Rob, Tim und die Kunst, ganz besondere Momente zu kreieren
Shownotes
// Rob und Tim hatten es satt, immerzu nur die von großen Unternehmen am Reißbrett geplanten Highlight-Reisen zu begleiten. Also entschlossen sie die beiden Guides, auf eigene Faust Wandertrips zu konzipieren, die echten Mehrwert bieten, weil sie den Raum für intensive Naturmomente und Begegnungen öffnen – vornehmlich in Schottland. In dieser Folge spreche ich mit Rob und Tim über die Magie dieses Landes, über das Geschichtenerzählen und die Kunst, wirklich besondere Momente in der Natur zu kreieren. Aber dies ist keine Schottland-Folge, denn es geht auch um die Frage, wie Orte generell aussehen sollten, um Tiefe und innere Ruhe zu ermöglichen. Tim erzählt von Energiefeldern und Schamanentum, und Rob verrät, warum er damit zuerst überhaupt nichts anfangen konnte, mittlerweile aber längst große gemeinsame Nenner erkennt ...
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin nach Hause gelaufen.
00:00:01: Wir haben damals noch direkt am Meer gelebt.
00:00:04: Und plötzlich tauchte gefühlt fünf Meter neben mir, wahrscheinlich waren es dreißig.
00:00:08: Tauchte dann Buckelwahl auf und ich hab den halt atmen hören.
00:00:14: Das ist ja auch oft, dass viele Menschen dann zu diesen Reisenträgen, sie wollen dann unbedingt den Fischotter und sie wollen unbedingt den Adler und so sehen.
00:00:22: Weil das Bild zählt.
00:00:23: Und wir kommen, war eigentlich ja, als Menschen, aus einer Geschichte von Geschichten erzählern.
00:00:29: Früher gab es keinen ... Bild machen.
00:00:31: Ich finde, dieses Geschichten erzählen spielt ja gerade in Reisen eine große Rolle.
00:00:38: Ich habe mal Physik studiert, ich habe später Tontechnik studiert.
00:00:41: Ich gehe häufig sehr faktisch an Dinge heran.
00:00:45: Als ich Tim kennengelernt habe, hat sein Umgang mit Spiritualität mehr einfach, hat mir nicht viel gesagt, aber ich habe trotzdem gespürt, dass wir Dinge sehr, sehr ähnlich betrachten, nur aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
00:01:13: Moin und herzlich willkommen bei Freiraus, dem Podcast für mehr Freiheit und
00:01:18: Abenteuer
00:01:19: in unserem Leben.
00:01:20: Ich bin Christoph Förster und möchte mit dir heute abtauchen in die faszinierenden Momente, die wir da draußen in der Natur erleben können.
00:01:30: Was macht diese Momente so besonders?
00:01:33: Wie können wir diese Momente einladen?
00:01:36: Also was können wir tun, um die Chance zu erhöhen, dass die wirklich besonders werden.
00:01:42: Denn eine Garantie kann es dafür natürlich nie geben.
00:01:47: Ich habe heute zwei Gäste an meiner Seite.
00:01:49: Das sind Rob und Tim.
00:01:52: Die beiden waren lange als Travel Guides unterwegs.
00:01:55: Für große Reiseunternehmen haben sie Reisen betreut, Reisen geleitet in verschiedene Regionen und Länder.
00:02:04: Irgendwann hatten sie das Gefühl, hey, so wie dieses ganze System funktioniert, so wie hier Reisen entwickelt und durchgeführt werden, so können da gar nicht wirklich besondere Momente entstehen.
00:02:18: Momente, die auch in uns etwas aus und wirklich Verbindungen erzeugen.
00:02:24: Also haben die beiden gesagt, wir machen das jetzt auf eigene Faust.
00:02:29: Ich möchte heute von Rob und Tim aber gar nicht wissen, was sie da am Ende für ein konkretes Angebot haben.
00:02:36: Natürlich kannst du bei ihnen auch eine Reise buchen, die Infos, die gebe ich dir nach diesem Gespräch.
00:02:41: Und die backe ich auch nochmal in den Newsletter, der diesen Podcast begleitet.
00:02:44: Den du ja, wenn du es noch nicht getan hast, abonnieren kannst unter christophörster.com.
00:02:51: Aber ich möchte von den beiden vor allem heute wissen, was macht die Natur mit uns und was macht eben diese besonderen Momente in der Natur aus.
00:03:01: Wir sprechen auch darüber, was Spiritualität in diesem Zusammenhang bedeutet.
00:03:07: Das ist ganz interessant.
00:03:08: Die beiden blicken auf diesen Begriff Spiritualität und was sie bedeutet durchaus aus unterschiedlichen Perspektiven haben dabei aber einen großen gemeinsamen Nenner.
00:03:20: Vielleicht kennst du das auch.
00:03:21: Da gibt es Menschen, die können mit so einem Begriff wie Spiritualität ganz viel anfangen.
00:03:27: Und bei anderen ist er fast so ein Signalwort, um sich dann damit nicht weiter zu beschäftigen mit dem, was dieser Begriff beschreibt.
00:03:37: Brauchen wir überhaupt solche Begriffe?
00:03:38: Auch darüber sprechen wir heute mal.
00:03:41: Wir werden einiges über Schottland erfahren, wo Rob zu Hause ist und wohin auch die Reisen der beiden führen.
00:03:49: ist keine Schottlandfolge.
00:03:51: Wir gucken natürlich auch drauf, wie besondere Momente vor der Haustür zu kreieren sind.
00:03:56: Sie ist eine Folge über die Natur, die Kraft der Natur und unsere Verbindung zur Natur und unserem direkten Umfeld.
00:04:04: Gerade heute, gerade bevor wir in diese Folge so richtig reingehen, lohnt es sich sehr, noch einmal tief durchzuatmen.
00:04:33: Rob und Tim, ihr seid bei mir hier in Hamburg.
00:04:36: Ich freue mich total.
00:04:38: Grüße euch ganz herzlich.
00:04:39: Moin.
00:04:40: Moin.
00:04:40: Moin.
00:04:41: Christoph.
00:04:41: Moin kommt auch schon ganz gut.
00:04:44: Obwohl ihr beide keine richtigen Nordlichter seid.
00:04:47: Tim, wo kommst du her?
00:04:49: Ich bin im Rheinland aufgewachsen.
00:04:52: Lebe jetzt in der Schweiz.
00:04:54: Bin jetzt auch direkt von der Schweiz rübergekommen.
00:04:56: Wunder im Norden, im Flachland.
00:04:58: Rob und du bist von wo angereist?
00:05:00: Ihr seid ja beide hier nach Hamburg gekommen, damit wir uns treffen können.
00:05:03: Ja, angereist bin ich aus Schottland, aus den Bergen, aus den Highlands.
00:05:07: Und aufgewachsen bin ich aber auch im Flachland, im sehr gewässerreichen Flachland, nämlich im Rande von Potsdam, also in Brandenburg.
00:05:15: Wir wollen heute über Natur sprechen, über besondere Momente in der Natur, darüber, wie wir das auch hinkriegen, so besondere Momente zu kreieren, was diese Momente in uns auslösen können.
00:05:30: Wenn ihr mal in euch geht und drüber nachdenkt, welcher Moment euch ... in der Natur besonders tief berührt hat.
00:05:42: Welcher kommt dann in den Kopf?
00:05:44: Und wenn ich sage, ihr, dann heißt das natürlich nicht, ihr müsst einen gemeinsam finden, sondern ihr dürft gerne jeder einen beschreiben.
00:05:54: Bei dieser Frage kommt mir relativ schnell immer eine Situation aus einer Corsica-Reise, die ich gemacht habe.
00:06:05: Ich bin schon dreimal den GR-Zwanzig, den Fernwanderweg auf Krosiker gelaufen und habe mich wirklich in diese Insel auch verliebt, weil da in der Mitte der Insel einfach so wilde Natur zu finden ist.
00:06:20: Und ich habe da viel draußen geschlafen, entlang des Weges und ich bin eines Morgens aus meinem Zelt aufgestanden, habe alles zusammengepackt, bin dann auf die erste Bergspitze gelaufen, plötzlich riss So das Wolkenmeer auf und ich sah halt dann die komplette Küste unter mir noch so Wolkenfetzen und oben die Sonne, die gerade aufgegangen war, also es war einfach so ein erhabener Moment, wo ich gedacht habe, ey, das ist Freiheit.
00:06:53: Ist es für dich dann eher ein voll in den Moment reingesogen sein und alles andere ist eigentlich unwichtig?
00:07:02: oder löst du im Moment dann vielleicht sogar Erinnerungen aus an wieder andere Dinge, die du erlebt hast, die du vielleicht erleben möchtest.
00:07:13: Also was kommt dann da so zusammen in so einem Moment?
00:07:18: Es ist schon viel mehr das, was du als erstes gesagt
00:07:22: hast.
00:07:22: Also
00:07:25: ich merke wirklich in dem Moment, wie sehr ich in diesem, hier und jetzt, in diesem Moment bin.
00:07:32: und wie wenig Relevanz alles davor und danach hat.
00:07:41: Also Freiheit ist für mich in dem Moment auch wirklich einfach nur im Moment zu sein und zu wissen, der Moment ist wichtig und alles andere ist gerade unwichtig.
00:07:54: Und auch zu spüren, ich habe im nächsten Moment, beim nächsten Schritt sofort wieder die Möglichkeit.
00:08:02: etwas anders zu machen.
00:08:04: Und etwas Neues zu entdecken.
00:08:07: Auch Neues in mir zu entdecken.
00:08:09: Das ist, finde ich, diese Erkenntnis, die da auch aufsteigt in so
00:08:13: einen Moment.
00:08:15: Ob jetzt hast du natürlich die Gelegenheit gehabt, lange nachzudenken, hast du so einen Moment auch erlebt, der für dich sehr besonders berührt hat?
00:08:25: Vielleicht
00:08:25: nicht nur einen, aber ich habe eben auch so beim Zuhören nochmal gedacht, dass Reduktion ein sehr wichtiges... Mittel ist, weil da, wo ich dran gedacht habe, das war etwas, wo ich eigentlich gar nichts gesehen habe.
00:08:38: Es war nämlich komplett dunkel, es war windstill, es war unfassbar leise und ich bin nach Hause gelaufen.
00:08:48: Wir haben damals noch direkt auch mehr gelebt.
00:08:50: Weil es eben so leise war, hat man, ich sag mal, sehr weit hören können und plötzlich tauchte gefühlt fünf Meter neben mir, wahrscheinlich waren es dreißig.
