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Wofür brennst du wirklich? Udo Schroeter und die wichtigste Reise deines Lebens

Shownotes

// Udo Schroeter, der „deutsche John Strelecky”, ist zu Besuch im FREI RAUS Studio – und wir gehen auf einen wilden Ritt von der Bedeutung der inneren Reise durch das Feuer des Lebens hin zur Kunst, voll im Hier und Jetzt zu sein, dabei immer das Meer im Blick, das Udo so liebt. Der Buchautor ist von der Insel Bornholm gen Hamburg aufgebrochen, um in dieser Folge seine Perspektive auf das zu teilen, worauf es ankommt im Leben. Und natürlich erzählt er auch von seinem eigenen Weg jenseits des Systems. Diese Folge ist quasi ein Crash-Kurs in Selbstfindung und Achtsamkeit, eine Huldigung dessen, was tief in uns schlummert und nur darauf wartet, endlich gesehen zu werden. Wir blicken auf Ängste, Momente des Friedens und bauen Kisten am Strand ...

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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Marker ist diese innere Leidenschaft.

00:00:02: Ist das noch mein Feuer?

00:00:03: Brenn' ich noch dafür, bin ich noch breit jeden Tag dieses Feuer zu pflegen!

00:00:07: Wenn man kein Holz nachlegt geht das Feuer aus und wenn man merkt man es nicht mehr innerlich bereit sich um dieses Feuer zur Kümmern.

00:00:14: die Leidenschaft ist nicht mehr da Und es is ja in unserem Leben so.

00:00:18: wir haben immer mal Phasen Da brennt man für was und dann isses das aber auch nicht mehr.

00:00:22: Aber dann nicht an diesem Feuer zu sitzen und noch zu pusten und in dem Quallen zu hängen sondern zu sagen Okay Ich hab's verstanden Das hat seine Zeit gehabt und dieses Feuer dann dankbar auszumachen.

00:00:33: im Sinne von das was ich an diesem Feuer lernen sollte, habe ich gelernt.

00:00:37: Jetzt kommt etwas Neues!

00:00:54: Moin und herzlich willkommen bei Freiraus dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.

00:00:59: Ich bin Christoph Förster Und freue mich total, die heutige Folge mit dir teilen zu können.

00:01:05: Weil du ganz viel aus der Mitnehmen könnten wirst.

00:01:08: Es geht heute darum wie du ins hier und jetzt kommst Wie das besser gelingt in's hier und Jetzt zu kommen und warum das so wichtig ist.

00:01:18: es geht um dass innere Feuer das in uns brennt Und es geht um die innere Reise.

00:01:25: Wir sprechen hier ja ganz viel über Abenteuer, über äußere Reisen aber was ist mit der inneren Reise?

00:01:32: Was sind wertvolle Ziele für die inneren Reise und wie kann die Natur uns dabei helfen die Richtung zu finden.

00:01:41: Ich habe heute jemanden zu Gast, der auf eine ganz besondere Art und Weise ein Experte für diese Fragen ist – Udo Schröter!

00:01:50: Udo ist vor allem bekannt als Buchautor.

00:01:53: Ich würde fast sagen er ist so etwas wie der deutsche John Strelecki weil er Erzählungen schreibt.

00:01:59: Erzählung, die in der Welt da draußen in der Natur spielen, die aber eine symbolische Bedeutung haben für unser Innerstes.

00:02:08: Udo selbst ist ein totaler Draußenfreund, vor allem sehr verbunden mit dem Meer.

00:02:12: Lebt seit rund zwanzig Jahren jetzt auf der dänischen Insel Bornholm, ist aber vor gut sechzig Jahren geboren in Schleswig-Holstein und groß geworden in einem kleinen Dorf auf dem Land in Schleßwich Holstein.

00:02:28: Wir werden natürlich heute auch etwas erfahren über seine Wieter wie er auf der Insel Bornholm gelandet ist Bücher zu schreiben.

00:02:38: Bücher wie Bin am Meer, eine Erzählung für Männer.

00:02:42: Die wichtigste Reise in deinem Leben ist die Reise zu dir selbst.

00:02:46: Bücher Wie das Feuer des Lebens – Eine Erzählung über den Mut zum Aufbruch.

00:02:51: und Bücher Wien bei mir – eine Erzählung über ein Leben im Hier-und jetzt um nur einige zu nennen!

00:02:58: Ich werde natürlich wie immer weiterführende Infos noch die Links zu Udos Büchern in den Newsletter packen der diesen Podcast begleitet, der immer am Sonntag erscheint und den du abonnieren kannst, wenn du es noch nicht getan hast unter christophörster.com.

00:03:13: slash frei raus!

00:03:15: Ich freue mich wirklich dir dieses Gespräch heute auf die Ohren zu bringen habe ich ja schon gesagt und wir jetzt vorweg auch gar nichts zu viel sabbeln will ihr aber wirklich nochmal ans Herz legen dir dieses gespräch anzuhören weil ganz ganz viel Wichtiges, wertvolles drinsteckt.

00:03:34: Bevor wir da reingehen, atmen wir noch einmal kurz tief durch.

00:03:59: Udo herzlich willkommen bei Freiraus!

00:04:01: Vielen Dank lieber Christo.

00:04:03: Danke für die Einladung in die große Stadt.

00:04:06: Du kommst nicht aus der großen Stadt um das gleich zu klären.

00:04:08: du kommst von einer kleinen Insel.

00:04:10: Welche ist es?

00:04:12: Ja, die kleine Insel und ich komme aus Bernheim Dänische Insel mitten im Meer genau Aus Festland guckt, da muss man vierzig Kilometer weit gucken.

00:04:23: Das ist Schweden!

00:04:23: Da komme ich her.

00:04:24: und dann ist das schon immer ein bisschen gewöhnungsbedürftig wenn man von der Fähre runterrollt und die erste Autobahn einen begegnigt.

00:04:32: Dann denkt man wow

00:04:35: große weite Welt ja du bist aber gar keine Däne.

00:04:37: sprechen wir noch drüber über deinen Weg wie du dahin gekommen bist wie du da gelandet bist über deine Reise Deine innere Reise deiner äußeren Reise.

00:04:48: Ich will aber zu Beginn das Reisen mal aufgreifen, weil wir es gerade in der vergangenen Folge hatten.

00:04:55: Da habe ich mit jemandem gesprochen über das Thema Reisen.

00:04:59: Er hat sinngemäß gesagt und ein Buch geschrieben mit dem Titel Das Reisen ist im Arsch.

00:05:04: Also das ist kaputt!

00:05:05: Wir sind schöner formuliert Travel is Broken heißt.

00:05:08: das Buch hört sich natürlich ein bisschen melodischer an Aber die Grundthese ist dass wir heute ja doch ein bisschen anders unterwegs sind, als wie das Reisen so ursprünglich eigentlich mal angedacht oder angelegt war.

00:05:21: Oder was das reisen wertvoll macht?

00:05:24: Dass wir schnell schnell das Konsumverhalten im Prinzip auch auf dieses Reisen übertragen.

00:05:29: und weil jetzt diese große Reisezeit ja so vor uns liegt der Sommer die Sommerferien da ist es vielleicht noch mal interessant nochmal aus einer anderen Perspektive drauf zu schauen.

00:05:42: des Reisen im Außen ist ja nur mal ein bisschen was anderes als das Reisen im Inneren.

00:05:49: Und du hast es, habe ich gelesen in der Vorbereitung irgendwann mal gesagt dass die innere Reise bei den meisten Menschen doch in der Pubertät endet und wir dann eigentlich nur noch im Außen weiterreisen?

00:06:04: Was meinst Du damit, wenn du jetzt so auf Reiseverhalten auch guckst.

00:06:09: Reisen ist große was jetzt im Sommer passiert.

00:06:11: wir haben große Pläne ja oft wollen dies das machen nehmen uns viel vor.

00:06:16: Im Außen und im Innen passiert da meist nicht mehr so viel.

00:06:23: Ja der Ansatz war Der spirituelle ansatz dass wenn wir Auf unsere lebensreise gehen wie auf eine äußere und eine innere reise gehen.

00:06:31: Und die äußeren reise ist sicherlich unsere biologische reise.

00:06:35: Das heißt, wenn man in den Spiegel schaut dann schaut man in dem Verfall.

00:06:41: Die Haare werden weniger die falten mehr.

00:06:44: Wenn man sich bückt dann überlegt man sich dreimal was man alles da unten erledigen kann.

00:06:48: das ist alles äußere Reise biologische Reise.

00:06:50: Es ist auch das was du sagst Was machen wir im nächsten Sommer?

00:06:54: oder wo fahren wir hin?

00:06:55: Was buchen wir?

00:06:57: Das ist alles Äußere reise.

00:06:59: aber Wir haben auch eine innere Reis und innere reis.

00:07:01: damit meine ich dass jeder von uns mit besonderen Gaben und Talentin auf diese Lebensreise gegangen ist.

00:07:07: Dinge, die er besonders leicht

00:07:09: kann

00:07:10: oder die besonders leicht fallen da wo Sehnsucht ist, wo Leidenschaft ist etwas wofür man brennt.

00:07:16: Und wenn man Kinder sein lässt dann sieht man was damit gemeint ist.

