Es gibt immer einen Weg! Was 11.000 km zu Fuß über das Leben lehren
Shownotes
// „Wovor läufst du weg?” – Niels Rabe sagt, diese Frage werde ihm sehr oft gestellt. Dabei ging es ihm beim Fernwandern immer darum, zu etwas hin zu laufen, die Arme ausbreiten und rein ins Leben, aber eben auf seine Weise. Niels war eine der ersten Personen überhaupt, die den Great Western Loop im Westen der USA komplett am Stück gewandert sind – gut 11.000 Kilometer, Pacific Crest Trail, Continental Divide Trail und kleinere Wege, die die beiden großen verbinden. Ein sehr großes, ein extremes Abenteuer. In dieser Folge spreche ich mit Niels darüber, was ihn diese Wanderung gelehrt hat. Ich will von ihm wissen, ob sein Alltag heute anders aussieht als vor dem Loop. Es geht um das Bewerten von Risiken, das Machen trotz Angst und das Würdigen der Momente, die alles von dir fordern. Niels organisiert in diesem Jahr übrigens zum zweiten Mal die „Fernwandertage” und auch über diese Veranstaltung sprechen wir natürlich. Du musst für diese Folge kein Fan des Fernwanderns sein, weil es vor allem einfach um das Aufbrechen und Ausprobieren geht, unabhängig von Distanzen. Aber es kann gut sein, dass du nach dem Hören dann doch ein bisschen angezündet bist ...
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Und Resturger selbst hat damals gesagt, im Mai in die Rockies reinzudehnen ist wie Selbstmord.
00:00:05: Ich selber bin auch auf ungefähr viertausend Metern einmal abgestürzt auf einem schmalen Grad und hätte ich da den Eisakt nicht ins Schnee gekriegt dann würde ich heute auch nicht mehr hier stehen.
00:00:16: Dann war es immer so um neun oder zehn Uhr, ich lag schon schlafen im Zelt das drei Scheinwerfer auf mein Zelt gerichtet waren und plötzlich hieß nur so ... Get out of your tent and show me your hands!
00:00:26: völlig erstarrt.
00:00:27: Der denkt so, what the fuck ist jetzt hier los?
00:00:29: Man stand da halt eben Streifenwagen direkt vor meinem Zelt und ich hab dann wirklich die Hände aus meinem Zeld rausgehalten.
00:00:35: Der Typ wusste ja auch nicht ne, habe ich eine Kanone dabei oder ähnliches.
00:00:39: Es muss eben nicht von Anfang an alles schon feststehen.
00:00:43: es ist okay Sachen ausprobieren mit einer gewissen Unsicherheit einfach mal los zu starten.
00:00:47: das gilt für alles im Leben.
00:00:49: macht den ersten Schritt.
00:00:50: versuch es traurig!
00:00:51: Hab keine Angst sofort zu scheitern bis Leben geht weiter.
00:01:10: Moin und herzlich willkommen bei frei raus, dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.
00:01:17: Ich bin Christoph Förster und gemeinsam mit dem Gast der heutigen Folge nehme ich dich mit auf große Reise, auf große Wanderung.
00:01:27: Nils Rabe ist da einer der ganz ganz wenigen Menschen, der den Great Western Loop gelaufen ist in den Vereinigten Staaten.
00:01:37: Das sind insgesamt elf Tausend Wanderkilometer!
00:01:40: Wo genau dieser Weg verläuft, welche Trails er verbindet?
00:01:45: Das erfährst du natürlich in der heutigen Folge von Nils.
00:01:49: Wir sprechen darüber was das weite Wandern mit Nils gemacht hat und welche Kraft es haben kann für unser Leben.
00:02:00: Nils gelingt es auf wunderbare Weise das mal zu erklären und wirklich ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass... dieses weite Wandern nicht ein Wegrennen von irgendetwas sein muss, dass es nicht nur darum geht eine gewisse Kilometerzahl runter zu reißen um sich nachher irgendeinen Rekord einen absoluten oder einen persönlichen auf die Fahne schreiben zu können.
00:02:28: Nein das Wandern ist für Nils sehr viel mehr und davon erzählt er uns heute.
00:02:36: Er erzählt uns aber auch großen Abenteuer.
00:02:41: wieder zurückkommst, wie es gelingen kann dieses Gefühl und die Erkenntnisse, die du gewonnen hast auf einem solchen Abenteuern in den Alltag zu integrieren.
00:02:51: Das ist ja für viele verständlicherweise eine sehr große Herausforderung.
00:02:57: diese Folge ist aber vor allem wirklich Einladung daraus zu gehen und was zu wagen, sich Herausforderungen zu stellen.
00:03:05: Wir sprechen auch darüber wie es gelingt Risiken zu minimieren, wie weit wir das können, wie das funktionieren kann.
00:03:13: Nils hat auch da seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht und wir erfahren auch mehr über die Fernwander Community in Deutschland.
00:03:22: Nills ist nämlich einer der Begründer der Fernwandertage, die letztes Jahr zum ersten Mal stattgefunden haben in Wiesbaden und das dieses Jahr im September zum zweiten Mal tun werden.
00:03:35: Eine Veranstaltung, bei der es ganz viel um Inspiration für das Wandern geht aber auch um den Austausch untereinander.
00:03:43: Da gibt Nils uns nochmal so einen Blick hinter die Kulissen.
00:03:45: Nils hat nach seiner weiten Weitenwanderung durch die Vereinigten Staaten ein Buch geschrieben – auch wenn er von unterwegs überhaupt nichts gepostet hat.
00:03:55: auf Social Media sprechen wir auch drüber, aber er hat danach im Eigenverlag um die Erlebnisse auch nochmal für sich zu verarbeiten.
00:04:03: Ein Buch geschriebenes Buch heißt Elftausend Zu Fuß durch den Westen der USA und Informationen und Links zu dem Buch, zu den Fernwandertagen und noch zu so zwei drei anderen Sachen.
00:04:15: Die packe ich in den Newsletter, der diesen Podcast begleitet, den du abonnieren kannst unter christoferster.com.
00:04:22: slash frei raus wenn du es noch nicht getan hast.
00:04:25: Bevor wir jetzt reingehen in das Gespräch mit Nils Rabe, atmen wir noch einmal kurz tief durch.
00:04:50: Nils, herzlich willkommen!
00:04:52: Vielen Dank, dass Sie hier sind.
00:04:53: Schön, dass du da bist, dass wir uns gegenüber sitzen und mir heute ein bisschen schnacken über das Wandern, über das Weitewandern aber auch was es dann so nach sich zieht wie sich das in den Alltag reinzieht, in das Leben reinzieht, was nicht mehr irgendwo auf dem Trail stattfindet.
00:05:12: Aus dem du gerade kommst aus diesem Leben!
00:05:16: Du bist richtig, richtig weit gelaufen vor allen Dingen auf diesen großen Great Western Loop in den USA was eine Wahnsinns Strecke ist einen Weg der sowohl den PCT als auch den The Apple Legends Der Continental Divytrail verbindet.
00:05:38: Das heißt, es sind zwei richtig weite Wege, die dann nochmal durch diese Verbindungswege auf eine gesamte Strecke von elf Tausend?
00:05:47: Knapp
00:05:48: elf tausend Kilometern genau.
00:05:50: Das ist eben der spannende.
00:05:53: Es sind eben zwei dieser langen Throughhikes mit dabei und was entscheidend ist beim Great Western Loop ist gar nicht mal die Distanz.
00:06:02: Ich kann im Grunde auch wenn ich die Zeit habe.
00:06:07: Beim Great Western Loop ist es aber so, wenn ich den in einer Saison schaffen will.
00:06:12: Dann hab' ich ein sehr enges Zeitfenster, weil ich im Osten und Westen zwei Hochüber gehabt habe – einmal die Rocky Mountains und einmal die Sierra Nevada.
00:06:19: Und die haben beide Geburtspässe auf über viertausend Metern liegen.
00:06:23: Die sind nur zwischen Mai- und Oktober passierbar!
00:06:26: Das heißt, ich muss in eins von diesen beiden Hochgebirgen super früh rein.
00:06:30: Früher als man normalerweise reingeht also ungefähr so Mai hab dann ein Monat um durchzukommen und dann habe ich ungefähr sechseinhalb tausend Kilometer vor mir die ich in vier Monaten schaffen muss bevor der Winter in einem zweiten Hochgebürge wieder einbricht.
00:06:47: Und das macht eben gerade diesen Great Western Loop so extrem herausfordernd von einer zeitlichen Perspektive.
00:06:53: Ich muss wirklich rennen.
00:06:54: Es ist wie ein Wettlauf gegen den
00:06:56: Winter.".
00:06:58: Du warst, glaube ich, einer der ersten drei oder was die denn überhaupt gelaufen sind?
00:07:01: Genau das gibt zwei, die im Uhrzeichen gelaufen waren.
00:07:05: Das ist einmal Andrus Gröcker also eine der legendärsten Backpacker in den USA.
00:07:10: Der hat
00:07:11: vor fünfzehn Jahren glaube ich diese Route mal mehr oder weniger durch Zufall eben erstellt.
00:07:16: Also wie gesagt aus dem PCT, dem CDT Im Norden haben wir da auch den Pacific North West Trail, der wirklich direkt Ein, zwei drei Kilometer von der kanalischen Grenze entfernt ist und im Süden haben wir dann den Arizona Trail.
00:07:28: Den Grand Enchantment Trail.
00:07:29: das ist eine Route Die existiert im Grunde fast gar nicht.
00:07:33: Man läuft auf alten Indianer-Pfaden und hat wirklich das Gefühl, hinter jede Ecke springt gleich ein Indianer aus den Büchern.
00:07:38: total spannend man muss viel navigieren.
00:07:41: Man hat keine Informationen darüber wo man Wasser findet oder nur ganz unzureichende Informationen.
00:07:46: Und man hat auch einen Stück von ungefähr sechshundert Kilometern im Grunden quer fällt ein durch die Sonora Wüste.
00:07:52: Wo ich mir dann über Satellitenbilder vorher... Geburtspässe oder Wege eben angeschaut habe.
00:07:59: Ich hab mir Flussbetten angeschauen, ich habe recherchiert zu welcher Zeit haben die Wasser?
00:08:04: Wie viel Wasser könnte da sein?
00:08:06: Ich habe mir GPS-Vietränken eingezeichnet um einfach zu gucken wie komme ich da letztendlich durch?
00:08:12: und genau dann Endless Worker und Jeff Garmaya haben wir diese Rote gemacht ein paar Jahre vor mir im Urzeugesinn und ich bin höchstwahrscheinlich der erste der erst gegen den Urzeugersinn gelaufen ist.
00:08:26: Schöne Superlative.
00:08:29: Der erste, der in die Richtung das bei Mond scheint... Aber trotzdem ist es ja also unabhängig von der Richtung.
00:08:36: oder ist sie noch mal entscheidend?
00:08:37: Weil die nochmal das strategisch anders aufzieht.
00:08:42: Es gibt ein paar Leute, die sagen dass die Rockies mit Schnee etwas schwieriger sind als die Serene Vada weil du in den Rockies länger auf über dreitausend Meter unterwegs bist das heißt hast Prinzipiell eher mehr Schnee.
00:08:55: Im Mai zum Beispiel, ja?
00:08:56: Und Andrew Sturcker selbst hat damals gesagt im Mai in die Rockies reinzudehen ist wie Selbstmord und ich selber bin auch auf ungefähr viertausend Metern einmal abgestürzt auf einem schmalen Grad.
00:09:08: Hätte ich da die Eisakts nicht ins Schneedicht riecht dann würde ich heute auch nicht mehr hier stehen.
00:09:12: Dann wäre es tatsächlich vorbei gewesen.
00:09:14: Ich will jetzt nicht sagen dass ich das groß unterschätzt habe.
00:09:18: Zehn mal auf den meiner betosien beliebigen Kletter das ist ein sechstausend Meter hoher berg.
00:09:27: Da habe ich wirklich gelernt mit einer eisex umzugehen, aber dass ist eben so was die leute sagen.
00:09:33: Im grunde hängt aber die richtung einfach davon ab.