00:09:03: tauchte da ein Buckelwahl auf und ich hab den halt
00:09:06: atmen
00:09:06: hören und diese, weil alles andere weg ist.
00:09:12: Du denkst, du bist da nur mit diesem einen anderen Lebewesen, das eben auch frei ist und das halt, das halt einfach da ist und da sein kann und vor allem auch da sein kann, weil wir es eben wieder ermöglichen.
00:09:23: Das war nämlich in einem, in einer Region, wo lange nicht mehr so viele Wildtiere waren.
00:09:30: Das sind die Momente, die man dann halt auch nicht, nicht vergisst, einfach mal direkt.
00:09:34: direkt drin war.
00:09:36: Ihr bietet ihr Reisen an, unter anderem nach Schottland.
00:09:42: Auf diesen Reisen wollt ihr, könnt ihr natürlich gleich auch detaillierter noch was zu sagen, es ermöglichen solche Momente mehr zu erleben, als es oft aufgeführten organisierten Reisen möglich ist.
00:09:59: Inwiefern Ist das denn überhaupt leistbar, wenn du so eine organisierte Reise hast?
00:10:06: Genau solche Momente, ihr habt jetzt beide einen beschrieben, die ja sehr geprägt sind auch von Ruhe.
00:10:12: Ihr habt jetzt beide gesagt, ihr wart alleine irgendwo, die dann möglich zu machen.
00:10:19: Also aus meiner Sicht hat es viel damit zu tun, dass man sich an bestimmten Orten auch Zeit nimmt.
00:10:28: Auch wenn unsere Reise natürlich gut organisiert sind, was auch wichtig ist, weil es oft ein großer logistischer Aufwand ist, so eine Reise zusammenzuschneidern, nehmen wir uns bewusst an Orten, wo wir wissen und wo wir das Gefühl haben, da ist auch das Potenzial sehr hoch, dass man besonderen Lebewesen begegnet oder besonderen Menschen mit besonderen Geschichten.
00:10:58: Da nehmen wir uns sehr viel Zeit.
00:11:00: Viel mehr Zeit würde ich behaupten, weil wir kennen ja auch Reisen von anderen Reiseveranstaltern, die wir geleitet haben.
00:11:07: Also viel mehr Zeit als in vielen herkömmlichen Reisen.
00:11:11: Also es ist der Faktor Zeit und es ist glaube ich auch, dass wir, ich würde es einfach mal kühn, behaupten, ein gutes Gespür dafür haben, welcher Ort hat diese Magie in sich?
00:11:24: Und wo lohnt es jetzt wirklich auch gerade, ein bisschen Zeit zu verbringen?
00:11:29: Als Beispiel, ich fand das immer faszinierend, dass Rob immer sehr viel auf den Shetland Inseln, weil da viele Wale Orcas in den Gewässern unterwegs sind, natürlich danach geguckt hat, wo könnte man jetzt eventuell auch tolle Meerestiere spotten?
00:11:49: Das alleine hat... an vielen Stellen einfach schon so gut geklappt.
00:11:55: Also ich erinnere mich auch an die Fährüberfahrt letztes Jahr, wo wir zusammen von den Nibriden zurückgefahren sind.
00:12:01: Allein auf dieser normalen Fährüberfahrt haben wir so viel Meerrestiere, so viele Wale auch gesehen.
00:12:09: Also, ich habe ja auch vorher in Schottland schon echt mit Gruppen ... viel Geld ausgegeben, oder die Gruppen haben viel Geld dafür ausgegeben, dass sie irgendwelche Whale-Watching-Tours machen.
00:12:23: Man sieht dann ein paar Meeresvögel, und wenn man Glück hat, sieht man mal aus zwei Kilometern so mit dem Fernrohr einen kurzen Rücken von einem Schweinswahl, aber ansonsten war's das.
00:12:35: Und da mussten wir gar nichts groß tun.
00:12:36: Wir haben einfach uns nur umgeschaut, und die waren relativ in der Nähe alle.
00:12:40: Und ich glaube, ich hab so ein bisschen das Gefühl, wenn man sich ... in die richtige Bewusstseinsebene bringt, so würde ich das beschreiben und sich die Zeit nimmt an bestimmten Orten und wirklich in Kontakt mit einem Ort kommt, dann passieren solche Dinge von alleine.
00:12:59: Ja, das ist ein interessanter Punkt, weil in der Tat ist ja die Natur, da sind solche auch Erlebnisse der Verbindung mit der Natur ja unverfügbar.
00:13:10: Das heißt, du kannst sie nicht Garantieren.
00:13:14: Du kannst sie nicht erzwingen.
00:13:15: Du kannst zwar in einen Ort gehen, an dem sie wahrscheinlicher sind, aber es hat ja viel auch mit dir zu tun.
00:13:20: Breitet ihr in irgendeiner Form dann eure ... eure Gäste vor?
00:13:26: Darauf?
00:13:27: Also wie ... wie sich noch mal diese Chance erhöhen lässt, dann eben besondere Momente auch zu erleben?
00:13:35: Ich denke, ja, auf jeden Fall, klar.
00:13:37: Zeit ist einer der wichtigsten Faktoren, also man muss sich die Zeit nehmen.
00:13:42: Aber ... Man muss es auch wollen.
00:13:44: Man muss halt da hinkommen und Natur oder Landschaft nicht nur konsumieren wollen, sondern eben auch erleben wollen.
00:13:53: Manchmal wissen das Gäste auch noch gar nicht, dass sie das wollen.
00:13:56: Man kann sie sicherlich auch darauf vorbereiten.
00:13:59: Ich würde sagen, dass ich das teilweise auch sehr unbewusst mache, indem ich oft auf die Kleinigkeiten am Wegesrand hinweise, wo man halt schnell mal vorbeigeht.
00:14:10: Weil man ... es gewohnt ist, in unserer schnellen Zeit halt einfach nur so zu konsumieren und nicht mehr genau hinzuschauen.
00:14:19: Und zum Glück ist die Wildnis, durch die wir gehen, ebenso was wie Wildnis und kein Zoo.
00:14:27: Und man kann das nicht steuern, das und was man sieht, aber man kann halt verschärft hinsehen.
00:14:34: Und dann ist es, am Ende ist es dann egal, ob du den Lux siehst oder irgendeinen kleinen besonderen Pilz oder Ein Nachtfeiter oder was auch immer.
00:14:45: Also das kann halt alles faszinieren.
00:14:47: Es ist offen sein, also sich öffnen.
00:14:50: Sind das die Sinne ja auch öffnen und damit sich auch das Herz vielleicht öffnen.
00:14:56: Um überhaupt bereit dafür zu sein, dass so ein Moment passiert.
00:15:00: Ich glaube, ganz oft sind wir das nicht.
00:15:01: Gerade kann ich mir vorstellen auf so einer Reise, wenn wir das Gefühl haben, wir wollen jetzt natürlich auch... sind an einem Ort, ob das im Ausland ist oder wo auch immer.
00:15:13: Vielleicht auch im eigenen Land.
00:15:14: Jetzt wollen wir aber möglichst viel auch sehen und erleben.
00:15:17: Man hat eine gewisse Erwartungshaltung oder viel haben.
00:15:19: Das stelle ich mir durchaus gar nicht so einfach vor, da dann eben so einen Raum zu schaffen und die Menschen eben so zu öffnen oder zumindest dabei zu unterstützen, dass solche besonderen Momente, die jetzt gar nicht viel mit irgendeinem Postgartenmotiv zu tun haben, auch entstehen.
00:15:36: Es ist dann vielleicht auch die Erfahrung über die Zeit, dass man merkt, in welchen Regionen, wo wir unterwegs sind, man was erleben kann und wie viel Zeit das auch brauchen kann.
00:15:48: Und man dann halt eben nicht alles vollstopft.
00:15:52: Auch wenn man gerne noch mehr zeigen möchte, wollen wir aber das, was wir zeigen, halt doch intensiv genug zeigen.
00:16:01: Sonst fällt halt sehr viel Tiefe weg.
00:16:05: Mir kommt gerade auch noch der Aspekt, dass man ja natürlich nicht im Griff hat, gewisse Tiere, wilde Tiere eben zu sehen.
00:16:14: Aber mir ging das immer so, wenn ich an einem bestimmten Ort von einem Einheimischen die Geschichte drum herum, was leben da für Tiere, was haben die für eine Geschichte, wo leben die hier, was haben die sich da gebaut, was haben die sich da gebaut?
00:16:28: Also, wenn man die ganzen Spuren sieht und das ganze Lebens Spektrum dieser Tiere wahrnimmt und die Geschichte drum herum erzählt bekommt, dann bekommt man ja eine innere Vorstellung davon.
00:16:42: Was leben dafür Tiere?
00:16:43: Wir leben die, man bekommt ein Gefühl dazu.
00:16:47: Man kann, glaube ich, in dem Moment auch schon sehr viel Kontakt mit diesen Tieren aufnehmen, mit dieser Umgebung.
00:16:53: Das ist ja auch was, was wir in der heutigen Zeit teilweise sehr verloren haben.
00:16:56: Wir sind so irgendwie zugefüttert mit Bildern.
00:17:01: Und das ist ja auch oft das, was viele Menschen dann zu diesen Reisenträgen, sie wollen dann unbedingt den Fischotter und sie wollen unbedingt den Adler und so sehen.
00:17:11: Weil das Bild zählt.
00:17:13: Und wir kommen, war eigentlich ja, als Menschen aus einer Geschichte von Geschichten erzählern.
00:17:20: Früher gab es keinen Bildmachen.
00:17:24: Man hat sich einfach Geschichten erzählt, darüber, was man alles gesehen hat und was man erlebt hat.
00:17:30: Ich finde, dieses Geschichten erzählen spielt ja gerade in Reisen eine große Rolle.
00:17:34: Also ich finde, diese Magiengeschichten, wenn wir bestimmte Geschichten auch müden, um bestimmte Orte erzählen, das kann Menschen auch wieder fesseln.
00:17:47: Also man merkt, das leuchtet in den Augen, wenn die Leute eine schöne Geschichte hören.
00:17:52: Deswegen ist das auch, finde ich, immer ein großer Aspekt von unseren Reisen.
00:17:55: Das werden uns sehr tief mit den Orten beschäftigen, wo wir hinreisen.
00:18:00: Mit deren Mythologie, mit deren Menschen, die dort gelebt haben, was sie auch für Geschichten erzählt haben.
00:18:05: Weil ich finde, authentischer kannst du einen Ort auch nicht erfassen.
