Weg der Hoffnung – warum Gerald Klamer in 99 Tagen durch ganz Deutschland wandern will
Shownotes
// Das Wandern ist des Klamers Lust, schon lange, vor allem das Fernwandern hat es dem ehemaligen Förster angetan. Allein in den letzten Jahren hat Gerald Klamer unter anderem lange Touren in Namibia, den Anden, in den USA und Skandinavien gemacht. Auch durch Deutschland ist er schon 6.000 Kilometer am Stück gewandert. Jetzt will er sich die Heimat noch einmal aus einer anderen Perspektive bzw. auf einer anderen Route ansehen. Nur wenige Tage vor dem Aufbruch zu dieser 99-Tage-Wanderung, hat Gerald im FREI RAUS Studio vorbeigeschaut. Ich spreche mit ihm über das, was vor ihm liegt (diesmal „nur” 4.000 Kilometer, aber ein ganz besonderes Motto), über seine Erwartungen, seine Ausrüstung und das, was ihn hierzulande vor die größte Herausforderung stellt. Gerald verrät, was er unter Abenteuerwandern versteht, berichtet vom Überqueren wilder Gletscherflüsse in Argentinien und hält ein überzeugendes Plädoyer für das Übernachten direkt in der Natur.
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// Outro-Song: Dull Hues by Lull (audiio.com)
Transkript anzeigen
00:00:00: Nachdem ich da schon reingegangen war in den Fluss, war mir völlig klar, das funktioniert nicht.
00:00:04: Das ist viel zu gefährlich.
00:00:06: Das geht also nur auf den Pferderbrücken.
00:00:08: Und dann sind die zu zweit in den Fluss rein.
00:00:11: Und irgendwann ist mir das Herz fast stehen geblieben.
00:00:16: Was führt zu mehr Naturverbundenheit, als wirklich draußen im Wald zu übernachten?
00:00:22: Wer das noch nie gemacht hat, das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis.
00:00:26: Und es wäre wirklich, wirklich sehr schade, wenn wir diese Erlebnisse in Deutschland nicht haben könnten.
00:00:34: Wenn ich viertausend Kilometer durch Deutschland wandere, das habe ich diesmal nämlich vor, werde ich auch ganz viele Leute treffen.
00:00:40: Diese Leute eben auch danach fragen, wie für sie eine hoffnungsvolle, eine positive Zukunft aussehen kann.
00:01:07: Und Abenteuer in unserem Leben.
00:01:09: Ich bin Christoph Förster und habe hier heute jemanden für dich, der gerade kurz davor ist, aufzubrechen zu einem großen Abenteuer.
00:01:18: Und zwar Gerard.
00:01:19: Gerard Klammer.
00:01:21: Es ist ja so, dass in Podcasts und auch in diesem Podcast oft darüber gesprochen wird, was man so erlebt hat, wie das alles so war.
00:01:32: Ich finde es aber auch immer sehr interessant vor.
00:01:35: einer großen Unternehmung mit Menschen zu sprechen und mal zu schauen, was sie so erwarten, wie es ihnen geht, so kurz vor dem Start.
00:01:44: und besonders freue ich mich immer, wenn ich Menschen dabei auch persönlich in die Augen gucken kann und zwar nicht nur über ein Bildschirm, sondern live und vor Ort.
00:01:55: Gerald ist heute zu Gast bei mir im Freirausstudio in Hamburg und das nicht zum ersten Mal.
00:02:01: Wir haben hier schon vor einigen Jahren gesprochen über seine Waldwanderung durch Deutschland, auf die wir heute auch zwischendrin immer mal Bezug nehmen.
00:02:11: Ich habe ihn aber auch schon gesprochen über seine Wanderung durch Rumänien, durch das wilde Herz der Kapaten.
00:02:18: Bei Geralt ist es aber so, wenn du ihn dann mal sprichst alle ein, zwei Jahre, dann hat er nicht nur eine große Wanderung gemacht, sondern du weißt gar nicht so recht, wo du anfangen sollst, weil er so viel erlebt hat.
00:02:34: Gerald ist sehr viel draußen unterwegs, er liebt das Wandern.
00:02:38: Ich habe gerade vor einigen Tagen in der Vorbereitung auf das Gespräch mal auf eine Karte geguckt, die ich auf seinem Blog gefunden habe, wo er verzeichnet hat, wo auf der Welt er überall schon welche Wanderungen gemacht hat.
00:02:54: Und das ist schon sehr, sehr beeindruckend.
00:02:56: Wir sprechen heute aber vor allem darüber, warum es ihn jetzt für eine große Wanderung wieder nach Deutschland geführt hat.
00:03:06: Er ist immer wieder zwischendrin auch mal in Deutschland.
00:03:08: Er hat seinen Lebensmittelpunkt durchaus in Deutschland und zieht von Deutschland dann los in die weite Welt, hat sich aber jetzt eben entschlossen, mal nicht in die weite Welt zu ziehen, sondern Deutschland noch einmal zu durchqueren.
00:03:25: Zu Fuß.
00:03:26: und auf eine ganz besondere Art und Weise.
00:03:29: Gerald ist ohnehin mit viel Lust aufs Ungewisse unterwegs, er nennt das Abenteuerwandern, auch über diesen Begriff werden wir heute sprechen.
00:03:38: Er hat für diese Wanderung durch Deutschland aber auch ein ganz besonderes Motto, einen inhaltlichen Aufhänger.
00:03:46: Welche das ist und inwieweit auch der eine Herausforderung darstellt,
00:03:51: auch
00:03:51: das erfährst du in dieser Folge.
00:03:54: Wir sprechen über das draußen übernachten in Deutschland mit und ohne Zelt.
00:04:01: Was darf ich da?
00:04:02: Wie macht Geralt das?
00:04:04: Wie sollte das vielleicht sein?
00:04:07: Wie lassen sich da vielleicht auch Möglichkeiten finden, auch inspiriert von anderen Ländern da in Deutschland mal drüber nachzudenken?
00:04:15: über den Status quo.
00:04:17: Ganz, ganz interessanter Punkt, den wir auch heute ansprechen.
00:04:20: Ich frage Geralt auch, wie er ausgestattet ist in Bezug auf seine Ausrüstung.
00:04:26: Wir sprechen über verschiedene Wanderwege und richtig gute Momente in der Natur.
00:04:32: Geralt war bevor er sich vor einigen Jahren entschieden hat, nur noch zu wandern und vom Wandern zu erzählen, eigentlich Förster von Beruf.
00:04:40: Und diese Erfahrung nimmt er natürlich immer mit, wenn er unterwegs ist.
00:04:45: Das heißt, er hat auch einen ganz besonderen Blick auf die Natur.
00:04:49: Du bekommst in der heutigen Folge also quasi zwei Förster.
00:04:54: Wir gehen gleich rein, atmen aber noch einmal kurz durch.
00:05:18: Gerhard, herzlich willkommen.
00:05:19: Schön, dass du da bist.
00:05:20: Ja, schön, dass ich wieder mal bei dir bin.
00:05:22: Es ist ja jetzt schon das dritte Mal, kaum zu glauben.
00:05:26: Ach, dreimal ist es ein Dettual, würde ich sagen.
00:05:29: Bist du schon, gehörst du zum Inventar.
00:05:31: Ich freue mich besonders, dass du heute hier bist, weil du kurz vor dem Aufbrechen bist zu einem neuen Projekt einer neuen Wanderung.
00:05:39: Was hast du vor?
00:05:40: Tatsächlich geht es in knapp zwei Wochen los, am fünften Februar.
00:05:44: Und es ist wieder eine Deutschlandwanderung.
00:05:47: Meine große Waldwanderung, sechs Tausend Kilometer durch Deutschland, habe ich ja im Jahr zwanzig gemacht.
00:05:53: Damals bin ich auch im Februar gestartet, am sechsten zwanzigsten Februar.
00:05:57: Diesmal geht es am fünften Februar los.
00:05:59: Das Ganze ist wieder ein Projekt.
00:06:01: Allerdings diesmal nicht nur auf Wald und Natur bezogen.
00:06:04: Ich habe das Projekt Weg der Hoffnung genannt.
00:06:07: Ich will dem allgemeinen Pessimismus in der Gesellschaft ein bisschen was entgegen setzen.
00:06:13: Der Ausgangspunkt dafür ist im letzten Jahr gewesen.
00:06:18: Ich bin ziemlich viel unterwegs gewesen.
00:06:20: Zum Teil waren die Nächte ziemlich lang und wir haben auch Podcast gehört.
00:06:24: Wir, das sind meine Freundin und ich.
00:06:26: Wir waren da also zusammen unterwegs.
00:06:29: Viele politische Podcasts auch durchaus.
00:06:31: Dabei ist mir aufgefallen, dass Deutschland in vielerlei Hinsicht in einer tiefen Krise ist.
00:06:38: Und in diesen Podcasts werden häufig gute Analysen aus meiner Sicht gegeben, aber eigentlich nie positive Lösungsvorschläge, obwohl es die meiner Meinung nach durchaus gibt.
00:06:52: eigentlich auch gar nicht lange überlegt, was ich denn machen kann.
00:06:55: Das ist mir eigentlich wie so eine Inspiration gekommen, dass wenn ich wieder meine Leidenschaft für das Wandern mit Ja, diesen Aspekt, wenn ich viertausend Kilometer durch Deutschland wandere, das habe ich diesmal nämlich vor, werde ich auch ganz viele Leute treffen.
00:07:11: Und diese Leute eben auch danach fragen, wie für sie eine hoffnungsvolle, eine positive Zukunft, natürlich nicht in persönlicher Hinsicht, die ist auch immer wichtig, aber mir geht es dann natürlich eher um die gesellschaftliche Hinsicht aussehen kann.
00:07:27: Und ich möchte halt diese Stimmen praktisch einsammeln, auch gerne unterwegs schon Leute treffen, die jetzt schon sehr hoffnungsvolle Projekte machen.
00:07:36: Das
00:07:37: heißt, die verabreden konkret mit Menschen?
00:07:39: Genau, da verabrede ich mich auch konkret mit Menschen.
00:07:42: Ich bin jetzt zum Beispiel sehr froh, dass gleich am Start am fünften Februar in Angermünde jemand dabei ist, eine Chemikerin, die eine Firma gegründet hat.
00:07:54: Sie hat einen Verfahren für umweltfreundliche Schiffslacke entwickelt.
