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Mit dem Van durch Europa oder warum wir Träume brauchen, wenn es uns dreckig geht

Shownotes

// Während der Pandemie erkranken Petra Kampermann und Dennis Heigl am Corona-Virus. Damit sind sie weiß Gott nicht allein, nur kommt Petra nach ihrer Genesung nicht wieder zu Kräften, auch Monate später nicht. Es dauert eine Weile bis sie die Diagnose hat: postvirales Fatigue-Syndrom, in diesem Zusammenhang oft auch „Long Covid” genannt. Für Petra und Dennis beginnt eine außergewöhnliche Leidenszeit, in der aber irgendwann wieder Hoffnung aufblitzt, als Petra herausfindet, wie sie ihr Nervensystem neu aufbauen und stärken kann. Auch die Natur wird zu einem Ort der Heilung für sie. Die Beiden beschließen: „Wenn Petra wieder gesund ist, fahren wir mit dem Wohnmobil durch Europa.” Der Weg zu diesem Traum führt durch etliche Tiefen, aber jetzt gibt es eine echte Perspektive. Und tatsächlich: Eines Morgens steigen Petra und Dennis in einen roten Van und brechen auf ... Für diese Folge haben die Teilzeit-Aussteiger Station im FREI RAUS Studio in Hamburg gemacht. Viel Freude mit Ihrer Geschichte!

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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)

Transkript anzeigen

00:00:00: Es geht nicht darum loszufahren mit dem Gedanken, ich besteige Zimmer und Everest.

00:00:04: Es geht darum Los zu fahren also einfach das zu machen Und alles weitere ergibt sich dann.

00:00:10: Ich brauche keinen konkreten Plan fürs draußen sein.

00:00:14: wenn ich draußen bin Dann sagt die Natur schon von sich aus wo ich hin soll.

00:00:20: Hatte natürlich dann auch für mich eine ganz lange Vorgeschichte, dass ich davor schon viele mal im Leben durch hatte mit verschiedenen Traumata und so.

00:00:29: Und dadurch das Nervensystem eh angegriffen war.

00:00:32: Wir haben nachhinein herausgefunden, dass sich oftmals der Coronavirus die Schwachstelle des Menschen aussucht wo er halt einfach schon lange mit zu kämpfen hat.

00:00:40: Das war bei mir eben das Nervensystem.

00:00:58: Herzlich willkommen bei Freiraus, dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.

00:01:03: Ich bin Christoph Förster und ich habe Besuch bekommen!

00:01:07: Und zwar von Petra und Dennis von Petrakampermann und Dennis Heigel.

00:01:13: die beiden sind gerade mit ihrem Van, mit ihrem Wohnmobil unterwegs durch Europa und kamen durch Hamburg.

00:01:22: das haben wir genutzt um uns zusammenzusetzen und uns zu unterhalten.

00:01:27: Und zwar über ihre Reise mit dem Van durch Europa, eine ganze Zeit sind sie schon unterwegs und eine ganze Weile werden sie noch unterwegs sein gerade auf dem Weg hoch nach Skandinavien kommen aus Südeuropa und wir sprechen natürlich darüber was Sie schon erlebt haben und was Sie noch erwartet.

00:01:49: dann sprechen wir darüber warum sich diese Reise überhaupt machen.

00:01:54: Klar, sie wollen Neues entdecken!

00:01:56: Sie wollen Neus sehen und neue Eindrücke haben.

00:01:59: Sie wollen raus aus ihrem Alltag.

00:02:02: Genau dieses Raus aus dem Alltag und das Raus der Situation in der sie waren ist für die beiden aber ein sehr entscheidender Grund gewesen.

00:02:13: Denn Petra ging es richtig schlecht gesundheitlich Ganz, ganz wenig Kraft und das über Wochen- und Monate.

00:02:26: Eine Situation, die fast ausweglos erschien für die beiden eine ganze Zeit.

00:02:33: Bis sie dahinter gekommen sind.

00:02:35: was

00:02:35: Petra

00:02:36: helfen kann und diese Reise mit dem Van das aufbrechen war irgendwann für die Beiden so etwas wie der Silberstreif am Horizont.

00:02:46: Sie haben gesagt wenn Petra wieder gesund ist dann machen sie das!

00:02:51: Dann fahren sie mit dem van los Und die Geschichte der beiden ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sehr es sich lohnt.

00:03:00: Sich nicht aufzugeben auch in einer Situation, die fast ausweglos erscheint – eine Situation, in der du dazu verdammt bist einfach nur zu liegen und nichts zu machen obwohl du am liebsten jeden Tag daraus würdest dich bewegen würdest gerne und in der Natur unterwegs sein würdest aber in der es einfach nicht geht.

00:03:23: Da den Mut nicht zu verlieren, da etwas zu finden was den Lebensmut aufrecht erhält und ein Ziel zu haben auf das du hinarbeiten kannst immer wieder nach Möglichkeiten zu suchen auch im ganz ganz kleinen die Natur zu erleben auch wenn du dann nur liegen kannst Möglichkeiten zu finden dass du eben da liegen kannst und den Bezug nicht verlierst.

00:03:47: zudem was dir so wichtig ist dich auf die Suche zu machen nach Lösungen, nach Dingen die dir helfen in einer schwierigen Situation auch wenn es vielleicht nur so ganz dünne Strohhäume sind an denen du dich festhalten kannst.

00:04:03: Petra und Dennis erzählen heute hier ihre Geschichte und ich finde es ist eine sehr mutmachende inspirierende Geschichte.

00:04:12: Eine die zeigt dass sich lohnt jetzt die Dinge zu machen und nicht zu warten, bis es irgendwann zu spät ist.

00:04:20: Ich wünsch dir viel Freude mit dem Gespräch in das wir jetzt gleich reingehen nachdem wir noch einmal kurz tief durchgeatmet haben.

00:04:48: Hallo ihr beiden!

00:04:49: Petra und Dennis herzlich willkommen in Hamburg.

00:04:52: Hallo schön dass wir da sein können.

00:04:55: Hallo danke dir das du uns hier hast.

00:04:57: Ihr seid... ich weiß gar nicht wann angekommen gestern?

00:05:00: Ihr seid wenn ihr unterwegs durch Europa.

00:05:04: seit wann seid ihr in Hamburg?

00:05:05: Seit gestern sind wir in Hamburg eigentlich angekommen, genau.

00:05:09: Ja um, ich glaub, achtzehn Uhr sowas?

00:05:12: Davor waren wir in Zolltau ein paar Tage nicht weit weg von Hamburg und ja stehen jetzt drüben auf der anderen Seite der Elbe mit dem Camper und sind mit Fahrrad- und Fährle reingefahren.

00:05:22: auch mal eine neue Erfahrung.

00:05:24: Das klingt gut!

00:05:25: Logistisch in Hamburg auf jeden Fall ganz gut möglich dann über die Elbe rüber zu springen mit der Fähre.

00:05:30: Fahrräder habt ihr dabei.

00:05:31: Ihr habt sowieso einiges dabei, weil ihr wirklich eine längere Zeit unterwegs seid?

00:05:35: Seit wann?

00:05:36: Wir sind losgefahren am ersten Oktober und dann bis zu Anfang März unterwegs.

00:05:43: Und jetzt in paar Wochen eben in Deutschland sind wir wieder unterwegs bis nächstes Jahr Ende Abdele ungefähr.

00:05:49: Wow!

00:05:50: Jetzt haben wir Mai nächstes April, das heißt noch ein Jahr und ist jetzt schon ein halbes Jahr.

00:05:57: Ja Jetzt seid ihr in Hamburg, ihr kommt in Deutschland aus ein bisschen weiter Südlicherin gefilmt.

00:06:04: Viel weiter nördlich geht es ja auch nicht!

00:06:08: Wart in Südeuropa eher?

00:06:11: Bist du lang?

00:06:12: Genau, wir sind von... Ja genau, dank der Spanien Portugal und bei Portugal nur ganz kurz weil die so wahnsinnig heftige Unwärter hatten und das einfach eine Phase war wo wir dann uns nicht gut gefühlt haben auch länger dort zu sein.

00:06:27: Genau, ja.

00:06:27: Und dazu kam halt auch ... Die hatten vorher diese starken Umwetter und als wir da waren hat's auch diese zwei Wochen eigentlich dauerhaft geregnet.

00:06:36: Wir hatten, glaub ich, zwei Tage, wo es nicht geregnete.

00:06:39: Da waren wir dann trotzdem ... Also waren wir draußen.

00:06:40: natürlich!

00:06:41: Als wir draußen waren sind wir trotzdem pitchnast geworden weil das war so eine hohe Luftfeuchtigkeit.

00:06:46: also im Endeffekt ist alles nass gewesen und er hat auch den einen oder anderen kleinen Schaden am Camper verursacht.

00:06:52: Nicht so das, was man sich vom Portugal vorstellt.

00:06:56: Wenn man dann den Winter darunter tingelt?

00:06:59: Nee gar nicht!

00:07:00: Es war.

00:07:00: auch die Portugiesen und die Spanier haben beide gesagt es war der schlechteste Wind seit Jahrzehnten.

00:07:05: also die waren ja so geplagt von Regen und Stürmen und also wahnsinnig krasse Naturgewalten Was man so von uns in Deutschland auch gar nicht kennt.

00:07:15: ich weiß jetzt nicht im Norden vielleicht ein bisschen mehr weil mit dem Meer und so.

00:07:18: aber bei uns im Süden hat man sowas eigentlich nicht dass man irgendwie von einem Campingplatz wieder weggeschickt wird, weil es H-Sturmbühnen hat.

00:07:25: Ja,

00:07:26: gerade der Atlantik bringt ja dann noch mal ordentlich Gewalten, Naturgewalten rüber, ich glaube nochmal mehr als die Nordsee oder die Ostsee das dann tut.

00:07:35: Also die Nordsee kann auch schon ordentlich ballern und ordentlich stürmen und was schicken aber der Atlanteke hat natürlich nochmal mehr Fumms.

00:07:44: Ja, das war halt auch schade.

00:07:45: Weil in der Nürburgring haben Portugal einfach gesehen und die Leute haben den Schlamm aus ihren Häusern gekehrt und es waren ... Die ganzen Bäume waren umgestört, die ganzen Sturmleitungen waren kaputt also... Und wir haben dann auch irgendwann gesagt okay Wir können gerade nicht unterstützen.

00:07:59: Das war halt, was dann irgendwie unser Bedürfnis war und wir konnten aber auch gar nicht auf Hilfe stehen, was wir gerne machen, weil die einfach unter Wasser standen, das war nicht möglich.

