Home Run – Savas Coban über sein Türkei-Abenteuer und den Ultra-Hype
Shownotes
// „Hier bin ich Türke, obwohl ich in Bremen geboren wurde, in der Türkei der Deutsche”, sagt Savas Coban. Hin- und hergerissen zwischen den Identitäten bricht der Abenteurer und Ultraläufer auf, die Heimat seiner Mutter zu umrunden. Tausende Kilometer legt er zurück, fast drei Monate ist er unterwegs. Er lernt dabei nicht nur die Türkei auf eine ganz besondere Art und Weise neu kennen, sondern auch sich selbst. In dieser Folge erzählt er von kulinarischen Höhepunkten, unerwarteten Begegnungen und einer versöhnlichen Erkenntnis. Ich spreche mit Savas aber auch über die Faszination der weiten Strecken und die Gefahren, die der aktuelle Hype um das Ultralaufen (Arda Saatci, Backyard Ultras und Co) birgt. Es geht um schmale Grate, das Schwach-sein-dürfen und die Bereitschaft, die Kontrolle über die Zukunft abzugeben. Ach ja, und dann ist da noch Savas' neues Buch ...
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Hier bin ich der Türke, egal ob ich hier geboren bin oder aufgewachsen bin.
00:00:03: Und in der Türken ist es tatsächlich so dass wir wie Deutsch-Türken werden dann so Allmantische genannt.
00:00:09: Allmantsche bedeutet Deutscher!
00:00:10: Ich habe da in der Wüste geschlafen ganz allein.
00:00:13: Da hat mein Schwester mich angerufen und hat mir von dem Airbeam erzählt.
00:00:17: Da hab' ich ein bisschen schlechtes Gefühl auch gehabt also ein schlechtes Gewissen fast schon weil ich mir dachte hey die letzten Jahre du hast gar nicht deine Familie besucht Ich bin halt immer unter Strom irgendwie oder immer irgendwie abgelenkt auch.
00:00:30: Und da bin ich es nicht beim Laufen, also für auch.
00:00:33: Ich laufe ja nicht nur stundenlich, ich laufer wirklich fast den ganzen Tag ultra laufen und im Englischen sagt man handelt dich egal wie stark du bist gibt's ganz oft Momente wo du wirklich auch brichst.
00:00:45: Ich habe auch von der Konsulin eine Tragetasche bekommen.
00:00:49: Und diese Tasche ist so besonders auf der Tasche, es ist ein Bild mit einer Brezel und Simit.
00:00:54: Simit ist einen Sesambringens auch im Boot.
00:00:57: Und dann stand da wir sind aus einem Teig gemacht.
00:01:15: Herzlich willkommen bei Freiraus dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben!
00:01:20: Ich bin Christoph Förster und ich habe heute Savash-Kobarn Zugast.
00:01:25: Savash ist Ultraläufer einer der sich das Ultraläufer sein, dürfen und damit auch sein Lebensunterhalt zu bestreiten sehr erarbeitet hat.
00:01:39: Der aus sehr einfachen Verhältnissen kommt, aus Bremen aufgewachsen in einer Hochhaussiedlung geboren in Deutschland aber türkische Wurzeln.
00:01:49: um diese türkischen Wurzel wird es heute unter anderem gehen denn Savas ist aufgebrochen in die Heimat seiner Eltern.
00:02:02: fassbar weite Strecke sehr viel weiter, das werden wir auch in einem Gespräch feststellen als zum Beispiel von Hamburg nach Istanbul.
00:02:10: Hamburg ist der Ort an dem wir zusammengesessen haben denn Savasche wohnt aktuell in Hamburg wenn er dann in Deutschland ist und ich und das Freirausstudio – wir sind ja auch in Hamburg deswegen hat sich das wunderbar angeboten.
00:02:27: Es geht in dem Gespräch heute, aber nicht nur um das Weite Laufen und um irgendwelche Ultraleistungen.
00:02:35: Wir spüren auch mal demnach was da noch so dahinter steckt für Savasch persönlich, aber auch im ganzen Heib den es geradeum das Ultra laufen geht.
00:02:47: wir versuchen damals bisschen Differenzierung noch reinzubringen.
00:02:52: Wir sprechen natürlich über die Türkei.
00:02:55: das Besondere an der Türkei ist.
00:02:59: Wir sprechen darüber, was es bedeutet wirklich jeden Tag eine lange Strecke zu laufen und mit einer langen Streckel meine ich wirklich... ein Ultramarathon über Wochen und Monate hinweg.
00:03:13: Ich finde Savasch auch deshalb so interessant, weil ich in ihm viel mehr sehe als nur einen Menschen der körperlich extreme Leistung
00:03:25: vollbringt."
00:03:26: weil Savasch jemand ist, der wirklich dahinter auch ganz viel mitbringt.
00:03:32: Er sich viel Gedanken über sich selbst macht.
00:03:35: ein sehr demütiger und sehr respektvoller, ein sehr höflicher Mensch so wie ich ihn erlebt habe einfach einen sehr angenehmer Zeitgenosse einer mit dem man eben auch über Dinge reden kann die hinter dem offensichtlichen sind und der immer ehrliche Antworten gibt.
00:03:55: Wir sprechen an einer Stelle auch über ein Ultralaufformat, das heißt Backyard Ultra.
00:04:01: Ich will das an dieser Stelle einmal kurz erklären.
00:04:04: nicht dass später bei dir Fragezeichen auftauchen.
00:04:07: Das ist ein Format, bei dem es darum geht eine Laufrunde, das sind knapp sieben Kilometer mehrfach zu durchlaufen und zwar so oft wie möglich zu durch laufen.
00:04:20: Die Regel ist, zur vollen Stunde du wieder am Start stehen musst von dieser Runde.
00:04:28: Wenn ihr sie also in vierzig Minuten läufst, diese Runde haste noch zwanzig Minuten Zeit um dich zu erholen bevor es dann wieder auf die nächste Runde geht wer nicht zur voll stunde wieder am start der runde steht der oder die scheidet aus und gewinn tut.
00:04:45: das rennen am ende dann der.
00:04:51: Das ist gerade schwer angesagt.
00:04:54: In dieser Ultra-Lauf-Szene gibt es sehr viel Aufmerksamkeit für diese Veranstaltung, darüber sprechen wir kurz und wenn wir das tun dann weißt du worüber wir da genau sprechen, wenn wir über Backyard Ultras
00:05:07: sprechen.
00:05:08: Ich wünsche dir viel Freude mit dem Gespräch.
00:05:10: Wir gehen gleich rein Atmen aber vorher noch einmal kurz durch!
00:05:35: Savasch, herzlich willkommen.
00:05:36: schön dass wir widersprechen
00:05:38: Genau, vielen Dank.
00:05:39: Ich war ja schon mal hier und darf jetzt auf deinem bequemen Stuhl witzen.
00:05:44: Ja ich habe ein bisschen umgebaut.
00:05:46: Das werde ich auch noch mal zeigen irgendwann.
00:05:48: Wir sitzen hier auf schön gemütlichen Sesseln und ich freue mich total dass du da bist.
00:05:53: Ich freue mich dich zu sehen weil ich mich sehr gerne erinnere an unser letztes Gespräch.
00:05:59: Unser erstes Gesprich wo wir viel über deine Herkunft gesprochen haben Deine Wurzeln Einstieg so in die Ultraszene, also in dieses lange Unterwegssein erst mit dem Fahrrad.
00:06:15: Dann ging es los mit so einer spontanen Aktion mal von Hamburg nach Bremen laufen hundert Kilometer obwohl du vorher noch nie überhaupt nur einen Marathon gelaufen bist Blut geleckt dann gesagt pass auf ich lauf bis in die Türkei das haste gemacht und dann ein ganz großes Laufprojekt.
00:06:33: Achtzig Tage waren's glaube auch durch
00:06:35: Peru.
00:06:36: Siebenundachtzig
00:06:37: Tage sogar.
00:06:39: Wahnsinn!
00:06:40: Und wir haben viel auch drüber gesprochen, wie du da also über deine Bewegründe, warum du angefangen hast diese Projekte zu machen, diese langen Distanzen zu laufen und wie du auch dir so ja deinen ersten Spuren verdient hast als Abenteurer, als extremen Sportler.
00:06:58: Jetzt sitzt du hier und es ist eine ganze Zeit vergangen.
00:07:03: Ich bin gespannt darauf zu hören, wie es dir geht.
00:07:07: Wie es dir ergangen ist in den letzten Jahren.
00:07:09: was so passiert ist eine Sache die hast du mir eben schon gesagt bevor wir die mikros angemacht haben und das fand ich besonders schön weil wir so aus dem letzten Gespräch rausgegangen sind da so gesagt Mensch ich würde mir Ich würde mir meine Partnerin wünschen.
00:07:24: Hab ich noch gesagt, pass auf wer das hier hört?
00:07:30: Ja, ich leite gerne Zuschriften weiter.
00:07:33: Wirklich!
00:07:33: Das kann mich gar nicht erinnern.
00:07:34: Ich hab
00:07:34: nämlich eben nochmal reingehört in unser Gespräch und wir sind so rausgegangen aus der Folge.
00:07:40: Und jetzt hast du mir eben gesagt, du bist verheiratet mittlerweile.
00:07:43: Genau.
00:07:43: Also das ist schon mal eine große Runde.
00:07:45: Wie kam das?
00:07:47: Aber keine meiner Hörerinnen, die dir geschrieben hat.
00:07:50: Nee, das kann nicht sein!
00:07:53: Das war nach meiner Peru-Reise wieder unterwegs.
00:07:58: Da bin ich auf die Idee gekommen nach Nordalbanien.
00:08:01: Da war ich in den Bergen wunderschön und hab da trainiert ... Und dann dachte ich mir okay, wohin geht's als nächstes?
00:08:09: Hab ganz spontan auf die Karte geschaut, dachte hier Montenegro ist gleich um die Ecke.
00:08:14: Bin dann nach Montenego war dann in der Hauptstadt, in Port Gorica und in der Innenstadt.
00:08:21: quasi bin ich in einem Handy-Ladenhandyshop gegangen weil ich nach einer SIM-Karte fragen wollte.
00:08:27: Und ja da war die meine Frau, die da gearbeitet hat und so haben wir uns kennengelernt Kontakt gehalten, da war ich noch öfter Montenegro besuchen und ja dann ging das eigentlich relativ schnell.
00:08:41: Ich wusste schon direkt okay dass ist die richtige mittlerweile.
00:08:46: Ich bin gespannt, was da alles noch kommt.
00:08:49: Weil auch das hast du in der letzten Folge im letzten Gespräch gesagt, dass das so ein großer Traum von dir ist eine Familie irgendwann.
00:08:58: Das ist für mich... ...das allerwichtigste im Leben.
00:09:04: Es ist also ein ganz großer Traumpf, Kinder zu haben, denen etwas mitzugeben, meine Erfahrungen die ich in dem Leben gemacht habe weiterzugeben, die aufwachsen zu sehen.
00:09:13: Also ich kann mir das sehr gut vorstellen und ich glaube so für mich auch so... ...auch irgendwo der Sinn des Lebens.
00:09:20: natürlich habe ich die letzten Jahre damit verbracht meinen Traum.. ..zuleben oder vorher auch mein Traum hinterher zu jagen.
