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Wie wir so reisen, dass die Zeit langsamer läuft und dieser Sommer unvergesslich wird

Shownotes

// Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die große Reisezeit. Aber reisen wir wirklich so, dass wir uns vom Alltagsstress erholen? Wie offen sind wir für Neues? Welche Fragen sollten wir uns stellen, bevor wir aufbrechen? Der Journalist Philipp Laage beschäftigt sich seit Jahren mit den Sehnsüchten und Entwicklungen zum Thema Reisen – vor wenigen Tagen hat er ein kluges Buch mit einem provokanten Titel veröffentlicht: „Travel is broken”, das Reisen ist kaputt. Ich habe Philipp eingeladen, um zu erfahren, wie er zu dieser Behauptung kommt, und wie wir seiner Meinung nach besser reisen können. Philipp hat eine Menge Antworten und Ideen dazu. Wir sprechen über Wanderungen ohne Plan, Berge, Städtetrips und das Flanieren. Wir tauschen und über Mikroabenteuer aus und schalten gemeinsam in den Flugmodus ...

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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)

Transkript anzeigen

00:00:00: Man sehnt sich eigentlich nach etwas, was sich der Kontrolle entzieht um dann davon umso mehr begeistert und berührt zu werden.

00:00:08: Aber da ist immer so diese Formo ja aber was wenn es dann doch scheiße ist?

00:00:12: Dann habe ich irgendwie Zeit verschwendet!

00:00:14: Ich glaube bei Mikroabenteuern und generell bei Abenteueren auf Reisen auch geht's halt darum diesen Mut zu haben sich davon zu lösen von diesem Ja ich muss alles schon vorher bewerten oder ich muss Bewertungen mir durchlesen um zu wissen dass das gut wird.

00:00:29: Die radikales Reiseerfahrung ist heutzutage Flugmodus.

00:00:32: Das ist, glaube ich schon was uns in unser Bewusstsein singt die Erlebnisrate zu steigern immer mehr zu machen dass das nicht diesen Effekt hat.

00:00:41: wenn man jetzt überlegt ja wie will ich jetzt eigentlich in Zukunft reisen?

00:00:45: dann würde ich auch sagen noch mehr auf meinen eigenen zwei Füßen noch mehr im Nahraum Wo sind die tollsten Spots?

00:00:51: Wenn du da um sieben Uhr morgens auf dem Felsplateau stehst, dann hast du die geilste Aussicht.

00:00:57: Mache ich wirklich alles nicht!

00:00:58: Habe ich kein Bock

00:00:58: drauf?!

00:01:14: Herzlich willkommen bei Freiraus, dem Podcast für meine Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.

00:01:20: Ich bin Christoph Förster und hoffe... dass du gut durch die zuletzt ja doch wieder etwas nässeren und ungemütlichere Tage gekommen bist.

00:01:30: Der Sommer hat ja noch gar nicht begonnen, das steht jetzt kurz bevor, der längste Tag des Jahres- und Sommerbeginn.

00:01:40: Und insofern ist es auch okay, da draußen ein bisschen Regen viel.

00:01:45: Es hat definitiv ganz gut getan!

00:01:48: der Natur.

00:01:49: Und die Natur haben wir, die wir diesen Podcast hören oder machen – das behaupte ich jetzt einfach mal!

00:01:56: Ja alle immer im Blick und freuen uns wenn es dir gut geht.

00:02:01: Ich krieg gerade sehr direkt ob es draußen regnet oder nicht, weil ich seit vier Wochen wieder draußen auf der Terrasse schlafe.

00:02:13: Alles gut keine Eheprobleme brauchst du ja keine Sorgen machen!

00:02:17: Ich habe nur das Gefühl gehabt Mensch ich will da mal wieder ein bisschen mehr draußen sein und auch die Nächte draußen verbringen.

00:02:24: Ich hab das im vergangenen Jahr ja wirklich eigentlich ein ganzes Jahr gemacht dass Dann, nach dem Anfang des Jahres eine neue Matratze in unseren Haushalt kam.

00:02:38: Die bzw die schlechte Matratse, die mal ein Grund war dafür dass ich auf die Terrasse gezogen bin... ...die war dann weg!

00:02:47: Und es gab diesen Grund nicht mehr, deswegen war ich wieder eine Zeit lang drin nachts.

00:02:53: Aber nun seit vier Wochen wieder da draußen und das tut mir total gut!

00:02:56: Ich habe noch nicht mal dieses Tab also die Regenplane, die ich im vergangenen Jahr zusätzlich obwohl ich eigentlich unter einem Terrassendach liege dass aber seitlich etwas offen und dann kommt dann durchaus manchmal ein bisschen Regen rein wenn es regnet und der Wind entsprechend steht.

00:03:15: Dieses Tab habe ich jetzt gar nicht mehr gespannt und wenn es da mal so ein bisschen reinnieselt, dann habe ich festgestellt macht auch das mir gar nicht viel aus.

00:03:25: So lange ich warm liege muss es gar nicht so hundertprozentig trocken sein!

00:03:31: Ich hoffe aber natürlich jetzt wo der Sommer ansteht dass auch wieder ein paar trockene Tage kommen, dass das Wetter etwas freundlicher wird gerade auch mit Blick auf die Sommerferien.

00:03:44: meisten von uns vor der Tür stehen, egal was in diesen Sommerferien passiert.

00:03:50: Es sind auf jeden Fall Schulferien.

00:03:52: die meisten die irgendwo arbeiten haben ja auch im Sommer zumindest mal ein zwei vielleicht sogar drei Wochen frei und alle die keinen Urlaub haben die wollen natürlich trotzdem gerne draußen ein paar schöne Momente erleben.

00:04:09: es geht in der heutigen Folge um das Reisen Das Urlaub machen auf der einen Seite, aber auch die Frage wie sieht denn gute Erholung aus in den Ferien beim Reisen.

00:04:23: Ist das dann Urlaub?

00:04:25: Ist es Abenteuer?

00:04:27: Was macht das Reisen in seinem Kern aus und was macht es so besonders?

00:04:33: Was ist so attraktiv?

00:04:35: Inwiefern haben wir vielleicht ein Stück weit verlernt zu reisen?

00:04:42: Sommer, aber auch darüber hinaus gestalten damit sie richtig gut werden.

00:04:49: Ich habe dafür jemanden eingeladen, um über dieses Thema zu sprechen und zwar jemandem der ein absoluter Experte auf diesem Gebiet ist weil er gerade genau über dieses thema einen Buch geschrieben hat und zwar Philipp Lage.

00:05:03: Philipp ist Journalist, der sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit dem Thema Reisen beschäftigt.

00:05:10: Ist Reisejournalist schreibt für renommierte Magazine und Zeitungen?

00:05:17: unterwegs auf eine bestimmte Art und Weise, davon wird er auch heute erzählen.

00:05:22: Und hat wie gesagt gerade jetzt ein Buch veröffentlicht das da heißt Travel ist broken warum Reisen oft enttäuscht und wie wir es neu entdecken können.

00:05:33: Über dieses Buch bin ich gestolpert und habe sofort den Wunsch gehabt, mit Philipp mal über dieses Thema zu sprechen.

00:05:40: Philip ist nach Hamburg gekommen ins Freirausstudio.

00:05:42: wir haben uns hingesetzt und dieses Gespräch das wir geführt haben, das kannst du jetzt hören!

00:05:48: Wir atmen vorher bevor wieder reingehen aber noch einmal kurz tief durch.

00:06:23: Was veranlasst dich zu dieser Handnahme, dass das Reisen hinüber ist?

00:06:28: Das natürlich ein bisschen ein provokanter Titel.

00:06:32: Aber ich würde sagen, das Reisengild halt nicht mehr so als vorbehaltlos cool inspirierend erstrebenswert eher im Gegenteil.

00:06:43: also der Titel bezieht sich auch so ein bisschen auf die Debatte, die wir in den letzten Jahren haben.

00:06:48: Stichwort Klimawandel Emissionen Over Tourism.

00:06:52: Ich kenne das ja selbst als Journalist.

00:06:55: Reiseartikel über Fernreisen oder speziell Kreuzfahrten erzeugen dann immer wütende Leserkommentare, man darf sowas nicht mehr machen... Also das Reisen steht halt schon moralisch sehr in der Kritik und das war ja lange Zeit nicht so!

00:07:08: Und es ist jetzt irgendwie neu, es polarisiert plötzlich Und man hat das Gefühl, die Art wie wir Reisen erzeugt Schäden.

00:07:15: Die sich nicht mehr ignorieren lassen und damit meine ich jetzt nicht mal nur den Klimawandel sondern eben auch ja ganz konkret vor Ort Verdrängung der einheimischen Zerstörung der Natur.

00:07:26: Das ist so die eine Seite.

00:07:28: das hat mich auch ein bisschen zu diesem Buch verleitet dass ich festgestellt habe Ja okay, etwas was immer als was tolles galt und das ich ja auch immer sehr geliebt habe steht plötzlich so unter so einer Pauschalkritik oder Verurteilung.

00:07:45: Also ich erinnere mich an eine Sendung bei Funk die lief auf YouTube und da war dann so die Streitfrage muss Massentourismus einen Ende haben?

00:07:53: Und da wurden diese Argumente ausgetauscht und es wurde halt dann irgendwie sehr negativ über's Reisen gesprochen.

00:07:59: Dann habe ich angefangen mich damit zu befassen und zu sagen, irgendwas ist da kaputt gegangen.

00:08:04: Was ist denn eigentlich so kaputtgegangen?

00:08:06: Vielleicht kann man sagen Tourismus hat ja auch immer schon Schäden verursacht nur jetzt sind sie sichtbarer Und dann ist es aber ein bisschen umgeschwenkt auf diese persönliche individuelle Ebene dass sich so ein bisschen mich gefragt habt wie reisen wir eigentlich Wie erleben und nehmen wir unsere Reisen eigentlich?

00:08:21: heute war im Vergleich zu keine Ahnung vor fünfzehn zwanzig Jahren und das ist ja auch noch Ja, so ein Reisen was ich kennengelernt habe.

00:08:30: Mit Lonely Planet mit dem Rucksack man hatte noch keinen Smartphone dabei es gab nirgendwo Internet Es gab noch nicht Social Media.

00:08:38: Man hatte ganz dürre sperrliche Infos über Orte und hat sich dann entsprechend wenn man weg war auch ganz weit raus Ganz weit weg gefühlt also auf eine gute Weise ja der Welt ausgesetzt.