00:09:35: wie sind die schneeverhältnisse zu dem zeitpunkt wo ich starte?
00:09:38: und bei mir war es so Ich war für beide wege offen.
00:09:42: Zwei Wochen vorher in Mexiko entschieden, wie rum ich laufe und das sah damals eben so aus.
00:09:48: Als hätte ich relativ wenig Schnee in den Rockies.
00:09:50: im April hat es dann leider nochmal heftig geschneit, sodass sich wirklich der Meter hohen Schnee hatte.
00:09:54: Ich bin Ende Mai bis zu dem... bis zur Hüfte, bis zum Oberkörper dann wirklich im Schnee versunken und das teilweise mit Schneeschuhen.
00:10:03: ja es war Wahnsinn.
00:10:05: Aber genau das macht halt eben auch die Erfahrungen letztendlich aus.
00:10:09: Klingt nach einem riesen Abenteuer eine Expedition im Prinzip.
00:10:14: aber diese Entscheidung ... die zu treffen, wenn derjenige, also der Typ, der den Weg sich ausgedacht hat, entwickelt hat.
00:10:22: Der den mit Sicherheit sehr gut kennt, die Verhältnisse vor Ort.
00:10:25: Wenn er sagt im Alter reinzugehen ist Selbstmord dann trotzdem zur Entscheidung mache ich.
00:10:30: Hat noch nie jemand vorher gemacht in der Richtung?
00:10:34: Wie bist du zu der Entscheidung gekommen?
00:10:36: war die klar für dich, die zu treffen oder hast du da lange dran rumgedockt?
00:10:43: Also, bei mir war's so.
00:10:44: Ich bin jetzt im Jahr den PCT gelaufen in dem Pacific Crest Trail.
00:10:48: Das ging für mich relativ gut.
00:10:50: Ich wollte danach unbedingt weiterlaufen und war dann aber wieder in der Unternehmensberatung und hab da eben auch meine zwei Jahre damit gemacht.
00:10:56: Du merkst aber, irgendwas fehlt mehr.
00:10:58: Ja ich muss hier wieder raus, ich brauche wieder irgendein Abenteuer und wollte dann eigentlich nur den Continental Wide Trail laufen.
00:11:05: Der ist auch knapp fünftausend Kilometer lang ja oder auch einen sicherlichen Abenteuern Durch Zufall einfach von diesem Great Western Loop gehört.
00:11:12: Und dann habe ich eben gesehen, ja das haben nur zwei Leute gemacht und es hat noch keiner gegen die Uhrzeit gemacht.
00:11:17: Dann stellte sich für mich einfach so die Frage, naja warum denn nicht?
00:11:22: Ist das machbar?
00:11:24: Und auch die Frage was macht das mit mir vielleicht?
00:11:28: Ich werde immer wieder von Leuten gefragt wovor bin ich nach meinen Touren weggelaufen?
00:11:34: Das passt überhaupt nicht.
00:11:36: die Frage, weil für mich war es immer... Ich lauchte etwas hin zu einem Abenteuer, zu Lebenslust.
00:11:41: Zu Freude an neuen Dingen ja?
00:11:43: Ich glaube ich find's umfassbar wichtig auch Dinge zu tun, an denen man scheitern kann!
00:11:49: Weil das sind letztendlich die einen Prägen aus denen man lernen kann und habe mich dann einfach weiter mit dieser Idee auseinander gesetzt und wie gesagt eben auch komplett offen geplant in beide Richtungen Satellitenkarten studiert, ich habe recherchiert.
00:12:05: Ich hab mir Kartenmaterial entsprechend eben besorgt und... ...ich bin Projektmanager, ich hab eine riesige Risikoliste erstellt, was könnte wo passieren?
00:12:14: Und mich entsprechend dann auch darauf vorzubereiten!
00:12:18: Und wie gesagt, am Ende war es dann in Mexiko dort.
00:12:21: Zu der Zeit war noch Corona-Zeit.
00:12:24: Es durfte keiner von Deutschland aus direkt in die USA einreisen.
00:12:27: Das heißt, das war gar nicht klar ob ich ins Land komme.
00:12:29: Ich bin nach Mexiko geflogen und habe da zwei Wochen in der Quarantäne verbracht ... ... und bin dann von Mexiko aus in die US eingereist als so das Versuchskaninchen damals für die Community.
00:12:41: Ja, und wir sagten, hab dann relativ spontan entschieden dass ich den Urzeiten sind laufe weil Natürlich hat es einen reiz vielleicht der erste zu sein so was zu machen.
00:12:51: das.
00:12:52: Hat mich auch sehr motiviert muss man ganz klar sagen ja einfach dieses geht das kann man das schaffen was macht das mit mir und inwieweit verändert, mich dass auch letztendlich das war eine spannende.
00:13:03: Ist ja oft gar nicht der der rum so der dann dahinter steht sondern dieses leere blatt noch nicht beschrieben ist.
00:13:11: ich habe auch erzählt nie auf youtube oder instagram irgendwas aufgenommen weil Ich das für mich machen wollte.
00:13:17: Das war eine rein intrinsische Motivation, Erfahrung die ich einfach sammeln wollte.
00:13:22: und klar habe ich einen Blog geschrieben und inzwischen ja auch mein Buch darüber.
00:13:26: aber das war nie der Grund weswegen ich das machen wollte.
00:13:29: es ging mir nie um den Fame sondern wirklich um dieses dieses Erlebnis.
00:13:33: einfach.
00:13:33: Ja ich wusste für mich immer Es kann nicht mein Lebensziel sein irgendwie acht neun zehn zwölf Stunden in der Unternehmensbauten im Büro zu sitzen irgendwelche ...großen Mercher oder so zu begleiten, ja.
00:13:44: Und dann liege ich mit mit achtzig neunzig auf meinem Sterbebett und guck irgendwie zurück und überlegte, was war denn jetzt spannend an meinem Leben?
00:13:51: Ja...und davor hatte ich echt Angst!
00:13:53: Deswegen habe ich gesagt, nee, ich treff jetzt diese Entscheidung und gehe raus.
00:13:59: Das ist insofern für mich ja nochmal krasser gewesen,... ...weil mein erster Versuch ja gnadenlos in die Hose ging.
00:14:05: Ich hab Ende zwei neunzehn meinen Job in der Unternehmensberatung aufgegeben,... ...alle Jobs weg, Wohnungen weg.
00:14:12: Alles was ich hatte, entweder verkauft oder bei meinen Eltern eingelagert.
00:14:16: Bin dann Ende two-neunzehn nach Neuseeland geflogen und bin den Terra Rower gelaufen auf einmal dreitausend Kilometer einfach als Training um mein Körper langsam an diese Belastung ran zu führen weil ich auf dem Great Western Loop eben wegen dieser engen Zeitfenster fünfzig Kilometer am Tag laufen musste.
00:14:34: das war so der Schnitt die nicht halten musste ja und dafür wollte ich entsprechend fit sein.
00:14:39: Ich bin also durch Neuseelang gelaufen, hab da trainiert.
00:14:42: Und bin dann Anfang ... ... am Februar-März in die USA rübergeflogen.
00:14:49: Tausend Kilometer hat tausend Meilen ungefähr gelaufen und zwar genau die Zeit, wo dann Corona kamen.
00:14:54: Ja?
00:14:54: Ich konnte in den Supermärkten mich nicht mehr versorgen.
00:14:57: Die Nationalgarde marschierte da auf und ganz viele von diesen sehr kleinen Orten sagten, ey!
00:15:04: Wir wollen euch Heiker hier nicht haben.
00:15:05: Wir haben Angst, dass ihr dem Virus reintragt.
00:15:08: Naja, dann habe ich eben nach gut tausend Meilen aufgegeben.
00:15:13: Bin zurück nach Deutschland in der Hochzeit von Corona und saß dann wieder in meinem Kinderzimmer ohne Job, ohne irgendeine Perspektive.
00:15:25: Na ja, ganz viel aus meinem Umfeld die vorhin gesagt haben wir sehr völlig bescheuert in der angesehenen Unternehmensbarung diese Karriere aufzugeben.
00:15:32: Und das haste jetzt davon.
00:15:34: Jetzt stehst du vom Nichts.
00:15:38: Für mich eine schwierige Zeit aber auch letztendlich ne sehr prägende Zeit, weil.
00:15:42: Die Leute die denn an dir zweifeln ja das führt dann auch irgendwann dazu dass man sich.
00:15:47: Man sich selber zweifelt sich selber hinterfragt.
00:15:50: Aber ich glaube genau in dieser.
00:15:52: Stillen diese Einsamkeit die ich da hatte lag für mich dann die Antwort auf die Frage wie wichtig ist mir dieser Traum und was bin ich bereit?
00:16:02: Für diesen Traum letztendig zu investieren?
00:16:05: und ich hab dann Nachdem ich einen Monat da irgendwie rumgeheult hatte und auch mal ein bisschen nach Jobs geguckt hatte, entschieden nein.
00:16:12: Ich habe so viel schon investiert für diesen Traum.
00:16:14: Ich geb den jetzt nicht auf!
00:16:16: Ich mach weiter... Und ich musste eben aufgrund dieses engen Zeitfensters ziemlich den neuen Jahr warten bis sie wieder starten konnte.
00:16:21: Ich kann den Great Western Loop im Grunde nur im März-April starten weil ich in den Sommermonaten nicht im Süden entlang laufen kann durch die Wüste.
00:16:30: In den Wintermonaten kann ich nicht an der kanadischen Grenze durch die Rockies laufen Und das ist die Sistenzzeit, wenn sie so eng.
00:16:37: Ja und saß dann eben zu Hause und dachte okay was mache ich jetzt mit diesem Dreivierteljahr?
00:16:41: Und hab dann angefangen, eben Projektmanagementkurs aufzuzeichnen!
00:16:44: Auch da haben mir Leute gesagt du bist doch bescheuert in zehn Stunden Kurs aufzunehmen den ihr für zwanzig Dollar verkauft.
00:16:50: ja aber heute habe ich irgendwie knapp fünfzigtausend online Studenten.
00:16:56: Ich habe mir damit ein nettes passives Nebeneinkommen aufgebaut unglaublich viel gelernt, dass mir eben auch bei meinen späteren Jobs dann wieder weitergeholfen.
00:17:07: Das ist so cool!
00:17:09: Es gibt oder es gab in meinem Studium mal einen Satz sehr an der Tafelstand und er stand einfach nur live is about opportunity recognition and exploitation.
00:17:19: Alles geht im Leben darum um die Chancen zu erkennen und zu nutzen.
00:17:22: Einfach was daraus machen.
00:17:24: Und das hat für mich in dem Moment tatsächlich sehr gut funktioniert.
00:17:27: ... zwanzig, einzwanzig eben wieder gestartet für meinen zweiten Versuch und ... ... war noch besser vorbereitet.
00:17:34: Ich habe einen ... ... Wildnis-Guide-Kurs vorher nochmal gemacht ja... ... und mich eben wirklich noch mal intensiver mit dem Ganzen beschäftigt.
00:17:39: Und dann hat es eben auch geklappt!
00:17:41: Ja das finde ich einen interessanten und wichtigen Punkt,... ... weil ihr ganz oft die Angst oder die Angst dir auch von anderen so reingetragen wird uns davon abhält Dinge zu machen.
00:17:53: Da denkt man, wenn der das sagt, dass ist selbst Wort dann, da mache ich das nicht.
00:17:58: Aber für sich zu schauen, okay, welche Risiken sind da und wie kann ich die reduzieren?
00:18:05: Indem ich meine Fähigkeiten verbessere.
00:18:07: Fitnesskurs, indem ich mich informiere über dies-und das.
00:18:11: Und dann entscheiden habe ich die Risiken so weit runtergebracht, ganz weg wirst du sie nie kriegen.
00:18:16: ... dass ich für mich sagen kann, Okay, ich mache das.
00:18:21: Ich finde es ganz wichtig ja gerade eben zum Beispiel Fernwand oder andere Dinge kriegen wir sehr viel input von außen und das eben häufig wichtig einfach noch mal wirklich analytisch und sehr genau zu schauen, was steckt da letztendlich hinter?
00:18:36: wird es einfach nur aufgebaut.
00:18:38: Was sind die wirklichen Gefahren?