00:09:29: dass hat mein ganzes Leben eingenommen in positiven auch.
00:09:32: es ist unglaublich was alles passiert ist in den letzten Jahren.
00:09:36: aber wenn ich so an die Zukunft denke Das ist das Allerwichtigste neben den ganzen Abenteuern.
00:09:44: Du bist ein Familientyp, obwohl du kein Vater, also ohne Vater aufgewachsen.
00:09:50: Natürlich hast du einen Vater aber hast ihn nicht wirklich kennengelernt bis mit deiner Mutter und einer Schwester und Bruder
00:09:57: aufgewachsen
00:09:58: in Bremen auch unter sehr einfachen Verhältnissen.
00:10:01: Aber die Familie hat immer eine Rolle gespielt?
00:10:04: Ja!
00:10:05: Unglaublicher Zusammenhalt bei uns, gerade in den schwierigen Zeiten.
00:10:10: Das war sehr wichtig, weil ... Wir haben niemand anderes gehabt in Deutschland.
00:10:16: Ich hatte keine Tantenunkel, die waren alle in der Türkei und so waren wir wirklich eng zusammengeschweißt, haben uns gegenseitig unterstützt.
00:10:25: Meine Mutter kam aus der Türckei als sie geheiratet hat.
00:10:28: Das heißt für sie war es auch sehr schwierig dann hier ganz andere Welt für sie ganz neue Sprache und dann halt direkt auch schon alleine mit den Kindern viel gearbeitet.
00:10:42: Und ja, deswegen war so meine Schwester auch irgendwie mein Ersatzmutter gefühlt... ...und sie war auch die Dolmetscherin für meine Mutter.
00:10:52: Sie war auch also ganz, ganz viel gemacht.
00:10:54: Deswegen bin ich unglaublich stolz auf meine Mutter auch weil man als Kind das nicht so versteht oder realisiert was sie da eigentlich durchgemacht hat.
00:11:04: Aber genau wenn man älter wird dann dann realisiert man das dann wie.
00:11:09: Was sie da eigentlich durchgemacht hat und wie gut sie das auch gemacht hat.
00:11:12: weil, wenn ich mich an meine Kindheit erinnere ich habe eine schöne Kindheit gehabt.
00:11:17: Ich erinnert mich sehr gerne zurück an meine kindheit und mir hat es nie an irgendwas gefehlt.
00:11:23: natürlich einfache Verhältnisse kein Papa aber wie gesagt von Anfang an kein Papa gab.
00:11:28: also selbst das Wort Papa ist.
00:11:30: für mich hab ich schon mal gesagt dass es für mich ein fremdwort weil ich hab's nie zu jemandem gesagt, deswegen hat mir trotzdem nie irgendetwas gefehlt.
00:11:37: Weil meine Mutter einfach das ganz gut alleine geschafft
00:11:41: hat.
00:11:42: Als Kind nimmst du das, hast du schon gesagt?
00:11:45: Gar nicht so wahr!
00:11:46: Du siehst es ein Stück weit ja auch als selbstverständlich dass es so ist wie es ist.
00:11:50: aber was da dann auch für Arbeit, was für einen Einsatz dahinter ist von deiner Mutter in dem Fall aus... Was das bedeutet hat, dass sich das für dich so angefühlt hat, alles Gutes Das ist ja nicht so selbstverständlich.
00:12:06: War das auch ein Grund, warum du gesagt hast, pass auf?
00:12:09: Ich möchte meine Familie noch mal bisschen besser kennenlernen und zwar jetzt nicht nur die, die da war als ich groß geworden bin sondern die dahinter steht also die Familie meiner Mutter, die ja noch in der Türkei war.
00:12:23: Also ich kenne die Familie meiner Mutter.
00:12:25: aus.
00:12:25: der Kindheit waren wir wenn wie die Möglichkeit hatten... ...in die Türkeis zu reisen in den Sommerferien.
00:12:31: Dann sind wir in die Heimatstadt meiner Mutter nach Karamanmarasch, das ist so im Südosten der Türkei.
00:12:38: Und ich ernehm mich dann wirklich sehr ... Das ist für mich auch für jemanden von einem Kind, der in Deutschland groß wird und wieder zurück in einen Dorf.
00:12:49: Das war was ganz Neues für mich!
00:12:52: Aber genau da habe ich die Familie getroffen... Ich wusste ja auch wie wichtig die Familie für meine Mutter war.
00:13:00: Auch wenn sie ähm, Deutschland gelebt hat.
00:13:03: Sie war wirklich täglich im Kontakt mit ihren Geschwistern in der Türkei.
00:13:08: Deswegen kannte ich die Familie schon aus meiner Kindheit.
00:13:10: danach aber als sich dann älter wurde, war ich dann länger nicht mehr dort zu Besuch hatte, dann weniger Kontakt zur Familie genau.
00:13:19: Du hast geschrieben irgendwo ... Ich weiß es gar nicht ob das in einem neuen Buch jetzt ist oder wo's war?
00:13:24: Ich hab's auf jeden Fall gelesen dass du immer so identitär zwischen Zwischen den Stühlen, die du gefühlt hast.
00:13:33: In Deutschland der Türke in der Türckei... ...der Deutsche.
00:13:38: Weil du über beides Indie getragen hast?
00:13:40: Ja aber dann doch irgendwo ein Stück weit dich oft fremdgefühlt hattest.
00:13:45: Genau wie du es schon gesagt hast hier bin ich der Türken egal ob ich hier geboren bin oder aufgewachsen bin.
00:13:51: und in der türkei ist es tatsächlich so dass wir wie deutsch-türken werden dann so all manche genannt.
00:13:56: All manche bedeutet Deutscher.
00:13:58: Und ich glaube viele Deutschtypen in Deutschland haben, kennen das.
00:14:04: Dass man das Gefühl hat irgendwie ja was bin ich jetzt muss sich entscheiden?
00:14:09: Deswegen war diese Reise jetzt die letzte Reise dich gemacht habe super wichtig und da hab' ich auch eine wirklich große Erkenntnis gewonnen
00:14:17: In die Türkei.
00:14:18: du hast dir vorgenommen Ich möchte einmal rund um die Türken laufen von Istanbul nach Istanbul.
00:14:25: Warum?
00:14:27: Ich bin ein Abenteurer Auch ein Extremspotler, also es ist auch die Herausforderung was mich reizt von Anfang an schon.
00:14:35: Aber mit dieser Reise das war so ganz anders als die Projekte davor weil... Das war für mich mehr eine persönliche oder sehr persönliche Reise.
00:14:44: Wie gesagt ich bin in Deutschland gebunden aufgewachsen.
00:14:46: Die Türkei War für mich irgendwo trotzdem Bisschen fremd, das heißt ich kannte Istanbul habe ich mal besucht bin genau nach Istanbul gelaufen.
00:14:55: Tatsächlich damals in Deutschland und kann die Heimatstadt aus meiner Kindheit auch von meine Mutter.
00:15:01: mehr hab ich aber nicht gesehen.
00:15:03: Deswegen wusste ich nicht viel.
00:15:05: deswegen war es im insgeheim immer schon so im Hinterkopf.
00:15:08: Das hat schon damit angefangen als ich von München nach nach Istanbul laufen bin.
00:15:13: Zwei tausend einundzwanzig Als ich in Istanbul ankam.
00:15:16: und muss wissen ist Istanbul ist ja schon Ja, nicht allzu weit weg von der griechischen Grenze.
00:15:20: Es ist im Nord-Nordwesten.
00:15:23: Das heißt ich bin... als ich hingelaufen bin gar nicht viel in der Türkei gelaufen.
00:15:28: Diese fünfundvierzig Tage da war ich neunzigfünfundneinzig Prozent der Zeit nicht in der Türkiye und ... Als ich in Istanbul ankam, war ich am Ziel dann mit diesem Projekt.
00:15:38: Aber gefühlt hat ihr das Gefühl... Ich darf hier doch gar nicht aufhören!
00:15:42: Jetzt bin ich doch erst gerade hier.
00:15:44: Dieses Gefühl hatte ich schon und die Familie von dem ich gesprochen habe.
00:15:47: Die haben wir damals schon als Spaß selber gesagt.
00:15:50: Lauf doch ein Stück weiter, dann kannst du gleich zu uns kommen.
00:15:53: was so ganz am Ende, anderen Änderungen des Landes waren.
00:15:56: Was auch Ausschlag geben war, war auch die Peru-Reise.
00:16:00: als sich am letzten Tag Ich glaube die in der Nacht habe ich einen Anruf bekommen, ich hab da in der Wüste geschlafen ganz allein.
00:16:10: Einen Tag vor meinem Zieleinlauf in Lima.
00:16:12: Da hat mein Schwester mich angerufen und hat mir von dem Erdbeben erzählt was vor drei Jahren war... Dass meine Mutter es nicht gut ging dass sie ihre Familie nicht erreichen kann das ist ganz schlimm war.
00:16:23: Und ich konnte das in dem Moment noch gar nicht so wirklich begreifen weil ich wusste es gibt öfter mal ein Erdbämer in der Türkei auch Also kleinere, wo auch dann nicht allzu stimmens passiert.
00:16:35: Und das habe ich dann erst später wirklich realisiert wie schlimm es war.
00:16:39: Als ich dann wieder in Deutschland war und mich damit beschäftigt hab und gesehen hab, wie ist der Familie dann gegen in der Türkei?
00:16:45: Dass die alle ihre äußer verloren haben, den Zelten übernachtet haben... Da hab' ich so ein bisschen schlechtes Gefühl gehabt.
00:16:52: Also ein schlechtes Gewissen fast schon!
00:16:54: Weil ich mir dachte, ey ... Die letzten Jahre, also überhaupt du hast ... gar nicht deine Familie besucht in der Türkei, auch wenn du wenig Kontakt zu den hast.
00:17:03: Ich habe das Gefühl gehabt ich muss die irgendwie wieder treffen.
00:17:08: Deswegen kam dieses Gefühl mit der Türckei wieder hoch und dann hatte ich ganz schnell auch die Idee das zu machen einmal komplett um die Türkeis zu laufen und in Istanbul zu starten, in Istanbul wieder aufzuhören.
00:17:26: Wieder den Kontakt aufzunehmen in die Türkei, das ist ja das eine.
00:17:29: und zur Familie.
00:17:29: Wenn wir jetzt auch einfach hinreisen können und sagen, ich bin jetzt mal zwei Wochen da oder drei Wochen um die Türckei herumlaufen, ist dann noch was anderes.
00:17:37: Das machst du einfach gerne, du läufst gerne Und machst auch gerne solche Projekte und deswegen hat sich das nicht angeboten.
00:17:45: aber war natürlich eine tolle Möglichkeit Mal für die Für die Vorstellung von den Dimensionen einmal rund um die türkei zu laufen ist weiter als von hier nach Istanbul.
00:17:55: Ja,
00:17:55: das ist mehr als was Doppelte.
00:17:58: Knapp fünftausend Kilometer.
00:18:00: Das unterschätzt man weil... Das habe ich auch gesagt ne?
00:18:03: Es ist ein riesen Land von der Fläche her!
00:18:05: Ich bin natürlich an den Grenzen vorbeig- und an mehrere Ländern gegrenzt.
00:18:09: Und das ist keine Ahnung.
00:18:11: also ... Fünftausende Kilometer muss ich mir sagen.