00:08:51: Und das ist auch ein Gefühl was ich in den letzten Jahren selbst immer häufiger vermisst habe.

00:08:55: Das ist so eine Sache wo sich Reisen in sehr kurzer Zeit sehr radikal verändert hat, wenn man mal sich vergegenwärtigt was damit so einhergeht.

00:09:04: Klar wir finden irgendwie besser den Weg jetzt, wenn wir irgendwo in Peru sind oder auch nur auf Sizilien.

00:09:10: aber es ist ja auch viel verloren oder abhanden gekommen, was das Reisen mal ausgezeichnet hat.

00:09:15: Klar ist es irgendwie offensichtlich.

00:09:17: Uns fällt es allen wahnsinnig schwer runterzukommen, abzuschalten überhaupt mal so was wie Erholung und Urlaub zu genießen Und wir wissen das Licht irgendwie daran dass sich Arbeit und Freizeit nicht mehr trennen lassen unnatürlich obviously an dem Smartphone.

00:09:31: Das ist natürlich auch immer schwieriger geworden Und ich glaube halt auch, dass es bei Reisen heute vor allem darum geht in kurzer Zeit möglichst viel zu erleben und das wir da aber so ein Kipppunkt erreicht haben wo wir nicht mehr das kriegen was wir uns eigentlich vom Reisen erhoffen.

00:09:47: Ja ich glaub das sind zwei Aspekte drin.

00:09:51: einmal die Kritik am Reisen allgemein aus Klimawandelsicht sag' ich mal Ich hab fast das Gefühl die ein bisschen abgeäppt ist wieder, also dass da so eine Wellenbewegung drin ist.

00:10:05: Dass das eigentlich gar nicht so.

00:10:06: das ganz große Ding ist gerade, dass man ja diese Flugscham und Reisescham ist gar nicht mehr so groß wie sie vor paar Jahren mal war.

00:10:15: aber dieser andere Aspekt ich glaube der ist wirklich so einen Knackpunkt den du beschreibst Die Art Wie wir reisen, dass wir uns da irgendwas erhoffen was wir aber gar nicht kriegen und dadurch noch wieder unzufriedener eigentlich sind ist vielleicht nicht so richtig schaffen aus unserer Haut zu kommen, wie wir das ja auch von unserem Smartphone-Konsum manchmal kennen.

00:10:37: Wir machen das?

00:10:38: Wir wollen das eigentlich nicht!

00:10:40: Wir wissen... Das nervt uns auch an anderen aber wir kriegen es trotzdem selber nicht gebacken das zu verringern und da habe ich manchmal das Gefühl dass es beim Reisen ähnlich ist.

00:10:50: Wir wissen das tut uns gut was könnte uns gut tun Aber wir machen es dann, wir packen es irgendwie falsch an oder so.

00:10:57: Und kommen dann doch nicht mit dem erhofften Effekt oder wie er hofft verändert nach Hause.

00:11:05: und das ist ja da nicht noch mal so ein Punkt.

00:11:08: Wie schaffen wir das?

00:11:09: Dass wir wiederkommen von der Reise und dass nicht nach zwei Wochen alles wieder ist, wie's vorher war.

00:11:17: Darüber wollen wir heute sprechen und ich fände es schön wenn wir über Auch Lösungen sprechen.

00:11:23: Also was können wir tun, damit wir irgendwie wertvoller reisen?

00:11:28: Damit diese Reisen wertvolle werden für unser Leben also für uns das aber vielleicht dann auch noch mal Für andere?

00:11:33: bei den Aspekt wollen wir auch nicht völlig außer Acht lassen Was macht das wie wir reisen

00:11:39: ja genau und dass es hängt auch ein bisschen zusammen weil man stellt an fest wenn man drüber nachdenkt und sich überlegt Wie könnte es anders gehen Dass viele kleine ich sage jetzt mal Maßnahmen oder Änderung Stellschrauben dann auch dazu führen, dass man im Grunde auch etwas nachhaltiger reist.

00:11:56: Du hast es auf jeden Fall ja.

00:11:57: das ist auch meine Empfinden, die Klimafrage jetzt im Grund nicht mehr so viele Leute juckt.

00:12:02: Es ist eher dieses Wah!

00:12:04: Es ist irgendwie Krise, die Welt bedrängt mich und jetzt lasst mich mit moralischen Fragen in Ruhe.

00:12:08: aber umso schöner ist es ja wenn man sagen kann okay ich mache für mich individuell was wertvolles Gutes und dann tue ich damit auch anderen was Gutes.

00:12:17: also es geht ein bisschen Hand in Hand

00:12:20: um uns den Lösungen mal zu nähern oder den Ideen.

00:12:24: Du bist ja auch nicht derjenige, der jetzt die Lösung alle parat hat und dann funktioniert es.

00:12:29: aber du hast paar Ideen weil du dich sehr intensiv damit beschäftigt hast.

00:12:33: Die großen Sommerferien stehen jetzt vor der Tür.

00:12:36: das sind in der Schule immer sechs Wochen gewesen.

00:12:39: zumindest ich weiß nicht wie's bei dir war.

00:12:41: bei mir waren sie damals schon immer sechs wochen und da sind es heute auch noch.

00:12:44: aber meinen Kindern sechs Wochen Sommerferie Die haben sich ja früher unendlich lang angefühlt.

00:12:50: Es war gar kein Horizont abzusehen, wann man irgendwann dann wieder zur Schule muss!

00:12:56: Wir waren auch nicht ständig weg diese sechs Wochen heute.

00:13:01: und die Frage ist inwiefern hängt das einfach mit dem Alter zusammen oder wie viel aber mit anderen Dingen?

00:13:07: fühlen sich sechs Wochen Sommerferien anders an?

00:13:09: Die verfliegen eigentlich so.

00:13:12: ich habe eben gerade noch interessant weil wir über Smartphone gesprochen haben, ein Instagram-Real gesehen.

00:13:18: So zwischendrin irgendwie wo jemand drüber gesprochen hat.

00:13:22: derjenige der da die Zeit laufen lässt kann der mal sein Finger kurz vom Display nehmen was dazu führt dass die Zeit immer doppelt so schnell läuft weil das kann doch nicht sein es muss wieder langsamer laufen.

00:13:34: Wir haben das Gefühl dass die zeit einfach super schnell läuft.

00:13:36: warum?

00:13:37: ich denke also Natürlich ist es so ein bisschen biografischer Effekt, dass Zeit schneller rumgeht, je älter man wird.

00:13:43: Weil die Zeit, die dazukommt immer in kleinerer Teil des bisherigen Lebens ist.

00:13:46: aber ich glaube das ist nicht alles.

00:13:49: also das weiß ja auch die Forschung, dass zeitwahrnehmungen total subjektiv sind und da gibt's ja auch verschiedenste Ergebnisse zu in welchen Situationen Zeit schnell und vergeht oder auch nicht so schnell.

00:14:02: Und diese Sehnsucht im Grunde urlaub noch mal wie ein Kind zu erleben wo genau wie du es gesagt hast Irgend ein Ort, der aus heutiger Sicht eher vielleicht sogar unspektakulär war oder ein bisschen spießig.

00:14:13: Ja keine Ahnung.

00:14:14: jetzt in meinem Fall zum Beispiel jetzt irgendwie Norderney oder so, dass der sich wie einen riesigen Erfahrungsraum angefühlt hat wo irgendwie gefühlt alles passieren konnte ja warum ist das heute nicht mehr so?

00:14:24: Warum sind auch Erwachsene reisen dann nicht mehr im Vergleich zu anderen Reisen die man als Erwachsener vielleicht mal gemacht hat?

00:14:30: Also da beschreibe ich mich in meinem Buch unter anderem auch auf den Soziologen Hartmut Rosa.

00:14:37: Das finde ich wahnsinnig spannend, der hat so ein Buch geschrieben Beschleunigung wo er dieses Phänomen versucht irgendwie einzufangen und er argumentiert im Grunde dass ein erfülltes Leben heutzutage bedeutet möglichst viele intensive Erlebnisse hintereinander zu schalten und möglichst viel leben in die Zeit Pressen, die wir haben.

00:14:58: Das leidet natürlich ganz aufwendig her auch warum das so ist und wir glauben nicht mehr an Gott und Gegenwart und jenseits und bla bla bla.

00:15:05: aber entscheidend ist ja dass man das wirklich überall im Alltag sehen kann und es hat damit zu tun, dass wir in allen Bereichen des Lebens so viele Möglichkeiten haben.

00:15:13: also es fängt beim Dating an Wahl der Studiengänge aber auch schon sowas triviales irgendwie wie Netflix oder Spotify.

00:15:20: Also ich habe das oft ich Musik hören will, aber diese Auswahl überfordert mich.

00:15:24: Und dann denke ich immer, was ist denn jetzt der perfekte Song für diesen perfekten Moment?

00:15:28: und ich kann mich nicht entscheiden?

00:15:29: Dann ist der Moment den ich eigentlich auskosten will schon wieder weg!

00:15:32: So sind es halt bei ganz vielen Dingen.

00:15:33: also wir werden immer begleitet von der Angst unsfalls zu entscheiden und dadurch etwas Besseres zu verpassen und das gilt im Grunde so für alle Lebensbereiche.

00:15:43: Und wir versuchen dem zu entkommen, indem wir eigentlich versuchen möglichst viel zu machen.

00:15:48: Also wir erledigen dann irgendwas und hören dabei Podcasts ein Beispiel.

00:15:53: oder ja wir machen Multitasking oder wir versuchen einfach Sachen schneller zu machen.

00:15:59: und beim Reisen sieht man das ja man hat eine begrenzte Zeit Urlaubstage sind kostbar und das führt dazu dass man möglichst viele Orte sehen und Dinge erleben will auf einer Reise.

00:16:13: Und wozu führt das?

00:16:14: im Grunde, dass die Zeit, die wir den einzelnen Dingen widmen immer knapper wird?

00:16:21: Also wenn ich einen Tag mir nur nähme für ein Ort weil ich sechs andere Orte sehn will dann habe ich eben viel weniger Zeit dort.

00:16:29: und das hat aber einen Effekt und zwar, dass sich gar nicht so eine Ruhe und vielleicht Muße hab mich darauf einzulassen auf diesen Ort vielleicht auch mal auf eine Unterhaltung, auf Menschen die ich dort treffe.

00:16:42: Auf Sachen denen ich begegne dich noch nicht kenne, die aber vielleicht meine Neugewecken wo ich dann sage ah spannend da könnte ich mal genauer hinschauen das findet alles nicht mehr statt.