00:07:20: sie sind ja so im Spaß und in der Freude und in ihre Energie und die machen die Dinge genauso lange wie sie Spaß machen sehr früh im Leben vieler Menschen abbricht, ja das habe ich geschrieben in meiner Erzählung endlich wieder am Meer hängt viel damit zusammen dass wir sehr früh aus dieser Lust und Leidenschaft und dieser Unbefangenheit natürlich in bestimmte Systeme gehen.

00:07:44: Und das System heißt erstmal Bildung!

00:07:46: Dann ist für viele mit sechs Jahren schon mal ein ganz anderes Leben Leben was da jeden tag von mir dinge ab verlangen.

00:07:53: ich sehe das jetzt auch als vater und zum beispiel von zwei söhnen also jungs die dann eine dreiviertel stunde stillsitzen müssen dann ist ein bisschen pause da müssen sie wieder still sitzen.

00:08:02: dann aber die wollen sich bewegen die wollen abenteuer erleben um es in deinem kontext zu sagen die wollen erfahrung machen und Da geht dann viel schon von dieser lust und der leidenschaft verloren.

00:08:14: und man lernt natürlich sich anzupassen weil man dann Man will das Lob der Eltern, der Lehrer.

00:08:19: Man braucht die Noten also im normalen Regelschulsystem und dann irgendwann weiß man eigentlich überhaupt gar nicht mehr wer man so richtig ist weil man die ganze Zeit funktioniert hat aber aus dieser Lust und Leidenschaft raus war.

00:08:33: Und Supertramp hat es in dem Logical Song ganz wunderbar in Zeilen gepackt.

00:08:37: Wer mal den Logical song von Supertramps hört Der hört das Lied zu diesem Dilemma Nämlich die Welt war ganz magisch und wunderbar am Anfang, aber dann hat man mich fortgeschickt.

00:08:48: Und man hat mir beigebracht logisch zu denken mit dem Verstand... ...und hat mir beigebracht zu funktionieren!

00:08:55: Aber nachts wenn alles schläft und ich in meinem Bett liegt, dann liege ich da und frage mich wer bin ich eigentlich?

00:09:00: Und ich glaube dass sich viele Jugendliche tatsächlich irgendwann fragen wer bin Ich eigentlich?

00:09:05: weil sie die Erfahrungsräume nicht hatten zu erfahren wer sie sind Und das Bildung und ihr Bildungsweg nicht der Weg war, wo wir ihn die Räume eröffnet haben mit ihren Gaben und Talenten zu wuchern.

00:09:18: Mit der Kreativität, mit der Musik, mit dem Natur – wo auch immer die Leidenschaft und die Sehnsucht liegt und sich auf den Weg zu sich selbst zu machen an das eigene Feuer.

00:09:29: Sondern sie haben funktioniert, die eigenen inneren Feuer sind aus und dann kommen die aus der Schule und wissen eigentlich überhaupt nicht wer sie sind!

00:09:36: Dann macht man eben irgendwas vielleicht….

00:09:39: Oder man macht ein sabbatical und sagt erst mal Auszeit.

00:09:43: Und dann liegt auf dieser Auszeit so einen Druck, weil man plötzlich dann auf diese Reise vielleicht rausfinden muss, wenn man da nur wirklich ist, weil es ja die letzten achtzehn, neunzehn Jahre nicht konnte.

00:09:54: Dann kommt man zurück und wird gefragt nach, so weißt du denn nun was jetzt?

00:09:58: Was studierst du denn jetzt?

00:09:59: Medizin, Theologie, machst eine Ausbildung, sag doch mal!

00:10:03: Wie soll man das nach einem Jahr wissen, wenn mans fünfzehn jahre verlernt

00:10:07: hat?!

00:10:07: Und dann macht man irgendwas.

00:10:09: Dann geht man in irgendein Lebensentwurf und studiert, macht eine Ausbildung, geht arbeiten ... Aber inhaltlich trägt man immer noch diese Lehre in sich dieser abgebrochenen inneren Reise.

00:10:21: Und dieses Loch läuft mit!

00:10:24: Das meldet sich irgendwann.

00:10:26: Das melde sich dann irgendwann auf dieser biografischen Linie, weiß ich nicht zwischen dreißig und fünfzig nach der ersten Scheidung, der ersten Krankheit die ersten Katastrophen auf dieser äußeren Reise weil plötzlich eine Betroffenheit da ist.

00:10:41: Manchmal merkst du, das Leben ist endlich.

00:10:43: Das Horizont hast du ja gar nicht als Jugendlicher, weil dann rechts und links vielleicht auch immer was passiert oder jemanden nicht mehr da ist oder sich verabschiedet.

00:10:52: und du merkst so... Was ist denn mit meinem Leben eigentlich?

00:10:54: Was wollte ich denn

00:10:56: eigentlich?

00:10:57: Wie viel Zeit habe ich eigentlich?

00:10:59: Und das sieht man natürlich mit fünfzig anders als mit zwanzig!

00:11:04: Und dann fängt man an zu rechnen und sagt, okay, ein deutsch- schnittlicher deutscher Mann.

00:11:07: Wenn alles gut geht, er sich viel bewegt, gut ernährt, gut schläft, ein gutes Mindset hat, dann wird er, weiß ich gar nicht was bei euch im Moment hier in Deutschland das Schnitt ist sagen wir einfach mal neunundsiebzig so.

00:11:18: also bleiben noch nur zwanzig Jahre und das gehört aber auch zu diesem zu dieser spirituellen Reise und diesen Bewusstsein.

00:11:25: Wir haben immer so einen Selbstverständnis mit dem lieben Herr Gott um Zeit zu dienen.

00:11:30: Woher nehmen wir denn die Gewissheit dass wir neun und siebzig werden?

00:11:34: Wir haben diesen Raum jetzt hier.

00:11:37: Das ist unser Lebensraum in diesem Augenblick, das ist alles was wir haben.

00:11:41: Ob wir morgen früh aufwachen, das wissen wir nicht so und wir haben so ein Selbstverständnis manchmal von wer.

00:11:47: wir dienen mit dem lieben Herrgott um Zeit und machen dann Pläne wann wir was mal irgendwie machen wenn dann der Job vorbei ist oder die Kinder endlich ausm Haus sind oder die Lebensversicherung ausbezahlt wird.

00:11:59: Dann aber dann kaufen wir den Bulli dann fahren wir nach Norwegen Und viele, die dahin wollten, lagen aber schon unter der Grassohle bevor sie im Autohaus waren und die Bulli gekauft

00:12:09: haben.

00:12:10: Wir haben hier gerade vor auch einigen Wochen hier jemanden sitzen gehabt.

00:12:14: Der erzählte das Geschäftspartner von ihm quasi am Tag oder den Tag danach nachdem er seine Anteile verkauft hat an dem Unternehmen.

00:12:23: Der Wohnwagenstand da schon gepackt war.

00:12:25: jetzt soll es losgehen.

00:12:26: Herzinfarkt raus!

00:12:28: Und für ihn, der noch ein bisschen jünger war und ist.

00:12:32: War das so ein Signal?

00:12:33: Nee Junge!

00:12:34: Das machst du so nicht.

00:12:36: Wir haben hier darüber gesprochen dass er mittlerweile sein Unternehmen vom Fahrrad ausführt... ...und alles umgestellt hat und radikal verändert hat.

00:12:46: Weil er einfach gesagt hatte, er hatte Pläne auch in jeder europäische Hauptstadt mit dem Fahrrad fahren.

00:12:52: In der Pension dann im Ruhestand.

00:12:55: Dann gesagt ne Das ziehe ich jetzt vor und versuche nach Möglichkeiten, das zu tun.

00:13:00: Und es ist ja genau das was du beschreibst.

00:13:04: Ich warte darauf dass es irgendwann passiert und das ist eben nicht so zuträglich für...

00:13:11: Ja und es ist auch überheblich!

00:13:12: Weil wir uns anmaßen dass wir über eine gewisse Zeit bestimmen können, das können wir nicht.

00:13:17: Sie ist geschenkt.

00:13:18: Leben ist ein Geschenk.

00:13:20: Und ich darf es jeden Tag dankbar umarmen und das Beste draus machen.

00:13:23: Darum geht's Und das ist natürlich eine Frage des Bewusstseins.

00:13:28: Über dass hier und jetzt, dass in diesem Raum sein wie du es gesagt hast können wir da hinkommen?

00:13:35: Mehr!

00:13:35: Also dass uns das besser gelingt auch unsere innere Reise... also auf unserer inneren Reise voranzukommen.

00:13:42: Voranzukommend ist ja schon wieder so ein Wort aus dieser Leistungsdenk.

00:13:48: Weißt Du auf der inneren reise vorankommen.

00:13:50: Worum geht's auf diese innerer Reise?

00:13:53: Es geht um Rückkehr dahin wo ich hergekommen bin.

00:13:57: In meinem Verständnis, da gibt es sicherlich auch andere Bilder aber um Beispiel aus meiner Arbeit zu erzählen wenn ich mit zehn Männern im Seminar auf Bonholm eine Woche unterwegs bin dann ist ziemlich schnell klar was welcher Mann in sich an Sehnsüchten, Angaben und Talenten trägt.

00:14:17: also würde sagen da gibt's die Männer die wollen unbedingt gerne mit einer Warthose im Meer stehen und ihre erste wilde Meerforelle fangen.

00:14:23: das sind die Eger.

00:14:24: Die wollen jeden Tag da raus und fischen in dieser Warthose, Wurf um Wurf.