00:07:59: Die sind bisher extrem giftig.
00:08:01: was auch relativ verständlich ist, weil alle möglichen Lebewesen setzen sich gerne an Schiffen fest, ob das nun Eigenmuscheln oder sonst was sind.
00:08:10: Und die machen die Schiffe dann einfach sehr langsam.
00:08:13: Deswegen ist das halt nicht gewünscht.
00:08:15: Früher haben die Matrosen ständig ihre Schiffe geschrubbt.
00:08:19: Heute hat man das lange Jahre mit Chemie praktisch gelöst, die halt auch ziemlich giftig ist.
00:08:24: Und sie hat da halt ein revolutionäres umweltfreundliches Verfahren entwickelt.
00:08:28: Ja, wir werden dann also die ersten Kilometer zusammen laufen, was ich so ganz toll finde.
00:08:33: Also solche Beispiele suche ich natürlich auch unterwegs.
00:08:36: Das müssen nicht nur Unternehmer sein, das könnte zum Beispiel auch ein Lehrer oder eine Lehrerin sein.
00:08:42: Dies schafft auch nicht deutschsprachige Kinder zu integrieren.
00:08:46: Das ist ja auch eine ganz große Herausforderung bei uns in der Schule und so weiter und so fort.
00:08:52: Also das möchte ich ein bisschen einsammeln.
00:08:55: Und im zweiten Schritt möchte ich gerne Experten in den jeweiligen Bereichen mit den eingesammelten Resultaten praktisch konfrontieren.
00:09:05: Also nach der Wanderung.
00:09:06: Nach der Wanderung.
00:09:07: Nach der Wanderung.
00:09:08: Konfrontieren hört sich ein bisschen negativ an, aber es geht natürlich darum zu sprechen und dann auch Lösungen aufzuzeigen.
00:09:15: Denn... Ich persönlich bin von der Grundeinstellung ein optimistischer, ein positiver Mensch, aber ich denke auch tatsächlich, dass es für die meisten Probleme, die wir haben zur Zeit, eigentlich gute Lösungen gibt, so dass wir tatsächlich nicht in den Krisen stecken bleiben müssen, sondern da auch rauskommen können.
00:09:35: Ist deine Recherche schon abgeschlossen oder können wir hier noch einen kleinen Aufruf starten für Menschen, die sagen, was auf.
00:09:42: Da habe ich auch was, da kenne ich jemanden.
00:09:44: Interessant ist es vielleicht auf dem Weg.
00:09:48: Sehr, sehr gerne.
00:09:50: Nein, da bin ich natürlich völlig offen und freue mich einerseits über Leute, die solche hoffnungsvollen Projekte schon machen.
00:09:59: Gerne auch mit mir Kontakt aufnehmen, aber ich freue mich auch selbstverständlich über jeden, ich unterwegs treffe, sei es um Kaffee zusammen zu trinken, sei es um ein paar Schritte zusammen zu gehen, ja ich will einfach ins Gespräch kommen.
00:10:12: Das ist natürlich, da kommen wir vielleicht zu einem kleinen Konflikt dabei, weil ich diese Wanderung gleichzeitig so ein bisschen auch als persönliche Herausforderung für mich sehe.
00:10:24: und für mich besteht die Herausforderung darin, dass ich diese viertausend Kilometer in nur in neunzig Tagen laufen will.
00:10:31: Das ist ein
00:10:32: Schnitt
00:10:33: von forty Kilometern pro Tag.
00:10:35: Was machbar ist, aber durchaus eine gewisse... Für
00:10:38: einen Schnitt ist das schon nicht ohne.
00:10:41: Und da musst du schon auch mal einen Tag haben, wo du fünfzig gehst, vielleicht, weil auch welche dabei sein werden, wo du nur dreißig
00:10:46: schaffst.
00:10:47: Genau.
00:10:48: Das heißt, bezogen auf die Idee mitzugehen, die kleine Einschränkung, es wird sportlich.
00:10:54: Man kann aber auch gerne, vielleicht je nach Weg, muss man mal schauen, mit dem Fahrrad nebenher fahren.
00:10:59: Ja, das kann man... Und das Mitgehen wird sich eher weniger auf den ganzen Tag beziehen.
00:11:05: Aber für ein paar Kilometer ist da immer Zeit und Raum dabei.
00:11:10: Also, so viel Flexibilität ist da schon vorhanden.
00:11:13: Wo kommst du denn lang?
00:11:14: Also, was ist deine Route?
00:11:15: Ja, mein Ausgangspunkt ist so ein bisschen der Nord-Süld-Trail gewesen.
00:11:21: Über den habt ihr ja auch hier im Podcast schon mal gesprochen.
00:11:23: Ja, das ist das
00:11:24: öfteren schon.
00:11:24: Der läuft von Süld bis runter ins Allgäu, also vom nördlichsten Punkt Deutschlands bis zum Süd- Und zwar eher eine westliche Route.
00:11:34: Es geht nicht durch Ostdeutschland, sondern eine westliche Route.
00:11:38: Es verbindet verschiedene Wanderwege, also Fernwanderwege.
00:11:41: Genau.
00:11:42: Dass er nicht durch Ostdeutschland geht und auch Bayern als größtes Flächenland in Deutschland nur am Rand berührt, das war aus meiner Sicht so ein bisschen Nachteil für mein Projekt.
00:11:53: Ich wollte also auch unbedingt den Osten etwas integrieren.
00:11:57: Deswegen starte ich auch.
00:12:00: Das ist ein Stück nördlich von Berlin.
00:12:02: Gar nicht weit entfernt von der polnischen Grenze in Brandenburg.
00:12:06: Von dort laufe ich die ersten hundertzwanzig Kilometer auf dem merkischen Landweg.
00:12:10: Ist relativ wenig bekannt.
00:12:12: Der ist insgesamt, ja, zweihundertfünfzig Kilometer oder so lang.
00:12:16: Also ein eher kürzerer Fernwanderweg in Deutschland.
00:12:20: Dann im weitesten Bereich des Müritzsees komme ich auf den Naturparkweg in Mecklenburg-Vorpommern.
00:12:28: Kennen die meisten wahrscheinlich auch nicht unbedingt.
00:12:30: Der ist recht lang.
00:12:32: Ich glaube insgesamt über neunhundert Kilometer und durchquert Mecklenburg-Vorpommern komplett von Ost nach Westen.
00:12:40: Ich kannte diesen Weg tatsächlich auch überhaupt nicht.
00:12:43: Du hast schon was heißt, denn du bist sehr bewandert auch auf dem Gebiet.
00:12:48: Ja,
00:12:48: aber ich hatte den tatsächlich nicht auf dem Schirm, hatte aber vor zwei Jahren eine Vortragsveranstaltung, also mit der Forstverwaltung und der Naturschutzverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern.
00:13:01: Und da sprach mich jemand an, ob ich denn schon den Naturparkweg kennen würde.
00:13:05: Und er hat mir dann erzählt, dass er federführend dabei war, diesen Weg auch einzurichten und was dahinter steht und so weiter.
00:13:13: Und das doch mal toll wäre, wenn ich den auch laufen würde.
00:13:16: Naja, da habe ich da überhaupt noch nicht dran gedacht, dass ich den dann mal laufen würde.
00:13:20: Aber als mir jetzt die Idee zu diesem Projekt kam, habe ich mich auch wieder an den Naturparkweg erinnert.
00:13:26: Und er passt für mich natürlich ganz hervorragend, weil er Middlinburg-Vorpommern von Osten nach Westen komplett durchquert und dabei wahrscheinlich auch so mit die schönsten Gebiete in diesem tollen Bundesland berührt.
00:13:41: Ja, das ist der Osten und dann ein Stück nördlich von Hamburg, so Ratzenburg, Mölln.
00:13:48: Da komme ich dann auf den Nord-Süd-Trail, den ich dann auch bis zum Bodensee folgen möchte.
00:13:55: Ja, ich sage das ja schon, Bayern wird auch nur am Rand berührt.
00:13:58: Um mehr von Bayern da noch drin zu haben, möchte ich dann noch den Maximäernsweg laufen.
00:14:04: Der führt praktisch durch die Bayerischen Alpen vom Bodensee, vom Allgäu bis nach Berchtesgaden.
00:14:10: Und insgesamt sind es dann viertausend Kilometer.
00:14:14: Ja, ich denke so, dass es eine ganz abgerundete Strecke ist.
00:14:19: Es ist auch ein bisschen anders, als meine Deutschlandroute.
00:14:24: das letzte Mal, wenn ich das so auf der Karte miteinander vergleiche, sind da relativ wenig Überschneidungen.
00:14:30: Es gibt natürlich schon ein paar.
00:14:32: Aber wenn man so sich die letzte Route auf der Karte anguckt, dann folge ich eigentlich ganz grob den Umrissen Deutschlands.
00:14:40: Also eine Umrundung mit etlichen Abstechern auch ins Land rein.
00:14:45: Diesmal ist es eine direktere Route, deswegen halt natürlich auch weniger Kilometer.
00:14:51: Das letzte Mal hat sich ja meine Route Im Wesentlichen, nach drei Kriterien entwickelt.
00:14:57: Ich wollte die größten Waldgebiete in Deutschland miteinander verbinden.
00:15:01: Vor allem alle Nationalparks mit Höhrenwaldanteil.
00:15:04: Und meine Route hat sich entlang der vielen Gesprächspartner ergeben, die ich unterwegs ja getroffen hatte.
00:15:09: Das waren ja über fünfzig Forstkollegen und Kolleginnen, Wissenschaftler, Aktivistinnen und so weiter und so fort.
00:15:16: Diesmal will ich aber tatsächlich auf bestehenden festen Wanderwegen laufen.
00:15:23: Du sagtest es ja, der Nord-Süd-Trail verbindet ja über dreißig bestehende Weitwanderwege, darunter so auch die bekanntesten Wege Deutschlands, Rotarsteig, Rheinsteig, Heidschnuckenweg und so weiter und so fort.
00:15:36: Und ein Thema dabei ist auch wie Gut ist denn das Wandern in Deutschland?
00:15:42: Wie attraktiv ist denn Deutschland tatsächlich als Fernwanderland?
00:15:46: Ich bin ja international, ich glaube, das kann man schon so sagen, schon eine ganze Menge unterwegs gewesen.
00:15:52: Hab da also durch Außengewissen Vergleich.