00:18:39: Und was sind eben auch meine persönlichen Skills und Erfahrungen?
00:18:43: Ja, was bedeutet dieses Risiko für mich?
00:18:45: zum Beispiel gerade bei den Fernwandern?
00:18:47: auf dem PCT sagen ganz ganz viele Leute du sollst nicht vor Mai oder vor Juni in die berge hineingehen weil dann einfach noch zuviel Schnee liegt gehe ich aber zu spät in die Berge oder zum falschen Zeitpunkt.
00:18:58: Kann es sein, dass sich genau an der Schneeschmelze durch die berge gehe und dann der Schnee von den Bergen verschmilzt?
00:19:03: Aber ich eben massive Probleme bei Flussdurchquerung habe.
00:19:06: Und da ist eben einfach die Frage womit fühle ich mich letztendlich ein Stück sicherer und womit komme ich besser klar.
00:19:13: Ich bin ein großer Legner davon was man häufig auch bei uns in den Foren sieht von so pauschalen Antworten.
00:19:19: Häufig gibt's eben so wirklich allgemeine Weisheiten die aber dann nicht auf die aktuelle Situation treffen.
00:19:26: Und ich finde es immer extrem wichtig, sich denn auch vor Ort belastbare Informationen zu holen und... Ich hab in meinem Vorträgen so ein schönes Bild von einem Fluss der Beavis River Crete in der Nähe von Sonora, das ist eine kleine Stadt.
00:19:41: In zwanzig-zwanzig geh ich da durch, ja?
00:19:45: Hatte vorher einen Wintersturm, reißender Fluss, ja!
00:19:48: Ich musste fast durchschwimmen.
00:19:51: Zwanzig, einzwanziger war ich im Grunde zur exakt gleichen Zeit, da auch zweite dritte Aprilwoche nicht eintropfen Wasser auf dreißig Kilometern.
00:20:00: Und ich muss also und das ist eben das Entscheidende auch bei dem Great Western Loop gewesen vor Ort immer wieder Antworten auf die Herausforderung finden.
00:20:08: Ich kann nicht alles im Vorfeld planen.
00:20:11: Das will ich den Leuten draußen immer mitgeben wenn sie so eine Fernwanderung vielleicht angehen wollen oder egal was es ist ja Unsicherheit oder vielleicht einem gewissen Risiko verbunden ist.
00:20:23: Du musst heute nicht auf jede Frage eine Antwort haben, du musst nur wissen warum du diesen Gehen willst und warum es sich für dich richtig anfühlt.
00:20:33: Daraus entwickelt sich ein Energie um.
00:20:35: mit dieser Energie kannst du antworten auf die ganzen Probleme Fragen und sonst irgendwas finden ja?
00:20:40: Und Es ist okay mit dieser Unsicherheiten ein Stück weit zu leben.
00:20:43: Ja das gehört einfach dazu.
00:20:46: Das ist glaube ich ganz ganz wichtig.
00:20:48: einfach weil sonst für das jetzt nicht dazu, dass sie uns einfach nur zu Hause verstecken und langweilig werden.
00:20:56: Ja oder dann immer nur weit in der Zukunft leben und alles voraussehen wollen.
00:21:00: Das finde ich eine schöne Parallele zu dem wie im Prinzip Evolution ja in der Natur funktioniert.
00:21:08: ein kluger Evolutionsbiologe hat man gesagt Natur guckt nie in die Zukunft Kann sie nicht.
00:21:15: Da geht es immer nur darum, wie passt du dich an die aktuellen Gegebenheiten an?
00:21:22: Und so entwickelst du dich weiter, aber du kannst ja nicht als den Baum dich darauf einstellen, wie's in fünf Jahren sein wird und immer nur auf das, wie es aktuell ist um die Umstände.
00:21:32: Das ist eben auch der Schöne gerade bei Fernwandern oder was wir immer daraus machen, dieses im Moment Leben.
00:21:42: Alles andere sind plötzlich völlig irrevalent, das einzige was zählt ist im Grunde die nächste Wasserquelle.
00:21:47: Wo krieg ich etwas zu essen?
00:21:49: Wo kriege ich was zu trinken?
00:21:50: und da strukturiert mein Tag und diese runterbrechen auf dieses absolut wesentliche.
00:21:56: Ist eine ganz spannende Erfahrung glaube ich auch in der heutigen Zeit wo alles immer schneller gehen muss ja wo wir irgendwie den nächsten Leit hinterherrennen oder ähnlichen Sachen dieses wirklich mal runterkommen mit Ja, auch vielleicht Minimalismus mit wenigen Sachen auf dem Rücken einfach zu leben.
00:22:13: Es ist unglaublich befreiend.
00:22:15: und gerade jetzt auch bei mir nach dem Trail... Ich habe meinen Fernseher irgendwie verkauft, inzwischen bin ich Vater geworden, jetzt haben wir wieder einen aber ich brauchte ganz viele Sachen für mich einfach nicht mehr.
00:22:27: die hatten einfach wirklich an Wert dann verloren Und ich war vielmehr bei mir selbst dann auch und das war eine schöne Erfahrung.
00:22:36: trotzdem stelle ich mir vor, dass auch ein Stück weit eine Gradwanderung dann ja ist.
00:22:40: Einerseits die es im Moment leben andererseits ja dann doch den Druck im Nacken haben ey!
00:22:44: Ich muss da hin und wenn ich jetzt nur erneute denke, dann verliere ich möglicherweise den Fokus und schaffst du nicht mehr rechtzeitig eben dort in die Berge rein?
00:22:56: Hast Du da auch in irgendeiner Form so für Dich so einen... ich weiß nicht sagen Zerrissen halt gefühlt aber diese Gradwanderung, wenn wir bei dem Bild bleiben bewältigt für dich.
00:23:09: Wo ging es da rechts runter mal und links runter?
00:23:11: Und wie hast du die Balance gehalten?
00:23:14: In der Hinsicht tatsächlich weniger weil ich von der Art, wie ich laufe generell jemand bin, der ist ganze sehr sportlich mag.
00:23:23: Ich will das überhaupt nicht bewerten.
00:23:24: ja auch gerade eben die fünfzig Kilometer die ich angesprochen habe.
00:23:28: Fernwanderungen Bedeuten nicht, dass du irgendwie fünfzig Kilometer laufen musst.
00:23:32: Du kannst auch gerne deine zehn zwölf dreizehn laufen.
00:23:35: Du kannst gerne um vier Uhr dein Zelt aufbauen und das lesen alles cool hauptsache du hast Spaß da draußen kommst dir sicher sicher wieder zurück nach Hause.
00:23:43: das ist mir ganz wichtig.
00:23:44: aber ich bin persönlich jemand.
00:23:46: Ich mag das früh aufzustehen Kilometer zu machen weil ich einfach mich spüre mein körper spür ja ich habe diese unglaubliche neu die wenn ich einen berg hochlaufen was was ist dahinter?
00:23:57: was sehe ich da?
00:23:58: Und Das ist total absurd bei mir.
00:24:01: Je besser es mir da draußen geht, desto schneller lauf ich.
00:24:04: Ich fang teilweise an zu joggen weil ich so vor Energie strotze, vor Lebenslust einfach, dass diese Energie einfach raus muss.
00:24:11: und deswegen hatte ich was dieser Meilen angeht oder was diesen Druck angeht nicht so viel Trouble.
00:24:19: Ich hatte ein riesiges Problem als ich... Rund hundertsechzig Tage unterwegs war und für acht tausend Kilometer laufen.
00:24:28: Ich war inzwischen auf dem PCT kam von Norden Und habe dann in Washington, Oregon zum ersten mal gehört dass es in Kalifornien Waldschließung gibt wegen Waldbrinden.
00:24:41: So die Intensivierten sich es wurden immer mehr und als ich dann nach Ersland, Oregon kam also wirklich unmittelbar vor der Grenze nach Kalifornin Hießes Komplett Kalifornien.
00:24:53: alle Wälder sind vom National Forest Service geschlossen.
00:24:57: Und ich saß da, acht Tausend Kilometer laufen hundertsechzigtaut und gewesen.
00:25:03: Ich habe auf dem Trailer heult weil ich dachte jetzt ist meine Tour vorbei ja?
00:25:07: Und dann dieses Gefühl lauf ich weiter flieh dich nach Hause.
00:25:11: was mache ich?
00:25:12: wie die zweiter Ganz viele andere Through Hiker kennengelernt, die inzwischen schon aufgegeben hatten weil es einfach überall brannte.
00:25:18: Zu der Zeit brannten mehr als hundert Feuer in den USA.
00:25:21: Ich bin teilweise... ...fünfzig Kilometer Vierneibtausend Höhenmeter am Tag mit einer FFP zwei Maske gelaufen Weil der Rauch so stark war.
00:25:28: Ja das war nicht mehr schön.
00:25:30: Naja dann machten ihm all diese Wälder dicht und ich saß da und sagte mir ne also werde nicht durch diese Schließung laufen, weil ich irgendwo auch ein Vorbild sein will.
00:25:39: Ich will nicht meine Tour nachher dann irgendwie veröffentlichen und dann heißt es ja, der ist ignorant wie er ist irgendwie durch Waldschließungen laufen, da hab' ich immer gesagt, ich will nicht dass die Feuerwehr mich daraus holt während das Haus von einem Amerikaner abbrennt.
00:25:52: Da habe ich gesagt sorry, das ist mein Ego-Trip nicht wert!
00:25:55: Das kann ich nicht machen.
00:25:57: Dann habe ich mich fünf, sechs Tage in Ashland eingeschlossen.
00:26:01: im Hotel konnte die Berge im Hintergrund nicht sehen, weil es so rauchig war.
00:26:05: Und hab dann aber gesehen das ist ein Mini-Trail direkt an der Küste entlang gab... ...der unter einer anderen Behörde verwaltet wurde und nicht geschlossen war.
00:26:14: Den bin ich gelaufen, das waren einen Umweg von sechshundert Kilometern.
00:26:18: Ich bin zwar durch den Ozean gelaufen.
00:26:19: Kein Witz, ja!
00:26:20: Ich hatte irgendwie so einen Meter Platz zwischen Steinküste und Ozeaan und bin dann da lang.
00:26:26: Aber das war halt dieser unbedingte Wille einfach weiterzumachen.
00:26:31: Traum nicht aufzugeben.
00:26:32: und was ich für mich dabei so ein bisschen gelernt habe ist eben, dass es völlig okay ist hin und wieder mal einfach Kompromisse einzugehen.
00:26:39: Ja das ist wichtig ist aber an dem großen Ganzen letztendlich festzuhalten.
00:26:43: ja und wenn man dann links und rechts hier vielleicht eben nicht alles perfekt ist sei es drum, aber muss eben nicht sofort die Flinte ins Crown schmeißen wenn mal irgendwas nicht nach Plan läuft.
00:26:53: Es gibt immer einen Weg Es irgendwie schafft sich diesen einen Funken Hoffnung bewahren und bereit ist.
00:27:00: Das gibt so ein schönes Zitat, das habe ich auch im Buch, dass eben Hoffnung ist nicht diese naive Traum von einem YouTuber der irgendeinen Video veröffentlicht und dann meint er geht über Nacht berühmt ja sondern es ist viel mehr dieser feste Glaube daran, dass uns irgendwas besseres in der Zukunft erwartet wenn wir selber bereit sind dafür hart zu arbeiten danach zu greifen und wirklich dafür kämpfen.
00:27:25: Das ist so das, was ich auch von dieser Tour für mich mitnehme.
00:27:28: Ich habe keine Ahnung, was morgen oder übermorgen auf mich herausfordern warten aber ich hab so viele unterschiedliche Situationen einfach erlebt und immer eine Antwort gefunden dass ich glaube ja lass es kommen.
00:27:39: irgendwie werden meine Anforder finden und das is ein viel geileres Gefühl was ich aus diesem Train mitnehbe als jeder Vortrag oder alles andere was sich irgendwie halten könnte Diese innere Ruhe, die ich daraus mitnehme.
00:27:54: Das ist schön und unglaublich bereichernd!
00:27:58: Wenn du jetzt auf so einer Fernwanderung unterwegs bist... ...dann gibt es ja vermutlich verschiedene Phasen.