00:14:30: Und dann gibt es die anderen, die wollen ja gar nicht raus.

00:14:32: Die wollen am Strand sitzen, sie wollen Feuer machen, das sind die Firekeeper oder die Feuermänner.

00:14:38: Dann gibt's Männer, die am zweiten Tag sagen wie hier waren wir doch gestern schon.

00:14:42: ich möchte aber gerne am Strand weiter laufen um die nächste Ecke diese Neulandentdecker, diese Speer.

00:14:49: In so einer Woche mit Männern zwischen dreizig, vierzig, fünfzig beginnt für diese Männer genau diese Reise wieder zurück dahin wo sie hergekommen sind.

00:14:58: Weil sie plötzlich wieder entdecken wo eigentlich ihre Lust und ihre Leidenschaft liegt.

00:15:02: oder die dann da auch kochen auf dem offenen Feuer oder die die nur in den Dünen liegen und meditieren oder lesen oder schreiben schreiben schreiben Schreiben.

00:15:12: Und dann weißt du genau schon nach einem Tag eigentlich Ja, wo die Reise für jeden hingeht.

00:15:18: Und damit kannst du jedem Einzelnen auch das Tor aufmachen zu sagen Schau mal was dich hier so... Was dich hierso antäcret und wo du so einen Spaß hast und so eine Freude hast.

00:15:30: Und was wir ja oft in der alltäglichen Welt machen ist dass wir den Jägern sagen sie sollen spär sein und den Spähern sagen Sie sollen kochen und den Köchensagen sollen abends Storytelling machen.

00:15:40: Und dann hat man abends Essen und man hat vielleicht auch einen neuen Platz aber es ist alles lauwarm.

00:15:45: Das hat nicht was es hat, wenn jeder an seinem Platz ist.

00:15:49: und um auf deine Frage zurückzukommen.

00:15:51: Ich hatte einen Mann dabei.

00:15:52: der ist dann an den Strand gegangen und er hat von Tag eins an Treibholzbretter gesammelt.

00:15:58: Von morgens bis abends Treibholzbrettern.

00:16:00: Und dann hat er jeden Abend diese Treib holzbredder mit ins Seminarhaus genommen.

00:16:04: und irgendwann rief er mich dann an und sagte ich weiß jetzt wofür ich mal gebrannt habe.

00:16:12: mir ist das wieder eingefallen am Meer?

00:16:14: Ich bin eigentlich so ein Frickler.

00:16:16: Ich komme eigentlich aus einer Werkstatt, ich bin nur aus dieser Werkstatte falsch abgebogen und zwar zur Telekom.

00:16:22: Und ich mache da Sicherheitskonzepte.

00:16:24: aber eigentlich will ich frickelen!

00:16:26: Ich will Bretter zusammen nageln... Wir haben so eine Reihe, da geben wir Visitenkartenwörter des Lebens.

00:16:32: also da arbeiten wir mit Frauen und Männern an ihrem Visiten-Kartenwort des Lebens.

00:16:36: wer bist du?

00:16:37: In einem Wort Auf unserer beruflichen Visitenkarte steht eben irgendwas, weiß ich jetzt nicht.

00:16:43: Bei dir hier super...

00:16:44: Was Wildes mittlerweile?

00:16:45: Ja genau, bei dir steht SuperPodcast

00:16:47: auf... Wie steht Abenteurer tatsächlich?

00:16:49: Sehr gut!

00:16:49: Einiger Zeit.

00:16:50: Ja

00:16:50: das ist ein Visiten-Kartenwort.

00:16:53: So und bei mir... Ich wusste es bei mir eben auch immer nicht.

00:16:56: also ich würde sagen ich bin Autor Seminarleiter, das ist ja alles so lauwarm oder coach.

00:17:03: Und bei mir steht Bird Friper.

00:17:05: Das hat mir eine Älteste gegeben von den Natives.

00:17:08: Das braucht auch viel Erklärung aber dass es mein Visitenkartenwort.

00:17:12: Aber das von diesem wunderbaren Mann ist Kistenmacher und der baut Kisten seitdem Und zwar mittlerweile nicht nur aus Treibholz, sondern auch aus alten Kirchenbänken, auf denen man nicht mehr sitzen kann.

00:17:25: Aus alten Paletten und er gibt diesen Kistennummern und er verkauft diese Kisten in groß und klein.

00:17:32: Wenn ich auf der Lesetour bin meine Bücher sind in seinen Kisten drin und den Erlös gibt er gut in Einrichtung.

00:17:39: damit stiftet er gutes Leben gute Dinge gute Projekte Arbeitet mittlerweile nicht mehr fünf Tage bei der Telekom, sondern hat denen gesagt, wenn ihr weiter wollt, dass ich hier beschäftigt bin.

00:17:49: Ich komme jetzt übrigens nur noch vier Tage, weil ich bin jetzt Kistenmacher.

00:17:53: Ich bin zurück an mein Feuer gegangen und da gibt es ganz viele Geschichten.

00:17:56: aber darum geht's wieder zurück zu kehren wo man hergekommen ist.

00:18:01: Wie gelingt das?

00:18:02: Du hattest dieses Bild aufgemacht oder beschrieben wie das war bei euch im Seminar.

00:18:07: Da war einer der wollte von Anfang an jeden Tag raus die Meerforelle angeln.

00:18:13: Da ging bei mir sofort dieser Gedanke, ist das nicht gleich so eine Übertragung von dem Prinzip was wir sowieso im Alltag dann oft schon haben?

00:18:24: Ich muss jeden Tag etwas schaffen.

00:18:25: Manchmal ist ja wahrscheinlich der Grad auch schmal.

00:18:28: also wann schält sich das wirklich raus was da deine Bestimmung ist oder das was du mitbekommen hast dass wohin du zurückkehren kannst wenn du magst?

00:18:39: und was is noch aus dem Alltag angelernt noch?

00:18:42: und was übertragen wir vielleicht einfach nur dann auf draußen, weil wir jetzt irgendwie denken wir müssen etwas schaffen heute.

00:18:48: Das stimmt aber wenn du den Rahmen so setzt das klar ist dass es darum nicht geht, dann wird mit einmal ein ganz neues Spielraum offen.

00:18:57: der Raum wird so moderiert.

00:18:59: also da weiß jeder kann da rein stolpern und sich völlig seiner Lust hingeben

00:19:05: Das heißt keine Rolle spielen, nichts beweisen müssen.

00:19:09: Genau und es geht nicht darum wer fängt den größten und die meisten Und da bin ich völlig bei dir Ich kenne das natürlich Erlebt das natürlich auch genug am Meer.

00:19:16: Also klassisch wenn eine Männergruppe mit sieben acht Männern auf so ne Tour geht Geht es wie im Business

00:19:23: Wer hat den längsten?

00:19:24: Sorry

00:19:26: Ist das langweilig oder?

00:19:27: Aber's ist so!

00:19:28: Und der der am wenigsten gefangen hat Der kriegt dann am meisten Auf die Fresse.

00:19:33: also in Anführungsstrichen Also so Männer getur und so anstrengend und so doof.

00:19:38: Und ja, die machen nichts anderes.

00:19:41: Die tauschen ihren Business Stress gegen die Warthose aber wie du sagst das Rollmodel läuft durch ne?

00:19:47: Ne und wenn du diesen Raum also die Männer auf so eine Reise gehen oder wir machen es auch nächsten Jahr wieder für Frauen in Die wollen ja auch in diese Welt eintauchen.

00:19:58: Und zu diesem Rahmen gehört ja auch Digitality Talks, also diese Verbindung zur Außenweltwerk, digitale Nabelschnüre, Karten... Es gibt ganz viel morgens Meditationen und es ist ganz viel stille.

00:20:10: Also das ist schon ein ganz anderer Rahmen, indem man dann aufbricht als Alltag.

00:20:16: Hilft es alleine?

00:20:18: Ich frage mich wenn ich das jetzt... ...ich kann Seminar bei dir buchen.

00:20:22: Wo dieser Rahmen gesetzt wird professionell Wie kann ich das alleine hinkriegen?

00:20:27: Reicht es schon in der Natur zu sein, ist die Natur.

00:20:30: Das ist jetzt eine Frage aber fast ein Rhetorische wenn ich sie so formuliere.

00:20:33: also für mich formulier ich so Ist die Natur ja einen Raum der wenig erwartet wo ich auch nichts beweisen muss eigentlich vorausgesetzt Ich bin daneben nicht in einer großen Gruppe unterwegs Wo's dann um Leistung geht und um Beweisen.

00:20:46: oder Nimm noch andere Zuschauer mit über Social Media wo ich mich wieder beweisen Muss wirklich Ich alleine und die Natur.

00:20:55: Ist das so ein Setting, was dann hilft?

00:20:58: Herrlich!

00:21:00: Es ist ja das große Da-Sein im Wortsinn.

00:21:04: Alles ist gut.

00:21:05: Ich bin da wo ich bin Und natürlich ist die Natur Ein Riesenspiegel für hier und jetzt und Augenblick.

00:21:13: Da findet alles genau in dem Moment statt.

00:21:17: Wenn es uns gelingt... dann zu sein und das ist vielleicht die Krug, an der wir noch ein bisschen arbeiten können.

00:21:23: Gemeinsam mit dir weil du ja dafür echt ein Experte bist!

