wenig davon?
00:26:52: oder aufgrund der Aktivität dann doch der Tageszeit oder wo er aktiv ist?
00:26:58: Genau.
00:26:58: also sie sind nicht extrem häufig Sie leben aber auch einfach sehr versteckt plus was überall auf der Welt mit Tierarten so ist.
00:27:06: sie sind nachtaktiv Und nachtaktive Tiere, wie ich schon gesagt habe.
00:27:11: Wir sind selten nachts im Wald unterwegs und dann sieht man diese Tiere auch nicht.
00:27:16: Tagsüber sind sie entweder nicht aktiv oder leben auch in weiten Teilen eben unter der Erde.
00:27:22: Solche Tiere sind natürlich auch schwer zu beobachten.
00:27:26: also was auch interessant ist zu erzählen so DAX-Bauten.
00:27:30: da leben die öfters auch in WGs drin mit anderen Tieren weil das natürlich interessante Wohnhöhlen sind, die die Dachse da bauen.
00:27:40: Die können riesig sein und auch uralt sein.
00:27:43: Der älteste Dachsbau ... Da sind wir wieder bei der Archäologie.
00:27:47: Der Älteste-Dachsbau, der entdeckt wurde, war um die Zehntausend Jahre alt.
00:27:53: Die werden dann immer weiter gebaut und genutzt.
00:27:56: Und es leben andere Tiere mit drin?
00:27:58: Welche Tiere können das sein?
00:27:59: und vertragen sie sich in einer WG?
00:28:02: Genau, also mit Füchsen leben die zum Beispiel in der WG aber auch Kaninchen und so.
00:28:07: Es ist ja auch interessant, also Kaninche und Füxe leben ja auch zusammen gemeinsam bauten, was ja erst mal sich total crazy anhört.
00:28:17: Weil so ein Fuchs natürlich auch gerne ein Kaninchen ist wie wir alle wissen.
00:28:22: aber tatsächlich herrscht Burgfrieden.
00:28:24: also die Füchse gehen nicht auf die Kaninche los die mit ihnen zusammen in einem Bau leben sondern die laufen dann tatsächlich los um zu jagen.
00:28:35: dabei saß das kaninchen ja quasi einen Gang weiter dass es auch ganz spannend.
00:28:39: Wie beobachtet man denn das in so einer Höhle?
00:28:42: Also als Wissenschaftlerin.
00:28:46: Wie funktioniert es auch, wie findet man das raus dass die sich da vertragen und so weiter?
00:28:50: weil du kannst ja dann nicht reingucken oder doch.
00:28:52: also sind da Kameras sie da rein gelassen werden.
00:28:55: oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:28:57: Ich kann es dir nicht genau sagen.
00:29:01: Wenn ich jetzt überlegen würde, dass sich das erforschen müsste, würde ich mich als erstes einfach mal tarnen und ganz ruhig davor setzen.
00:29:10: Das ist ja allgemein das was man am besten bei Tierbeobachtungen macht.
00:29:13: Ich könnte mir vorstellen, dass du Sven Mörs auch kennst...
00:29:16: Wir haben gerade vor ein paar Tagen gesprochen und einen Podcast aufgezeichnet der dann Ende August erscheint!
00:29:22: Ja siehst du genau, der Sven weiß immer ganz genau wo Dachs bauten und so weiter sind.
00:29:27: Das ist ja auch Teil seines Berufs und er weiß dann auch ganz genau wie man das eben gut beobachtet.
00:29:34: Man tanzt sich, man setzt sich ruhig hin und bringt einfach sehr viel Geduld mit.
00:29:39: Und schaut sich an, dann sieht man ja auch okay das ist jetzt wahrscheinlich eine verbundene Burg.
00:29:44: da kommt manchmal der Fuchs raus aus einem anderen Loch, kommt das Kaninchen raus und dann kann man natürlich auch mit Technik in diese Burgen reingucken.
00:29:54: Das ist jetzt also ich fabuliere jetzt ne?