00:18:09: Wenn du die Geschichten von einem Ort kennst, hast du auch direkt eine Verbindung zu diesem Ort.
00:18:15: Was ist das Ziel eurer Reisen?
00:18:17: Reisen ins Glück.
00:18:19: Also, vielleicht sprechen wir an der Stelle auch mal darüber, was Glück.
00:18:24: für euch ist und inwiefern diejenigen, die mit euch unterwegs sind, das auch erwarten dürfen, dann glücklich wieder nach Hause zu kommen.
00:18:34: Ja, es klingt nach einem hohen Versprechen.
00:18:36: Wenn man sein Unternehmen so nennt.
00:18:38: Aber letztendlich ist das ja Glück sehr viel.
00:18:41: Für mich kommt dann immer sofort auch dieser Moment, wo dieser Name entstanden ist.
00:18:49: Und wo ich für mich überprüft habe, innerlich, Mensch.
00:18:55: Können wir das sagen?
00:18:56: Können wir das behaupten?
00:18:58: Und dann habe ich gesehen, mit welchen Menschen wir bisher diese Reisen zusammen erlebt haben und dass die Menschen, die zu uns auch wiederkommen, also die Menschen, die sagen, hey Rob, hey Tim, wir wollen mit dir wieder eine Reise machen, dass die genau von diesen Momenten eben gesprochen haben, die sie wieder erleben möchten.
00:19:20: Das hat zum Teil vielleicht mit der Art und Weise zu tun, wie wir das persönlich machen.
00:19:26: Rob ist auch natürlich wieder ein anderer Typ als ich.
00:19:30: Also wir sind teilweise auch im Handling ein bisschen unterschiedlich.
00:19:33: Aber ich glaube, was uns vereint, ist einfach, dass wir, glaube ich, eine ähnliche Philosophie haben, wie wir die Menschen dort durch die Landschaft führen wollen.
00:19:44: Und dass wir eben immer in einer gewissen Weise Tiefe schaffen wollen, Tiefe im Erlebnis.
00:19:50: Und im Gefühl, dass wir beide, glaube ich, würde ich behaupten, sehr hartsoffen unterwegs sind mit Menschen und auch mit Orten und versuchen, das auch immer wieder in die Reisen reinzubringen, dass man allem sehr offen begegnet und auch für das kleinste Detail, was du eben geschildert hast, Rob, einfach auf eine Aufmerksamkeit bekommt.
00:20:13: Weil wir eben auch nicht die Fans sind von diesen touristischen Highlights, die einfach immer so ... nach vorne getragen werden, sondern ich habe eigentlich die intensivsten und tollsten und unter die hautgehendsten Erlebnisse immer dann gehabt, wenn ich gar nicht das Brachiale gesucht habe, sondern wenn ich einfach irgendwo gelandet bin und plötzlich habe ich gedacht, boah, was ist das denn
00:20:39: hier?
00:20:41: Dieses Treiben lassen ein Stück weit auch von dem Moment, von dem Leben.
00:20:46: Das ist auch, glaube ich, Ein Punkt, den wir versuchen, in diesen Reisen mit zu integrieren.
00:20:54: Und dafür muss man eben diesen Raum auch immer wieder schaffen.
00:20:57: Dass man ein Stück weit Spontanität für das lässt, was der Tag so bietet.
00:21:04: Als ich, wie Tim eben schon beschrieben hat, meistens recht gut organisiert unterwegs bin, wenn ich irgendwo an den Küstenschottlands bin.
00:21:12: Und auch gut informiert bin darüber, wo es ... die eine oder andere Sichtung von irgendwelchen Meereszeugern gab.
00:21:19: Und da waren gerade einige Orcas um die Schädlendinseln herum unterwegs.
00:21:25: Und wir hatten Zeit und Raum, ja, da dann Abstecher zu machen.
00:21:29: Und der hatte für mich auch und für die Leute, mit denen ich da unterwegs war, auch Priorität, das dann einfach zu versuchen.
00:21:36: Und dann sind wir von Sichtungsort zu Sichtungsort gefahren.
00:21:39: Im Prinzip immer so den Sichtungen wenige Minuten hinterher.
00:21:43: Und irgendwann kam uns dann ein Auto voller strahlender Menschen entgegen.
00:21:48: Die haben dann angehalten, Fenster runtergemacht und ich weiß heute noch, wie die Augen dieser Menschen geleuchtet haben.
00:21:55: Weil sie erzählt haben, dass sie jetzt gerade eine halbe Stunde da direkt am Ufer fünf Meter von ihnen sind, die Orcas gerade am Jagen gewesen und wie sie das alles beobachten konnten.
00:22:06: Sie haben uns dann halt dort hingeschickt, wo die jetzt in welche Richtung die weiter geschwommen sein sollen und wir haben die an diesem Abend nicht mehr gesehen.
00:22:13: Die waren dann einfach weg, die Orcas.
00:22:16: Aber dieses Glück in den Augen der Menschen zu sehen, das habe ich bis heute nicht vergessen.
00:22:25: Ich habe die dann später nochmal wieder getroffen, zwei, drei Tage später, die haben immer noch gestrahlt.
00:22:29: Das ist für mich ja auch Glück, nämlich das wahrzunehmen, dass die anderen da dieses Glück haben durften und nicht traurig zu sein oder nicht enttäuscht zu sein.
00:22:39: Das ist für mich in dem Moment und für uns nicht möglich war.
00:22:42: Aber ihr macht auf euren Reisen jetzt keine expliziten Übungen, also keine Coaching-Reisen oder Gesprächsformate, die ihr da habt.
00:22:51: Wie sieht dann so eine Reise aus?
00:22:53: Ist es dann doch ein Land und Leute, aber auf eine andere Art und Weise, also mit mehr Zeit an gewissen Orten und ein Eintauchen in die Natur?
00:23:01: Da geht es tatsächlich ganz konkret auch um eine Arbeit an etwas.
00:23:06: Sowohl als auch.
00:23:07: Also es gibt eine Reise, Das ist unsere Flower of Life Tour,
00:23:12: wo wir
00:23:14: durchaus auch in diesem Bereich reingehen, dass man, wie man so schön sagt, etwas innere Arbeit mit sich macht.
00:23:23: Wobei wir das versuchen, wirklich in einem Rahmen zu halten, der durchaus einfach auch dann das Reisesetting und das Urlaubsetting nicht verlässt.
00:23:34: Also es sind keine therapeutischen Reisen oder Retweets, wie man so schön sagt, sondern... Es ist nach wie vor eine Wanderreise.
00:23:44: Allerdings mit der Möglichkeit, jeden Tag zu seinem eigenen Leben sich gewisse Aspekte noch mal genauer anzugucken.
00:23:52: Da kommt auch ein bisschen mein beruflicher Hintergrund mit rein, als Coach und auch schamanisch arbeitender.
00:24:01: Aber es ist eben nicht der Schwerpunkt in dem Falle, sondern es ist einfach und das ist eben auch ein... eine Reise, die sich aus einer Idee, aus einer ursprünglichen Idee von Robhouse entwickelt hat.
00:24:14: Und er ist damals auf mich zugekommen und hat gesagt, hey Tim, ich hab da eine tolle Idee, du magst du bestimmt.
00:24:23: Wir haben uns dann die Orte dazu angeguckt.
00:24:25: Es ist eben eine Tour, die geht entlang Spay.
00:24:31: Das ist einer der schönsten Flüsse Schottlands und einer der ... In dem Sinne auch bekanntesten und wertvollsten Flüsse Schottlands.
00:24:40: Es wird eh gesagt, dass das Wasser dieses Flusses sehr heilig ist.
00:24:46: Nicht umsonst haben sich die ganzen Whiskey-Destellarien dort angesiedelt, entlang des Spays oder viele der Whiskey-Destellarien.
00:24:54: Es ist ein sehr natürlicher Flusslauf, an dem man auch, wenn man dem entlangwandert, einfach noch auch sehr in den eigenen Fluss des Lebens tauchen kann.
00:25:05: Und das ist auch die Idee dieser ganzen Tour.
00:25:08: Und auf anderen Reisen, die wir anbieten, ist der Schwerpunkt dann wieder mehr auf Naturerfahrung als solche und auf Wandern.
00:25:17: Wir haben zum Beispiel eine reine oder eine vorwiegende Gipfeltour, die heißt Gipfelglück.
00:25:24: Und da geht es eben in erster Linie auch um die schönsten Berggipfel in den Kerngramms, einem wunderschönen Berggebiet im Osten Schottlands.
00:25:34: Schönes Beispiel.
00:25:35: Diese Tour von der Quelle des Flusses bis zur Mündung ins Meer.
00:25:40: Wie Tim und ich irgendwie auch zusammengekommen sind.
00:25:43: Aus sehr unterschiedlichen Richtungen.
00:25:47: Ich fühlte mich immer sehr wissenschaftlich geprägt.
00:25:50: Ich hab mal Physik studiert.
00:25:52: Ich hab später Tontechnik studiert.
00:25:54: Ich
00:25:55: gehe
00:25:55: häufig sehr faktisch an Dinge heran.
00:25:59: Als ich Tim kennengelernt habe, hat ... seinen Umgang mit Spiritualität mehr einfach.
00:26:04: Hat mir nicht viel gesagt, aber ich habe trotzdem gespürt, dass wir Dinge sehr, sehr ähnlich betrachten, nur aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
00:26:13: Das hat mir dann eher auch einen viel besseren Zugang zu anderen Perspektiven gegeben.
00:26:18: Und ich hatte das, also jetzt nachhinein habe ich das Gefühl, dass ich sehr mit ein bisschen mit so Scholl klappen, sehr engstörmig irgendwie durchs Leben gegangen bin und Sachen immer nur aus einer Perspektive betrachten wollte und dass das funktioniert.
00:26:31: Heute für mich sehr ganz anders.
00:26:35: Und deswegen funktioniert auch so eine Reise.
00:26:37: für mich, weil wir da unterschiedliche Perspektiven, immer noch, ich habe jetzt nicht meine Perspektive komplett um hundred und achtzig Grad gedreht, sondern wir betrachten einfach unterschiedlichste Themen von unterschiedlichen Richtungen und kommen dann aber am Ende bei derselben Idee an.
00:26:57: Für mich auch, es gibt einfach gewisse gemeinsame Nenner, die sich nicht negieren lassen.
00:27:02: Das ist einfach diese tiefe Liebe und Verbindung zur Natur.