00:16:52: und zum Beispiel Rosa argumentiert jetzt so dass das dann auch dazu führt dass wir auch weniger Erinnerungen produzieren und er sagt im Grunde Wir müssen uns länger einer Sache widmen wo wir nicht genau schon vorher wissen, was kommt.

00:17:09: Und dann haben wir die Chance, dass daraus eine Erfahrung wird.

00:17:13: und eine Erfahrung ist eben nichts, was man so schnell abhakt und konsumiert und was einfach nur irgendwie ein schnelles Foto für Social Media bringen soll sondern was... Wo wir den Ausgang auch oft noch nicht kennen.

00:17:24: also dieses sich auf einen Ort einlassen heißt ja auch immer ich habe noch nicht die Checkliste in der Tasche.

00:17:30: fünf Orte, die ich mir jetzt angucken muss guck erstmal, wie der Ort ist und was er mit mir macht.

00:17:35: Und an das am Ende rauskommt weiß ich noch gar nicht.

00:17:38: Eine Erfahrung ist dann etwas, was eine Erinnerung erzeugt, eine tieferere Erinnerungen... ...und was eigentlich auch das Wertvolle ist, was wir mitnehmen und suchen wollen.

00:17:48: um es nochmal einem ganz einfachen Beispiel zu machen Wir glotzen halt irgendwie inzwischen abends auf der Couch Sechzig Reels hintereinander weg von denen im Grunde uns nichts in Erinnerungsbleib.

00:17:58: Das ist im Grundee leere Zeit.

00:18:00: Also wir haben kurze Erlebnisepisoden von denen wir eigentlich nichts erinnern.

00:18:04: Und man kennt es ja noch, das Erlebnis des Kinos war ja auch immer aus heutiger Sicht so nostalgisch.

00:18:10: Ich gehe zwar ab und zu nur noch ins Kino aber viel zu selten.

00:18:12: da hat man sich dann mal zwei Stunden auf eine Fiktion eingelassen in die man wirklich im Buch ständig eingetaucht ist.

00:18:20: und klar vergisst man auch viele Filme.

00:18:23: Aber manche bleiben dann auch für immer.

00:18:25: Und das passiert aber nur, wenn wir mit voller Aufmerksamkeit und Konzentration uns einer Sache widmen über einen längeren Zeitraum.

00:18:32: Das ist eine Fähigkeit die wir im Grunde verlernen.

00:18:37: Wie viel Schuld wir daran jetzt selber haben?

00:18:39: Und wie viele die Tech-Plattformen... Das ist natürlich eine große spannende Frage!

00:18:43: Aber ich glaube es ist unbestreitbar.

00:18:45: Es kann ja auch jeder sagen, wenn er sich aus sein eigenes Leben anguckt, irgendein Film gucken zwei Stunden und nicht am Handy sein.

00:18:51: Dafür muss man schon ins Kino gehen weil zu Hause auf der Couch macht man's nicht mehr.

00:18:55: Und diese zwei Stunden, die du dann im Kino verbracht hast.

00:18:58: Die fühlen sich höchstwahrscheinlich um in dem Bild zu bleiben und auch in der Parallele länger an als... Oh!

00:19:05: Zwei Stunden schon vorbei während ich hier durchgescrollt habe.

00:19:08: Absolut.

00:19:09: Das ist es dann, dass diese Verknüpfung mit den Erinnerungen, die durch das erfahren entstehen dass das dazu führt, möglicherweise kommen wahrscheinlich noch viele andere Faktoren dazu.

00:19:21: Dass wir eben Zeit anders wahrnehmen, dass sie nicht so vorbeigerauscht ist und auf einmal weg war sondern dass wir was mit der verbinden und wie Sie als länger wahrnehmen.

00:19:30: Ich glaube Erinnerung ist da dann auch... Also das ist natürlich auch wertvoll.

00:19:35: Es gibt ja schon... es gibt so ein Holiday-Paradox.

00:19:37: also es ist schon so, dass sozusagen eine Erlebnisdichte auch viele Erinnerungen produziert.

00:19:42: Also weil man jetzt im Urlaub viel erlebt geht die Zeit dann schnell rum, aber im Rückblick fühlt sie sich halt sehr ausgedehnt an.

00:19:50: Und das war ja auch als Kind so dass man natürlich auch im Urlaub schon Sachen unternommen hat oder hat neue Orte gesehen.

00:19:56: also die Eindrücke waren natürlich schon neu und es waren viele neue Eindrücke.

00:20:00: Aber ich glaube Dass dann schon eben so ein Kipppunkt erreicht ist wo wir uns jetzt zu viel zumuten und damit uns so ein bisschen die Chance nehmen Das Dinge sich auch mal setzen.

00:20:14: Also auch die Reisefrequenz ist eigentlich sehr hoch.

00:20:16: Man macht lieber zweimal eine Woche Urlaub als einmal zwei Wochen, weil irgendwie sonst fühlt sich das anders würde man was vergeuden.

00:20:25: oder kann man ja zwei Orte sehen.

00:20:27: und ein Freund meinte neulich mal irgendwann zu mir wir sind jetzt so viel gereist und irgendwie habe ich das Gefühl wenn man zurückkommt Ich hab gar nicht Zeit die Eindrücke sanken zu lassen Wir planen immer schon die nächste Reise Und dass es ja so dieses Ding dann bleibt irgendwie nicht so viel hängen.

00:20:43: Wenn man jetzt mal so eine ganz einfache Tätigkeit nimmt wie Wandern oder sich in den Bergen bewegen, was ich ja auch gerne mache.

00:20:51: Dann erzeugt es halt so ne prägende Erinnerung wenn man wirklich einmal eine Woche einen Gebirge durchwandert und wenn's einfach nur eine Hütentour ist aber dass man eben immer in diesem langsamen Tempo dieses Gebirger erlebt mit seinen verschiedenen Wetter Mit meine tollsten Erinnerungen.

00:21:09: irgendwie auf den ersten Hüttentouren auch mal stundenlang durch Nieselregen laufen und eben nicht nur sagen, hey wir machen irgendwie eine Tagestour oder es muss jetzt in einem Tag auf die Zugspitze gehen so wie das heute ist.

00:21:21: was sagen ja auch Bergführer und so.

00:21:23: Es muss sozusagen schnell schnell schnell.

00:21:25: die Leute kommen dann von München runter in drei Tagen müssen die krasseste Tour machen.

00:21:29: bestimmt cool aber ich bin schon sicher dass dieses sich länger einer Sache aussetzen und da auch sich selbst kennenlernen und im Gebirge jetzt auch natürlich des Gebirges verstehen dadurch besser.

00:21:43: Wenn man eben mal sieben Stunden durch den Regen gelaufen ist, dann macht das nicht nur was mit einem selbst, es schärft auch so die Fähigkeiten und das ist eine viel prägendere

00:21:51: Erfahrung.".

00:21:52: Das ist so.

00:21:53: die Gefahr an der Idee der Mikroabenteuer, mit der ich mich ja sehr intensiv beschäftige seit vielen, vielen Jahren ... Die Idee besagt ja im Prinzip dass so ein Abenteuer auch in nem kurzen Zeitraum rein... Ich will nicht sagen pressen kann es aber so verstehen sie eben dann manche also maximal zwanzigstunden.

00:22:13: das ist eine regel die ich mir mal irgendwann aufgestellt habe für ein mikroabenteuer, weil danach ist ne abenteuer auch toll.

00:22:19: Aber dann ist es eben für mich kein mikro-Abenteuer mehr weil es da nicht mehr klein ist, aber Da halt dann möglichst viel rein zu ballern Und in einer Kürze der Zeit halt ganz, ganz viel zu erleben ist wie gesagt glaube ich schon auch eine Gefahr und da hat sich für mich auch ein Stück weit so mein Verständnis gewandelt in den Jahren.

00:22:38: Dass ich heute noch mehr das Gefühl habe hey dass wichtig ist glaube ich an dieser Idee einen Abenteuer erleben loszulösen von Ich muss weit weg sein oder ich muss irgendwie was ganz tolles Aufregendes machen ich brauche super Ausrüstung kommt auf meine Haltung an auf meiner Einstellung aber eben dieses Abenteuer dann auch nicht als so ein höher schneller weiter zu begreifen, sondern als möglicherweise genau das Gegenteil.

00:23:04: Also auf der anderen Seite mal raus von der Komfortzone und zu sagen ich bilde jetzt nicht das Muster was mich schon durch den Alltag trägt auch noch in diesem Abenteurerleben ab und mache höher schneller weiter, sondern... Ich lass mich mal treiben!

00:23:17: Gehe ohne Handy los oder ich weiß gar nicht wohin?

00:23:20: Und ich laufe einfach los und das kann ja ein viel größeres Abenteur sein Total.

00:23:23: und ich finde man muss es auch so in Relation setzen zu dem Radius, den man wählt.

00:23:28: Also wenn man irgendwie sagt Ich fahre raus aus Berlin nach Brandenburg und halte mich da zehn Stunden Natur auf dann klingt das erst mal kurz.

00:23:37: aber im Verhältnis zu einem anderen verdichteten Tag, den ich erlebe mit keinerlei drei tausend Eindrücken und Reizen die auf mich niederprasseln Dann ist es ja schon wieder mega entschleunigt.

00:23:48: also klar für einen Tag nach Kopenhagen fliegen würde, ist es was anderes.

00:23:52: Wenn ich ein Tag in Brandenburg rausgehe und mich da irgendwie in den Wald knalle dann würde ich auch sagen das ist ja ausgedehnte Zeit weil es ist ja auch wahnsinnig reizarm.

00:24:02: Da passiert ja dann viel mit mir.

00:24:04: also ich habe das jetzt im Februar mal gemacht mitten im Winter.

00:24:07: Das war sozusagen, das war schon eine Recherche.

00:24:11: Aber ich bin immer so in den Wald rausgefahren und hab bei minus fünf Grad draußen bewackelt und irgendwie in die Sterne geguckt und bin vorher noch im Wildschwein begegnet und wusste nicht ob ich einen guten Platz finde wo ich mich sicher fühle und so... Im Grunde ist es ja genauso Mikroabenteuer wie du sie beschreibst Und das wird total intensiv!

00:24:28: Ich glaube da kommt auch noch was anderes ins Spiel als jetzt die Zeit, die man einer Sache widmet und dass dann auch etwas was ich in meinem Buch beschreibe Wenn es um die Erlebniskultur geht, wenn's heute ums Leben geht wollen wir im Grunde schon vorher wissen wie das Erlebnis aussieht.