00:29:57: Ich weiß nicht wie diese Forschung gemacht wurde.
00:29:59: Ja ich
00:29:59: frage mich manchmal auch wieso Dokumentationen entstehen.
00:30:03: Du denkst Wahnsinn!
00:30:04: Wie haben die denn das jetzt gefilmt?
00:30:06: Genau, aber da gibt es natürlich Kameras.
00:30:09: Rohrreiniger weiß oder jeder Klemmtner weiß, wie man gut in Röhren guckt und da gucken sich Forscher ja dann auch gerne ab.
00:30:18: Also wenn du das Problem hast, ich erforsche ein Tier, dass eine tiefe Röhre baut und ich will aber sehen wo das eigentlich lebt.
00:30:25: Dann überlegt man, wo gibt es lange Röhnen?
00:30:28: Und dann fällt einem natürlich ein Ja gut also wenn ich auf meinen Klo gucke, dann gibt's eine lange Röhrer.
00:30:33: und dann schaut man sich an, wo kriege ich diese Technik her?
00:30:36: und befreundete Forscher Gürteltierforscher aus Brasilien nutzen das, um eben in die Gänge der Gürtteltiere zu schauen oder auch in die gänge der Riesenotter.
00:30:47: Die eben auch so ganz tiefe Wohnhöhlen bauen.
00:30:50: und sicherlich werden sich auch deutsche Forscher, die zum Beispiel Füchse- und Kaninchen erforschen diese Technik nutzen.
00:31:01: ja sicher!
00:31:02: Aber selbst wenn man die nicht hat und davor sitzt, und man sieht den Fuchs da friedlich rausspazieren.
00:31:07: Und dann das Kanänchen und wieder rein ... Dann kann man davon ausgehen dass sie sich ganz gut vertragen in ihrer WG.
00:31:14: Jetzt wenn wir da nachts sitzen, dann hast du auch gesagt es ist dunkel.
00:31:19: logischerweise Siehst Du denn den Dachs?
00:31:22: Also der hat zumindest ein bisschen weißes Fell wahrscheinlich Das im Mondlicht scheint.
00:31:26: aber kannst du da genug sehen um was zu beobachten oder hast einen Lämpchen an?
00:31:30: Nee, also der Trick ist natürlich folgender.
00:31:33: Man hat alle Lämpchen aus, hält sie aber bereit in der Hand und dann lauscht man!
00:31:39: Und das ist ja das Schöne eigentlich daran wenn man so still im Wald sitzt und nicht sieht... Dann schalten sich völlig andere Sinne an.
00:31:48: Also werden halt viel intensiver und man hört auf einmal, man hört genau da hinten den Hang hoch läuft jetzt gerade ein großes Tier was auch immer es ist Einmal von links nach rechts.
00:31:58: Man weiß aber das ist zu weit als dass ich sehen könnte.
00:32:02: Von daher lässt man die Lampe einfach aus.
00:32:04: Wenn jetzt aber, wenn man hört okay jetzt kommt hier gerade ein Tier lang gelaufen und es kommt immer näher und immer nähern dann kann man natürlich gucken wie lange halten die Nerven durch?
00:32:14: und wenn man dann weiß ok Jetzt sehe ich's ganz sicher Dann macht man die Lampen an und leuchtet.
00:32:20: Jetzt wollen wir natürlich aber die Tiere auch nicht stören oder möglichst
00:32:24: wenig stören.
00:32:25: Also
00:32:26: sollte es wahrscheinlich kein Grella-Scheinwerfer sein, den wir da auf ihn richten?
00:32:29: Genau!
00:32:30: Am besten eine Rotlichtlampe.
00:32:32: Aber das wollte ich jetzt eben eh sagen also am besten sich jetzt nicht alle vor die Fuchsbauten setzen sondern die Tiere einfach machen lassen was sie so machen sei denn man hat wirklich ein Projekt und möchte wirklich etwas machen.
00:32:49: schon gesagt, dass die Tiere eh bei uns im Wald relativ viel mit uns zu tun haben.