00:08:11: Dann haben wir uns wirklich auch nicht gut gefühlt und gesagt, nee, brechen wir jetzt einfach ab Portugal und kommen irgendwann nochmal wieder und sind durch Spanien wieder letztendlich dann

00:08:21: zurückgefahren.".

00:08:22: Und seid ihr jetzt auf dem Weg gen Norden weiter?

00:08:24: Es ist eine Durchreise hier in Hamburg.

00:08:27: Genau, ja.

00:08:28: Also wir haben jetzt eben ein paar Tage hier in Hamburg, gehen uns heute Abend auch im Musical anschauen.

00:08:34: also das ist auch seiner mit der Gründe warum wir hier sind und jetzt in ein paar Tagen kommen seine Freunde aus dem Süden uns noch besuchen mit denen wir dann gemeinsam weiter Richtung Norden aufbrechen.

00:08:44: die begleiten uns für eineinhalb Wochen und dann fahren sie zurück und wir schauen uns Skandinavien an und sind gespannt was die skandinavischen Länder für uns bereit halten.

00:08:56: Lass uns überraschen.

00:08:58: Habt ihr eine Route, einen Plan?

00:09:01: Nee, wir haben eigentlich nie einen Plan!

00:09:03: Das ist eigentlich so ... keine Ahnung, wir wissen oftmals einfach nicht wo wir morgen sind oder auch heute Abend sind.

00:09:09: also... Wir lassen uns sehr intuitiv treiben weil wir oftmals langsam sind, keine Ahnungen.

00:09:16: Also das ist dann so.. wir fahren halt mal ein bisschen und dann sagen wir Eier guck mal da schaut sie wie schön aus, lass da mal hinfahren ja immer auch die Zeit wertvolle.

00:09:26: Wir haben die Zeit, einfach so zu reißen wie es uns gut tut und wir haben auch ein Hund dabei, wie es auch im Hund guttut.

00:09:32: Das ist den Luxus, glaube ich, dem wir gerade auch

00:09:35: haben.".

00:09:36: Ist ja trotzdem immer so die Verführung da?

00:09:37: Selbst wenn du dann anderthalb Jahre, ne, haben wir jetzt grob gesagt hast dass du dann doch so viel reinpacken willst oder das so durchplanst.

00:09:46: Dann wollen wir da noch hin und dann müssen aber zu dem Zeitpunkt da sein.

00:09:49: Das is' dann doch wieder!

00:09:51: und entspannt würden.

00:09:52: Kennt ihr das auch so, dass die Verführung da ist?

00:09:55: Oder habt ihr es gar nicht?

00:09:58: Wir hatten an Anfang ein bisschen Krobenplanen wie wir's machen wollen.

00:10:02: Wir hatten eigentlich vor einmal komplett um die Iberische Halbinsel rumzufahren.

00:10:05: Das hat hinten und vorne nicht geklappt.

00:10:07: also wir waren dann irgendwann Ende Februar noch in Portugal und haben gesagt okay wir schaffen jetzt nicht mehr oben rum zu fahren sondern eben um den Süden wieder zurückgefahren Und wir hatten ein, zwei Dates.

00:10:18: Also einmal hab ich mein bester Freund in Barcelona besucht für ein paar Tage und wir haben ... Ein anderes Pärchen kennengelernt.

00:10:24: auf der Reise mit denen wollten wir Weihnachten verbringen und da hatten uns dann auf einen Campingplatz verabredet, da eben ein paar Tag gemeinsam zu sein.

00:10:31: Das war dann schon so.

00:10:32: Dann hat man schon so ein bisschen das durchgetaktet gehabt.

00:10:35: Wir haben aber gemerkt, dass es gar nicht so unseres ist und haben das auch wieder komplett überbohrt geworfen, weil das ja schon was von dieser Freiheit ausmacht.

00:10:46: Es ist vollkommen egal, wo man ist heute und morgen.

00:10:50: Man lebt in den Tag rein ... Und wenn man irgendwo was findet, wo kann man helfen oder unterstützen?

00:10:56: Wir waren auch mal für über eine Woche bei einer Familie gestanden.

00:11:01: Die wollten wir da nun ernacht bleiben und haben uns dann aber mit denen angefreundet.

00:11:04: Sie haben die über eine Wache unterstützt auf ihren Hulifenhain.

00:11:09: Ja, wir haben gemerkt, dass es das, was für uns Reisen ausmacht, für uns die Freiheit ausmachte von einer Attraktion zur nächsten zu hetzen.

00:11:18: Aber wir kennen es schon auch, weil natürlich hatten wir so ... Immer wieder so die Situation, wo es gibt so viel zu sehen.

00:11:24: Und wir merken auch einfach, uns interessiert irgendwie alles.

00:11:27: Wir könnten jetzt gar nicht sagen das möchten wir nicht angucken oder das möchten mir nicht erleben und es ist dann schon immer wieder auch die Aufgabe von uns immer uns wieder auf darauf zu besinnen.

00:11:38: Einfach zu sagen okay dass was sein soll das wird sein und das was nicht sein soll wird nicht sein.

00:11:44: also das ist schon auch immer wieder ein bisschen eine Aufgabe.

00:11:48: Ich erinnere mich, Petra du hast mir vor einiger Zeit schon mal geschrieben.

00:11:53: Das war eine Phase wo es dir gesundheitlich nicht so gut ging und wo diese Perspektive weit weg war also wirklich jetzt das zu tun was ihr gerade tut.

00:12:08: Wie ging's dir da?

00:12:09: Warum gings dir da wie es die ging und in welcher Lebenssituation hast du dich befunden?

00:12:14: oder ihr euch auch?

00:12:15: Genau, also ich bin ... Oder wir sind beide an Corona erkrankt.

00:12:21: Nachdem wir auf Süd waren im Urlaub und ich bin letztendlich einfach nicht mehr gesund geworden.

00:12:27: Also natürlich von dem Coronavirus an sich schon wieder.

00:12:30: aber ich hab dann die Wochen drauf gemerkt, ich bin nicht mehr fit, ich war immer joggen Ich habe als Sozialpädagogin in der Jugendhilfe gearbeitet.

00:12:40: Es ging immer schlechter.

00:12:45: Dann war es eigentlich zuerst so, dass ich einfach eine wahnsinnig eingeschränkte Lungenfunktion hatte.

00:12:51: Ich wurde dann auch schon krankgeschrieben rausgenommen aus dem Beruf auch und mir dachten aber halt ja mein Gott dann macht man jetzt halt Atemtherapie ein bisschen Entspannung und dann wird das schon Und die Lungen Funktion hat sich zwar wieder erholt Aber es kam dann wie so ein postvirales Fatigue-Syndrom mit dazu.

00:13:12: Also letztendlich war es dann so, dass mein Körper hat keinerlei Belastungen mehr toleriert.

00:13:19: Das konnte dann einfach sein, dass wir spazieren waren mit dem Hund oder ich hatte da zu den Zeitpunkten auch einen Pferd.

00:13:25: Ich war beim Pferde und danach bin ich gecrashed.

00:13:27: also das heißt einfach, dass mein System wieso zusammengebrochen ist.

00:13:32: Also ich war erschöpft mir war total schwindelig Kopfschmerzen ich hatte so Nervenzitter am ganzen Körper Und wir wussten es.

00:13:39: also Wir konnten damit am Anfang nichts anfangen.

00:13:41: wir wusste nicht was da passiert und dachten naja wenn ich mich aussehe dann wird er schon Aber es wurde immer schlecht, das war wie eine Abwehrspirale.

00:13:49: Es folgten Crash und Crash ... Und so als Schöpfter wurde ich bis irgendwann gar nichts mehr ging.

00:13:54: Bis ich einfach irgendwann nur noch im Bett lag eigentlich.

00:13:59: Du hast jetzt gesagt Post-Viralis-Fatik-Syndrom.

00:14:03: ist das Post-Covid?

00:14:05: Ja genau, Long- oder Post-COVID.

00:14:08: Da steigen sich ja auch immer ein bisschen die Geister.

00:14:11: Das ist letztendlich egal, wie man es betitelt.

00:14:15: aber ja Genau, es fällt letztendlich unter Lung oder Post-Covid.

00:14:19: Na was deine Krankheit ist, die schwer greifbar ist?

00:14:23: Wahrscheinlich auch für dich in der Situation Dennis ... wo du helfen willst vermutlich aber auch gar nicht so richtig weiß, wo fang ich jetzt an oder was... Was ist das überhaupt?

00:14:33: Ja absolut also man wie Petra schon gesagt hat wir konnten das auch gar nich einschätzen.

00:14:38: Also wir wussten ja gar nich was da gerade passiert.

00:14:40: Wir wussten nur sie ist kaputt und irgendwie scheint sie sich auch nicht so wirklich zu erholen.

00:14:46: Dieses erste Mal, wo das passiert ist, da waren wir in Würzburg und es war einfach ... Wir sind dahin gefahren mit einem Zug und waren dann dafür eine Nacht und sind wieder zurückgefahren.

00:14:58: Da hatten wir uns damals ganz andere Geschichten den ersten Camper gekauft, der dann wieder veräußert wurde.

00:15:04: Dann hat's noch geregnet und geschüttelt und wir sind nass geworden.

00:15:07: Und irgendwie war das das erste mal, wo es passierte, dass Peter irgendwie so ein ... einen halb Tage später auf einmal richtig schlecht ging.

00:15:14: Und das war auch immer so dieses Gemeine, weil mit diesen Crafts die kommen nicht sofort... Also du machst keine Überbelastung, die sind da, sondern du hast eine Überbelassung und dann dauert es ein bis zwei bis drei Tage und dann äußern sie sich also erst dann geht's dir richtig schlecht!

00:15:30: Und dass es wirklich so war, dass sie eine Über belastung hatte und dann sich direkt was geäußert hat Da kann ich mir einen nur einmal daran erinnern.

00:15:39: Wir waren in Freising, mit meiner Mutter und ihrer besten Freundin beim Italieneressen.

00:15:44: Und wir sind draußen im Biergarten gesessen.

00:15:48: Wir haben uns unterhalten ... Petra hat gerade was gesagt.

00:15:51: Mit einem Satz hat sie aufgehört zu reden.

00:15:57: Es war wie ein Schlaganfall irgendwie.

00:15:59: Dann hat's wieder angefangen zu reden aber hat ganz langsam geredet und super langgezogen alles.

00:16:07: Da hab ich dann gemerkt, okay da passiert gerade wieder irgendwas und wir haben auch nach Hause gefahren.

00:16:13: Wir haben nicht gegessen, wir haben die Pizza mitgenommen.

00:16:16: Und sind dann nach Hause und Petra hat sich auf den Couch geregnet und hat in dem Liegen die Pizza essen müssen weil nichts mehr ging also weil komplette Schwäche, Spindel ja ausdrücken war schwierig auch Wörter finden war schwierig und man weiß ja dann auch nicht was man tun soll.