00:21:27: Und ich glaube dass für viele Menschen so ein Problem manchmal darstellt, dass sie da zwar rausgehen aber den das vielleicht nicht gelingt wirklich in einen Modus zu kommen indem es dann wirklich tief tief reingeht.

00:21:46: Ja, weil das ist auch um deinem Wort Reise zu nehmen.

00:21:49: Auch das ist ja eine persönliche Reise die man macht wenn man plötzlich in die Natur geht und dann kommt man ja gerade irgendwo her.

00:21:56: ich beobachte natürlich schon Menschen dann ganz genau.

00:21:59: und natürlich wir sind hier eben gerade einmal quer durch Hamburg gefahren du hast mich abgeholt am Hotel so Dann denke ich schon wenn ich durch so ne Stadt fahre meine Güte Und wenn so jemand jetzt plötzlich bei mir am Strand steht dass der erstmal braucht Um überhaupt erstmal im ganzen Energiesystem und Nervensystem runterfahren, erst mal so weit zu sein dass er da an.

00:22:23: das braucht natürlich Zeit oder ein Ritual oder einen Übergang.

00:22:28: Und das ist natürlich von Mensch zum Menschen unterschiedlich.

00:22:31: also dem ein tut es dann gut wenn der zehn Minuten in die Stille geht der andere spricht ein Gebet Der nächste, der kriegt es über Bewegung hin.

00:22:39: Da muss die Laufschuhe anziehen und eine Stunde am Strand laufen laufen laufen.

00:22:42: Der nächste muss sich nackt ausziehen da gerade rein und muss diese Kälte fühlen und muss schwimmen.

00:22:49: also... Die Tore sind ja unterschiedlich wie die Persönlichkeiten unterschiedlich sind aber es braucht ein Tor.

00:22:55: Das finde ich nochmal einen ganz guten Punkt weil Laube, dass viele da manchmal eine falsche Vorstellung haben von Ritual.

00:23:02: Dass das irgendwie hocus-pocus ist und dann muss man abräuchern und ... Weißt

00:23:08: du?

00:23:08: Irgendwas spirituelles und tanzen oder weiß ich nicht... Das hat oft so einen spirituellen Anstrich oder eben einen religiösen.

00:23:17: Aber ein Rituel, wie ich es verstehe, ist ja im Prinzip etwas was wir tun, was wir machen um etwas nochmal eine Bedeutung zu geben und ganz bewusst etwas zu machen.

00:23:32: Also auch ein Tischgebet sage ich jetzt mal als zwar religiös groß gewordener, jemand anderes Thema der sich davon aber im weitesten Sinne doch gelöst hat also kein tief religiöser.

00:23:44: trotzdem weiß Ich um diese Bedeitung zum Beispiel eines Tischgebets als Ritual.

00:23:50: pass auf wir sitzen jetzt hier dankbar zu sein dafür dass wir da jetzt was auf dem Tisch zu essen haben und bewusst zu essen.

00:23:58: Und dem einfach nochmal Bedeutung zu geben, unabhängig zu welchem Gott man betet.

00:24:03: Genau ich glaube das Bewusstheit, dass das treffendere Wort ist als Bedeitung.

00:24:08: es geht um bewussten machen Es geht jetzt um dieses Ich bin jetzt am Meer Die Stadt liegt jetzt zwanzig Kilometer hinter mir.

00:24:16: Ich lebe in diesem Augenblick und jetzt ist es an der Zeit das alles aufzusaugen in diese Bewusstheit zu gehen, wo ich gerade bin und...

00:24:26: Bedeutung würde schon wieder zu viel Erwartungen wecken wahrscheinlich.

00:24:30: Wenn wir jetzt wortklauberisch mal rangehen?

00:24:32: Wenn man wortkraberisch rangeht ist es vielleicht tatsächlich so ja.

00:24:37: Und das ist so.

00:24:37: wertfrei-bewusstheit also das ist dem Augenblick dann auch eine andere Dimension zu geben Also aus dieser oberflächlichen Zerstreuthheit Gehetztheit wirklich in die Tiefe des Augenblicks eintauchen zu können, um ihn überhaupt aufnehmen zu können.

00:24:55: Und zum Beispiel in den Seminaren wenn wir eine Woche unterwegs sind ich merke das wie diese zivilisatorische Schicht bei den Frauen und Männern so über die Tage dann appellt also sie kommen immer mehr an immer mehr am manch ein oder manch einer sagt schon nach einem Tag so jetzt bin ich aber da Dann sag ich mir, ja warte mal noch zwei Tage und dann fühl nochmal oder guck nochmal wie sie es dann anfühlt.

00:25:20: Und das ist tatsächlich so nach drei Tagen.

00:25:23: Es braucht drei Tage.

00:25:25: Und dann sind Sie da!

00:25:27: Und dann können die auch plötzlich am Strand rumliegen in der Düne und stumpf gelangweilt in den Himmel gucken oder beseelt oder wie auch immer.

00:25:35: Das gelingt gar nicht am ersten und am zweiten Tag weil dann noch so viel... Und was heißt muss, ist das völlig falsche Wort.

00:25:44: Aber so wie du es beschrieben hast in deiner Eingangsfrage im Alltag hat man natürlich diese Zeit dann manchmal nicht wenn man da nur die Stunde hat oder die zwei noch mal raus an die Elbe oder einen Stadtpark Da wäre es natürlich toll, weil man's schneller hinkriegt.

00:25:58: Da hilft dann das Ritual.

00:25:59: Das ist auch so ein Beschleuniger.

00:26:01: Dann kann auch sein dass man zehnmal um einem Baum läuft und dann sagt So jetzt bin ich da keine Ahnung.

00:26:08: Du hast so zwei schöne Fragen, mit denen das auch gelingen kann sich noch um ernst hier und jetzt zu bringen aus diesem Bild was du so hast für die dies in die eigene Mitte kommen und da zu sein.

00:26:22: Magst du die mal erzählen diese beiden Fragen die das sind?

00:26:26: Du hast jetzt den gleichen Sinn wie ich.

00:26:29: Sonst

00:26:29: wären es

00:26:31: vier.

00:26:32: Also ich gebe meinen ersten Tipp also der erste wäre wo bist du mit deinen Gedanken?

00:26:37: Und die zweite ist, findet dort wo du gerade mit deinen Gedanken bist dein Leben statt.

00:26:41: Na ja das sind wir auf der gleichen Schiene unterwegs und es bleiben zwei.

00:26:45: Aber noch mal wo bist Du mit Deinem Gedanken?

00:26:48: Ja gerade und findet dort Wo deine Gedanken sind gerade jetzt dein Leben Stadt.

00:26:54: Die zweit ist ja fast eine Rhetorische dann wenn die erste entsprechend beantwortet ist.

00:26:59: Das ist richtig.

00:27:00: Also wenn ich mit meinen Gedanken nicht hier bin Dann bin ich auch nicht ganz da, wo mein Leben gerade stattfindet.

00:27:07: Und du hast diese zwei Fragen mit einem weiteren Bild so erklärt oder erklärst sie auch in einem Deiner Bücher bin.

00:27:15: bei mir heißt das Mit einem Kreis Mit drei Steinen, mit zwei Flaschen.

00:27:22: Das wird jetzt eine Herausforderung das rein akustisch zu machen, dieses Bild wirklich zu erklären.

00:27:30: Also es gibt einen Kreis, fangen wir mal so an.

00:27:33: Dieses Bild soll wirklich helfen genau das hinzubekommen sich selber schneller hier und jetzt zu fahren kann.

00:27:41: Einfache Bilder helfen ja!

00:27:43: Wir brauchen ja Bilder oder Bilder können wir nutzen um uns auszurichten, um Bewusstheit zu erlangen.

00:27:49: Und das Mitte-Kreisbild – so nenne ich es in dem Buch – hilft uns sehr bewusst klarzumachen auf einen ersten Blick wo die Gedanken gerade sind.

00:27:58: und der Kreis von dem du sprichst ist der Lebensraum indem wir gerade sind.

00:28:03: Lebensraum und Raum im Wortsinne also dass hier und jetzt für uns beide gerade hier.

00:28:09: Podcaststudio Das ist unser Lebensraum gerade!

00:28:13: Wir haben keinen anderen.

00:28:15: Das hier findet gerade unser Leben statt.

00:28:17: und der erste dieser drei Steine, da steht für den Körper.

00:28:22: Wenn wir uns fragen wo unser Leben gerade stattfindet ist das ganz einfach, dort wo sich unser Körper auffällt, findet unser Leben Stadt Da hat es immer stattgefunden oder wird es immer stadtfinden weil der Körper ist immer in der Gegenwertigkeit unseres Seins immer.

00:28:38: Deswegen helfen wir auch Bewusstseinsübungen, wenn es gerade durch die Decke geht zu sagen was sehe ich grade?

00:28:44: Was rieche ich gerade?

00:28:45: Was höre ich grade?

00:28:46: also die Sinne zu nutzen.

00:28:47: Zwick mich mal jemand!

00:28:49: Bin ich wirklich passiert das hier?

00:28:51: Genau?

00:28:51: ist

00:28:51: das wirklich wahr?

00:28:52: Gerade passiert das habe ich wirklich ein Sechser im Lotto.

00:28:56: Das ist ja auch der einer der therapeutischen Ansätze.

00:28:59: und und und Also wird sagen Der erste Stein ist der Körper Und er erinnert uns in jedem Moment daran wo das Leben stattfindet.