00:32:55: Und deswegen ist es schon auch schön den Tieren ihren Raum zu lassen und einfach mal den Forschern zu vertrauen, dass sie das alles rausfinden und die Tiere in Ruhe machen lassen was die Tiere eigentlich so machen.
00:33:09: Aber mal irgendwo wirklich zu sitzen und ganz still zu sein und nicht aufzufallen und da auch zu verschmelzen ein Stück weit der Natur.
00:33:18: Ich glaube, das ist nicht verwerflich und das bringt uns dann auch nach vorne.
00:33:22: Und diese Verbindung wird vielleicht noch mal ein bisschen stärker zu Natur.
00:33:26: Genau absolut!
00:33:27: Und in dem Fall kommen ja die Tiere.
00:33:31: Das ist ja was anderes, als wenn man sich vor das Haus auf die Terrasse des Tieres setzt.
00:33:35: Also das wollten wir auch nicht, dass sich irgendwie unser Nachbar erst mal auf dieTerrasse setzt und reinguckt und guckt, was wir eigentlich alle so treiben.
00:33:43: Aber man freut sich, wenn man den Nachbartagsüber auf der Straße sieht und vielleicht mal dran vorbei läuft.
00:33:48: Und so ähnlich ist es ja... also natürlich, das Tier bricht jetzt nicht in Freudenstürme aus aber das Tier kommt ja von alleine entlagen und dann kann man's schön beobachten baut man einfach auch noch mal diese Verbindung zur Naturauffall.
00:34:04: Einer der Punkte, dass Arten-Schutz und Artensterben so ein Thema ist, was so wenig vertreten ist und soweit weg ist, ist einfach das wir dadurch, dass wir uns einen künstlichen Lebensraum geschaffen haben, sehr weit weg sind von der Natur.
00:34:21: Und deswegen ist alles, was uns wieder klar macht wie Wie groß, wie stark, wie mächtig die Natur ist.
00:34:31: Das ist alles ganz... Also finde ich hilft auf jeden Fall uns und hilft dann im zweiten Schritt auch dem Planeten weil irgendwie müssen wir da unsere Prioritäten zurecht gerückt bekommen.
00:34:45: Ist das auch ein Grund warum ihr versucht es zumindest meinen Eindruck im Podcast?
00:34:52: Die Tiere oder die Tierwelt manchmal so ein bisschen Ich will gar nicht sagen vermenschlichen, aber so analogien zu finden eben auch zu unserem Leben.
00:35:00: Dass es weniger ist da die Tiere da wir sondern dass mehr dieses Gefühl entsteht so hey den geht's also die leben in der WG ja wie wir es tun.
00:35:10: Also Wir sind eigentlich gar nicht soweit voneinander entfernt wie manchmal vielleicht scheint.
00:35:14: Nee, das ist ja auch nicht so.
00:35:16: Wir sind alle relativ nah verwandt sogar und wir leben alle in einem Ökosystem.
00:35:23: Das heißt, wir sind miteinander vernetzt!
00:35:25: Also was die Vermenschlichung oder was zumindest so das Ausgehen, oder das Rückschlüsse auf unser Verhalten ziehen vom Verhalten der Tiere und umgekehrt angeht.
00:35:36: Es gab ja mal in den Siebzigerjahren so eine Bewegung dass die Tiere, denen Tieren eine Seele und ein Charakter abgesprochen wurde.
00:35:45: Das ist natürlich völliger Blödsinn.
00:35:47: also Tiere haben auch Charakter, Tiere haben eine Seelehre, das weiß jeder der zu Hause einen Haustier hat und jedes Tier eigen ist.
00:35:56: Und dass Tiere auch die Emotionen haben, die wir haben – also Grundemotion, Trauer, Freude usw.
00:36:04: Sie leben es halt natürlich in einem völlig anderen Kontext aus.
00:36:08: Das Problem mit Tierverhalten vermenschlichen ist erst wenn man diese Emotion... Wie sagt man das jetzt am besten?