00:15:55: Und
00:15:56: ja, hast du eine These?
00:15:59: Ich hab eine These schon.
00:16:01: Soll ich die schon verraten?
00:16:04: Ja, wäre mal interessant.
00:16:05: Wir kommen dann nachher noch mal drauf zurück, wenn du wieder da bist nach neunundneunzig Tagen und gleiche das nochmal ab.
00:16:10: Also so vor zwanzig Jahren ungefähr ging das ja mit dem Rotarsteig los, dass ganz viele neue Wanderwege im Prinzip ausgewiesen wurden.
00:16:19: Das war von vornherein auch damit verbunden, sich nach Qualitätskriterien zu richten.
00:16:25: Also Wanderwege, Deutschland, werden ja auch zertifiziert.
00:16:29: Und interessanterweise war ich damals auch an der Gründung des Deutschen Wanderinstituts mitbeteiligt, habe dann auch mal so eine Schulung mitgemacht, wie denn Wanderwege so zertifiziert werden.
00:16:41: Ich war total erstaunt, nach welchen Kriterien man da so geht.
00:16:45: Da wird wirklich alles intensiv erfasst, Aussichtspunkte, wie oft man über Straßen kommt.
00:16:52: Vor allem aber ist ganz wichtig, ob man nun auf breiten Wegen oder gar asphaltierten Straßen läuft oder auf schmalen Trails.
00:17:01: Weil derjenige, der den Gedanken dazu hatte, Rainer Bremer, das ist ein Soziologe, also ein Wissenschaftler, der sich ganz stark auf das Thema Wandern spezialisiert hatte und tatsächlich auch mit wissenschaftlichen Methoden, also große Umfragen und so herausgefunden hat,
00:17:19: was
00:17:20: denn für Menschen ein schöner Wanderweg ist.
00:17:23: Und diese Ergebnisse sind ganz stark in die Kriterien für eine Zertifizierung eingeflossen.
00:17:29: Und dabei ist auch rausgekommen, dass die Leute eigentlich am liebsten auf schmalen Faden laufen.
00:17:34: Weil, ich glaube, viele Leute können das aus eigener Erfahrung auch sagen, dass Naturerlebnis da einfach viel intensiver ist.
00:17:41: Man läuft nicht durch die Natur, sondern man ist mittendrin.
00:17:45: Und ich denke, dadurch, dass der Nord-Südträer viele solche neuen Wege benutzt, wird der Fahrtanteil schon nicht so schlecht sein.
00:17:56: Nicht so schlecht heißt, Deutschland hat natürlich schon seine Einschränkungen und ich fürchte, auch bei wegen die Steigheißen oder Fahrt ist natürlich trotzdem der Anteil der breiten Wege recht hoch.
00:18:10: Aber ich denke auch immer wieder werden durchaus richtige Juwelen dabei sein.
00:18:14: Deswegen könnte ich mir schon vorstellen, dass insgesamt das Urteil gar nicht so schlecht ist.
00:18:19: Wie wirst du denn unterwegs sein?
00:18:21: Deine Art des Wanderns, die ist ja schon eine eigene, also du machst das für dich auf eine bestimmte Art und Weise und jetzt nicht wie die meisten Menschen, die mal so eine Tageswanderung hinlegen.
00:18:33: Was bedeutet Wandern, Fernwandern, lange unterwegs sein für dich?
00:18:38: Wie viel Abenteuer steckt da drin?
00:18:40: Wie viel Planung ja auch?
00:18:42: Es gibt Menschen, die wandern sehr weit und fern und sagen so viel Abenteuer will ich eigentlich gar nicht genau wissen, was passiert.
00:18:48: Wie machst du das?
00:18:50: Also generell ist für mich der Abenteuerfaktor sehr wichtig bei meinen Wanderungen.
00:18:55: Bei der Deutschlandtour, weil es ein Projekt ist, ist das nicht unbedingt der totale Vordergrund, aber bei anderen Wanderungen schon.
00:19:04: Und für mich definiere ich das Abenteuer einfach als ein möglichst hohen Anteil des Unbekannten.
00:19:10: Das heißt also auch, ich laufe auch etablierte Wanderwege durchaus.
00:19:15: Das interessiert mich auch, das finde ich auch überhaupt nicht negativ.
00:19:19: Aber ich habe gerne immer wieder auch selbst designte Routen, wenn man so will, die zum großen Teil dann auch oft weglos sind.
00:19:27: Man hat natürlich heute gute Hilfsmittel, um eine gewisse Orientierung zu haben.
00:19:31: Zum Beispiel nutze ich dabei Google Earth sehr intensiv oder auch andere Programme, wo man schon eine ganz gute Vorstellung hat.
00:19:40: von dem, was einen erwartet, aber wie es dann tatsächlich vor Ort ist, da erlebt man immer wieder Überraschungen.
00:19:47: Und das schätze ich für mich persönlich tatsächlich auch.
00:19:50: Das heißt dann aber auch im Umkehrschluss, dass nicht alles planbar ist und dass auch viele Sachen nicht funktionieren.
00:19:57: Das hatte ich zum Beispiel im letzten Jahr erlebt.
00:19:59: Seit etlichen Jahren gibt es in Südamerika ja schon den Greater Patagonian Trail.
00:20:05: Den bin ich insgesamt fünf Monate auch schon gelaufen, also von Santiago der Hauptstadt Chiles nach Süden.
00:20:11: Nach Süden ist das Stichwort, weil nach Norden gehen die anderen natürlich noch unendlich weiter und der Erfinder dieses Greater Patagonian Trails, Jan Dudek, ein deutscher Ingenieur, war eigentlich immer der Meinung, eine Fortsetzung nach Norden, das funktioniert nicht.
00:20:28: Zu abgelegen, zu trocken, zu schwierig.
00:20:31: Naja, ich hatte mir im letzten Jahr überlegt, ob das nicht doch funktioniert.
00:20:35: Und mit meiner Freundin bin ich dann in Schiele.
00:20:38: Da haben wir da angesetzt, wo ich schon gewesen war.
00:20:43: auf der schilenischen Seite und wollten den Weg dann aber auf der argentinischen Seite nach Norden fortsetzen.
00:20:48: Wobei Weg, wie gesagt, ist eine starke Übertreibung.
00:20:51: Es gibt da zwar ein paar Pferdewege, Gauchos, die argentinischen Cowboys sind ja schon ein Begriff, aber längst nicht überall.
00:21:01: und die argentinischen Annen sind halt sehr, sehr abgelegen.
00:21:05: Es gibt praktisch in den Bergen überhaupt keine Siedlungen und von daher Ja, war das allein aus diesem Grund der Einsamkeit schon eine große Herausforderung.
00:21:16: Und tatsächlich hatten wir dann enorme Probleme mit den Gletscherflüssen, etliche Flüsse, wo wir nur mit Mühe drüber gekommen sind.
00:21:25: Eine Begebenheit hatten wir, ein sehr großer Fluss, der sich in viele verschiedene Arme auffächelt, der Rio Artuel.
00:21:33: Über die meisten Arme sind wir auch drüber gekommen, aber dann waren die beiden größten Hauptarme da.
00:21:39: und ja, ich bin dann rein und hab das mal ausgetestet und mir war klar, an der Stelle völlig unmöglich.
00:21:47: Zu dem Zeitpunkt, wie der Zufall so will, sind zwei Reiter aufgetaucht, Gauchos.
00:21:52: Wir haben denen gewunken, die sind mit ihren Pferden rübergekommen.
00:21:56: Also Pferde sind ja viel stärker als Menschen und kommen noch durch den Fluss, wo ein Mensch längst weggeschwemmt ist.
00:22:02: Und gut, wir haben denen dann gesagt, ja, wir können dir uns nicht helfen, hier rüberzukommen.
00:22:06: Die erste Idee von
00:22:07: den beiden... So eine Matheaufgabe mit, du hast zwei Pferde und ein Fuchs und eine Gans und... Ja, genau.
00:22:13: Die erste Idee von den beiden war dann tatsächlich, dass wir uns am Schweif der Pferde, also hinten festhalten und mit denen zusammen so durch das Wasser warten.
00:22:24: Und nachdem ich da schon reingegangen war in den Fluss, war mir völlig klar, das funktioniert nicht.
00:22:29: Das ist viel zu gefährlich.
00:22:31: Das geht also nur auf den Pferdebrücken.
00:22:33: Ja, die beiden waren sehr hilfsbereit.
00:22:35: Sie sind dann wieder ein Stück zurückgeritten.
00:22:37: Der eine ist abgesessen auf einer Kiesinsel.
00:22:40: Der andere ist wieder zurück.
00:22:42: Anke, meine Freundin, hat Reiterfahrung, hat sich dann auch als erstes aufs Pferd gesetzt.
00:22:49: Und dann sind die zu zweit in den Fluss rein.
00:22:51: Und irgendwann ist mir das Herz fast stehen geblieben.
00:22:55: Pferde sind, wie gesagt, ja ziemlich stark und kommen mit ganz anderer Strömung noch zurecht als Menschen, aber dann sind die Pferde abgetrieben.
00:23:03: Die haben den Boden unter den Füßen verloren und sind weggetrieben in dem Wasser.
00:23:08: Und da dachte ich, boah, das kann jetzt richtig schlimm ausgehen.
00:23:12: Glücklicherweise haben die Pferde dann wieder Boden unter den Fuß gekriegt und das hat dann alles noch funktioniert.
00:23:19: Aber zunächst war das echten Schreckensmoment.
00:23:22: Und ja, gut, irgendwann kam dann nach dem Anke glücklich auf der anderen Seite war.
00:23:28: Der eine Reiter mit dem Leeren fährt dann an, dann war ich dran.
00:23:32: Und das hat dann auch alles gut geklappt.
00:23:34: Wir haben dann eine etwas andere Route genommen, wo das Wasser nicht ganz so tief und so reißend war.
00:23:39: Aber danach sind wir auch noch weiter gelaufen.
00:23:42: Wir hatten dann noch etliche Schwierigkeiten, auch mit so hohen Flussen und haben dann irgendwann gesagt, wenn wir jetzt noch weiterkommen, kommen wir irgendwann an den Punkt Point of No Return, wo man so sagt, wo uns dann einfach auch das Essen ausgehen würde.
00:23:57: Dann haben wir tatsächlich dieses Vorhaben einer durchgehenden Durchquerung aufgegeben und haben dann kleinere Wanderung gemacht, wobei kleiner muss man in Anführungsstrichen sehen.