00:16:31: Also wir haben natürlich irgendwie versucht Hilfe zu finden Und das war dann auch mit Krankenhauseinlieferungen.

00:16:39: Also nicht nur einmal, ich glaub du warst in zwei oder drei verschiedenen Krankenhäusern und ja da wird halt dann natürlich versucht rauszufinden was es ist.

00:16:50: weil wenn man denen das erzählt die sagen als allererstes naja das klingt nach einem Schlaganfall und dann untersuchen sie die Personen aber und stellen fest naja es war kein Schlagan Fall.

00:16:59: also die Symptome waren wie ein Schlagan fall aber an schlagern fall wars nicht.

00:17:03: Und dann hast du leider Gottes die Ärzte, die was über den Tellerrand hinausgucken.

00:17:08: Oder gute ... Zum Glück hast du die über den tellerrand herausgucken und sagen ja, wenn ich jetzt körperlich gerade alles ausschließen kann, was medizinischer Forst ist, dann scheint es zu sein, was noch nicht erforscht ist.

00:17:19: Nachdem grade diese Corona-Zeit ist und wir wissen, es gibt anscheinend irgendwas, das in dem Körper passiert oder bei Leuten passieren kann, wenn sie Corona hatten?

00:17:28: Und dann sagen, naja das spricht jetzt schon viel dafür.

00:17:30: Dass es dieses Post oder Covid oder Long Covid ist.

00:17:33: und dann hast du aber halt leider auch die anderen Ärzte, die sagen, wenn ich medizinisch nichts feststellen kann, dann hast Du halt nix.

00:17:40: Dann hast Du entweder nicht so bist gesund oder Du hast etwas mit Deiner Psyche oder da stimmt was einfach mit Dir nicht.

00:17:47: Und genau diese Situation hatten wir als Peter ins Krankenhaus kam in Regensburg weil der eine Arzt über den Tellerrand hinausgeguckt hat und gesagt hat, das war ein Assistenzarzt.

00:17:56: Und gesagt hat hey ich hab alles ausgeschlossen!

00:17:58: Ich kann jetzt einen Arzbrief ausstellen wo ich reinschreib es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Long-Covid-Zyndrom... ...und er war aber am nächsten Tag nicht mehr da.

00:18:07: und dann waren andere Erzinder und die haben gesagt nö sie sind gesund Sie können wieder heim gehen.

00:18:11: Und dann fragt man sich halt auch so als Partner also an meiner Stelle was soll ich machen?

00:18:16: Also wenn der Arzt sagt geheim da is nichts wie soll ich denn jetzt groß unterstützen?

00:18:21: Natürlich, ich kann dir helfen.

00:18:22: Ich kann schauen, dass ich ein Haushalt schmeiß und mich um den Hund kümmere

00:18:27: usw.,

00:18:28: aber ... ich kann ja nicht für ihre Genesung tun praktisch.

00:18:33: Wie habt ihr dann einen Hebel gefunden?

00:18:36: Um erst mal überhaupt herauszufinden was ist es tatsächlich?

00:18:40: Also, um das festzulegen sozusagen.

00:18:43: Die Medizin will sich immer gerne auch festgelegt haben.

00:18:45: Für euch war's sicherlich wichtig zu wissen für dich, was wirklich ist denn.

00:18:51: Und wie bist du damit umgegangen?

00:18:53: Wussten, hatten wir es für uns relativ schnell.

00:18:57: Das ist Long Covid.

00:18:58: Die Problematik war nur, dass du von Seiten der Medizin oder auch der Krankenkasse wurde derzeit nicht anerkannt.

00:19:05: Das war letztendlich der lange Kampf, auch Krankengeld zu bekommen und so weiter.

00:19:10: Da hing viel dran.

00:19:12: Aber das ist eine Nebenbaustelle.

00:19:15: Ich denke in dieser Hauptzeit, wo ich wahnsinnig krank war ... Schlimm, weil ich einfach die Wohnzimmerdecke angestarrt hab den ganzen Tag lang.

00:19:25: Also das war mein Highlight sag' ich mal.

00:19:28: wenn der Hund halt neben mir auf der Couch lag oder in den Nussern von der Arbeit heimgekommen ist und ich hatte eben meinen Pferd noch dann hat er mich zum Pferdd gefahren und dann lag ich halt neben meinem Pferд auf dem Boden um da zu sein.

00:19:39: Das war so... also wir haben versucht Im Rahmen dessen, weil ich halt einfach so ein draußen Mensch bin.

00:19:45: Ich bin so ein Natur-Mensch und Tiermensch ... dass Dennis mich trotzdem versucht hat dann eben zum Pferd zu fahren oder mit dem Hund dann trotzdem mich raus in den Garten auf eine Liege halt zu legen und zu sagen, ich spüre irgendwie diese Luft oder ich bin draußen eben.

00:20:02: Aber ja, es war ganz lange einfach überhaupt keine Hilfen-Sicht.

00:20:06: Und ich hab dann irgendwann gesagt ... das gibt's doch nicht!

00:20:10: Ich möchte wieder gesund werden.

00:20:12: Das kann nicht wahr sein irgendwie.

00:20:13: und dann habe ich Gott sei Dank jemanden gefunden, der sich auf Long Cobalt auch mit spezialisiert hatte.

00:20:21: Die hat eigentlich mit nordologischen Aktankungen gearbeitet also MS im Parkinson.

00:20:26: Und die hat im Zuge der Corona-Erkrankungen, hat sie eben gesagt Sie glaubt einfach, dass man auch über das Nervensystem viel erreichen kann.

00:20:36: Und das ist sicherlich bei jedem Menschen unterschiedlich.

00:20:39: Bei mir war es wirklich so, dass sich der Coronavirus im autonome Nervenystem festgesetzt hatte und ich hab dann mit ihr online gearbeitet.

00:20:47: die saß in Darmstadt wir waren ja in Bayern und sie hat mich dann wirklich über eine lange Zeit begleitet.

00:20:55: Und es ging wirklich am Anfang, dass ich so ein Belachtungstagbuch schreiben musste.

00:21:00: Wie ging's mir über den Tag verteilt?

00:21:02: Was habe ich für Aktivitäten

00:21:03: gemacht?".

00:21:05: Und da ging es wirklich um die ersten sechs Wochen nichts zu tun.

00:21:08: Also ich durfte wirklich gar nichts mehr tun, um mein Nervensystem zu

00:21:14: resetten.".

00:21:15: Und dann war es natürlich ganz so Stück für Stück, weil sich nicht einmal um den Block so ungefähr langsam laufen und schauen wie geht's mir.

00:21:23: Also ganz langsamer Aufbau wieder und gleichzeitig musste ich aber auch wirklich schauen dass ich an der Regulation von meinem Nervensystem wirklich arbeiten musste hatte natürlich dann auch für mich eine ganz lange Vorgeschichte, dass ich davor schon viele mal im Leben durch hatte mit verschiedenen Traumata und so.

00:21:44: Und dadurch das Nervensystem eh angegriffen war.

00:21:47: Wir haben nachhinein herausgefunden, dass sich oftmals der Coronavirus die Schwachstelle des Menschen aussucht, wo er halt einfach schon lange mit zu kämpfen hat.

00:21:56: Das war bei mir eben das Nervensystem.

00:21:59: Und durch dieses Stück für Stück eben aufbauen.

00:22:02: Natürlich gab es auch immer wieder Rückschläge, also so ist das nicht.

00:22:05: Also ein Dreivierteljahr denke ich, wo diese Aufbau letztendlich war und dadurch bin ich eigentlich dann wieder gesund

00:22:12: geworden.".

00:22:14: Das heißt dass Arbeiten am Nervensystem Übungen des Langsamen wieder aufbaut?

00:22:19: Hast du ein Beispiel, wie das so funktioniert?

00:22:22: Dass man sich das besser vorstellen kann oder

00:22:24: kein Bezug

00:22:24: zu hat.

00:22:24: Ja, total.

00:22:25: Total also ... Das Autonominärungssystem ist der Zweigeteil von Parasympathikus und Sympathicus.

00:22:31: Also sprich, Parasymprethikus ja für die Entspannung.

00:22:33: Erholungsympathicos ist ja für Energiegewinnung, Bereitstellung oder Antwort auf Stress.

00:22:40: Und bei mir war es einfach komplett aus der Balance geraten.

00:22:45: letztendlich... Der Parasympathikus, der wichtig ist für diese Erholung.

00:22:51: Der spricht halt einfach sehr gut an auf letztendlich so was wie Vargus-Joga ... also der Vargusnerv, der damit entscheidend im Körper ist.

00:23:02: Der reagiert auf Töne, auf Summen und letztendling ja auch auf Berührungen, auf dann auch Schütteln.

00:23:10: Ich weiß nicht, ob dir das was sagt.

00:23:12: Also Schütte in Shaking als älteste Medizin der Welt?

00:23:15: Also letztendlich du schüttest den ganzen Körper und drückst auch alle Emotionen letztendling über Töne aus und dadurch wird dein Nervensystem reguliert.

00:23:29: Es ist so ein bisschen schwierig, das zu beschreiben mit Worten ...

00:23:33: Ich frage Dennis gleich mal, wie sieht es an?

00:23:38: Macht es.

00:23:39: Genau, und das ist auch ein Teil davon?

00:23:43: Ja!

00:23:44: Und das hab ich ganz, also natürlich auch am Anfang so eine Minute geschüttelt.

00:23:47: Weil auch das ist ja anstrengend und ... Das ging dann immer Stück für Stück weiter.

00:23:54: Natürlich eben mit ruhigen Sequenzen, Meditation, um zur Ruhe zu kommen.

00:24:00: Akupressurmatte, um den Körper wieder in der Entspannung zu bringen.

00:24:06: Ganz viele verschiedene Bausteine aber immer ganz wichtig, diese Pausen zu machen.

00:24:11: Also eine Aktivität, eine Pause.

00:24:14: Dann vielleicht wieder was für das Nervensystem und so weiter und sofort.

00:24:17: Also wirklich ein sehr langer Weg!

00:24:21: Und auch ganz ... Ja, ganz schwierig so... Für mich dann auch welche Belastung kann ich denn jetzt schon machen?

00:24:29: Ist es zu viel am Tisch zu sitzen mit deines und zu essen?

00:24:33: oder wenn ich das mache, kann ich dann auch noch duschen gehen?

00:24:36: Oder muss ich mich für eins

00:24:37: entscheiden?!

00:24:38: Und diese Angst auch vor Diese Müdigkeit wieder oder vor dem, dass wieder was passiert im Sinne von einem Crash hat mich danach noch wahnsinnig lange begleitet.