00:36:21: den Tieren abspricht, es eben auf ihre eigene Weise zu leben die gar nichts mit unserer auch wenn man mal ehrlich ist ziemlich verkorksen und domestizierten Art und Weise sich zu verhalten zu tun hat.
00:36:34: Also ich sag auch immer man hat ja jeder hat ja Lieblingstiere für mich sind also ich bin nicht so der Menschenaffenfan weil Ich einfach, also für mich ist die Beobachtung von Tieren ist für mich Urlaub von der Menschheit so ein Stück weit.
00:36:49: Und wenn ich Menschenaffen beobachte, die sind uns so ähnlich das ist dann für mich kein Urlaub.
00:36:53: deswegen mag ich wahrscheinlich die komischsten Tiere wie so.
00:36:56: Ameisenbären mag ich immer ganz gerne aber trotzdem spricht man ja auch einem Ameistenbärn der in einem völlig anderen Kontext lebt und der völlig anders sein Leben gestaltet, spricht man Ja auch nicht ab dass so einen Ameisembergen Charakter hat.
00:37:11: zum Beispiel Die sind alle unterschiedlich.
00:37:13: Die haben völlig unterschiedliche Fluchtdistanzen, also ich kann die individuell unterscheiden.
00:37:19: und wenn ich dann sehe das ist Haino, dann habe ich schon den Kaffee auf weil ich weiß es wird jetzt total ätzend, weil der ganz früh flieht.
00:37:25: Das ist ein sehr scheuer Ameisenbär.
00:37:27: D.h.
00:37:28: Ameizenbären sind unterschiedlich, Ameistenbären haben natürlich Emotionen wie Trauer oder sind mal einen guten Tag, mal einen schlechten Tag.
00:37:36: Das kann man den Tieren eben nicht absprechen.
00:37:38: Es hat aber nichts mit Vermenschlichungen zu
00:37:40: tun.".
00:37:41: Hier ist ja immer wichtig auch, dass wir so ein bisschen drauf schauen.
00:37:46: Was bedeutet das für die Leute, die jetzt diesen Podcast hören?
00:37:49: Also wenn man nicht aus Wissenschaftlersicht oder Wissenschaftlerinnen sich darauf gucken, wo immer diese ganz neutrale Haltung ja auch entscheidend und wichtig ist... was würdest du sagen?
00:38:02: kann man mitnehmen oder kann man vielleicht in sein Nicht-Wissenschaftler Leben mit reinbringen um diese Verbindung zu den Tieren vielleicht zu intensivieren, um das Verständnis zu verbessern.
00:38:19: Um dann am Ende vielleicht auch sich ein bisschen mehr einzubringen für die Tiere?
00:38:25: oder wäre auch die Frage wie kann man das überhaupt als normaler Mensch Nichtwissenschaftler?
00:38:32: Zwei drei Fragen auf einmal aber vielleicht kriegen wir da trotzdem eine Antwort.
00:38:38: Ich sortier mal, Christo.
00:38:41: Genau also im Prinzip ist schon alles gut was die Tiere uns näher bringt und wenn es eben das ist dass man dem Rotkälchen, dass man denkt das Rotkölchen ist aber heute gut drauf dann ist es gut.
00:38:56: Also dann ist das auf jeden Fall prima.
00:38:59: Es ist natürlich... Das ist ein schwieriges Thema da müssen wir jetzt nicht im Detail darauf eingehen.
00:39:06: Teilweise kollidiert Artenschutz und Tierschutz.
00:39:11: Denn wir haben auch invasive Arten, wo dann Artenschützer wie ich eben auch sagen ja die muss man unter Kontrolle bringen.
00:39:21: Individuen, also beim Tierschutz geht es ja um das Tierindividuum.
00:39:26: Muss man eben Individuinen auch opfern?
00:39:29: Das kann dann passieren und wenn man zu sehr in diese Vermenschlichung geht, dann kann das dem Artenschutz schwierig gegenüberstehen.