00:18:13: Das ist von Deutschland fast schon an die chinesische Grenze.
00:18:17: deswegen aber für mich genau war das Ziel dann um die Türkei zu laufen.
00:18:22: Um auch ein Stück weit dich Dich selbst zu finden da wieder und einen Teil deiner Identität um die Türkei besser zu verstehen.
00:18:30: Ja ich wusste gar nicht was, was es mit mir machen wird wenn ich durch ein Land laufe wie statt einfach mal so durchzureißen.
00:18:41: Ich werde das landnummer viel besser kennenlernen.
00:18:45: ich werd die verbindung ist ganz anders ... wenn du das auch mit diesen körperlichen Herausforderungen.
00:18:51: Das ist ganz, ganz anders!
00:18:53: Ich bin wirklich von Dorf zu Dorf gelaufen... ... hab ganz viele Menschen getroffen die mich zum Tee eingeladen haben,... ... die mich beim Essen eingeladen haben und auch unglaublich spannend für mich das Land kennenzulernen weil ich war wirklich sehr überrascht, wie wenig ich mich aus der Türkei auskannte.
00:19:12: Weil es wirklich von den verschiedenen Regionen so... unterschiedliche Kulturen, nicht nur mit dem Essen sondern auch die Menschen und landschaftlich.
00:19:21: Also vor allem ich erinnere mich noch als ich im Nordosten war habe das Gefühl gehabt so ich könnte jetzt auch ein Peru sein von der Landschaft her.
00:19:29: So unglaubliche Landschaften und so viele Begegnungen Gespräche und natürlich auch mein Highlight durch das Dove meiner Mutter zu laufen.
00:19:40: Liegt das so irgendwo am Rand oder musstest du da einen Schlenker
00:19:43: laufen?
00:19:43: Ich muss den kleinen Schlenkern machen, ja genau.
00:19:45: Aber das war kein Problem, ich hätte da nicht vorbeilaufen können.
00:19:51: Das war für mich wichtig da langzulaufen in ein komisches Gefühl zu wissen.
00:19:57: Ich bin jetzt zu Fuß hergekommen und...
00:20:01: Wie viel Raum war denn dafür Begegnungen und wirklich auch mal irgendwo verweilen?
00:20:09: Zumindest in der Vorstellung, auf meiner Vorstellung ein Stück weit eine Diskrepanz einerseits dieses Kilometer machen jeden Tag.
00:20:17: Du bist ja viele, viele Kilometer gelaufen waren wahrscheinlich wieder so siebzig, sechzechzig, achtzig Kilometer am Tag.
00:20:25: Das braucht halt Zeit!
00:20:27: Da kannst du ja nicht viel Pause machen.
00:20:30: wieviel Raum war da für Begegnungen?
00:20:32: auch mal zu sagen spontan?
00:20:33: Pass auf ich hier bleibe jetzt mal weil hier passiert gerade was Besonderes.
00:20:38: Aber das Gute war ist, ich war alleine.
00:20:41: Ich war die meiste Zeit alleine zwischendurch am Anfang oder am Ende ein Kamerateam da, die mich paar Tage begleitzt haben und Bilder eingefangen haben.
00:20:48: aber sonst war ich allein.
00:20:49: und dass es gute daran ist du ganz alleine bist und... ...ich musste ja neben dem Laufen auch mich um... ...dass ich was esse, dass ich eine Unterkunft finde und das heißt ich komme so in Kontakt mit den Menschen.
00:21:02: deswegen war's auch ganz gut.
00:21:03: und wenn du zu Fuß unterwegs bist dann würde ich dann Siehst du alles noch viel, erlebst du alles intensiver?
00:21:10: Und das heißt ich hätte auch... Wenn es eine rein sportliche Challenge für mich gewesen wäre.
00:21:15: Hätte ich auch ein paar Kilometer mehr am Tag machen können.
00:21:18: Aber darum ging's mir gar nicht mit diesem Projekt.
00:21:20: natürlich muss es aber auch in der Herausforderung sein sonst hätte ich gar nicht diesen Reiz erst loszulaufen.
00:21:27: Ich konnte auch gar nicht anders als wenn ich an den Straßenrand angehalten wurde von Leuten hey was machst du?
00:21:32: Komm her trinken Tee.
00:21:34: dann habe ich das Angebot immer ... immer angenommen und dann wollte ich weiterlaufen.
00:21:38: Dann haben wir gesagt, nee, nee trink noch einen Tee... ... und habe mich noch ein Tee getrunken!
00:21:41: Also da war ich ganz entspannt.
00:21:43: Da war jetzt nicht so dass ich sage, ne, nee ich muss jetzt Kilometer ballern.
00:21:47: Da habe ich mir die Zeit genommen und ganz wichtig auch zu sagen was ich eigentlich bei solchen Projekten nie mache.
00:21:52: Ich bin halt jeden Tag unterwegs wo ich jeden Tag einen Ultramarathon laufe um einfach auch wirklich in Bewegung zu bleiben für meine persönliche Challenge.
00:22:02: aber ich hab in der Heimatstadt wo ich da ankam, bin ich dann noch ein Tag länger geblieben.
00:22:07: Weil es mir wichtig war ... Da nicht einfach kurz die Familie zu sehen, zu grüßen und wieder zu verabschieden.
00:22:13: Mir war wichtig, dass ich da noch mal mindestens einen ganzen Tag mit denen verbringe alle Treffe.
00:22:18: Und genau das hat auch sehr gut getan ja!
00:22:21: Nur am nächsten Tag hab' ich das dann gespürt...
00:22:24: Das waren deine etwas schwerführende?
00:22:25: Ja genau weil man denkt, ist doch gut wenn du ne Tagpause machst.
00:22:28: Stimmt eigentlich gar nicht, weil dann bist du so komplett raus aus dem Rhythmus.
00:22:32: Das war dann so schwieriger, nächster Tag.
00:22:37: So wie du unterwegs warst, das nennt man ja in der Szene anzupportet also ohne Unterstützung, sprich ohne jemanden, der da am Wasser reicht oder sich schon vorher um Unterkünfte kümmert und so weiter oder mal die Füße massiert, also ohne Begleitfahrzeug... Das ist ja schon nochmal eine besondere Herausforderung.
00:22:58: In Peru hast du ja teilweise auch dann draußen im Zelt geschlafen, wie hast du es in der Türkei gemacht?
00:23:06: Ja erstmal zu dem ansupportet das für mich sogar die größte Herausforderungen.
00:23:12: Es geht manchmal gar nicht mehr darum noch... ...die Kilometer zu machen weil das hört sich jetzt voll komisch an.
00:23:21: irgendwie.
00:23:21: ich muss da vorsichtig sein weil das ist schon fast das einfache auf der Reise, weil irgendwann gewöhnt sie dich ja auch wirklich an die Belastungen und ich bin ja auch trainiert.
00:23:32: Das heißt das ist gar nicht das große Problem.
00:23:34: aber jetzt was in der Türkei auch dazu kam ins Ansupport damit man sich vorstellen kann... Die Schuhe halten nur eine Woche.
00:23:43: wenn du jeden Tag so Kilometer ballest und nur ein paar hast wo du noch nicht wechseln kannst.
00:23:48: Ich habe ganz oft ... bin ich mit Schuhen ohne Dämpfung und oft in der Türkei war der Unterschied zwischen Peru.
00:23:54: Und Türkeis, ich bin halt neunundneinzig Prozent auf Asphalt gelaufen... ...auf ganz harten Untergrund,... ...dass er dann so wo ich Probleme hatte auch das erste Mal bei so einem Projekt,... ...wo ich dann Probleme den Gelenken hat.
00:24:05: Das habe ich nie!
00:24:06: Das ist so was dazugehört.
00:24:07: wenn du einen Begleitfahrzeug hast ein Team,... ...kannst du dich immer gut versorgen?
00:24:11: Hast du neue frische Schuhe dabei transportieren?
00:24:15: Und wie gesagt, ich muss mich um Unterkünfte kümmern und alles organisatorisch.
00:24:20: Ich habe meinen Rucksack dabei wo ich vor achtzig Tage lang meine Sachen mitsteppen muss... ...und damit zu laufen ist auch nicht einfach.
00:24:27: Ja aber auch so von einem mentalen her!
00:24:31: Es ist niemand da, der mich in schwierigen Situationen anfeuert oder motiviert.
00:24:36: Oder mir das Gefühl von Sicherheit gibt.
00:24:41: Ich bin ganz oft irgendwo dunkel gelaufen und ganz alleine... Das macht auch sehr viel aus!
00:24:48: Aber das ist für mich gerade der Spannende.
00:24:51: Das macht es Abenteuer dann aus.
00:24:53: Das ist für mehre ein Abenteurer eine große Herausforderung.
00:24:58: Wenn es jetzt nur, wenn ich mir vorstelle... Ich würde die gleiche Reise mit einem Team machen und mich nur auf das Laufen konzentrieren ... dann wäre es halt eine sportliche Challenge aber mehr auch nicht.
00:25:09: Deswegen war es so nochmal besonders mit diesem Projekt sehr gut dass sich da allein unterwegs war.
00:25:15: und ja das ist anzupottet
00:25:18: Weil du ja auch nicht immer ganz genau im Vorhinein wusstest, wie weit du kommst.
00:25:23: Hast du deine Spontane geguckt, wenn du in den Ort kamst?
00:25:25: Wo kann ich ihr pennen?
00:25:26: oder schon mal dann vorher ... Ich weiß nicht.
00:25:28: Booking.com oder wie funktioniert das denn in der Türkei?
00:25:32: Booking-.com funktioniert irgendwie nicht in Türkeis.
00:25:36: Aber nee!
00:25:37: Ich liebe es diese ... Projekte, also gerade was wenn es auf die Route kommt nicht ins Detail zu planen weil ich halte mir das gerne offen und lauflos.
00:25:49: natürlich schaue ich halt drauf so ungefähr ganz grob wo komme ich an wie weit wie lange wird es dauern wir sich da ankommen und alles.
00:25:56: Aber das heißt ich habe das wirklich sehr spontan gemacht mit den Unkommens habe vorher nie wirklich etwas gebucht hab ganz oft am Tag Wenn ich ungefähr dann wusste, okay heute werde ich da ankommen.
00:26:07: So habe ich einfach irgendwie ganz schnell das nächste beste Hotel angerufen und hab gesagt ja ich komme gleich in zwei drei Stunden oder so oder heute Abend.
00:26:17: Hab dann so gebucht ganz unkompliziert es ging auch immer eigentlich.
00:26:21: mir war wichtig auf der Reise dass ist wieder der große Unterschied zu Peru weil Peru oft keine Wahl gehabt als draußen zu schlafen weil das Land einfach weniger besiedelt ist.
00:26:33: Manchmal gab's so hunderte Kilometer, wo es kein Hotel, keine Restaurants, keine Tankstellen gab.
00:26:39: Und ich wusste schon in der Türkei ist das anders da findest du irgendwie immer irgendwas.
00:26:45: Deswegen war für mich klar dann wärs ein bisschen besser wenn ich ein bisschen weniger Gewicht hätte auf meinen Rücken.
00:26:52: Das heißt ich muss ja keinen Zelt und also weniger Equipment und dann wird das Laufen nochmal besser für mich klappen.