00:24:10: Also ein Abschnitt waren zum Beispiel dann auch sechshundert Kilometer, also so klein war das dann doch nicht, aber es war dann nicht mehr eine durchgehende Durchführung.
00:24:17: Also sowas muss man dann auch immer im Kopf haben, wenn man solche Schritte ins Ungewisse wagt.
00:24:24: Da sind wir beiden, also meine Freundin und ich auch ein bisschen unterschiedlich, das ist ja auch eigentlich ganz interessant.
00:24:30: Sie liebt schon eher noch die Sicherheit und damit wir beiden solche Sachen machen können, müssen wir das natürlich schon immer auch ein bisschen ausbalancieren, was aber eigentlich auch recht gut funktioniert.
00:24:41: Ja, das war nur so ein kleines Beispiel.
00:24:43: Eine reißende Flussüberquerung würde dich jetzt in Deutschland vermutlich nicht erwarten.
00:24:49: Es geht durch den Rhein dann irgendwann, aber gibt es ja die ein oder andere Brücke, wenn das notwendig ist.
00:24:56: Ist deine Frau auch dabei, abschnittsweise, jetzt auf der Deutschland-Vanderung?
00:24:59: Nein.
00:25:00: Also zunächst mal, Freundin, zunächst mal ist das nicht so geplant.
00:25:03: Vielleicht kommt sie irgendwann noch mal spontan dazu, auch für einen Teil, aber ansonsten hat sie dieses Jahr eigene Sachen vor.
00:25:11: Ein Teil des Abenteuerfaktors ist ja auch, Stichwort Unbekannte, du weißt nicht so richtig, wo du so eine Nacht verbringst.
00:25:19: In der Regel auf einer großen Wanderung hast ein Zelt dabei.
00:25:24: in dem du dann schlafen kannst, je nachdem wo du etwas findest.
00:25:29: Inwiefern lässt sich das dann in Deutschland umsetzen und weiterführen?
00:25:34: oder bist du da dann doch in Unterkünften?
00:25:37: Also ich will schon überwiegend auch draußen schlafen in Deutschland, wobei ich tatsächlich ein bisschen überrascht war, als ich mich ein bisschen näher über den Nord-Süd-Trail informiert habe, wie viele Trail Angels es mittlerweile auf diesen Trail gibt.
00:25:53: Muss man vielleicht ein bisschen erklären den Begriff, kommt wie überhaupt das ganze Konzept des Waldwanderns.
00:26:01: Auch der Nord-Süd-Trail hat ja eigentlich sein Vorbild in den USA.
00:26:05: Und dort gibt es eine richtige Kultur der Trail Angels.
00:26:09: Das sind einfach Leute, die den Wanderern, die unterwegs sind, helfen.
00:26:13: indem sie zum Beispiel eine Unterkunft anbieten oder halt auch in Amerika gibt es auch, dass die
00:26:20: mit einer Kürtasche
00:26:21: oder mit einem Grill irgendwo hinfahren und dann Trail Magic für die Wanderer machen, was immer natürlich eine Überraschung zum Teil ist und natürlich auch was ganz Positives.
00:26:33: Und das gibt es mittlerweile in Deutschland auch.
00:26:36: Und ich habe auch mit dem Nord-Süd-Trail Kontakt und da werden sicher auch einige... Übernachtung auf dieser Art und Weise dabei sein.
00:26:45: Dann gibt es noch eine Webseite, kennt vielleicht auch der eine oder andere One Night Tent heißt das.
00:26:51: wo Leute praktisch ihren Garten zum Zelten zur Verfügung stellen.
00:26:55: Oft ist dann natürlich auch eine Dusche oder so dabei.
00:26:58: Also da gibt es schon eine ganze Reihe an Möglichkeiten mittlerweile auch in Deutschland.
00:27:02: Aber ich will natürlich auch die meiste Zeit draußen schlafen, weil das liebe ich einfach so draußen in der Natur zu sein.
00:27:10: Und ja, das letzte Mal, also auf dieser sechstausend Kilometer Deutschlandtour, hatte ich nur ein Tab dabei.
00:27:17: Diesmal habe ich, naja, Zelt ist ein bisschen übertrieben gesagt, praktisch nur das Außenzelt, dabei, was dann auch mehr oder weniger so ein bisschen wie ein Tab aussieht, aber letzten Endes ist es schon ein Zelt.
00:27:30: Da gibt es vielleicht einmal auch kurz darauf eingehen, diese Unterscheidungen in Deutschland, weil wir alles mal sehr genau geregelt haben, dass Zelten das Wilde ist in Deutschland eigentlich verboten, was heißt eigentlich, ist verboten.
00:27:44: Es ist auch vom Privatgrund, wo du gefragt hast oder so.
00:27:47: Und wenn du jetzt aber einfach nur irgendwo liegst und dich ausrußt, dann gibt es da keine zeitliche Begrenzung, dann heißt es nicht, wenn das über Nacht geschieht, dass das explizit verboten ist.
00:28:00: Und dann kannst du auch einen Regenschutz drüber spannen.
00:28:02: Jetzt ist die Frage, wann ... beginnt das Zelten?
00:28:06: und wann ist es nur ein sich ausruhen über Nacht, weil das eben nicht explizit verboten ist.
00:28:13: Und da ist meine oder die Erklärung, die ich immer so für am plausibelsten gehalten habe, ein Zelt beginnt bei Stangen, habe ich mal irgendwo gehört.
00:28:21: Das ist aber dann auch, glaube ich, immer ein wenig Interpretationssache.
00:28:25: Das ist es ja ohnehin mit den Menschen, die man dann vor Ort trifft und die ein möglicherweise dauerhaft hinweisen, dass man das nicht darf, was man da macht.
00:28:34: Wie das dann am Ende so ausgeht, aber wenn man rein jetzt juristisch da mal drauf guckt, dann ist das so die Unterscheidung.
00:28:45: Jetzt sei mal dahingestellten, wiefern die Sinn macht, können wir auch nochmal aufgreifen, interessiert mich, wie du das siehst, aber... Genau das an der Stelle einmal, deswegen machen das viele, dass sie ohne Zelt unterwegs sind, um da gar nicht in Erklärungsnot zu kommen, wobei viele Menschen das auch die Unterscheidung gar nicht so genau kennen, das mir auch schon begegnet, dann legst du irgendwo eine Hängematte, Hängematte ist ja auch so ein Ding, das mach ich gerne, ist kein Zelt.
00:29:09: und dann kommen Leute und sagen, man darf ja gar nicht wild übernachten.
00:29:12: Nee, man darf nicht wild zelten, also diese Unterscheidungen, die haben viele auch gar nicht so auf dem Zettel.
00:29:17: Ist
00:29:18: vielleicht so auch ein bisschen Rosinenpickerei oder Kurintenkackerei, Klubscheißerei, aber manchmal ist es ja dann doch wichtig, das zu unterscheiden.
00:29:26: Wie siehst du das?
00:29:27: Also die Regelung dafür, die steht hier in den jeweiligen Landeswaldgesetzen und in der Regel steht da der Begriff Zelten.
00:29:36: Das wird ausdrücklich genannt.
00:29:37: Es gibt aber auch Naturschutzgebiete, z.B.
00:29:40: wo die Regelungen strenger sind.
00:29:42: Und da heißt es dann häufig auch tatsächlich ausdrücklich übernachtenes Verboten.
00:29:47: Ich persönlich werde es diesmal so handhaben, dass ich keine Stangen dabei habe, sondern meine Plane wird im Prinzip mit den Wanderstöcken hingestellt.
00:29:57: Es unterscheidet sich vom Tab eigentlich auch nicht.
00:30:00: Die ganze Konstruktion wiegt dann keine sechshundert Gramm.
00:30:03: Also als herkömmliches Zelt kann man das sicher nicht definieren.
00:30:07: Nichtsdestotrotz finde ich diese Regelung auch, dass Zelten in Deutschland nicht erlaubt ist, eigentlich nicht sinnvoll.
00:30:16: Es gibt nämlich Nachbarländer, wo das durchaus erlaubt ist.
00:30:20: Da ist ja das Jedermannsrecht in Skandinavien vielen Leuten im Begriff.
00:30:25: Weniger Leute wissen, dass es zum Beispiel auch in unserem Nachbarland Frankreich erlaubt ist für eine Nacht.
00:30:31: fast überall zu zelten.
00:30:33: Das gilt sogar für die meisten Nationalparks.
00:30:36: Es ist dann zeitlich beschränkt, also von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis zu einer Stunde nach Sonnenaufgang.
00:30:44: Aber das reicht ja für den Wanderer, der so unterwegs ist, voll und ganz.
00:30:48: Und das ist nämlich genau dann ein wichtiger entscheidender Punkt auch, weil du ja nicht möchtest.
00:30:53: Und da verstehe ich dann wieder so ein Verbot, dass da große Partyzelt aufgeschlagen werden, wo dann gefeiert wird und mal eine Kiste Bier gelehrt wird und hoch die Tassen.
00:31:03: Genau.
00:31:05: Es wird ja auch oft gesagt, dann die Wanderer könnten ja Müll hinterlassen und so weiter und so fort.
00:31:10: Aber das ist natürlich eine ganz andere Frage, die ja mit dem eigentlichen Übernachten nicht zu tun hat.
00:31:17: Es gibt zwei Aspekte, die man dabei auch sehen muss.
00:31:19: Das eine ist, wir wollen ja zu mehr Naturverbundenheit kommen.
00:31:23: Und was führt zu mehr Naturverbundenheit, als wirklich draußen im Wald zu übernachten?
00:31:29: Wer das noch nie gemacht hat, das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis.
00:31:34: Und es wäre wirklich, wirklich sehr schade, wenn wir diese Erlebnisse in Deutschland nicht haben könnten.
00:31:39: Da kann man jetzt natürlich sagen, ja, es gibt ja legale Möglichkeiten wie diese vielen Trekking-Zeltplätze.
00:31:46: Ja, das ist auch gut, dass es die gibt.
00:31:48: Allerdings sind die meiner Meinung nach... zu bürokratisch organisiert, dass man die Standorte auch erst kriegt, wenn man gebucht hat, dass das Ganze auch mit Geld verbunden ist und so weiter und so fort.
00:32:01: Viel ist auch relativ.
00:32:03: Also so viele sind es dann im Ende doch.