00:29:07: Und dann gibt es etwas, was wir in unseren Medizin-Bordlern mitbekommen haben.

00:29:11: Dafür steht der zweite Stein und das ist die Liebe.

00:29:14: Das ist in dem Modell das Erklärungsbedürftigste, weil da versteht erst mal jeder was anderes...

00:29:20: Die romantische meist?

00:29:21: ...die romantischen und für den einen die spirituelle und dann ist es isoterisch überhöht.

00:29:27: und aber ich bringe nachher gleich mal zwei drei Geschichten am Beispiel damit klar ist, was ich damit meine mit der Liebe, denn sie ist auch immer eine Gegenwertigkeit.

00:29:35: Die Liebe ist immer Präsent.

00:29:38: Und der dritte Stein, der steht für unsere Gedanken und die Gedanken sind ja ab und zu tatsächlich mal da wo das Leben gerade stattfindet aber ziehen mich oft eben auch nicht.

00:29:49: und dafür stehen diese beiden Flaschen außerhalb des Kreises und die eine steht für die Vergangenheit Die andere Flasche für die Zukunft.

00:29:57: Der Körper kann ich weg?

00:30:02: Reiß schon mal ins Morgen oder gestern, das war nicht gut mit meinem Nachbarnes Gespräch.

00:30:07: Ich reiß noch einmal zurück.

00:30:08: Zwei Punkt Null.

00:30:09: ich antworte ihm doch nochmal anders geht nicht.

00:30:12: Das Herz will nicht weg aber unsere Gedanken können ständig hin und her reißen.

00:30:16: ja Und unter dieser Flasche der Vergangenheit im energetischen Sinne was unserem System wirklich Energie raubt ist alles dass was Schmerzen und Wunden sind.

00:30:27: Schmerz und wunden in unserem system sind immer auf die vergangenheit bezogen auf Erfahrung die Wege getan haben.

00:30:34: Und da geht es nicht um die tollen Kindheitserinnerungen, wenn wir in die Vergangenheit zurückreisen weil die Zaubern uns ein lächeln ins Gesicht.

00:30:42: also nach dem Motto hier Thomson Huckleberry Finn ihr seid aber zu Hause bevor es dunkel ist und natürlich kommt man eine Stunde später klar so und das ist es nicht aber Schmerzen und Wunden und Flasche Zukunft im negativen Energiesystem gesprochen ist Angst.

00:30:58: Angst ist immer auf die Zukunft projiziert, immer.

00:31:02: Die ist immer und wenn es eine Nanosekunde voraus verrückt ist aber sie ist immer nach vorne gerichtet Und dann geht's los mit den Gedanken!

00:31:11: Dann ist das ziemlich spannend sich zu fragen wie viel seiner Tageszeit man wohnt mit seinen Gedanken ist Wenn diese Gedanken unter der Flasche der Zukunft liegen.

00:31:20: also wenn ich gerade in der Angst bin da bin nicht in meiner Mitte

00:31:25: Weil nicht alle drei Steine im Kreis liegen

00:31:28: Ich bin unkonzentriert, ich muss in dem Kreissäne zu sagen.

00:31:31: Weil die Angst mir meine Konzentration nimmt, meine Zentriertheit nimmt.

00:31:35: Mein ganzes System auf Angst geschaltet ist.

00:31:38: Das ist ja auch der Zustand, indem wir Dinge widerfahren, die mir besser nicht wieder fahren sollten.

00:31:43: Weil ich Fahrrad fahre und mir gedanklich schon Sorgen darüber mache ob ich die Examsarbeit schaffe oder nicht schaffe Und in dem Moment fahr' ich gegen die nächste Ampel oder den Laternenfall weil ich nicht mit meinem Fokus auf dem Fahrrad bin.

00:31:57: Die Krankenhäuser wären halb so voll, wenn Menschen es schaffen würden in ihrer eigenen Mitte zu sein.

00:32:05: In dieser Bewusstheit.

00:32:07: Und umgekehrt eben auf die andere zeitliche Richtung erlebe ich natürlich oft in meiner Arbeit Menschen die alte Scheiße umrühren.

00:32:14: Die immer wieder die gleichen alten Scheißgeschichten erzählen.

00:32:18: das was mir da widerfahren ist und damals mein erster Partner wenn der nicht dann oder meinen Vater meine Mutter und natürlich gibt es Dinge, die dann sehr schmerzhaft waren und denen man sich auch zuwenden muss.

00:32:32: Da sind wir bei den dreißig bis fünfzigjährigen auf dieser Lebensreise.

00:32:36: das hat auch was damit zu tun wieder an sein eigenes Feuer zurückzukehren weil wenn ich immer noch darunter leide dass mein Vater nie gesagt hatte ich liebe dich meinen Sohn Dann bin ich mit achten vierzig oder fünftig immer noch der kleine verletzte Junge Der bedürftige Junge.

00:32:52: aber ich bin nicht der Mann Ich Bin Nicht in meiner Mitte Und es ist mein Job, endlich in meiner Mitte anzukommen.

00:32:57: Das ist nicht die meines Vaters.

00:32:59: und da sind wir bei der Liebe.

00:33:02: Bei dem zweiten Stein.

00:33:03: Die Liebe geht den Weg in diese Schmerzen und wundern nicht mit.

00:33:05: Sie sagt komm' endlich nach Hause!

00:33:07: Du bist achtundvierzig.

00:33:09: Wann willst du endlich in deinem Leben ankommen?

00:33:11: Du wirst durchschnittlich neunundsehbzig.

00:33:14: Also du hast noch einundzwanzig Jahre.

00:33:16: Nee, einunddreißig.

00:33:18: Also ich will sagen... ...die Liebe isst eine Versönerin Aber im eigenen wohlwollenden Sinne, es geht dabei gar nicht um den Vater.

00:33:27: Es geht um mich!

00:33:28: Dass ich endlich in meinem Leben ankomme.

00:33:31: Und wenn ich merke dass diese Wunde so groß ist dann nehme ich mir jemand an die Seite.

00:33:35: das gibt wunderbare Frauen und Männer da draußen die gelernt haben Menschen auf diesem Weg zu begleiten zurück ans eigene Feuer beziehungsweise in dem Bild gesporen zurück in die eigene Mitte zu kommen mir das noch mal anzugucken und dann irgendwann zu sagen okay Ich weiß um meine Wunden aber jetzt stehe ich mit beiden Beinen in meinem Leben.

00:33:53: Und natürlich kann das immer mal wieder auftriggern.

00:33:57: oder gerade bei Traumata ist es ja oft ein Thema, wenn reicht manchmal einen Geruch, einen Blick eine räumliche Situation und plötzlich ist man so getriggert dass das wieder ausgelöst wird.

00:34:10: aber dann darum zu wissen ist natürlich was ganz anderes als dann in dieser Situation zu stecken und hier rein was denn jetzt los?

00:34:17: Das gleiche gilt für die Flasche Zukunft für die Angst, wenn Angst so ein großes Thema ist.

00:34:24: Und es ist für viele Menschen ein riesiges Thema im Moment.

00:34:28: Ja, wir leben ja in der Zeit... Entschuldigung, dass ich da mal reingebe.

00:34:32: Das finde ich gerade einen interessanten Gedanke.

00:34:35: Wir leben in einer Zeit, in der Veränderung so schnell passiert wie sie wahrscheinlich noch nie passiert ist.

00:34:39: Es verändert sich alles.

00:34:41: In der Natur ist das ja so ... der Umgang mit Veränderung dann am besten gelingt, wenn ich die Fähigkeit habe mich an die aktuell gegebenen Umstände anzupassen.

00:34:55: Das ist ja was wir oft vergessen dass eigentlich die Fährigkeit mit Veranderungen umgehen zu können das klingt ja fast paradox einher geht mit der Fähigkeiten im hier und jetzt so sein also in der Gegenwart weil ja auch die Natur also Evolution zum Beispiel nie in die Zukunft gucken kann.

00:35:11: Kann die nicht?

00:35:11: Die kann sich nur anpassen an das was gerade ist.

00:35:14: und wer das gut kann Der kommt weiter in der Natur und ist dann gerüstet für jegliche andere Art der Veränderung, die wir ohnehin nicht vorwegnehmen können.

00:35:26: Weil wir oft denken, wir müssten jetzt noch besser voraussagen können was passiert um besser gewappnet zu sein.

00:35:32: aber das Gegenteil ist eigentlich der Fall.

00:35:34: Ja weil es Angst also die Angst strebt nach Kontrolle danach alles überblicken zu können, alles im Griff zu haben.

00:35:43: Plan A, B und C was ist wenn das passiert dann passiert das?

00:35:46: Und diese Kontrolle gibt es eben nicht.

00:35:51: und da sind wir wieder bei der Liebe.

00:35:52: zweiter Stein die Liebe gibt sich dem Leben hin wie sagt es ist.

00:35:57: ich habe diesen Augenblick.

00:35:59: Ich bin total bei dir dass es sicherlich eine riesen Herausforderung für uns alle ist tagtäglich.

00:36:06: also Veränderung vor hundert Jahren war ja was ganz anderes als Veränderungen heute.

00:36:10: Wir erfinden uns ja jetzt nicht in zehn Jahren einmal neu, sondern ich weiß gerade durch KI glaube ich alle drei Tage einmal neu.