00:27:00: Ich werde Unterkünfte finden, ich werde sonst Leute treffen die mich vielleicht einladen und das ging auch gut.
00:27:09: vor allem ich bin ja gegen den Urzeugersinn gelaufen das heißt ich bin im Westen Süden ist sehr viele Olobsorte ganz ganz viele Hotels unterwegs bis ich in Richtung Osten ankam und da habe ich gemerkt dass sich Schwierigkeiten hatte.
00:27:24: es wurden halt immer weniger Hotels auf der Strecke.
00:27:28: Ja, alle sechzig-siebzig Kilometer bin dann gelaufen bis zum Abend.
00:27:33: Dann genau ich war fertig weit und breit kein Hotel Und auch nur so wo ich nach unterkommen fragen konnte.
00:27:41: das heißt Ich musste irgendwie in die nächste Stadt fahren.
00:27:46: Ich bin dann irgendwie per Anhalter oder so, mit dem Bus.
00:27:49: Ich weiß gar nicht mehr unterschiedlich.
00:27:50: Bin in die nächste Stadt gefahren abends, hab im Hotel gestrafen.
00:27:54: Bin am nächsten Morgen wieder zurück zu den Punkt gefahren und wo ich aufgehört habe zu laufen, bin da wieder losgelaufen.
00:28:02: Du kannst dir nicht vorstellen was für ein Stress das war also erst mal von der Zeit her wie viel Zeit ich auch verloren habe... Und vom Stress einfach her dass man sich da rausdauern kann.
00:28:11: Die
00:28:11: Zeit wenn du nicht freust du dich ja zur Regeneration eigentlich
00:28:14: runterzukommen?
00:28:15: Auf dieser Aufwand auch, dieser Stress und Zeit.
00:28:19: Und das ist dann... Dann dachte ich mir, wenn es ein zweimal vorkommt, okay, mach' ich!
00:28:25: Aber dann je mehr ich in Osten war's immer schwieriger.
00:28:29: Deswegen kam auch, wenn man sich die Route anschaut zum Nachhinein, die ich gelaufen bin auf der Karte, da sieht man, ich bin bis nach Mardin gelaufen.
00:28:37: Das ist auch im Südosten Und dann muss ich eine Entscheidung treffen.
00:28:41: Da habe ich auf die Karte geschaut, wo es halt immer schwieriger wurde.
00:28:44: Jetzt musste man wirklich drauf schauen und gucken wie wird das jetzt mit den Unterkünften noch?
00:28:49: Ich hab gesehen dass es ganz im Osten der Türkei sehr schwierig gewesen wäre mit der Unterkunft weil da im Gebirge hunderte Kilometer wirklich kaum Unterkümpfte gab und dachte hey das wird schwierig jetzt so alleine.
00:29:04: deswegen habe ich dann die Entscheidung getroffen von Martin dann die Route zu ändern, dass ich dann nördlich gelaufen bin.
00:29:11: Dann wieder in den Osten Richtung ... Richtung Armeenische Grenze wieder also quasi nicht um den Wannsee sogar noch davor und das ging dann wieder gut im Norden als ich dann wieder ankam.
00:29:24: aber ja das ist genau auch was dazu gehört wenn man an support unterwegs ist sich darum zu kümmern.
00:29:28: ja vorher hast du dir das nicht angeguckt.
00:29:32: Doch, doch hab ich anguckt.
00:29:33: Aber ich bin auch
00:29:34: ... Das ist ja schon durch.
00:29:37: Manche Dinge geben sich dann doch erst vor Ort.
00:29:40: Genau, also könnte man jetzt sagen, das hättest du da angucken können?
00:29:46: Ich bin einfach nicht der Typ, der das ins Detail plant so.
00:29:50: Natürlich, ich guck ungefähr ganz grob und weiß was ich da tue, ich plan meine Reise Aber nicht so ins Detail, weil ich mir das gerne offen halten würde.
00:29:59: Und es ist für mich auch so eine Challenge ... ja in der Situation dann auch ne Lösung zu finden.
00:30:07: Das ist für mech auch so der Reiz und das war's dann auch.
00:30:11: Ja,
00:30:11: nicht total!
00:30:12: Also kann ich super nachvollziehen was ich genauso mach?
00:30:15: Weil ich manchmal das gar nicht so zerdenken will vorher, weil Da hinterkommen könnte, dass es vielleicht gar keine gute Idee ist.
00:30:22: Ich würde gar nicht so viel darüber nachdenken einfach machen und irgendwie wird's schon eine Lösung geben.
00:30:27: dann vor Ort.
00:30:28: Du hast gesagt du hast auf die Karte geguckt.
00:30:30: ich kann das hier parallel auch mal.
00:30:31: nur hast du mich in dem Buch was du geschrieben hast über dieses Projekt über diese Abenteuer Türkei Auch vorne eine Karte drin der ganz gut nachzuvollziehen ist wo du da auch nochmal die Route geändert hast.
00:30:43: Und ich erinnere mich daran, was die Schuhe angesprochen hat, dass ich das auf Instagram ein paar Mal gesehen habe, dass du auf der Suche nach Schumen warst während unterwegs warst in irgendeinem Einkaufszentrum.
00:30:53: dann die Frage war wo gibt es denn hier einen Schulladen?
00:30:56: Da kriege ich irgendwo eine Schule und weiß jemand was weil ich brauche Neue.
00:31:00: Ja also gut, dass Du das ansprichst!
00:31:03: Das war auch wieder ne Herausforderung, weil Türkei ist ein Riesenland ja aber die laufen der Laufsport, die Lauf-Community ist nicht zu vergleichen wie in Deutschland.
00:31:15: In Deutschland muss ich vorstellen wenn wir jetzt rausgehen du siehst jeden Tag jemandem der Joggen geht draußen.
00:31:21: es gibt viele Leute die auf dem Fahrrad fahren und so.
00:31:24: das sind anderen Ländern nicht so ganz normal.
00:31:27: auch auch in der Türkei gibt's.
00:31:29: Lauf Communities habe ich dann auch während der Reise kennengelernt.
00:31:32: aber es ist weniger d.h.
00:31:34: Du wirst auch nicht immer irgendwie viele Schuh-Laufschuläden finden voll die Probleme gehabt, weil ich musste halt regelmäßig die Schuhe wechseln.
00:31:44: War dann sogar teilweise ein Go-Stäten wo ich dann auch keine Wahl hatte.
00:31:47: Deswegen hat es nicht immer geklappt dass sich frische Schuher hatte und das war aber dann auch die Herausforderung wo ich sein körperlich dann auch gemerkt habe.
00:31:55: Ja da hab' ich dann jemanden kennengelernt der ist Läufer, Hobbyläufer aus der Türkei.
00:32:00: Bülent Abi nenn ich ihn, Abi ist ein großer Buddha aus Respekt sagt man das so.
00:32:04: Und den habe ich in Gasi Antep kennengelernt und der hat mir, als ich da ankam, wieder keine Schuhe gefunden.
00:32:11: Er hat mir seine Laufschuhe geschenkt.
00:32:13: Wir hatten zufällig zum Glück die selbe Schuhgröße!
00:32:16: Und hat meine ganze Reise begleitet, also das verfolgt natürlich auch über Social Media.
00:32:22: Hat mich immer alle paar Tage gefragt ob ich was brauche oder ob er mir irgendwie helfen kann.
00:32:27: Der hat mir sogar ein paar Schuhe per Post geschickt wo er wusste ok ich werde in ein paar Tagen da ankommen.
00:32:35: Das hat dann mal gut geklappt.
00:32:37: Da war ich unglaublich dankbar.
00:32:40: Du hast gesagt, viel Straße bist du gelaufen.
00:32:43: War das von Anfang an dann auch so geplant?
00:32:45: Hätte es die Möglichkeit gegeben, nochmal zu gucken, ich laufe dann doch mehr Trails.
00:32:49: oder war das wieder schwierig wegen dem Ansupported-Ding weil du ja noch mehr entfernt bist von irgendwelchen Ortschaften?
00:32:57: Einerseits das, einerseits noch mehr schwierig wie Ansupporte, aber andererseits war das viel mit dem Projekt ... A nach B, also von Istanbul und muss ja die Kilometer.
00:33:08: Das ist meine Aufgabe für mich.
00:33:10: was ich mir selbst gesetzt habe will die Kilometern im Tag schaffen das heißt dass es so der schnellste Weg.
00:33:16: quasi hätte ich jetzt eine Reise gemacht wo ich sage ich laufe jetzt die schönsten Trails dann wäre es ganz etwas anderes gewesen.
00:33:22: aber hier ging's darum.
00:33:24: Ich hab einen Weg den ich laufen muss.
00:33:26: Deswegen war es sehr viel, sehr viel Straße.
00:33:28: Aber ich glaube oft auch die Möglichkeit gab.
00:33:31: als ich durch die Dörfer gelaufen bin... ...gab's dann wirklich schöne Routen und auch mal abseits der Straßen.
00:33:37: Genau was auch sehr schön war.
00:33:39: Welchen Teil deiner Identität von türkischer Seite hast du für dich neu entdeckt?
00:33:49: Den du vorher noch nicht kanntest.
00:33:51: Das ist eine gute Frage!
00:33:53: Es gab ganz oft Momente während der Reise, wo ich mir auch dachte ne hier bist du Deutsch.
00:33:59: Also wenn so wir Deutsche sind ja was zu regeln angeht sehr strikt so gegen sagen.
00:34:05: zu anderen Ländern auch vielen anderen Ländern und da war ich gab ich auch auf die Momente gehabt, wo ist mich dann so geärgert habe darüber?
00:34:14: Und da hab' ich das dann auch gemerkt.
00:34:15: okay da bist du eher deutsch Das türkische wiederum was sich schön fand in der Türkei ... dass die Menschen ja auf der Straße keiner ist sich fremd wirklich.
00:34:25: Ja, deswegen dieses... Auf der Straße wenn du eine ältere Dame triffst,... ...du sprichst sie mit Tante an oder Onkel zu einem älteren Mann... ...oder sagst Abi.
00:34:36: Das ist so was ich super schön finde!
00:34:39: Laufen ist für dich auch ne Therapie?
00:34:43: Was für Themen... ...wegst du beim
00:34:46: Laufen?!
00:34:47: Ja das Laufen... Wie kann ich es
00:34:49: beschreiben?...
00:34:51: Dadurch dass ich.
00:34:53: So ein Projekt quasi so laufe, das ich bin fast im Autopilot.
00:34:59: Ich baller ja nicht so schnell.
00:35:01: wie kann der Unterschied zwischen mir und einem Profi Marathonläufer eine ganz schnelle Zeit der läuft mit maximalen Herzleistungen?
00:35:10: bei mir geht es eher um ich muss mich erbremsen auf so ein Projekt Energiemanagement betreiben weil ich mich nicht verletzen darf und regenerieren muss.
00:35:16: das heißt ich lauf da in dem Tempo wo ich wirklich Run as high sagen.
00:35:22: wir bin so fast schon automatisch laufe und da habe ich dann diese.
00:35:27: Diese entspannte zeit wo ich auch viel nachdenken kann.
00:35:31: Ich hab immer die Erfahrung gemacht dass das was positiv ist mit mir macht, weil viele haben mich gefragt hey du bist auf verrückt wenn du da so viel nach denkst.
00:35:39: nein gerade dann kann dich alles einordnen.