00:24:45: Weil wenn wir es nicht wissen dann haben wir wieder das Risiko Zeit zu vergeuden weil wenn es am Ende nicht gut ist dann hat man da irgendwie Geld investiert und ärgert sich.

00:24:54: Und dass aber ja das Paradox.

00:24:55: also ein Abenteuer per se kann ja funktionieren, wenn ich genau weiß was ich kriege und das ist fast schon so ein widerstreitender Impuls.

00:25:05: Man sehnt sich eigentlich nach etwas, was sich der Kontrolle entzieht um dann davon umso mehr begeistert und berührt zu werden.

00:25:13: aber da ist immer diese Formo ja was wenn es dann doch scheiße ist?

00:25:17: Dann habe ich irgendwie Zeit verschwendet.

00:25:20: und ich glaube dann bei Mikroabenteuern und generell bei Abenteuer auf Reisen auch geht es halt darum, diesen Mut zu haben sich davon zu lösen von diesem ja ich muss alles schon vorher bewerten oder ich muss Bewertungen mit durchlesen um zu wissen dass es gut wird.

00:25:34: und das fällt uns glaube ich auch immer schwieriger weil es so verlockend ist einfach immer zu gucken oh ich bin jetzt auf der in der Insel.

00:25:43: was sind jetzt die schönste Strand?

00:25:44: Ich gucke mir aber die Google Retsension wie absurd es ist.

00:25:47: Du bist irgendwie auf einer tropischen Insel eigentlich jetzt ein Paradies und dann liest du irgendwie google Retsention was der schönste strand ist.

00:25:53: also Das zeigt ja so, wie diese Suche nach Freiheit und Abenteuer irgendwie gekippt ist inzwischen.

00:25:59: Kennt selbst ich aus Urlauben?

00:26:01: Und du wahrscheinlich auch.

00:26:02: aber klar... Klar sicher leider nicht komplett von Freimachen.

00:26:06: Einer der setzte das Urlaubs immer.

00:26:08: Aber bei Google stand er hätte auf.

00:26:11: Genau!

00:26:12: Hörte wieder irgendwohin bis zu den Messern hierzu am Messen.

00:26:15: Muss ich wieder gucken was hat noch eine gute Bewertung?

00:26:18: Ja da bin ich auch manchmal Und auch das ist total absurd froh.

00:26:25: Ich kann mich erinnern in einer Situation auf eine Radtour, wo ich froh war dass endlich der Akku ausgegangen ist von meinem Handy weil ich endlich nicht mehr dieser blauen Linie hinterhergefahren bin und weil ich angefangen habe Leute zu fragen wo es lang geht.

00:26:40: dann haben wir ja zwei Kilometer umweg gefahren.

00:26:42: Das war wie so ne Erleichterung!

00:26:45: Das ist echt verrückt manchmal und ich kenne von unserem Sohn zum Beispiel, der auch wie alle Teenager viel am Smartphone ist und so.

00:26:54: Und der eigentlich immer wieder wenn er einen so ein Verbot kriegt oder wir sagen pass auf jetzt nehmen die das Ding mal weg und ich richtig merke dass es richtig erleichtert.

00:27:06: Ja nimmst du mir bitte weg!

00:27:09: Das ist auch ein Gefühl was ich auch mit man kennen.

00:27:12: Was mit Sicherheit hilfreich ist auf Reisen wenn wir uns vielleicht selbst dann das Ding wegnehmen.

00:27:19: Das stimmt, man kommt sich ja immer so technisch skeptisch vor wenn man immer so viel aufs Smartphone schiebt.

00:27:26: aber im Grund ist es dann auch immer so wie man mit Leuten redet Freunde oder so.

00:27:30: die sagen aber auch alle das gleiche.

00:27:32: also jeder ist irgendwie angekotzt alles sind irgendwie abhängig davon.

00:27:37: Ja es ist jetzt nicht zuviel gesagt wenn man irgendwie die These aufstellt der Umgang mit diesem Gerät und dieser Informationsfülle entscheidet irgendwie schon sehr darüber Wie zufrieden wir durchs Leben gehen und wie souverän.

00:27:51: Und wenn man jetzt auch das Leben sieht, als etwas... Man ist schaffentätig!

00:27:58: Man verbindet sich mit der Welt irgendwie produktiv oder in Freundschaften oder so.

00:28:03: Dann also der Output.

00:28:04: und dann hat man aber auch Input, der dazu führt dass man eben Dinge tut und sich für Dinge interessiert und neugierig ist und was Neues erfährt.

00:28:12: Im Grunde ja diesen Input zu steuern auf eine gute Art Einfach ein ultra wichtiger live hack irgendwie.

00:28:19: und wenn man jetzt sagt oder das irgendwie aus der hand zu geben Oder da nicht mehr so mündig zu sein Klar, dass beeinflusst total die qualität von allem was wir tun.

00:28:29: deswegen ist es eben Nicht irgendwie trivial zu sagen.

00:28:32: Das smartphone ist irgendwie blöd oder das macht sachen schlechter.

00:28:37: Am schönsten sind ja die momente finde ich wo du sagst Vergessen zu fotografieren und ich habe vergessen ins Handy zu gucken, weil halt einfach die Momente so besonders waren.

00:28:47: Weil da irgendwas war was dich deine Aufmerksamkeit gekriegt hat.

00:28:52: Wobei das ja auch es ist nicht so einfach, weil du musst ja glaube ich oft auch durch so... Langeweile Momente erst mal durch, damit was entsteht und in diesen langeweile Moment nicht sagen wir jetzt eine Anführung ist ein langweile Moment also die in denen du vielleicht sonst dieses Muster hast einfach zu dem Gerät zu greifen oder irgendwas zu gucken dich irgendwie abzulenken.

00:29:13: Das nicht zu tun um dann in so einen anderen Modus zu gelangen.

00:29:17: aber da musstest schon dann erstmal durch.

00:29:19: das kann es ja nicht so umschalten.

00:29:20: oft

00:29:21: Ja, total.

00:29:22: Also ich glaube auch weil du gerade das angesprochen hast mit dem Wegnehmen am besten das Gerät wegnehmen Das ist tatsächlich auch das was Experten dazu sagen.

00:29:33: ja also Leute die sich zum Beispiel damit beschäftigen wie Gewohnheiten entstehen und wie wir die ausbilden und wie wird sie vor allem auch ändern können dass sie sagen Du musst schon einfach möglichst viel Reibung erzeugen also in dem Sinne dass du irgendwas zwischen den Reiz und die Reaktion bringen muss.

00:29:50: Und klar, wenn du jetzt im Urlaub bist ist natürlich das das Einfasste vermeidlich einfasste dass haben die wirklich einfach Im hotelzimmer zu lassen und zu sagen also muss man nicht immer machen aber Man kann ja wie früher einfach mal old school rumlaufen klingt so klingt so revolutionär heute und irgendwie auch als wird etwas fehlen.

00:30:08: Aber es hat man ja früher immer gemacht gibt es auch interessante Forschung zu, wie der Kopf so kognitive Karten anlegt von Orten.

00:30:17: Dass wir uns halt orientieren indem wir vor allem auch uns bewegen selbst auf unseren Füßen und eben nicht nur Google Maps nutzen.

00:30:24: also gleich benutze ich auch Google Maps um Orte zu finden oder das ist ja auch mega oft hilfreich.

00:30:28: aber gerade an so neun Orten ist es total schön auch mal einfach rumzulaufen und nichts zu wissen.

00:30:34: ahja irgendwie der Coffee Shop ist jetzt dreimal rechts zweimal links noch und ich laufe den blauen Punkt nach.

00:30:40: Es wäre so einfach, das nicht zu machen.

00:30:43: Aber dafür muss man radikale Maßnahmen haben.

00:30:46: Ich schreibe auch im Buch, weil es ist sehr treffend ... Die radikalste Reiseerfahrung ist heutzutage Flugmodus und ich glaub's ist wirklich so.

00:30:56: Auch bei mir selber wär das so.

00:30:58: Weil es einen wieder in ein ganz anderen Modus versetzt.

00:31:01: Man musste aber erst mal durch.

00:31:04: Und klar, das Gehirn hat dann wahrscheinlich so... So eine neuronale Autobahn gibt Pflaster und du weißt immer, wenn jetzt die lange Weile dich anschleicht dann... Dann gibts immer wo was zu tun.

00:31:16: Wo du die mit vertreiben kannst.

00:31:17: ich glaube ja gerade Reisen oder auch Mikroabenteuer kleine Auszeiten sind ja aber genau die wertvollen Momente wo man mal Zeit hat Sachen durchzudenken.

00:31:27: also Das ist ja auch so ein beim reisen glaub ich schon so ein ganz starkes Motiv ne?

00:31:31: Man will mal über Sachen nachdenken es geht jetzt vielleicht nicht immer darum sein Leben zu verändern oder so.

00:31:35: Aber dass man mal mit Abstand auf Sachen guckt, die einen beschäftigen, die man irgendwie mal angehen muss.

00:31:41: Dafür brauchen wir einfach Leerlauf!

00:31:42: Das kann man nicht planen.

00:31:45: auch, das kann man dann nicht im Kalender sich eintragen.

00:31:47: ich denke jetzt über mein Leben nach.

00:31:48: also es glaube ich funktioniert nicht und irgendwie so eine Reise entbindet ein von vielen Verpflichtungen und ist halt mega schade.

00:31:56: wenn man dann aber das mit einem Zeug vollschüttet Abends, also klassischerweise ist ja dann auch irgendwie du hast am Tag was über unternommen.

00:32:06: Irgendwie am Urlaubsort kommst zurück bist ein bisschen müde und dann kommt so dieser erst mal eineinhalb Stunden am Handy versacken an einem Ort wo Du eigentlich nie wieder hinkommst Wo Du auch vor die Tür gehen könntest und sagen könnte sich gespazieren.

00:32:20: ich lasse das nochmal alles auf mich wirken Und es fühlt sich so klein an.

00:32:24: aber ich glaube der Unterschied ist extrem groß Dann auch im Rückblick dann wie man diese Reise Im rückblick wahrnimmt.

00:32:31: Ich glaube, dass das lange Weile jetzt auch nicht gleich so ein völlig luftleerer Raum ist.