00:24:49: Weil ich dieses Verzauern verloren hatte in meinem

00:24:51: Körper.".

00:24:52: Ja es ist ja ein Weg Dennis der kann man wahrscheinlich sagen ist alternativ ist jetzt nicht klassisch Schulmedizin also eine andere Perspektive da drauf.

00:25:03: wie hast du das so wahrgenommen von außen?

00:25:05: Also tatsächlich wenn es losgeht mit Schütteln und Summen Wie ist dein Zugang dazu grundsätzlich zu so alternativen Behandlungsformen?

00:25:15: Also, ich muss ja ganz ehrlich sagen jetzt, bevor das mit Petraßelung Covid-Erkrankungen war, hatte ich damit gar nichts am Hut.

00:25:23: Also wirklich überhaupt nicht!

00:25:24: Ich hab mich damit aber auch nie beschäftigt gehabt.

00:25:26: Das muss man jetzt auch ganz klar sagen... ...ich war eine Person die der Schulmedizin so vertraut hat.

00:25:33: Ich weiß aber auch niemand, der was war irgendwie krank war sich diese ganzen komischen Sachen, die es in der Apotheke geholt hat.

00:25:40: Da hab ich mich mit ein Tee ins Bett gelegt und dann hat sich das schon geregelt.

00:25:45: Aber ich war nie so für diese krassen Alternativ-Sachen

00:25:48: offen.

00:25:49: Und ... Das hat mir auch eine andere Perspektive gegeben.

00:25:53: Weil ich ja gesehen habe was es bewirkt.

00:25:55: Klar man muss jetzt auch noch sagen, dass war ja ... Der Alternativ Baustein sag' ich mal.

00:26:01: aber es gab ja auch noch andere Sachen.

00:26:02: also der Partner oder der Mann von der Mareike, mit der die Petra gearbeitet hat.

00:26:09: Der war Sportmediziner oder Sportwissenschaftler und er hat sich auch auf sowas wie Darmsanierung spezialisiert also was wirklich medizinisches auch und hat das eben auch mit Petra gemacht.

00:26:21: ich hab dann auch gleich mitgemacht weil es war halt immer besser wenn man's zu zweit macht irgendwie hats das erleichtert und eine Darm Sanierung tut jeden gut.

00:26:28: Und das waren halt so ganz viele Bausteine.

00:26:30: Also wir hatten auch weil die Petra in meinem KFN war, das Krankenhaus für Naturheilkunde auch wegen Long Covid.

00:26:38: Und die haben dann sowas wie Fiebertherapie zum Beispiel gemacht – das war jetzt nicht so gut!

00:26:42: Aber sie haben ja auch einen Art EMS-Gerät für die Füße gegeben, was gegen das Nervenbizzeln praktisch geholfen hat.

00:26:48: Das war sehr auch etwas schulmedizinisches war.

00:26:51: Also es war schon eine Kombination von allem und ich ... Ich weiß auch nicht, ob wenn man jetzt nur das eine gemacht hätte und das andere nicht.

00:27:00: Also jetzt nur des schulmedizinische oder nur das alternative, ob das geholfen hatte.

00:27:03: vielleicht war es die Kombination aus allem, die was dann wirklich ausschlaggebend

00:27:08: war

00:27:09: Und ich habe gesehen dass sie hilft wenn sie das macht also wenn sie eben schüttelt Wenn Sie sich auf die Akkupressurmatte legt oder sonst was?

00:27:16: Das sind ja vor allem Sachen, die man vielleicht auch aus der asiatischen Kultur erkennt und das war für mich das ausschlaggeben.

00:27:21: also für mich weil's nicht wichtig was sie tut sondern für mich war wichtig dass es hilft um das mit diesen Schütteln vielleicht noch für alle so ein bisschen zugänglicher zu machen.

00:27:31: Wir sehen es im Tierreich ganz viel, also Hunde wenn gestresst sind schüttelt sich ja weil das schütlt den Stress ab das macht sie wieder locker.

00:27:40: Also haben

00:27:40: wir sogar im Sprach gebrauchen wir müssen uns mal schüffeln einmal Und zu sortieren?

00:27:45: Genau,

00:27:45: voll.

00:27:46: Unser Hund ist ein ganz aufgeregter Hund.

00:27:48: Der ist superaufreize und empfindlich.

00:27:52: Er schüttelt sich viel.

00:27:53: Das Interessante ist, wenn man Sport macht, ist es für ihn immer so ... Oh Gott!

00:27:57: Was passiert da?

00:27:57: Ich muss

00:27:58: helfen.".

00:27:59: Beim Schütteln war das Gegenteil.

00:28:01: Wenn die Petra sich geschüttelte, hat das eine halbe Minute gedauert.

00:28:13: Ja, im Großen und Ganzen finde ich das was Wahnsinnig Wertvolles für Personen bei denen es auch einfach hilft.

00:28:19: Also... Ich für mich hab' das mach's immer noch nicht.

00:28:22: also ich habe's mal probiert mit diesen Schütteln als ist aber einfach nicht meins.

00:28:27: ich mache gerne Petra hat mich da mal angeleitet Wagus Yoga Das tut gut!

00:28:32: Das hat mir auch geholfen weil ich Lehrer bin so in Stresssituationen mal kurz sich fünf Minuten zurückzuziehen.

00:28:36: bisschen Wagus yoga machen das fährt mich runter.

00:28:40: Aber generell ist es eine gute Sache für jeden wo es hilft.

00:28:44: Ich glaube, es ist ein entscheidender Punkt wirklich zu gucken was tut dann mir gut und was funktioniert für mich aber offen zu sein das auszuprobieren und auch sich Sachen anzugucken die vielleicht so von dem was man gelernt hat oder wie man geprägt ist jetzt erstmal nicht auf der Hand liegen.

00:29:03: einfach und dass passiert ja.

00:29:04: wenn also im besten Fall passiert ist wenn du wirklich Sag mal, was hast du?

00:29:09: Wo du nicht so richtig weißt.

00:29:11: Wer kann mir jetzt helfen, dass du anfängst zu suchen

00:29:14: nach

00:29:15: alternativen Möglichkeiten oder irgendwas, das hilft?

00:29:17: Total und ich mein ... Für mich war es im Anfang auch heißt mir so, okay, kann ich erst mal natürlich auch nichts damit anfangen.

00:29:22: Ich kannte das auch nicht.

00:29:24: Aber was hatte ich für eine Möglichkeit?

00:29:25: Ich wollte unbedingt wieder gesund werden!

00:29:27: Da war mal jemand, der gesagt hat hey, das ist ne Idee von mir wir könnten das probieren Und klar, hab ich dann gesagt.

00:29:34: Ja, mach' ich!

00:29:35: Ich wollte wieder gesund werden.

00:29:36: Ich bin Anfang weißig

00:29:38: gewesen.".

00:29:40: Du hast das eben im Nebensatz gesagt oder vor ein paar Minuten ... Es gab ja schon so einen Van der dann wieder verkauft werden musste.

00:29:46: also diese Idee war schon da auch loszufahren und ein bisschen zu reisen?

00:29:54: Die Idee war es schon dazu zu reißen aber eigentlich eher im Kleinen.

00:29:58: Also Petra hatte davor einen ausgebauten Caddy der für uns beide aber so ein bisschen zu klein war.

00:30:02: Und dann hatten wir erst gelegt, überlegten Vorzeiten dazuzunehmen und haben das dann aber recht schnell über Bord geworfen hat und diesen Camper eben deswegen gekauft weil wir es so im kleinen Stil reisen wollten wenn halt Ferien sind oder wir Urlaub haben oder sowas in der Art.

00:30:16: Diese große Reise hat sich tatsächlich rauskristallisiert als Petra krank war.

00:30:21: also es gab einen Moment da bin ich heimgekommen und Petra ist wieder auf der Couch gelegen wie sie immer auf der Coach gelegen ist Und hat den Podcast von dir gehört.

00:30:33: Irgendwer hat da erzählt, von Norwegen glaub ich in dem Podcast und das ging ja so nahe, weil sie gesagt hat vielleicht seh' ich das nie.

00:30:42: Dann hab ich gesagt doch!

00:30:44: Ich bin davon überzeugt dass du das siehst und wenn du wieder gesund bist dann verspreche ich dir stehen wir auf der Treut Hunger.

00:30:50: Weil da gings irgendwie auch um die Treut hunger.

00:30:53: Das war dann eigentlich so dieses Ausschlaggebende Ereignis, wo diese Idee geboren wurde von der Reise.

00:30:58: Naja ... Wenn du jetzt wieder gesund wirst nachdem du eineinhalb Jahre so krank warst und ein halb Jahre ihr Leben komplett still gestanden ist?

00:31:07: Und meint sich ja nur um Arbeit und irgendwie ihr Leben und mein Leben aufrecht erhalten gedreht hat dass wir dann einen bis zwei Jahre ausbrechen aus diesem ... Aus dem ... Ja hamsterrat sag ich das nenne ich es mal.

00:31:19: Und einfach im Moment leben weil Zeit ist das Wichtigste, was man hat.

00:31:23: Zeit ist der einzige, was dir nie irgendwer zurückgeben wird und mehr geben wird.

00:31:27: Du hast nur diese eine

00:31:29: Zeit.".

00:31:30: Die haben wir gesagt, die wollen wir sinnvoll nutzen.

00:31:32: Da wurde diese Idee mit dieser großen Reise geboren.

00:31:37: Inwiefern hatte ich das dann auch gezogen?

00:31:41: Diese Perspektive oder auch dir geholfen durch diese Zeit zu kommen als da war die Idee?

00:31:48: Ja auf jeden Fall total viel!

00:31:51: Also ich glaub, mich hat echt immer so dieses ... Da hab ich dir auch damals geschrieben gehabt zu deinen Podcasts.

00:31:57: Hab mir immer so das Gefühl von draußen sein, ein bisschen mit draußen sein gegeben und unsere Idee eben dazu, dass wir das wirklich machen, wenn ich wieder gesund werde?

00:32:08: Dass wir alles abbrechen und erstmal unterwegs sind.

00:32:12: Das war für mich auch total hilfreich.

00:32:14: Also, ich hatte mir dann für mich dieses Bild irgendwie so innerlich geschaffen und einen roten Bus irgendwie ... Und wir sind da draußen.

00:32:25: Also das war schon mit eine große Motivation einfach.

00:32:31: Ich mein klar, wenn ich wieder sehr am Boden war, weil es wieder ein Rückschlag gab oder so, natürlich war's dann auch wieder so, dass man dachte, okay, es passiert eh nie!