00:35:41: in der Zeit darf ich die Zeit zu reflektieren und kommen wieder auf ganz ganz tolle ideen Dinge verarbeiten, Dinge bewusst erleben auch.
00:35:54: Im Alltag bin ich immer unterstoben oder abgelenkt und da bin ich es nicht beim Laufen.
00:36:02: Ich laufe ja nicht nur stunden, ich laufer fast den ganzen Tag um Bausen.
00:36:06: Deswegen ist das echt etwas Tolles und ich bin ja auch bewusst alleine bei so einem Projekt.
00:36:11: Deswegen auch die Zeit
00:36:12: alleine sein.
00:36:14: Das haben wir glaube ich letztes mal auch schon besprochen, das ist ja eines was du hast einmal wenn du auf so einem Projekt unterwegs bist.
00:36:22: Bist du zwangsläufig?
00:36:23: Auch viel allein zwischendrin noch wenn es immer wieder Begegnungen gibt.
00:36:27: Ist das aber auch ein Thema was sich für dich durchzieht also was auch wenn du nicht läufst für dich ein thema ist alleine sein?
00:36:38: Also ich bin immer schon jemand gewesen ... der es liebt, alleine zu sein.
00:36:43: Also ich bin auch gerne in Gesellschaft... Ich kann das auch sehr gut und unternehmen sehr gerne was mit Freunden und meiner Frau und alles.
00:36:51: Aber ich bin schon oft alleine gereist, auch wo ich jünger war,... ...wo ich keinen Extremsport oder Abenteuer gemacht habe.
00:36:58: Bin einfach ganz spontan, steht jetzt drin ganz allein.
00:37:00: Und das war für mich immer etwas Besonderes.
00:37:04: Deswegen ist es schon für mich... Das alleine sein ist schon echt ein Privileg, weil wir sind ganz selten alleine.
00:37:13: Also ich kann es nicht für alles sprechen aber im Alltag immer habe ich auch schon mal gesagt immer von Menschen umgeben.
00:37:19: deswegen ist es für mich auch wirklich eine Quality Time kann man sagen.
00:37:22: natürlich gibt's auch Momente wo man sich einsam fühlt.
00:37:26: das ist ganz normal wo man Erlebnisse... nicht direkt mit jemanden teilen kann.
00:37:31: deswegen finde ich auch social media ganz gut und begleite das auch immer die reisen das einfach.
00:37:35: Mit anderen menschen zu teilen genau ansonsten so dass alleine sein schon schon was schönes.
00:37:41: ja laufen als therapie ich find es findest schönen.
00:37:43: ich hab tatsächlich sogar mal, Als es gibt ein deutsches zentrum für lauftherapie also gab's zumindest mal ich weiß gar nicht ob es das noch gibt Ich war da ein paar mal als dozent Und da was gemacht, das macht der hat gemacht Professor Doktor Alexander Weber.
00:38:02: Das ist der Vater von dem Chefredakteur von Runners World von Urs Weber und der das aufgebaut hat sich ganz viel damit beschäftigt mit dem Phänomen, dass du durch das Laufen eben ganz viele verschiedene Dinge eben bearbeiten kannst.
00:38:17: Ob es eine körperliche Therapie ist oder ob das auch eben auf einer mentalen Ebene Dinge sind die du da wieder anders nochmal bewegen kannst weil du in Bewegung bist.
00:38:26: deswegen frage ich da noch mal nach weil ich das wirklich ein spannendes Thema einen spannenden Aspekt finde Ob es Themen gibt, wo du sagst hey weil auch das Wort Therapie mal benutzt hast.
00:38:38: Die ist da vielleicht zu therapieren gibt ich.
00:38:40: aber wir haben alle unsere Themen die wir so mit uns rumschleppen unsere Rucksäcke unserer Baustellen welche das so sind.
00:38:46: Es sind jetzt eine sehr intime persönliche Frage aber wie gibt es da welche?
00:38:52: Da denke ich immer wieder drüber nach dass das ein Thema für mich.
00:38:56: da würde ich gern besser mit klarkommen.
00:38:58: zum Beispiel
00:38:59: Boah, ich hab da gar kein Problem mit zu antworten.
00:39:02: Aber ich wüsste nicht ... ob es jetzt so eine Sache ist, was sich verarbeiten muss damit?
00:39:08: Es ist einfach ... Ich glaub, jeder Mensch steht vor Herausforderungen im Alltag oder wird ... für Herausforderung im Leben egal, was das ist.
00:39:19: Das ist bei jenen immer unterschiedlich und ich glaub, der Alltag auch.
00:39:25: Und was halt jetzt passiert, gar nichts ... was in der Vergangenheit war.
00:39:30: Da hab ich mein Frieden, aber ... Und das ist so das Besondere auch jetzt.
00:39:36: Wenn ich jetzt im Training bin und wenn sobald ich laufe, dann geht's mir gut, ja?
00:39:43: Ja, und es sind natürlich die großen Fragen des Lebens, denke ich mal, die wir alle haben wie... Was kommt da noch?
00:39:50: Wie möchte ich das gestalten, was da noch kommt und nicht nur warten auf das, was passiert?
00:39:55: Von dem einen Traum hast du schon gesprochen, ne?
00:39:57: Auch eine Familie zu haben und dann gibt's wahrscheinlich auch Ideen, was für dich da noch beruflich kommt.
00:40:03: Das Laufen ist ja dein Beruf?
00:40:06: Ja!
00:40:07: Und da stelle ich mir das auch vor dass es durchaus herausfordernd ist, dass du nicht immer gleich schon an das nächste Projekt denkst während du unterwegs bist.
00:40:17: Ich habe ja auch schon mit vielen Menschen gesprochen die, ich sag jetzt mal ähnliche Dinge machen wie du sie machst oder wie teilweise ich sie auch mache... Manchmal wenn sie unterwegs sind schon die ganze Zeit, werden sie unterwegs und darüber nachdenken was wir als nächstes machen.
00:40:32: Und das finde ich dann immer so schade weil du bist ja einfach nicht mehr bei dem was du da machst.
00:40:36: Weil du immer noch wieder ans nächste denkst wie geht es weiter?
00:40:39: Wie geht's weiter?
00:40:40: Musst du dich da manchmal auch gegen wehren dass das passiert?
00:40:43: Nee ich bin... Ich habe wirklich gelernt diese Projekte, diese Abenteuer die ich erlebe.
00:40:48: Wenn ich jetzt zurückschaue auch die Projekten davor Ich kann mich so gut an alles erinnern, was ich da erlebt habe.
00:40:57: Weil das ist so intensiv war, sowas Besonderes für mich war.
00:41:01: und deswegen sage ich auch jedem auch genießt es ja, wirklich genieß die Zeit dort weil das wird für immer so prägend sein auch.
00:41:09: Deswegen versuche ich da auf so einer Reise auch wirklich hier und jetzt zu sein, das richtig bewusst zu erleben auch und deswegen kann ich mich auch an alles ähnen während so eine Reise gab's was sich bisher gemacht hat.
00:41:23: Trotzdem ist mir wichtig zu wissen, bei dem Zieleinlauf.
00:41:27: Okay es geht weiter selbst wenn ich noch keine Idee habe für den nächsten Projekt... ...zuwissen.
00:41:35: es wird jetzt auch ein neues Ziel geben weil das hat mir eine ganze am Anfang der Reisen kann das auch doch zu sorgen dafür sorgen dass man aus einem kleines Loch fällt.
00:41:44: das kennen viele nach gerade so größeren Reisen.
00:41:48: Das ist mit ganz am Anfang auch passiert wo ich gedacht habe ja jetzt Okay, jetzt bin ich angekommen.
00:41:54: Fertig!
00:41:56: Was jetzt?
00:41:57: Das war dann schwierig aber ich habe dann einfach gelernt was Helllüft ist zu wissen schön und jetzt geht es weiter.
00:42:06: das ist auch wichtig auch im Leben nicht nur in dem was ich mache viel zu haben finde ich immer was Schönes weil es gibt dir einen Sinn Es gibt dir eine Motivation Weiß ich immer.
00:42:22: okay es wird wieder was neues kommen.
00:42:25: Das Ultralaufen ist ja gerade ziemlich angesagt, das ist ein ganz schöner Hype.
00:42:31: jetzt ist es ein paar Tage erst her dass Arda Sachi dieses große Projekt da vollendet hat in den USA sechsehnt Kilometer zu laufen Nach recht kurzen Zeit, ein bisschen länger als er eigentlich ursprünglich wollte.
00:42:45: Aber vor allen Dingen natürlich eine Wahnsinnsaufmerksamkeit die er damit erzeugt hat.
00:42:52: ganz viele Menschen hunderttausende Millionen die das verfolgt haben und ist ja jetzt auch nicht alleine.
00:42:59: es gibt ja diese ganze backyard Ultraszene die gerade unfassbar groß wird und wächst.
00:43:07: Ich sehe das ein bisschen, ich will gar nicht sagen kritisch.
00:43:10: Aber durchaus gucke ich da so von zwei Seiten drauf.
00:43:14: Ich finde es einerseits total toll dieses... Vor allen Dingen auch junge Menschen, also viele junge Menschen motiviert werden einfach etwas zu machen und Ziel zu haben und auch mal über die Punkte hinwegzugehen in denen's unangenehm wird, dass du nicht in so eine Wohlfühlblase dich ständig nur bewegst.
00:43:36: Auf der anderen Seite sehe ich auch eine Gefahr, dass das gerade sehr viel auch so männlich geprägt ist.
00:43:45: Dass er dann am Ende nur diese eine Botschaft steht immer weiter und wenn es wehtut macht weiter noch mehr wehtut, dann bist du immer noch nicht da wo du eigentlich sein kannst.
00:43:58: Mach weiter niemals aufgeben so wenn das am ende die einzige Botschaft ist dann empfinde ich das schade weil ich glaube dass da viel mehr drin steckt in so einer idee in solchen projekten und dass es gar nicht so eindimensional ist.
00:44:12: manchmal habe ich das gefühlt kommt ein bisschen bisschen so rüber.
00:44:18: erste frage wie siehst du das also diese entwicklung auch und diesen diesen hype in der szene?
00:44:24: Und was ist für dich das, was da noch dahintersteckt?
00:44:28: Also diese anderen Dimensionen die dann noch sind außerdem immer weiter niemals aufgeben.
00:44:33: Ja ähm Riesen-Thema erstmal.
00:44:37: ich finde es auch positiv was es mit vielen macht also gerade in der jüngeren Generation.
00:44:43: Die Grenzen verschieben sich jetzt von allen.
00:44:47: Das macht auch etwas Positives weil Es stärkt irgendwie auch das Mindset der Leute, dass die einfach sehen, dass da mehr möglich ist.
00:45:02: Und so ein Ultramarathon oder ultralaufen allgemein lehrt dich ja auch sehr viel für andere Dinge im Leben.
00:45:11: Wenn man in die Nähe an den eigenen Grenzen geht lernt man soviel und das ist etwas sehr positives und genau, dass sich das so in diese Richtung entwickelt.
00:45:22: Dass sehr viele Leute davon inspiriert sind, dass es was Schönes ist aber wie du schon gesagt hast die Gefahren davon ist, dass viele... ...das auf die leichte Schulter nehmen oder das schon ein bisschen falsch machen können oder falsch verstehen, dass darum geht.