00:32:05: Also für mich spielt beim Wandern das Thema Freiheit auch immer eine sehr große Rolle.
00:32:12: Und ich denke, dass man an solche Zelte gebunden ist, schränkt die Freiheit schon sehr stark ein.
00:32:18: Und die Frage ist natürlich immer, ist es notwendig, die Freiheit einzuschränken, richtet der einzelne Zelter oder wegen meiner auch zwei oder so, richtet der wirklich Schaden in der Natur ein?
00:32:30: Theoretisch ist das möglich, zum Beispiel, wenn man direkt unter dem Schwarzdurchhorst sein Zelt aufschlägt oder so.
00:32:38: Aber das beschränkt sich auch dann nur auf gewisse Zeiten, natürlich die Brutzeit.
00:32:44: Aber das sind die absoluten Ausnahmen.
00:32:47: Normalerweise richtet man als jemand, der im Wald übernachtet, überhaupt keinen Schaden an.
00:32:53: Im Gegenteil finde ich es immer wieder erstaunlich, wie schnell man dann eigentlich auch Teil der Umgebung wird.
00:32:59: Also was ich schon an Wildbegegnungen beim Schlafen im Wald hatte, von Madon, die auf mich runter geschaut haben, über die Wildschweine.
00:33:09: Hier ist es an mir vorbeigezogen, hat sich ein paar Meter weiter hingestellt, es war eine Brunftzeit und hat seine Brunftschreihe ausgestoßen und so weiter und so fort.
00:33:19: Und wenn das nicht ein klares Zeichen dafür ist, dass man letzten Endes als Wanderer der im Wald schläft, auch eigentlich nur ein Teil der Natur ist, ist für mich eigentlich offensichtlich.
00:33:30: Deswegen halte ich eigentlich dieses Verbot für ziemlich überflüssig.
00:33:35: Man könnte natürlich eine Regelung machen, dass man sagt, ja, in einem bestimmten Bereich wegen meiner ein Kilometer rechts und links von vorhandenen Straßen, da ist das nicht erlaubt, um eben solche Geschichten wie den von dir genannten Partytourismus oder das Partizelten einzuschränken.
00:33:54: Aber so ist es teilweise auch in Frankreich zum Beispiel in den Bergen.
00:33:58: Ich habe gerade da auch was vor für ein Sommer mit der Familie in den Pyrenäen, einem Teil der Pyrenäen, hatte mir damals die Verordnung angeguckt, wie das da erlaubt ist.
00:34:08: Und da steht auch explizit drin.
00:34:10: Ich glaube, es ist ein Kilometer weg von der Straße.
00:34:12: Also sowas kann man ja auch alles machen, aber da würde immer noch genügend überbleiben, wo man dann tatsächlich auch sein Lager aufschlagen kann.
00:34:21: nochmal auf die Frage zurückzukommen, mit wie viel plane ich und wie viel plane ich nicht.
00:34:26: Ich habe jetzt für diese Deutschlandtour natürlich schon Zeitplanung im Kopf, wo ich also auch für jeden Tag ungefähr mein Mindestziel eingetragen habe, aber daran werde ich mich nicht halten.
00:34:37: Weil ich einfach auch die Freiheit haben will, an dem Tag laufe ich noch ein bisschen länger, es geht mir gut und das kann dann auch in die Dunkelheit reingehen und dann schlage ich halt später mein Lager auf.
00:34:49: und an anderen Tagen, wenn vielleicht auch das Wetter nicht so gut ist, schlage ich halt vielleicht das Lager dann auch früher auf.
00:34:56: und eine richtig konsequente Planung, wo man jedes Lager praktisch schon definiert, steht natürlich dieser Freiheit des Wanderns, die für mich ganz wichtig ist, ziemlich stark entgegen.
00:35:08: Wenn ich international wandere, plane ich meine Übernachtungsplätze noch weniger.
00:35:14: an den Tagen, wo ich unterwegs bin, an dem jeweiligen Tag dann natürlich schon.
00:35:19: Also zum Beispiel, wenn ich über den Pass gehe, dass ich noch drüber komme, dass ich nicht oben drauf dann lagern muss, wo man dann halt im Zweifelsfall auch gewittern, stürmen und so weiter ausgesetzt ist.
00:35:30: Das spielt natürlich schon eine Rolle, aber das ist einfach eine spontane Planung, die man nicht lange im Voraus macht.
00:35:38: Plan muss man natürlich schon, auch bei solchen Abenteuerwanderungen, gerade was das Thema Verpflegung angeht.
00:35:46: Also man muss immer natürlich eine gewisse Vorstellung haben, wie viele Tage brauche ich denn bis zum nächsten Verpflegungspunkt.
00:35:52: Am Anfang, als ich so meine Wanderkarriere in Anführungsstrichen begonnen habe, habe ich da auch manchmal daneben gelegen und da muss man halt dann auch im Zweifelsfall seine Rationen mal kürzen.
00:36:03: Das geht alles, da stirbt man nicht dran.
00:36:05: Aber mittlerweile ist es eigentlich bei mir so, dass das meistens ziemlich gut hinhaut und ich dann aber auch, das spielt auch eine Rolle, wenn ich dann irgendwie an dem nächsten Verpflegungspunkt ankomme, auch nicht mehr was im Rucksack habe.
00:36:19: Denn Essen wiegt natürlich viel und ja, Gewicht ist natürlich schon immer wichtig bei solchen Wanderungen.
00:36:25: Ja, du lernst dann sehr zu schätzen, egal was da kommt an Essen, das eben dafür dankbar zu sein, dass es da ist,
00:36:33: wenn
00:36:34: gerade nichts mehr am Rucksack ist.
00:36:36: Wie viel Schlaf brauchst du denn so ungefähr?
00:36:37: Also wenn du jetzt auf diese Wanderung guckst, die vor dir liegt, ungefähr hundert Tage, vierzig Kilometer am Tag.
00:36:44: Was ist so dein Erfahrungswert?
00:36:46: Wie viel musst du schlafen, damit du dann am nächsten Tag wieder... und auch dauerhaft fit genug bist.
00:36:52: Ich habe schon gerne die acht Stunden Schlaf, die man so ja als Durchschnitt auch sagt.
00:36:57: Das funktioniert auch tatsächlich ganz gut, weil der Tag hat ja vierundzwanzig Stunden.
00:37:01: Das heißt, von diesen vierundzwanzig Stunden hat man theoretisch, wenn man acht Stunden abzieht, immer noch sechzehn Stunden zum Laufen, was auch diesmal durchaus eine Rolle spielt bei mir.
00:37:12: Das ist vielleicht auch ein ganz interessantes Thema, nämlich das Thema Training.
00:37:16: Ich muss sagen, in der Vergangenheit habe ich eigentlich nie wirklich gezielt für Wanderungen trainiert, aber mittlerweile mache ich das schon.
00:37:25: Gerade im Hinblick auf diese Wanderung habe ich jetzt ein dreimonatiges Trainingsprogramm absolviert.
00:37:30: Das
00:37:30: hätte ich nicht gedacht, weil du ja so viel unterwegs bist und wandern darfst.
00:37:34: und im Laufen gibt es einen Spruch.
00:37:36: Laufen lernt man durchlaufen und wandern lernt man logischerweise durchwandern, aber was machst du denn?
00:37:40: Das stimmt.
00:37:42: Da hilft es natürlich viel, wenn man viele Monate des Jahres unterwegs ist.
00:37:46: Nichtsdestotrotz, wenn man dann drei Monate hier ist und nichts macht, verliert man natürlich schon auch eine ganze... von dieser Wanderkondition wieder.
00:37:56: Und deswegen war mein Ziel, meine Wanderkondition aufrecht zu erhalten.
00:38:01: und tatsächlich ist das beste Training fürs Wandern, das Wandern selber.
00:38:05: Und deswegen habe ich gesagt, ich will jede Woche eine lange Wanderung machen mit vierzig Kilometern in diesen vierzig Kilometern, aber wenigstens tausend Höhenmeter.
00:38:17: Ich habe das dann auch zum Teil mit dem Rucksack gemacht, den ich bei der Deutschlandtour jetzt dabei habe.
00:38:22: Das Ziel war, das möglichst schnell auch zu machen.
00:38:25: Zum Teil muss ich dann ja auch relativ schnell unterwegs sein, Strecke machen, wenn ich Leute unterwegs treffen will.
00:38:31: Und das trainiert natürlich schon auch ein bisschen besser, wenn man sich bewusst vornimmt, schnell unterwegs zu sein.
00:38:37: Ansonsten bin ich von meinem Typ her eher der Bummler.
00:38:40: Wenn ich mit meiner Freundin unterwegs ist, sie ist vom Von der Grundgeschwindigkeit her eigentlich eher der zügigere Typ.
00:38:47: Und ich gucke mehr durch die Gegend.
00:38:49: Ich mache lieber Fotos und so weiter und so fort.
00:38:51: Und damit ich zügig laufe, muss ich mir das richtig vornehmen.
00:38:54: Ich kann das dann durchaus.
00:38:56: Aber es ist nicht so mein natürliches Wandertempo.
00:38:59: Und diese vierzig Kilometer laufe ich dann in acht Stunden oder weniger.
00:39:04: Und das war eigentlich auch so das Ziel.
00:39:07: Neben den vierzig Kilometern laufe ich dann zweimal in der Woche noch zwanzig.
00:39:11: und halt auch zügig, also so drei Stunden, drei Stunden, fünfzehn oder sonst was.
00:39:17: Und tatsächlich habe ich auch durchaus gemerkt, dass das was bringt.
00:39:21: Also ich denke, meine Grundkondition ist schon ziemlich gut, auch durch das viele Wanderen, aber das Training hat es glaube ich schon noch mal ein bisschen gesteigert.
00:39:30: Von daher würde ich inzwischen auch sagen, jedem der so eine größere Wanderung, sprich tausend Kilometer oder mehrere tausend Kilometer machen will, Das zahlt sich aus, ein kleines Trainingsprogramm vorher zu machen.
00:39:44: Ja, total.
00:39:45: Ich glaube, sonst kommst du schnell dann in so ein paar Tagen, die schaffst du vielleicht und dann geht es immer sukzessive jeden Tag ein bisschen weiter runter.
00:39:54: Ja, das ist halt auch so ein... Es ist richtig, wenn man langsam in so eine Fernwanderung einsteigt, dann kann man das Ganze aufbauen.