00:28:04: Am Anfang gehst du rein bis du euphorisiert.
00:28:08: Ich würde wahrscheinlich immer wieder auch das Setz teilweise schon beschrieben dieser Traum ziehen.
00:28:13: Ich will das zu Ende machen.
00:28:17: Es
00:28:17: kommen mit Sicherheit aber auch immer wieder Tage an denen du dich fragst warum mache ich das hier?
00:28:23: Ich vermute, dass du verschiedene Antworten auf diese Frage findest.
00:28:27: Je nachdem wie weit du schon gelaufen bist bei elf tausend Kilometern trägt dich ja wahrscheinlich nicht nur dieses.
00:28:34: ich will da ans Ende kommen.
00:28:36: das funktioniert vielleicht bei weiße nicht bei hundert Kilometer bei bei fünfhundert bei tausende wahrscheinlich noch bei dreitausend aber bei elftausend.
00:28:43: stelle mir vor kommst du auch an andere Punkte, wo du wirklich sagst, das kann jetzt nicht der einzige Grund sein warum ich es mache und du findest vielleicht verschiedene Antworten auch auf diese Frage.
00:28:54: Warum?
00:28:55: Ja,
00:28:56: aber ich glaube dass das entscheidende oder was was ich immer versucht habe zu machen ist Ich hab's nie als elf tausend Kilometer betrachtet.
00:29:03: Ich hab's immer für mich, ich bin ja Projektmanager.
00:29:06: Ich habe in Meilenstein gedacht.
00:29:07: Ich hab mir die erste Etappe bis zu den Rocky Mountains überlegt.
00:29:12: Bis dahin wollte ich kommen!
00:29:14: Das war das erste Ettappenziel.
00:29:15: Wenn ich das schaffe, dann hab' ich schon eines geschafft.
00:29:18: Dann war das nächste eben, die Rocky Mountains dadurch zu kommen und da wusste ich okay jetzt hab ich eine größte Herausforderung gemacht, ja jetzt krieg ich den Rest irgendwie auch noch hin... tatsächlich eher so an die nächste Stadt denken, an den nächsten Etappe denken.
00:29:31: Das hat mich immer unglaublich motiviert einfach da wieder anzukommen.
00:29:34: was sehe ich da?
00:29:34: Da gibt es etwas zu essen.
00:29:35: ja das beflügelt ein und natürlich ist es auch so dass es einfach ganz viele furchtbar langweilige Momente draußen gibt hunderte Kilometer Straße gehabt.
00:29:47: Als ich eben gerade diesen Umweg laufen musste wegen dem Waldbrennen, bin ich sechs Kilometer der Straße gelaufen.
00:29:52: Quer fällt ein durch Kalifornien durch und bin von der Polizei aufgegriffen und verhaftet worden.
00:29:57: Warum?
00:29:58: Weil falsche ... falsche Ort, falsche Zeit.
00:30:01: Ja, ich
00:30:01: bin straßig gelaufen, hatte mir innerhalb von zwei Tagen diese Route zusammengezimmert.
00:30:06: Ich bin den Riesenumweg über diesen Trail gelaufen die nicht vom National Forest Service verwaltet wurde Und hatte darauf spekuliert, dass die Amerikaner nach dem Labor Day die Wälder wieder öffnen.
00:30:18: Weil sie einfach nicht wollten, dass Leute zum Labor Day draußen grillen und noch mehr Waldbrennen entstehen.
00:30:23: Das war dann auch so.
00:30:24: Dann war ich in Fort Bragg an der Küste.
00:30:27: Die Wälden machten wieder auf.
00:30:28: Ich hab mir den Inhalt von zwei Tagen eine Route direkt zurück in die Berge gesucht.
00:30:32: Meine Prämisse war ja ... Ich lauf jeden Meter.
00:30:35: Ja, ich fahre jetzt nicht zwischendurch mit einem Bus oder irgendwas, sondern ich laufe.
00:30:40: Der direkteste Weg war halt eben... Sechzehundert Kilometer Straße mitten durch Sacramento.
00:30:46: Dann war ich irgendwann abends auf einem Gelände, auf einem Feld und habe mich da so mit in einen Straßengraben reingelegt im Zelt und offensichtlich gehörte das noch zu einem Farmer dar, die irgendwie Marijuana da angebaut haben.
00:31:01: der kam auch abends mit seinem ATV vorbei hat mich mal angeschaut.
00:31:05: Ich hab dann noch nett gewunken, dann war er irgendwann weg.
00:31:07: und dann war es immer so um neun oder zehn Uhr, ich lag schon schlafen im Zeld das drei scheinwerfer auf mein zelt gerichtet waren.
00:31:14: und plötzlich ist nur so, get out of your tent and show me her hands.
00:31:18: Und ich völlig erstarrte, was ist jetzt hier los?
00:31:22: Na dann stand da halt eben Streifenwagen direkt vor meinem Zelt und die haben eben diese typischen Scheinwerfe, die sie noch so ausrichten können am Auto... ...und ich hab dann wirklich die Hände aus meinem Zeld rausgehalten, der Typ wusste auch nicht ne, habe ich eine Kanone dabei oder ähnliches?
00:31:35: Ja und bin dann daraus dem Polizisten erst mal versucht zu erklären, was ich denn hier tue.
00:31:40: Und ich sah halt zu der Zeit echt abgewrackt aus.
00:31:42: Ich war irgendwie ... Hundertneinzig Tage oder zweieinhalb Tage unterwegs gewesen.
00:31:47: Er sah aus wie ein zerreßender Klamotten, ewig langer Bart.
00:31:51: Ja, ich hab gestunken wie ein Ältes und er dachte halt auch irgendwie, ich keine Ahnung, bin da irgendwie ein Wagerbund oder sonst irgendwas?
00:31:57: Dann habe ich noch einmal versucht meinen Pass zu zeigen, mein Telefon ja, die ganzen Bilder, die ich gemacht habe.
00:32:01: Die lagen halt in meinem Zelt!
00:32:03: Und er wusste ja nicht, was liegt in meinem zelt.
00:32:06: Dann hat sich das nach völligen Stunden aufgeklärt, da war ich dann Platzverweis gekriegt und musste bei ihm einsteigen.
00:32:14: Er hat mich weiter weggefahren.
00:32:16: Er ist schon abgefahren, dann sitzt er in diesem Polizeiauto und der hat alles mit Waffen voll.
00:32:20: Der schrotflinte Sturmgewehrpistole.
00:32:23: So bin ich hier.
00:32:26: Der hat auch nicht verstanden was ich mache.
00:32:29: Ich konnte das überhaupt nicht nachvollziehen und dachte, ich bin völlig durchgeknallt.
00:32:33: Ich hab ja generell meine Erfahrungen mit den amerikanischen Behörden.
00:32:36: Auch bei der Einreise war ich am Schalter so ehrlich, dass ich den Leuten erzählt habe was ich mache und da haben sie mich dann auch direkt in dieser Secondary diese Intensivbefragung gesteckt wurde wirklich ausgeheucht wirst und über alles dann Auskumpter teilen muss wo deine Finanzen durchleuchtet werden usw.
00:32:53: Aber wie gesagt bin immer wieder rausgekommen.
00:32:56: Und das so kam mir drauf auf die Strecke nochmal an der Straße entlang waren dann Die Phase muss auch so langweilig war, das sagst du.
00:33:05: Und wo dann die Antwort auf das warum möglicherweise ein bisschen anders ausfällt oder du eine gute Antwort brauchst ne?
00:33:11: Oder war es da dann eher dieses ich zieh's halt einfach
00:33:14: nicht genau an der teilweise... Ich glaube das ist mal so hast du doch mal durchschrecken und da musst du auch den Kopf einfach mal ausmachen und einfach durchziehen.
00:33:20: ja auch wenn es Reden kalt sind.
00:33:23: meistens irgendwie im Kopfhörer ins Ohr geballert.
00:33:26: Oder was ich wirklich abends brauchte, war dann einfach meine Folgen Netflix im Zelt.
00:33:30: Das könnte sich viel auch nicht vorstellen weil du bist da draußen in der Natur und willst dir eine Natur erleben und so was.
00:33:35: Und ich brauche dann auch echt mal normale Sachen um den Bezug dazu nicht zu verlieren.
00:33:41: aber wenn es wirklich hart wurde habe ich mir immer überlegt naja... Was werden jetzt die Alternative?
00:33:47: Für mich war klar die Alternativen wäre wahrscheinlich jetzt in zehn Stunden Tag im Büro.
00:33:52: Dann dachte ich mir so ne, ja nee.
00:33:53: Alter, dann laufe hier halt weiter durch den Schnee.
00:33:55: Ja das funktioniert schon und das ist schon okay.
00:33:59: Ich meine du hast so viele tolle Momente.
00:34:02: So viele Menschen auch die da draußen helfen.
00:34:06: In Grants auch so eine völlig abgerockte Stadt.
00:34:08: Du kommst da rein, überall fliegt irgendwie Papier durch die Luft, Schaufenster sind verbarrikadiert, Müll kaputte Autos, kaputten Fensterscheiben und ich hab dann einen amerikanischen Freund getroffen mit dem wir nicht zu acht sind schon gelaufen, hatten abends noch ein Bierchen enttunken.
00:34:25: Ich lauf am nächsten Tag weiter, lauf durch die Stadt und sehe an einer Tankstelle ein Obdachlosen-Sitz.
00:34:32: Kein Bucket angesprochen zu werden.
00:34:33: Ich will hier meinen Stiefel laufen, ich will wieder raus in die Berge, will zum Mount Taylor hoch pack also meine Kopfhörer rein, komme ihm immer näher bin dann auf seiner Höhe und er spricht mich natürlich an.
00:34:45: Und ich krieg gar nicht so richtig mit was er sagt ja und murmeln nur irgendwie so am Feind und lauf halt einfach weiter.
00:34:53: Dann bin ich kurz an ihm vorbei und dann macht es bei mir so klicke da habe ich so verstanden was er zu mir gesagt hat Are you hungry?
00:35:04: I got two sandwiches and i know how it feels to be hungry.
00:35:08: Also er hatte gerade irgendwie aus der Tankstelle da zwei Sandwiches gekriegt und weil ich eben auch kein bisschen besser aussah als er, hat er der arme Schlucker mir eins von seinen zweien Sandwichs angeboten.
00:35:22: Das war für mich ein super krasser Moment.
00:35:25: Don't judge a bootbald's cover.
00:35:27: Da draußen sind So viele gute Leute, denen man es oft nicht ansieht.
00:35:32: Und das war nie irgendein Typ in Nadelstreifen der mir geholfen hat.
00:35:34: Es waren immer einfache Leute die mir mal einen angebissenen Apfel, mal eine Cola Dose oder ähnliches aus dem Auto gereicht haben oder eben so ein Obdachloser den mit mir irgendwie Sachen teilen wollte und das hat mir in ganz vielen auch schwierigen Momenten immer wieder enorm viel Kraft gegeben.
00:35:49: Du hast einen schlechten Tag, es kommt jemand um die Ecke und sagt hey toll was du da machst ja halt durch
00:35:54: oder
00:35:55: du sitzt im Restaurant Siehst aus wie der letzte Hund und das spricht dich jemand an, was du so machst bezahlt dein Essen für dich.
00:36:05: Du hast unglaublich tolle Begegnungen da draußen die wirklich ein bisschen den Glauben an die Menschheit wieder herstellen können.
00:36:12: ja dass es ist wunderschön und allein dafür lohnt sich schon einfach mal raus zu gehen
00:36:16: Definitiv.
00:36:18: Gerade diesen Moment, den du beschrieben hast, wo ich mir vorstellen kann, dass das beschämend ist.
00:36:24: Dieses Gefühl, also kann ich total gut nachvollziehen, weil ich es auch ähnlich schon erlebt habe in einer Situation, bei der man mit dem Stand Up Paddleboard durch Deutschland eines frühen Morgens auch so ein Typ auftauchte am Ende der Straße und ich dachte, oh nee, er sieht irgendwie nicht... Nicht so einladend aus.