00:27:07: Wenn wir einfach mal eine Stunde fast ohne zu reden durch die Natur wandern, dann ist das einfach da dieses Gefühl.
00:27:15: Also dann, ich nehme das immer wahr.
00:27:17: Also wenn wir zusammen in den Highlands unterwegs sind, da müssen wir gar nicht viel reden oft.
00:27:22: Und da ist einfach dieses Gefühl da, was uns total verbindet.
00:27:27: Ist das dann schon spirituell?
00:27:29: ein interessanter Punkt, weil das lässt sich ja durchaus so bezeichnen.
00:27:35: Das ist jetzt ja schon eine spirituelle Erfahrung.
00:27:37: Es gibt aber Menschen, die vielleicht dann eher faktisch geprägt sind, denen sich sofort die Nacken heraufstellen, wenn sie jetzt hören, das ist jetzt spirituell, nur weil ich eine Stunde durchlaufe.
00:27:46: Ja,
00:27:46: so war ich.
00:27:47: Das hat mir genau dieses Gefühl, wenn du sagst, kam in mir hoch und ... Heute verstehe ich mehr, was damit eigentlich gemeint ist, ohne dass das jetzt diese Wolke, die ich eher abgelehnt habe, war vor fünfzehn Jahren
00:28:08: oder so.
00:28:09: Was bedeutet denn spirituell für euch Beile?
00:28:12: Also bitte keine gemeinsame Antwort im Gegenteil.
00:28:17: Es interessiert mich jetzt, was es für dich bedeutet und was es auch für dich, Tim, bedeutet.
00:28:22: Ich finde mal, dass ich das, ich kann das schwer in Worte fassen, weil bei mir ist es halt so ein Gefühl.
00:28:27: Das ist ein ganz bestimmtes Gefühl, was ich in der Natur habe, was mich aber vielleicht sogar auch nach Schottland gebracht habe.
00:28:37: Das kann ich auch kurz erzählen, dass
00:28:39: ich
00:28:39: vor, weiß nicht, wie lange das hier ist, vor sehr, sehr langer Zeit eigentlich musikalisch eher ins Land geführt wurde, weil ich Fan von schottischen Bands und schottischer Musik war.
00:28:52: Und zu dem Zeitpunkt eine Schottlandflagge in meinem Zimmer hing.
00:28:57: Ohne, dass ich jemals physisch da war, dachte ich zumindest.
00:29:02: Ich war physisch nicht da, jetzt ich als Körper.
00:29:05: Aber als ich dann das erste Mal ins Land gereist bin, durch einen Zufall mehr oder weniger, auch nicht, weil ich da jetzt unbedingt hin wollte, habe ich gemerkt, ich fühle mich so sehr zu Hause, dass ich da gar nicht wieder weg will.
00:29:20: Das ist auch wieder so ein Gefühl, was letztendlich bei mir dazu geführt hat, dass ich dann auch gesagt habe, na gut, dann bleibe ich halt hier, dann ziehe ich dahin.
00:29:27: So ein Gefühl, dass mich irgendetwas anzieht und dass ich zum Beispiel an diesen Ort gehöre.
00:29:34: und ich muss mir auch nicht erklären, warum, weil da gibt es keine Formel dafür, da gibt es keine Zahlen, die mir das jetzt irgendwie belegen müssen.
00:29:42: Da reicht es mir auch, dieses schöne Gefühl zu beschreiben
00:29:49: in dem Fall.
00:29:50: Bei dir noch mal bleiben, jetzt hast du ja auch beschrieben, dass anfangs das für dich ein bisschen schräg war, wie dann Tim mit diesem Thema umgegangen ist, beziehungsweise was er da dann gemacht hat, was das ist und so, dann können wir auch gleich nochmal hören, oder kannst du auch gerne erzählen.
00:30:09: Wie hat das dann auf dich gefürgt?
00:30:11: Das ist eine gute Frage, weil ich irgendwie, weil ich so geprägt war, dass man alles ... beschreiben, erklären und informieren fassen
00:30:19: können muss,
00:30:20: weil ich auch noch nicht verstanden hatte, bis Tim mir das dann erklärt hat, was Schamanismus, was Spiritualität
00:30:28: auch
00:30:29: sein kann und dass man nicht zwingend ums Feuer tanzen muss, wenn man mit der Natur verbunden sein will.
00:30:40: Ich glaube, ich hatte einfach eine falsche Begrifflichkeit davon damals, weil ich zu, wie ich eben schon gesagt habe, engstörlich war.
00:30:47: Ich weiß gar nicht, ob es eine allgemeingültige Definition gibt von Spiritualität, wahrscheinlich.
00:30:52: Für mich wäre es eher so ein, was man eben wissenschaftlich dann nicht erklären kann.
00:30:58: Aber wie ist es für dich?
00:31:00: Was verstehst du darunter?
00:31:02: Ja, es ist eben genau die Frage, die ich mir eben auch gestellt habe.
00:31:05: Gibt es eigentlich eine allgemeingültige Definition?
00:31:09: Wahrscheinlich gibt es die irgendwo auch?
00:31:11: Ich finde, die hilft aber eben gar nicht weiter, weil ... Ich habe über die ganzen Jahre mal wieder festgestellt, dass es höchst unterschiedliche Bilder und Schubladen für Spiritualität gibt.
00:31:22: Bestes Beispiel, wenn ich, also manche Menschen haben sofort Religionen, die Kirche im Kopf, wenn man über Spiritualität redet, die reden gar nicht oder die denken gar nicht über so etwas wie Schamanismus oder Urvölker und ihre Spiritualität, das kommt ihnen gar nicht in Sinn.
00:31:43: Insofern hat es, glaube ich, viel mit Prägungen zu tun, wie wir uns damit beschäftigen und was wir darunter sehen.
00:31:51: Für mich, also ich kann das für mich beschreiben, ist es immer schon etwas gewesen, was ich in Verbindung zu Menschen oder zu Wesen, zu Tieren, zur Natur wahrgenommen habe.
00:32:08: Also für mich drückt sich Spiritualität eigentlich in dieser Verbindung.
00:32:13: aus, dass da etwas wie fließt zwischen uns, zwischen Menschen, zwischen allem eigentlich.
00:32:22: Also die Verbindung von allem.
00:32:24: Ich finde, diesbezüglich ja auch den Begriff Esoterik, der auch sehr belastet ist.
00:32:32: Mega interessant, weil eigentlich von der Begrifflichkeit heißt ja Esoterik eigentlich nur, dass alles wie eingeschlossen ist, also die Lehre von der Verbindung.
00:32:43: von allem Verbundenen und von allem Eingeschlossenen im Gegensatz zur Exoterik, was eigentlich eher die Wissenschaft als solche beschreibt, dass alles als gesondertes Ding oder Wesen wahrgenommen wird und dass da keine Verbindung gibt.
00:32:58: Für mich ist das tatsächlich immer schon eine Wahrnehmung gewesen.
00:33:02: Ich glaube, als Kind habe ich das auch noch nicht so bewusst, aber schon irgendwie immer in mir getragen, weil ich teilweise Dinge eben schon wahrnehmen konnte, die sich nicht auf diesen schönen Begriff Zufall reduzieren lassen.
00:33:23: Mir war klar, wenn ich gerade mit Menschen in einem Kreis zusammenstehe und ich habe gerade einen ganz konkreten Satz im Kopf und ich habe ihn nur im Kopf und mein Gegenüber spricht genau diesen Satz H genau so aus.
00:33:41: Dann weiß ich, Das wusste ich damals, glaube ich schon.
00:33:45: Das war eine Information, die war im Feld zwischen uns und die ist geflossen.
00:33:51: Und egal wo sie jetzt gerade herkommt, das ist mir auch dann gar nicht so wichtig.
00:33:55: Es war eine Feldinformation und die war für uns alle gerade verfügbar.
00:34:02: Ich habe das auch schon mit Freunden mal abgeglichen.
00:34:04: Es gibt ja dann wirklich auch... Wenn mehrere Menschen da sehr bewusst mit umgehen, wirklich das Phänomen, dass es dann nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern auch zwischen mehreren Menschen passiert, dass alle gerade von diesem Satz auch wissen, das kann kein Zufall mehr sein.
00:34:20: Also da finde ich die Wissenschaft, die versucht, sowas vielleicht auf den Zufall zu bringen, wieder zu reduziert und zu einfältig.
00:34:32: Da bin ich mir sicher, da gibt es noch andere Erklärungen für.
00:34:36: weiß auch, viele Dinge, auch in der Wissenschaft, wurden irgendwann wieder revidiert, weil man dann plötzlich was Neues rausgefunden hat.
00:34:42: Insofern kann man ja auch in der Wissenschaft immer nur davon reden, dass es gerade der neueste Stand der Erkenntnis ist.
00:34:50: Wo
00:34:51: kratzt so an der Oberfläche?
00:34:53: Ja, ja.
00:34:54: Und ich weiß, Spiritualität beschreibt vielleicht genau das, dass eben alles miteinander verbunden ist.
00:35:04: dass wir aber eben auch vieles gar nicht wissen und vielleicht auch niemals wissen werden.
00:35:10: Vielleicht aber auch mal gewusst haben.
00:35:12: Du hast vorhin Mythologie der Kelten angesprochen.
00:35:16: Genau.
00:35:17: Die war auch nicht aufschreiben konnten.
00:35:19: vielleicht,
00:35:20: oder?
00:35:20: Ja, zum Weltverständnis von den Kelten damals einfach dazugehört hat, dass man sich Geschichten erzählt hat.
00:35:27: Heute tun wir die als irgendwie als Sagen oder als Farbewesen oder was auch immer ab, aber da gibt's ... gerade bei den Gelten gibt es ja einige, die ... die nicht verschwunden sind und auch bis in die heutige Zeit, auch wenn man nur darüber erzählt hat und dann vielleicht auch eine ... entsprechende Epoche lang sich denn darüber lustig gemacht habt oder das in die ... in so eine verrückte ... Welt ... geschoben hat, aber mittlerweile ...
00:35:55: ja.
00:35:55: Es geht ja sogar noch weiter, ne?
00:35:57: Also, bestes Beispiel ist Island.
00:35:59: Ja.
00:35:59: Wo du dann ... gesetzliche ... Regelungen hast, die sich um das Wissen, um Elfen
00:36:06: drehen.
00:36:08: Und dass es ein Ministerium gibt, was sich einfach um die Belange der Elfen kümmert.
00:36:12: Also, da hat ein kompletter Staat mit der Staatsform das integriert.
00:36:19: In gewisser Weise sind solche Geschichten möglicherweise auch, zumindest teilweise, schon ein Versuch gewesen.