00:36:19: will sagen wir können es alle aufgeben dass wir meinen wir können irgendwas kontrollieren oder irgendwelche Newsticker noch komplett beherrschen oder oder oder.

00:36:26: also kann das doch eine ganze weise Idee sein.

00:36:30: dass man den anderen Weg geht nämlich den weg fast tut mir gut Und wie fühle ich mich in meiner Mitte wohl und muss jetzt aus meinem Leben zu erzählen?

00:36:40: Ich mach dann alles aus.

00:36:43: Und geh fischen!

00:36:44: Punkt.

00:36:45: Da bin ich in einer Welt, die war schon vor hundert Jahren so... ...und die ist heute immer noch so wenn ich entscheide in diese Welt zu gehen.

00:36:53: Die steht uns allen offen und das ist ein gutes Tor sich bewusst zu machen dass man diese Komplexität und diese Geschwindigkeit der Veränderung wird man nicht beherrschen Und man wird sie auch nicht greifen können, sondern am Ende brennt man vielleicht sogar danach aus in diesem Streben.

00:37:10: Es ist viel besser den anderen Weg zu gehen – viel gesünder!

00:37:14: Wie bist du auf deiner inneren Reise vorangekommen seit der Pubertät die wir beschrieben haben?

00:37:21: Als Marker so im Lebenslauf, wo es für viele endet?

00:37:27: Weil's dann in die Systeme reingeht.

00:37:29: wie warst du drin ins System?

00:37:31: Wann kam für dich?

00:37:33: Der Gedanke ist vielleicht nicht der richtige Weg hier für mich.

00:37:37: Wann hast du dich gelöst aus Systemen?

00:37:39: Würdest du sagen, du hast dich gelösst aus Systeme?

00:37:41: Bist Du ein Aussteiger?

00:37:43: Viele Fragen!

00:37:45: Also von außen betrachtet würde man glaube ich sagen Ich bin System-Sprenger.

00:37:49: Ich war nie so richtig drin in dem.

00:37:51: Ich habe immer mein eigenes Ding gemacht.

00:37:54: Ich bin ziemlich früh ziemlich viel draußen gewesen Und habe mehr Zeit am See verbracht beim Fischen und an Flüssen, beim Fischen und im Wäldern.

00:38:03: Und knicks um beim Höhlenbau als mit Hausaufgaben.

00:38:06: sehr zum Leitwesen meiner Eltern die natürlich gerne sich was anderes gewünscht hätten.

00:38:10: da gab es auch viele Reibereien aber irgendwie waren sie trotzdem stückweit liebend in Herzens.

00:38:14: Aber ja bis hin zu.

00:38:16: ich hab dann auch damals diese ganze Nummer mit Kriegsdienstverweigerung, den ganzen Wahnsinn.

00:38:22: Zu meiner Zeit war das damals noch ... Da musste man, wenn man abgelehnt wurde wirklich noch sich vor Gericht dafür rechtfertigen, dass man sagt ich geh lieber in ein Pflegeheim und kümmere mich vierzehn Monate um was anderes.

00:38:36: Also will sagen Ich bin immer sehr meinem eigenen inneren Kompass gefolgt.

00:38:40: Ich hab' nicht verraten.

00:38:41: Ich habe mir auch mit meinen eigenen Inneren Stimme nicht veraten Sondern ich bin mir oft... Nicht oft sondern immer treu geblieben Und war bereit, die Preise zu bezahlen.

00:38:50: Also war bereit das auszuhalten, dass meine Eltern das nicht super finden oder ich der erste in der Familie war, der Kriegsdienstverweigerer war oder der dann evangelischer Diakon wurde.

00:39:02: Kirche, oh Gott!

00:39:05: Hab ja dann Kinder- und Jugendarbeit gemacht... Aber

00:39:07: ist ja auch ein System, oder?

00:39:09: Hier

00:39:09: ist es auch ein totales System natürlich absolut also Leider ist es ein System.

00:39:17: Ich glaube, wir bräuchten heute eine lebendige Kirche dringender denn je auch gesellschaftlich.

00:39:22: Da spreche ich dann doch mal ganz kurz als all der Diakon.

00:39:25: die hat so eine wichtige gesellschaftliche Relevanz wenn das eine lebende Kirche ist und sie fehlt gerade.

00:39:32: Sie fehlt da draußen

00:39:34: Du bist ja nach raus irgendwann aus dem system kirchen.

00:39:37: auch Wir

00:39:37: gingen das dann auf die Nüsse her Und dann habe ich tatsächlich innerlich Thema sich selber treu bleiben, für mich tief gespürt.

00:39:46: Ich muss jetzt mal irgendwas machen wo ich niemanden... Wo ich keine Absprachen treffen muss, wo ich mich nicht rechtfertigen muss.

00:39:53: Wo ich einfach mein Morgens ausstehe und meinen Ding mache.

00:39:56: Dann habe ich ein Angelgeschäft eröffnet.

00:39:58: auf Femern hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung, war ein total schlechter Kaufmann.

00:40:04: Na ja, von Tuen und Blase?

00:40:05: Du warst eine leidenschaftliche Angler mit sehr viel Angelerfahrung.

00:40:09: Aber

00:40:10: die kaufmännische Seite ist die Vollkatastrophe.

00:40:13: Genau!

00:40:14: Und das habe ich dann tatsächlich da auf dieser Insel, um dreizehn, vierzehn Jahre lang gemacht.

00:40:20: Hat zwischendurch noch einen Verlag gegründet...

00:40:25: Was hat denn dazu geführt?

00:40:26: also gibt es so Gibt's so Marker, die dir anzeigen?

00:40:31: Pass auf.

00:40:32: Das geht jetzt zu Ende.

00:40:33: da muss jetzt was neues kommen.

00:40:34: oder darf jetzt etwas neues kommen?

00:40:36: Ja der marker ist diese innere leidenschaft.

00:40:38: also brenn ich noch dafür.

00:40:40: um es im bild meines feuerbuches zu sagen Ist das nochmal ein feuer brenne ich noch dazu bin ich noch breit jeden tag dieses feuer zu pflegen.

00:40:49: Es ist ja leicht ein feuern.

00:40:51: manchmal ist auch nicht leichten feuer anzumachen.

00:40:52: aber wenn feuerbrennt dann braucht es eine Haarung.

00:40:55: Dann muss es liebevoll gepflegt und genährt werden.

00:40:59: Wenn man kein Holz nachlegt, geht das Feuer aus.

00:41:01: Und wenn man merkt, man ist nicht mehr innerlich bereit sich um dieses Feuer zu kümmern Die Leidenschaft ist nicht da.

00:41:08: Es ist ja in unserem Leben so.

00:41:09: Wir haben immer mal Phasen Da brennt man für was und dann ist es das Award nicht mehr.

00:41:14: Aber dann nicht an diesem Feuer zu sitzen noch zu pusten und in dem Qualm zu hängen sondern zu sagen Okay ich hab's verstanden Das hat seine Zeit gehabt und dieses Feuer dann dankbar auszumachen, im Sinne von das was ich an diesem Feuer lernen sollte habe ich gelernt.

00:41:29: jetzt kommt etwas Neues.

00:41:31: Und aus dieser Dankbarkeit heraus dann neu aufzubrechen und neues Feuer an zu machen, das finde ich ein ganz schönes Bild und das hab' ich dann tatsächlich öfter gemacht.

00:41:40: ja

00:41:41: Wie sah das nächste Feuer aus?

00:41:45: Nach dem Angelgeschäft?

00:41:46: Ja gut dazwischen gab's so eine ganz kleine feine Brücke nämlich Als ich nach acht Jahren im Angelgeschäft immer noch die gleichen Fragen beantworten musste, guten Tag.

00:41:56: Wo kann man denn hier fischen und wie geht das?

00:41:57: Und so habe ich ja den ersten Reiseführer zum Thema Angeln geschrieben für Fehmarn und hab dann einen eigenen Verlag gegründet mit meiner Frau.

00:42:07: Das war ein Erfolg, dass sich das für andere Regionen gemacht hat.

00:42:10: Dann war ich plötzlich verlegern und habe diese Reisedinge angeschrieben und hatte einen Angelgeschäft.

00:42:16: Und dann war plötzlich gemerkt, fürs Verleger sein brennt viel, viel mehr als das fürs Angergeschäft.

00:42:23: Also habe ich das ausgehen lassen und er hat dann diesen Verlag gehabt.

00:42:27: und mit diesem Verlag bin ich dann tatsächlich ja vor zwanzig Jahren mit der Familie ausgewandert nach Bonn-Holm.

00:42:36: Und das war eine Geschichte.

00:42:38: wir waren mit den Kindern auf Bonn Holm im Urlaub und sind zurück nach Femern gefahren.

00:42:43: die Kinder waren damals vier an sechs Jahre alt und meine Frau hat gesagt Mensch eigentlich wären wir doch lieber da geblieben oder?

00:42:49: Das stimmt.

00:42:51: Ja, warum machen wir das denn nicht?

00:42:54: Dann machen wir es!

00:42:56: Und das war unser Auswanderung.

00:42:58: und dann sind wir nach Bernholen gegangen.

00:43:00: Mit dem Verlag...

00:43:03: Wir haben für diesen Verlag eine Verlagsauslieferung hier in Steinhagen.

00:43:06: Da liegen die Bücher, die liefern sie aus, die machen die Faktorierung.