00:40:02: Das geht schon.
00:40:03: Nur hat man natürlich oft auch bei solchen Wanderungen nur ein relativ enges Zeitfenster.
00:40:09: Das ist ja auch bei den langen Wegen in Amerika so.
00:40:11: Man muss ja vorm Winter immer fertig werden.
00:40:14: Und von daher spielt da natürlich schon eine Rolle, dass man auch eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit hat.
00:40:21: und diesen Übergang, dass man am Anfang mit wenig Kilometern erst anfängt, Den kann man ein bisschen überspringen natürlich auch durch Training.
00:40:31: Und beim Training, das eine ist die Kondition, was aber noch viel wichtiger ist, ist, dass der ganze Bewegungsapparat, vor allen Dingen Seenbändergelenke, einfach an diese Dauerbelastung, die ist es letzten Endes natürlich schon, des langen Wanderns angepasst ist.
00:40:47: Und wenn das so ist, das ist natürlich ein Prozess, der wirklich lange braucht im Gegensatz zu Konditionsaufbau, dann kann man auch, so wie ich das jetzt auf der Deutschlandtour mache, gleich zu Anfang mit doch recht vielen Kilometern pro Tag starten, ohne dann mit gesundheitlichen Problemen rechnen zu müssen.
00:41:05: Wie oft guckst du gerade auf die Wettervorhersage?
00:41:08: Wir haben draußen aktuell minus fünf Grad.
00:41:11: Das ist natürlich knackig zum Start.
00:41:14: Das ist knackig tatsächlich.
00:41:16: Ich hoffe auch darauf, dass es in zwei Wochen ein bisschen milder ist.
00:41:21: Auf der anderen Seite, also auch in den zehn Monaten, wo wir im letzten Jahr unterwegs waren, wir sind zwar nicht im Winter unterwegs gewesen, aber in großen Höhen in den Anden, also tatsächlich in Wochenlang in Höhen über vierenhalb, fünftausend Meter, wo es dann halt auch nachts sehr, sehr kalt wird.
00:41:38: Ja, ich denke mit dem Set-up, wie man so sagt, wo ich jetzt in die Deutschlandtour starte, kann ich mit bis zu minus zehn Grad umgehen, aber noch kälter sollte es dann auch nicht werden.
00:41:50: Beim Gehen ist es ja meist gar nicht so ein Drama, weil du da in Bewegung bist, aber wenn du dann eben deinen Lager irgendwo aufschlägst, dann soll es natürlich auch vernünftig dich regenerieren können und warm sein.
00:42:01: Das heißt, du hast einfach einen warmen Schlafsack
00:42:04: dabei?
00:42:04: Ja, ich habe tatsächlich keinen Schlafsack dabei, sondern Quilt.
00:42:09: kennt vielleicht auch nicht der eine oder andere diesen Begriff.
00:42:12: Ein Schlafsack ist ja geschlossen und ein Quilt ist halt unten offen im Prinzip.
00:42:16: Man liegt dann nur auf der Matte.
00:42:18: Es ist beim Schlafsack so, dass die Seite, wo man drauf liegt, da werden halt die Daunen zusammen gequetscht, so dass man da sowieso keine Isolation hat.
00:42:27: Und das kann man eigentlich wech lassen.
00:42:29: So ein Quilt, weil er eben das wechlässt, ist dann auch leichter.
00:42:33: Und das habe ich schon ziemlich häufig ausprobiert.
00:42:36: Das funktioniert auch durchaus ganz gut.
00:42:39: Im Zweifelsfall trächt man dann natürlich auch Kleidung noch im Schlafsack.
00:42:44: Es ist dann halt nicht so, dass man nur in Unterwäsche schläft oder so.
00:42:47: Da ist es eigentlich schon ganz normal, dass man dann halt auch in Daunenjacke schläft, eine Mütze aufhat und so weiter und so fort.
00:42:53: So, dass also
00:42:55: nicht
00:42:57: der Quilt alleine der reine Kälteschutze ist, sondern praktisch das ganze System, was man dabei hat.
00:43:03: So startest du rein mit dem Setup.
00:43:05: Das heißt, du wirst wahrscheinlich das dann auch anpassen.
00:43:08: Wenn dann der Frühling kommt, hoffentlich irgendwann, wenn du unterwegs bist und sich auch die Natur ein Stück weit verändert, wirst du dann nochmal Sachen irgendwo nach Hause schicken oder liegen lassen und andere dazu nehmen?
00:43:20: Ja.
00:43:23: Ja, ich sage ich mal so.
00:43:25: Tatsächlich komme ich auf dieser Wanderung auch noch mal mitten nach Hamburg rein.
00:43:30: Hamburg liegt mitten auf dem Nord-Süd-Trail.
00:43:32: Frag mich, du kannst hier gerne noch was ablegen.
00:43:37: Ist in dem Fall?
00:43:37: danke für das Angebot, Christo, aber ist in dem Fall tatsächlich nicht nötig, weil meine Tochter wohnt in Hamburg.
00:43:43: Und da kann ich dann natürlich auch übernachten und Sachen dalassen.
00:43:48: Und da werde ich vielleicht, je nachdem wie sich das Wetter entwickelt, wenn es noch kälter wird oder so, vielleicht tatsächlich am Anfang auch einen dickeren Schlafsack dabei haben und dann hier nochmal einen kleinen Tausch machen.
00:43:59: Aber ansonsten werde ich eigentlich mein Setup so lassen für die ganze Zeit.
00:44:04: Ich denke, da komme ich auch mit unterschiedlichen Bedingungen ganz gut zurecht.
00:44:08: So für Leute, die so in der Weitwander Szene drin sind, spielt ja ein Begriff auch immer eine große Rolle.
00:44:14: Das ist das Basisgewicht, das Baseweight.
00:44:17: Also das ist das Gewicht des Rucksacks ohne Essen und Wasser.
00:44:21: Und da sagt man ja, ultra leicht ist man unterwegs, wenn man weniger als fünf Kilo im Rucksack hat.
00:44:27: Naja, diese weniger als fünf Kilo beziehen sich dann natürlich in der Regel auf Wanderungen, die im Sommer stattfinden.
00:44:33: und gerade in den USA auf dem Pacific Crest Trail oder so ist das Wetter ja auch meistens ziemlich gut.
00:44:39: Das heißt, ich habe jetzt sechs und ein halb Kilo Basisgewicht, etwas mehr, aber ich sagte ja schon, dafür bin ich halt auch für Winterbedingungen ausgelegt.
00:44:49: Ja, ich habe auch sowas, um das Ganze zu dokumentieren, wie ein Stativ dann auch dabei, was man... Normalerweise nicht unbedingt dabei hätte auf so einer Wanderung.
00:44:57: Was auch gar nicht so ultra leicht sein darf, eigentlich, damit es stabil ist.
00:45:02: Ja.
00:45:03: Das ist
00:45:03: ja so die Cruxbahn im Stativ.
00:45:05: Klar, natürlich.
00:45:06: Wobei, dann muss ich natürlich auch ein Kompromiss machen.
00:45:09: Ganz stabile Stative, die wiegen ja über zwei Kilo oder sind noch schwerer.
00:45:14: So was habe ich natürlich nicht dabei.
00:45:16: Aber auf fünfhundert Gramm oder etwas mehr muss man dann natürlich schon auch dabei haben, damit es halt halbwegs vernünftig steht.
00:45:23: Fotografen, die dann wirklich nochmal ein bisschen mehr darauf achten, dass so eine Stativ wirklich stabil ist, nutzen dann die Möglichkeit, dass du so kleine Sandsäcke z.B.
00:45:34: ranhängen kannst unten als Gewicht und die füllst du dann vor Ort mit einem Achsenstein rein oder so was oder eben.
00:45:39: Sand ist auch eine Möglichkeit.
00:45:41: Aber sechseinhalb Kilo, das ist schon wenig, auf jeden Fall.
00:45:45: Fünf Wintersetab.
00:45:47: Aber du brauchst natürlich auch dann wieder, das darf man ja nicht vergessen, brauchst du etwas zu trinken.
00:45:52: Der Vorteil in Deutschland ist, du kommst doch öfter vermutlich irgendwo an eine Möglichkeit, diese Flasche aufzufüllen.
00:45:59: Man muss jetzt nicht drei Liter Wasser mitschleppen.
00:46:03: Da vielleicht auch noch mal ein kleiner Tipp für das Wandern in Deutschland.
00:46:07: Also auf der sechstausend Kilometer Deutschlandtour habe ich in den Waldgebieten tatsächlich das Wasser aus den Bechen so getrunken.
00:46:15: Also ohne Filter, ohne Entkeimung.
00:46:17: Das hat auch sehr gut funktioniert.
00:46:19: Also unser Wasser im Wald ist tatsächlich ziemlich sauber.
00:46:22: Aber in der freien Landschaft habe ich das nicht gemacht.
00:46:26: Da waren Friedhöfe tatsächlich meine wichtigste Wasseranlaufstelle.
00:46:30: Die haben in Deutschland ja eigentlich immer Wasserversorgung.
00:46:33: Da kann man sich also ohne Probleme auch sein Wasser zopfen.
00:46:37: Ich hatte es sehr selten auf dieser letzten Deutschlandtour, dass ich bei Leuten auch gefragt habe an der Haustür, als es so ganz heiß war im Juli, habe ich das schon mal gemacht und da kriegt man dann auch in der Regel von Leuten was.
00:46:50: Ja, das ist
00:46:50: so das, was ich am liebsten mache, weil du da nochmal wieder auch in Kontakt kommst.
00:46:56: Gerade jetzt auch in deinem Fall für diese Art der Wanderung, die du vor hast, wo es ja auch darum geht, in Kontakt zu kommen, dann ist mal jemand im Vorgarten, den man mal fragt und oft sind das dann total nette Begegnungen, aus denen sich dann viel mehr entwickelt, als so eigentlich.
00:47:09: Wolltest, dann wird dir noch eine Tusche angeboten und dies und das und noch irgendwie eine Dose schweres Essen in die Hand gedrückt.
00:47:17: Aber total nett.
00:47:18: Dass wir mit dem Kontakt kommen, das ist auch noch mal ein bisschen Stichwort für mich.
00:47:24: Das ist nämlich eine andere Art der Herausforderung.