00:36:28: sich Dinge zu erklären, die man aber irgendwie nicht greifen konnte.
00:36:31: Das machen wir Menschen ja, ja oft, so wie ich es jetzt gerade gefragt habe, ist ja eigentlich, kann ja gar nicht funktionieren, weil können wir Spiritualität definieren, weil wie kann ich etwas definieren, was eigentlich etwas beschreibt, was ich nicht... definieren und erklären kann.
00:36:50: Wir suchen ja mal Begriffe, ob es esoterik ist, Spiritualität, die wird dann besetzen.
00:36:55: Wo es aber eigentlich völlig unwichtig ist, ob es jetzt diesen Begriff gibt und inwiefern der jetzt abgegrenzt ist wieder von dem.
00:37:02: Schönes Beispiel finde ich immer auch diese Körper-, Seele-, Geist-Differenzierung, wo du eigentlich ja mittlerweile doch ganz gut weißt, das ist eigentlich das gleiche.
00:37:11: Wir versuchen da dann verschiedene Ebenen reinzubringen und da trennscharf Grenzen zu ziehen.
00:37:17: Obwohl ja alles miteinander zu tun hat.
00:37:21: Das versucht der Mensch, glaube ich, sich die Dinge zu erklären.
00:37:25: Und vielleicht ist es ein Stück weit dann auch in diesen Geschichten natürlich der Fall.
00:37:30: Wobei ich aber auch glaube, dass ich in diesen Geschichten, gerade wenn wir an Wald zurückdenken, an Urvölker, dass sich da natürlich auch wieder die Dinge verweben.
00:37:40: Also einmal vielleicht der Wunsch, was zu erklären, aber auch auf der anderen Seite Verbindung, Gespür, Dinge, die vielleicht wirklich so mal wahrgenommen wurden oder auch so passiert sind oder auch nicht, wann auch immer sie passiert sind.
00:37:54: Das ist ja total spannend.
00:37:56: Sich dafür zu öffnen fällt vielen Menschen ja schwer aufgrund dieser Begrifflichkeiten.
00:38:03: Vielleicht sind sie es aber auch gar nicht die Begrifflichkeiten, vielleicht ist es die Angst dann davor, Unbewusst auch, dass ein Weltbild, mit dem man groß geworden ist, durch das man geprägt wurde und dem nicht mehr Stand hält, was man vielleicht an neuen Erfahrungen, Erlebnissen da in sich reinlässt oder wie es eure Erfahrungen damit, vielleicht auch mit Menschen, die da so ein bisschen Berührungsängste haben, wenn es ...
00:38:36: Ja, das habe ich.
00:38:39: Ich habe das ja durch, im Prinzip.
00:38:40: Und es tut nicht weh.
00:38:43: Es tut nicht weh, ein bisschen mehr rechts und links zu schauen.
00:38:45: Ganz im Gegenteil.
00:38:47: Ich finde, dass ich in den letzten Jahren, in denen ich halt, ich sage mal, mehr meiner Sinne, Augen, was auch immer geöffnet habe, dass ich halt sehr, sehr viel mehr dazu gewonnen habe für mich, sehe ich auch bei Gästen, die wiederkommen.
00:39:01: Also, das Schottland scheint bei vielen Gästen ein etwas Besonderes zu öffnen.
00:39:09: Schottland ist so ein Land, das viele irgendwie auf dem Schirm haben.
00:39:14: Da hören wir immer wieder, ah ja, Schottland stimmt, da wollte ich auch mal hin.
00:39:18: Was so ein ganz bestimmtes Gefühl vermittelt.
00:39:20: und ich habe auch immer wieder Gäste, die zu mir kommen und sagen, hey, ich, aus welchen Gründen auch immer, sie schaffen das jetzt nicht mehr in ihrem Leben da diesen Schritt zum Wagen der Auswanderung und so.
00:39:33: Aber Sie würden das auch gerne tun, weil sie da genau dieses gleiche Gefühl
00:39:38: haben, dieses,
00:39:40: wie auch immer man es nennen mag, Heimat, dieses Zuhause-Gefühl, dieses Ankommen.
00:39:46: Das passiert ja nicht nur, bis ja nicht nur mehr passiert und ich bin dann da in Ausgewandern, das passiert ja auch immer wieder Gästen.
00:39:51: Kannst du das erklären, Tim, warum gerade Schottland, so wie du beim Erklären, versuchen in Worte zu fassen, sagen wir mal so, und zu beschreiben, nicht zu erklären, warum Schottland so eine Wirkung hat.
00:40:06: Für mich ist Schottland so in dieser rauen, wilden, ehrlichen Art, die es in sich trägt.
00:40:14: Es ist einfach so ein Herzöffner.
00:40:18: Da sind wir wieder beim Spirituellen.
00:40:19: Ich fühle das so, dass es bei mir immer schon das Herz geöffnet hat.
00:40:24: Ich bin mit Anfang zwanzig das erste Mal in Schottland gelandet.
00:40:28: Damals bin ich durch ganz England teilweise getrampt, teilweise gewandert.
00:40:34: Ich habe mir einen Monat Zeit genommen, habe alle Regionen im Camp gelernt.
00:40:38: Und als ich dann oben im Norden angelangt war, also ich habe im Süden gestartet, in Cornwall, und als ich dann im Norden angelangt war und dort einfach ein paar Schotten begegnet bin und auch dieser Landschaft begegnet bin, da ist nochmal etwas ein Stückchen tiefer gerutscht in mir.
00:40:59: So würde ich das beschreiben.
00:41:01: Ich habe mich vorher schon wohlgefühlt auf der Insel.
00:41:04: Aber da habe ich gemerkt, ist richtig das Herz aufgegangen.
00:41:08: Und das würde ich auch so sagen, wenn ich Menschen begegne oder wenn ich eben Gruppen in Schottland erlebe, was damit ihnen passiert.
00:41:16: Ich habe schon einige Menschen erlebt, die ich am Anfang am Flughafen abgeholt habe und gedacht habe, das könnte jetzt... herausfordernde Reise werden, weil sie einfach so gefühlt so zu und so eng waren gerade und vielleicht auch sehr gestresst von ihrem Leben, was sie bis zu diesem Tag gerade noch erlebt haben.
00:41:41: Teilweise sehr schlecht gelaunt und vielleicht gestresst auch von dem Reisetag, kann ich alles nachverziehen.
00:41:49: Und dennoch weiß man ja nicht, wenn man im ersten Moment auf so jemanden trifft, was kommt dann raus.
00:41:54: Mich hat das manchmal so berührt, wie ich dann so jemanden, den ich am Anfang am Flughafen noch als so eng und gasdick wahrgenommen habe, wie der dann am Ende der Reise mich angestrahlt hat und mir dann gesagt habe, oh Tim, das war so eine tolle Reise.
00:42:14: Hätte ich nie gedacht, dass ich hier in Schottland so tolle Orte entdecken werde und so.
00:42:19: Ich konnte richtig spüren, wie da richtig was aufgegangen ist in diesen Menschen.
00:42:23: Also ich maß mir ja nicht an.
00:42:25: dass ich das jetzt war, sondern ich weiß sehr genau und deswegen gehe ich ja auch selber immer nach Schottland, dass es einfach auch dieses Land ist mit all diesen Orten, all diesen Menschen, all diesen Möglichkeiten, die sich dort ergeben, was allein schon dieses Feld bereitet, dass der Menschen das Herz aufgeht und dass sie auch zu sich finden, so würde ich das beschreiben.
00:42:53: Meine Vorstellung ist so ein bisschen die, dass viel auch noch von dem, von der Tradition, von dem Ursprung der Zeit, die weit zurück liegt, wenn man über Urvölker sprechen und so weiter, in der schottischen Kultur heute präsenter ist, vielleicht, als es in anderen Kulturen, die ja auch gar nicht so weit entfernt voneinander gelebt haben, wie zum Beispiel hier in Deutschland, da einfach noch spürbarer ist, als es... Als es vielleicht bei uns der Fall ist?
00:43:24: Die schottische Geschichte, da musste jetzt nicht Jahrtausende zurückgehen, um zu sehen, dass die Menschen auch noch vor ein paar Jahrzehnten und Jahrhunderten noch relativ eng mit der Natur.
00:43:38: Wir würden heute im Nachhinein vielleicht sagen, Arm im Schottland ist ein armes Land.
00:43:41: Die haben halt nie viel Geld gehabt oder nicht viel Reichtum.
00:43:46: entwickeln können in dem Sinne, dass man aber vielleicht sind sie ja eben gerade doch umso reicher gewesen, weil sie eben sehr Natur nahe gelebt haben.
00:43:56: Gibt es Rituale, die gerade jetzt in Bezug auf die Natur, Verbindung zu Natur, die da einfach auch aktuell noch begangen werden aktiv?
00:44:09: Also ich weiß grundsätzlich, dass natürlich die kältische Kultur an den Rändern von Großbritannia, es ist ja nicht nur in Schottland, das ist auch in Cornwall, in Wales, findet man das auch viel.
00:44:25: Dort, wo auch die kältische Kultur noch sehr gepflegt wird, allein durch die Sprache, durch das Gaelish, aber auch eben durch Alte Rieten, die überliefert worden sind.
00:44:35: Und das sind teilweise eben einfach Jahreskreisfeste, in Wintersondwände, Sommersondwände, Jahresfeste, die Auch noch bestimmte Feiern mit sich bringen, die in der kristischen Kultur auch eine große Rolle gespielt haben.
00:44:52: Aber es sind natürlich auch teilweise einfach Einheimische, die durchaus noch diesen Kontakt zu diesen alten Ursprüngen haben an bestimmten alten Kraftorten.
00:45:06: wie man so schön sagt, also alten Steinkreisen auch Rituale zu pflegen, wo es darum geht, etwas von sich zu lösen oder etwas aus dem eigenen Leben auch zu bewältigen.
00:45:22: Es gibt auch Bünde wie Heiraten oder sowieso damals oft in bestimmten Steinkreisen auch geschlossen worden bei den Kälten.
00:45:33: gibt es auch noch, soweit ich weiß, dass es hier und da in gewissen Dörfern gemacht wird an solchen Orten.
00:45:40: Also es ist schon einiges, was noch existiert.
00:45:45: Und ich habe auch den Eindruck, dass es seit den Neunzigerjahren wieder viel, viel mehr ist, was da auch hervorgeholt wird aus diesem spirituellen Bereich.
00:45:56: Also wenn ich es jetzt wieder mal wieder so nennen darf.