00:45:42: okay ich muss jetzt irgendwie ja So krass sein, dass ich mich fast schon selber zerstöre.
00:45:50: Es
00:45:50: macht ja die Faszination auch ein Stück weit aus... ...dass es in einem Bereich geht durchaus immer wieder mal wo es lebensgefährlich werden kann.
00:46:02: Also gerade bei diesem Backyard Ultras und so weiter wenn die Leute ihr Bewusstsein verlieren Wenn du hallucinierst, wenn du also körperlich so krass am Limit bist Nicht aus Zufall kommt ja auch viel der, ich sag mal Army-Navy-Scenes und David Gorgons.
00:46:23: Da er herkommt ... Ja?
00:46:24: Der so die Figur ist für viele eine Vorbildfigur, für dieses immer weiter nie aufgeben.
00:46:32: Das fasziniert einen Stück weit weil das spannend ist, weil das aufregend ist aber es ist ja mega schmaler Grad.
00:46:40: Du hast das schon angesprochen.
00:46:41: also viele unterschätzen das Und unterschätzen ja auch, dass viele dieser Protagonisten, die das machen, das ja schon sehr lange tun.
00:46:51: Ein feines Gefühl dafür haben ... Genau.
00:46:53: Wann der Körper wie reagiert und wann wirklich Limit ist?
00:46:57: Wobei ich nicht immer weiß, ob das Bewusstsein dann noch da ist in so einer Situation oder so einschätzen kann.
00:47:04: Wie gesagt ein sehr, sehr schmaler Grad.
00:47:05: Ich kann nur wenn ich über mich spreche... Angefangen und die Grenzen verschieben sich ja dann.
00:47:14: Und jeder hat seine Grenzen, die sich aufschieben.
00:47:17: Aber bei mir, bei meinen Projekten bisher in der Art wie ich es gemacht habe laufen kann man sehr oder Ultralaufen kann man sie unterscheiden.
00:47:25: Das ist kein Backyard was ich mache sondern das ist so wirklich.
00:47:29: ich plane die Projekte ich bereite mich... wirklich darauf vor wie ein Athlet auch, dass ich mich im Fitnessstudio laufen natürlich auch.
00:47:39: Mich darauf vorbereite körperlich und ansonsten ist es auch während so einer Reise so achtzig Tage unterwegs zu sein jeden Tag in Ultramantern zu laufen.
00:47:48: das kannst du nicht ohne ein System machen.
00:47:50: Es ist sehr viel Energiemanagement sage ich immer und Regeneration ist Teil des Systems sonst würde ich gar nicht achtzig tage laufen können ohne mich zu verletzen.
00:48:00: Und ich will mich nicht verletzen, weil sonst gefährd ich ja das Projekt und würde scheitern.
00:48:05: Deswegen achte ich wirklich sehr ... dass sich mich zwischen den Läufen auch erhole.
00:48:12: Natürlich gehe ich bewusst an Grenzen aber wie schon gesagt bewusst Ich habe mittlerweile auch ein sehr gutes Körpergefühl dadurch, dass ich körperlich halt sehr viel schon gemacht hab.
00:48:25: Da ist dieser schmale Grad von du gesprochen hast darauf hört, aber auch wirklich die Fähigkeit hat wo man unterscheiden muss oder kann.
00:48:35: Wo muss ich jetzt stoppen und wo kann ich noch pushen?
00:48:39: Ich habe zum Beispiel die Erfahrung gemacht bei meinen Projekten der Anfang.
00:48:43: Die ersten Tage Wochen sind immer am härtesten weil sich der Körper nicht an die Belastung gewöhnt hat.
00:48:49: Deswegen hatte ich hier auf dieser Reise schon nach Tag zwei Muskeläreprobleme.
00:48:57: aber da muss ich auch wieder unterscheiden können.
00:48:59: habe ich mich verletzt hab in der umfall gab?
00:49:01: nein das sind belastungsschmerzen und da wusste ich was dagegen hilft ist weiter zu laufen, aber langsam mit pausen.
00:49:11: dann hat sich das auch gelegt dass heißt irgendwann habe ich nicht an die belastungen gewöhnt.
00:49:16: Habt dann auch abends im hotel unter der duschen ob den übungen und so gemacht und dann ging das auch wieder Bei anderen Formaten, Ultralaufen wie zum Beispiel im Backyard.
00:49:27: Wo es darum geht mit wenig Schlaf und so lange zu laufen.
00:49:31: wie's geht das kann schon schwierig werden.
00:49:36: aber man muss auch wissen zb diese Projekte die ich auch mache Ich mach das ja nicht.
00:49:44: Es ist dann für diesen Zeitraum natürlich sehr belastbar für den Körper.
00:49:49: Aber ich weiß auch, dass ich mich danach wieder regeneriere.
00:49:53: Ich nehme mir wirklich bewusst die Zeit... ...dass ich danach mich erhole und dann wieder ganz langsam ins Training einsteige und wieder auf mein Körper höre.
00:50:03: Und deswegen habe ich auch nie Beschwerden weil ich immer auf meinen Körper höhe.
00:50:09: Training, wenn ich mal merke.
00:50:11: Ich brauche eine Pause oder muss ein bisschen weniger laufen, langsamer laufen und dann mache ich das auch.
00:50:17: Aber bei den Projekten weiß ich in diesem Zeitraum ... Das ist mein Wettkampf, mein persönlicher Wettkämpf!
00:50:23: Und da laufe ich auch und gehe dann an die Grenzen aber auch wie gesagt bewusst.
00:50:30: Ja es ist wichtig finde ich dass wir das an der Stelle nochmal so differenzieren weil's Manchmal nicht so differenziert, vermittelt wird.
00:50:39: diese Botschaft und die Gefahr da einfach ist dass viele sagen ja mach ich jetzt probier auch mal laufe ich auch mal bis sich nicht mehr kann.
00:50:47: Und dann noch weiter und dann schlafe ich nicht und dann lauf ich noch weiter.
00:50:50: Und irgendwann glaube ich möglicherweise zusammen werde ich darauf nicht vorbereitet bin in keinster Weise und auch keinen Gefühl dafür habe.
00:50:56: Du machst ja zum Beispiel auch ganz viel, das sehe ich immer auf Instagram Stabilitätsübung
00:51:01: usw.,
00:51:02: also guckst sehr drauf dass jetzt nicht nur laufen gehst und dich dann da pusht, pust sondern dass das durchaus eine sehr breite Basis hat.
00:51:12: Jetzt nicht nur Laufen-Laufen ist man macht ja auch andere Sachen Krafttraining, dass das wie gesagt eine gute Basis.
00:51:21: trotzdem will ich noch mal wissen von dir auch was jenseits des, es geht immer weiter und ich kann mehr als ich denke.
00:51:34: Was du gelernt hast beim laufen oder was du lernst was da für dich noch mit drin steckt in diesem ultra laufen.
00:51:44: Eine gute Frage, weil jetzt hast du was ausgeschlossen noch
00:51:46: mal.
00:51:48: Jenseits des es geht immer weiter so.
00:51:51: ich kann noch mehr als ich denke.
00:51:53: ja also genau das ist natürlich das allergrößte.
00:51:56: ich sage auch mal dass man immer wirklich überrascht ist wie weit man eigentlich kommen kann oder wie weit wie viel mehr in einem steckt.
00:52:07: Das lernst du, indem du in meinem Fall einfach mal losläufst.
00:52:10: Für mich auch diese Grenzerfahrung sage ich immer wieder... ...das ist für mich nichts Körperliches in dem Moment sondern immer eine Erkenntnis.
00:52:19: und das ist immer ein Gewinn für mich weil die Erkenntnisse macht dich stärker.
00:52:25: nicht dass du in dem moment an körperliche Grenzen gehst sondern einfach die Erkennisse.
00:52:31: und das so unbeschreiblich auch während einer Reise wo ich Ich habe quasi jeden Tag einen Erfolgserlebnis.
00:52:45: Weil ich es wieder geschafft habe, mich selbst überwinden an dem Tag und dieses positive Erfolgserlebnis macht auch was mit dir!
00:52:55: Das waren jetzt die Sachen genau die, die ich genannt hab.
00:52:59: Aber das ist ja das eine dass du ... Erkennst ich bin stärker als ich denke.
00:53:04: so wenn wir aber drauf gucken.
00:53:07: Immer nur stark sein ist das die Botschaft.
00:53:10: du musst immer stark sein immer stark werden.
00:53:12: gerade eben schon gesagt so als Mann weißte, wann darfst du mal schwach sein oder wann erlaubt ihr schwach zu sein?
00:53:21: Das muss ich sagen.
00:53:22: gut dass du das sagst Ich bin während einer Reise im Gegenteil.
00:53:26: deswegen sage ich auch immer ultra laufen Äh, wie sagt man im Englisch.
00:53:31: Man handelt dich also das ist so egal wie stark du bist.
00:53:34: Demütig?
00:53:35: Ja genau.
00:53:37: Also positiv und eigentlich weil... Egal wie stark Du bist jetzt kannst noch so stark sein wenn du beim Ultralaufen gibst ganz oft Momente wo du wirklich auch brichst ne also gar nicht so im Negativen sondern so Momente hast wo du wo du nicht mehr kannst wo du müde wirst wo du ja auch mal ... es nicht schaffst und so.
00:53:59: Und das ist eine positive, gleichzeitig auch eine positive Erfahrung!
00:54:03: Auch während meiner Reise habe ich ganz oft Momente der Schwäche gehabt ja?
00:54:07: Wo ich ganz often gedacht habe, was mache ich eigentlich gerade?
00:54:09: Was soll das?
00:54:11: Oder wo ich mich geärgert habe oder wo ich das Gefühl hatte, ich kann nicht mehr... Aber gehst
00:54:17: du dann immer drüber oder gibst du mal nach und was lernst du da raus?
00:54:22: Ich
00:54:23: bewusst erlebe ich das, aber Das gleichzeitig wie gesagt ist eine challenge aber auch nicht deswegen was ich gelernt habe es dann auch.
00:54:33: Ja immer optimistisch zu sein weil ich weiß okay jetzt kilometer zwanzig gerade ein down feeling, aber es wird mir wieder besser gehen und dann ist das auch wieder so dass du wieder dass es wieder besser wird.
00:54:45: Und das ist zum Beispiel auch eine Sache, das kann man sich auch fürs Leben mitnehmen aus die Erfahrung immer optimistisch zu sein gerade wenn man eine schwierige Zeit durchmacht Trennung finanziell Probleme was auch immer kommen wieder bessere Zeiten und das ist auch im Ultralaufen bei meinen Projekten genauso.
00:55:05: Auch wenn du jetzt vielleicht heute Weißt, ich werde heute nicht mehr so stark sein.
00:55:10: Ich werde vielleicht auch morgen nicht mehr sehr stark sein aber ich weiß ... wenn ich lang genug schwach bin dann hört das auch irgendwann auf.
00:55:20: Dann kommt da auch irgendwann wieder eine Kraft irgendwo her.
00:55:24: oder was verändert sich vielleicht auch im Außen?
00:55:27: So dass es ein Stück weit auch ne Zuversicht ist oder die Hoffnung und das Wissen, das Vertrauen darauf Wissen, es ist ja nicht das Vertrauen darauf, dass es besser wird.