00:32:39: Sondern dass da wahrscheinlich erst mal was passiert ist, dass wir das, was normalerweise unsere Aufmerksamkeit bekommt, dass es nicht da ist und dass wir deswegen denken hier passiert irgendwie gerade nichts.

00:32:52: aber da ist ja trotzdem ganz viel auf das wir unserer Aufmerksamkeit dann lenken können auch wenn das vielleicht Extraordinaire erscheint oder spektakulär.

00:33:02: Aber wenn wir das neu lernen, die Dinge zu sehen, die da interessant sind oder Dinge zu entdecken neugierig durch die Gegend zu gehen dann ist ja auf einmal nicht mehr langweilig.

00:33:11: Total!

00:33:13: Das ist echt eine Erfahrung, die man schnell macht Wenn man sich wiech mal dazu zwingt zum Beispiel wirklich einfach maßig an einem Ort Keine Ahnung auf dem Marktplatz oder so oder auch am Strand sie einfach mal zehn Minuten hinzusetzen und sich dazwingen nur zu beobachten und plötzlich fallen wieder Dinge auf.

00:33:27: Also ich hatte das jetzt zuletzt irgendwie dann, dass man sagt ah es ist Sonnenuntergang.

00:33:31: Ich gehe noch mal ins Meer und ich paddel da einfach mal rum eine halbe Stunde als flaches Wasser und die Sonne geht unter und dann fallen einem so... kann einem fallen die Farben auf der Wasseroberfläche wie sie sich mit dem Sonnenstand verändern und so man guckt dann so diese schönen Pastelltöne an auf dem Wasser und es braucht aber bis man das so wahrnimmt und registriert und das ist aber dann total schön Gerade auch da, wo andere Menschen sind.

00:33:58: Also wenn man jetzt ans Reisen denkt wieder... Wenn man irgendwo ist in einem fremden Land mit einer anderen Kultur, wo einfach Dinge anders laufen die Leute anders angezogen sind irgendwie die Häuser anders aussehen Ja so schärft halt total die Beobachtungsgabe.

00:34:11: Man muss sich Zeit dafür nehmen Aber es ist wertvolle Zeit.

00:34:14: also glaube ich immer immer gut das zu tun

00:34:18: Ja und dies auch nicht zu erwarten, also nicht gleich so ein Zweck dahinterzusehen ist glaube ich auch sehr entscheidend.

00:34:25: Also wenn dann wieder bei Hartmut Rosa den du schon erwähnt hast und diese Unverfügbarkeit die er beschreibt das heißt dass du ja da was passieren kann aufreisen oder auch im Austausch mit anderen Menschen in Austauschen mit der Natur Aber nicht muss du kannst keine garantie da, dass da was passiert und du gehst halt einfach daraus ohne das ein zweck zu verfolgen.

00:34:51: Und ich glaube das ist dann auch wieder eine parallele zu den Erfahrungen aus der kindheit Dass du ganz oft ja also hast da manchmal ne idee weil ihr irgendwas bauen oder so aber es verfolgt ja keinen hören.

00:35:05: zweck denkst du nicht.

00:35:06: ich muss mich jetzt hier erholen oder ich muss hier stress abbauen und ich muss auf neu gedanken kommen.

00:35:11: ja total es ist komplett spielerisch im grunde.

00:35:17: Ja auf jeden fall.

00:35:18: also das ist auch was sich im buch so ein bisschen skizziere.

00:35:22: was sind jetzt so merkmaler eigentlich einer guten erfahrung und zweckfreiheit ist definitiv eine säule da also nicht nur zeit haben sondern diese Zeit auch irgendwie zweckfrei zu nutzen.

00:35:34: Also das, was man eben so mit diesem großen Wort der Mousse beschreibt oder das Müßiggangs ist ja gar nicht nichts tun.

00:35:40: also es ist ja dieses Klischee im Urlaub nichts tun das stimmt ja nicht.

00:35:44: ich habe Tage wo ich weiß nicht acht Stunden gewandert bin und mich brutal erholt fühle danach obwohl mein Körper wehtut weil es ging halt um nichts außer einen Fuß voneinanderzusetzen.

00:35:57: klar mal will irgendwo ankommen auch mal einer Hütte dann.

00:36:00: Aber sonst ist es sehr zweckfrei.

00:36:02: und warum fällt uns das jetzt wieder so schwer eigentlich auch?

00:36:05: Zweckfreie Dinge zu tun.

00:36:06: Und Es ist halt so ein bisschen.

00:36:08: diese Ja, diese hasselkalsche dieses Auch ein bisschen dieses ja du musst irgendwie aus jedem Hobby und jeder Leidenschaft Ist doch irgendwie cool wenn du's noch monetarisieren kannst.

00:36:19: und da sind wir jetzt natürlich auch mal wieder bei Social Media was dir irgendwie vorlebt Dass du das da irgendwie er kann mit allem irgendwie schaffen Kannst da reich zu werden.

00:36:30: Wir sind auf unserer Freizeit sehr darauf gepolt, dass Dinge irgendwie ein Zweck haben sollen.

00:36:35: Wenn auch nur für uns selber... Also was jetzt schon seit Jahren so unter dem Claim Selbstoptimierung läuft das hat sich ja nur eher verstärkt.

00:36:44: also ich sehe das krass beim Thema Sport was ja eigentlich auch kann man sagen so bisschen zweckfreier Raum ist war wo man einfach auch eher Stress abbaut über Sachen nachdenkt.

00:36:55: Man macht das irgendwie um Einfach runterzukommen, Spaß zu haben.

00:36:59: Natürlich einfach

00:36:59: spielerisch.

00:37:01: Um seiner selbst willen im Grunde.

00:37:02: Also laufend durch den Wald ist es einfach um seine Selbstwählen schön.

00:37:04: aber ich sehe dann halt schon dass die Leute ihre Pulssohntragen, ihre Runs tracken und irgendwie dann hochladen und vergleichen Und irgendwie dann wird noch der VO-II Max Wert optimiert und so Ich hadere sehr damit weil ich glaube das unterwirft eigentlich Bereiche, die noch zweckfrei waren auch wieder so eine Zielverfolgungslogik beim Reisen.

00:37:31: Ja es ist dieses sich genau was wir gerade schon hatten dieses sich auf das Unverfügbares einlassen wo der Zweck sich vielleicht erst hinten herausstellen wird.

00:37:41: ja also man guckt vielleicht auf ne reise zurück und stellt fest eier dass hat das mit mir gemacht aber es war vorher jetzt eigentlich gar nicht klar oder ich habe das nicht angestrebt aktiv.

00:37:52: Wenn wir mal jetzt uns fragen, was können wir jetzt tun?

00:37:56: Steht jetzt ein Urlaub an.

00:37:58: Wir haben diese erste Ebene, die haben wir so ein bisschen aus und vor gelassen bis lang.

00:38:02: also wie sollten wir dann eigentlich auch umweltbewusst reisen?

00:38:06: nicht nur um weltbewusst sondern auch mit respekt vor der lokalen Bevölkerung zum beispiel?

00:38:11: dann geht es ja nicht nur irgendwelche urtümlichen stemme sondern es geht um Großstädte, Zentren von Großstätten wo keine Einheimischen mehr wohnen können weil es einfach viel zu teuer geworden ist.

00:38:21: Weil da alles vor der Airbnb-Wohnung ist.

00:38:25: Was können wir denn tun wenn wir jetzt auf unseren Urlaub gucken um ein bisschen besser in Anführungszeichen unterwegs zu sein?

00:38:31: Also welche Wohnung mieten wir wenn's nicht die AirBnb Wohnungen im Zentrum ist?

00:38:36: wie reisen wir einmal so im Außen aber vor allen Dingen dann eben auch mit welcher Haltung?

00:38:41: Ja also was diese airbnbs angeht muss ich auch sagen, dass ich inzwischen lieber ins Hotel wieder gehe.

00:38:48: Also vor allem in Städten oder auch in irgendwelchen kleineren Orten.

00:38:52: weil also es liegt nicht nur daran das die meisten Airbnb-Wohnungen so wahnsinnig generisch geworden sind sondern auch weil man ja zumindest bei einem Hotel sicher sein kann, das hat irgendwann eine Lizenz bekommen Das darf hier sein, das erfüllt sozusagen den zweckfremden Verkehr um dieses alte Wortsbedurts-Tourismus und bei AirBnB weiß man... echt oft nicht einfach.

00:39:14: Klar, es gibt auch registrierte Wohnungen und dann werben die Host da mit ihren Lizenzen und so.

00:39:19: aber ja also ich würde sagen das gute alte Hotel kann man ruhig wieder entdecken klar da in... Also ich bin jetzt auch nicht jemand der immer irgendwie familiengeführte Inhaber geführte kleine Unterkünfte besucht und ich war auch schon in großen Hotels.

00:39:36: Aber natürlich ist es tendenziell im Grunde besser in einer Familienpension zu übernachten als in irgendeinem großen Tui-Hotel oder so, da hat man auf jeden Fall einen kleinen Hebel.

00:39:48: Das ist natürlich auch eine Sache und man muss ja nicht der perfekte Reisende sein.

00:39:52: Es geht darum irgendwie das aber mitzudenken und zu gucken wo kann ich einen kleinen Beitrag vielleicht leisten?

00:39:58: Es ist glaube ich illusorisch, das hatten wir schon am Anfang gesagt.

00:40:02: Der Flugscharm ist ein bisschen weg und ich glaube es ist auch unrealistisch.

00:40:06: Oder es ist nicht zielführend Leuten einzureden dass jetzt fliegen schlimm ist und wenn sie das doch tun, sind es irgendwie blöde oder böse Menschen.

00:40:13: Das ist

00:40:14: natürlich noch die vorgelagerte... wie kommen wir überhaupt da hin?

00:40:16: Wo wir übernachten?

00:40:17: Die vorgelargerte Frage.

00:40:18: aber ich glaube, das ist uns allen klar, dass wir im besten Fall nicht fliegen.

00:40:22: Genau!

00:40:22: Das wäre am Besten fürs Klima.

00:40:25: Jetzt kann man da zumindest... also da kann ich mich schwer hinstellen als moralische Stimme weil auch viel Reise.. Das ist aber ein schönes Beispiel wo man auch sagen kann Man kann ja eine kleine gute Tat tun, auch wenn man vielleicht eine große versäumt.