00:32:40: Aber irgendwie, ich weiß nicht, können wir's dann zusammen dort wieder auch geschafft.

00:32:44: Mich dann auch wieder aufzubauen und diese Hoffnung einfach irgendwie nicht aufzugeben und dieses immer weiter zu gehen, egal wie beschissen gerade diese Situation einfach ist und wie aussichtslos teilweise auch aber so dieses ja für mich weiterzugehen und damit der auch für uns

00:33:01: weiterzugehen.".

00:33:02: Wir

00:33:02: haben aber auch also bevor das jetzt war mit den Reisen Peter hat es vorhin schon gesagt es ging darum ihr ja auch trotzdem die Möglichkeit draußen zu schaffen, mit der Liege oder dass ich sie zum Pferd gefahren habe.

00:33:12: Und wir haben davor auch schon immer versucht so ein bisschen Abenteuer... ...zu erhalten.

00:33:17: also wir waren obwohl sich so krank war, waren wir dreimal insgesamt im Urlaub und das war anders als man es normal in den Urlaub fährt.

00:33:25: Also um nur so ein Beispiel kurz zu nennen Wir waren einmal in Kroatien und die Fahrt dahin ist aber so abgelaufen, dass wir nicht wie man sonst macht recht früh losfährt sondern wir sind halt recht spät am Tag losgefahren und durch die Nacht durch, damit Petra schlafen konnte.

00:33:41: Sonst wäre diese Autofahrt zu viel für sie gewesen.

00:33:43: Da haben uns auch was gesucht, was direkt am Strand war

00:33:46: usw.,

00:33:47: wo sie viel Ruhe hatte.

00:33:49: Und das war halt auch so etwas ... Wo man dann irgendwie gesehen hat, na ja, wie schön wär es, das wieder machen zu können?

00:33:56: Wenn man komplett fit ist, wenn man das wirklich komplett wertschätzen kann.

00:34:00: Natürlich war's schön, sich mal kurz im Meer treiben zu lassen oder sowas.

00:34:03: Aber wir waren in einem fremden Land nichts davon mitgekriegt, außer dass es da mehr gibt.

00:34:09: In dem Moment was richtig.

00:34:11: aber und das ist auch wichtig, dass man sowas macht gerade wenn man in so einer aussichtslosen Situation schon fast ist weil... Es macht Hoffnung, es macht Lebensfreude, Lebensenergie und aber das war halt auch so etwas wo man einfach gemerkt hat man will wenn sie wieder gesund ist nicht nur das Meer sehen und nicht nur dieses eine Haus sehen sondern man will in das Land eintauchen, Menschen kennenlernen.

00:34:36: Die Kultur leben ... Das Drumrum sehen und einfach so dieses Leben und die Welt in seiner Ganzheit zu begreifen.

00:34:46: Und es war halt schon was, was ich glaube nicht nur die Petra durch diese schlechte Zeit gezogen hat sondern auch mich.

00:34:52: also weil ich glaub man vergisst manchmal auch wie schwer das für alle Leute drum rum ist und damit meine ich jetzt nicht nur mich sondern auch die Eltern von der Petra Ist schon richtig, dass man immer die Person als erstes im Auge hat der was es schlecht geht.

00:35:09: Aber da hängt zu viel mehr dran auch das Pferd von Petra.

00:35:13: Keine Art Sekund.

00:35:14: wie ist denn das für das Pfett?

00:35:15: Wenn auf einmal der Mensch, der jeden Tag da war nur noch alle drei Tage kommt und sich nur neben das Pfert hinlegt und wiedergeht Und ja so diese Perspektive hat einen schon durch diese schwere Zeit gezogen

00:35:27: Er auch eine schöne Botschaft.

00:35:30: Wenn es nicht so viel möglich ist, wenn Abenteuer im Sinne wie die meisten Menschen das Verstehen so nicht möglich ist oder Reisen nicht so möglich ist.

00:35:40: Entdecken nicht so möglichst.

00:35:43: Dann trotzdem nicht zu sagen ich kann das jetzt nicht also geht's nicht sondern zu gucken Wie mache ich es ganz ganz klein möglich?

00:35:51: Das finde ich total schön auch an eurer Geschichte Deiner Geschichte Petra zu sehen ja dass das irgendwie hinzukriegen.

00:36:00: Und da so eine ganz kleine Strohhalme dann immer wieder zu greifen, um eben wie du sagst, diese Hoffnung auch nicht zu verlieren und daran zu bleiben?

00:36:10: Ja, ich glaube dadurch ... gestern habe ich es erst wieder auch zu Dennis gesagt, ich bin so dankbar!

00:36:15: Ich bin so tief im Inneren so dankbaht, dass wir das jetzt machen können.

00:36:20: also das ist gerade relativ egal wo wir sind Überall gibt's was zu sehen, was zu entdecken sind Menschen die vielleicht irgendwie auch dankbar sind für eine Unterstützung oder weiß ich nicht einfach ein Zusammensein.

00:36:36: Ja das ist alles so!

00:36:37: Ich bin für mich innerlich so dankbar und gleichzeitig so begeistert von... allem, was sie gerade auch entdecken können.

00:36:44: Und ja das ist einfach ein total tolles Geschenk so dieses wieder auch gesund zu sein.

00:36:50: und jetzt haben wir eben diese Möglichkeit diese Weise zu machen.

00:36:53: und eigentlich ist egal wo wir am Ende irgendwie sind oder landen ich glaube es ist wir werden immer da sein wo wir irgendwie auch sein sollen.

00:37:03: Ja, das ist nochmal eine schöne Ergänzung zu.

00:37:05: Ich habe das gerade jetzt in der letzten Podcast-Folge auch versucht zu beschreiben dieses Gefühl wenn du so aufbrichst nach draußen gehst und eigentlich alles offen ist Du hast alles dabei was du so brauchst.

00:37:19: Du hast das Gefühl kann nichts passieren.

00:37:22: also ich werde für alles ne Lösung finden Und ich hab jetzt gar nicht so einen ganz konkreten Plan.

00:37:28: vielleicht irgendeine Idee ja aber Ich gehe da so offen rein in die Welt.

00:37:34: Und diese Dankbarkeit auch ... ja, dazu haben und zu spüren, sage ich... Ich muss hier gerade nix, aber ich darf mir alles angucken!

00:37:43: Und ich darf irgendwie Menschen treffen, ich darf neue Sachen erleben.

00:37:48: Ich darf Dinge erleben von denen ich heute noch gar nicht weiß, ob sie passieren oder das sie passieren, dass es überhaupt gibt?

00:37:56: Das finde ich ein total gutes Gefühl.

00:38:01: Jetzt war mir gerade auch nur darüber, wie du es gesagt hast auf die Art und Weise, wie ihr unterwegs seid.

00:38:06: Die ist einfach ... Einfach mal gucken was so passiert ohne jetzt da und das gehe ich nicht davon aus dass ihr das so macht, dass ihr total träge werdet und dann nur noch rumhängt.

00:38:20: Nee, die Zeit

00:38:22: ist vorbei!

00:38:22: Das sind so gute Anschlusslagen.

00:38:24: Wie ging sie vorbei?

00:38:26: sukzessive letztendlich aber immer mit der Arbeit verbunden, die ich eben vorhin beschrieben

00:38:33: hab.

00:38:35: Immer mit diesem Schauen okay was geht heute?

00:38:38: Heute geht vielleicht schon ein bisschen mehr als gestern und das haben wir schon auch gemerkt keine Ahnung.

00:38:45: Das erste mal Auto fahren zum Beispiel Weil mein Pferd stand eine halbe Stunde weit weg Und dann bin ich die ersten zehn Minuten wenn ich mal wieder auto gefahren.

00:38:53: das war für mich ein Keine Ahnung, das war für mich ein wahnsinnig bewegender Moment auch.

00:39:00: Oder als ich das erste Mal alleine zum Einkaufen fahren konnte mit dem Auto.

00:39:04: Das war nur bei uns im Berg runter.

00:39:06: Aber ich konnte den Dennis danach sagen du brauchst nicht mehr einkaufenfahren!

00:39:10: Das war für mig ... das größte Wunder sag' ich mal weil ich natürlich ja auch... es war schon schwer zu sehen was Dennis alles übernehmen musste.

00:39:20: Der hat ja unser ganzes Leben geschmissen Haushalt, Einkaufen kochen wie gesagt Pferdversorgung und Hundversorgen Und ein Job und mich.

00:39:27: Also das war eigentlich ein Wahnsinn, und ... Das waren glaub ich auf diesem Heilungsweg, waren das für mich so wahnsinnig tolle Momente, wo ich gemerkt hab, ich kann wieder was beitragen!

00:39:39: Also abgesehen natürlich auch von... Ich kann, weiß ich nicht, fünf Minuten mehr spazieren gehen zum Beispiel.

00:39:46: Aber ja es war ein langer Prozess.

00:39:48: Und wie gesagt leider auch immer mal wieder mit rückschritten und ... aber bestimmten Jahr?

00:39:54: auch, bis ich wirklich irgendwann mal zu Dennis gesagt hab.

00:39:57: Ich glaub jetzt ist es wirklich gut!

00:40:01: Jetzt ist's wirklich gut.

00:40:02: War

00:40:02: das der

00:40:02: Punkt an dem ihr dann euch intensiv und konkret beschäftigt habt mit dieser Reiseidee?

00:40:10: Oder habt ihr das vorher schon getan?

00:40:11: Weil da stelle ich mir ja gar nicht so einfach vor.

00:40:14: Und sagen wann ist jetzt der Punkt, wann bin ich wieder gesund?

00:40:18: Wann können wir das machen?

00:40:19: und wie weit im Forus weiß ich das schon oder kann das schon

00:40:22: absehen?!

00:40:23: dass ich dann wieder gesund bin.

00:40:25: Es war tatsächlich erst etwas später, weil du warst ja noch im Referentariat und wir haben gesagt ... schwankende Faktoren eben.

00:40:35: Das eine war, ich war wieder relativ stabil das war schon mal gut.

00:40:40: aber eben dann ist man auch mit deinem Vater ein Dariat.

00:40:42: während dessen wäre es eh nicht möglich gewesen und mein Pferd war auch noch ein Limitchen der Faktor er war einfach schon sehr alt Ich hatte den zwanzig Jahre lang und für mich war einfach klar wir machen auch die Reise dann wenn er nicht mehr ist.

00:40:55: Und dann war's letztes Jahr so dass er wirklich auch gehen wollte und ich habe ihn dann einschleffern lassen müssen Und du warst dann immer der Vater in der Diart fertig.

00:41:06: Dann war klar, jetzt so planen wir das eben mit Wohnungskündigen alles verkaufen ... Alles irgendwie auch einlagern und genau, den werden soweit fertig machen.