00:39:39: Das ist ein relativ komplexes Thema.
00:39:42: Aber abgesehen davon ... Wenn wir davon sprechen, Natur näher an uns ranzulassen sei es emotional, aber eben auch räumlich.
00:39:53: Dann ist das natürlich ein ganz wichtiger Punkt um Arten zu schützen und um Natur zu schützen gerade auch in Deutschland.
00:40:03: Also in Deutschland haben wir sehr viel versiegelte Fläche.
00:40:08: wenn man mal durch die Stadt geht also uns sich aufmerksam umschaut dann gibt es so viele sinnlose Fläche, die einfach zubetoniert ist.
00:40:17: Wo man mit relativ wenig Aufwand mehr Raum für die Natur geben könnte und das ist eben das was ich immer sage dass würde.
00:40:27: das ist irgendwie ein erster ganz einfacher Schritt der wenig wehtut also ein einfacher schritt der wenig.
00:40:37: wir tut einfach wieder der Natur mehr Raum zu geben.
00:40:43: Und einfach zu sehen, wo können wir den Natur mehr Raum geben?
00:40:46: Sei es auf dem Balkon eben nicht die Petunienpflanzen sondern Lavendel und Rosmarin das ist super kann man noch schön kochen mit und davon haben die Tiere sehr viel mehr als von irgendwelchen exotischen Blumen oder so, mit denen sie gar nichts anfangen können.
00:41:06: Das heißt wenn wir nicht durch die Natur, sondern durch unsere Städte und unser Dorf gehen und einfach mal alle auch teilweise gemeinsam überlegen wie können wir der Natur mehr Raum geben?
00:41:22: geschließt man sich zusammen, richtet den Garten her.
00:41:25: Macht nicht Rollrasen macht nicht Schotter sondern macht einfach so ein kleines Naturparadies.
00:41:32: das macht ja auch Spaß.
00:41:33: also das ist ja gar nichts.
00:41:34: es hat oft wird Naturschutz so hingestellt und Artenschutz das hat mit Verzicht zu tun.
00:41:40: wir dürfen nicht dies wir dürfen ich dass Ne, man könnte es mal umdrehen und sagen wir dürfen dies.
00:41:45: Und wir dürfen das.
00:41:46: Wir sollten's tun!
00:41:47: Und wir sollten einfach was... ...wir sollten zu uns schön machen weil Natur ist etwas, was ja auch uns ganz positiv anspricht.
00:41:54: Das finden wir ja auch schön.
00:41:56: Wir finden ja auch einen Wald schöner als ein Parkplatz.
00:41:59: also könnten wir es einfach mal so für uns drehen lasst es uns doch einfach schönmachen und eben nicht nur uns sondern auch den Mitbewohnern auf diesem Planeten.
00:42:08: So jetzt habe ich viel gelernt schon alleine in diesen dieser halben Stunde in diesen vierzig Minuten, die wir jetzt gesprochen haben.
00:42:16: Und euer Podcast der Tierisch-Podcast ist ein Weg um noch viel mehr zu lernen und sich unterhalten zu lassen, sich anstecken zu lassen von eurer Begeisterung also deiner und Fraukes für die Tierwelt.
00:42:28: Lydia vielen Dank für den Einblick!
00:42:31: Sehr gerne Christo sehr, sehr gerne alle mal den tierischen Podcast einschalten.
00:42:36: ich bin ja auch nur eine Hälfte.
00:42:37: Die andere hälfte Frauke hat mindestens genauso spannende Geschichten zu erzählen.
00:42:42: Ja, es wird sogar noch besser.
00:42:44: Es wird noch besser, noch spannender und ich freue mich auch auf die neuen Folgen.
00:42:48: Ich freue mich dass es da auch so ein neues Projekt gibt, wünsche euch damit viel Erfolg!
00:42:52: Danke Lydia.
00:42:53: vielen Dank, dass ihr da warst.
00:42:54: Ja danke Christo hat Spaß gemacht.
00:42:57: macht's gut.
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