00:40:39: Es ist ja am Ende jetzt kein Nullsumm-Spiel und so, wenn man sagt, man will irgendwie sich diesen Erlebnisdruck widersetzen und das ist dann worauf es hinausläuft weniger sehen länger bleiben, das Tempo rausnehmen Das führt automatisch schon oder sehr oft zu einem emissionsärmeren Reisestil weil man den Inlandsflug spart Und lieber den Zug nimmt und langsamer bummelt.

00:41:05: oder einfach schlicht ergreifend, wenn man in einem großen Land sagt ja ich konzentriere mich jetzt mal auf eine Region.

00:41:11: Und erlebe bin da einfach länger und taucht tiefer ein statt zu sagen oh ich muss jetzt doch nochmal drei Kilometer fliegen um noch drei Tage dieses eine kleine Highlight mitzunehmen.

00:41:21: also um es konkret so machen ist vielleicht jetzt ein schlechtes Beispiel, weil natürlich der Flug dorthin nach Chile fliege.

00:41:28: Es sind wahnsinnig viele Emotionen auch aber auch Emissionen.

00:41:34: kann man jetzt darüber streiten ob das dann noch eine Klimaleistung ist zu sagen ich spare mir da die Inlandsflüge oder wenn ich jetzt eine Weltreise mache Aber trotzdem kleine... Also das sind ja auch kleine Sachen wo man doch einen kleinen Hebel hat.

00:41:48: also Ich glaube wenn man mit weniger Tempo reist und weniger Erlebnis getrieben, dann ist man auch langsamer unterwegs.

00:41:55: Und dann nutzt man vielleicht auch langsamere Verkehrsmittel.

00:42:00: Ich würde es jetzt vermeiden irgendwie für was man ja früher so gemacht hat als Ryan eher so günstig war erst mal für drei Tage irgendwo hingeflogen.

00:42:07: also das wird weder dem Ort gerecht noch der eigenen Erholung und Es ist auch irgendwie Panne.

00:42:11: Also Dann würde ich sagen lieber den einen Wochen Enttrip sparen und dann Mal eine Woche irgendwohin oder halt mit einem Zug anreisen da hat man selber mehr von und die Umwelt letztendlich auch.

00:42:23: Und du hattest ja auch das Thema so ein bisschen Haltung angesprochen und Respekt, also mein Beobachter hat halt schon viel auf Reisen, dass so gerade jetzt irgendwie bei meiner Generation Millennials junge Leute, weiß ich Backpacker, dass viele halt mit so einer Anspruchshaltung durch die Welt reisen naja man ist halt so mit diesem Mantra aufgewachsen wir sind keine Touristen meine Generation sehr.

00:42:45: wie sind Traveller?

00:42:46: Wir machen es anders als unsere Eltern Wir sind da sowieso eine ganz andere Kategorie und wir fahren mit den öffentlichen Businnen und Essen Street Food, was auch gut ist.

00:42:55: Aber das sorgt halt oft für so ne Anspruchshaltung glaube ich, dass man sich für etwas Besonderes hält, dass für einen selbst vielleicht auch andere Maßstäbe gelten und letztendlich dieses Zerrbild oder das habe ich selber schon beobachtet, dass Leute um wahnsinnig kleine Beträge falscht mit irgendwem weil man denkt oh ich will jetzt auch hier wie ein Local nur die Preise bezahlen.

00:43:18: oft eine falsche Erhaltung.

00:43:21: Mein Play-Doh je ist halt so ein bisschen, dass man sagt mit Dankbarkeit und Demut zu reisen würde uns auf jeden Fall gut tun weil wir ja... Weil das ist auch erstmal keine Leistung zu sagen ich buche für neunhundert Euro einen Flug nach Thailand so da weiß nicht.

00:43:38: Das ist ja eigentlich nur weil wir in einem Land aufgewachsen sind, wo es uns gut geht.

00:43:42: Wo wir einen guten Job haben und klar ist das individuell schön wenn man irgendwie gearbeitet hat Man kann sich das leisten und dann macht man diesen Urlaub.

00:43:49: also will ich jetzt gar nicht kleinreden aber Es ist jetzt auch nichts wofür wir uns ein Orden anhäften.

00:43:55: Ich finde wenn man das so bisschen durchdringt und seine Rolle als Tourist akzeptiert Reißt es sich irgendwie auch leichter und vergenügter?

00:44:02: Und dann kommt man auch ein bisschen weg von dieser Ja Auch so ein bisschen dieser Reisekompetition, die man dann oft in Hostels auch früher hatte.

00:44:11: Irgendwie wer war jetzt entbehrungsreicher und härter unterwegs?

00:44:14: Und ist öfter mit dem neunzehnten Stundenbus gefahren.

00:44:17: Das ist halt so ein Wettbewerb um das vermeintlich authentischste Reisen.

00:44:22: aber ich glaube es hilft eigentlich diese Frage auszuklammern.

00:44:29: Also bin ich jetzt authentisch mache ich authentische Erlebnisse.

00:44:32: also klar gibt's da verschiedene Kategorien, ja.

00:44:35: Ich werde sicherlich mehr erfahren über ein Reiseland wenn ich Couchsurf oder vielleicht dann bei irgendjemandem zu Hause bin der sagt komm ist doch heute auch mit uns zur Abend als wenn ich jetzt in internationales Hotel gehe.

00:44:47: aber trotzdem ist diese Suche nach Authentizität ja aus einem kleiner Fetisch geworden so von dieser Traveler Generation wo ich mich immer selbst zähle.

00:44:55: also es ist gar nicht darüber erheben wenn

00:44:57: man die so wirklich Ähm, auf die Spitze treibt.

00:45:01: Wenn du das wirklich authentisch willst dann wird es auch oft ungemütlich so ne?

00:45:06: Dann ist es aber hat gar nichts mehr damit zu tun mit der romantischen folkloristischen Vorstellung, die du vielleicht von dem Authentischen hast.

00:45:14: Ja genau.

00:45:15: Weil das Authentische

00:45:17: ja anders ist.

00:45:18: Genau.

00:45:18: also ich glaube ähm... Also wenn man jetzt auf Reisen isst dann einfach eben nicht darauf beharren, dass man exakt die gleichen Preise zahlt wie die Einheimischen zum Beispiel.

00:45:28: Das finde ich immer so.

00:45:29: auch einfach großzügig sein.

00:45:31: Ich finde wenn man das Geld hat tausend Euro für den Flug irgendwo hinaus zu geben oder auch nur fünfhundert oder dreihundert dann da muss man jetzt nicht mit einem Straßenverkäufer niggelich sein und wenn man sich da irgendwie eine Kokosnuss holt oder so

00:45:45: Noch ein paar ganz konkrete Hecks vielleicht ja.

00:45:48: also wir haben schon gesagt Flugmodus Also Smartphone in Flugmodes Dann planieren ist ja so ein schönes altes Wort, was du auch benutzt und schon beschrieben hast worum es dabei geht.

00:46:01: Also die einfach mal rumlaufen ohne großes Ziel.

00:46:05: Anti-Sightseeing ist ein weiterer Begriff den du verwendest in dem Buch.

00:46:09: also weniger machen

00:46:11: absolut weniger

00:46:11: auf die Liste schreiben.

00:46:12: Was haben wir noch?

00:46:13: Das können wir noch mitnehmen für unsere nächste Reise.

00:46:17: Ich glaube, ich benutze auch den Begriff des Reisekompass.

00:46:20: Also es klingt jetzt auch wieder ein bisschen trivial.

00:46:23: aber sich ein bisschen fragen was interessiert mich an einem Land eigentlich wirklich?

00:46:27: oder in einer Region?

00:46:29: Oft ist ja eher so oft viel reisen habe ich diesen Eindruck entstehen mit diesem Impuls.

00:46:35: Ah ja, da könnt es nett sein.

00:46:36: Was gibt's denn da?

00:46:37: Und dann guckt man so was sind die Highlights?

00:46:39: aber ich glaube sich so vor jeder Reise nochmal ein bisschen auch mit den eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen Auch mit dem eigenen Interessen und da dann ja durchaus recherchieren.

00:46:50: Das ist total hilfreich weil das wenn man so einen Reisekompass hat für sich selber Dann fühlt man sich nicht so unter Druck gesetzt jetzt zu sagen Ich muss jetzt diese angebliche Sehenswürdigkeit die man gesehen haben muss auch irgendwie abhaken.

00:47:05: Ja, ich will wissen was das jetzt mit mir macht.

00:47:07: Wenn ich irgendwie eine Woche mit dem Mietwagen durch Montenegro fahre oder... Ich will wissen, was die Menschen hier zu sagen haben!

00:47:15: Das ist ne ganz andere Leitfrage als Was sind die drei schönsten Bergsehende ich sehen muss?

00:47:25: Das hilft auf jeden Fall sich das aufzuschreiben Und wir haben ja schon darüber gesprochen, es gibt viel so Overplanning, Checklisten voll getakteter Reiseplan.

00:47:36: Also ich glaube, es rift mich ganz konkret Tage nicht zu verplanen.

00:47:40: Man kriegt ja auch erst vor Ort ein Gespür dafür was einer sich interessiert.

00:47:45: und wenn man dann immer schon alles vorgebucht hat und weiß hier morgen müssen wir aber in dem Hotel sein kann man auch nicht mehr davon abweichen nicht alles vorbuchen definitiv nicht immer nur einen vorgefertigten Ausflug buchen, sondern selbst aufbrechen und da dann auch vielleicht recherchieren.

00:48:02: Also ich bin jetzt gar nicht gegen Planung aber es ist halt gut wenn man ein bisschen in die Tiefe geht und bei dem was ein anspricht und was du den eigenen Leidenschaften entsprichst, da aber dann irgendwie mit Substanz reingeht.

00:48:18: Man kann ja nach London fahren und sagen ich will jetzt irgendwie ein Wochenende nur Vintage Klamotten suchen, weil ich weiß hier gibt es irgendwie oder Platten alte Platten so.

00:48:27: Das ist so'n cooler Reisezweck ja?

00:48:30: Oder kann ja auch sowas sein wie habe ich auch Freunde die gehen nur essen?

00:48:34: also das kann man jetzt natürlich auch als Konsum empfinden und es ist sicherlich auch und ist auch ein bisschen natürlich Erlebnis-Chasing.

00:48:45: aber Das ist irgendwie ein besserer Zu.

00:48:49: Also du erfährst dann auch vielleicht mehr über einen Reise-Land, über die Küche als wenn du überall aber nur mal so oberflächlich was mitnimmst.

00:48:58: Vor allem wenn es dann ohne Smartphone macht und ohne Google Bewertung und dann wirklich fragst.

00:49:02: Ja genau!