00:41:19: Und dann fahren wir los.

00:41:22: Wir hatten gar nicht so viel Vorlaufzeit denn eigentlich!

00:41:25: Es war fast eine glückliche Fügung, sag ich mal, weil das jetzt alles zusammengekommen ist, dass Peter wieder fit war hat die eben, wie sie schon sagen gesagt, gehen wollte und ich eben fertig war mit dem Ref.

00:41:38: Das war einfach ... War halt Zufall.

00:41:40: aber glücklicher Zufahl also.

00:41:44: Weil währenddich mich jetzt, wer wär's ihn noch nicht wieder fit gewesen oder hatte ihn auch da gewesen hätte ich mich ja auf eine volle Verbeamtungsstelle beworben Und dann wäre es eh erst mal wieder vom Tisch gewesen.

00:41:54: Insofern ist es sehr schön dass das so geklappt hat weil jetzt kann ich nach meinem Referentariat zwei Jahre Pause machen mich beim Start wieder bewerben.

00:42:04: Und ja, Petra hat keine gewissen Spitze wegen ihrem Pferd und so hat das eben ganz gut geklappt derzeit.

00:42:14: War dann alles ein bisschen hetsig am Ende aber wir haben wirklich die Wohnung ... Das

00:42:17: gehört dazu.

00:42:19: Vorher gekündigt und haben drei Monate oder vier Monate schon auf kleinen Zeigen alles verkauft.

00:42:25: Ich wünsch niemanden, dass er seine Arbeit gut vier Monate lang auf kleiner Zeigen verkaufen muss.

00:42:31: Schlimm.

00:42:33: Vor allen Dingen ist dann sukzessive immer irgendwas weg, ne?

00:42:35: Wir haben gerade neulich ein Sofa gekauft auch bei Kleinanzeigen für unsere Tochter und die hatten aber jetzt glaube ich drei Wochen kein Sofa weil das neue dann erst kommt irgendwann und dann sitzt du da ohne.

00:42:47: Ja voll voll.

00:42:49: also ich glaube in unserer Wohnung war Ende nur noch das Bett gestanden.

00:42:53: die letzte Woche Aber hat auch funktioniert.

00:42:56: Also

00:42:56: ihr hattet eine Perspektive was tolles vor der Nase.

00:43:00: Ich würde trotzdem gerne noch mal fragen, bei aller Euphorie die da mit Sicherheit ja für euch dabei war was Handfestes, was typisch Deutsch ist.

00:43:11: Was aber alles ist?

00:43:12: Was alle Leute sich immer fragen wie macht ihr das dann so beruflich und finanziell?

00:43:17: Wie geht denn?

00:43:18: das finde ich auch eine wichtige Frage.

00:43:20: als immer oder oft Wenn man erfährt, wie es gehen kann nochmal so eine innerliche Hürde vielleicht auch nicht komplett einreist aber runter setzt zu erkennen.

00:43:33: Es geht ja irgendwie auch wenn wir jetzt kein Millionärbe ist was ich nicht vermute.

00:43:39: Nee das nicht.

00:43:41: also ich hatte am Anfang gesagt Ich bin Sozialpädagogin an sich.

00:43:45: Durch die Krankheit stand ja eben lange raus gewesen und ich hab mich jetzt selbstständig gemacht, weil ich noch Weiterbildung zum systemischen Coach gemacht habe.

00:43:55: Und genau biete jetzt gerade auch systemisches Coaching im Bodyman körperorientiertes Coaching eben an.

00:44:02: also hab da für mich aus meiner Krankheitsgeschichte einen neuen Weg für mich bedroflich ... gewählt und dazu kommt aber schon, dass wir oder ich ja auch eben Rückgelagen einfach auch hatte.

00:44:16: Sonst würde das jetzt nicht funktionieren.

00:44:19: also das ist genau so.

00:44:21: mein Teil quasi.

00:44:23: Und des Coaching kannst du auch von unterwegs machen?

00:44:25: Genau!

00:44:26: Ich hab das jetzt... Also ich biete es quasi komplett online gerade an weil wir ja eben unterwegs sind.

00:44:32: Wenn wir aber irgendwo jetzt landen, wo auch immer das dann sein werden würde ich es eben schon noch sehr gerne in Präsenz anbieten.

00:44:38: Gerade auch mit der Kombination Natur draußen sein.

00:44:42: Weil ich das einfach so einen wahnsinnig wichtigen Baustein finde.

00:44:45: Aber aktuell bietet's quasi online an.

00:44:48: Wie ist bei dir David?

00:44:50: Ja also als Lehrer zu arbeiten online ist schwierig.

00:44:54: Also eigentlich nicht möglich.

00:44:56: Was?

00:44:56: natürlich gibt es online die Möglichkeit Nachhilfe zu geben.

00:45:00: Da gibt es ja die unterschiedlichsten Plattformen, wo man das machen kann.

00:45:03: Was ein Bereich ist, wo ich jetzt gerade reingucke... Aber generell muss man sagen wir sind auch sehr sparsam unterwegs!

00:45:10: Das finde ich ist auch was Wichtiges.

00:45:12: Es gibt immer unterschiedliche Reisebudgets, die man hat und wir haben Menschen kennengelernt auf der Reise.

00:45:18: Die haben keine Ahnung, dreiviertausend Euro im Monat Reisebudget.

00:45:22: bei uns ist es so, dass wir mit ca.

00:45:24: fifteenhundertem Monat auskommen.

00:45:26: Jetzt haben wir aber noch einen Hund.

00:45:28: Wenn man den noch wegrechnet, dann sind es schon nur noch thirteenhundert oder so.

00:45:32: Das ist ein Betrag, den man sich auch wirklich gut mit Online-Tätigkeiten zu zweit verdienen kann.

00:45:39: Was wir jetzt auch gemacht haben ... Ich hab's vorhin mal ganz kurz angeschnitten.

00:45:41: Wir waren auf einem Hof zum Beispiel auf einer Olivenölfinker und gerade in Spanien gibt's ja häufig die Möglichkeiten bei sowas mitzuarbeiten.

00:45:50: Es gibt also klar, es gibt die verschiedenen Plattformen wie Woofing oder sonst.

00:45:54: was aber häufiger gibt sich sowas einfach durch Park von Eid.

00:45:58: Man fährt irgendwas an, man fährt eine Farm an und dann redet man mit denen so was bei uns da.

00:46:06: Und dann fällt Arbeit ein.

00:46:08: also wir haben da so Olivenölkanister beklebt und Olifenöl mit ihnen abgefüllt in der Woche lang und dafür haben wir halt bei ihnen stehen dürfen und haben Verpflegung von ihnen bekommen und so spart man sich auch wahnsinnig viel Geld.

00:46:21: Dann gibt man halt in dem Monat auf einmal nicht mehr Fünfzehnhundert aus sondern sind seitdem nur noch elfhundert oder so.

00:46:26: Also so eine Reise kostet natürlich immer Geld.

00:46:29: Und natürlich ist es bei uns schon was Privilegiertes, dass wir sagen können wenn man fällt dann fällt man sehr sanft durch das was einfach auch von seinen von der Petra da ist.

00:46:39: aber ich finde das ist jetzt nichts wo man sich entmutigen lassen sollte wenn man nicht so krass sand fällt.

00:46:44: also weil Man kann wirklich sparsam unterwegs sein.

00:46:47: und wenn man überlegt vor zehn, zwanzig Jahren, wenn die Leute nach Australien gegangen sind mit ihren Rucksack.

00:46:52: Die waren auch ein halbes Jahr ja unterwegs und hatten im Endeffekt kein Geld und haben sich halt mit Work and Travel irgendwie ... Ja, die Zeit trotzdem schön gemacht.

00:47:00: Es ist schon wirklich machbar!

00:47:02: Das muss man schon wirklich sagen.

00:47:03: Wir haben halt jetzt diese privilegierte Situation, dass wir auch sagen können, wir müssen nicht immer arbeiten.

00:47:09: Wir können auch ein bisschen was von den Rücklagen

00:47:10: nehmen.

00:47:12: Welche Farbe hat denn der Van?

00:47:15: Tatsächlich.

00:47:18: Genau, rot und wir haben noch den Spruch drauf gemacht.

00:47:21: Macht ihr das Leben so schön wie möglich?

00:47:24: Was ist es für ein Vehikel?

00:47:27: Eine VW Crafter, genau!

00:47:29: Der selbst rudimentär ausgebaut ist oder schon so ein bisschen... Ein bisschen schicker, sag ich

00:47:37: mal.

00:47:38: Wir haben den als zwei Handwerkerfahrzeug und wir haben den quasi von zwei Mädels von Vicky und Kerstin im Street Buddies in Moosburg bei uns.

00:47:46: Und die haben quasi den ausgebaut.

00:47:48: Also wir haben mit ihnen zusammen so die Idee entwickelt was wir halt dann brauchen oder halt auch Solar auf dem Dach alles um möglichst autark natürlich zu sein.

00:47:58: Dann haben sie den Ausbau gemacht.

00:48:01: Die Street Buddys ist ... Ja,

00:48:04: genau.

00:48:04: Die machen das beruflich.

00:48:05: Angefangen haben die auch so ... Weil sie selber gerne kämpfen und haben sich für sich Kämpfe ausgebaut.

00:48:11: Irgendwann kamen da mal eine Anfrage und dann haben sie gesagt, ja gut, warum nicht?

00:48:16: Und die machen das quasi nebenberuflich, dass sie Vans ausbauen.

00:48:20: Supernette Mädels sind inzwischen eher Freunde als unsere Ausbauers sozusagen!

00:48:25: Genau, und die haben uns quasi das Auto ausgebaut.

00:48:29: Also, man muss sagen ... Ich hab Vorarbeit geleistet.

00:48:33: Bei Petra gesagt, das war ein Handwerkerfahrzeug, da war eine mobile Werkstatt drin.

00:48:37: Die habe ich rausgetan und die dann verkauft.

00:48:39: Die konnte man noch ganz gut verkaufen.

00:48:41: Das Auto schon mal ein bisschen vorbereitet, hab's innen sauber gemacht, hab die Stellen neu lackiert, den Rost behandelt.

00:48:46: Hab ihn isoliert auch mit Armaflex

00:48:49: usw.,

00:48:49: alles was ich gut machen konnte.

00:48:51: noch nebenher, weil ich damals in einer beruflichen Förderschule gearbeitet hab So was habe ich gemacht, aber es dann an diesem Bereich ging mit Stromausbau und Wasser usw.

00:49:07: Da hätte ich mich so viel informieren müssen das wäre gar nicht gegangen zeitlich.