00:36:43: Ich sehe mal zu, dass ich mich von dem Weg bewege und dann kam er aber immer näher und dann bin ich nachher fast gelaufen damit ich mit dem Bord wieder aus Wasser komme und dann schnell weg.
00:36:55: Da konnte ich der Situation um ihn nicht mehr ausweichen und wir kamen ins Gespräch.
00:37:00: da hatte auch noch Alkohol gerochen und so also voll tätowiert.
00:37:04: Der war dann total interessiert an dem, was ich da mach.
00:37:08: Und ja ... Was machst du hier?
00:37:09: Wo willst du hin und kann ich dir helfen, Bord ins Wasser zu
00:37:12: bringen?".
00:37:13: Es war die nette Begegnung.
00:37:15: Ich hab mich so geschämt danach.
00:37:16: Ja,
00:37:17: ich find's wichtig, dass man halt offen bleibt.
00:37:21: Dass man sich nicht zu sehr von den Ängsten leitet ist.
00:37:23: Ängste sind gut und wichtig!
00:37:25: Sie lassen uns vorsichtig sein.
00:37:26: Sie helfen mir auch dabei, Sachen zu planen, in Risiken abzuschätzen.
00:37:32: Aber... Wenn wir das eben zu weit treiben, dann führt es genau dazu dass wir uns letztendlich in einem goldenen käfig einschließen und ich glaube das wäre halt das absolut schlimmste was passieren können.
00:37:45: Ich habe da draußen
00:37:47: genau das was du sagst.
00:37:48: ich hab gerade jetzt am wochenende auch noch mal so mitbekommen über bekannte was da teilweise für ängste so sind je nachdem wie du so auf die welt blickst und wie du sie erfährst und erlebst.
00:38:03: wenn du nur.
00:38:04: Auf das guckst was du so erfährste aus den medien aus dem nachrichten aus social media und so weiter, dann kannst du ja auch wenn du das willst schnell sehr ängstlich werden und am liebsten gar nicht mehr vor die tür gehen weil alles gefährlich ist.
00:38:21: aber meine erfahrung ist auch wenn man wirklich da draußen bist dann ist die welt gar nicht so böse wie sie scheint durch die Medien.
00:38:30: Natürlich wissen wir beide, dass es auch das Böse gibt da draußen.
00:38:35: aber grundsätzlich mal sind die allermeisten Menschen eigentlich dir vorgesucht?
00:38:40: Ja also... Wir machen jetzt in Wiesbaden auch wieder die Fernwandertage wo wir... Ich und Cedrit, wir sind die beiden Gründer davon!
00:38:48: Wir sind die letzten Jahre immer wieder für ein Globetrotter unterwegs gewesen haben.
00:38:52: Deutschlandweit so einen kleinen Workshop angeboten, Fernwandern leicht gemacht, hier ist der wo wir einfach mit Leuten zu sprech kommen sind, haben gesagt du na so kann man das ganze angehen.
00:39:02: Haben Ausfassungen vorgestellt aber wir haben eben auch viel über Sorgen und Ängste geredet.
00:39:06: Und wir haben jetzt eben diese Fernwanderer Tage gegründet und haben da auch immer einen Wortschub-Stott drin, wo wir sowas bewusst adressieren dass wir vor allem Sorgen, Ängsten, Zweifel und Risiken einfach versuchen einzuordnen.
00:39:15: Wir sagen nicht es gibt keine Risiken oder dieses ist nicht gefährlich aber wir versuchen eben den realistischen Blick drauf zu werfen.
00:39:25: Was kann ich denn tun, um mit bestimmten Ängsten umzugehen?
00:39:28: Es gibt immer wieder Leute die fragen, hast du einen Gewehr dabei gehabt wegen Bären oder Ähnlichem.
00:39:34: Völlig absurde Vorstellung!
00:39:36: Die meisten Berne.
00:39:37: Ich habe fast alle Wunderschönen, das sind unglaublich tolle Tiere.
00:39:43: natürlich kann der super gefährlich sein man muss eben wissen wie man sich entsprechend verhält.
00:39:48: aber ich glaube dass hilft letztendlich auch So was einfach mal anzugehen, dass man mit ihm auch sprechen kann.
00:39:56: Der weiß wie man sich in so eine Situation verhält oder vielleicht auch ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
00:40:00: und wir haben jetzt auf den fernwander tagen auch einen part geplant.
00:40:05: Wo wir bewusst über das thema auch zu bettige planen und auszuhalten sprechen wie red ich auch zum beispiel meinem arbeitgeber überhaupt ein erstes schritt mal dahin zu machen.
00:40:12: ja weil viele denken sich auch Kann ich das jetzt tun?
00:40:15: Kann ich meinen Job aufgeben, kann ich mein Karriere aufgeben.
00:40:17: Was ist wenn ich danach zurückkomme?
00:40:19: Ja, finde ich wieder einen Job, find' ich wieder ins Leben zurück und... Das sind ganz viele Fragen, Sorgen, Ängste die absolut berechtigt sind und Leute letztendlich davon abhalten ihren vielleicht lange gehickten Traum zu leben!
00:40:32: Und wir versuchen da zumindest eine gewisse Hilfestellung zu geben um ja dann vielleicht eben doch diesen einen Schritt zu machen.
00:40:39: Total wichtiger Punkt finde ich.
00:40:41: also ich versuche auch hier im Podcast immer Was bedeutet das für die Menschen, die zuhören?
00:40:49: Die Geschichten, über die wir sprechen.
00:40:53: Dass sie nicht nur so ein Traum bleiben, dass sich Leute zurücklehnen können und sich die Geschichten anhören können.
00:41:01: Das ist unterhaltsam aber da schwingt immer mit, werde ich nie machen.
00:41:06: Weil kann ich mir finanziell nicht leisten von mir in Situationen geht nicht oder zu viel Angst.
00:41:12: also wie Ja wie ist es möglich und das finde ich immer ganz besonders interessant.
00:41:17: Du hast es teilweise auch schon erzählt, wie du es gemacht hast dann auch finanziell wobei da ging's ja eher darum wie überbrückst du jetzt diese Zeit?
00:41:24: aber auch das ja ein Zeichen dafür welche Möglichkeiten gibt es noch neben der Festanstellung?
00:41:31: Und wie kann ich jetzt mit dem was ich habe da wo ich bin in meiner Situation einen nächsten Schritt tun um dem näher zu kommen?
00:41:37: Ich glaube dass wichtigste ist immer eine bewusste Entscheidung zu treffen und das kann jeder jetzt und heute tun.
00:41:42: Ich kann jetzt entscheiden, ich laufe dem PCT.
00:41:46: Das heißt nicht dass ich nächstes Jahr lauffe, das heißt nicht, dass ich ein übern letztes Jahr laufe aber... Die Entscheidung kann ich jetzt treffen, auch wenn ich viele Sorgen zweifel Ängste fragen oder was habe.
00:41:55: Ich kann mich ganz bewusst dafür entscheiden und mich dann eben Stück für Stück damit auseinandersetzen.
00:41:59: Ich glaube das ist wichtig einfach mal für sich bewusst machen ja ich möchte das tun und ja ich werde das tun!
00:42:05: Und von da an kann man konkret in die Planung gehen.
00:42:08: Das war es mit dem Great Western Loop so.
00:42:11: Ich hab ganz bewusst entschieden ich will das machen.
00:42:13: Punkt aus für alles andere finde ich Antworten.
00:42:18: Von da an war sozusagen der Stein ins Rollen gebracht und alles weitere hat sich gefunden.
00:42:23: Und ich glaube, dass für die Allermeister draußen wird es sich finden!
00:42:26: Du wirst Antworten finden, du wirst leichte Sinte finden, die ähnliche Sorgen haben... Es gibt unglaublich viele Informationen im Internet, ja?
00:42:33: Wir haben unser PCT vor uns.
00:42:35: zum Beispiel, wenn jemand den Pacific Trust Trail laufen will, wir haben die Fernwandertage oder was auch immer ist.
00:42:40: Das muss ja nicht um Fernwandern gehen, das kann auch um ganz andere Sachen sein.
00:42:43: Ich glaube, es wichtig ist wirklich Die Entscheidung zu treffen.
00:42:46: ich mache das jetzt und nicht dieses Tag.
00:42:47: Trommerei, dass man es immer weiter in die Ferne schiebt.
00:42:50: Und wir hatten im Vorgespräche ganz tot gesprochen über diesen Artikel von Tim Wu The Tyranny of Convenience.
00:42:57: alles gibt etwas.
00:42:58: das ist dieser Artikel.
00:42:59: den hat er im Grunde beschreibt was mit uns passiert, wenn wir Sachen immer wieder aufschieben.
00:43:06: Diese Tyranei der Befehmlichkeit dass wir wirklich an Freiheit und Individualität, ein Lebenssinn auch verlieren ja?
00:43:15: Weil wir werden sich nur noch vor Netflix und der Couch gesitzen.
00:43:19: Und einfach nur noch das von Träumen was wir alles machen würden und irgendwann ist der Zug abgefahren.
00:43:24: Irgendwann ist es vorbei und wir haben nicht mehr die Möglichkeit dazu.
00:43:27: Das ist glaube ich total schade einfach weil Auch zum Beispiel ein Pacific Trust Trade.
00:43:34: Sieht von hier unglaublich kompliziert aus, ja?
00:43:37: Aber ich hab viertausend Kilometer!
00:43:38: Wie soll ich den viertauend Kilometern
00:43:39: laufen?!
00:43:40: Aber nein... Du kannst Etappe für Etape laufen und es sagt auch niemand dass du diese kompletten Viertausende Kilometer durchlaufen willst.
00:43:48: wenn du nach dreieinhalb Kilometer sagst hey das ist es nicht Ja Dann lass es dann fahr nach Hause Und du wirst irgendwas anderes finden.
00:43:57: aber du hast es versucht Du bist in Weg einmal gegangen.
00:44:02: Ich glaube auch, dass das habe ich für mich ganz klar eben zwanzigzwanzig gelernt.
00:44:06: Auch ein Scheitern kann enorm wertvoll sein.
00:44:09: Ja?
00:44:10: Auch daraus kann man neue Sachen wieder lernen!
00:44:12: Auch wenn ich jetzt nicht nochmal den Great Western Loop gestartet hätte, hätte ich glaub ich viel aus dieser Zeit raus und zumindest wäre ich mir selber toll geblieben.
00:44:20: ja weil ich eben einmal diesen Versuch zu starten bin Und... Für mich ist es so auch zum Beispiel mit den Fernwandertagen viel lieber neue Projekte und Risiken ein, ja auch mit der Gefahr dass sie scheitern als er sich nie eben versucht
00:44:35: hätte.
00:44:36: Und ich glaube das ist ganz wichtig.
00:44:39: einfach Dinge machen von denen man selber überzeugt ist.
00:44:43: Wenn man dafür brennt wenn man eine Leidenschaft dafür hat dann findet man auch weder sie gut umzusetzen.
00:44:50: Ich glaube, das ist einfach in uns drin.
00:44:52: Man kann unglaublich viel Energie entwickeln.
00:44:55: Man muss sich aber mal in die Situation bringen, dass man eben auch ein bisschen gefordert wird und dass man wirklich dafür kämpfen muss.
00:45:02: Das ist ein schönes Gefühl!
00:45:04: Die Fernwohner-Tage hast du angesprochen?
00:45:06: Eine Veranstaltung, die letztes Jahr zum ersten Mal stattgefunden hat, dieses Jahr zum zweiten Mal... Sind die für dich einen Weg...?
00:45:15: Weil das ist auch was, worüber ich mit dir sprechen möchte.
00:45:17: Du bist jetzt wieder da!
00:45:20: Also die Zeit ist vorbei, die du da unterwegs warst auf dem Great Western Loop.
00:45:26: Du bis wieder im Anführungszeichen im Alltag hier in Hamburg zurück in Deutschland.
00:45:32: Hier ist ja vermutlich erst mal ein Loch, in das man dann fällt wenn dieses große Abenteuer vorbei ist.
00:45:41: Wie bist du in dieses Loch reingefallen, wie bist du wieder rausgekommen?
00:45:45: Wie sah es da aus in diesem Loch und was hatte ich daraus geholt.
00:45:48: Ja das war ein krasses Loch.