00:49:03: Das wäre ja die Königsklasse, dass du wirklich irgendein Restaurant gehst in Austausch trittst die jetzt nicht diese Liste mit Restaurants machst, die du irgendwie abklapp hast.

00:49:13: Aber es fängt ja bei so kleinen Sachen an.

00:49:15: also man kann ja zum Beispiel in den Restaurant gehen und aus Prinzip immer das bestellen was man nicht versteht oder was man dich kennt oder... Oder

00:49:23: das ist was der gegenüberbestellt?

00:49:24: Was der gegenüber bestellt!

00:49:25: Oder ich finde auch einfach immer die Empfehlung des Chefs folgen.

00:49:29: Also das ist ja auch wieder dieses Unverfügbare.

00:49:31: Ja, man hat irgendwie Angst das schmeckt nicht oder man nimmt lieber das was man kennt.

00:49:37: Es macht trotzdem mehr Freude und ist auch vielleicht dann toller, wenn man irgendwas probiert was man noch nicht kennt.

00:49:43: Also das zeigt ja... Das sind so ganz viele kleine Sachen also kleine Schalter die man auf Reisen umlegen kann.

00:49:49: Man muss jetzt gar nicht anfangen irgendwie sich Todesmute in den zwanzig Stunden Nachbus zu quetschen und sagen wow!

00:49:58: Das wird meine Erfahrung hier.

00:50:00: Da sind so ganze viele kleine Dinge wo man einfach sich häufiger einlassen kann auf, auf den Ort.

00:50:06: Und eben ja mit dem Reisekompass dass man sich treiben lässt von seinen Hobbys.

00:50:11: also dazu vielleicht auch noch einen Satz für viele ist reisen ein Hobby und damit geht einher Sehenswürdigkeiten besuchen.

00:50:18: aber sich vorher zu fragen was sind meine Hobbies Leidenschaften Interessen?

00:50:25: Und dann zu sagen Ja Wo finde ich eigentlich gute Orte dafür?

00:50:29: oder Was finde ich an dem ort den ich besuche Was in diese Richtung geht?

00:50:33: Ja,

00:50:33: früher waren Reisen und auch Abenteuer Expeditionen ja immer damit verbunden.

00:50:40: Auch was herauszufinden das Neues zu entdecken.

00:50:44: Aber was irgendwie auch Wissen zu generieren für einen selbst was rauszufinden Und das ist mit Sicherheit ein Stück weit verloren gegangen.

00:50:51: Das ist ganz schön dass wieder wieder reinzubringen ins reisen und wir nehmen uns ja einerseits Nehmen wir uns, wie wir sind ja immer mit hin.

00:50:59: Das vergessen ja auch viele an den Ort, an denen wir reisen Wir sind ja selber dabei so mit all dem was wir mitbringen Auch an Themen Auf der anderen Seite ist ja aber auch ein neues Umfeld immer eine schöne Möglichkeit.

00:51:12: Wenn wir jetzt auf dies herausfinden von etwas neuem nochmal von anderem Perspektive gucken Über uns selbst was Neues herauszufinden und mal Experimentell die Personen sein können die wir immer endlich sein wollen und zu Hause das nicht schaffen.

00:51:28: Das finde ich auch ganz interessant als so ein kleine Challenge, also ganz einfaches Beispiel... Ich bin immer schüchtern zuhause.

00:51:35: Also ich habe Probleme Leute anzusprechen

00:51:37: usw.,

00:51:38: dann ja da kennt dich keiner, dann sei doch mal so wie du eigentlich gerne wärest und guck wie sich das anfühlt einfach, wenn du nicht in deinem Umfeld bist.

00:51:46: Ja total, total!

00:51:47: Und das ist ja ... Die Reise ist der perfekte Anlass dafür.

00:51:50: man kann komplett aus allen Rollenerwartungen rausschlüpfen.

00:51:54: Ich glaube, dafür muss man aber nicht alleine reisen.

00:51:56: Also ich bin ja ein großer Fan des Alleine-Reisens.

00:51:58: Klar, sonst hast du wieder deine Rolle?

00:52:00: Genau!

00:52:00: Du bist definitiv in der Rolle.

00:52:02: Also musst du mir halt nicht ständig machen und so... Aber immer mal wieder weil man sich eben selbst viel besser kennenlernt und eben auch die Seiten an Sicht, die man vielleicht mehr zum... Man muss ja kein ganz anderer sein, aber die man auch gerne an sich mehr sehen würde oder kennenlernen möchte.

00:52:21: also Meine Freundin hat mal, die war jetzt vielleicht nicht so viel alleine gereist.

00:52:27: Aber sie war dann mal in Marokko auf some retreat und hat dann fremde Leute kennengelernt da.

00:52:32: Sowas ist ja auch was wo man sich eine Erfahrung aussetzt und auch in den Augen anderer ja auch anders gesehen wird.

00:52:40: aber da wäre es jetzt nicht hilfreich gewesen wenn ich dabei gewesen wäre.

00:52:43: ne?

00:52:44: Hast du Hoffnung wenn wir nochmal an den Anfang des Gesprächs zurückblicken Das Reisen ist zerstört kaputt, dass da vielleicht wieder was zusammengesetzt werden kann.

00:52:56: Also ich glaube nicht so an... Oder man hat es glaube ich auch gesehen das mit so einer... Ob's jetzt beim Klimawandel ist oder was auch immer diese Moralkeule, das verschreckt die Leute eher.

00:53:07: Wenn man irgendwas Gutes erreichen will aber dann taktisch strategisch nicht der richtige Weg und ich bin eigentlich auch überzeugt Viele Sachen sich ändern werden erst wenn Leute individuell erkennen, dass die Art und Weise wie sie Dinge tun nicht ihnen so viel bringen.

00:53:24: Also wie so eine Art Egoismus der dann aber irgendwie einen guten Effekt hat.

00:53:29: also einfach gesagt Wenn ich merke oder wenn ich feststelle das eine drei-Tage Städte Reise mit dem Flugzeug eigentlich wirklich Panne ist Dann werde ich diesen Flug nicht machen.

00:53:42: Genau da möchte ich den Flug nicht Und dann habe ich damit irgendwie was Gutes getan.

00:53:46: Also, und ich glaube wenn sich die Erkenntnis durchsetzt dass dieses langsame Reisen, dieses vielleicht auch weniger Reisen also seltener Reisen und dafür länger bleiben das das eine bessere Erfahrung für uns ist Dann bewegt sich dadurch ja auch schon viel oder manches in eine richtige Richtung.

00:54:05: Deswegen ja, da habe ich schon Hoffnung.

00:54:07: Dass das so ein Bewusstseinswandel wird oder dass ... Da kann ich jetzt natürlich auch sagen mit meinem Buch will ich da einen ganz kleinen Anstoß geben in die Richtung zu denken und natürlich auch irgendwie selbstkritisch und wenn ich an meine eigenes Reise verhalten denke glaube ich schon, dass da eine große Sehnsucht ist nach... Auch wenn das so'n Buzzword ist, Entschleunigung Und auch nach dem letztendlich wieder Bar und Rosa Resonanz also nach eichner Tiefen Konnexion zur Welt, das ist glaube ich schon etwas was uns in unser Bewusstsein singt.

00:54:39: Dass wir irgendwie die Erlebnisrate zu steigern immer mehr zu machen dass das nicht diesen Effekt hat ja die Gesellschaften gesellschaftlichen Umstände verlocken uns halt immer in die oder ziehen und so in die gegensätzte Richtung.

00:54:52: aber Ich glaub da wird es in verschiedener Form gegen Bewegung geben und das sieht man auch schon.

00:54:59: Ja, das glaube ich auch.

00:54:59: Ich glaube es wird beides geben in Zukunft.

00:55:02: natürlich ist das eine was in eine ganz andere Richtung geht und dann eben wie du sagst so ne Gegenbewegung.

00:55:08: Manchmal muss es ja auch für einen persönlich erstmal noch mal schlimmer werden damit's dann besser hat, dass man selber eben etwas verändert und irgendwann dann auch so eine Erkenntnis kommt.

00:55:21: aber da auch offen für zu sein Erkenntnis und sich selber zu hinterfragen, das eigene Verhalten zur Frage auch des eigenen Reiseverhalten zu hinter fragen.

00:55:30: Sich mal neuen Erfahrungen zu öffnen.

00:55:33: Also da vielen Dank für den Einblick!

00:55:36: Ich kann wirklich nur empfehlen dein Buch reinzuschauen weil habe ich dir vorhin schon gesagt bevor wir die Mikros angemacht haben mich da ganz oft zustimmen genickt habe kluge Gedanken und schöne Formulierung drin.

00:55:51: Also das lohnt sich sehr, da mal reinzugucken!

00:55:54: Wie sieht es denn für dich aus?

00:55:55: Was sind deine nächste Reise?

00:55:58: Geht's irgendwo auf den Berg?

00:55:59: Du hast auch ein Buch geschrieben, das heißt Gipfelrausch.

00:56:01: Ja tatsächlich... Wirklich

00:56:03: auch einen Bergfreund

00:56:05: ne?

00:56:05: Ich bin ein Bergfreunder, ich bin ein Autorfreund.

00:56:07: und wenn man jetzt überlegt ja wie will ich jetzt eigentlich in Zukunft reisen dann würde ich auch sagen noch mehr auf meinen eigenen zwei Füßen Noch mehr im Nahraum.

00:56:17: Ich habe jetzt natürlich auch schon viel gesehen und Reisen ist mein Beruf, deswegen ist meine Perspektive immer verzerrt.

00:56:23: aber ich mag so den Gedanken wenn... aus verschiedensten Gründen jetzt nicht mehr reisen könnte weit, ja irgendwie keine Ahnung.

00:56:32: Fliegen wird extrem teuer.

00:56:35: Ich habe andere Verpflichtungen und muss mich um Menschen kümmern.

00:56:38: Deswegen kann ich nicht mehr so viel reisen.

00:56:40: dann weiß ich aber irgendwie immer so... Österreich ist immer noch da!

00:56:43: Und die Berge?

00:56:45: Da gibt es immer einen Gipfel auf dem man auch hoch könnte.

00:56:48: Aber die nächste Reise geht erst mal auf die Lofoten tatsächlich.

00:56:53: Also mein bester Kumpel und ich wir tracken mit Rucksackzelt trocken Nahrung eine Woche über die Lofoten.

00:57:00: Ich weiß natürlich, die Laufoten sind irgendwie schön und Berge und Meer und irgendwie so.