00:45:59: Aber eigentlich ist es die Kultur der Kälten.
00:46:03: die einfach wieder ein Aufleben erlebt.
00:46:08: Die Kelten waren eben immer sehr naturverbunden und haben einfach mit den Dynamiken und mit den Gezeiten des Lebens und der Natur gelebt und haben es eben auch.
00:46:22: was andere Urvölker nicht so gemacht haben, ist sehr gut verschriftlich.
00:46:25: Insofern kann man das halt schon ganz gut noch nachvollziehen.
00:46:29: Es gibt viele Gedichte, es gibt viele Geschichten.
00:46:32: aus der kältischen Mythologie, wo man eben all das ablesen kann und was heute auch noch gepflegt wird.
00:46:39: Und mich hat es immer sehr angesprochen und das ist auch eine Verbindung zu Schottland oder generell zu den britischen Inseln, weil es sehr lyrisch ist.
00:46:51: Also ich mag einfach diese Lyrik, weil für mich ist Lyrik immer auch etwas, was ich mit Natur verbinde.
00:46:59: Ihr habt das Gefühl, wenn ihr das so beschreibt, ein spielerischer Umgang auch mit dieser Vergangenheit, mit dieser Tradition, mit dem, was da war und dem, was ich auch nicht erklären kann oder möchte.
00:47:12: Meine Wahrnehmung ist, wenn ich jetzt auf uns gucke hier in Deutschland, dass es dann doch sehr schnell für viele Menschen komisch wird, wenn man sich da mehr mit beschäftigt oder da irgendwo draußen im Steinkreis steht und ein Ritual begeht.
00:47:27: Das ist nicht so ein... nicht so ein spielerischer, lockerer Umgang auch mit der eigenen Vergangenheit ist und in Verbindung, die da möglicherweise herzustellen sind oder nicht, aber eben Menschen, die versuchen das zu tun, die sind dann schnell, schnell so ein Stempel drauf.
00:47:43: Da können die Geschichten aber auch helfen.
00:47:46: Also, das müssen ja eben keine, in Anführungsstrichen, Geistergeschichten sein oder so was, die du da irgendwo erzählst, weil du irgendwelche Geistertouren machst, sondern gerade jetzt, ne, wir haben jetzt Winter und in der Winterzeit, wo halt der Winter gegen den Frühling kämpft und der Winter jetzt noch ein bisschen länger da sein möchte und die Kali, so heißt das in Schottland, eine, ich würde sagen, sagenhafte Figur, die halt mit St.
00:48:16: Bridget Winter gegen Frühling im Prinzip gekämpft haben und gerade das war jetzt auch wieder Thema.
00:48:23: Leute basteln St.
00:48:24: Bridget Kreuze, die dann Teilweise an die Türen gehängt werden, zur Unterstützung von St.
00:48:29: Bridget oder wie auch immer.
00:48:31: Also das ist halt in der heutigen Kultur noch etabliert, noch vorhanden.
00:48:37: und über das Erzählen, zum Beispiel der Geschichte von der Kalier, wird das dann halt auch viel greifbarer und das ist eben nicht irgendeine Geistergeschichte, dass jetzt hier so ein ganzes Land dann irgendwelche Nessies und was weiß ich, was glaubt, sondern man ... Hat dann eben die Verbindung zu dem aktuellen Leben und den Jahreszeiten in diesem Fall?
00:49:02: Wenn wir nicht nach Schottland reisen.
00:49:07: Und aber auch gerne in der Natur besondere Momente erleben wollen.
00:49:14: Könntet ihr Faktoren nennen, die das Begünstigen, dass da eine besondere Tiefe entsteht, eine besondere Verbindung?
00:49:23: Wie muss so ein Ort?
00:49:25: aussehen, damit die Chance größt möglich wird?
00:49:29: Also für mich war es immer schon auch ein ganz anderes Gefühl, ob ich jetzt zum Beispiel, ich habe mal mehrere Jahre in Köln gewohnt.
00:49:38: Das ist für mich so ein ganz gutes Beispiel.
00:49:39: und es gibt um Köln herum, gibt es schöne große Wälder und Naherholungsgebiete, wie man so schön sagt.
00:49:48: Und ich habe aber dort nie so richtig gemerkt, dass ich da in diese Verbindung komme.
00:49:56: Und ich hab mich auch immer gefragt, hey, das ist ja eigentlich ganz schön.
00:49:59: Also hier um Köln rum, warum?
00:50:01: Es fühlt sich das irgendwie nicht so an, dass ich da so in diese Tiefe komme.
00:50:04: Und letztendlich sind das halt auch Orte, die sind sehr im Laufe der letzten zwei, dreihundert Jahre gestaltet worden.
00:50:15: Vom Mensch.
00:50:17: Also überall da, wo die Natur sehr vom Menschen gestaltet wurde, nach bestimmten Bedürfnissen.
00:50:25: Sei es wir bauen jetzt mal hier noch bisschen Wald an, weil wir müssen mit dem Holz Geld machen und so weiter.
00:50:34: Also überall da, wo zum Beispiel ganz viele Monokulturen entstanden sind.
00:50:40: Das sieht erst mal wie ein normaler Wald aus.
00:50:42: Aber wenn wir genau hinschauen, sehen wir halt überall nur die gleichen Bäume, schön in Reihe gesetzt.
00:50:48: Und dann ist ein ganz anderes Gefühl da, wenn man dann plötzlich mal in so einem Urwald.
00:50:55: also wirklich wo man weiß und ich habe in der eifel ein paar jahre gewohnt in deutschland und Da in der nähe gab es noch ein ur buchenwald.
00:51:08: also man weiß da hat der mensch jetzt nicht groß eingewirkt in dieser kleinen region und das hat sich einfach ganz anders angefühlt.
00:51:17: du hast auch gemerkt Jetzt kommen wir wieder in spirituelle.
00:51:22: Die Bäume haben eine ganz andere Präsenz.
00:51:24: Also, es war wirklich... Ich bin viel mehr sofort innerlich zur Ruhe gekommen an diesen Orten, viel schneller eingetaucht in dieses hier und jetzt.
00:51:37: Und es fühlte sich irgendwie viel gesünder an, so kann ich das beschreiben.
00:51:42: Also, nicht nur in mir, sondern auch dieser Wald fühlte sich insgesamt viel gesünder an.
00:51:48: Für mich sind das... gute Aspekte, woran man schon sich orientieren kann, dass man halt wirklich einfach die Orte sucht, die einfach noch viel ursprünglicher sind.
00:52:00: Und dann kommen wir wieder noch in so einen spirituellen Bereich eher, wenn.
00:52:05: ich habe eben schon von Kraftorten gesprochen.
00:52:08: Aus meiner Sicht gibt es halt auf dieser Welt einfach bestimmte Orte, die nochmal eine bestimmte Kraft in sich tragen, die man auch ... erfahren kann.
00:52:18: Ich hab mit dem Rob da, muss ich mich gerade erinnern, auch schon mal Übungen zu gemacht, weil ich wirklich gespannt war, wie er das wahrnimmt, als jemand, der aus einer anderen Perspektive schaut.
00:52:30: Wir haben für die Floor of Life Tour eine Erkundung gemacht und dann sind wir plötzlich an einem Steinkreis gelandet, am Rande von so einem Estate, also wo auch ein Schloss in der Nähe ist und dann hab ich ihm, glaub ich, gesagt.
00:52:46: Spür doch mal rein, was spürst du denn jetzt?
00:52:48: Und ich fand es mega spannend, weil er hat tatsächlich dasselbe gespürt wie ich.
00:52:54: Also an diesem Ort war wirklich wie so eine hochströmende Energie.
00:53:00: Er kommt aus einer anderen Ecke.
00:53:02: Er ist normalerweise jetzt nicht der Energiefühler, der das jetzt auf seine Visitenkarte schreiben würde.
00:53:13: Aber er hatte dasselbe gespürt wie ich.
00:53:15: Und es hat mir auch gezeigt, ja, ich muss einfach nur einen Moment offen dafür sein und auch am richtigen Ort vielleicht sein, wo man sowas eben auch wahrnehmen kann.
00:53:28: und schon kommt man in diese Erlebnisse auch rein.
00:53:32: Sind diese Orte in irgendeiner Form von außen zu erkennen oder einfach ... nur deshalb auch auffindbar, weil es irgendwo niedergeschrieben wurde oder sich mann sich darüber erzählt, dass dieser Ort ein Energieort ist oder gehst du tatsächlich salopp durch die Gegend und merkst du, momentan hier ist gerade was.
00:53:53: Also ich bin jetzt nicht auf der Suche nach Energieorten.
00:53:57: ganz bewusst, das würde ich gar nicht
00:53:58: beschreiben.
00:53:59: Man
00:54:00: kann ja suchen nach Kraftort, X, Y, da sind dann auch Steinkreise, da treffen sich Menschen seit Jahrtausenden und dadurch sind dann diese Orte bekannt.
00:54:10: Aber vielleicht
00:54:12: sind die auch zu spüren.
00:54:12: Ich kann das jetzt mal beschreiben, wie das auf dieser Erkundung zum Beispiel zustande gekommen ist.
00:54:19: Mir ist irgendwann einfach aufgefallen, als ich mir die Karte angeguckt habe.
00:54:22: Ah, guck mal, da ist auch noch ein Steinkreis.
00:54:25: Spannend.
00:54:27: Also wir wollten sowieso entlang dieser Route dort, weil das entlang des Spays ist.
00:54:32: Und ja, lass da doch mal vorbeischauen.
00:54:35: Also es ist oft sehr intuitiv, es ist oft sehr spontan, was da entsteht.
00:54:39: Und das gar nicht so auffällig.
00:54:41: Also das steht halt wirklich auf der Karte, steht da einfach nur so... kleiner Steinkreis und du hast ja relativ viele Steinkreise in Großbritannien und manchmal steht das auch nur auf der Karte und dann kommst du dahin und siehst einfach nur so ein paar kleine Bröckchen und kannst gar nicht mehr wahrnehmen, dass da irgendwann mal ein Steinkreis war.
00:54:59: Dort konntest du noch ein bisschen mehr erkennen, da standen auch ein paar aufrechte Steine, aber das war ja gar nicht der Punkt, also es war wirklich interessant, dass man da eine sehr klare Energie spüren konnte.
00:55:10: vielleicht auch, weil es nicht so touristischer ist, weil das jetzt kein touristischer Ort ist und da jetzt nicht so viel ... Ja,
00:55:19: nicht so viel ... Negativ Energie drüber läuft.