00:55:37: Und manchmal ist es auch ein Stück weit Erfahrung ... Genau,
00:55:40: die Erfahrung wirklich zu sagen.
00:55:41: Durchgemacht Hass,
00:55:41: ne?
00:55:41: Genau!
00:55:42: Dass es dann irgendwann wieder besser wird, auch wenn ich heute und morgen vielleicht schwach bin und das aber auch sein darf.
00:55:48: Ja natürlich.
00:55:49: Deswegen also jeder... Es gibt keine super Menschen, jeder Mensch hat mal einen Moment der Schwäche.
00:55:58: Jeder super Athlete.
00:55:59: Aber da ist dann wie gesagt ... das mentale, einfach positive Denken sehr wichtig auch.
00:56:07: Du hast die Erfahrung gemacht in der Vergangenheit... ... dass auch die Dinge dir nicht zufliegen,... ...die auch finanziell wirtschaftlich nicht zufliegen.
00:56:14: Darüber haben wir auch letztes Mal schon gesprochen wie schwierig es ist für dich war da Fuß zu fassen... ...in diesem Ultrapaarbereich oder überhaupt Abenteuer da sein und ein Buch schreiben oder einen Film machen.
00:56:26: Und dass du mich ja nämlich daran auch gesagt hast Das war bei unserem letzten Gespräch.
00:56:33: Vor ein paar Monaten musste ich noch Wandflaschen abgeben, damit ich mir mein Sportgetränk kaufen kann.
00:56:38: Du bist keiner, wo irgendwo das Geld da auf der hohen Kante liegt und der jetzt einfach durch die Weltgeschichte tingeln und laufen darf um sich so selber zu verfüglichen.
00:56:47: Sondern du machst es wirklich auch wenn es finanziell nicht so einfach ist.
00:56:52: Und das hat sich ja bis heute... Du bist jetzt ein etablierter und bekannterer Protagonist ... in dieser Szene, aber sind immer noch nicht so... ... dass du sagst hier sind die Millionenverträge.
00:57:02: Nein das ist nicht!
00:57:03: Aber ich bin ein sehr dankbarer Mensch,... ...dass sich seitdem mein Traum leben darf und ich mache ja nichts anderes als außer DAS.
00:57:12: Ich habe jetzt mein zweites Buch ausgebracht,... ...aber wie du schon sagst, also ich komme von ganz unten kann man sagen.... Keine Leute gehabt, die mich wirklich gepusht haben.
00:57:26: Die mich gefördert und unterstützt haben.
00:57:28: Keine großen Sponsoren, keine Agentur oder Management.
00:57:32: Niemand, der mich vermarktet hat auch.
00:57:35: Also gerade was du zu Hause gesagt hast, die machen das ist ein super Marketing einfach.
00:57:41: Da geht es gar nicht mehr um wer macht die größere Leistung?
00:57:46: Das ist wirklich Marketing so wie es mit allen Dingen gerade ist im Leben.
00:57:50: der, dass sich am besten vermarktet.
00:57:53: Der wird mehr viel Erfolg damit haben.
00:57:55: und das sind so Dinge die muss ich mir irgendwie alle selber beibringen, selber Erfahrungen machen.
00:58:01: deswegen sage ich sie auch seitdem wir jetzt wieder uns getroffen haben oder das letzte mal Ich habe in den letzten Jahren soviel gelernt also ich hab so viel gelernt.
00:58:12: Deswegen waren die letzten Jahre auch sehr intensiv nicht nur mit den Abenteuern und Reisen sondern auch das Leben drum herum sehr viele Gespräche gefühlt, sehr viel Milch mit Leuten ausgetauscht.
00:58:22: Sehr viel selber eigene Erfahrungen gemacht und das war so wichtig!
00:58:26: Und ich bin so dankbar dafür.
00:58:28: Genau also auch weil es nicht leicht war aber genau das macht ja einen auch stärker und gibt die Erfahrung und deswegen würde ich halt bin ich auch so sehr dankbar dass sich mittlerweile auch weiß was ich machen muss.
00:58:41: Bin sehr dankba...
00:58:44: Ich habe im Übrigen bei deinem Türkei Projekte aus der Ferne so ein bisschen begleitet, mitbekommen auch über Instagram.
00:58:50: Überhaupt nicht das Gefühl gehabt dass es dir da um dieses ständige Puschen geht und das Körper zerstören und nochmal mehr sondern dass das wirklich auch so ein Herzensprojekt war weil es eben noch die Türkeis war, die ein Teil deiner Identität ist.
00:59:08: was hast du deiner Mutter erzählt von dieser Zeit in der Türkeil?
00:59:13: Ja, erst einmal die Projekte, die ich vorher gemacht habe.
00:59:17: Man muss wissen meine Mutters als sie Jünger war gar nicht lange in der Schule gewesen.
00:59:23: Wie musste dann, wenn sie noch ein Mädchen war, dann helfen den Feldern zu arbeiten ihrer Familie in Türkei?
00:59:31: Das heißt, sie hat nicht so viel Geografieunterricht gehabt.
00:59:34: Und wusste damals nicht als ich die Idee hatte Mama ich flieg jetzt nach Peru und lauf durch Peru... ...und sie wusste nicht wo liegt Peru.
00:59:42: oder mein Mongolei-Projekt war auch in der Mongoleia und es war für sie auch noch ein bisschen fremd.
00:59:47: aber als sich dann kam und gesagt habe ich okay Mama nächstes Projekt Türkei und das war für Sie natürlich dann ... was ganz besonderes, deswegen war ich auch während des Projektes in der Türkei.
01:00:00: Während dem Laufen sogar mit Kopfhörern habe ich mich mit meiner Mutter ... ... immer ausgetauscht und meine ... ... Erfahrung direkt mit ihr geteilt.
01:00:09: weil wie schon gesagt das war so wirklich ... ... eine Reise zu meinen Wurzeln, ja auch... ... als ich dann wieder so Feigenbäume gesehen habe.
01:00:18: Das hat mich unglaublich an meine Kindheit erinnert,... ... weil die Feigen-Bäume nur aus der Türkei kannte.
01:00:24: Deswegen war ich da ständig im Kontakt mit meiner Familie, hab dann... ... äh, meine Mutter auch und hab dann auch erzählt,... ... sich dann ihre Familie bald besuche und treffe.
01:00:32: Das dafür sieht dann auch was sehr Besonderes her.
01:00:35: Was macht die Türkeis aus?
01:00:38: Gastfreundschaft!
01:00:40: Unglaublich?!
01:00:41: Sehr sehr groß.
01:00:42: jeden tag wurde ich eingeladen und die menschen sehr gastvolle.
01:00:46: du kannst immer auf jeden zukommen.
01:00:48: Ich habe auch teilweise als spaß gesagt was ein riesen unterschied zu perro auch wieder wo ich oft nach essen suchen musste gerade auch falls dünn besiedelt ist, Aber in der Türkei hab ich so viel leckeres Essen immer gehabt.
01:01:01: Und wir haben so Follower geschrieben, du wirst sogar zunehmen auf der Reise und gesagt ... Das ist gar nicht möglich!
01:01:08: Weil bei der Kalorien-Defizit ... Kaloriumverbrauch mit dem Lauf aber ...
01:01:13: Bedeutete?
01:01:13: Du kannst halt reinhauen ne?
01:01:15: Weil du wusst es ey, ich verbrauche hier richtig
01:01:18: was.
01:01:18: Ich konnte halt recht reinhauern trotzdem am Ende weil ich trotzdem mega dünn hab Muskeln verloren und alles das ganz ... Ganz normal, aber ich habe so leckeres Essen gegessen.
01:01:28: Wie gesagt, dadurch dass ich einmal in verschiedenen Regionen war auch verschiedene Essenskulturen immer und das war sehr spannend weil dann bin ich in die nächste Stadt gelaufen und hab mich dann schlau gemacht okay was ist die Spezialität hier?
01:01:42: Es gab es überall eine andere Spezialität.
01:01:44: aus einer Stadt gab's war Honig-Spezialität und der andere Stadt war Käse.
01:01:48: In anderer Stadt war im Norden hat man sehr viel Pide, das ist so ein Brot, so eine Pizzaart und Fisch.
01:01:58: Ich habe immer mal auf Spaß gesagt es ist eigentlich eine Foodtour was ich mache und nebenbei laufe ich einfach noch.
01:02:05: Genau also das Essen die Menschen die Gastfreundschaft.
01:02:11: und jetzt kommt's ganz wichtig Wo ich positiv überrascht war, nicht nur ich auch ein Follower von mir.
01:02:16: Wie landschaftlich auch vielseitig die Türkei ist.
01:02:19: Weil viele von uns sage ich mal kennen Istanbul wie kennen Antalya so Urlaubsorte wo man Urlaub macht aber mehr kennen die meisten nicht und ich auch nicht kannte das vorher auch nicht so.
01:02:32: deswegen weißt du überrasch wie was es alles noch so gab vor allem der Osten im Norden Und ich habe da wirklich als ich dann Bilder gepostet habe Kommentare bekommen wie, das ist die Türkei so.
01:02:44: Und ich weiß sogar noch als ich im Osten war... ...war ein Kamerateam da, die Lucia war da, sie ist Spanierin, sie war mit mir auch in Peru teilweise und die war da und wir sind gelaufen, sie hat dann gesagt es könnte jetzt auch Kanada sein weil wir dann an einem Ort waren wo es sehr grün war, sehr viel Gebirge, sehr sehr vielseitig schöne Landschaften genau.
01:03:06: Fühlst du dich heute kompletter?
01:03:08: ... mit Blick auf deine Identität?
01:03:10: Jetzt, das ist die Frage.
01:03:12: Das war für mich die größte Erkenntnis.
01:03:16: Ich hab sogar beim Ziel-Einlauf in Istanbul, wo ich genau losgelaufen bin... Da standen dann ein paar Leute da und da war sogar die deutsche Botschaft,... ...die mich empfangen hat netterweise.
01:03:29: Und es stand ich da und dann haben mich alle so angesehen... ...und irgendwie angesehen.
01:03:33: und dann dachte ich, okay muss ich jetzt eine Rede halten?
01:03:35: Dann habe ich spontan einfach mal erzählt.
01:03:38: Was diese Reise für mich bedeutet hat.
01:03:41: Wie schön das war und die Erkenntnis habe ich geteilt, dass ich gesagt habe vor allem weil die deutsche Botschaft auch dort war dieser Begriff Deutsch-Türke.
01:03:51: Ich hab Freude daran gefunden Und ich hab rausgefunden Das passt einfach sehr gut Weil ich habe wirklich das Gefühl Dass ich beides habe, beides bin Das es ein Privileg ist, was Schönes ist.
01:04:06: Du hast einfach einen riesen Vorteil, dass du aus zwei Kulturen was lern und in dir haben.
01:04:11: Deswegen war das für mich so eine sehr positive Erkenntnis.
01:04:14: Ich wurde dann noch zu Deutschem Botschaft in Istanbul eingeladen... ...und da gibt es ein Bild mit den beiden Flaggen der deutschen und türkischen Flagge.
01:04:21: Und ich habe auch von der Konsulin ne Tragetasche bekommen.
01:04:26: Diese Tasche ist so besonders auf der Tasche.
01:04:28: Es ist ein Bild einer Brezel- und Simit.
01:04:31: Simit ist ein Sesambringens auf dem Boot!