00:57:05: Aber ich Google das wirklich nicht!

00:57:08: Also es macht...ich mach's wirklich nicht.

00:57:10: Ich guck mir ja jetzt an.

00:57:11: Ich mache keine Recherche.

00:57:13: Wo sind die tollsten Spots?

00:57:14: Wenn du da um die Uhr morgens auf dem Felsplateau stehst dann hast du die geilste Aussicht.

00:57:20: Mache ich wirklich alles nicht habe ich kein Bock drauf.

00:57:22: Und wir machen das so, wie wir es auch schon mal gemacht haben in Skina.

00:57:25: Wir laufen los und gucken wo der Tag uns hinführt, wo ein schöner Zeltplatz ist.

00:57:30: Wir lassen die Natur auf uns wirken.

00:57:32: Das Wetter, was auch immer aus uns bringt an jeden Tag.

00:57:35: Wir reagieren darauf, wir lassen's auf uns wirken.

00:57:37: Wir machen das Beste raus!

00:57:39: Wir wollen irgendwie intensiv die Natur erleben also möglichst eben ohne Dach über dem Kopf.

00:57:45: Also dann zählt schon.

00:57:46: aber ich nehme auch mein Biwak-Sack mit.

00:57:48: Dann gucken was diese Woche mit uns macht und da freue ich mich schon sehr drauf.

00:57:51: Das klingt sehr gut.

00:57:52: Ich habe tatsächlich auch eine Woche im Flugmodus vor mir.

00:57:57: Oh wow, sehr cool!

00:57:59: Ja doch im Juli in den Pyrenäen eine Woche wandern das ist sowas was wir irgendwann eingeführt und bis dato beibehalten haben dass wir mit der Familie... ...eine Woche im Sommer zumindest ohne technische also ohne digitale Geräte also ohne irgendwo online geschlossen zu sein.

00:58:18: selbst fürs Fotografieren hab ich so einen Dann eine extra Kamera, dann mache ich nicht mit dem Smartphone und auch nicht zu viele Fotos.

00:58:25: Eine Woche lang.

00:58:26: mittlerweile sagen die Kinder da vorher so müssen wir das nur machen aber es ist immer gut bis jetzt.

00:58:32: also das dauert dann einen Tag nicht mal paar Stunden und dann ist es ja auch vergessen so dass da irgendwo noch im Rucksack zum Gerät liegt.

00:58:40: Ich

00:58:41: finde, klingt richtig geil.

00:58:44: Hätte ich auch große Lust drauf also wirklich so als Selbstexperiment und zu gucken was das mit einem macht?

00:58:49: Ja

00:58:49: und tatsächlich mit Karte dann nicht navigieren sondern mit Karten gucken und auch Bivac bzw.

00:58:58: Zelten in Frankreich oder Spanien, das ist so ein bisschen die Grenzregion wo wir da unterwegs sind.

00:59:05: Ist das dann teilweise auch in den Bergen noch mal ein bisschen lockerer als jetzt zum Beispiel in den Alpen?

00:59:11: Also lofoten Skandinavianese entspannt mit edermanns Recht.

00:59:15: Aber da gibt es dann so Regelungen wie du musst ich glaube zwei Kilometer von der nächsten Straße entfernt sein und vor neun Uhr morgens dann abgebaut haben und so aber schon so regeln dem man dann gut Gut arbeiten kann.

00:59:30: oder kannst du da zählen?

00:59:32: Ja klar, das klingt super.

00:59:34: Wie gehst du damit um dass du denkst ach ich müsste jetzt eigentlich schon mal in die Mails schauen.

00:59:38: vielleicht ist da doch irgendeine Anfrage die jetzt total wichtig ist.

00:59:42: Kann ich

00:59:44: zumindest für eine Woche kriege ich das hin?

00:59:47: Dass ich das ausblende Also

00:59:49: finde ich bewundernswert Oder?

00:59:51: ich hab's noch nicht ausprobiert aber Ich stell es mir wirklich befreien vor So am Tag zwei, drei ist so ein bisschen wie Fasten.

00:59:58: Hab ich das?

00:59:59: Also ist ja auch wirklich fast.

01:00:01: Wie geht es oft so bei sowas beim Urlaub generell?

01:00:05: Ich habe vorher vor der Abfahrt hab ich so unfassbar einen Stress noch so viel zu tun und dann mach' ich bis in die Nacht rein doch das, dass, dass... Und wenn's dann an den Urlaub geht, dann ist aber auch.

01:00:17: Dann kann ich auch so über die Hände hoch machen und sagen okay jetzt bin ich aber im Urlaub.

01:00:21: natürlich gucke ich im Urlaube auch in meine Mails also grundsätzlich im Urlauf Diese Wanderung, das mag ich dann daran wirklich auch immer noch mal zu sagen.

01:00:30: Also ganz bewusst nochmal für sich wie man das auch immer dann tut klarzumachen Das ist jetzt hier was Besonderes.

01:00:37: Ja

01:00:37: ja

01:00:38: es kann ja über irgendein Ritual sein Jetzt über eine Schwelle tritt wo irgendwas hinliegt und wenn ich über diese Schwelle getreten bin Dann bin Ich jetzt dann ist etwas anders als diesseits der Schwelle.

01:00:51: Oder einfach zusammen pass auf, wir machen das einmal wirklich im Jahr.

01:00:55: Wir machen die Händis aus und dann ist aber auch... Dann ist es so dem irgendwie nochmal eine Bedeutung zu geben wie auch immer man das hinkriegt und sagen Das ist jetzt hier ne Challenge oder egal wie man das nennt Aber dass nicht einfach so dahin fließen zu lassen wie als wär's so normaler Urlaubstag dann auch.

01:01:12: Also ganz explizit auf diese Wanderung in unserem Urlaub

01:01:18: finde ich richtig cool.

01:01:19: Ich bin auch gespannt wieder drauf freue mich aber auch total darauf.

01:01:22: das ist wirklich was worauf ich mich immer sehr freu im großen oder auch im kleinen.

01:01:26: dann also dieses gefühl habe ich noch nicht eine ganze podcast folge drüber gemacht wenn du aufbrichst und es eigentlich offen ist was vor dir liegt.

01:01:35: ich liebe dass.

01:01:36: oh ja das ist eines der schönsten gefühle eigentlich

01:01:39: wenn du weißt nicht wer dir heute begegnet was du genauer lebst wo du landest so aber da so rein.

01:01:47: Da geht bei mir das Herz auf, tatsächlich immer so.

01:01:50: Ja

01:01:51: ist auch das so ... ja wie wir Reisen früher oft war und heute denke ich auch muss man da mehr für tun damit es

01:02:02: so wird.

01:02:02: Das stimmt.

01:02:03: Aber

01:02:04: nicht jetzt im Sinne von Arbeit, aber also die richtigen Bedingungen setzen selber.

01:02:09: So eigentlich genau wie du's jetzt auch machst, dass man sagt.

01:02:12: Aber

01:02:12: dann funktioniert es und das hilft aber glaube ich enorm.

01:02:16: wirklich so ein paar Tool zu haben und vielen Dank.

01:02:18: Es waren ja auch heute im Paar dabei, ich glaube ohnehin viel Inspiration dabei wird jetzt rattern bei denjenigen die es gehört haben und das wünsche ich mir immer dass es ein bisschen rattert und dass jeder für sich selbst schaut was bedeutet das denn für mich?

01:02:30: Und wie kann ich dann möglicherweise etwas verändern oder alles so belassen wie sie ist?

01:02:35: Ja also vielen dank habe ich sehr gefreut dass ich hier sein konnte bei dir heute und unseren Austausch und bisschen erzählen konnte und hat mir auch großen Spaß gemacht zu erzählen und Ideen auszutauschen.

01:02:53: So solltest du in Berlin oder bei Berlin leben, oder gerade in Berlin sein – und diesen Podcast rechtzeitig hören!

01:03:01: Dann hierfür dich der Hinweis, dass am Mittwoch am Tag nach erscheinen dieser Podcastfolge.

01:03:12: Um zwanzig Uhr die Premiere Lesung mit Philipp ist zu seinem Buch, Travel is Broken und der Eintritt dort ist sogar frei.

01:03:22: Also wenn du die Möglichkeit hast lasst dir das nicht entgehen!

01:03:25: Alle Infos zu dem Buch die packe ich natürlich auch nochmal in den Newsletter.

01:03:29: reinde diesen Podcast begleitet Der erscheint immer am Sonntag und abonnieren kannst du den unter christophörster.com.

01:03:36: Freiraus gibt es immer weiterführende Links und Infos zu den Themen aus dem Podcast.

01:03:41: Und darüber hinaus, was ich da gerade neulich auch schon mal reingesetzt habe ist die Info dass Ich am sechsten Juli gemeinsam mit dem Zeisekino in Hamburg-Ottensen einen Filmabend veranstalte und zwar zeigen wir als exklusive Vorprämiere der film kommt nämlich eigentlich erst drei tage später in die Kinos ein französischen Spielfilm über zwei, etwas in die Jahre gekommenen Männer, die sich auf Fahrräder schwingen und von Frankreich bis ans Schwarze Meer fahren.

01:04:14: Auf einer Route, die der Sohn von einem von den beiden, der verstorbene Sohn mal gemacht hat und zu dessen Ehren die beiden, die eigentlich wenig mit Fahrradfahren zu tun haben diese Route nun

01:04:27: nachfahren

01:04:28: ist ein sehr schöner Film.

01:04:30: dem präsentieren wir zwanzig Uhr dreißig Und um achtzehn Uhr vorher zeigen wir nochmal Abenteuerland.

01:04:37: Den Film von Kai Hattermann über meine Reise mit dem Stand-up-Hattleboard und zu Fuß, Von der Zugspitze bis nach Söld.

01:04:45: Das wird mit Sicherheit ein sehr schöner Kinowabend auch eine Möglichkeit einfach sich mal auszutauschen.

01:04:50: Ich bin auf jeden Fall mit viel Zeit vor Ort.

01:04:53: Wenn du da kommen magst dann findest du alle Infos Auf der Website des Zeise-Kinos in Hamburg Sechster Juli.

01:05:02: Auch die Infos werde ich in aller Kürze nochmal in den Newsletter reinbacken.

01:05:06: Ich danke dir fürs Zuhören heute, freue mich wenn du nächsten Dienstag wieder dabei bist.

01:05:10: da gibt es natürlich eine neue Folge frei raus und bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit!

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