00:55:20: Ja, ich will gar nicht negativ, aber nicht so viel ... Ich will das gar nicht negativ verteilen, aber eben nicht so viel verwischt
00:55:26: wurde.
00:55:27: Ich kann ein Beispiel nennen hier Deutschland, viele kennen die Externsteine.
00:55:32: Dort war ich ein paar Mal, und das ist ja auch für viele ... nenne ich jetzt mal ... spirituelle Menschen so ein ... sehr wichtiger Kraftort, wurde auch schon viel an Zeremonien gemacht, oder ich glaube auch, dass da manche Menschen immer gewisse Jahresfeiern machen und so weiter.
00:55:52: Aber weil es eben auch gleichzeitig so ein touristisch interessanter Ort ist, weil da einfach viele interessante Felsformationen zu finden sind, merkst du da, so würde ich das beschreiben, einfach sehr diffuse Energien.
00:56:06: Also du merkst da wirklich so ein Mischmasch von Energien.
00:56:10: Es ist nicht so klar.
00:56:11: Es ist keine klare Energie mehr.
00:56:12: Und ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht irgendwann, und es sich auch überliefert, dass es mal ein Kraftort eben war von den Völkern, die dort gelebt haben.
00:56:24: Und dass es da halt eine viel klare Energie auch in sich getragen hat.
00:56:27: Aber das ist eben genau das Ding.
00:56:30: Dass was an Orten gemacht wird, das hinterlässt eine Energie.
00:56:35: Deswegen können Orte teilweise sehr diffuse Energien haben, es können sehr klare Energien haben.
00:56:44: Ich denke auch, dass es häufig für mich zumindest Räume sind, in denen Ökosysteme intakt sind.
00:56:52: Und das kann sich teilweise durch Artenreichtum äußern.
00:56:59: Und das heißt aber auch nicht, dass ich jemanden in ... in den Wald schicken muss in dem Wölfe- oder Luxeleben, die ja sicherlich auch ein Marker eben
00:57:10: für
00:57:10: die Gesundheit eines Ökosystems sind.
00:57:13: Weil letztlich ist halt jede Erfahrung, die man in so einem Wald oder auf einer Wiese oder irgendwo an einen Gewässern machen kann, nicht von der Größe dieser Lebewesen, sei es Pflanzen, Pilze oder Tiere, da abhängig.
00:57:33: kommt halt wieder der Faktor Zeit mit rein.
00:57:35: Also man muss sich die Zeit nehmen, dann sich unter den Baum oder auf eine Wiese zu legen und dann auch mal auf das Eichhörnchen zu warten oder auf den Baummarder oder auf den Schmetterling oder was auch immer.
00:57:47: Und gerade bei Kindern, also man kennt das aus der Kindheit vielleicht noch.
00:57:53: Ich bin jetzt, ich selber, Tim kennt das Problem, dass ich ein riesen Fan von Orcas bin.
00:58:00: Aber und meinen Leben lang schon hinterherrenner und sie jetzt live noch nie gesehen habe.
00:58:06: Kinder haben diese Erfahrung mit Dinosauriern.
00:58:09: Keiner hat jemals, du musst halt nicht in den Zoo gehen, um Fan von irgendwelchen Tieren zu werden.
00:58:16: Artgerecht ist nur die Freiheit.
00:58:18: Wir können da irgendwo draußen sein und einen Tier beobachten, dass einem diese Naturerfahrung gibt.
00:58:28: Und das muss halt eben nicht der ... Das Tier sein, dass man hier vielleicht in unseren Lebensräumen jetzt in Deutschland oder in Schottland gar nicht findet.
00:58:36: Sondern das kann halt ein ganz unscheinbares, ganz unscheinbare Begegnung sein, die man machen kann.
00:58:42: Und wenn man sich die Zeit dafür nimmt für diese Begegnung, dann kommen die Tiere auch an.
00:58:47: Also das ist, sage ich es immer wieder, Tiere.
00:58:50: Aber das können auch andere Dinge sein, die man da erfährt.
00:58:53: Ja, das ist ja oft so.
00:58:54: Sobald du dich für etwas öffnest, dann ... glaube ich schon auch, dass du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass es dir begegnet.
00:59:05: Das ist immer bei dem Thema Resonanz.
00:59:08: Genau.
00:59:09: Das habe ich auch oft zu erfahren.
00:59:11: Also ich kann das nur so beschreiben, wenn ich in eine bestimmte innere Geschwindigkeit, ich will es mal auf dieses Wort bringen, weil das verstehen glaube ich viele, wenn ich so sehr runtergefahren bin, in mir zum Beispiel auf einer Wanderung, dass ich in so eine bestimmte Geschwindigkeit komme.
00:59:29: die vielleicht sehr in Harmonie mit diesem Ort ist, dann entsteht sowas.
00:59:36: Und manchmal komme ich noch mit einer viel höheren Geschwindigkeit an so einen Ort, so irgendwie sehr hoch getaktet.
00:59:44: Und dann muss ich erst mal runterfahren, erst mal runterkommen und erst mal langsamer werden.
00:59:50: Und dann plötzlich komme ich eben in so eine Frequenz, die sehr mit der übereinstimmt von diesem Ort und plötzlich kommt es zusammen.
00:59:59: Das habe ich dann auch oft schon gehabt, dass ich dann plötzlich auf so einem Stein saß und meinen Butterbrot gemimmelt habe.
01:00:04: Und dann auf einmal kam da ein Vogel, kam da ein Vogel und einer setzte sich so auf meinen Beinen.
01:00:12: Und was du normal ja nie hast, also die fliegen ja alle mal weg hier in der Stadt, also wenn du den zu nah kommst.
01:00:20: Aber in so einem Ort ist es dann plötzlich möglich.
01:00:22: Und Butterbrot ist ein guter Tipp dann, wenn es um
01:00:25: Vögel geht.
01:00:25: Vielleicht
01:00:26: war es auch das Butterbrot, ich weiß es nicht, aber...
01:00:31: Ja, vielen Dank, ich finde es... Also dadurch wird es, glaube ich, sehr viel nachvollziehbarer.
01:00:40: Wenn du jetzt nur sagst, du musst dich für was öffnen und dann passiert es auch.
01:00:45: Dann denkst du wahrscheinlich erst mal eher, glaube ich, irgendwie nicht.
01:00:50: Da passiert nichts.
01:00:52: Aber wenn wir wirklich ein bisschen besser verstehen, was das bedeutet, dieses Öffnen, wie du es gerade auch beschrieben hast, die Frequenz runterfahren, dadurch öffnen sich natürlich auch die Sinne schon wieder also reinkörperlich.
01:01:05: Also da gibt es ja durchaus Ebenen, die du auch beschreiben kannst, wissenschaftlich, selbst wenn du gar nicht so spirituell tigst, wo du dann doch vielleicht ein bisschen näher rankommst und das ein bisschen besser verstehen kannst, auch wenn du jetzt gar nicht mal per se saß, ich lad das alles ein, zum ihr dieses ganze spirituelle.
01:01:26: Ihr habt es teilweise schon schon angesprochen, ihr habt ja auch eine Vergangenheit.
01:01:30: Als Reiseleiter, ihr wart in Reiseunternehmen auch, also nicht selbstständig, gab es so einen Moment für euch, wo ihr gesagt habt, jetzt reicht es, oder war das so ein schleichender Prozess zu sagen, ich glaube, ich möchte das anders machen.
01:01:44: Wir möchten das anders machen und da was anderes offerieren.
01:01:48: Naja, es gab schon so einen Schlüsselmoment, würde ich beschreiben, wo Rob und ich auf einer Wanderung waren bei ihm in der Nähe, wo er wohnt in Schottland.
01:01:58: Durchaus schon die Idee da war, dass wir, also er hatte zum Beispiel schon die Idee von dieser Flow of Life Tour, also dass wir zukünftig auch Touren zusammengestalten und durchführen werden, in welchem Rahmen auch immer, das war noch unklar.
01:02:14: Aber gleichzeitig Erzählte mir Rob von dem Frust, den er gerade vor sich hergeschoben hat, mit bestimmten Veranstaltern.
01:02:24: So diesem Erlebnis, dass sie gar nicht zu schätzen wissen, so würde ich es einfach mal behaupten, was Rob da bereits für tolle Reisen kreiert hatte in Schottland.
01:02:36: Dass da so der Wunsch, und das ist tatsächlich so eine allgemeine Tendenz, die wir ja auch beide beobachtet haben in der ganzen Reisebranche, dass so die Tendenz danach ist, einfach so ... Einfach konstruierte, möglichst kostengünstige Reisen zu gestalten, die man super verkaufen kann.
01:02:56: Wo uns bereits in der Beschreibung immer jegliche Lust vergeht, das überhaupt zu kreieren als auch zu leiten.
01:03:05: Weil gerade das Besondere, das einzigartige, das vielfältige, das durchaus aufwendigere für uns erst spannend ist.
01:03:17: So habe ich das immer wahrgenommen.
01:03:18: Und da finden wir uns auch sehr.
01:03:19: Also das an der Stelle, wo es einfach runtergebrochen wird auf so eine Oberflächlichkeit von Schottland-Erfahrung, die Highlights von Schottland kennenlernen, wo man dann kurz irgendwo an den wichtigsten, in Anführungszeichen, wichtigsten Orten aussteigt, sein Foto macht und dann wieder einsteigt in den Bus und dann zum nächsten hoppelt.
01:03:44: Also das ist genau die Art von Reise, die wir persönlich niemals machen würden und die uns auch überhaupt nicht reizt zu leiten.
01:03:52: Und ich habe eben diesen Frust bei ihm wahrgenommen.
01:03:56: Ich habe gleichzeitig gesehen, was er da bereits an tollen Reisen auch kreiert hat, die jetzt auch teilweise eben in unserem Programm mit drin sind.
01:04:05: Und dann habe ich gesagt, hey.
01:04:07: Ganz ehrlich, wir beide haben jetzt so viel Erfahrung in diesem Reisebusiness.
01:04:11: Wir haben jetzt schon beide über zehn Jahre Reisen geleitet.
01:04:15: Wir wissen, wie das alles funktioniert.
01:04:17: Wir wissen, wie man die Reisen baut.
01:04:19: Wir wissen, wie man Reisen erkundet und auch spezielle Orte mit integriert.
01:04:27: Wir haben das logistische Know-how von allem.
01:04:30: Rob hat ein Riesennetzwerk in Schottland mittlerweile aufgebaut.