00:43:09: Das heißt damit haben wir gar nichts am Hut und das ist natürlich super weil man kann's ja überall auf jeder Insel dich rumtreiben wenn der Rest eine Verlagsauslieferung macht.

00:43:20: Genau, und auf dieser Insel dann vor zwanzig Jahren, einundzwanzig Jahre wieder alleine an diesen ruhigen Stränden... Ich meine da ist ja zehn Monate kein Mensch an den Strändern, da bist du alleine unterwegs!

00:43:34: Wenn du da fischen gehst, da triffst du den ganzen Tag niemandem.

00:43:39: Da ging in mir wieder dieses Feuer an Thema Diakonkirche mit Menschen arbeiten das ich gedacht habe Da passiert wieder was.

00:43:48: Ich glaube, ich kehre so langsam wieder zurück in die Arbeit mit Menschen.

00:43:53: Das wurde dann genährt durch diese ganzen Begegnung, die ich dann am Wasser hatte Wenn ich dann immer so gesehen habe wie andere an den Strand kamen oder wenn andere Männer mal zum Fischen kamen Wie hektisch die waren Die hatten nie Zeit am Feuer zu sitzen, sie waren so getrieben und gehetzt Und das sollte jetzt ihre balsamische Zeit sein.

00:44:15: Also da war klar, dass die Gestresste aus der Woche rausgehen als sie reingegangen sind.

00:44:20: und dann habe ich meine ersten inneren Konzepte entwickelt, die ja irgendwann in meinem ersten Buch gemündet sind in Binnermeer.

00:44:28: und dann war ich auf diesen Path zurück mit Menschen zu arbeiten.

00:44:32: Wie bringst du es zusammen?

00:44:35: oder wie viel ist heute noch bei dir von diesem was ja eine religiöse Arbeit?

00:44:42: Ich sage mal jetzt ausmacht, wo es jemanden gibt da oben einen Gott der die Geschicke lenkt.

00:44:49: Der Menschen.

00:44:50: Weil ich frage das auch weil mich das persönlich interessiert.

00:44:53: Ich hab selbst so ne ganz kurze Nebensatz so reingeschmissen.

00:44:59: Ich bin selbst in einer Familie groß geworden Wo glauben sehr?

00:45:04: Präsent war So präsent Das mittlerweile eigentlich Alle von uns Kindern würde ich sagen, die einen mehr oder die anderen weniger gesagt haben.

00:45:14: Hör mir auf!

00:45:16: Will ich nichts mehr mit zu tun haben und einige auch sehr radikal?

00:45:20: Ich denke da oft drüber nach... Und ich verstehe ganz viel von der Funktion, die Religion hat.

00:45:29: Ich sehe es ganz praktisch an der Vita meiner Mutter.

00:45:31: also wenn sie ihren Glauben nicht hätte dann wäre da ganz oft schon weiß ich nicht ob die heute noch da wäre weil der ganz viel Kraft rausgezogen hat.

00:45:39: Also ich verstehe die Funktion, ich komme immer da dann ins Hageln wo ich denke nun ist dieser eine Gott da und der ist jetzt besser als die vier anderen die es noch gibt?

00:45:48: Die haben ja auch ihre Vorstellungen und die haben auch ihre Dinge an die sie glauben.

00:45:54: Ich glaube auch das wichtig ist an was zu glauben und das meine ich mit... Es hat ne Funktion.

00:46:00: Aber wie geht's zusammen diesem Gedanken, dass ich doch ja selbst auch verantwortlich bin für mein Leben und das in die rechten Bahnen lenken sollte.

00:46:10: Ist aber vielleicht gar nicht kann weil da oben jemand ist der die geschickt gelenkt und es ist ja manchmal auch wenn Ich denn gläubig bin habe ich das gefühl so ein Sohn vorwand oder auch ganz bequem zu sagen Da muss ich mir jetzt gar nicht so viel gedanken machen er da oben macht Es schon der sorgt dann schon Für mich.

00:46:27: das ist ja auch gerne ein abgeben von verantwortung.

00:46:30: kann es sein muss es nicht sein, aber das interessiert mich wie du das so zusammenbringst.

00:46:36: Wie viel davon noch drin steckt in dem, wie du heute arbeitest?

00:46:40: Also für mich ist nicht die Religion das Entscheidende sondern meine Verbindung zu... wie du es jetzt auch immer nennst.

00:46:48: Nennt es Gott, nennt es Schöpfer, nennnet es Buddha, nennet es ich weiß es nicht und ich glaube es könnte kindlicher gar nicht sein wie meine Verbindung ist weil Die ist noch so ursprünglich, wie sie als drei, vier, fünf, sechs-Jähriger war.

00:47:01: Und das habe ich mir in dem Lange meinem Herzen bewahrt.

00:47:04: und da bin ich wieder beim zweiten Stein bei der Liebe.

00:47:07: Das ist es für mich Gott, das Liebepunkt!

00:47:10: Es ist nicht irgendeine Religion oder ein Gebilde oder ein Konstrukt, sondern es ist Liebe.

00:47:17: Und Gott ist Ausdruck von Liebe und deswegen ist mir in mir das Göttliche, in dir das Götliche.

00:47:22: Es verbindet uns alle und am Ende mit dem Schöpfer selbst.

00:47:25: die Liebe ist die Essenz.

00:47:27: Und wenn ich dann für mich sagen müsste, wie funktioniert es mit dem Kerl jetzt zu kommunizieren.

00:47:34: Dann ist das für mich ganz simpel und zwar bei meiner Intuition über diese ersten drei Sekunden.

00:47:41: Intuition ist für mich Sprache Gottes, die Liebe spricht... ...und dann habe ich meinen Kompass was würde die Liebe tun?

00:47:49: Das trägt mich!

00:47:50: Mehr ist es gar nicht.

00:47:51: und warum es für mich so ist dass ich glaube dass wir das ganze Ding hier nicht irgendwie mit dem Ohr knallt.

00:47:56: Er wird sowieso nicht, aber vor uns und ist weil ich mir immer noch dieses kleinkindliche Staunen und Wunder über das bewahrt habe... Ich finde das ziemlich unvorstellbar was hier gerade passiert.

00:48:11: Also von außen betrachtet ist es doch der Wahnsinn.

00:48:15: Wir fliegen auf dieser Kugel durch so ein Weltall.

00:48:20: Es gibt ja nicht mal einen Ende.

00:48:22: Wie kommt aus nichts irgendwas?

00:48:25: Ist ja auch eine wissenschaftliche Erklärung zu sagen Urknall.

00:48:29: Ja, aber so damit gebe ich mich.

00:48:33: in meiner Lebensphilosophie reicht mir das nicht weil ich finde gut was war vor dem urknall?

00:48:38: Wie kann aus dem nächsten Urknall kommen oder Materie werden?

00:48:43: Jetzt wüssten Physiker, die würden mir das jetzt alles genau erklären.

00:48:47: Aber auch

00:48:48: die kommen ja an ihre Grenzen und auch die sagen da wissen wir nicht weiter.

00:48:51: Das können wir nicht erklären.

00:48:53: Die

00:48:53: klären eine Frage und mit Erklärung einer Frage tauchen dreißig neue auf.

00:48:57: Das ist die Wahrheit!

00:48:59: Und wir werden es nie rausfinden.

00:49:03: Und das ist genau der Punkt warum ich an dem Punkt sage wow Ich kann der Liebe vertrauen.

00:49:09: Das gibt da was, das kann man sich überhaupt gar nicht vorstellen im Wortsinn.

00:49:13: Und das macht mich total ruhig und das schenkt meinen inneren Frieden, dass ich sage okay, das ist meine Essenz.

00:49:21: Das steckt in mir, das verbindet uns alle und alles finde ich das ermutigen tröstlich beruhigend verankern so.

00:49:33: Das ist die Antwort auf deine Frage vielleicht

00:49:36: Und da braucht es keinen Namen und auch kein Bild.

00:49:39: Du hast jetzt gesagt, der Kerl ... Da wird's wahrscheinlich Kommentare geben.

00:49:42: Das ist genau gut.

00:49:43: eine Frau sein kann.

00:49:44: Der Schöpfer?

00:49:46: Ja!

00:49:47: Ist jetzt gar kein Vorwurf, aber wir haben ja oft so unsere Vorstellung oder machen uns dann eben die Bilder wie der Kerle oder wer auch immer aussieht oder welchen Namen er hat.

00:49:59: Aber das ist genau das was du eigentlich gesagt hast dass das keine Relevanz hat für dich.

00:50:03: Für mich.

00:50:05: Nein, nein.

00:50:05: Also ich will damit auch niemanden zu nahe treten oder den eigenen Bildern irgendwie Wertung schenken aber genau das ist mein Bild.

00:50:15: Gerade werden wir jetzt dann nochmal die Brücke schlagen Richtung Natur.

00:50:19: Die Schöpfungsgeschichten vieler Naturvölker sind ja viel naturverbundener auch Natur näher da es vieles Ja auch was man sich darin nicht erklären kann wird dann eben mit Natur erklärt und mit Bildern aus der Natur Mit Sternbildern usw.

00:50:34: Zeugt ja sehr von dieser Naturverbundenheit, die glaube ich ist auch so ein wiederkehrendes Wort.