00:45:51: alles war definitiv das größte Loch was ich natürlich je erlebt habe aber auch das war wederum etwas was ich wusste.
00:46:00: Ich wusste dieses loch würde kommen.
00:46:01: ja ich hätte dass zwei achtzehn nach dem PCT schon so ein bisschen erlebt.
00:46:05: Und wir fern mal nennen das Post Trail Depression.
00:46:08: Es hat einfach mit körperlichen Stoffwechsel Funktionen zu tun, Adrenalin geht runter.
00:46:13: Du bist wieder im Alltag und bei mir war es so... Ich war keine zwei Wochen in Deutschland, da war ich schon wieder in einem Unternehmensbaratungsjob.
00:46:21: Saß also wieder meine acht Stunden hinter dem Computer.
00:46:24: Und ... Es fehlt einfach die Bewegung ja?
00:46:28: Das macht allein schon körperlich enorm viel für dir mit dir!
00:46:32: Für mich war's viel zu früh.
00:46:34: Ich hatte den Trail noch überhaupt nicht verarbeitet.
00:46:37: dazu kam dann auch eine Kleine Liebesgeschichte in den USA, die nicht so ganz funktioniert hat.
00:46:42: Die eine ganz lange Historie hat, die bis nach Jahrzehntausendzehn in die US nach Noseeland zurückreicht.
00:46:51: Es ging fürchterlich schief und das Loch, an das ich gefallen bin hätte, nicht tiefer sein können.
00:46:56: Und was mir da ausläuft, war tatsächlich mein Buch.
00:47:01: Ich musste mich ganz bewusst mit diesem Gedanken auseinandersetzen, höher weiter... schneller geht nicht.
00:47:08: Ich werde diesen Great Western Loop, diese elf Tausend nie im Leben toppen können!
00:47:13: Das Thema ist abgehakt.
00:47:15: Finde ich damit zurecht?
00:47:16: Das war eine Gedanke der ganz bewusst bei mir am Propf war und ich habe eben über dieses Buch dann versucht einen Abschluss zu finden in dem ich einfach niederschreibe, Buchzuklappe... weglegen.
00:47:27: Was immer
00:47:28: eine freie Entscheidung von dir war, dieses Buch zu schreiben?
00:47:30: Auch ne ganz bewusste Entscheidung weil da ja kein Verlag dahinter saß oder einen Vertrag den du hattest oder das musst du jetzt
00:47:36: machen.
00:47:36: Das habe ich tatsächlich für mich geschrieben um einfach meine Gedanken festzuhalten so verarbeiten ein bisschen zu strukturieren und dann eben auch so ein bisschen diese Schublade dazu zu machen.
00:47:46: Ja das Fernwandern bleibt das wird immer in mir drin sein keine Frage.
00:47:51: aber ich musste eben würde dich daran abschluss finden weil ich natürlich zurück haben wir die Frage gestellt, was kommt jetzt?
00:47:59: Was soll denn da noch als nächstes Ziel irgendwie im Leben stehen.
00:48:03: Und na ja ich hab dann eben viel Zeit in meine Online-Kurse nochmal reingesteckt, der hat die eben aufgebaut und sehr diszipliniert, sehr früh auch angefangen zu arbeiten.
00:48:13: Na ja, habe eben auch angefangend tatsächlich Vorträge zu geben aber dann auch wirklich die Fernwandertage ins Leben gerufen bei.
00:48:20: Ich jetzt ein bisschen von den Erfahrungen einfach weitergeben möchte.
00:48:24: Mut machen hoffnungen machen inspirieren motivieren selber so was man zu starten.
00:48:29: ich rede jetzt nicht von diesen elf tausend ja meinetwegen auch in best heiland bei von hundert fünfzig Kilometern oder.
00:48:34: Was auch immer darum geht es dann ist nicht entscheidend.
00:48:37: ich definiere fernwanderweg auch nicht über die länge.
00:48:41: für den einen sind's irgendwie zwei drei vier fünf tage für den anderen sind es mehrere monate.
00:48:46: das spielt erst mal keine rolle.
00:48:48: das ist alles in ordnung.
00:48:49: soll jeder sein ding machen wie er es richtig hält.
00:48:52: wichtig finde ich nur Wenn ihr das machen wollt, wenn ihr Sorgen, Ängste und Zweifel habt.
00:48:57: Wir helfen euch mit den Fernwanderen Tagen Den ersten Schritt zu machen.
00:49:00: wir zeigen euch in die Workshops.
00:49:03: ja wie kann das mit dem Arbeitgeber funktionieren?
00:49:05: Wie mache ich das sabbatical?
00:49:07: was muss sich organisatorisch planen?
00:49:09: Was sind so die wichtigsten Sachen die ich wissen sollte?
00:49:11: Ja Wie gehe ich mit bären im zweifelsaal um?
00:49:14: wie mache Ich mit einer eiskalt self-arrest?
00:49:16: wie kann ich mich retten?
00:49:17: ja was was ess ich da draußen?
00:49:20: Wir sprechen über ganz viele unterschiedliche Ausrüstung.
00:49:23: Ja, wir haben auch eine Ausrüßungsmesse vor Ort und verschiedene Workshops wo wir nicht sagen, dieses ist das beste Zelt sondern wir stellen einfach verschiedene Konzepte vor und sagen hey je nachdem wie du auch für dich diesen Trailer leben möchtest ja pass vielleicht eher dass ein oder das andere zählt und wir lassen einfach dort auch viele Leute aus der Community letztendlich zu Wort kommen weil es nicht diese eine richtige Antwort gibt.
00:49:48: Es ist ganz facettenreich, ganz bunt und so soll es letztendlich auch sein.
00:49:52: Es gibt keine richtig oder falsch.
00:49:53: Und jede Art des Wanderns ist da herzlich willkommen egal ob man jetzt zehn oder fünfzig Kilometer am Tag läuft.
00:50:00: Wir wollen einfach zusammenkommen im Lagerfeuer Geschichten austauschen über unsere Geschichten reden und wir merken oder wir haben das letzte Jahr eben auch bemerkt Ganz viele, die schon mal so natürlich laufen sind.
00:50:12: Die brauchen diesen Ort.
00:50:14: Die brauchten den Austausch mit anderen Thruhangern... ...weil nur die wirklich verstehen was du da draußen durchgemacht hast.
00:50:20: Dieses Gefühl von Hunger, von Durst, von Hin und wieder einmal Einsamkeit oder mal eine Nacht im Zelt wo Wölfe um dich herum sind und sowas.
00:50:29: Das macht schon etwas mit einem!
00:50:31: Und ganz viele halten eben an dieser Community fest und wollen sich eben der austauschen und ganz viele wollen auch Ihr wissen ihre Erfahrungen in die nächste Generation weitergeben etwas zurück geben an die Community und deswegen freuen wir uns total auf sowohl alte Hasen wie auch eben neue sich ja da begrüßen zu dürfen.
00:50:50: Ein paar tolle Firmen dabei haben im Schloss Wiesbaden ein großartiges Gelände wo wir Zechtausend Quadratmeter haben im Wald mit unseren Workshopflächen.
00:50:59: Wir haben ein bisschen Catering for All, wir haben einen Zeltstadt, die wir aufbauen werden, wo man eben auch benachten kann.
00:51:05: Ja das wird glaube ich ein sehr schönes Event wieder!
00:51:08: Für dich auch eine Möglichkeit Teil der Community zu bleiben?
00:51:11: Absolut
00:51:12: alles!
00:51:12: Wo
00:51:12: du jetzt gerade keinen weiten Weg läufst?
00:51:14: Genau das ist... Ich bin vor anderthalb Jahren an meinem eigenen Geburtstag Vater geworden.
00:51:20: Absolutes Highlight, sehr cool!
00:51:22: Und wie gesagt ich kann deswegen jetzt die Langscheck nicht mehr machen und für mich ist das eben ein Weg dran zu bleiben und trotzdem dieses Gefühl irgendwo zu leben ja und ein bisschen etwas weiterzugeben wobei ich inzwischen kaum noch aktive Parts habe.
00:51:37: also ich hab meinen Vortrag dann auch mit drin.
00:51:39: aber ansonsten... Ich kann zärtlich die ganze Ordnation machen und uns ein bisschen aus den inhaltlichen Pass rausziehen, weil wir es einmal nicht mehr schaffen.
00:51:46: Aber wir haben ganz viele ganz tolle Leute aus der Community, die uns da unterstützen und die Beiträge eben liefern und da freuen wir uns drauf.
00:51:54: Gibt's für dich so eine Perspektive mit der Tochter?
00:51:58: Und der aktuellen Lebenssituation?
00:52:00: oder ja eben gesagt hast manchmal muss man sich einfach... sich entscheiden, etwas zu tun.
00:52:06: Irgendwann, wann auch immer um dann die Weichen dafür zu stellen.
00:52:10: Ja, Great Western Loop ist es jetzt vermutlich nicht mehr mit der Lütten oder vielleicht sogar meine nicht mit der Familie.
00:52:18: gibt's aber so Sachen die ihr vorhabt?
00:52:20: Also jetzt noch nicht, die Kleine ist jetzt anderthalb Aber ganz klar will definitiv mit ihr raus.
00:52:28: Vielleicht mal was Heizschuken, Wegma antesten in ein paar Jahren aber eben wirklich sukzessive da so'n bisschen ranführen und einfach mal gucken wie nimmt es denn auf?
00:52:38: Ich werde sie jetzt nicht zu zwingen, aber das ist eben was mir wichtig ist.
00:52:42: ich brauche's auch einfach.
00:52:43: Ich hab aktuell Sonntag-Vormittag sozusagen Familienfrei da darf ich hin und wieder nochmal ein bisschen raus.
00:52:49: ja dann bin ich oft hier in der Fischböcke heile unterwegs.
00:52:53: Ich brauche mit diesem Bezug zur Natur.
00:52:54: Meine Frau ist Juristin, die sitzt eher hinterm Schreibtisch.
00:52:57: aber ich werde mit der Kleinen auf jeden Fall dann auch nochmal irgendwie zelten gehen rausgehen vielleicht mal auf dem Kungsläden oder Vorstellungen einfach kleinere Sachen hier ja eher da mal eine Etappe und das ist völlig okay dass völlig ausreichend alle wirklich eben kleinere Sachen.
00:53:13: Es muss nicht immer das Riesending sein, absolut nicht!
00:53:16: Das war ein einmaliges Abenteuer und eine großartige Lebenserfahrung.
00:53:21: aber ich glaube es ist viel wichtiger zu schauen dass man sowas regelmäßiger in sein Leben integriert als immer nur diese großen Momente zu haben klar zerrten von denen dann über viele Jahre oder eben sein ganzes Leben lang auch.
00:53:37: Aber ich glaube, man muss den Akku zwischendurch immer wieder aufladen.
00:53:40: In dem man einfach auch kürzere Trips macht ja mal zwei drei Tage fällt raus oder eine Übernachtung im Zelt.
00:53:46: das ist schon gut und wichtig und erdet glaube ich auch noch ein bisschen und Ich will auch nicht dass sie das so überhaupt nicht kennenlernt.
00:53:54: Das finde ich sehr schade gerade in der heutigen Zeit Mal so ein bisschen runterzukommen, vielleicht auch mal wirklich ohne Telefon dann rauszulehnen und so was.
00:54:04: Ich glaube das ist schon gut.
00:54:06: Ja
00:54:06: wir haben zumindest bis zum letzten Jahr mal gucken wie es dieses Jahr funktioniert noch geschafft dass wir zumindest eine Woche im Jahr im Sommer ja, dass wir als Familie gemeinsam wandern gehen und unsere Kinder sind nun in einem Alter wo dieses ganze Social Media und digitale Geräte den echt heiß ist nicht kälter zu werden scheint mit fünfzehn und dreizehn, beziehungsweise jetzt beide bald noch ein Jahr älter.
00:54:32: Was aber immer großartig ist wirklich also eine Woche wandern oder einmal sind es dann nur fünf Tage wenn wir uns ein bisschen runterhandeln lassen?
00:54:40: Aber... Es ist immer super!
00:54:42: Und das ist auch für die Kinder super!