00:49:10: und dann haben wir uns eben

00:49:12: die gesucht

00:49:13: Und die haben das echt superklasse gemacht.

00:49:15: also muss man wirklich sagen Wir haben jetzt nicht irgendwie Das look seriöse wir haben keine dusche drin oder so wir haben eine autorschauer ganz normal Aber ...

00:49:25: aber ihr könnt mit dem Ding auch tag stehen irgendwo.

00:49:27: Also habt ihr

00:49:28: da ein

00:49:29: System drin, dass ihr auf Toilette gehen könnt?

00:49:31: Genau!

00:49:31: Wir haben halt eine Drockendrenntoilette.

00:49:33: Wir haben Solaraufentach, das absolut ausreichend ist um nie leer zu gehen gerade wenn man ein Ladebooster noch dabei hat.

00:49:40: Ja wir haben ne coole Wasseraufbereitungsanlage drin.

00:49:44: Das ist halt super weil man überall Wasser mitnehmen kann und auch die kosten heutzutage nicht mehr die Welt ich glaube die kostet irgendwie fünf Euro oder so reinstes Trinkwasser.

00:49:56: Also wir sind absolut komplett zu hundert Prozent autark und es ist cool.

00:50:01: Klingt so!

00:50:02: Ja, wir können schlafen dann.

00:50:03: Wir haben einen Küchstang, dann haben wir heute ein Gaskocher.

00:50:06: und ja also jetzt nicht High End aber das wollen wir auch nicht.

00:50:10: Das entspricht uns hier auch nicht, es ist einfach ein Holzausbau, wir haben nicht viel Platz.

00:50:17: Aber

00:50:17: wenn wir draußen sein können, dann ist er platzend draußen.

00:50:20: Mein Gott!

00:50:20: Wenn es nicht ist, dann halten mir das auch so gut aus.

00:50:23: also ich glaube dass das immer ganz lustig weil uns fragen immer viele Leute ja wie macht ihr das auf so engem Raum mit Hund und zu zweit?

00:50:30: Und dann sagen wir immer Ja Das ist eigentlich kein Problem, weil auch durch meine Erkrankungen waren es eh gewohnt auf engstem Raum zusammen zu sein.

00:50:39: Und zum anderen wenn der eine sagt hey ich brauche jetzt mal Ruhe oder ich brauch Abstand ja gut und sagte das halt dann geht er raus und fertig.

00:50:46: also ich glaube es ist ja auch immer eine Frage von wie lebt man Beziehung und Kommunikation miteinander?

00:50:54: Wie sehr begleitet euch auf dieser Reise?

00:50:56: die Frage wo ihr dann irgendwann mal bleiben wollt Ist die mit im Gepäck?

00:51:03: Also kann das tatsächlich sein, dass es irgendwie, keine Ahnung, Frankreich wird oder Estland oder Norwegen.

00:51:09: Oder soll es dann doch Deutschland danach wieder sein?

00:51:14: Das ist eine gute Frage!

00:51:17: Endlich!

00:51:19: Nein wir haben also generell sind wir offen für so was Wir haben gesagt.

00:51:24: wenn wir etwas finden wo es uns wirklich richtig gut gefällt Dann können wir uns zu was vorstellen.

00:51:28: gerade auch wenn man hört für was man so etwas in anderen Länden noch erwerben kann, dass man einen Olivenfinker für twenty-fünftausend Euro werben können.

00:51:36: Man denkt sich, das kriegste bei uns ja gar nichts in Deutschland.

00:51:39: Aber

00:51:41: es ist natürlich dieser Aspekt da, dass ich jetzt als ausgewildete Lehrkraft natürlich vor allem in Deutschland eine gute Anstellung kriegen würde und leider Gottes halt vor allem auch in Bayern.

00:51:52: also weil dann müsste immer erst mal ein Lehrer Austausch stattfinden,

00:51:55: d.h.,

00:51:55: ein anderes Bundesland müsste ein Lehrer gehen lassen dafür, was ist ein bisschen schwierig gestaltet.

00:52:02: Aber wir haben immer gesagt, sag niemals nie wenn sich Wasser gibt wo wir beide sagen boah das ist es da wollen wir unbedingt hin dann werden wir das auch machen.

00:52:13: Ja ihr habt ja noch einiges jetzt vor euch und es wäre ja blöd jetzt schon zu sagen pass auf so wird dass laufen.

00:52:19: wer weiß was alles noch passiert im nächsten Jahr.

00:52:22: ich hatte hier auch schon paar, die sind auch aufgebrochen mit dem Wohnmobil und haben hier alles verkauft.

00:52:29: Und auch gearbeitet von unterwegs und hatten so ja gar kein Ende in Sicht.

00:52:37: Wir dachten jetzt gucken wir einfach mal vielleicht fahren wir jetzt auf ewig mit diesem Wohnmobil rum.

00:52:41: Vielleicht finden wir irgendwo einen Ort?

00:52:43: Und am Ende haben sie festgestellt dass dieser Ort eigentlich der ist von dem Sie aufgebrochene sind.

00:52:50: Der an dem Sie bleiben wollen ein bisschen Ohne wie schönes.

00:52:54: Panama-Geschichte, die ja durchaus auch passieren kann.

00:52:58: Dass du wieder eine neue Wertschätzung für das bekommst, wo du eigentlich herkommst?

00:53:03: Das haben wir auch gesagt.

00:53:04: Wir haben auch gesagt ... Es wurde uns so bewusst noch mal mehr auf der Reise, wie privilegiert man in Deutschland wohnen zu dürfen.

00:53:11: Also wir Deutschen neigen ja dazu zu meckern.

00:53:14: Wir meckeren über wie lange irgendwelche Sachen beim Amt dauern, dass irgendwie die Bahn zu spät kommt, das sie gar nicht fährt, wie auch immer.

00:53:23: Wir sehen aber nicht, wie unglaublich gut es uns eigentlich geht.

00:53:26: und ich glaube, dass ist auch was wo einen der Blick beim Reisen noch mal ein bisschen erweitert wird.

00:53:32: gerade wenn wir sehen, wie es jetzt hat den Menschen in Portugal ging bei diesen schweren Unwettern da war erstmal keine Hilfe in Sicht.

00:53:41: Oder wie auch die Menschen in Spanien leben, also ... Die Freunde, die wir kennengelernt haben, Ela und David, die ... ergann sich mit ganz anderen Dingen rum als wir jetzt in Deutschland.

00:53:51: Also das würden wir uns ja gar nicht irgendwie ausdenken können was diese Probleme haben.

00:53:58: Und das ist schon etwas wo man merkt, man entwickelt noch mal so eine Dankbarkeit dafür was Deutsche eigentlich alles bietet.

00:54:06: Und gleichzeitig muss man auch sagen Peter und ich hatten auch darüber geredet.

00:54:10: Es ist trotzdem wichtig, den kritischen Blick da zu behalten also zu sagen hey wo läuft's denn nicht gut?

00:54:14: Na vollkommen egal in welchen Bereich das ist weil auch ein Land wie Deutschland da viele Baustellen hat.

00:54:21: aber man weiß Dinge die was man als gegeben erachtet hat auf jeden Fall mehr zu schätzen.

00:54:28: Man bekommt ja immer auch einem besseres Gefühl dafür was einem jetzt selbst wichtig ist Wie man unterwegs sein möchte wie man leben möchte Und dann kann man das irgendwie abgleichen mit dem, was.

00:54:41: davon kann ich zu Hause leben?

00:54:42: Was nicht.

00:54:43: Wo gehe ich in Kompromiss?

00:54:45: oder eben auch nicht.

00:54:46: Was bedeutet das denn in der Konsequenz?

00:54:49: so für mich?

00:54:49: also Ich finde, man lernt ja viel über sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse, was einem so wichtig ist In der Lebensvorstellung

00:54:58: Total, ja.

00:54:59: Also A auch natürlich ... Dadurch, dass wir jetzt sehr viele Menschen unterwegs kennengelernt haben und bestimmt weiterhin kennenlernen werden.

00:55:06: Dann haben wir viele Lebenskonzepte gesehen, wenn wir auf Höfen gestanden sind oder so.

00:55:12: Und einfach mal dieses eben über den Teller dann zu schauen.

00:55:16: Auch mal eben zu schauen okay wie leben bestimmte Menschen?

00:55:19: Was hatten die vielleicht für Vorstellungen?

00:55:21: Wie haben sie es umgesetzt?

00:55:23: Womit kämpfen Sie jetzt gerade?

00:55:24: Das sind ja unterschiedlichste Perspektiven die wir gerade auch bekommen.

00:55:29: Und ja, was wir glaube ich beide dazu gemerkt haben diese kleinen Momente und diese kleinen Orte sind eigentlich die, die uns begeistern.

00:55:40: Es ist meistens nicht die großen Sachen oder die vielleicht ihr bekannt sind.

00:55:44: Ging es in Spanien oft so.

00:55:46: Dann sind wir um die Ecke gefahren dann haben irgendwie sowas ganz keine Ahnung eine kleine Bucht entdeckt und dachten uns boah das ist aber so schön und sind da geblieben.

00:55:54: also dieses Diese Wertschätzung und diese Dankbarkeit für die kleine Momente, für diese unscheinbare Wendorte zu bekommen.

00:56:05: Und das ist glaube ich was wir uns auch nie so davor haben ausmalen können!

00:56:11: Wie geht's dir heute?

00:56:15: Also heute heute aber auch heute momentan also jetzt in dieser Phase der Reise körperlich?

00:56:23: An Long-Covid-Geschichte bin ich wieder komplett gesund, da geht's mir richtig gut.

00:56:29: Was wirklich jetzt ... Ich oder wir beide auch unterschätzt haben sind die körperlichen Folgen von diesem eineinhalb Jahre lang liegen.

00:56:40: also ich hab zunächst hatte ich dann totale Knieschmerzen, Kniebprobleme mit Knoppelschaden und so wo ich wahnsinnige Schmerzen hatte Das war noch vor der Reise.

00:56:54: Da hab ich dann eben den Stefan Kenning gelernt, das Physiotherapeut und Personal Trainer, der mich dann Gott sei Dank auch so sehr ganzheitlich angeschaut hat und der mich da jetzt erst mal begleitet hat.

00:57:05: Das haben wir dann sehr gut in Griff gekriegt!

00:57:07: Und kurz vor der reise kamen tatsächlich meine Füße daher.

00:57:11: also dass sie es am Anfang zwar eine Plantarfaß zieht ist auf beiden Füßen Es ist einfach so ne entsündete Szenenplatte.

00:57:19: Jetzt letztendlich wissen wir inzwischen, dass das einfach auch mit dem Gesamtkörper zusammenhängt.