00:47:27: Vielleicht merkt man das jetzt hier so im Podcast nicht so unmittelbar, aber ich bin tatsächlich eher der introvertierte Typ und es fällt mir schon eher schwer, auf Leute einfach so zuzugehen und den Kontakt aufzunehmen.
00:47:40: Und ja, das ist schon eine Herausforderung auch für mich, aber der ich mich dann auch schon gerne stelle.
00:47:46: Damit will ich halt nur sagen, Abenteuer gibt es auch auf ganz anderen Wegen.
00:47:50: Das muss nicht immer die reißende Flussdurchquerung sein.
00:47:54: Das kann auch tatsächlich es sein, auf Leute zuzugehen.
00:47:57: Und da hilft es ja immer, so wie du es jetzt gerade tust, sich wirklich auch eine Challenge zu stellen.
00:48:03: muss das jetzt, also sich ein Stück weit zu zwingen, da hinzukommen.
00:48:07: Sonst funktioniert hier mein Projekt nicht.
00:48:10: Genau, sonst funktioniert mein Projekt nicht, aber damit habe ich dann auch die Herausforderung, der ich mich stellen muss.
00:48:16: Genau,
00:48:16: es ist so die äußere Rahmenbedingung.
00:48:18: Wenn ich normal wandere, dann ist das eher selten, dass ich mit Leuten ins Gespräch komme.
00:48:22: Ja, und
00:48:23: wer weiß, vielleicht hast du dann nach ein paar Tagen denkst du auch, so schlimm ist es ja gar nicht.
00:48:26: Und das ist ja das, worum es ja dann auch ein Stück weit gehen soll, im besten Fall.
00:48:32: Was macht für dich einen guten Moment aus in der Natur?
00:48:38: Das ist eine interessante Frage.
00:48:43: Gestern Abend habe ich einen Vortrag über meine Deutschlandwanderung gehalten.
00:48:46: Da hatte ich nämlich genauso einen Moment drin, an den ich mich jetzt erinnere.
00:48:51: Und zwar war das ein Bild, wo ich einfach nur die Baumkronen, also im Mai, mit frischen hellgrünen Laub fotografiert habe.
00:49:02: Und das ist der Moment des Tages, wo ich an meinem Wanderziel angekommen bin, mein Pensum absolviert habe, loslassen kann und mich dann auf meine Matte lege, auf dem Rücken und einfach nur in die Kronen der Bäume schaue.
00:49:17: Das ist für mich tiefe Verbundenheit mit der Natur, mit dem Wald.
00:49:22: Und ja, wenn du so willst, so einer der schönsten Momente des Tages sicher, natürlich gibt es dann auch immer wieder Ich sage mal so, dass Salz in der Suppe von solchen Wanderungen.
00:49:32: für mich sind auch Tierbegegnungen.
00:49:35: Und das sind auch immer dann Begegnungen, an die man sich noch lange erinnert.
00:49:38: Wenn es besondere Begegnungen sind, zum Beispiel auf der Deutschlandtour, habe ich eine Wildkatze gesehen und solche Geschichten, ja.
00:49:47: Das sind auch immer ganz tolle Momente und natürlich schon auch so die Übergänge zwischen Tag und Nacht, so Sonnenauf- und Untergänge oder auch eine Vollmondnacht, wo dann der Waldcauts ruft oder so.
00:49:59: Das sind halt auch so besondere Momente für mich.
00:50:02: Ja, das ist interessant zu hören, weil ich glaube, viele Menschen erhoffen sich dann immer, dass so gute Momente dann entstehen, wenn sie an einen besonderen Ort gehen.
00:50:12: eher so ein Postkartenort, wo es besonders schön ist.
00:50:16: In der Regel sind da aber oft viele Menschen.
00:50:20: Das heißt, du hast nicht so diese Ruhe, damit vielleicht auch oft nicht diese Verbundenheit.
00:50:26: Und meine Erfahrung ist auch, dass solche Momente er entstehen durch Stimmung durch.
00:50:32: wie fällt das Licht gerade wie geht es mir auch gerade und gar nicht so sehr davon abhängen wie schön ist jetzt.
00:50:39: Objektiv drauf geguckt dieser Ort an dem ich bin.
00:50:43: ja tatsächlich sind natürlich an solchen Orten oft viele Leute weil die tatsächlich schön sind.
00:50:51: Also das will ich auch überhaupt nicht reinreden.
00:50:53: Aber auch für mich ist es so beim persönlichen Erleben, dass es schon was anderes, ob ich so ein Ort für mich habe, praktisch, da kann man sagen, das egoistisches Denken, aber es ist einfach vom Fühlen her schon was anderes, ob man so die Momente mit ganz vielen Leuten teilt, wo dann auch eine entsprechende Lärmkulisse ist oder so, oder man das für sich alleine hat.
00:51:15: Das ist schon ein großer Unterschied.
00:51:17: Aber auch an solchen Orten, die sehr begehrt sind, wo viele Leute sind, gibt es natürlich Zeiten, wo niemand da ist.
00:51:26: Und da erinnere ich mich auch, wie gesagt, ich habe den Vortrag gestern Abend an einen so einen Ort gehalten.
00:51:33: Und zwar war das eine Schutzhütte direkt gegenüber der Burg Hohenzollern auf der Schwäbischen Alb.
00:51:39: Und das ist halt auch so ein deutsches Märchenschloss.
00:51:42: Fantastisch.
00:51:43: Naja, als ich da war, war niemand da, weil es ganz schlimm gerechnet hatte.
00:51:49: Ich war auch tatsächlich ziemlich durchnässt.
00:51:51: Wahrscheinlich war der Blick auf die Burg auch nicht so schön, wie er sonst wäre bei Postkartenwetter.
00:51:56: Aber nichtsdestotrotz hatte ich ihn ganz für mich alleine.
00:51:59: Und das hat dann natürlich auch für vieles entschädigt.
00:52:02: Weg der Hoffnung.
00:52:03: Was macht dir denn Hoffnung?
00:52:06: Oder was ist deine Hoffnung?
00:52:08: Formulieren wir die Frage mal so.
00:52:10: Was ist deine Hoffnung für die Zukunft, für das, was kommt?
00:52:15: Ja, ich sage das ja schon.
00:52:17: Also ich denke, dass wir alle Herausforderungen, die wir haben, letzten Endes bewältigen können, tatsächlich glaube ich auch, dass wir jetzt in der Situation zum ersten Mal seit Langem sind, wo wir das wirklich bewältigen können, auch als Menschheit insgesamt, weil in Prinzip haben wir inzwischen alle Technologien, die uns auch regenerative Energien zu sehr günstigen Preisen ja inzwischen geben können.
00:52:48: Und auch andere Bereiche, Landwirtschaft und so weiter und so fort, haben sich inzwischen auch weltweit gesehen, so entwickelt, dass wir tatsächlich eigentlich jeden ernähren können auf der Welt, sodass eigentlich unsere Voraussetzungen zu einer guten Zukunft zu kommen gar nicht schlecht sind.
00:53:06: Das, was halt sich ändern muss, sind halt einfach politische Weichenstellungen.
00:53:11: Und oft ... Was
00:53:13: macht dir der Hoffnung, wenn wir auf die aktuelle Situation gucken, mal global, aber auch in Deutschland, könnte man ja auch zu dem Schluss kommen zu sagen, das ist eigentlich Hopfen und Malz verloren.
00:53:25: Wie lernst du irgendwie nicht?
00:53:26: Ja, global gesehen könnte man das natürlich in der jetzigen Situation schon, aber Geschichte läuft oft in Wellen ab.
00:53:35: Es muss erst schlechter werden, bevor es dann wieder besser wird.
00:53:38: Und ja, ich denke, das könnte auch... durchaus bei der derzeitigen weltpolitischen Lage so sein, aber es kann durchaus auch sein, dass es halt dann nicht passiert und es doch wieder zu internationaler Zusammenarbeit kommt.
00:53:52: jetzt mal nur auf die internationale Ebene gepackt, aber auch auf nationaler Ebene kann ich mir das durchaus vorstellen.
00:54:00: Wir haben ja auch keine große Wahl als Hoffnung zu haben und darauf zu hoffen.
00:54:05: und eben nicht nur zu hoffen und das finde ich dann wiederum auch ganz interessant an deinem Ansatz.
00:54:10: Nicht nur sagen, wir hoffen, wir hoffen, sondern wir gucken auch, was können wir konkret tun.
00:54:15: Wo gibt es konkrete Lösungen, die eine Antwort wären?
00:54:20: Was ich für mich persönlich in dem Zusammenhang auch wichtig finde, ist, dass man die politische von der individuellen Ebene unterscheidet.
00:54:28: Oft wird ja nur an das individuelle Verhalten appelliert.
00:54:31: Du darfst nicht mehr fliegen, du darfst kein Fleisch mehr essen und so weiter und so fort.
00:54:36: Alles gut und schön.
00:54:38: Aber dass man wirklich zu großen gesellschaftlichen Veränderungen kommt, da reicht diese individuelle Ebene erfahrungsgemäß.
00:54:45: Es wäre schön, wenn es anders wäre, aber wenn man wirklich sich große Sachen anguckt, dann reicht das nicht.
00:54:51: Es muss sich tatsächlich auch die Politik in vielerlei Hinsicht ändern, um wirklich große Sachen zu bewirken.
00:54:57: Und in der Demokratie hat natürlich auch jeder Da letzten Endes ein gewissen Hebel in der Hand.
00:55:04: Das lassen wir mal so stehen.
00:55:08: Jetzt haben wir vorhin schon kurz darüber gesprochen, auch über deinen Setup.
00:55:13: nochmal ganz kurz, vielleicht so ein kleiner Service Teil zum Schluss.
00:55:16: Du hast insgesamt sechs und ein halb Kilo, hast keinen Schlafsack dabei, sondern einen Quilt.
00:55:20: Das haben wir schon mal gelernt.
00:55:22: Es ist ähnlich zum Beispiel, ich nutze eine Hängematte, auch so ein Anderquilt, weil da du ja keine Isomatte hast und unten wo die Down zusammen gedrückt werden, da wird es dann kalt, wenn es draußen kalt ist.
00:55:32: Deswegen auch mit einem Quilt, gleiches System.
00:55:35: Rucksack ist bei dir vermutlich auch sehr sehr leicht.
00:55:38: Hast du den selbst genäht?
00:55:40: Was ist das für ein Rucksack?
00:55:41: Wie groß ist der überhaupt?