00:54:43: Auch für einen selber
00:54:44: ne?!
00:54:45: Ich sage dann selber auch pass auf ich gucke jetzt hier nicht auf meine Autonnavigations-Apps und wir machen das irgendwie anders.
00:54:51: Ich mache vielleicht mal ein Foto, aber da nicht mit dem Handy sondern mit einem anderen Gerät und das Handy bleibt
00:54:56: aus
00:54:56: total gut.
00:54:57: Also das hilft sehr.
00:54:59: Es ist halt so ein bisschen Fluch und Segen auch mit der ganzen Technik, wir sehen es ja auch auf den Fernwander-Tagen oder Fernwarner-Wegen vielmehr.
00:55:07: Es gibt mittlerweile so viele Apps für Navigation.
00:55:10: die machen ein paar von diesen Trails Idioten sicher.
00:55:13: Das ist gut weil es natürlich das ganze zudem hier macht.
00:55:15: aber auf der anderen Seite ist es auch total schade Weil wir wieder ganz wichtige Skills wie Karte, Kompass, Navigation einfach verlernen.
00:55:21: Und wenn ich dann wirklich mal Probleme habe, einfach weil mein Handy versagt ja.
00:55:25: Weil der Akkulär ist, weil es über Nacht kalt geworden ist ähnliches... ...dann hab' ich plötzlich ein Riesenproblem und dann wird's wirklich gefährlich!
00:55:32: Und deswegen finde ich das wirklich gut, wenn man sich hin- und wieder eben auch mal einfach ohne Technik bewegen kann und einfach sich selber bewusster wahrnimmt.
00:55:43: Dass man sich auch ein paar Dinge immer wieder erarbeitet auf so eine ganz einfache natürliche Weise weil sie letztlich nicht dadurch wirklich ein Wert gewinnen.
00:55:53: Das ist eben auch für mich so bei dem Through-Hike, es ist deswegen glaube ich so beeindruckend und schön, weil's extrem anstrengend war.
00:56:03: Und wir neigen heutzutage dazu häufig diesen bequemen Weg zu gehen, Anstrengungen zu vermeiden oder Probleme zu vermeidern, weil wir sie als störend irgendwie empfinden.
00:56:12: Weil gerade die ganzen Haushorne sind kein Problem sondern... Sie sind das, was uns letztendlich prägt und was uns diesen Sinn im Leben gibt.
00:56:19: Und was uns Dinge wertvoll erscheinen lässt.
00:56:23: Sachen die ich dir schenke, wenn ich jetzt eine Urkunde für den Break West in Lubbischand finde ... Ich habe nichts von.
00:56:28: Wovon ich zähre ist eben diese hundertzwanzig Kilometer Eis- und Schnee durch, die ich gegangen bin ohne den Trail zu sehen.
00:56:35: Wo ich dann wirklich per Karte kam, was man avidiert hat um den Weg zu finden.
00:56:38: Das sind Sachen, die bleiben!
00:56:41: eben Sachen gerade auf Social Media, wo ich innerhalb von ein paar Sekunden irgendeinen Leit kriege.
00:56:46: Da hab' ich dann vielleicht eine kurze Stimulation aber das bleibt nicht lange!
00:56:50: Das ist nach ein paar sekunden wieder verflogen... gerade eben wirklich rauszulehnen in der Natur zu sein, da Sachen zu erleben.
00:56:57: Das sind Sachen von denen zählen wir über Jahre hinweg.
00:57:00: Da schaffen wir wirklich Erinnerungen und ich glaube die sind grade auch für junge Familien oder für Familien generell einfach extrem wichtig.
00:57:08: Für den Zusammenhalt letztendlich auch und fürs Erwachsen werden dann.
00:57:12: Total eine der
00:57:14: nachhaltigsten
00:57:15: Erinnerungen, die wir so haben als Familie alle draußen gesammelt.
00:57:21: Tolle Wanderung.
00:57:21: Ich erinnere mich an eine in Neuseeland auch auf dem Routeburn-Track ganz im Süden Neuseelands, wo wir eine Woche mit den Kindern unterwegs waren als sie drei und fünf waren.
00:57:33: Und jeder Broschüre stand ist für Kinder gar nicht empfohlen.
00:57:36: der Weg also bitte nicht mit Kindern machen.
00:57:39: Wir haben gedacht, ich glaube das geht schon.
00:57:42: Und das war großartig!
00:57:43: Das war für die so ein Wahnsinn.
00:57:45: Die sind überall gefeiert worden weil keine Kinder auf diesem Trail waren und in jeder Hütte, wo kommt ihr denn der Wahnsinn dass ihr das lauft?
00:57:52: Also bis heute eine fantastische Erfahrung.
00:57:54: Ich glaube es ist manchmal wichtig ein bisschen weniger Angst und ein bisschen mehr Vertrauen an sich selbst.
00:57:59: Ich glaub das ist es einfach.
00:58:01: Damit ist schon viel in die richtige Richtung getan.
00:58:04: Mich würde wirklich noch mal interessieren, vielleicht so zum Schluss.
00:58:07: Wie kriegst du das im Alltag hin?
00:58:09: Also... Das ist ja die Idee der Mikroabenteuer mit der ich mich seit vielen Jahren jetzt beschäftige und wo ich auch immer sage, dass es die Kraft der MikRO-Abenteuer, dass sie unseren Alltag umgestalten können und dass wir nicht mehr so das Gefühl haben, wir hauen ab aus dem Alltag was wir oft machen bei größeren Reisen, auch bei Wanderungen Und dann kommen wir zurück und denken alles ist anders aber nichts anderes.
00:58:33: Wie schaffst du das wirklich dein Alltag heute vielleicht anders zu gestalten, als du ihn vor diesen Fernwandererfahrungen gestaltet hast?
00:58:43: Ja ich glaube es geht eben nicht darum abzuhauen.
00:58:45: Ich glaube man muss einfach verstehen dass man's in den Alter integrieren muss, dass man relativ regelmäßig tut.
00:58:50: Fähreweise muss jetzt sagen ich tue aktuell viel zu wenig weil klein ist jetzt eine halbe.
00:58:55: ja meine Frau macht in den nächsten Monaten ihr juristischer Start.
00:59:00: jetzt haben das heißt ich hüte gerade Haus und Hof.
00:59:02: Und dann bin ich weitest ihn einfach zu Hause ja und seh dazu dass alles läuft.
00:59:08: aber es ist wichtig Dinge zu tun die auch relativ einfach umzusetzen sind, die eben nicht eine langen Planung Vorbereitung bedürfen, sondern die ich relativ spontan tatsächlich auch machen kann.
00:59:21: Meinetwegen mal irgendwie hier auf die Alster fahren oder ähnliches ja?
00:59:24: Oder eben auch mal an den Strand und da eine Tour machen aber einfach dieses regelmäßig einplanen dass man meinen Willen sagt du pass auf einen Tag oder zwei im Monat der sozusagen fest dafür geblockt ist einfach rauszulehnen meinetwegen auch in Wildtierpark das wo wir gestern waren.
00:59:41: Dass man eben einfach diese fixe Momente hat wieder in diesen Trott, in diese Routine verfällt ihm einfach nicht rauszugehen.
00:59:50: Sondern eben diesem Alter einfach so versumpft.
00:59:53: Ja?
00:59:53: Sondern sich da ganz bewusste Akzente einfach im Kalender auch schafft um letztendlich diesen Weg letztendig raus zu machen.
01:00:01: und es ist häufig nicht so kompliziert wie die denken.
01:00:06: ich glaube wir wehneiden häufig dazu zu überplanen.
01:00:08: also es gibt auch gerade bei den Filmen immer wieder Leute die meinen sie müssten jetzt jeden Schritt jede Etappe ... im Vorhinein durchgeplant haben.
01:00:15: Das ist völlig Unsinn, du hast keine Ahnung wie dein Körper reagiert, ja?
01:00:19: Wie fit du irgendwann mal sein wirst!
01:00:20: Du kannst es nicht planen, du weißt nicht, wie das Wetter sein wird und deswegen einfach rausgehen, einfach machen, einfach erleben...
01:00:28: Schwerste Schritte sind mit der aus der Tür raus.
01:00:29: Genau!
01:00:30: Und einfach die Entscheidung treffen.
01:00:32: so sagt wir fahren jetzt los und der Rest würde sich finden.
01:00:36: Es muss auch nicht immer alles perfekt sein.
01:00:37: ich glaube wir müssen uns auch davon lösen.
01:00:39: Das ist irgendwie für Instagram, YouTube oder Social Media alles immer perfekt und wunderschön sein muss.
01:00:43: Nein!
01:00:44: Die coolsten Momente sind die wo irgendwas nicht nach Plan läuft.
01:00:48: Wo wir plötzlich mal wieder nachdenken müssen wie kommen wir da jetzt raus?
01:00:51: Und das sind die schönsten die lustigsten die wichtigsten Momen eigentlich.
01:00:55: ja dass sind die die letztendlich bleiben.
01:00:57: es gibt so einen schönen Satz von einem bekannten Thruhalke der heißt Embrace the Suck.
01:01:04: Es ist schwer zu übersetzen was heißt so Nimm die beschissenen Situation oder Momente eben auch an.
01:01:10: Das ist glaube ich so eine Einstellungsfrage, einfach sich davon lösen dass es immer perfekt sein muss.
01:01:14: Nein!
01:01:15: Es ist dreckig, es ist mal rau, es is mal unschönes wird auch mal nass sein und ja man wird auch einmal am Wochenende der Natur haben wo's eben komplett verrednet ist und wo man eben nicht sieht.
01:01:26: So what?
01:01:27: Ja...Es ist egal.
01:01:29: Hauptsache man war halt mal wieder draußen, hat mal wieder was gemacht und beim nächsten Mal scheint die Sonne dann wieder.
01:01:35: Vielen Dank für den Einblick und deine Perspektive auf das weite Wandern.
01:01:41: Was ja dann aber auch mehr ist als eine Perspektiv auf das Weite wandern, weil es einfach finde ich eine Perspective aufs Leben aufmacht.
01:01:49: Ja vielleicht noch so vom Abschluss ne?
01:01:51: Ich habe ja nicht mit den elftausend angefangen.
01:01:53: Ich hab jetzt glaube ich inzwischen fünf vierzig Länder irgendwie durch und hab eben auch viel kleiner angefangen Und die Sachen bauen sich letztendlich irgendwann auf.
01:02:02: Es geht eben auch nicht immer nur in eine Richtung.
01:02:04: Es muss nicht immer höher schneller weiter sein, sondern es kann danach auch ganz entspannt wieder... ...ne Runde kleiner werden und das ist cool!
01:02:12: Ja?
01:02:13: Es tippt auch hier gerade in Deutschland und wir haben auch auf den Fernwandern-Tagen jetzt mehr so ein Schwerpunkt Deutschland wo wir auch über deutlich kürzer Strecken einfach reden die einfach Mut machen den ersten Schritt zu machen einfach rauszudehnen vielleicht einen Vorscheid, Hartsteig oder Ähnliches ja?
01:02:27: Einfach was vor der Tür ist da kann man Erfahrungen sammeln und mit jedem Schritt den man macht Wächst die Erfahrung, wächst die Begeisterung hoffentlich.
01:02:36: Dann ist man bereit für größere Sachen, wenn man es dann
01:02:38: will.".
01:02:39: Ja das was ich so oft auch sage dass du Abenteuer ja nicht absolut definieren kannst also wo beginnt ein Abenteurer?
01:02:46: Das ist sehr unterschiedlich weil die Komfortzone ganz unterschiedlich sind.
01:02:49: Also ich kann nicht sagen wo beginn für dich in Abenteuern und andersrum nicht und wie ist es noch für den dritten oder eine vierte Und was da dann auch mitschwingt?
01:03:00: Wir brauchen uns gar nicht vergleichen.
01:03:02: Was für mich ein Abenteuer wäre, ja das ist vielleicht im großen Vergleich, hält er es dann nicht mit?
01:03:10: Aber darum geht's gar nicht.
01:03:11: Es ist die Frage was ist für dich hinaus aus deiner Komfortzone und was für dich hinein in so einem Bereich wo es für dich interessant wird, wo die Herausforderungen warten und du dich entwickelst.