01:04:35: zu auch sehr vielen interessanten Projekten und besonderen Menschen, habe ich ihm einfach gesagt, hey Rob, ganz ehrlich, wir können das selber viel besser.
01:04:47: Und ich würde es mal so beschreiben, ohne dir jetzt zu nahezutreten, dass du in dem Moment selber das oder kurz vorher, glaube ich, noch gar nicht so gesehen hast, weil du vielleicht auch noch nicht das Selbstbewusstsein mit dieser Idee hattest, hey.
01:05:02: Lass es doch alles selber machen.
01:05:04: Ich
01:05:04: hab mal drinsteckt.
01:05:06: Genau.
01:05:08: Und es ist natürlich auch einfacher, in Anführungszeichen erstmal für andere einen Auftrag zu erfüllen, sehr immer so.
01:05:17: Dann kann ich mich ein bisschen mehr zurücklehnen, hab nicht die Verantwortung, alles selber hinzukriegen.
01:05:22: Und andererseits, klar, haben wir halt auch die totale Begrenzung wahrgenommen an der Stelle.
01:05:28: Also das ist halt wirklich eigentlich das, was wir ... dort sehen und wollen und spüren und dass das halt alles völlig gedeckelt wird.
01:05:38: Und dass es auch gar nicht geschätzt wird von einem Unternehmen oder von den Unternehmen, die vielleicht auch einfach so groß geworden sind am Markt, dass sie für das Besondere gar keinen Blick mehr haben, sondern dass es da eher um Zahlen geht.
01:05:58: um Verkaufbarkeit und um Statistik.
01:06:01: Deswegen
01:06:01: haben wir auch gesagt, oder keine Ahnung, ich kann jetzt auch nicht so wirtschaftlich denken und sagen, wir müssen jetzt irgendwie ein Riesenunternehmen aufbauen, können wir gar nicht.
01:06:10: Das skaliert nicht.
01:06:11: Das Unternehmen ist halt extrem, das Projekt Reisen ins Glück, ist halt von Tim und mir abhängig.
01:06:17: Ja, aber
01:06:17: kann sein, ihr könnt ja nichts beliebigen, Guide jetzt einstellen.
01:06:21: Dann machst du jetzt.
01:06:22: Der Anspruch, den wir haben an unsere Arbeit, an uns selber ist so hoch, Also es hört es vielleicht auch ein bisschen schwierig an, aber ich weiß halt, dass viele Guides
01:06:35: sich
01:06:36: irgendwie über Wasser halten mit diesen Saisonjobs.
01:06:41: Und ich würde es gar nicht mehr vorwerfen, weil es ihr Brotjob ist, auch nicht mehr das Herzblut für die einzelnen Reisen haben, sondern weil es ihr täglich Brot ist.
01:06:51: Wenn Sie das ein ganzes Jahr lang machen an unterschiedlichsten Destinationen, dann ist es halt ein täglich Bootjob.
01:06:57: Man kommt dann vielleicht auch schnell in so ein Trott rein.
01:07:00: Dass sie halt eher, dass sie sich dann gewohnt sind, Schottland zu erklären, was es irgendwie ist oder was es sein soll, anstatt das selbst erleben zu lassen.
01:07:12: Und das wollen wir halt nicht.
01:07:14: Also wir wollen eben nicht in so ein Fahrwasser kommen.
01:07:19: Und wir selber haben einen ganz anderen Anspruch, weil wir wissen, unsere Reisen funktionieren auch nur, dass, wenn wir genau in dieser Kraft beide sind, dass wir unsere Liebe, unser Herzblut für Schottland auch zeigen können.
01:07:36: Das hat dann eben genau auch diese Energie in sich, die es braucht.
01:07:41: Und wenn andere Menschen das auch haben, Und wir kennen diese Menschen, dann ist es durchaus eine Möglichkeit, mit denen da zu kooperieren.
01:07:51: Wann schrillen bei euch die Alarmglocken, wenn ihr so eine Reisebeschreibung lest, Highlights?
01:07:56: Das ist so ein Signalwort.
01:07:58: Ja, das ist ein gutes Signalwort.
01:08:00: Highlights oder wenn irgendwo schon steht, die besten oder... Also immer so diese... Typischen Klauseln in Superlattiven, wo wir wissen, das sind jetzt einfach Marketingsprüche.
01:08:14: Es ist interessant, es gibt schon so ein typisches Marketing Latein und daran kann man das oft schon ein bisschen erkennen, ob jemand jetzt wirklich an diesem Ort schon war.
01:08:24: Weil wir wissen, das wissen vielleicht viele Gäste nicht, aber wir wissen, viele Agenturen bauen Reisen am Schreibtisch.
01:08:33: Die waren niemals dort.
01:08:35: Geht gar nicht nach unserer Fassung?
01:08:38: Weil es eben ein Konstrukt ist, was völlig leblos erstmal ist.
01:08:44: Was so ein bisschen wie AI funktioniert.
01:08:46: Also man kann sich das, man kann ja auch von der AI mittlerweile kann man sich eine Reise zusammenstellen lassen.
01:08:51: Es wird halt irgendwie recherchiert.
01:08:53: Und mittlerweile kannst du genügend Informationen im Internet bekommen, um dir eine Reise zusammen zu basteln.
01:09:00: Aber wenn du an den Orten noch nicht warst und wenn du da überhaupt keinen Kontakt zu herstellen kannst, dann ist es halt sehr leblos.
01:09:07: Ihr beiden nicht.
01:09:08: Ich danke euch ganz herzlich für den Einblick.
01:09:10: Also einmal natürlich hinter die Kulissen der Reisewelt.
01:09:14: Das ist ja ganz interessant für alle, die diesen Einblick nicht so haben, aber vor allem auch für den Einblick in eure Seelenwelt, euer Innerstes, wie ihr daran geht an das Reisen, das Gestalten von Reisen, aber auch das Erleben von Natur.
01:09:33: Ganz, ganz herzlichen Dank für euren Besuch.
01:09:35: Vielen Dank für deine Zeit.
01:09:37: Ja, danke dir, Christo.
01:09:38: War sehr angenehm.
01:09:40: Wünsche euch ein wunderbares Jahr, natürlich.
01:09:42: In Schottland, in der Schweiz, mit Tierbegegnung Orcas, vielleicht.
01:09:47: Steht da was an?
01:09:47: Orcas
01:09:48: in der Schweiz?
01:09:51: Das wär noch was, ne?
01:09:53: In Gedanken, aber Orcas in Schottland.
01:09:55: Wann sind die unterwegs?
01:09:57: Ganzjährig.
01:09:58: Sowohl im Sommer sind ein paar mehr unterwegs, aber wir haben ganzjährig Orcas.
01:10:03: an unseren Inseln und Küsten.
01:10:05: Was ist dein Highlight in der Schweiz?
01:10:07: Highlight?
01:10:08: War ein Tierbegegnung?
01:10:11: Was wünschst du dir für dieses Jahr vielleicht?
01:10:12: Ah, was wünsch ich mir?
01:10:14: Es gibt tatsächlich, also da verbindet sich das auch wieder mit Schottland.
01:10:19: Da haben wir viel darüber geredet.
01:10:21: Es gibt tatsächlich relativ viele Luxe in der Schweiz, in Bergen.
01:10:25: Ich habe zumindest auch schon dort Spuren entdeckt.
01:10:29: Und ich würde schon mal gern auch Lux in der Wildbahn begegnen.
01:10:33: Das wäre schon toll.
01:10:33: Ich hab da übrigens von geträumt.
01:10:36: Das ist ein Traum.
01:10:37: Das ist ja schon
01:10:38: mal ein Traum.
01:10:38: Dann hab ich einen Robbe erzählt und ich hab gesagt, wir müssen es unbedingt machen.
01:10:42: Also das ist wie eine Vision, dass wir auf einer Wildlife-Tour in Schottland unterwegs waren mit vier mal vier.
01:10:52: Und so durch die Wildnis gefahren sind und auf einmal ... Ich bin vorne im Fahrzeug gewesen mit Gästen und er hinten und dann haben wir auf einmal eine Lux-Familie gesehen und angehalten.
01:11:05: Also das habe ich wirklich geträumt.
01:11:06: Also ich bin mir sicher, das werden wir erleben.
01:11:09: Ich wünsche euch.
01:11:10: Danke.
01:11:10: Danke,
01:11:11: danke.
01:11:17: So, ich habe ja eingangs gesagt, dass diese Folge keine Werbefolge ist für die Reisen von Rob und Tim.
01:11:24: Aber ich habe auch versprochen, dass, wenn dich das interessiert, ich natürlich nochmal die Website der beiden hier nenne.
01:11:32: Die Website ihres Reiseangebots.
01:11:35: Und zwar heißt das Reisen ins Glück.
01:11:37: Und du erreichst es unter Reisen ins Glück.
01:11:41: Alles zusammengeschrieben.
01:11:42: Glück mit UE statt einem Ü. also reiseninsglück.com.
01:11:50: Wie du das gewohnt bist, wenn du den Newsletter schon abonniert hast, dann bekommst du am Sonntag, da geht der Newsletter immer raus, alle Infos aber auch nochmal schwarz auf weiß in einer E-Mail.
01:12:05: Alle Infos zu Rob und Tim, zu ihrem Angebot und darüber hinaus weitere Inspiration zum Draußen sein für mehr Freiheit und mehr Abenteuer in unserem Leben.
01:12:16: Und wenn du den Newsletter noch nicht abonniert haben solltest, dann kannst du es tun unter christoferster.com.
01:12:23: raus.
01:12:24: Ich sag das immer wieder ist aber wichtig, weil es natürlich viele Menschen gibt, die die einzelnen Folgen dann nicht sofort hören, wenn sie erscheinen, sondern erst später, vielleicht weil sie den Podcast erst dann entdeckt haben und sich sukzessive durchhören durch die Folgen, die es schon gibt.
01:12:42: Du kannst den Newsletter einfach jederzeit abonnieren in jeder Ausgabe.
01:12:47: die verschickt wird, findest du unten ein Link zum Newsletter-Archiv und da sind alle Newsletter der vergangenen mittlerweile sechs Jahre aufgelistet und da kannst du dich dann durchsuchen und findest auch die Informationen
01:13:01: zu
01:13:02: Rob und Tim und ihren Reisen ins Glück.
01:13:06: Ich danke dir ganz herzlich fürs Zuhören, freue mich wenn du nächste Woche wieder dabei bist, da gibt es natürlich eine neue Folge frei raus und bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.
01:13:20: Das war's, das war's.
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