00:50:42: Die Verbindung zur Natur jetzt wiederkehnendes Wort wenn ich an diesem Podcast denke und den Themen mit denen ich mich seit Jahren auseinandersetze.

00:50:51: da hat sich bei mir auch was verändert mit meiner Verbindung zu Natur.

00:50:56: Die ist anders geworden, stärker geworden.

00:51:00: Dadurch habe ich auch das Gefühl, noch mal mehr verbunden zu sein mit der Welt und diesem ganzen großen Ganzen was ich dann nicht so richtig erklären kann.

00:51:09: Und auch nicht muss ja!

00:51:11: Ja und das ist doch total friedensstiftend finde ich.

00:51:13: Das schenkt auch total anderen Frieden.

00:51:16: Also raus in die Natur ans Meer...das Meer is ja dein Ist ja kein Element aber der Ort auf jeden Fall indem du dich besonders Zuhause fühlst.

00:51:26: Bonholm Femern, das Angeln.

00:51:29: Also alles Orte oder Tätigkeiten die dann sehr mit dem Meer zu tun haben.

00:51:35: Du bist auch in Portugal immer wieder ja auch für eine längere Zeit am Atlantik wo das Meer noch mal eindrucksvoller Wuchtiger ist.

00:51:43: ich werde auch das Glück haben jetzt in den nächsten Wochen nochmal an Atlantick zu kommen und bin da auch immer sehr gerne.

00:51:49: was macht das Meer mit dir nochmal?

00:51:52: Was so ein Berg nicht kann oder so ein Wald?

00:51:57: Jetzt

00:51:57: müsst ihr nicht eins gegen das andere ausspielen.

00:51:59: Ich wollte gerade sagen, ich kann Berg mag auch gerne aber wenn du mich fragen würdest genau also wird immer das mehr vorziehen ja was macht es mit mir?

00:52:08: vielleicht ist es tatsächlich dieses dass wir ja zu großteil das mehr in uns haben.

00:52:14: ich weiß gar nicht so wie viel prozent wir aus Wasser bestehen aber es ist ziemlich eine fette Zahl und das geht bei mir sehr in Harmonie merke ich.

00:52:23: da werde ich ruhig am Meer Und ich hab das Gefühl, von da sein und nach Hause kommen.

00:52:30: Von Einheit.

00:52:31: Das löst dieses Element viel mehr aus als jetzt ein Wald oder ein Berg.

00:52:38: Wobei auch diese Naturräume total liebe.

00:52:42: Aber ja ... Du hast es gesagt mit Portugal so... Nasseri, wenn du dann auf diesen Schwell guckst, der solange den Atlantik dann so ... Das ist so mächtig!

00:52:55: Das hat einfach was.

00:52:57: Punkt, das ist so cool!

00:52:59: Du

00:52:59: hast ja eingangs gesagt wir tragen alle etwas in uns zu dem es sich lohnt zurückzukehren oder den Weg dahin zurückzufinden.

00:53:10: Ist das was von Anfang an da ist?

00:53:13: Was wir auch gar nicht beeinflussen können?

00:53:15: Oder gibt es auch Dinge die sich dann entwickeln mit der Zeit wo wir irgendwie Gefühle bekommen oder eine Leidenschaft bekommen.

00:53:26: Oder bekommen wir die dann, weil wir das mitbekommen?

00:53:30: Ja es ist ja nur ne Mutmaßung dass er das schön ist total spekulativ also absolut spekulative.

00:53:36: aber ich würde B sagen ja also ich glaube wir haben das mitgekommen und erinnern uns an pötzige oder docken daran an oder erleben es in einer anderen Facette und plötzlich fügt sich so ein Bild ja

00:53:50: merken wir da Da bin ich jetzt auch was dran, da pieke sich was an.

00:53:54: Das ist tief in mir verankert und damit bin ich hier auf diese Welt geschickt worden.

00:53:59: Dem Auftrag vielleicht oder mal Auftrag hört es sich schon wieder so nach erledigen an.

00:54:03: Nee

00:54:04: das wird auch nicht geschickt geworden.

00:54:05: vielleicht nicht aber es ist so... Ich habe so ein Geschenk mitbekommen.

00:54:12: Begabe

00:54:14: die ich dann auch...

00:54:16: Und es gibt einfach Dinge die sind dir von vornherein fallen die dir leichter als andere Dinge ist einfach so.

00:54:23: Du kommst jetzt zum Beispiel sehr aus dem Sport, du wirst dich immer schon total viel bewegt

00:54:27: haben.".

00:54:28: Ja meine Mutter erzählt gerne diese Geschichte.

00:54:31: als ich ein Jahr alt war glaube ich gerade und auf einem Flohmarkt in Berlin groß geworden.

00:54:40: Meine ersten drei vier Jahre weil meine Eltern damals gelebt haben einfach weg war aber auch eine Stunde weg war die natürlich langsam nervös wurden irgendwann und überall gesucht haben.

00:54:53: Und ich aber noch nach einer Stunde auftauchte, als wär nichts los!

00:54:57: Ich hatte irgendwo an irgendeinem Stand mir so ein Wackeldackel mitgenommen den ich hinter mir herzog und war total vergnügt.

00:55:04: Und da war eine Stunde offenbar ne gute Zeit, die kann mich natürlich nicht mehr daran erinnern... Aber die Geschichte erzählt sie gerne wenn es um dieses Abenteuer gehen geht.

00:55:15: Sie sagt ja das war damals schon kein Problem einfach ab zu hauen und dann dein Ding zu machen.

00:55:21: Vielleicht lohnt das auch mal so.

00:55:23: Auch nochmal zu gucken, zu sprechen vielleicht mit den eigenen Eltern oder mit Menschen die sich daran noch erinnern können an die Zeiten in denen wir uns bewusst nicht mehr so erinneren können?

00:55:33: Was denn da so passiert ist was wir gemacht haben und was da vielleicht ein Hinweis darauf geben könnte auf das was angelegt ist.

00:55:43: Aber wie erinnert uns selber auch noch an vieles was uns immer Spaß gemacht hat Weil es uns eben Spaß gemacht hat.

00:55:48: Manchmal ja

00:55:48: nicht bewusst, sondern das kommt dann wieder

00:55:51: und du merkst

00:55:51: so irgendwas ist hier was ich hier gerade macht?

00:55:54: Das habe ich schon mal gemacht.

00:55:55: Genau!

00:55:56: Das war irgendwie immer cool.

00:55:59: Ja vielen Dank für den Ritt heute hier, den wir hingelegt haben durch verschiedene Themen.

00:56:06: aber ich glaube viele doch relevante Themen wichtige Themen und nicht so oberflächliche Themen von wegen hier wie.

00:56:14: Also ich will auch die nicht kleinreden, aber welche Hängematte muss ich benutzen wenn ich im Wald pennen will?

00:56:18: Auch das sind wichtige Themen.

00:56:20: Aber... Die werden

00:56:21: der Alter zunehmend wegliegen!

00:56:24: Was ist

00:56:25: mit den Rücken dann?

00:56:26: Wie

00:56:27: funktioniert das überhaupt?

00:56:28: Kann ich in einer Hengelmatte schlafen ohne dass mir der Rücken wehtut und wo ich immer sage ja kannst du sehr wohlst kommt sehr drauf an wie du drin liegst.

00:56:35: Wir sind heute ein bisschen tiefer gegangen.

00:56:37: Da bedanke ich mich für einfach.

00:56:38: Das ist wichtig, dass wir das hin- und wieder mal tun und ja nicht nur im Außen darum reisen, sondern eben auch auf das Innere schauen.

00:56:47: Ganz herzlichen Dank!

00:56:48: Gerne.

00:56:48: Vielen vielen Dank für die Einladung.

00:56:57: Ja ich danke auch dir fürs Zuhören.

00:56:59: Ich habe es ja eingangs schon gesagt Die weiterführenden Infos zu dieser Folge, das sind vor allem die Links zu Udos Büchern aber auch zu seiner Website.

00:57:09: Die gibt es dann im Newsletter der am Wochenende erscheint und den da abonnieren kannst unter christoförster.com.

00:57:15: slash frei raus!

00:57:17: Es kann ja sein dass du diese Folge erst später hörst und nicht direkt bei erscheinen, dass dann also dieser Newsletter schon versand wurde mit den Informationen.

00:57:26: Du kannst trotzdem einfach den Newsletter abonnieren und mit dem ersten Newsletter, den du bekommst, bekommste auch einen Link zum Newsletter-Archiv.

00:57:35: Und in diesem findest du alle Newsletter der vergangenen sechs Jahre.

00:57:40: das sind eine Menge.

00:57:41: also da gibt es auch ein ordentlichen Pool durch den du dich wühlen kannst und je nachdem wie lange das dann her ist dass diese Folge veröffentlicht wurde findest so die Infos de entsprechenden Dann auch recht schnell!

00:57:53: Findest auf der Website von Udo unter udoshröter.com auch weiterführende Infos zu Udo's Arbeit, nicht nur zu seinen Büchern sondern auch zu den Seminaren die er anbietet unter anderem auf der Insel Bornholm.

00:58:08: Mir hat das Gespräch mit Udo große Freude gemacht.

00:58:11: ich hoffe dir auch und ich würde mich freuen wenn wir uns nächsten Dienstag wieder hören.

00:58:16: da gibt es natürlich eine neue Folge von frei raus.

00:58:18: bis dahin wünsche ich dir ne richtig gute Zeit.

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