01:03:22: Ja erwächst!
01:03:23: Wir haben ja gerade bei uns in der Szene auch immer dieses Ultraleichthema sehr schwierig finde.
01:03:29: Es gibt gerade online immer dieses Bedürfnis, wer leichter ist, der ist ja coolste.
01:03:34: und ich sage immer... Auf
01:03:36: die Ausrüstung?
01:03:38: Genau!
01:03:39: Und ich sag mal, naja, pass auf, weil ultraleicht kann auch dann schnell Richtung ultra dumm kippen wenn ich zum Beispiel sage ich brauche in der Wüste keinen Redenschutz, es ist ja sonnig.
01:03:49: Wenn's da mal regnet, die Temperaturen über den Nacht unter Null Grad gehen habe ich plötzlich ein Riesenproblem.
01:03:56: Ich glaube, man muss auch da immer das richtig Mittelmaß finden für sich selber.
01:04:00: Ja ich bin in vielen Teilen zum Beispiel schwerer geworden weil ich mein Schlafsystem optimiert habe.
01:04:04: Das ist halt nicht mehr leicht.
01:04:05: ja dadurch schlafe ich wie ein Stein hab viel mehr Energie am nächsten Tag.
01:04:09: und es gibt aber eben online immer diesen Vergleich dass Leute sagen hey wenn du so'n zu schwer bist dann kannst du den PCT nicht laufen.
01:04:15: Völliger Blödsinn.
01:04:16: ja ob ich jetzt fünf sechs sieben acht oder zwölf die Du habt Wenn ich weiß warum ich das Ganze für mich mache Dann schaffe ich auch diesen Weg und dann ist dieser Vergleich auch völlig Absurd und irrelevant.
01:04:27: Es geht letztlich darum, dass wir rausgehen, dass alle gemeinsam Spaß haben und sicher wieder zurückkommen.
01:04:31: Und das Schöne auf den Fernwander-Tagen ist, wenn man oder auf dem Fernwanner wegen, wenn er erst mal draußen ist, haben alle das gleiche Ziel.
01:04:39: Idealerweise in Kanada, wo auch immer es ist, gemeinsam ankommen.
01:04:42: Ja?
01:04:43: Das helfen sich so viele Leute!
01:04:45: Das ist was komplett anderes als das, was wir häufig online in den Communities und den Forum erleben.
01:04:51: Die Leute die da häufig stark mentieren sind die nur in der Theorie unterwegs waren.
01:04:57: Das ist ganz extrem und deswegen sagen wir eben auch auf den Fernwandertag nicht, du musst so oder so leicht sein sondern das gibt es letztendlich überlegt für dich selber wie willst du diesen Trail erleben?
01:05:08: Bist du jemanden der dir eine Fotos macht?
01:05:09: hey dann nimm doch deine zwei Kilogramm Foto-Equipment!
01:05:12: Ey völlig cool wenn dich das begeistert, wenn dich dass motiviert mach es hauptsache du hast Spaß und es ist dein Halt es ist deine Wanderung.
01:05:20: ja Du musst Dich dabei gut fühlen Und solange du keinen anderen damit gefährdest, hab Spaß.
01:05:26: Ja
01:05:26: für viele sicherlich sogar ein Grund da sich nicht so richtig reinzutrauen in diese Szene oder auch an solche Projekte dann ran weil wenn sie anfangen zu recherchieren und merken das Gefühl haben was für eine Nerdshow muss ich denn hier mitmachen um das machen zu können?
01:05:42: Vor
01:05:43: allem weil es halt wirklich teuer wird.
01:05:45: Freak Bones die zahlen für hundert Gramm weniger dann plötzlich immer noch dreihundert Euro mehr was was halt absurd ist.
01:05:50: ja wenn ich ein gut funktionierende schlafser cup von weiß ich den letzten fünf jahren
01:05:55: Dann fang
01:05:56: halt damit mal an.
01:05:57: vielleicht tauschen unterwegs dann aus aber das wirst du dann schon sehen.
01:06:00: Ja, dass es eben auch das wichtige gerade bei diesen fernwander wegen Du bist nicht verdammt mit der Trippmann oder mit der Ausrüstung, die du angefangen hast auch aufzuhören.
01:06:10: Du hast unterwegs immer Möglichkeiten auch mal den Trail zu verlassen, mal Sachen zu tauschen und ... Du kannst unterwegs lernen!
01:06:18: Es ist nicht verboten.
01:06:19: Du darfst unterwegs lernen, du darfst wachsen... Du kannst Anpassungen vornehmen an deiner Aussichtung, an der Art wie du wanderst, auch an den Leuten mit denen du wandern musst.
01:06:27: Ja es ist alles entspannt und wie gesagt das muss eben nicht von Anfang an alles schon feststehen.
01:06:35: Ja es ist okay, Sachen ausprobieren bitte die wissen Unsicherheit einfach mal los zu starten.
01:06:40: und wie gesagt das gilt für.
01:06:42: Alles im Leben nicht nur für Fernwanderung dann eben auch für Projekte wie die Fernwandertage.
01:06:46: wir haben letztes Jahr relativ klein angefangen.
01:06:48: wir wollten schauen funktioniert das Konzept ja kommen Leute kriegen bei Firmen dahin usw.
01:06:54: Und von da aus kann es jetzt eben sukzessive wachsen so wie wir das jetzt für richtig halten.
01:06:58: und wir schauen einfach mal.
01:06:59: aber macht den ersten Schritt.
01:07:02: versuche es traurig.
01:07:03: Hab keine Angst davor zu scheitern, auch in Scheitern kann wundervolle Erfahrungen bringen und das Leben geht
01:07:09: weiter.".
01:07:10: Das ist ein Schluss von jetzt, den habe ich nichts mehr hinzuzufügen.
01:07:13: ganz herzlichen Dank!
01:07:14: Und wir machen es natürlich so... Ich packe den Link zu den Fernwandertagen.
01:07:19: Ich glaube da startet jetzt die Anmeldung.
01:07:22: Am ersten vierten geht unser Vorverkauf los.
01:07:26: Den packe ich in den Newsletter der diesen Podcast begleitet, was ich da auch noch mal reinpack.
01:07:32: Vielleicht kannst du mir den Link noch einmal schicken.
01:07:34: zu dem Artikel, The Tyranny of Inconvenience.
01:07:37: vielleicht auch für die ein oder andere interessant und weiß nicht, vielleicht hast du noch einen oder anderen heißen Tipp in Sachen Ausrüstung, keine Ahnung, Rucksackschuhe, Schlafsack... Wie hast du dein... Bist auch wenn wir das konkret machen?
01:07:51: Wie hast Du deinen Schlafsystem nochmal verändert, dass es schwerer geworden ist um das so schläfst wie ein Stein?
01:07:56: Naja, es tippt dieser.
01:07:59: Das ist wie ein Eierschadenkarton.
01:08:01: Das sind so ultraleichte Schaumstoffmarten im Grunde, die ich ursprünglich dabei hatte.
01:08:07: Super leicht, wie gar nichts.
01:08:10: Sind aber auch relativ dünn und ich bin ja jetzt nicht mehr der Jungs, ich bin da über vierzig.
01:08:15: Ich hab da fürchterlich aufgeschlafen.
01:08:17: Und ich habe tatsächlich von Thermarest eine relativ... dicke iso mutter.
01:08:22: einfach die hat einen recht hohen rv wert von ich glaube acht was für viele der ultrakill ist normalerweise den die meisten im dreier bis fünfer bereich auf dem through hike.
01:08:33: ich hatte etwas wärmer weil ich natürlich auch viel im schnee geschlafen habe ja.
01:08:36: Das heißt nicht aufblasbar?
01:08:38: Die ist aufblaskbar.
01:08:39: Genau, was auch für viele furchtbar ist.
01:08:41: Weil wenn die kaputt geht dann...
01:08:43: Genau, es hat mir nie passiert auf elf Tausend Kilometern.
01:08:46: Deswegen habe ich noch nie einen Groundsheet dabei gehabt oder Ähnliches.
01:08:49: Ich hab das immer so hingelegt und hat immer funktioniert.
01:08:53: Und ja, wie gesagt, die ist deutlich schwerer als alles andere.
01:08:57: Aber das, was es mir letztendlich in der Di bringe ... ist es dreimal wert.
01:09:04: Deswegen bin ich der Rebell-Ausrüstung nicht so picky oder spezifisch.
01:09:09: Ich hab verschiedene Rückseite gehabt, was sich mitnehmen ist ein Buff, den finde ich super hilfreich.
01:09:15: So einen Multinfektionstuch
01:09:18: als
01:09:19: Mütze Schal gegen Sonnenschutz, gegen Rauch, gegen Regen meines Wegen.
01:09:25: Ich kann's als Tuch benutzen um meinen Schlafzeit kurz trocken zu machen.
01:09:32: Als als verbandes material mit benutzen oder irgendwas ein bisschen zu verbinden so stabilisieren und irgendwas zusammen zu knoten auch wenn ich es aufschneide.
01:09:39: also das finde ich tatsächlich so als universelles tool ganz cool
01:09:44: Ja,
01:09:45: natürlich ganz wichtig.
01:09:47: Ich bin nicht tracking.
01:09:48: stecke sparen unglaublich viel energie.
01:09:50: ich habe mittlerweile auch einen zelt was ich eben nur noch mit meinen tracking checken aufbaue.
01:09:54: dadurch ist es wiederum leichter und ich bin ja auch jemand der Jetzt nur mit Trailrunnern läuft, also nicht wie in hohen Schuhen.
01:10:01: Und da sind Trackny-Stöcke einfach eben gut für die Stabilität.
01:10:04: nochmal, dass ich weniger umknicke und mich auch ansprechend nicht verletze.
01:10:10: Ich habe direkt nie Probleme.
01:10:11: Mein Arzt hat früher mal gesagt, ich soll keine langen Strecken laufen aber...
01:10:17: Das hat mir auch mal einen Orthopäne gesagt, als ich Fünfzehn war.
01:10:20: Meine Beine werden falsche Angeschrauben losauf mit allem.
01:10:23: Aber Orthopeden sind auch meine Beine.
01:10:26: Muss man nicht auf die Gold fahren?
01:10:27: Man
01:10:27: muss nicht auf alle hören und kann einfach mal Dinge ausprobieren und schauen.
01:10:32: wie fühlt sich's an ja.
01:10:33: Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Kompass.
01:10:36: Es gibt ein schönes kölches Lied.
01:10:38: Na heißt es am Ende!
01:10:40: Der beste Kompass von der Welt, das ist dein Herz.
01:10:43: Also, der beste Kombass ist eben dein Herz!
01:10:46: Wenn es dich richtig anhört, fühlt dann mach's, dann probier's aus ja?
01:10:50: Ich glaub wir sollten mehr auf Herz und Bauch hin und wieder hören und dass mit ein bisschen Rationalität unterfüttern und dann nimmt er glaube ich gut aufgestellt.
01:10:59: Vielen Dank Nils.
01:11:00: Gerne.
01:11:01: Alles Gute dir.
01:11:01: Danke, vielen Dank.
01:11:08: So da hat Nils Gott sei Dank noch eine weiteres schönes Loswort gefunden.
01:11:13: Ich danke dir fürs Zuhören, ich freue mich sehr wenn du nächste Woche wieder rein hörst.
01:11:17: Nächsten Dienstag immer Dienstags gibt's ja eine neue Folge Freiraus.
01:11:22: Immer Sonntags erscheint der begleitende Newsletter zum Podcast indem Du jede Woche weiterführende Links und Infos zu den Themen aus der jeweiligen Podcastfolge findest aber auch darüber hinaus Dinge die mir so auffallen Die mich inspirieren und von denen ich denke dass sie dich auch inspirieren könnten.
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01:12:09: Und das sind mittlerweile eine ganze Menge, also es ist ein ganzer Fundus durch den du dich da auch durcharbeiten kannst auf denen du Zug griff hast mit dem ersten Newsletter, den du bekommst und wo du dann unter anderem auch die Infos von Niels und zu den Fernwandertagen findest.
01:12:24: Bis wir uns das nächste mal hören wünsche ich dir eine gute Zeit!
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