00:57:26: Also sprich die Muskulatur des Körpers und die fasstialen Strukturen, dass sie halt alles so runtergewirrthaftet waren, dass sich letztendlig in den Füßen geäußert hat.

00:57:36: Und ich bin seit eineinhalb Jahren damit beschäftigt mein Körper immer noch aufzubauen.

00:57:41: also wie jetzt denn hier noch fleißig während der Reise weiter... weil es einfach notwendig ist, mich da weiter zu stabilisieren.

00:57:51: Ich merke jetzt langsam, dass ich wesentlich weniger Schmerzen habe.

00:57:55: Es ist immer noch nicht so, dass sich sagt, ich kann hier nicht wieder fünfzehn Kilometer Wanderung machen.

00:58:01: So weit sind wir oder bin ich noch nicht wieder?

00:58:04: Aber ich sage mal, ich hab wirklich viele Tage und ich sag ja, ich kannst wunderbar Fahrrad fahren.

00:58:10: Ich kann vielleicht auch sieben Kilometer schon spazieren gehen.

00:58:15: Es ist noch ein Prozess.

00:58:16: Und ich glaube, das ist schon was ... Was ich unterschätzt hab?

00:58:20: Ich hab damals gedacht, ja, ich bin wieder gesund und gut ist!

00:58:24: Aber da hab ich halt was in die Rechnung ohne meinen Körper gemacht.

00:58:27: Aber gleichzeitig geht's mir eigentlich relativ gut.

00:58:31: Jetzt zum ersten Teil der Weise habe ich natürlich schon oftmals eher im Widerstand, weil ich so gemerkt hab, jetzt hab ich doch Longkowisch unter mir.

00:58:39: Das kann nicht sein, dass ich mit dieser Schmerzthematik zu kämpfen habe.

00:58:44: Jetzt inzwischen schaffe ich es anders, weil ich noch mal diese Verknüpfung gemacht habe.

00:58:49: Dass das einfach Folgen gerade noch sind.

00:58:52: und ich versuche weitestgehend auch als so damit umzugehen dass ich sage ja Ich bin jetzt noch auf dem Weg Es ist noch ein Prozess Und gleichzeitig bin ich total dankbar, dass wir So-so-so viel trotzdem schon sehen und erleben können.

00:59:06: Ja Das ist auch Ja Einfach was was man so ein bisschen mit offen weg geben will auch wo wir jetzt unterwegs sind, wie Petra schon sagt.

00:59:15: Sie hat diese Baustelle noch und sie ist noch eingeschränkt aber trotzdem es zu machen einfach zu machen also Und auch nicht.

00:59:24: Es geht nicht darum loszufahren mit dem Gedanken ich besteige Zimmer und Everest es geht darum Loszufahren also einfach das zumachen und alles weitere ergibt sich dann.

00:59:34: Also Ich brauche keinen konkreten Plan fürs draußen sein.

00:59:39: wenn ich draußen bin dann sagt die Natur schon von sich aus, wo ich hin soll.

00:59:44: Also es öffnet mir ... sich mir Orte, Möglichkeiten verschiedenster Art und man muss nicht immer das Toilste machen.

00:59:53: Man muss nicht den Leuten, die auf Instagram irgendwelche optimal Vorstellungen vorleben folgen.

01:00:00: Man kann auch einfach sein Ding machen.

01:00:01: Und man kann rausgehen und der Moment genießen wenn man zwei Kilometer in einen Wald reingegangen ist sich überlegt, wow.

01:00:10: Also was ist die Natur für ein Wunderberg?

01:00:13: Sich einfach mal zu einem Baum anzugucken der da wahrscheinlich seit hundertzwarhundert Jahren steht und wie groß er ist und wie viel Energie da drin steckt.

01:00:21: und das klingt jetzt so spirituell aber es ist gar nicht.

01:00:25: also es ist ja einfach... Ja, einfach etwas beeindruckendes und das macht auch was mit uns.

01:00:32: Das lässt einen entspannen, das lässt einen runterkommen.

01:00:36: Es muss nicht immer das Non-Plus Ultra sein.

01:00:38: Es reichen, wie du es auch ja immer aufzackst diese Mikroabenteuer.

01:00:42: Die reichen man muss... Man muss nicht über das Tier hinaus schießen.

01:00:46: Ja diese diese Mikrowabenteuern und was glaube ich auch entscheidend ist die Haltung mit der Du unterwegs bist.

01:00:54: also du kannst auch im Kleinen natürlich etwas weiß ich was abreißen oder irgendwas vollführen oder der tollste die Tollste sein wollen.

01:01:01: so aber diese Verbindung Zu Naturs und so'n emotionaler ... Angang auch.

01:01:07: Und so'nen Begegnenden auf Augenhöhe, nicht so, ey!

01:01:11: Ich bin hier, ich zeig jetzt was.

01:01:14: Wir hatten mal eine Erfahrung in Spanien.

01:01:17: Wir waren in Caracas gestanden auf einem Wildplatz und hatten da einen kennengelernt mit seinen Camperneben uns geparkt.

01:01:25: Irgendwie fanden wir den Erstzufuhring ganz herzempathisch.

01:01:27: Wir haben uns gedacht, mit dem müssen wir quatschen, dann haben wir ihn angeredet.

01:01:31: Da hat sich auskristallisiert, dass der jetzt vor halbem Jahr zurückgekommen von seiner großen Reise war.

01:01:36: Dass er zwei Jahre unterwegs war auch im Großraum Europa und wir haben ihn halt dann gefragt wie man so fragt zu Hause wo warst du was kannst du uns empfehlen?

01:01:44: Und seine Antwort war eher frag mich lieber wo ich nicht war.

01:01:48: für uns war das so okay.

01:01:50: diese antwort wollen wir mal nicht geben.

01:01:53: wir wollen lieber weniger sehen erst dafür wirklich aufsaugen Diese Dinge, die wir gesehen haben.

01:02:00: Die Menschen, die Wir kennen gelernt Haben.

01:02:02: Die kulturellen Aspekte, Die wir kennengelernt haben wirklich inhalieren und danach sagen Ich weiß jetzt wie es dort und dort ist als zu sagen ich war überall Und irgendwie war ich nirgends wirklich.

01:02:18: Ja ganz herzlichen dank euch beiden.

01:02:20: Jetzt gehts zurück mit dem fahrrad an die Elbe, dann über die Elben rüber.

01:02:24: Ich meine das ist doch ein Traum!

01:02:25: Ihr seid schon über die elbe gefahren heute mit dem Fahrrad durch Hamburg.

01:02:29: Ihr steht da irgendwo aufm Hof geht heute Abend ins Musical.

01:02:32: Die Perspektive ist Skandinavien.

01:02:35: Das ist so'n Traum.

01:02:36: Ja total Also es ist wirklich wunderschön.

01:02:40: Total

01:02:41: Wünsche ich euch ganz viel Freude bei allem was noch kommt.

01:02:44: und ja Dann gutes Händchen oder ein gutes Gefühl für den Ort An denen es dann geht irgendwann In einem Jahr, aber das ist noch lange hin.

01:02:54: Vielen Dank!

01:02:56: Danke dass wir hier sein durften.

01:03:01: Ja und dir vielen dank fürs zuhören.

01:03:03: ich habe Petra und Dennis nach unserem Gespräch noch gefragt ob sie vielleicht einen Tipp haben?

01:03:09: Irgendeinen Ausrüstungsgegenstand den Sie besonders empfehlen können Und in der Tat ist Ihnen noch was eingefallen und zwar ein Fahrradträger der es ermöglicht dass die Fahrräder senkrecht hinten am Heck ihres Wohnmobils befestigt werden können.

01:03:27: Das hat ihn so ziemlich den Hintern gerettet haben sie gesagt, weil es nämlich nicht möglich war die Horizontal zu befestigen die Fahrräder, weil der eine Teil der Tür schon belegt war und ist eh schwierig waren die Türen dann zu öffnen also dieser Fahrradträger mit hinsenkrecht zu befESTigenden Fahrrädern.

01:03:48: Der hatte sich ganz besonders angetan und natürlich packe ich denen noch mal einen Newsletter der diesen Podcast begleitet, also den Link dazu.

01:03:57: Der Newsletter erscheint immer am Sonntag.

01:04:00: darin findest du immer weiterführende Links und Infos zu den Themen aus dem Podcast und darüber hinaus.

01:04:07: was ich da diese Woche auch nochmal

01:04:09: reinpacke

01:04:10: ist ein Link zu einer App die die beiden nutzen um so eine Art Block von ihrer Reise zu schreiben für Freunde Bekannte oder Menschen die sie unterwegs kennenlernen Ganz bewusst nicht Instagram oder eine andere öffentliche App, sondern eine die ein bisschen privater ist.

01:04:29: Wo es die Möglichkeit gibt auch Bilder reinzustellen dazu kleine Text zu schreiben und so alle die es gerne wollen auf dem Laufenden zu halten, aber auch selbst steuern zu können wer sich das angucken kann.

01:04:44: Diese App heißt Polar Steps.

01:04:46: hast du vielleicht sogar schon gehört?

01:04:48: Wenn ja dann kann es nicht trotzdem lohnen den Newsletter zu abonnieren wenn ihr es noch nicht getan hast weil neben dem Link zu Polar steps und dem Link zum Fahrradträger von Petra und Dennis noch viele weitere Infos da reinkommen.

01:05:03: der Newsletter erscheint immer am Sonntag Und wenn du diese Folge erst später hörst, also weit nach Veröffentlichungsdatum.

01:05:12: Was ja durchaus passieren kann.

01:05:13: vielleicht hast du diesen Podcast irgendwann erst entdeckt und hörst dich jetzt so sukzessive durch dann kannst du trotzdem den Newsletter abonnieren bekommst dann mit der ersten Ausgabe die in deinem E-Mail Postfach landet ein Link zum Newsletter Archiv und da sind alle Newsletter der vergangenen Jahre aufgelistet und da kannst du dir dann die entsprechenden Infos raussuchen.

01:05:42: Ich danke dir ganz herzlich fürs Zuhören, noch einmal!

01:05:46: Und freue mich wenn du nächste Woche wieder rein hörst.

01:05:48: nächsten Dienstag habe ich hier wieder einen Gesprächsgasten.

01:05:51: sehr sehr spannend das vorab und wünsche dir bis dahin bis wir uns wieder hören wann auch immer.

01:05:57: das ist eine wunderbare Zeit.

01:06:01: Ach herr, und was ich noch vergessen habe ist dir zu sagen wo du den Newsletter abonnieren kannst.

01:06:05: Und zwar unter Christopherster.com.

01:06:07: slash frei raus!

01:06:10: Diesen Link findest Du aber auch nochmal in der Beschreibung der Podcastfolge.

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