01:04:33: zusammen so.
01:04:34: und dann stand da, wir sind aus einem Teig gemacht.
01:04:37: Und das war nicht so schön!
01:04:40: Das hat einfach so gepasst zu mir einfach.
01:04:43: Das war wirklich eine schöne Erkenntnis.
01:04:48: Das können wir nachlesen was du erlebt hast in der Türkei.
01:04:51: In deinem neuen Buch haben wir schon angesprochen Home Run heißt es.
01:04:55: ein sehr passender Titel finde ich.
01:04:57: Achtzig Tage, achtzig Ultramarathon ist mein Lauf durch die Türkeis ... und zu meinen Wurzeln.
01:05:02: Kann ich sehr empfehlen, wenn ihr natürlich auch noch mal verlinkt in dem Newsletter, der den Podcast begleitet?
01:05:08: Das gibt's schon!
01:05:09: Das Buch ist schon zu erhalten überall wo es Bücher gibt... Es kommt aber auch noch ein Film
01:05:14: oder?!
01:05:15: Ja also genau wir haben Filmmaterial von der Reise.
01:05:19: Ich hab ja auch selber als ich dann alleine war mit selber gefilmt Aber was genau damit passiert steht noch nicht fest, aber es wird auf jeden
01:05:29: Fall irgendwo auch Bewegtbilder geben.
01:05:31: Genau, genau!
01:05:33: Da kannst du mir ja noch mal Bescheid sagen wenn das soweit ist und dann werde ich das nochmal nachliefern, weil es mit Sicherheit auch spannend ist sich das nochmal anzuschauen.
01:05:43: Letztes Mal in unserem Gespräch hast du den Wunsch geäußert dass da möglicherweise doch irgendwann mal eine Partnerin auftauchen möge.
01:05:52: Das ist passiert.
01:05:53: Welchen Wunscht würdest du denn heute gerne ins Mikro noch mal sprechen?
01:06:02: Wenn wir uns nächstes Mal wiedersehen.
01:06:04: Ja, das ist schwierig ... Also ich will keine weiteren Wünsche äußern müssen.
01:06:09: Ich hab alles was ich brauche und bin unglaublich dankbar.
01:06:13: Natürlich verfolge ich weitere Ziele in dem, was ich mache.
01:06:18: Es ist wie gesagt mein Beruf mit der Weile geworden.
01:06:22: Ich habe mir noch weitere Abentehne.
01:06:23: Gibt es schon mal
01:06:23: Spruchreifes für ein nächstes Projekt?
01:06:25: Nee,
01:06:26: noch nicht!
01:06:27: Ich hab genau immer Ideen.
01:06:29: Das ist so was ich liebe an dem, was ich tue.
01:06:31: Man kann halt kreativ sein und sich etwas ausdenken.
01:06:35: Ein Projekt!
01:06:36: Und keine Regeln, keinen Grenzen.
01:06:39: Es kann alles mögliche sein.
01:06:40: Das finde ich sehr spannend.
01:06:43: Deswegen habe ich Ideen.
01:06:44: Ich bin mir sicher dass es immer weitergehen wird mit Abenteuern.
01:06:48: Genau das ist mein Ziel was ich verfolge.
01:06:51: Ansonsten bin ich wirklich sehr dankbar.
01:06:57: die ganzen Nachrichten von den Leuten oder Leute, die ich treffe.
01:07:01: Die ich auch inspirieren kann und dass es gibt der ganzen Sache nochmal einen Riesensinn unter dem was ich mache.
01:07:09: Keine Grenzen passt bei dir ja auch privat ganz gut gerade mit der Frau aus Montenegro.
01:07:15: Hast du gesagt aktuell bis zu Hamburg?
01:07:18: Unterwegs bis hier viel am Laufen.
01:07:20: Wir haben uns deutlich getroffen, zuvor ich so um die Außenalter gerannt.
01:07:24: Ich war da gerade unterwegs mit der Familie am Spazieren.
01:07:27: Das war ein ganz schöner, zufälliger Moment.
01:07:31: Apropos Grenzen?
01:07:33: Was jetzt Grenzen betrifft?
01:07:35: Montenegro, Hamburg.
01:07:36: Gehst du privat auch so vor wie du erst an den Projekt rangehst?
01:07:41: Hast du das so?
01:07:43: So kann ich mir das vorstellen... Das und das sind die gegeben halten, so müsste ich das planen.
01:07:48: So viel muss sich dann dafür tun damit dass dann passiert.
01:07:51: oder gehst du private eher so rein?
01:07:54: Also ich lebe immer im hier-und jetzt.
01:07:56: man kann nicht wirklich in die Zukunft schauen.
01:07:59: natürlich kann man was planen und hat Vorstellungen.
01:08:03: aber ich habe viele kennen das auch wenn man zurückblickt es ist so vieles anders gekommen als man geplant hat.
01:08:11: ganz oft entstehen noch schönere Dinge, als wir es wirklich planen.
01:08:16: Deswegen also ich plane nicht wirklich mein ganzes Leben in voraus.
01:08:20: die Kontrolle gebe ich ab weil ich als glaubiger Mensch auch daran glaube dass allein Schicksal das alles geschrieben steht und es bringt nichts wenn ich versuche die Kontroll zu darüber zu haben.
01:08:36: deswegen ich lebe mir jetzt was ich tun kann und will mir gar nicht zu viele Gedanken machen, was wäre wenn oder was passiert?
01:08:46: Da habe ich vollkommen Vertrauen auf das, was für mich gestreben steht.
01:08:53: Und das gibt mir ein gutes Gefühl diesen inneren Frieden, den ich dann auch
01:08:57: habe.".
01:08:57: Hast du eine Ahnung von dem was für dich geschrieben
01:09:01: steht?".
01:09:02: Hast du eine Vorstellung davon?
01:09:05: Nee, das ist ja das Ding.
01:09:06: Aber ich weiß dass es auch wieder was Positives egal was geschrieben steht Es ist immer etwas Positivos für jeden Menschen.
01:09:16: Also wenn ich dir jetzt ein Stift und Papier geben würde Und ich würde sagen hier Du hast jetzt die Möglichkeit Dein ganzes Leben zu planen Das jetzt schreiben was du willst ne Du könntest das nicht so wie Gott weil du weißt Wir Menschen sind limitiert, wir wissen manchmal selber nicht was besser für uns ist.
01:09:37: Und deswegen erkläre ich das auch so dass selbst wenn mal im Leben etwas wo wir glauben nichts Gutes passiert ja aber am ende entsteht immer was Gutes daran sei es dass wir durch diese erfahrung stärker geworden sind dass wir Erfahrungen gesammelt haben Dadurch etwas Besseres, was ich ergeben haben.
01:09:59: Also manchmal sind so Dinge wo wir glauben das es nicht gut ist... ...es ist was Gutes.
01:10:03: und manchmal so Dinge, wo wir auch glauben dass es gut für uns ist aber eigentlich gar nicht so gut ist.
01:10:09: und deswegen gebe ich die Kontrolle ab Und ich habe diesen Vertrauen.
01:10:13: Das ist egal was kommt Es wird was Gute sein.
01:10:16: So war ich nicht immer.
01:10:17: dieses mein Zelt hab Ich nicht immer gehabt weil ich habe auch Zeiten gehabt wo es schwierig war wo ich schwierige Zeiten erlebt habe und ich habe mich verrückt gemacht Und das ist der schlimmste, was man machen kann.
01:10:35: Das war wirklich sehr ermüdend zu versuchen ... die Zukunft zu kontrollieren oder in die Zukunft schauen.
01:10:49: Seitdem ich da die Kontrolle abgegeben hab ... bin ich da sehr entspannt und wie gesagt habe das Vertrauen, dass da egal was kommt.
01:10:58: Dass es Gutes entstehen wird.
01:11:03: Das wünsche ich dir auf jeden Fall.
01:11:04: Vielen Dank!
01:11:05: Dass
01:11:05: viel Gutes wartet in der nahen Zukunft und dann auch in der Fernsehen.
01:11:09: Ich bin sehr gespannt, wie's dir geht wenn wir uns das nächste Mal treffen.
01:11:13: Wir sind mir sicher, dass wir uns nochmal zusammensetzen und noch mal sprechen werden.
01:11:17: Dann freue mich jetzt schon drauf.
01:11:18: Danke!
01:11:19: Ich danke dir.
01:11:25: Ich habe es eben schon angesprochen.
01:11:26: Ich pack den Link zu Savas's neuen Buch, Home Run in die Newsletter der diesen Podcast begleitet.
01:11:32: Diesen Newsletter kannst du abonnieren unter christophförster.com.
01:11:38: Er scheint immer am Sonntag gibt es weiter für eine Links und Infos zu den Themen aus dem Podcast.
01:11:44: neben dem link zu Savashs Buch das du aber auch überall im Buchhandel bekommst Auch noch ein Link diese Woche zu seinem Instagram Account und seinen weiteren Kanälen YouTube, dass du das auch im Blick haben kannst.
01:11:59: Falls da irgendwann bewegt Bild kommt!
01:12:02: Wir haben ja vereinbart, dass er euch auch Bescheid sagt.
01:12:05: wenn das der Fall ist falls der Film am Ende sogar im Kino landet dann wirst du es auch erfahren wenn du den Newsletter abonniert hast.
01:12:14: Und solltest du diese Folge nicht in der Woche der Veröffentlichung hören, sondern erst später und der Newsletter dazu dann schon verschickt worden sein.
01:12:24: Dann ist das halb so wild.
01:12:26: denn mit dem ersten Newsletter den Du bekommst Dann kommst du unten im Newsletter ein Link zum Archiv und da kannst Du Dir dann den entsprechenden Newsletter, die entsprechende Ausgabe raussuchen mit den Infos zu Savas' neuen Buch Home Run.
01:12:45: Ich danke Dir ganz herzlich fürs Zuhören!
01:12:47: Ich hoffe, Du hast was für Dich mitgenommen.
01:12:49: Ich hoffe das eine oder andere wird auch noch nachwirken und vielleicht für dich auch zu Veränderungen führen.
01:12:56: Vielleicht wirst du ein eigenes Projekt starten, vielleicht wirst in Zukunft auch mit einer bisschen anderen Haltung noch mal draußen unterwegs sein.
01:13:05: was auch immer da eine Inspiration drin war in diesem Gespräch.
01:13:08: Vielleicht haste jetzt auch Lust bekommen in den nächsten Ferien nochmal Gen-Türkei dich zu orientieren.
01:13:16: Vielleicht willst du um ganz anderes Land mal herumlaufen oder mit dem Fahrrad rumfahren.
01:13:22: es gibt ja so viele Möglichkeiten, was wir so mitnehmen können aus diesem Gespräch und wenn es dich nur unterhalten hat dann freue ich mich auch dass du bis hierhin dabei geblieben bist.
01:13:33: Ich wünsche dir bis wir uns wieder hören eine gute Zeit!
01:13:36: Wenn du magst dann ist das schon kommende Woche, kommenden Dienstag zur nächsten Folge von frei raus.
01:13:43: Und wenn es der nächste Dienstag nicht ist, dann ist es vielleicht irgendein anderer Tag an dem wir uns hören und du wieder Lust hast dich inspirieren zu lassen.
01:13:53: Herzlichen Dank dass du heute dabei warst!
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