00:55:43: Sehr gute Frage.
00:55:44: Nein, habe ich nicht viel geäht.
00:55:47: Der Rucksack ist klein, vierzig Liter Volumen.
00:55:51: Aber mit recht genräumigen Außentaschen, also am Rücken und auch an den Seiten, sodass man da doch mehr reinkriegt, als man denkt.
00:56:00: Und so was leichte Ausrüstung angeht, ist da, ja, kann man glaube ich schon so sagen, sind die USA führend.
00:56:10: Da gibt es ja viele so kleine Firmen, die auch wirklich leichtes gute Ausrüstungen inzwischen machen.
00:56:17: Und den Rucksack habe ich mir tatsächlich letztes Jahr direkt in den USA gekauft.
00:56:22: Mittlerweile gibt es ja auch bei uns einige Shops, wo man vor allen Dingen im Internet auch solche Sachen kaufen kann.
00:56:29: Die sind dann in der Regel natürlich, weil sie importiert werden, deutlich teurer als in den USA.
00:56:36: Deswegen so ein kleiner Tipp, wenn man aus irgendeinem Grund da ist.
00:56:40: Viele Leute fahren ja auch beruflich in die Vereinigten Staaten.
00:56:44: Das lohnt sich tatsächlich, auch da direkte Ausrüstung zu kaufen.
00:56:48: Und das habe ich jetzt zum Beispiel in dem Fall von dem Rucksack gemacht, aber auch von dem Zelt, was ich jetzt dabei habe.
00:56:55: Also so ganz ganz bewusst habe ich am Ende der Reise, bevor wir zurückgeflogen sind, mir halt Sachen bestellt.
00:57:02: Das hat auch gut funktioniert, die ich dann jetzt hier auch benutze.
00:57:05: In was für Schuhen war das du?
00:57:07: Ich wandere eigentlich seit Jahrzehnten in jedem Terrain in Trailrunning-Schuhen, also nicht mehr die klassischen Wanderstiefel.
00:57:15: Und meine Erfahrung ist, das funktioniert eigentlich auch in jedem Gelände.
00:57:21: Die einzige Einschränkung ist, wenn es zu viel Schnee hat.
00:57:25: Also dauerhaft im Schnee ist das zu kalt, also einzelne Schneefelder und so.
00:57:30: Das geht durchaus.
00:57:31: Ich bin auch in Norwegen im Juni auf der Hadanger wieder unterwegs gewesen, wo noch sehr viel Schnee war, aber halt nicht ganz durchgehend.
00:57:40: Das geht alles.
00:57:41: Und auch wenn der Bewegungsapparat daran angepasst ist und man nicht zum Umknicken neigt, dann kann man auch in verblockten Gelände damit gehen.
00:57:49: Das ist wirklich erstaunlich, was eigentlich in Trailrunning schon möglich ist.
00:57:54: Und die werde ich natürlich dann auch auf der Deutschlandwanderung verwenden.
00:57:57: Ich gehe dann normalerweise bei den Schuhen nicht ans Gewichtslimit.
00:58:02: Also es gibt ganz, ganz leichte Schuhe, die aber meiner Erfahrung nach nicht lange halten.
00:58:08: Also ich habe es dann lieber etwas schwerer, dafür aber stabiler und länger haltbar.
00:58:14: Das ist also immer so ein bisschen eine Abwägung.
00:58:17: Wenn du magst dann schick mir doch noch mal was das für ein Rucksack ist was das für ein Zelt ist was für Schuhe du hast vielleicht und vielleicht hast du noch ein zwei Ideentipps.
00:58:26: Wo man solche Ausrüstung bekommen kann.
00:58:28: in Deutschland packen wir den in den Newsletter noch rein der diesen Podcast hier begleitet und dann.
00:58:34: Wer sich da berufen fühlt, sich da noch ein bisschen näher mit zu beschäftigen, kann das dann tun.
00:58:38: Ist ja immer ganz interessant, was das dann im konkreten Fall ist, ohne dass wir jetzt hier große Werbung machen müssen.
00:58:44: Und du hast jetzt auch nicht die großen Sponsorenverträge, weiß ich auch.
00:58:47: Aber als Impuls ist es ja doch dann oft ganz hilfreich.
00:58:51: Genau, das ist das Stichwort.
00:58:54: Also ich persönlich mache in Richtung Sponsoring überhaupt nichts.
00:58:58: Ich denke, Sponsoring ist immer eine Sache auf Gegenseitigkeit und schränkt die Freiheit ein.
00:59:05: Also, letzten Endes, wenn du dich Sponsoren lässt, ist es halt schwerer, ein Projekt abzubrechen, was durchaus passieren kann, als wenn man das eben nicht macht.
00:59:14: Und deswegen mache ich das für mich überhaupt nicht.
00:59:17: Ja, oder auch
00:59:18: zu wechseln dann auf den anderen Schuh, wenn er dir das nicht gefällt.
00:59:20: Das wird dann auch schwierig.
00:59:23: Ich danke dir für den Einblick und wünsche dir vor allen Dingen, einen guten Start und eine gute Tour jetzt.
00:59:30: Wir alle können natürlich dich auch begleiten auf deinem Instagram.
00:59:34: Genau, vor allen Dingen Facebook hast du auch.
00:59:36: Facebook habe ich auch.
00:59:37: Genau, da bin ich so
00:59:38: wenig unterwegs mittlerweile.
00:59:39: Parallel,
00:59:40: TikTok nicht.
00:59:41: Ich frage sich jetzt vielleicht auch der eine oder andere.
00:59:44: Aber ja, auf Instagram und Facebook werde ich dann auch regelmäßig posten.
00:59:49: Ich habe auch einen neuen Blog eingerichtet, praktisch für diese Wanderung, wo ich dann das Ganze natürlich noch viel detaillierter als auf Instagram und Facebook beschreibe.
01:00:00: Wirkt der Hoffnung.
01:00:01: So heißt das Projekt, punktblocksport.com.
01:00:04: So heißt die Seite.
01:00:05: Das ist dann natürlich auch ziemlich einfach zu finden.
01:00:09: Zu Sicherheit packen wir die auch in den Newsletter oder noch mal rein.
01:00:12: Das wäre sehr gut, genau.
01:00:14: Und da ist dann einfach auch viel mehr drin als in kurzen Posts auf Instagram und so weiter und so fort.
01:00:22: Und ich werde das so ein bisschen zweigleisig auch fahren.
01:00:25: Einerseits will ich immer an jedem Tag... über diese Hoffnungsbegegnungen berichten, andererseits aber auch jeden Tag so ein bisschen Resimil der Wanderwege-Qualität ziehen, so dass man für sich da auch rausziehen kann.
01:00:42: Naja, welche Region, welcher Wanderweg war jetzt für den Gerelt?
01:00:47: Klar, das kann für jeden natürlich ein bisschen anders sein.
01:00:50: Aber was war denn für mich praktisch ein Highlight?
01:00:52: Oder wo würde ich eher sagen, naja, wenn man lieber auf schmalen Faden wandert, dann ist der und der Weg vielleicht doch nicht so ganz das Richtige.
01:01:00: Also, ich denke, allein aus dem Grund ist es vielleicht schon ganz interessant, das dann auch während der Wanderung zu verfolgen.
01:01:07: Wie geht es dir so kurz vor Aufbruch?
01:01:11: Kannst du es kaum erwarten, dass es jetzt endlich losgeht?
01:01:14: Oder ist es doch schon so, wie wird das, dass da Zweifel auch mit rein spielen?
01:01:18: Ich muss sagen, wir waren ja im letzten Jahr zehn Monate unterwegs, sind Ende Oktober wiedergekommen.
01:01:26: Das war tatsächlich der Zeitpunkt, wo ich mich darauf gefreut habe, auch mal wieder in Deutschland zu sein, mal wieder zu Hause zu sein, mal wieder sesshaft zu sein, spielt ja durchaus eine Rolle.
01:01:36: Aber jetzt so, das sind jetzt ja drei Monate ungefähr, juckt es mich durchaus schon wieder unterwegs zu sein.
01:01:43: Und ich freue mich tatsächlich total, jetzt in knapp zwei Wochen aufzubrechen.
01:01:49: Sönchen wir dir alle eine gute Zeit.
01:01:51: Vielen Dank.
01:01:52: Danke, danke für das Gespräch.
01:02:00: Herzlichen Dank fürs Zuhören.
01:02:02: Ich habe es schon gesagt, im Newsletter, der diesen Podcast begleitet, gibt es alle wichtigen Links und Infos zu Gerald, zu dem, was er vorhat, zu dem, was er schon gemacht hat.
01:02:13: Ich werde die vergangenen Folgen mit ihm nochmal verlinken.
01:02:16: Ich werde auch die Bücher, die er schon geschrieben hat, noch einmal verlinken.
01:02:20: Und wenn du den Newsletter noch nicht abonniert haben solltest, den freiraus Newsletter, der immer Sonntags erscheint, dann kannst du das gerne tun unter Christoph Förster.
01:02:32: Wenn du diese Folge erst später hörst und dieser Newsletter schon versendet sein sollte, kein Problem.
01:02:39: In dem ersten Newsletter, den du bekommst, findest du unten einen Link zum Newsletter-Archiv.
01:02:45: Und da kannst du dann schauen, dass du auch den findest, in denen es um Gérald geht und die Infos zu Gérald alle zu finden sind.
01:02:55: Es gibt darüber hinaus aber immer auch noch Hinweise auf Dinge, die mir so über den Weg laufen, die ich inspirieren finde.
01:03:03: Das sind oft Dokumentationen zum Beispiel in Mediatheken, die kostenlos abrufbar sind.
01:03:09: Das kann auch mal ein Kinofilm sein oder eine interessante Person, die hier nicht im Podcast stattfindet, weil sie zum Beispiel nur Englisch spricht.
01:03:18: Kurz, es gibt eine Menge Inspiration in diesem Newsletter, wenn du irgendwann das Gefühl hast, nee, ist für mich doch nicht so viel drin, kannst sie natürlich auch jederzeit easy wieder abbestellen.
01:03:30: Ich danke dir fürs Zuhören, hoffe du nimmst was mit aus dieser Folge und hörst dann nächste Woche wieder rein.
01:03:35: Da gibt es eine neue Folge von Freiraus dem Podcast für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.
01:03:41: Bis dahin, bis wir uns wieder hören, wünsche ich dir eine gute Zeit.
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